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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: tornagg Forum: Feuer, Wasser, Luft und Erde Forenbeschreibung: Auf dem Weg, die Idee zu ergründen aus dem Unterforum: Kapitel Antworten: 1 Forum gestartet am: Dienstag 15.01.2008 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Kapitel XVIII Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 1 Monat, 14 Tagen, 14 Minuten
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Re: Kapitel XVIII
tornagg - 10.02.2008, 12:06Kapitel XVIII
(theologia germanica
Die leret gar manchen lieblichen underscheit gotlicher wahrheit und seit gar hohe und gar schone ding von einem volkomen leben.)
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Das achtzehnte Kapitel.
Wie das Leben Christi sei das edelste und beste Leben, das je ward und immer werden kann, und wie das sorglose falsche freie Leben das allerböseste Leben sei.
In ganzer Wahrheit soll man wissen und glauben, daß kein so edles und gutes und auch Gott so liebes Leben ist, als das Leben Christi, und ist doch aller Natur und Selbstheit das bitterste Leben. Aber das sorglose freie Leben ist aller Natur, Selbstheit und Ichheit das süßeste und angenehmste Leben. Es ist aber nicht das beste: es mag auch in etlichen Menschen das böseste werden. Aber wiewohl das Leben Christi das bitterste sei, so ist es doch das allerliebste. Das soll man dabei merken. Es ist eine Erkenntnis, davon wird erkannt das wahre einfältige Gut, und das selbe Gut ist weder dies noch das, sondern es ist das, wovon Sankt Paulus sprach: „wenn das Vollkommene und das Ganze kommt, so wird alle Teilung und Unvollkommenheit zu nicht“. Damit meint er, daß das Ganze und Vollkommene alle Teilung übertrifft, und daß alles Geteilte und Unvollkommene nichts sei gegen das Vollkommene. Also wird auch alle Erkenntnis der Teile zu nicht, wenn das Ganze erkannt wird; und wo das Gut erkannt wird, da muß es auch begehrt und geliebt werden, also daß alle andere Liebe, womit der Mensch sich selber und andere lieb gehabt hat, ganz zu nicht wird. Und diese Erkenntnis erkennt auch das Beste und das Edelste in allen Dingen und hat es lieb in dem wahren Gut und um anders nicht denn um das wahre Gut. Sieh, wo diese Erkenntnis ist, da wird wahrlich erkannt, daß Christi Leben das beste und das edelste Leben ist; und darum ist auch das allerliebste und wird gern gehabt und getragen und wird nicht gefragt oder gesorgt, ob es der Natur oder sonst jemand wohl oder wehe thue, lieb oder leid, sauer oder süß und desgleichen. Und darum, in welchem Menschen dies vollkommene und wahre Gut erkannt wird, da muß auch das Leben Christi sein und bleiben bis in den leiblichen Tod. Und wer anders wähnte, der ist betrogen und wer anders sagt, der lügt, und in welchem Menschen das Leben Christi nicht ist, da wird auch das wahre Gut und die ewige Wahrheit nimmermehr erkannt.
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TorNaGG
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Salomos Sprüche sollen Euch inspirieren! - gepostet von tornagg am Dienstag 15.01.2008
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