Das Skelett des Hundes

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    Re: Das Skelett des Hundes

    WHeimann - 10.02.2006, 23:34

    Das Skelett des Hundes
    Im Hundeskelett sind zwei Hautknochentypen zu finden: lange Knochen (Röhrenknochen wie die Gliedmaßen und die Wirbelsäule) und flache Knochen (Schädel, Becken und Schulterblatt). Obwohl sich das Skelett seit Urzeiten nicht grundsätzlich verändert hat, unterscheiden sich die Gliedmaßen bei den verschiedenen Rassen doch erheblich. Man denke nur an den Unterschied zwischen einem Dackel und einem Bernhardiner! Schuld daran ist vor allem der Mensch, der Hunde, in allen Größen züchtet.

    So arbeitet das Skelett

    Das Skelett besteht aus knochigen Hebeln, die durch Muskeln bewegt werden, die an Kreuzungspunkten auf den Knochen befestigt sind. Die Knochen fügen sich an Gelenken aneinander, die als Stoßdämpfer wirken. Das Knochengerüst hat eine sehr komplizierte Struktur, die große Stabilität gewährleistet und trotzdem Bewegungen erlaubt. Es ist an Bändern verankert, die einen gewissen Beweglichkeitsspielraum in spezielle Richtungen möglich machen. Jedes Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben, in der sich die Gelenkschmiere befindet (Synovialflüssigkeit). Die Knochenenden sind am Übergang zum Gelenk mit Knorpel bedeckt, einer weicheren Substanz, die dem Gelenk eine bessere Beweglichkeit verleiht und eventuelle Stöße auffängt, wenn das gesamte Hundegewicht auf die Beine wirkt.


    Wie Knochen wachsen und sich entwickeln

    Die langen Knochen entstehen beim Fötus aus einer knorpeligen Substanz, die sich in den späteren Schwangerschaftswochen zu richtigen Knochen entwickeln. Ein Gliedmaßenknochen hat eine röhrenförmige Struktur mit einem Scharnier oder Gelenk an jedem Ende. Die Teile des Knochenschafts, die nicht mit dem Gelenk in Berührung kommen, sind umgeben von einem zähen Gewebe, der Knochenhaut. Bei jungen, noch wachsenden Hunden ist die innere Lage dieser Knochenhaut ständig im Wachsen begriffen, wodurch der Knochendurchmesser größer wird. Damit der Röhrenknochen nicht zu dick und schwer wird, wird sein Inneres resorbiert und so erneuert, dass nur die eigentliche Knochenwand stehen bleibt. Beim ausgewachsenen Hund ist die Knochenhaut kaum noch aktiv; doch tritt sie in Aktion, sobald ein Knochenbruch »repariert« werden muss. Um diesen Prozess, der den Knochen aufweicht, zu überwinden, ist das Innere mit feinen knochigen Bälkchen oder Pfeilern gefüllt, deren Zwischenräume beim jungen Hund wiederum mit Knochenmark gefüllt sind, beim älteren Hund mit Fett.

    Das Längenwachstum geschieht am Knochen in der Nähe der Gelenke, an der Gelenkplatte. In diesen Wachstumsplatten, wie sie auch genannt werden, wird ständig eine Knorpelschicht produziert, die in den Röhrenknochen wandert (siehe Röntgenbild unten). Das Knorpelgewebe wird in Knochen umgewandelt, und auf diese Weise wächst der Knochen in die Länge. Bei den meisten Hunden ist das Längenwachstum der Knochen im zehnten Monat beendet.

    Nahrung fürs Wachstum

    Sollen die Knochen wachsen, brauchen sie Nahrung, und diese wird von den Blutkörperchen geliefert. Der Hauptteil eines jeden Knochens wird von einer oder zwei großen Versorgungsarterien ernährt, die durch ein Loch im Knochen Zugang zu ihm bekommen (Foramen nutricium). Der Gelenkknochen erhält Blut aus einem Arterienring, der sich in der Gelenkkapsel befindet. Diese Arterien durchdringen das gesamte Gelenk und ernähren den wachsenden Knochen. Sie liefern auch Nahrung in die innere Schicht der Knorpelmasse des Gelenks; außerdem erhält dieses weitere Nahrung durch die Gelenkschmiere innerhalb des Gelenks.

    DIE WIRBELSÄULE

    Die Wirbelsäule ist eine Röhre, die aus einzelnen Knochen - den Wirbeln - zusammengesetzt ist, die durch starke Bänder zusammengehalten werden. Durch diese Röhre, in der sich das wertvolle Rückenmark befindet, verläuft der Nervenkanal. Die Wirbel gehen in den Schwanz über, wobei sie dort sehr viel kleiner sind als im Körper. Die meisten Nerven verzweigen sich aus dem Nervenkanal heraus im Körper. Zwischen den einzelnen Wirbeln befinden sich faserige Pölsterchen, die sogenannten Bandscheiben, die auch außergewöhnliche Erschütterungen und Bewegungen auffangen. Ihre Struktur gleicht der einer Zwiebel - mehrere dünne Häute und eine Flüssigkeit sowie ein stoßdämpfender ballförmiger Kern. Wird ein Hund älter, verlieren die Bandscheiben an Flüssigkeit, und die Wirbelsäule wird weniger beweglich. Bei einigen Rassen - vor allem beim Dackel, dem Pekinesen und dem Basset geschieht dies schon recht früh. Diese Hunde erleiden häufig einen Bandscheibenvorfall, unkorrekterweise auch oft als »herausgesprungene Bandscheibe« bezeichnet.



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