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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: tornagg Forum: Feuer, Wasser, Luft und Erde Forenbeschreibung: Auf dem Weg, die Idee zu ergründen aus dem Unterforum: Kapitel Antworten: 1 Forum gestartet am: Dienstag 15.01.2008 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Kapitel VI Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 2 Monaten, 9 Tagen, 2 Stunden, 1 Minute
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Re: Kapitel VI
tornagg - 18.01.2008, 11:55Kapitel VI
(theologia germanica
Die leret gar manchen lieblichen underscheit gotlicher wahrheit und seit gar hohe und gar schone ding von einem volkomen leben.)
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Das sechste Kapitel.
Wie man das Beste und Edelste am meisten lieben soll allein darum, weil es das Beste ist.
Ein Meister, Boetius genannt, der spricht: daß wir nicht das Beste lieb haben, das kommt von Gebrechen. Er hat wahr gesagt: Das Beste soll das Liebste sein, und in dieser Liebe sollte nicht angesehen werden Nutz oder Unnutz, Frommen oder Schaden, Gewinn oder Verlust, Ehre oder Unehre, Lob oder Unlob, oder dieser eins, sondern was in der Wahrheit das Edelste und das Beste ist, das sollte auch das Allerliebste sein und wegen nichts anderm denn allein deshalb, weil es das Beste und das Edelste ist. Hiernach möchte ein Mensch sein Leben richten von außen und von innen. Von außen: denn unter den Kreaturen ist eins besser als das andere, je nachdem das ewige Gut in einem mehr oder minder scheinet und wirket denn in dem anderen. In welchem nun das ewige Gut allermeist scheinet, leuchtet, wirket und erkannt und geliebet wird, das ist auch das Beste unter den Kreaturen, und in welchem dies am allermindesten ist, das ist auch das allermindeste Gut. So nun der Mensch die Kreatur behandelt und damit umgeht, und diesen Unterschied erkennt, so soll ihm je die beste Kreatur die liebste sein und soll sich mit Fleiß zu ihr halten und sich mit ihr vereinigen, und allermeist mit denen, die man Gott zueignet, also daß sie Gott zugehören oder göttlich sind, als Weisheit, Wahrheit, Güte, Friede, Liebe und Gerechtigkeit und desgleichen. Darnach soll sich nun der äußere Mensch richten und was dieser Tugend zuwider ist, das soll man alles verschmähen und fliehen. Aber so der innere Mensch einen Übersprung thäte und spränge in das Vollkommene, so fände man und schmeckte, daß das Vollkommene ohne alles Maß, ohn’ Ende und ohne Zahl edler und besser ist, denn alles Unvollkommene und Geteilte und das Ewige über das Zeitliche oder Vergängliche und der Brunnen oder Ursprung über alles das, welches daraus fließt oder immer fließen kann. Also würde das Unvollkommene und die Teile geschmacklos und vernichtet. Das wisse: soll das Edelste, das Höchste und das Beste das Liebste sein, so muß das geschehen.
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TorNaGG
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