Kapitel XVII

Feuer, Wasser, Luft und Erde
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    Re: Kapitel XVII

    tornagg - 29.01.2008, 21:11

    Kapitel XVII
    (theologia germanica
    Die leret gar manchen lieblichen underscheit gotlicher wahrheit und seit gar hohe und gar schone ding von einem volkomen leben.)
    ---
    Das siebzehnte Kapitel.
    Wie man sich des Guten nicht annehmen soll, sondern sich des Bösen schuldig geben, das man gethan hat.

    Sieh, nun sagt man, es seien etliche Menschen die wähnen und sprechen, sie seien also gar erstorben und ihrer selbst ausgegangen, daß sie sollen stehen und leben in einem Unleiden und von nichts berührt werden, recht als ob alle Menschen in diesem Gehorsam wären oder als ob keine Kreatur wäre. Und also leben sie allezeit in einem gleichen Gemüt und lassen sich in allen Dingen wohl sein, es sei auch was es sei, dies oder das. Nein wahrlich, dem ist nicht also, sonder es ist wie vorn gesagt wurde. Ihm wäre wohl also, wären alle Menschen im Gehorsam. Da aber dem nicht ist, darum ist auch dies nicht also. Nun möchte man sprechen, es soll doch der Mensch ganz ledig stehen von allen Dingen und soll sich nichts annehmen weder Böses noch Gutes. Ich spreche: des Guten soll sich niemand annehmen, denn es ist allein Gottes und der Güte Gottes; aber Dank habe der Mensch und ewigen Lohn und Seligkeit, der dazu tauglich und bereit ist, daß er ein Haus und eine Wohnung ist der ewigen Güte und Gottheit, daß sie ihre Gewalt, Willen und Werk in ihm wirken kann ohne alle Hindernisse. Will man sich dann von den Sünden entschuldigen, also daß man sich des Bösen auch nicht will annehmen, und will die Schuld alle dem bösen Geiste zuschieben, und will also der Mensch ganz rein und unschuldig sein (wie auch thaten unsere Voreltern, das ist Adam und Eva, da sie noch waren im Paradies, da schob je eins dem andern die Schuld zu), das ist gar unrecht gethan, denn es steht geschrieben „Niemand lebt ohne Sünde.“ Darum so spreche ich: Undank, Schande, Schade, Unglück und ewige Verdammnis habe derselbe Mensch, daß er dazu tauglich und bereit ist und das gestattet, daß der böse Geist und Falschheit, Lüge oder Unwahrheit und alle anderen Untugenden ihren Willen und Gewalt, Wort und Werk in ihm haben mögen und daß er ihr Haus und ihre Wohnung ist.

    ---

    TorNaGG



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