Die PS Spritze

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    Re: Die PS Spritze

    Baotian2007 - 09.07.2008, 15:55

    Die PS Spritze
    Mofas und Mopeds sollen Jugendlichen eine vergleichsweise ungefährliche Teilnahme am Straßenverkehr ermöglichen. Mit erlaubten 25 beziehungsweise 45 bis 50 km/h bieten sie eher gemäßigten Tempogenuss. Vielen Jugendlichen allerdings scheint eine derart gebremste Geschwindigkeit nicht zu reichen. Für die Polizei ist es heute eher die Regel als die Ausnahme, dass die in diesen Klassen vor allem vertretenen Motorroller die erlaubten Geschwindigkeitsregionen weit hinter sich lassen. Doch die rasenden Roller sind nicht nur verboten - sie stellen auch eine Gefahr dar.
    Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, wie viele jugendliche Zweiradlenker ihrem Roller zu mehr Leistung verhelfen. Doch die Schätzungen der Experten sind eindeutig: "Man kann davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der Fahrzeuge manipuliert ist", sagt Michael Baumann von der Landespolizeidirektion Saarland. Noch weiter geht Thorsten Pluym, Inhaber des Fachgeschäftes "Roller-Tuning Duisburg": "Ich gehe davon aus, dass 99 Prozent der Motorroller von Jugendlichen und Fahrern unter 30 Jahren nicht mehr original sind."

    "Das Problem besteht schon, seit es Zweiräder gibt", erklärt Polizeihauptmeister Gerhard Kath vom Verkehrsunfalldienst Lübeck. "Allerdings hat das Internet das Tuning vereinfacht." Dort finden sich die Tipps für die nötigen Eingriffe massenweise - und die Arbeit am Fahrzeug gestaltet sich heute vergleichsweise simpel. Waren einst Zahnräder oder Auspuffanlagen auszutauschen, geht es heute um einen einfachen Eingriff in die Elektronik. Die Fahrzeuge sind in anderen Ländern meist für höheres Tempo ausgelegt und werden für Deutschland bei den Mofas auf 25 km/h gedrosselt. Der schnelle Eingriff setzt dann zusätzliche 25 bis 30 km/h frei.

    Laut Michael Baumann führt auch der Gruppendruck bei Jugendlichen dazu, dass immer wieder getunte Roller hinzukommen. Manche Jugendliche haben daraus einen richtigen Nebenerwerb gemacht, bieten auf den Schulhöfen ihre Dienste gegen Geld oder manchmal auch als Freundschaftsdienst an.

    "«Einige Motoren erlauben Leistungssteigerungen bis zu 100 Prozent", so Rainer Hessel von der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Und es muss ja nicht bei den ursprünglichen Motorteilen bleiben. "Wenn die Drosselung erstmal raus ist, ist alles weitere nur noch eine Frage des Geldes", weiß Thorsten Pluym. "Mit einem Umbausatz auf 70 Kubikzentimeter Hubraum sowie Änderungen an Vergaser und Getriebe sind bis zu 100 km/h drin." Das hört sich nach viel Aufwand an, kostet aber nicht die Welt - laut Pluym sind 250 Euro realistisch. Und: "Es gibt auch die nötigen Sachen, um mit dem Roller 150 km/h fahren zu können."

    Diese Tempobereiche sind für die Fachleute der wahre Horror. Schließlich steigt mit dem Tempo auch das Risiko: "Dabei geht es zum einen natürlich um die Gefahrenerhöhung durch die Geschwindigkeit an sich", so Hessel. "Aber auch Fahrzeugteile wie das Fahrwerk sind einer wesentlich höheren Belastung ausgesetzt. Es kann durch einen Bruch der Vorderradgabel oder schwache Bremsen zu schweren Unfällen kommen."

    Hinzu kommen rechtliche Konsequenzen, wenn der forsche Rollerfahrer ertappt wird. So erlischt die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Fahrzeugs. Wer nur Mofa fahren darf und mit Tempo 50 unterwegs ist, hat ebenso ein Problem wie derjenige mit Moped-Erlaubnis und Tempo 70. "Das ist Fahren ohne Fahrerlaubnis", so Polizeihauptmeister Kath, "kann eine Freiheitsstrafe zur Folge haben." Meist gibt es aber nur eine Geldstrafe - man will die Jugendlichen nicht kriminalisieren. Nach einem Unfall können auf Fahrer eines getunten Rollers weitere Probleme zukommen. Denn die Versicherung muss bei einem Unfall mit einem unerlaubt betriebenen Zweirad nicht zahlen. Laut Rainer Hessel muss der Fahrer beispielsweise bei einem selbst verschuldeten Crash mit seinem persönlichen Vermögen haften, um Schäden zu begleichen. "Das kann dazu führen, dass man über Jahre hinweg regelmäßig zu zahlen hat."

    Um mögliche Gefahren auszuschließen, sollten laut Verkehrssicherheitsexperte Baumann die Eltern gelegentlich schauen, wie es mit dem Roller des Nachwuchses aussieht. Es kann also nicht schaden, wenn Vater und Mutter selber mal eine Runde mit dem Roller drehen - um zu prüfen, wie schnell das Mofa tatsächlich ist.



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