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Re: Der geomantische Pressespiegel
Pascal - 24.02.2006, 17:00Der geomantische Pressespiegel
Ein Auszug aus dem Axis Mundi Newsletter:
DER AKTUELLE PRESSESPIEGEL
Geomantie im Spiegelbild der Presse, Kommentar von Hans – Jörg Müller
Die Renaissance der Geomantie tritt nun in ihre dritte Phase. Die erste Phase – beginnend mit den 50ger Jahren – war noch ganz geprägt von einem Wirklichkeitsbild, welches sich gegen das überstarke Weltbild des Positivismus, des Expertentums und der totalen Verwissenschaftlichung der Welt wiedersetzte. „Wiederverzauberung der Welt“ war ein Stichwort. Nischen der Sinnsuche wie die Parapsychologie (zu denen auch die Radiästhesie damals große Nähe besaß) und die Tiefenökologie erblühten. Die ersten Ansätze für Erdheilungsarbeit entstand, die aus dem zunehmenden ökologischen Bewußtsein resultierte. Kultstätten und Orte der Kraft galten als Nischen des Geistigen. Dies alles war damals unterfüttert durch die neuen Wissenschaftssichten Heisenbergs und Bohms sowie der Theorie der „morphologischen Felder“ Sheldrakes. Dazu kamen die Tiefenpsychologie Jungs, die Ätherlehre Reichs, religionsphilosophische bzw. ethnologische Sichtweisen, wie sie uns Eliade, Frazer oder Gebser vermittelten, begleitet durch die ganz anderen Weltentwürfe der naturreligiösen Kulturen wie der Indianer; des Schamanismus überhaupt. Geomantie war damit eine Gegenkultur, letztlich eine Randerscheinung der Gesellschaft, mit einem Wort: Teil der New-Age-Philosophie. Ihre Höhe erreichte sie damals lediglich in elitären Zirkeln der Philosophie und Wissenschaftstheorie oder auch im Kunstschaffen eines Josef Beuys. Jedoch: an Mitgestaltung oder Dienstleistungen in den Bereichen Lebensraum oder Unternehmensberatung war nicht zu denken.
Mit dem Auftauchen der New Economics, mit der gleichzeitigen (politischen) Machtübernahme der 68 Generation wandelte sich das Bild stark. Ökologische Gegenentwürfe ökonomisierten sich zunehmend, religiöse Systeme wie das indische Yoga, Ajurveda wurden zu einem Teil der allgemeinen Wellnesskultur. Die Alternativmedizin wurde zu einem wirtschaftlich bedeutenden Segment, welches darauf verwies, dass sich in der Seelenlandschaft unserer Gesellschaft etwas bedeutsames verschob: Wissenschaft und Expertentum erhielten einen starken Konkurrenten: den selbst wahrnehmenden, beurteilenden und selbstverantwortlichen Mensch, der nach Methoden suchte, die Raum ließen für die Selbsteinschätzung seines Lebens. Sinnfälligstes Zeichen in der Geomantie war das populäre Auftreten des chinesischen Feng Shui. Noch als das Fremde, aus dem asiatischen Raum stammende, war damit ein System gegeben welches Erfolg, Gesundheit und Wohlempfinden mit Faktoren versprach, die über das rein Materielle hinausragten. Das Wiederentdecken der Lebenskraft als eigenständige Realität ging einher mit dem Einbezug von Ritual und seelischer Dimension – direkt im Privaten, in unseren Lebensräumen. Sicherlich waren mit der schnellen Popularisierung auch Gefahren verbunden wie unakzeptable Heilsversprechen, Verflachung der traditionellen Lehren sowie: unüberschaubare Kriterien für... schlechte Gestaltung. Für die Baubranche war Feng Shui zuallererst ein Marketinginstrument.
Seit wenigen Jahren nun treten wir in die dritte Phase ein, nennen wir sie die Phase der Integration. Der aktuelle Pressespiegel macht es deutlich: Raumenergetik, Geomantie und Feng Shui sind zu einem normalen, allseits bekannten Faktor der Architektur und Landschaftsgestaltung geworden. Fachexperten sowie engagierte Gestalter ringen hier um Niveau, Qualität und Transparenz, willfährige und beliebige Esoterik erfährt zunehmend Ablehnung. Die Baubranche entdeckt zunehmend ein Instrument der kostengünstigen wie nachhaltigen Qualitätssteigerung. Es entstehen nachhaltige (geomantische) Tourismuskonzepte, historische Parks und Bauwerke werden mit geomantischen Untersuchung für ein neues Publikum erschlossen, das Stadtmarketing entdeckt einen neuen, ernstzunehmenden Faktor und Unternehmen – vermehrt in Gastronomie, Ladenbau, Bankenwesen und im Office-Bereich - suchen nach neuen Wegen, sinnvolle Elemente der Wellnesskultur sowie ganzheitliche Ansätze der Erfolgssteigerung in ihre Räume zu tragen. Für viele private Bauherren sind Baubiologie, Geomantie und radiästhetische Grundstücksuntersuchung zu einem "Muß" geworden. Auch in der Presselandschaft ist man offensichtlich die Wiederholung gleichlautender Erläuterungen des Phänomens müde geworden, überprüft die Haltung distanzierter Ironie und bemüht sich um sachliche Information.
Die Chance dieser dritten Phase – die wir hier mit einigen aktuellen Auszügen aus der Presselandschaft unterlegt haben – ist die Überwindung des Kampfes zwischen Fachwissenschaft und Alternativkultur, zwischen Architekt und geomantischem Berater. Wenn erkannt wird, dass die einen Spezialisten für die materiellen, ästhetischen und wirtschaftlichen Fragen sind, die anderen ergänzend vitalenergetische, seelische und konzeptuell-sinnstiftende Belange zu integrieren vermögen, können wir zukünftig zu einer ganzheitlichen Lebensraumgestaltung als ein selbstverständlichen Teil unserer gesellschaftlichen Realität gelangen.
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Baukultur_Glonn.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Arnulfpark_Feng%20Shui.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Wettbewerb%20Welfenstrasse.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/axismundi%20Garching.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Garching.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Westfalenpost.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/AZM_2006-02-11.pdf
http://www.axis-mundi.info/mail/aknews%202006/Schoenbrunn.pdf
Re: Der geomantische Pressespiegel
Maraiah - 24.02.2006, 20:20
man kann gut erkennen, wie vorsichtig und sanft dieses alte "neue" wissen in der architektur einzug hält.
die eckigen formen werden langsam aufgeweicht, abgerundet. einmal mit balkonen und bepflanzungen, oder durch ruheplätze, gehwege, ein andermal durch einen runden einbau irgendwo ...
ich glaube unser natürlicher lebensraum ist rund. man denke mal an die indianer, an die eskimos und viele naturvölker bauten ihre hütten rund. man denke an höhlen ...
ich war mal in ferien in holland und dort gab es einen mcdonald (ich find die überall - auch im ausland *lautlach) und der war rund. wir haben morgens dort gefrühstückt und ich sass jedesmal total glücklich in diesem gebäude und wünschte mir von ganzem herzen, es wäre mein haus.
im geiste habe ich mich abtrennungen vornehmen sehen, bestimmte bereiche abtrennend ... und ich wußte instinktiv, so sollen menschen leben. rund - in einem großen raum - ohne wände - offen, mit viel lichteinfall - also fenstern ... dann das ganze noch mit ökologischen energien versorgt oder zum beispiel durch die bauweise sich selbst aufheizend ... sowas gibt es alles ...
ich weiß, viele werden jetzt wieder sagen: du willst so leben - ich will wände, ecken und türen und zentralheizung.
aber ich bleibe dennoch dabei ... :)
Re: Der geomantische Pressespiegel
Pascal - 30.08.2006, 14:12
Heilige Orte – Altötting / Hans-Jörg Müller im BR
Am 30. August 2006 (heute!) wird um 19.30 Uhr (45 min.)der neuste Film mit Beteiligung geomantischer Kompetenz im BR ausgestrahlt. Hans – Jörg Müller berichtet dabei (kurz) über seine Untersuchungen zu dem alten Wallfahrtsort Altötting – nach wie vor die größte Pilgerstätte Deutschlands. Es geht um die Frage, warum Altötting ein ‘Heiliger Ort’ ist. Aus seinen Untersuchungen zu Geomantie, Raumenergetik und Radiästhesie wurde der Aspekt der historischen Einordnung der von ihm recherchierten Proportionierungsschemata herausgegriffen.
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