André

Bärenstarke Geißböcke Odenwald
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    Re: André

    Wolfgang Overath - 08.03.2008, 20:24

    André
    "Ich bin jeden Tag hoch motiviert"

    Im Januar 2007 verließ André Oliveira de Lima (22) erstmals seine Heimat am Zuckerhut und wechselte vom brasilianischen Erstligaclub FC Santos nach Köln, um im deutschen Profigeschäft Fuß zu fassen.



    Nach etwas über einem Jahr beim FC der Mittelfeldspieler im GeißbockEcho Auskunft über brasilianische Lebensfreude, persönliche Motivationsquellen und sein Leben als Fußballer zwischen Ersatzbank und Spielfeld.

    Frage: André, im letzten Spiel gegen Greuther Fürth haben Sie zum zweiten Mal in der laufenden Saison von Beginn an gespielt. Wie haben Sie persönlich dieses Spiel erlebt?

    André: Dass ich in der ersten Elf stehe, habe ich erst eine Stunde vor Anpfiff in der Teambesprechung erfahren und mich natürlich sehr gefreut. Es war für mich ein tolles Gefühl, dass der Trainer von Anfang an auf mich setzt, weil ich schon länger auf diese Chance gewartet habe. Es hat mich daher richtig glücklich gemacht, dass ich durch meinen Freistoß den Pass zum 1:0 gegeben habe und wir so lange in Führung lagen. Umso unglücklicher war ich dann darüber, dass Greuther Fürth so kurz vor Spielende noch den Ausgleich erzielt hat und wir nur einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten.

    Frage: Bei Ihrem letzten Verein waren Sie Stammspieler, in der laufenden Saison sind Sie bislang erst in sieben Ligaspielen zum Einsatz gekommen.

    André: Das stimmt. Es ist aber schon immer so gewesen, dass der Trainer entscheidet, wer spielen darf und wer nicht und sich dabei natürlich auch was denkt. Bei Santos war es so, dass der Trainer mir von Anfang an sein Vertrauen geschenkt hat. Hier in Köln habe ich noch nicht viele Möglichkeiten gehabt, um zu zeigen, wozu ich in der Lage bin, aber das bedeutet für mich nur, dass ich jede neue Chance, die mir der Trainer gibt, auch nutzen muss. Ich versuche dann, das Beste daraus zu machen und mit meiner Leistung zu überzeugen. Wie schon gesagt, am Ende ist es nur der Trainer, der die Aufstellung bestimmt.

    Frage: Wie schaffen Sie es denn, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren?

    André: Das Wichtigste überhaupt ist es doch, dass man gesund ist und Menschen um sich hat, die einen in dem, was man tut, voll und ganz unterstützen. Meine Familie gibt mir zum Beispiel unglaublich viel Kraft und steht immer hinter mir, auch wenn ich sie wegen der großen Entfernung nicht oft sehen kann. Hinzu kommt, dass man darüber glücklich sein muss, dass man überhaupt die Möglichkeit hat, im Profigeschäft Fußball zu spielen. Das ist nicht selbstverständlich und gibt einem automatisch eine zusätzliche Portion Kampfgeist und Willensstärke. Ansonsten übe ich meinen Beruf so aus, wie es meiner Meinung nach jeder tun sollte: Ich bin jeden Tag hoch motiviert und halte mir immer wieder vor Augen, dass meine Chance, zum Erfolg des 1. FC Köln beitragen zu können, schon noch kommen wird.

    Frage: Sie sind jetzt seit etwas über einem Jahr in Köln. Wie gefällt Ihnen die Stadt?

    André: Am Anfang war es für mich sehr schwer, die Umstellung war groß. Ich kam in eine ganz fremde Stadt und war zum ersten Mal überhaupt aus Brasilien weg. Hier in Deutschland ist alles ganz anders, angefangen bei der Kultur, über die komplizierte Sprache bis hin zu der Art, wie in den deutschen Bundesligen Fußball gespielt wird. Ich habe aber die Zähne zusammen gebissen und habe mich mittlerweile auch sehr gut eingelebt. Köln ist eine wundervolle Stadt, die man schnell ins Herz schließt. Das Einzige, woran ich mich wohl nie gewöhnen werde, ist die Kälte (lacht). Ansonsten fühle ich mich hier sehr wohl.

    Quelle: www.bundesliga.de



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