Steuern als Schwerpkt. im HS

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    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 23.02.2006, 22:16

    Steuern als Schwerpkt. im HS
    Hi Michael,

    ok, ok das gehört vielleicht nicht in dieses Forum, aber ich stell meine Fragen trotzdem mal:

    Was erwartet einen im Steuern-Schwerpunkt? Ich meine damit nicht den Aufbau, sondern die Anforderungen. Kann mir nämlich gut vorstellen, dass sich das Schwierigkeitsprofil eklatant von dem des GG unterscheidet.
    Von welchem Schwierigkeitsgrad sind die Klausuren? Muss man viel auswendig lernen oder reicht es evl. Rechenschritte und die richtigen §§ zu kennen? Sind sämtliche VL in 2 Semester tatsächlich zu schaffen oder brauchen die meisten Leute noch länger? Wie umfangreich sind die einzelnen VL?

    Was ich von dir auch erfahren möchte sind deine eigenen Erfahrungen. Wie war der Start für dich in diesem Schwerpunkt,...usw. Vielleicht könntest du hier einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben :lol:


    Ich sage schon mal Danke und wünsche frohes Klausurgelingen!

    Freundliche Grüße



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 24.02.2006, 10:51


    Moin mapah,

    also solche Fragen zum HS sind schon ok, wollte nur nicht, dass man hier nach Gewerbesteueranrechnung fragt und Ihr im GS macht Euch bekloppt, was dass denn ist.

    Als Schwerpunkt im HS ist Steuern schon ne angenehme Sache, da die Vorlesun in angenehmer Athmosphäre stattfindet und mehr einen Dialog zwischen Prof und Studierendenschaft darstellt. Soviel zum Klima...

    Der Diplom-Titel wächst nicht auf den Bäumen und Anspruch ist schon dahinter. Steuern im HS ist weder auswendiglernen, noch §§ runterrasseln, sondern hat sehr viel mit Auseinandersetzen und verstehen zu tun. Wenn man in Steuern konsequent am Ball bleibt und sich auch mal ein wenig Gedanken macht, was da besprochen wird, so kann man sehr gut mithalten.

    Vom Umfang her sind die Vorlesungen schon sehr groß, Du solltest auch handels- und gesellschaftsrechtliche Hintergründe haben (deshalb nehemn die meisten HGR als Wahlpflichtfach). Bilanzielle Grundkenntnisse sind wünschenswert, da man sonst in einigen VLs nicht folgen kann. WPC ist als zweiter Schwerpunkt allerdings nicht bindend (ich habe z.B. Banken) soll aber von Vorteil sein, wenn man es belegt.

    Ich hoffe, dass ich alle Deine Fragen beantwortet habe, falls nicht poste nochmal...

    Liebe Grüße

    Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 24.02.2006, 19:27


    Hallo Michael,

    danke für deine schnelle Antwort.

    Leider ist meinem Informationsbedürfnis noch lange nicht genüge getan :( , weshalb ich deiner Aufforderung hier nochmal zu posten gerne nachkomme.

    Du schreibst:
    michael hanke hat folgendes geschrieben: Als Schwerpunkt im HS ist Steuern schon ne angenehme Sache, da die Vorlesun in angenehmer Athmosphäre stattfindet und mehr einen Dialog zwischen Prof und Studierendenschaft darstellt.

    Damit in einer VL ein Austausch zwischen dem Prof und den Studenten zustande kommen kann, setzt es voraus, dass die VL relativ klein gehalten sind. Ist das denn so? Sind die Gruppen klein oder beziehst du die Dialoge des Profs jetzt auf einige wenige Studenten, die etwas intensiver mitarbeiten? Habe nämlich gehört, dass die Steuer-VL immer ganz gut besucht sein sollen.


    michael hanke hat folgendes geschrieben: Steuern im HS ist weder auswendiglernen, noch §§ runterrasseln, sondern hat sehr viel mit Auseinandersetzen und verstehen zu tun.

    Kann ich davon ausgehen, dass in den Klausuren sehr viel Tranferwissen gefragt ist? - was übrigens ganz in meinem Sinne wäre, denn auwendiglernen liegt mir nicht so.


    michael hanke hat folgendes geschrieben: Vom Umfang her sind die Vorlesungen schon sehr groß.

    Wie groß denn? Muss ich mir zu jedem Fach (Steuern I bis VII) mehrere Bücher reinziehen oder reichen die Mitschriften aus, um einigermaßen gute Noten hinzulegen?


    michael hanke hat folgendes geschrieben: Du solltest auch handels- und gesellschaftsrechtliche Hintergründe haben (deshalb nehemn die meisten HGR als Wahlpflichtfach). Bilanzielle Grundkenntnisse sind wünschenswert, da man sonst in einigen VLs nicht folgen kann. WPC ist als zweiter Schwerpunkt allerdings nicht bindend (ich habe z.B. Banken) soll aber von Vorteil sein, wenn man es belegt.

    RWPC als Schwerpkt. und HGR als Wahlfach zu wählen wird mir nicht schwerfallen. Hier liegen ganz klar meine Interessen, hierrauf möchte ich später im Berufsleben auch meinen Fokus setzen.
    Allerdings so klar ich mich für die obigen Fächer entscheiden kann, so schwer fällt mir die Wahl des 2. Schwerpunktes.

    Natürlich ist es sinnvoll noch Steuern zu nehmen, allerdings befürchte ich persönlich in Kombination mit den anderen Fächern einen wahren Paragraphen-Overkill zu erleben.

    Ausserdem frage ich mich, wie sinnvoll es sein kann RWPC mit Steuern zu kombinieren, wenn mein Ziel der gepflegte Mittelstand ist und kein internationales Unternehmen (steht als Berufsbeschreibung auf der HP des Steuern-Lehrstuhls) oder eine Wirtschaftsprüfung.


    Und zu guter letzt:
    mapah hat folgendes geschrieben: Sind sämtliche VL in 2 Semester tatsächlich zu schaffen oder brauchen die meisten Leute doch länger?

    Ist Steuern im 2-semstrigen Turnus zu schaffen?


    So jetzt habe ich dir genug zum Lesen gegeben.
    Die zukünftige Weichenstellung ist eben manchmal nicht ganz einfach und bedarf vieler Fragen. Deshalb dachte ich mir, dass mir jemand, der in seinem Studium schon etwas fortgeschrittener ist, ein wenig weiterhelfen kann.
    Ich würde mich auf eine Antwort sehr freuen.

    Freundliche Grüße



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 26.02.2006, 14:32


    Jut dann gehen wir in die nächste Runde,

    Es liegt immer am einzelnen, ob man sich beteiligt oder nicht. Es stimmt schon, dass einige wenige sich an derVorlesung beteiligen, liegt aber nicht am Prof, sondern eher an der Einstellung der Studenten, frei nach dem Motto: Hier zählt a eh nur die Klausur, was soll ich mich also anstrengen.

    Natürlich ist auch Transferwissen gefragt, eine eins wirst du niemals nur durch anwenden erhalten, das ist Gesetz am Lehrstuhl. Allerdngs musst Du auch bedenken, dass man auch andere Noten erreichen kann. Dafür ist natürlich weniger Transferwissen gefragt, sondern auch Anwendung in Bekanntem. Es ist allerdings nicht so, wie bei Fächern wie Personal oder Dienstleistungsmanagement: Geben Sie bitte Folie 87 aus Srikpt xy wortgetreu wieder. An einigen Sachen kommt man halt nicht vorbei diese auswendig zu lernen.

    Was dein Ziel ist, ist immer ne andere Frage. Auch wenn Du in den Mittelstand gehen willst, wirst Du in den ersten Jahren nicht an ner großen WP-Gesellschaft vorbei kommen, da diese die Mehrzahl der Steuerberater ausbilden. In kleineren kommt man sehr schwer unter (wie ich gehört habe). Ich arbeite derzeit für eine der mittel großen Gesellschaften und das Geschäft ist auch hier noch sehr international ausgeprägt, vor allem bei den Projekten, die richtig Geld in die Kasse bringen. Liegt wohl auch da dran, dass man ne WP-Gesellschaft bei sehr schwierigen Fragestellungen ins Boot holt und den Alltagskram durch den Steuerberater um die Ecke erledigen läßt. Ich würde auf jeden Fall eine Kombi wählen, díe Dich Deinem Berufsziel näher bringt, und da bieten sich als zweiter Schwerpunkt entweder WPC oder controlllingnahe Vorlesungen an (also Banken, Controling, allerdings nur in Essen machbar).

    Ob Steuern in zwei Semestern machbar ist, kann ich Dir nicht sagen, da ich noch nach dem alten System studiert habe und Steuern bei mir mündlich abgeprüft wurde. Ich kam DAMALS mit den vorgegebenen drei Semestern klar, deshalb denke ich, dass es auch in zwei machbar ist, wenn der Lehrstuhl dies als zweisemestrige Lösung konzipiert hat. Da die CP-Klausuren aber noch nicht so lange laufen, weiss ich nicht, wie da die Erfahrungswerte liegen, da ich auch niemanden kenne, der nach der neuen DPO Steuern schreibt.

    Bei weiteren Fragen einfach noch einmal Fragen, liebe Grüße

    Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 28.02.2006, 21:41


    Hallo Michael,

    Runde Nr. 3 ist angesagt und ich hoffe du läufst wieder mit :D

    michael hanke hat folgendes geschrieben: wie bei Fächern wie Personal oder Dienstleistungsmanagement: Geben Sie bitte Folie 87 aus Srikpt xy wortgetreu wieder.

    Da hast du ja gleich mal meine beiden Lieblingsfächer genannt :wink: . Aber was will man denn schon anderes erwarten. Beide Lehrstühle sind von Frauen besetzt und sie folgen dem Lernstil, den scheinbar die meisten Frauen bevorzugen - dem Ausweniglernen.


    Aber ich möchte hier mal keine Machosprüche über meine Artgenossinnen loslassen, sondern jetzt wieder Sache bei den Ernst:

    Es trifft sich sehr gut, dass du Banken und Steuern als Schwerpunkte hast und ebenso bei einer WP arbeitest. Das lässt vielleicht auch andere - nicht steuernthematische- Fragen zu.

    michael hanke hat folgendes geschrieben: Ich würde auf jeden Fall eine Kombi wählen, díe Dich Deinem Berufsziel näher bringt, und da bieten sich als zweiter Schwerpunkt entweder WPC oder controlllingnahe Vorlesungen an (also Banken, Controling, allerdings nur in Essen machbar).

    Mein Berufsziel ist entweder
    1. Wirtschaftsprüfer oder
    2. MA als ReWe-, Controlling-, (Steuer-) und Finanzierungsspezialistin die Geschicke im Unternehmen lenken (um das mal pauschal zu formulieren).
    Meine Entscheidung für RWPC und HGR bringt mich dem schon mal ein wenig näher.
    Doch was mache ich als Ergänzung?

    Meine erste Intuition als Ergänzung zu RWPC und HGR wäre ein Schwerpunkt gewesen, der etwas mit Finanzierung und Investition zu tun hat. (Und wenn ich ehrlich bin, mein Herz auch ein wenig mehr begeistern würde als Steuern das tut). Leider wird das in Duisburg nicht direkt angeboten. Stattdessen kleidet es sich in die Bezeichnung "Banken". Hier drängt sich zwangsläufig die Frage auf, wie spezifisch denn der Rolfes-Lehrstuhl auf den Bereich Banken ausgerichtet ist? Lernt man hier auch etwas über die Finanzierung von Unternehmen und über den Umgang mit Banken bei einer Kreditaufnahme oder bekommt man hier verstärkt die Bankinterna (Organisation, Controlling, bankspez. Rating usw. von Banken) beigebracht?
    Kurz: was könnte ich draußen im harten business-wildlife eigentlich damit anfangen, ausser zu einer Bank zu gehen?
    Du bist jetzt ja auch nicht bei einer Bank beschäftigt. Inwiefern hilft dir der Banken-Schwerpunkt in der WP-Gesellschaft?

    Somit wären wir bei Berufswunsch Nr.1, dem Wirtschaftsprüfer.
    Die Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer und Steuerberater läuft ja fast Hand in Hand. Die meisten legen später beide Prüfungen ab, weil es hierfür jeweils Erleichterungen gibt.
    Angenommen ich kombiniere Banken nicht wie du mit Steuern, sondern mit RWPC. Eigentlich müsste das auch sinnvoll sein, oder was meinst du? Vermutlich wird mit dieser Kombi eher eine größere WP-Gesellschaft in Frage kommen.

    In Bezug auf Steuern als Schwerpunkt schreibst du:
    michael hanke hat folgendes geschrieben: WPC ist als zweiter Schwerpunkt allerdings nicht bindend (ich habe z.B. Banken) soll aber von Vorteil sein, wenn man es belegt.

    Ich frag mal andersherum: Ist es von Nachteil, wenn man Steuern nicht belegt (dafür aber RWPC und Banken)?
    Und was heißt "soll von Vorteil sein"? Hast du denn da andere Erfahrungen gemacht?

    Und nun zum Steuern-Schwpkt. und zu dessen Internationalität.
    Bereitet die eine Steuer-VL zur internationalen Steuerlehre (Steuern VI) in ausreichendem Maße auf die Praxis in der WP-Gesellschaft vor? Besonders, wenn das Geschäft auch schon in einer mittelgroßen WP-Gesellschaft ziemlich international ist wie du schreibst? Wie ist das dann erst in einer Großen WP-Gesellschaft?


    Ich hoffe dir ist beim Lesen inzwischen nicht die Puste ausgegangen und du bist noch dabei. Dafür werde ich mich in einer eventuellen 4. Runde kürzer fassen. Versprochen! :wink:

    Wünsche nun noch einen entspannten Abend.

    Liebe Grüße



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 01.03.2006, 01:11


    Das Problem, welches Du schilderst ist nicht einfach zu klären, da ich Dich nicht persönlich kenne. Deshalb kann ich Dir nicht raten wähle das eine oder das andere und Du wirst für Dich die Glückseeligkeiten schaffen. Aber versuchen wir es mal :-)

    Ich kann Dir natürlich nicht sagen, wie es mit Banken und WPC ist, da ich WPC nie gehört habe, da in mir noch ein weni das Herz eines Bänkers schlägt (bin ausgebildeter Bankkaufmann), somit kann ich mit reiner Häckchenmacherei nichts anfangen.Genausowenig kann ich Dir in diese Richtung irgendwelche Tipps geben.

    Zur Internationalität bei Steuern: Im Schwerpunkt ist Internationale lediglich ein Thema von sieben und hat somit einen gleichberechtigten Stellenwert. Wenn Du die VL besucht hast und Dir ein wenig Lieratur gelesen hast, kannst Du in einer WP-Gesellschaft zumindest mitreden. Ein Spezi wirst Du in keinem Fach im Studium werden, aber oft weiss man danach auch nicht, worüber geredet wird. Aber die Grundvoraussetzungen hast Du. Wenn Du mal an andere Unis schaust wirst Du sehen, dass Internationale in den heutigen Zeiten noch lange nicht selbstverständlich in den Curicula ist. Somit wirst Du hier in Duisburg schon gut auf die Realität vorbereitet.

    Wie es in großen WP´s ausschaut kann ich Dir nur sagen, was ich von Kommilitonen weiss, die für eine arbeiten: In einer großen Gesellschaft bist du viel spezialisierter eingesetzt. Dass heißt Du machst Transfer Prizing über 10 Jahre und bist danach auf dem Gebiet ein Guru (oder ein Fachidiot, ja nach dem, wie´man es sehen will). Bei einer kleineren Gesellschaft bekommst Duvon allem ein bißchen mit, bist eher ein Generalist, der sich in jede Frage neu einarbeiten muss, was nicht verkehrt ist, da so der Mandant nur einen oder zwei Ansprechpartner hat, während er bei KPMG zig Ansprechpartner hat, je nach dem, wo sein Problem liegt.

    Nun zu Deinem Berufswunsch Wirtschaftsprüfer: Zum einen sagst Du, dass Du dem Mittelstand frönen willst, nun sagst Du Berufsziel ist ein WP. Es ist fraglich in wie fern ein WP im Mittelstand benötigt wird. Meines Erachtens eher weniger, da ein WP auch teúrer als ein StB ist und sich somit die Neigung zum StB hinzieht. Vor allem muss man sich fragen, welche Prüfungsaufgaben man für einen Mittelständler übernehmen kann.

    Andererseits bedenke, dass der Weg zum WP sehr lang ist und auch sehr hart. Nicht jeder der WP sein will, wird es auch letzten Endes. Nur wenn es Dein Ziel sein sollte, so solltest Du auch Steuern wählen, weil das Spezialwissen einer Branche eignet man sich im Beruf an. Du hast es nämlich am Berufsanfang ungleich schwerer, wenn Du nicht Steuern belegt hast, da steuerliche Sachverhalte auch in der WP vorhanden sind, während bankfachliche Thematiken eher Randgebiete darstellen (je nach dem in welchem Team Du arbeitest). Ich bin derzeit mit auf einem Versicherungsprojekt und bekomme nicht viele Fragen zum Versicherungsrecht mit. Es interessieren nur WP und steuerliche Fragen, der Rest ist sehr untergeordnet.

    Zum Schwerpunkt Banken kann ich Dir sagen, dass es sehr spezifisch ist und fraglich, ob Du es als WP jemals gebrauchen kannst, es sei denn Du bist im Bereich Bankenaufsichtsrecht oder Basel II tätig. Andere Themen des Curiculums sind eher bankspezifisch und betreffen vor allem die Risikomessung und -determinierung einer Bank. Es sind eher controllingsspezifische Fragestellungen einer Bank, die in der WP nicht alltäglich sein werden.

    Stell weitere Fragen und ich antworte gerne. Bei Bedarf können wir uns ja mal auf nen Kaffee treffen (keine Angst ich bin verheiratet :-))

    Liebe Grüße

    Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 03.03.2006, 02:03


    Grüß Dich Michael,


    ich glaube so langsam habe ich dank deiner Hilfe den Lichtschalter gefunden. Ahh…Licht reicht noch nicht. Also langsam weitergetastet…kein Ende in Sicht.

    Das beste:
    michael hanke hat folgendes geschrieben: aber oft weiss man danach auch nicht, worüber geredet wird
    Hahaha….Das sind ja echt rosige Aussichten! :wink: Da lernt man was und weiß doch nix! Aber Hauptsache man kann wenigstens so tun als ob :wink:


    Wie? Was ist denn bei RWPC „reine Häkchenmacherei“? Oder meinst du damit etwa den Beruf des WP? Hast du denn keine so gute Meinung darüber?
    Das Fach ist echt interessant und der Beruf selbst unterliegt in der heutigen Zeit (spätestens nach Kohl und in Zukunft wohl verstärkt) aufgrund der internationalen Angleichung einem ständigen Wandel, sowohl inhaltlich als auch vom regulatorischen her.
    By the way: Wird in der VL „Internationales Steuerrecht” eigentlich auch über ein der internationale RL angepassten Steuersystem diskutiert?


    Wenn ich jetzt aber mal kurz zusammenfassen darf:
    Deine Empfehlung ist also, in der Auswahl zwischen RWPC und Banken oder Steuern, auf jeden Fall RWPC mit Steuern zu kombinieren, denn da hält man sich alle Möglichkeiten offen, egal ob man nun später tatsächlich in eine WP-Gesellschaft geht oder in die (normale) Wirtschaft.

    Warum hast du denn eigentlich deine Kombi so gewählt? Wo möchtest du eigentlich mal hin, wenn du Banken bei einer WP-Gesellschaft nicht sonderlich nutzen kannst und in dir nur noch wenig das Herz eines Bankers schlägt? Du beschränkst dich dann ja auch auf einen Schwerpunkt.

    Was den Beruf des StB angeht (und wohl auch den des WP), habe ich mal einen kleinen Teil des Alltags miterleben dürfen. War mal in einem Unternehmen, das gerade die Steuerprüfung im Haus hatte. Dieses arme Kerlchen, das über Wochen die meiste Zeit alleine in seinem verdunkelten Büro saß, von Papierbergen begraben, war immer ganz froh, wenn man mal zu einem Pläuschchen vorbei gekommen ist.
    Vor solche einem Schicksal möchte ich mich wenn möglich hüten. Menschenkontakt muss schon sein, sonst geh ich ein. Oder zumindest Menschenkontakt in gewünschtem und ausgeglichenem Maße.


    Hm, über 10 Jahre immer das gleiche zu machen ist auch nicht mein Wunsch. Da rostet man schnell geistig ein, wird bequem und einfältig (zumindest passiert das vielen). Heutzutage ist das allerdings nur noch eingeschränkt möglich und muss auch nicht mehr sein, wenn man bedenkt, dass die meisten Verträge sowieso nur über 1, 2, 3 oder max. 5 Jahre laufen. Spätestens dann sollte man die Chance nutzen und sein mühsam erarbeitetes Vitamin B in Anspruch nehmen.

    Ausserdem hab ich auch noch nicht verstanden, wie das denn mit der Anstellung der StB bei WP-Gesellschaften oder Steuerbüros so läuft. Viele StB sind bei den Gesellschaften nicht fest angestellt, sondern arbeiten freiberuflich für eine. Selbständigkeit könnte in dieser Kombi ja auch ein erstrebenswertes Ziel sein.
    Den besten Spruch in Richtung Selbständigkeit soll mal der Zisowski abgelassen haben: „Nach dem Studium sollte man maximal 3 Jahre als Angestellter verbringen und seine Erfahrungen sammeln. Jedes weitere Jahr darüber hinaus wäre Prostitution! “ :wink:


    michael hanke hat folgendes geschrieben: Das Problem, welches Du schilderst ist nicht einfach zu klären, da ich Dich nicht persönlich kenne.

    Welche Eigenschaften würdest du denn bei mir finden wollen, um mich für den Beruf als (WP oder) StB als geeignet zu erklären?


    Gerne können wir uns mal treffen. Könnte bestimmt interessant werden :lol:
    Allerdings werde ich gleich nach meinen Klausuren ersteinmal für ein paar Wochen nach Stuttgart zum Arbeiten abdüsen, so dass es mir erst ab VL-Start möglich wäre. :(


    So, kann mich der Anziehungskraft meines Bettes nun nicht mehr entziehen.
    Wünsche deshalb eine gute Nacht.

    Freundliche Grüße



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 03.03.2006, 12:06


    Moin,

    Du hast ja hehre aAnsichten über den Stand des Wirtschaftsprüfers. Naja, soll mich nicht jucken. Ich habe mich dagegen entschieden, da auf dem heutigen Stand dieser Titel für mich nicht von Nöten ist. Wie es in 10 Jahren ausschaut werden wir dann sehen. Du hast Dich dafür (mE sehr früh) entschieden und ausreden will ich es Dir nicht. Mach, was Du willst, hauptsache Du wirst glücklich.

    Internationales Steuerrecht ihat nicht sehr viel mit internationalen Rechnungslegungsstandarts zu tun. Hier wird immer folgende Sicht vertreten: Ein Deutscher hat EInkünfte im Ausland oder ein Ausländer hat Einkünfte im Inland. Frage: Was ist zu tun. Da interessiert die Rechnungslegung nichtz sonderlich, wie auch die OFD Hannover bereits dargestellt hat (S-2700-2-StO 241 Verfügung vom 15.04.2005). Demnach müssen die vorgelegten Unterlagen der HGB-Norm entsprechen (entweder HGB-Bilanzierung oder Überleitungsrechnung nach § 60, II EStDVO). Über internationales Rechnungslegungsvorschriften wird am Rande in Steuern II drauf eingegangen. Diese interessieren aus besagten Gründen derzeit sehr wenig. Das ist eher ein Problem der Praxis, die Jahresabschlussunterlagen an die deutschen Normen anzupassen. Ausserdem: Wer in Steuern ein wenig Ahnung hat, hat seine eigene Meinung über internationale Rechnungslegungsstandarts.

    Warum ich Banken gemacht habe??? Ich glaube einfach, dass ich Masochist bin, ne andere Idee habe ich nicht. Mache es halt eben, weil es mir gefällt. Controlling kann nie verkehrt sein. Das, was man dort macht ist halt spezifisches Controlling. Kann ich Dir nichts zu sagen.

    Der Typ, der die Steuerprüfunf gemacht hat, war m.E. kein StB, sondern einer von der Finanzverwaltung (gerne auch Betriebsprüfer genannt, eine sehr eigene Spezies Mensch) . Die prüfen nur, ob das richtig war, was der StB ausgeheckt hat. Jeder hat sich seinen Job selber ausgesucht.

    10 Jahre der gleiche Job: Ja meinst du, was die Fleischwarenfachverkäuferin macht, die wechselt auch nicht alle zwei Jahre und macht dann einen auf Professor. Nur mit dem Unterschied bei DIr: Als StB bist du überall gut anerkannt und in der Industrie machst du mit dem titel ein Vermögen (auch wenn Du den Titel dort nicht führen darfst, hat was mit dem Beufsrecht zu tun).

    Was Du Erfahrungen mit den Arbeitsverträgen von StB gemacht hast, hört sich sehr interessant an, kann ich nur nicht bestätigen. In unserer WP sind alle fest angestellt.

    Zu den Eigenschaften sage ich mal nichts, das sollte jeder selber wissen, zumindest solltest Du eine Neigung dazu haben mit Zahlen UND Menschen umgehen zu können.

    In diesem Sinne

    Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 03.03.2006, 13:41


    Ich seh schon...Das beste wäre, selbst mal ein Praktikum in einer WP zu machen. Da kann ich dann sehen wieviel von dem was ich weiß wahr ist und wo du überall recht hast.



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    Anonymous - 07.03.2006, 13:36


    Da es hier so schön ist, sei mir noch eine weitere Frage gestattet:

    Wie siehts eigentlich mit den going-abroad-Möglichkeiten eines Steuerberaters aus?



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 07.03.2006, 13:37


    Dat obere war ich.



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 07.03.2006, 14:10


    Watt meinnze??? Ich habe Steuern nicht umsonst belegt. Ich habe mir überlegt: Was kannst Du am Wenigstens, da fiel mir Englisch und Mathe ein. Deutsches Recht ist nun mal in Deutsch geschrieben und die math. Anforderungen sind nicht so hoch, dass müssen nämlich auch die bei der Finanzverwaltung verstehen. Also noch mal langsam und in Deutsch...

    Lg Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 07.03.2006, 21:01


    Uiuiui, da frag ich mich wieso du bei so wenig Matheahnung Banken belegt hast. :wink:

    Aalso, wat ich maine, is, ob man mit den Stoff aus dem Steuerschwerpunkt auch inne Ausland gehen kann oder ob man dieses Wissen dann erst inne hinntere Schublade stecken muss und erst wieder hervorkramen darf, wenn man wieder inne Heimat is.

    Deshalb auch meine Fragen zur Internationalität. Lernt man da irjendwas, was man auch im Ausland jebrauchen kann?

    Hier noch einen Link, damit das ganze hier für dich auch einen Mehrwert hat:
    http://dict.leo.org/?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&relink=on&sectHdr=on&spellToler=on&search=going+abroad



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    michael hanke - 07.03.2006, 23:16


    Ah so meinst Du das.

    Kann ich wenig zu sagen, aber Steuerrecht ist so spezifisch, dass ich nicht der Meinung bin, dass man es im Ausland gebrauchen kann. Es sei denn, dass Du Deutsche im Ausland betreust, die Investitionen im Ausland haben, die eine bedingte Steuerpflicht im Ausland mit sich ziehen. Sonst kann ich mir nicht sehr viel denken. Dies Grundbegriffe sind natürlich identisch, aber sonst....

    Michael



    Re: Steuern als Schwerpkt. im HS

    mapah - 08.03.2006, 21:55


    Solltest du morgen Banken schreiben...


    ...wünsche ich dir dafür viel Glück und Erfolg :)



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