Verfügbare Informationen zu "Sheltie"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: neurofish - lookout - Milo`s-Mum - blackno1 Forum: hund & talk Forenbeschreibung: Zauberportal aus dem Unterforum: Hunderassen Antworten: 5 Forum gestartet am: Sonntag 29.01.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Sheltie Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 26 Tagen, 21 Stunden, 55 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Sheltie"
Re: Sheltie
neurofish - 23.02.2006, 14:34Sheltie
FCI-Standard Shetland Sheepdog (Sheltie) Nr. 88
Allgemeine Erscheinung
Kleiner, langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit. Umrißlinie symmetrisch, so daß kein Teil unprorportioniert erscheint. Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.
Charakteristik
Wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.
Wesen
Liebevoll und verständig gegenüber seinem Herrn, reserviert gegenüber Fremden, niemals nervös.
Kopf und Schädel
Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt. Die Breite des Schädels steht im richtigen Verhältnis zur Länge von Schädel und Fang. Das Ganze muß in Anbetrach der Größe des Hundes bewertet werden.Schädel flach, mäßig breit zwischen den Ohren, ohne daß das Hinterhauptbein hervorragt. Wangen flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend. Schädel und Fang gleich lang, Teilungspunkt ist der innere Augenwinckel. Oberlinie des Fangs, mit leichtem aber deutlich erkennbarem Stop. Nase, Läfzen und Lidränder sind schwarz. Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch Form, Farbe und Plazierung der Augen und durch die richtig angesetz und korrekt getragene Ohren.
Augen
Mittelgroß, schräg eingesetz, mandelförmig. Dunkelbraun, außer bei den Merles, wo ein oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.
Ohren
Klein und am Ansatz mäßig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend. Im Ruhezustand werden sie zurückgelegt getragen, im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorne gebracht und halbaufrecht, mit nach vorne kippenden Spitzen getragen.
Fang/Gebiß
Kiefer ebenmäßig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer, Lippen fest geschlossen. Zähne gesund mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneiderzahnreihe ohne Zwischenraum über die unteren greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Ein vollständiger Satz von 42 richtig plazierten Zähnen ist höchst wünschenswert.
Hals
Muskulös. Gut gebogen, von ausreichender Länge, um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.
Vorderhand
Schultern sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach außen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten. Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellenbogen gleicht dem Abstand von Ellenbogen zu Widerrist. Vorderläufe von vorn gesehen gerade, muskulös und ebenmäßig geformt, mit kräftigen Knochen. Vordermittelfuß kräftig und geschmeidig.
Körper
Geringfügig länger vom Schultergelenk zu den Sitzbeinhöckern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellenbogen herabreichend. Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufend, um den Vorderläufen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen. Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über der Lendenpartie. Kruppe allmählich nach hinten abfallend.
Hinterhand
Schenkel breit und muskulös, Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt. Kniegelenk mit deutlicher Winkelung, Sprunggelenke gut geformt und gewinkelt, tief stehend, mit kräftigen Knochen. Hintermittelfuß von hinten gesehen gerade.
Pfoten
Oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.
Rute
Tief angesetz. Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenken, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichtem Abwärtsschwung. Sie darf in der Bewegung leicht erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt.
Gangart/Bewegung
Geschmeidig, fließend und anmutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei größtmögliche Distanz bei geringster Anstregung zurücklegend. Fußgang, kreuzende oder wiegende Gangart oder steife, stelzende Auf- und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.
Haarkleid
Doppelt, das äußere Deckhaar besteht aus langem, hartem und geradem Haar. Unterwolle weich, kurz und dicht. Mähne und Halskrause sehr üppig. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart. Das Gesicht kurz-/glatthaarig. Kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.
Farbe
Zobelfarben: Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum sattem Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht. Tricolour: Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit satten lohfarbenen Abzeichen. Blue-merle: klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Satte Lohfarbene Abzeichen werden bevorzugt, ihr Fehelen wird nicht bestraft. Große schwarze Flächen, schiffergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar, wie auch in der Unterwolle sind höchst unerwühscnt. Der gesamte Eindruck muß von Blau geprägt sein. Schwarz-weiß und Schwarz mit Loh sind ebenfalls annerkannte Farben. Weiße Abzeichen dürfen (außer bei Schwarz mit Loh) als Blässe, am Halskragen, an der Brust, an der Halskrause, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weißen Abzeichen soll bevorzugt werden (außer bei Schwarz mit Loh); das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. Weiße Flecken am Körper sind höchst unerwünscht.
Größe
Widerrist Rüden: 37 cm; Hündinnen: 35,5 cm. Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diesem Maß ist höchst unerwünscht.
Die Fehler habe ich bewußt weggelassen, weil diese wohl hier niemanden wirklich interessieren, denke ich mal.
Und noch ein paar Fotos von den schönen Shelties:
Re: Sheltie
lookout - 24.02.2006, 10:21
Bei dieser Hunderasse kommen wie bei anderen Hütehunderassen auch sog genannte Ivermectin Sensitiven Tiere. Mehr dazu unter gesundheit und dem sog genannten mdr-1 Defekt.
Re: Sheltie
Milo`s-Mum - 28.02.2006, 11:56
Hab auch noch etwas über den Sheltie gefunden,
unter anderem die Geschichte, wie der Sheltie entstanden ist.
Rasseportrait des Shetland Sheepdog (Sheltie)
Ursprungsland: Großbritannien (Shetland Inseln)
FCI-Gruppe: 1: Hüte- und Treibhunde
FCI - Standard-Nr.: 88
Größe: ~ 37 cm, Gewicht: 6 bis 10 kg
Farben: schwarz-weiß, blue-merle-weiß, zobel-weiß, tricolor, blue-merle
Geschichte:
Die Shetlandinseln, deren Name dieser Schäferhund trägt, werden als Urheimat des Shelties angesehen. Diese zu Schottland gehörende Inselgruppe, 200 km nördlich von Schottland gelegen, besteht aus ca. 100 meist unbewohnten Inseln mit stürmischen und feuchtkühlem Wetter sowie karger Vegetation, das heißt zum Beispiel keine Bäume. Die armen Kleinbauern benötigten für die vielfältigen Aufgaben keinen großen, sondern einen kleinen, zähen Hund mit wetterfestem Haarkleid, der im Unterhalt wenig kostete und in den winzigen Bauernkaten nur wenig Platz beanspruchte. Dieser genügte auch, um die Shetland Ponys, Zwergrinder und die kleinen Schafe unter Kontrolle zu halten. Die Inselbewohner nannten ihre nützlichen Helfer "Toonie Dogs" (toon = lokaler Ausdruck für "farm"), die sie sehr schätzten und die zum Hof und zur Familie gehörten.
Sie wurden im Gegensatz zu den üblichen Hütehunden, die bei einer Schafherde bleiben, dazu eingesetzt, die nicht eingezäunten Grundstücke der Kleinbauern lautstark vor dem Kahlfraß der Anpflanzungen durch das hungrige Vieh zu schützen, sowie zum Treiben der Schafe zum jährlichen Desinfektionsbad von den Hügeln zu den Tauchbecken. Der "Toonie-Dog" war somit ein Gebrauchs-, Hüte- und Familienhund!
Von den Inselbesuchern, Seeleuten und Ponyhändlern wurden diese Shetland Schäferhunde geschätzt, so dass sie oftmals einen Sheltie-Welpen als Geschenk mit nach Hause nahmen. Um die Wünsche nach süßen, flauschigen, kleinen Welpen zu befriedigen und damit eine neue Einnahmequelle zu schaffen, kreuzten die lnselbewohner unterschiedliche Kleinhunderassen wie King Charles Spaniel, Zwergspitz und Papillon ein. Manche bezeichneten die "Shetland Collies" daher auch als "kleine, auf Leistung gezüchtete Mischlinge". Trotzdem sah man um die Jahrhundertwende die ersten Shetland Collies auf Ausstellungen, wo sie noch nicht als ernst zu nehmende Rasse betrachtet wurden. Doch seine Beliebtheit war nicht mehr aufzuhalten und so wurde 1908 der erste "Shetland Collie Club" in Lerwick, der Hauptstadt der Shetland Inseln, gegründet, die ersten Zuchtbücher eröffnet und ein Standard formuliert.
Der Sheltie entsprach zu dieser Zeit noch nicht einem "Show Collie en miniature" und die Collie - Züchter veranlassten das Verbot der Benutzung des Namens "Collie" für die neu vorgestellte Rasse, die darum den Namen "Shetland Sheepdog" erhielt. 1914 erfolgte die Gründung des " English Shetland Sheepdog Club" und die Kennel-Club-Anerkennung. Bedingt durch den 1. Weltkrieg waren nur wenige Zuchttiere übrig geblieben. Um die neue Rasse weiter bestehen zu lassen, fanden Collie Einkreuzungen statt, die einen nachhaltigen Einfluss auf die weitere Rasseentwicklung hatten. So hat sich der Sheltie im Laufe der Jahre in seinem Aussehen verändert. Aus dem kleinen "Toonie-Dog" ist ein auf Schönheit gezüchteter Rassehund mit üppigem Fell geworden, der sich aber seine ursprünglichen Eigenschaften, d. h. den Hüteinstinkt, absoluter Gehorsam, Intelligenz, Gelehrigkeit, Schnelligkeit, Anhänglichkeit und Robustheit bewahrt hat, so dass erfolgreiche Shelties beim Hundesport, den Agility- und Obedience-Turnieren, heutzutage nicht mehr wegzudenken sind.
Demzufolge gehört der Sheltie in Großbritannien und den USA zu den zehn beliebtesten Rassen.
Charakter des Shelties:
Der Sheltie begreift rasch und vergisst nie! Er gehört dadurch zu einer der ausbildungsfähigsten und arbeitswilligsten Rassen.
Da er glücklich ist, wenn er seine Sache gut gemacht hat und gelobt wird, ist er stets bemüht, seinem Herrn jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Eine harte Erziehung ist nicht notwendig: schon ein strafendes Wort in entsprechendem Tonfall genügen, um ihn zu korrigieren. Auf "militärische" Behandlung, lautes Gebrüll und Reißen an der Leine reagiert er mit Unverständnis und Verweigerung.
Der Sheltie ist glücklich und zufrieden, wenn er bei seinem Menschen ist. Fremden gegenüber ist er in der Regel misstrauisch und abgeneigt. Die "natürliche Reserviertheit" ist eine vom Standard gewünschte Eigenschaft, die nicht mit "Ängstlichkeit" verwechselt werden sollte. Wer Wachsamkeit schätzt, hat mit dem Sheltie den richtigen Hund: er schlägt Alarm und verteidigt auch, wenn es die Situation erfordert, jedoch ist er wegen seiner Größe gegen Menschen machtlos. Rauflustig ist der Sheltie nicht. Jagen, Wildern und Streunen sind ihm ebenfalls relativ fremd. (Keine Regel ohne Ausnahme!) Er liebt sportliche Betätigungen wie Wanderungen, Waldläufe, "Stöckchenwerfen" usw., die seiner Quirligkeit, Sprungkraft, Ausdauer und Lernbegier entgegenkommen. Er ist ein hervorragender Agility-Hund, gut geeignet für Fährten, zum Teil auch Rettungshundearbeit und last not least ein großes Talent in Obedience und Dog-Dancing.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dem Sheltie nur das Zusammensein mit seinem Menschen wichtig ist. Dank seiner geringen Größe spielen die Ausmaße der Wohnung keine Rolle. Er ist für all diejenigen Personen geeignet, die die meiste Zeit des Tages mit ihm zusammen sein können und die einen lebhaften, fröhlichen attraktiven Vierbeiner suchen, der zudem, trotz langem Fell, ausgesprochen pflegeleicht ist.
Ihr eigener Sport und der Sheltie:
Wenn Sie extreme Sportarten lieben wie etwa Marathonlaufen oder schnelles Radfahren über 30 km am Tag und Ihren Hund dabei mitnehmen wollen, dann ist der Sheltie überfordert. Vielleicht jeder Hund. Der Sheltie liebt ausgedehnte Wanderungen, geistige Herausforderungen, intensive Beschäftigung. Sie müssen kein Leistungssportler sein, nicht supermobil. Der Sheltie fühlt sich auch wohl bei einem gehbehinderten Menschen, der ihm viel freien Auslauf gewährt und sich mit ihm beschäftigt.
Quelle: http://www.shelties-von-gutingi.de/index.htm
Da gibts auch viele Sheltie-Bilder zu sehen.
Alex u. Bonnie (gehören einer guten Bekannten von mir)
Bonnie, sie ist sehr klein für eine Sheltie-Hündin, gerade noch unterste Grenze.
Alex ist fast schon zu groß. :roll:
Re: Sheltie
neurofish - 28.02.2006, 13:59
Wow, das sind aber tolle Hunde von deiner Bekannten. :D
Schön, dass du was zur Geschichte gefunden hast. :)
Re: Sheltie
blackno1 - 28.02.2006, 15:02
jau !! *zustimm* die find ich auch sehr schön !!!
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum hund & talk
Die Geschichte von Lea - gepostet von Petjepuk am Donnerstag 18.05.2006
Curly-Coated Retriever - gepostet von neurofish am Freitag 24.02.2006
Agi für zwei? - gepostet von satyrlittlewolf am Montag 17.07.2006
Nochmal Shaya and Friends - mit Suchspiel *g* - gepostet von Moni&Shaya am Mittwoch 01.03.2006
Ähnliche Beiträge wie "Sheltie"
Sheltie - Rüdiger Bertram (Montag 18.07.2005)
Sheltie? - Sunshinecat (Freitag 03.11.2006)
Ein Sheltie und Kaninchen? Geht das ??? - Kati (Sonntag 03.06.2007)
Sheltie Runde Berlin - Kati (Mittwoch 13.06.2007)
Meine Sheltie-Meute - Lüpi (Samstag 28.04.2007)
Kristina demo's and earlier versions - robban (Sonntag 15.07.2012)
Sheltie? - Shakky (Samstag 28.05.2005)
