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Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 11.02.2008, 11:06Panzernekrose bei Pseudemys
Hallo,
ich möchte meine Erfahrungen bezüglich der Panzernekrose meiner Pseudemys nelsoni berichten:
im Januar 2007 wurde mir eine ( angeblich) weibliche Zierschildkröte aus dem Tierheim gebracht. Sie wog 420g und wurde aufgrund Nieren- Probleme mit Antibiotika behandelt. Ihr Carapax war sehr dunkel gefärbt.
Ich konnte sie keiner Chrysemys-Art zuordnen, doch nach einigem Forschen im Internet stellte sich heraus, dass es eine Pseudemys-Art sein muss. Nach etwa 4 Wochen klar, dass es sich um ein Männchen handelt und auch der Carapax bekam eine schöne rote Zeichnung.
Ich hielt sie anfangs bei 25°C, da sie es so gewöhnt war, und als alles in Ordnung schien, senkte ich die Temperatur langsam ab auf 20°C.
Als Bestrahler dient übrigens eine Powersun 160W.
Mitte Mai, die Temperatur wurde wieder noch oben gefahren, machten sich Veränderungen in Form von weißen Flecken am Carapax bemerkbar.
Eine bakteriele Untersuchung und auch eine angelegte Pilzkultur brachten keine Befunde.
Behandelt wurde mit einer Neomycinsulfat-Salbe, Desinfektionsmitteln und Teebädern. Die betroffenen Stellen schienen zu heilen, um dann vermehrt wieder aufzutreten.
Es gab Stellen, bei denen die Hornschicht sich löste, um aber gleich wieder fest zu werden und sich nicht zu verschlimmern.
An zwei Stellen am Ranschild, ging die Nekrose tiefer und schritt weiter fort. Auch das Spritzen von Antibiotikum brachte keine Heilung.
Eine Blutuntersuchung ergab nicht so gute Nierenwerte, allerdings konnte nicht erkannt werden in welchem Zusammenhang diese mit der Nekrose stehen.
Kam die Nekrose aufgrund der Nierenprobleme oder hatte sie schlechte Nierenwerte aufgrund der Nekrose und Trockensetzung.
Von der Tierärztin bekam sie ein Mittel, welches sich Program nennt und eigentlich bei Säugetieren angewendet wird.
Es wurde ein zweites Mal gegeben. Zu einer dritten Gabe kam ich leider nicht, weil mir am 4. Advent mein Auto abbrannte und ich zwischen Weihnachten und Neujahr zur Tierärztin fahren sollte ( konnte mir auch kein Ersatz leihen)
Nebenbei bekommt sie "CaniConcept"-Tropfen als Unterstützung für die Nieren.
Seit gut 6 Wochen lasse ich den Wasserplantscher nun in "Ruhe".
Keine stressigen Fahrten mehr zum Tierarzt, kein ständiges aus-dem-Becken-nehmen mehr, kein Wunden aufkratzen und desinfizieren oder spritzen.
Tagsüber sonnt er sich ausgiebig, Temperatur liegt zwischen 24-26°C,
gefüttert werden Wasserpflanzen und Sticks.
Die Nekrose scheint zu heilen, die tiefen Stellen haben sich ausgeglichen und ich hoffe, dass es gut ausgeht.
Ich werde noch Bilder anhängen.
Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 11.02.2008, 11:14
Noch ohne Nekrose
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 11.02.2008, 11:19
Hier sieht man etwas die Nekrose, am Randschild wurde es richtig tief.
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
SabineWil - 11.02.2008, 12:13
Liebe Sabine
Ich glaube auch daß es am besten ist das Tier vorläufig mal in Ruhe zu lassen. Nur wenn es sich verschlimmern sollte, würde ich wieder zum Tierarzt gehen.
Weiterhin gute Besserung für die Kleine (den Kleinen)
liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 11.02.2008, 19:56Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Hallo Sabine!
Eine meiner beiden Pseudemys sieht genau so aus wie Deine.
Ich würde sagen, daß es eine Pseudemys nelsoni ist.
Woran hast Du erkannt, daß es ein Männchen ist?
Verlängerte Vorderkrallen und längerer Schwanz mit entsprechender Positionierung der Kloake ist mir bekannt, aber vielleicht gibt es bei Pseudemys-Arten noch andere Merkmale. Man lernt ja nie aus.
Gruß
Christine
P.S. Ich drück' die Daumen für eine schnelle Heilung.
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 12.02.2008, 09:31
Hallo Christine,
ich habe es an den typischen Merkmalen erkannt: Schwanz und Krallen wurden länger.
Wie hälst Du Deine nelsoni jetzt im Winter und wie alt/groß ist sie ?
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 12.02.2008, 09:55
Hallo Sabine.
Sie (weiblich) hat eine Panzerlänge von 20 cm. Ich habe sie Anfang November letzten Jahres übernommen. Laut Vorbesitzerin ist sie 5 Jahre alt und somit ein ganz schöner Brocken für das Alter.
Zurzeit ist sie im Keller und hält dort die erste Winterruhe in ihrem Leben.
Liebe Grüße
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 12.02.2008, 10:12
Endlich jemand, der auch eine nelsoni hat. :D
Wir könnten uns austauschen...
Ich weiß nicht, wie alt mein Männchen ist, es ist etwa 17cm lang.
Wenn er im nächsten Winter fit ist, was ich doch hoffe, darf er auch ruhen.
Hast Du für sie auch einen Teich im Garten?
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 12.02.2008, 11:20
Oh, ich hatte einen Teich aus Teichfolie.
Muß ich Dir mal Bilder schicken.
Wir sind umgezogen, so daß wir jetzt einen Neuen anlegen müssen.
Diesmal wird es wahrscheinlich ein Fertigteich sein. Der steht schon draußen auf der Terrasse. Wir haben den Folienteich beim Umzug natürlich mitgenommen und so haben wir uns noch nicht entschieden, ob wir den Fertigteich einbuddeln oder die Teichfolie verwenden werden.
Zu der Panzernekrose habe ich eine Frage. Ich kann das auf dem Foto nicht genau erkennen. Aber es sind doch weiße Stellen auf dem Panzer, stimmt's? Ist Dir aufgefallen, ob diese Stellen erst aufgetreten sind nachdem sich oberflächlich und ganz dünn die Hornplatten gelöst haben? Das tun sie, wenn die Schildkröte gewachsen ist.
Gruß
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 12.02.2008, 14:08
Hallo nochmal.
Entschuldigung. Habe gerade nochmal Deinen Bericht durchgelesen.
Da steht ja alles drin.
Also über meine andere Pseudemys-Schildi kann ich folgendes berichten:
Sie ist ein Fundtier. Meine Mutter hatte sie mitten auf einer Landstraße entdeckt. Dies nur zur Info, da ich daher die Vorgeschichte dieser Schildkröte nicht kenne.
Der komplette Panzer hatte zu diesem Zeitpunkt eine weiße Farbe. Ich hatte deshalb erhebliche Probleme die Art zu bestimmen.
Es war kein pilziger Belag. Es waren Hornschichten die sich über mehrere Jahre nicht von alleine gelöst hatten. Ich mußte ganz vorsichtig nachhelfen um diese Schichten nach und nach zu lösen. Das hat 1 Jahr gedauert. Hervor kam ein dunkler Panzer mit teilweise gelbem Muster. Aber! Eine kleine Stelle am Panzer war weiß. Die Stelle war ganz flach. Das sah aus wie auf Deinem Foto. Ab und zu, wenn sie sich gesonnt hat, haben wir die Stelle desinfiziert. An sonsten haben wir nur auf eine sehr gute Wasserqualität geachtet. Ich konnte keine Verhaltensänderung feststellen und sie schien in ihrem Wohlbefinden nicht gestört zu sein. Es hat lange gedauert bis diese Stelle ausgeheilt war. In dem Bereich war ursprünglich die gelbe Farbe vom Panzermuster. Nach der Heilung war die Stelle so dunkel wie der restliche Panzer. Die gelbe Färbung wird auch nicht mehr wiederkommen.
Liebe Grüße
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 13.02.2008, 10:34
Hallo Christine,
auch das Wohlbefinden meines Kassandros ist nicht beeinträchtigt. Er sonnt sich und kommt gleich angeschwommen, wenn ich das Zimmer betrete, denn es könnte ja etwas Fressbares kommen.
Wenn sich wegen Wachstum die Hornplatten lösen, findet sich darunter eine neue Hornplatte, frisch leuchtend.
Bei der ersten kranken Stelle dachte ich, ein Blattrest von einer Wasserpflanze wäre angeklebt. Als ich darüberwischte, wurde die Stelle größer und war ganz weiß.
Es war, als wischte ich Hornplatte ab.
Die Stelle war nicht matschig und ist dann dunkel zugewachsen.
Beim zweiten Ausbruch wurde es schlimmer. Die Stellen wurden tiefer.
Diese sind nun dunkel und das nachgewachsene Gewebe ist noch nicht ganz hart. Aber ich werde mich hüten daran herumzukratzen.
Ich bin überzeugt, dass das Tier auch durch die Arztbesuche gestresst wurde ( etwas über 50km pro Strecke). Allerdings bedeutet das nicht, auf einen Arztbesuch verzichten zu können.
Das Antibiotikum hat jedenfalls nicht geholfen.
Den wöchentlichen Wasserwechsel habe ich nun auf 14tägig reduziert und ich wische das Becken dabei immer mit einem sauberen Lappen innen aus.
Im letzten Jahr war ich zweimal im Duiburger Zoo. Dort gibt es viele Wasserschildkröten. Beim zweiten Besuch fiel mir auf, dass viele Tiere solche Flecke aufwiesen. Mich würde interessieren wie es diesen Tieren geht.
Da haben es jetzt Deine Wasserplantscher gut bei Dir.
Vor kurzem war ich in einem Gartenmarkt mit Zooabteilung. Die hatten wohl eine frische Lieferung Rotwangen-Babys bekommen. Der Himmel weiß, wie es denen ergehen wird :cry:
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 13.02.2008, 11:38
Hallo Sabine.
Es muß wohl mehrere Arten von Panzernekrose geben. Ich versuche mal ein Foto einzufügen. Auf diesem ist eine verheilte Nekrose am Bauchpanzer zu sehen. Es war eine kleine, dunkle Stelle die tief in den Panzer hinein ging. Durch das immer wieder von sich selbst lösen der Hornplatten (im laufe der Jahre) wurde die Stelle flacher, obwohl sie immer noch tief wirkt.
Die Schildkrötenbabys in Gartenmärkten tun mir immer Leid. Ich ärgere mich darüber, dass Wasserschildkröten für so wenig Geld zu haben sind. Andererseits wundert mich es, dass die Leute überhaupt Geld für die Tiere ausgeben, denn ich habe bisher jede Wasserschildkröte umsonst bekommen. Allerdings waren sie dann schon erheblich größer als die Babys. Ich hoffe es gibt bei den Käufern auch Ausnahmen. Da sind bestimmt auch welche drunter die sich sämtliche Beine für ihr Tier ausreißen, damit es ihm gut geht. Hoffentlich! :roll:
Gruß
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 13.02.2008, 12:33
Mein Gelbwangen-Weibchen hat am Plastron auch so eine kleine Stelle, etwa 4mm Durchmesser und relativ tief.
Unter Gabe von Salbe veränderte sich nichts, also wird die Stelle auch nur noch desinfiziert und auch nicht mehr ausgekratzt, da sich dort kein weiches Gewebe befindet.
Aber ich habe auch ein kleines gesundes Gelbwangen-Männchen, also nicht nur kranke Tiere.
Treffe ich mal auf einen Wasserschildkröteninteressierten, dann verweise ich ihn auf eine Auffangstation.
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 13.02.2008, 12:55
Sabine hat folgendes geschrieben: Mein Gelbwangen-Weibchen hat am Plastron auch so eine kleine Stelle, etwa 4mm Durchmesser und relativ tief.
Unter Gabe von Salbe veränderte sich nichts, also wird die Stelle auch nur noch desinfiziert und auch nicht mehr ausgekratzt, da sich dort kein weiches Gewebe befindet.
Bei meiner Schildkröte (Rotwange) hatte damals der Tierarzt die Stelle ausgekratzt. Zur Kontrolle bin ich später nochmal hin. Nach Anweisung habe ich die Schildkröte regelmäßig in Kaliumpermanganat gebadet. Das ist aber auch schon mind. 10 Jahre her.
Was benutzt Du zum desinfizieren?
Sabine hat folgendes geschrieben: Nebenbei bekommt sie "CaniConcept"-Tropfen als Unterstützung für die Nieren.
Mich würde sehr interessieren, ob die Nierenwerte sich dadurch verbessert haben. Falls Dir irgendwann dazu Infos vorliegen, lass es mich bitte unbedingt wissen.
Gruß
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 14.02.2008, 13:59
Hallo Christine,
anfangs habe ich die Stelle auch ausgekratzt und mit Betaisodona-Lösung desinfiziert. Die Tierärztin riet mir zu Gentiana-Violett und nun nehme ich das. Ich habe es auch schon mit einem Tee aus Ringelblume versucht (das mache ich bei Entzündungen beim Menschen), doch die Schildkröten finden das Baden in der Schüssel nicht so toll .
Eine 3% Wasserstoffperoxid-Lösung erbrachte aus meiner Sicht auch keine schnellere Heilung und ich hörte damit dann auch wieder auf.
Auf jeden Fall werden die Werte bei Kassandro noch einmal überprüft, er bekommt aber jetzt erst mal Zeit zum Gesunden.
Wenn ich Ergebnisse habe oder sich irgendetwas wieder verändern sollte, sage ich Bescheid.
Weißt Du noch ungefähr wie lange und wie oft Du mit Kaliumpermanganat gebadet hattest ?
Liebe Grüße vom vernebelten und kalten Moseltal
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 14.02.2008, 18:33
Hallo Sabine.
Ich meine ich hab sie alle 2 Tage gebadet für 10 Minuten. Aber das Baden fand sie auch nicht toll. Geholfen hat es allerdings. Nur den Zeitraum, also über wieviel Tage, da kann ich mich nicht mehr erinnern.
Ich drück die Daumen für Kassandro.
Hier 2 Fotos von unserem ehemaligen :cry: Teich. Hatte dir weiter oben ja geschrieben, daß ich Dir Fotos zeige. Zur Info: Der Garten war sehr klein 49 m² inkl. Terrasse. Lage: Richtung Norden. Also auch eher ungünstig. Das war aber der Grund weshalb ich auf üppige Bepflanzung verzichtet habe und die Einzäunung überwiegend aus Plexiglas gestaltet hatte. Damit nicht noch mehr Schatten geworfen wird.
Und dieses Foto ist aus dem total verregneten August 2006:
Liebe Grüße
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
SchokoMinza - 15.02.2008, 09:13
hallo christiane - stellst du die fotos bitte auch in den teichbaubereich? hier ist das so schlecht wieder zu finden, und dabei ist es doch eine so gelungene anlage!
Liebe Grüße
s
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 15.02.2008, 09:21
Hallo Christine,
das Plexiglas ist eine gute Idee, ich finde die ( ehem.) Teichanlage sehr schön.
Als ich letztes Jahr meinen Teich fertig hatte, war auch der Sommer vorbei.
War es dann mal schön und ich setzte alle raus, biss Emma die anderen.
Also muss ich dieses Jahr den Fischteich entsprechend herrichten oder auf dem Balkon noch einen bauen für Emil und Kassandro.
Ich habe ein eher kleines Hanggrundstück, auch nicht so ideal zum bauen.
Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 15.02.2008, 14:23
SchokoMinza hat folgendes geschrieben: stellst du die fotos bitte auch in den teichbaubereich? hier ist das so schlecht wieder zu finden
Hallo. Ja das mache ich. Gib mir noch ein bischen Zeit dazu. Ich muß hier ganz schön rum tüffteln, um das alles so hinzukriegen. Das ist mein erstes Forum.
Sabine hat folgendes geschrieben: War es dann mal schön und ich setzte alle raus, biss Emma die anderen.
Hey Sabine, da muß ich Dir mal erzählen, was mir bzw. meinen Kröten passiert ist.
Und das war so:
Die Teichanlage war fertig. Es war über längere Zeit tagsüber sehr schönes Wetter, aber nachts wurde es immer noch so kalt. Also habe ich die beiden abends wieder reingeholt. Das Ergebnis dieser Aktion war, daß die jüngere Schildkröte der Älteren immer mal wieder in den Fuß zwickte. Das hörte schlagartig auf, als ich beide nachts einfach draußen ließ.
Was habe ich daraus gelernt? Unterschätze niemals den Stressfaktor bei Schildkröten, wenn man sie ständig hin und her trägt.
Aber nichts desto trotz, Unverträglichkeiten gibt es und dann muß man sie eben trennen.
Sabine hat folgendes geschrieben: Also muss ich dieses Jahr den Fischteich entsprechend herrichten oder auf dem Balkon noch einen bauen für Emil und Kassandro.
Dann haben wir beide dieses Jahr noch richtig was vor, was den Teichbau angeht. :D
Gruß
Christine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 15.02.2008, 17:45
Seltsam war, dass sie im Tierheim alle zusammen ( auch noch mit anderen) im Becken schwammen. Im Haus haben sie getrennte Becken, aber der Teich ist ja größer.
Mal sehen, wie es sich diesen Sommer entwickelt.
Den Stressfaktor sollte man wirklich nicht unterschätzen.
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Hetti - 15.02.2008, 19:30
Christine hat folgendes geschrieben: Es war über längere Zeit tagsüber sehr schönes Wetter, aber nachts wurde es immer noch so kalt. Also habe ich die beiden abends wieder reingeholt. Das Ergebnis dieser Aktion war, daß die jüngere Schildkröte der Älteren immer mal wieder in den Fuß zwickte. Das hörte schlagartig auf, als ich beide nachts einfach draußen ließ.
Was habe ich daraus gelernt? Unterschätze niemals den Stressfaktor bei Schildkröten, wenn man sie ständig hin und her trägt.
Gruß
Christine
Hallo Christine,
das Beissen hing vielleicht nicht so sehr mit dem Stressfaktor Umsetzen zusammen, sondern eher mit den drinnen herrschenden höheren Temperaturen und eventuell einem verminderten Patzangebot. Bei den niedrigen nächtlichen Aussentemperaturen reduzieren die WSK merklich ihre Aktivität (wie bei der Vorbereitung auf die Winterruhe), ergo sie beissen auch nicht (meine Meinung dazu).
@Sabine : im Tierheim haben die Tiere wahrscheinlich auch keine Idealtemperatur und sind deshalb ruhiger ?
Aber natürlich keine Frage : wenn sie sich auf Dauer nicht vertragen, sei es draussen oder drinnen, müssen die Tiere getrennt werden.
Gruss
Hetti
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Christine - 16.02.2008, 11:16
Hetti hat folgendes geschrieben: das Beissen hing vielleicht nicht so sehr mit dem Stressfaktor Umsetzen zusammen, sondern eher mit den drinnen herrschenden höheren Temperaturen und eventuell einem verminderten Patzangebot. Bei den niedrigen nächtlichen Aussentemperaturen reduzieren die WSK merklich ihre Aktivität (wie bei der Vorbereitung auf die Winterruhe), ergo sie beissen auch nicht (meine Meinung dazu).
Hallo Hetti!
Jede hat ihr eigenes Innengehege. Sie sind drinnen getrennt. Das Zwicken fand aus diesem Grund nur draußen im Teich statt. Deshalb mein bisheriges Fazit daraus. Letztendlich können auch andere Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Vielleicht auch deshalb, eben weil sie sonst getrennt waren. Das sie bei niedrigen Temperaturen inaktiver werden steht außer Frage.
Gruß
Christine
P.S. Prima so ein Forum. Und schon sieht man das ganze mal aus einer anderen Perspektive. :wink:
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 16.02.2008, 19:15
Hallo Hetti,
im Tierheim wurde für sie in einem kleinen Raum extra ein Teich angelegt, mit Sonnenplatz und Thermofilter.
Sie hatten es schon warm. Mit im Becken war noch ein großes Rotwangen-Männchen und noch zwei weitere, allerdings erinnere ich mich nicht mehr welche Art.
Ich denke, sie gewöhnen sich an die "Einzelhaft".
Anfangs hatte ich die kleine Gelbwange mit der größeren zusammen im Becken. Doch die größere war natürlich schneller am Futter und auch beim Sonnen hatte die kleinere das Nachsehen. Es gab aber noch keine Beißerei. So wurden sie rasch getrennt.
Das Gelbwangen-Männchen vertrug sich im Teich gut mit dem Pseudemys-Männchen.
Mal sehen, was ich diesen Sommer beobachten kann.
Liebe Grüße
Sabine
Re: Panzernekrose bei Pseudemys
Sabine - 18.05.2008, 07:41
Hier nun ein Foto von Kasandro mit seiner verheilten Panzernekrose.
Man sieht eine Art Naht am Rand, der noch etwas eingekerbt ist, aber die Musterung kommt wieder durch.
An den Randschildern löste sich die Hornschicht bis auf den Knochen.
Es gibt noch zwei kleine, weiße und feste Stellen. Diese dünne Schicht löst sich und hervor kommt eine dunkle Schicht. Danach erscheint langsam das Muster.
Die Einkerbungen werden wohl immer bleiben.
Viele Grüße
Sabine
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