Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

Nachtperle's Plauderecke
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    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:51

    Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss
    Jochen:

    Hallo zusammen:

    Heute wartet die Wachtturm Gesellschaft auf den Beginn der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi.



    Aber nach der „vortrefflichen Speise“, die Russell noch bis zu seinem Tode auftischte, hatte seine Herrschaft bereits begonnen!


    In dem Weltweit für Furore sorgenden Photodrama der Schöpfung verkündeten wir noch vollmundig das wir bereits seid einiger Zeit (1914) in dem neuen System stehen.





    Auf Seite 190 heißt es:
    „Wir haben kaum erst die Schwelle der tausend Jahre betreten…“




    Die Wunder der Technik werden als die willkommen zu heißenden Segnungen der neuen Ordnung gedeutet.



    Wahrlich, keine Prophezeiung könnte sich deutlicher erfüllt haben, als diese.



    Im Vorwort zu seinem Buch „Die Zeit ist herbeigekommen“ sagte Russel in der Erstausgabe 1916 in englisch:

    Die Chronologie der Bibel, die hier dargelegt ist, zeigt, dass die sechs großen Tausendjahrtage, die mit der Erschaffung Adams begannen, zu Ende gegangen sind, und daß der siebente Tag, die tausend Jahre der Herrschaft Christi, welche im Jahre 1873 begann, ihnen gefolgt sind.



    In der deutschen Ausgabe [Magdeburg, Seite 6] steht dieser Text noch im Jahre 1926.

    Russell betonte in großem Maße die modernen Erfindungen, die es seit 1873 gab, als Beweis dafür, dass Christi Tausendjahrherrschaft in jenem Jahr begonnen habe. Die erste Erfindung, die er als Beweis präsentierte, war…

    …die Nähmaschine, eine der ersten Maschinen, begann vor 43
    Jahren ihre Vollkommenheit zu erreichen.

    Hier also der Text des Vorworts des zweiten Bandes der Schriftstudien:

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    Die Chronologie der Bibel, die hier dargelegt ist, zeigt die sechs großen Tausendjahrtage, die mit der Erschaffung Adams begannen, zu Ende gegangen sind, und daß der siebente Tag, die tausend Jahre der Herrschaft Christi, welche im Jahre 1873 begann, ihnen gefolgt sind. Die Ereignisse, die während dieser 43 Jahre vor sich gegangen sind, die, wie wir in diesem Bande behaupten, den Anfang des Millenniums darstellen, finden wir noch immer so in Übereinstimmung mit den Prophezeiungen der Bibel, wie wir es hier gezeigt haben. Während dieser 43 Jahre sind nahezu alle Erfindungen unserer Tage gemacht worden. Die Nähmaschine, eine der ersten Maschinen, begann vor 43 Jahren ihre Vollkommenheit zu erreichen. Seitdem haben wir alle Arten von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, sowie von Werkstätten und Fabriken und heimische Bequemlichkeiten im Überfluß, und alles das durch menschliche Erfindungen. Diese verkürzen die Arbeitsstunden und beenden das Arbeiten im Schweiße des Angesichts, das die Bibel als mit dem Fluche identisch bezeichnet.
    Man kann mit Bestimmtheit sagen, daß die Welt innerhalb dieser 43 Jahre ihren Wohlstand vertausendfacht hat, und wenn wir bedenken, daß vor diesen dreiundvierzig Jahren volle 6000 Jahre liegen, so erscheint uns dies fast als ein Wunder, daß die Menschheit innerhalb dieser 43 Jahre tausendmal soviel vollbracht haben soll, als es in den vorhergegangenen 6000 Jahren der Fall war. Sicherlich bestätigt dies die in diesem Buche gestellte Behauptung, daß wir in den siebenten großen Tausendjahrtag eingetreten sind, und daß das, was unsere Generation schon genießt, nur ein Vorgeschmack der Segnungen ist, die nun kommen sollen, wenn die Sonne der
    Gerechtigkeit aufgegangen ist mit Heilung in ihren Strahlen und allen Aberglauben, alle Finsternis der Welt zerstreuen wird.
    Dieser Band legt das dar, was der Autor seit mehr denn vierzig Jahren gepredigt hat, daß die Zeiten der Nationen gemäß der Chronologie der Bibel im Verlauf des Jahres 1914 endigten. Die Bezeichnung „Zeiten der Nationen" bedeutet im Gebrauch der Bibel die Anzahl der Jahre, oder die Zeitperiode, während welcher den heidnischen Nationen der Welt die Herrschaft überlassen war, und welche der Hinwegnahme des vorbildlichen Königreiches vom natürlichen Israel folgte und die Zeit ausfüllte, die zwischen diesem Ereignis und der Aufrichtung des Königreiches Gottes, das dem Messias gegeben wird, „welchem das Recht gehört", liegt - Hesekiel 21:32

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    Zitat Ende

    … daß die Zeiten der Nationen gemäß der Chronologie der Bibel im Verlauf des Jahres 1914 endigten…

    Das erste, was Russell als Beweis erwähnte, dass Jesu 1000-jährige Herrschaft im Jahre 1873 begonnen habe, war die Vervollkommnung der Nähmaschine.

    Weiter heißt es in diesen Schriftstudien Band 2 auf Seite 40




    Wie könnte man es denn besser erklären als mit einem Stern…
    Seite 50:






    Hier also noch eine Grafische Darstellung aus dem dritten Band der Schriftstudien Seite 119.
    1878 begann die Tausendjahrherrschaft Christi und die Weltreiche samt der Christenheit verschwanden 1914…



    Zu dieser Zeit folgte man auch der allgemein gültigen Auffassung dass sich die Menschen in drei Rassen aufteilen lassen.
    Im Photodrama der Schöpfung wurde dieses Gedankengut weltweit gesät.


    Die weiße Herrenrasse in Uniform, die Semiten mit Knollennase und die Neger.

    Dies spiegelte sich dann natürlich im ganz normalen Alltag wieder.

    Beispiel 1:
    Im Gedächtnismahl wurden die Weißen und Neger getrennt.
    Hier als Beispiel der Gedächtnismahlbericht von 15.9.1925



    http://i113.photobucket.com/albums/n209/mspanger/WT1591925detail.jpg





    Beispiel 2:
    In „Trost für die Juden“ wurde nach wie vor, die Abstammung der Semitischen Rasse betont:






    Was natürlich die Erklärung mit einschloss das die Juden zu Recht solange verfolgt würden solange sie sich „weigerten“ die von der Wachtturm Gesellschaft ans tageslicht beförderten Anforderungen zu erfüllen.



    Beispiel 3:
    Natürlich werden die Segnungen des neuen Königreiches von Amerika aus gesteuert.
    Beth Sarin wird der Wohnsitz der neuen Herrscher der Welt.
    Diese alttestamentarischen Überwinder tragen selbstverständlich moderne westliche Kleidung und sprechen die Sprache der Herrenrasse - englisch.




    Hier dazu ein Zitat aus der Sun Diego Sun vom 9.Januar 1931:

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    Ein abgezehrter, unrasierter Landstreicher war der alleinige Antragsteller für die US-$ 75.000 teure südkalifornische Villa von David, König von Israel, seit sie vor einem Jahr auf diese biblische Figur übertragen wurde.
    Dies wurde heute von Richter Joseph Rutherford offenbart, dem zeitweisen Besitzer der luxuriös möblierten Villa im spanischen Stil in der 440 Braeburn Road im exklusiven Bezirk Kensington Heights.
    Bei einer der seltsamsten je verzeichneten Besitzübertragungen hat Rutherford, Präsident der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung und der Watch Tower Bible and Tract Society, den prächtigen Besitz treuhänderisch für die alten Könige und Propheten Israels übernommen.
    Der Totschläger Goliaths und seine Mitgenossen dürfen das 10-räumige, moderne Haus mit seinen Landschaftsgärten und einer Terrasse so bald übernehmen, wie ihre Legitimationen von Rutherford und den Beamten seiner Gesellschaft, die dazu von Gott autorisiert wurden, anerkannt wurden.



    „Eines morgens, als ich vom Haus zur Garage ging, kam ein merkwürdig dreinschauendes Geschöpf auf mich zu, tippte an seinen schmutzigen Hut und rief: ‘Wie geht’s, Richter? Ich bin David’. ‘Verschwinde und sag das jemand anderem’, sagte ich ihm, und er ging ohne jede weitere Diskussion. Ich konnte auf einen Blick erkennen, daß es nicht David war. Er sah nicht so aus, wie ich mir David vorstellte.“ Gefragt, wie er denn wohl meinte, daß David und seine erlauchten Brüder im Herrn aussehen würden, öffnete Rutherford ohne Zögern seine riesige Bibel und wies auf einen Vers hin, in dem es hieß, daß die Fürsten des Universums als „vollkommene Menschen“ von den Toten auferstehen würden.
    „Ich lege das so aus“, erklärte der würdevolle Richter, „daß David, Gideon, Barak, Samson, Jephtha, Joseph und Samuel hierher geschickt werden, um die Welt Satans Klauen zu entreißen, modern angezogen wie wir und mühelos in der Lage, unsere Sprache zu sprechen.“ Rutherford zeichnete ein Bild von der Ankunft der biblischen Delegation vielleicht in Gehröcken, mit hohen Hüten, Spazierstöcken und Gamaschen. In Beth Sarim (Haus der Fürsten), wie Rutherford seine Villa genannt hat, wird David die modernsten Hilfsmittel finden, die die Wissenschaft ersonnen hat.
    Wenn die erlauchten Gäste die Wendeltreppe zur ersten Etage hochgehen, werden sie ein großes Büro vorfinden, mit roten Ledersesseln und einem glänzenden Schreibtisch mit indirekter Beleuchtung. Selbst Tastentelefone warten auf die Berührung durch die Fürsten. Wenn sie eine weite Tür öffnen, werden die Söhne Palästinas ein großes Badezimmer erblicken, leuchtend mit glänzenden schwarzen Fliesen mit Dusche und einem reichlich gefüllten Medikamentenschrank.
    Was für ein spannendes Erlebnis der breitschultrige Samson, der mit seinen bloßen Fäusten einen Palast zerstörte, haben mag, wenn er ein goldenes Sicherheitsrasiermesser und einen Streichriemen vorfindet! Rutherford baute das Schlafzimmer im ersten Stock, das er zeitweise selbst belegt, groß, um mehreren der erwarteten Eigentümer Platz zu bieten. Mit großen verglasten Fenstern, die auf die purpurfarbenen Cuyamacas im Osten und Kaliforniens erste Mission im Norden blicken, ist das Schlafzimmer fast schmucklos in seiner Möblierung.
    Die Herrscher des Universums werden einen einfachen Geschmack haben, so glaubt der Richter offenbar, obwohl die nüchternen Beistelltische mit FictionZeitschriften in munterer Aufmachung protzen.
    Rutherford hat Kölnisch Wasser importiert, damit die Fürsten nach der Rasur ihr Gesicht erfrischen können. Ein schwarzes Scheitelkäppchen hängt über einem der Bettpfosten.
    Die Ankunft von David und seinen Gefährten wird die größte Neuigkeit aller Zeiten werden, sagte Rutherford voraus. „Ich suche keine Publicity“, sagte Rutherford mit einem Zwinkern seiner freundlichen braunen [?] Augen, „aber ich denke, die Welt sollte es wissen, wenn sie kommen. Das wird eine große Neuigkeit.“ Die Nachricht von seinem „Haus von König David“ habe jeden Winkel der Erde erreicht, meinte der Richter. „Überall, wo ich war, fragten mich die Leute nach diesem Ort“, sagte Rutherford. „In Chicago bot mir ein millionenschwerer Fabrikant an, noch ein Haus für David zu bauen, aber ich habe das Angebot abgelehnt.
    Buchstäblich Tausende sind hierhergefahren, um den Ort zu sehen“, sagte Rutherford weiter. „Viele sind an die Tür gekommen, und mein Sekretär hat sie herumgeführt.“ Die Terrasse mit ihrem silbernen Pool und Olivenbäumen und Palmen leuchtet von Blumen. Weiter unten in Richtung Canyon wurden Wege angelegt, damit David und seine Freunde dort meditierend entlanggehen könnten. Viele Obstbäume, die aus Palästina stammen, werden die Herrscher begrüßen, wenn sie ankommen.
    In der Doppelgarage eine Tür weiter steht eine neues 16-Zylinder-Coupé, das den Herrschern zusammen mit allem persönlichen Besitz dort übergeben werden wird.
    „Alles wird ihnen gehören, das Haus, das Land, die Möbel und selbst die Kleidung, wenn sie sie benötigen“, sagte Richter Rutherford. „Was ich tun werde? Machen Sie sich darüber keine Sorgen. Ich werde schon irgendwie klarkommen“, lächelte der Richter. Er hatte eine weitere Wachtturm-Wohnung auf Staten Island und praktisch eine gesamte Etage im Bethel [siehe den Fall Moyle gegen Franz et al., 10.-27.5. 1943, N.Y Supreme Court].
    Die sieben berühmten Männer werden sich nicht lange Zeit in ihrem Haus in San Diego auszuruhen brauchen, weil sie schon bald die Heere des Herrn führen werden, um Satans Günstlinge in der Schlacht von Harmagedon zu bezwingen, glaubte Rutherford. „Aber sie werden siegen. Der Herr wird den Teufel bestrafen und zeigen, daß die Prediger und Politiker dem Volk falschen Rat erteilt haben“, sagte Rutherford zuversichtlich. Rutherford wird am 9. Mai nach Europa fahren, wo er auf Kongressen in Berlin, Paris und London sprechen wird..

    [img]http://i113.photobucket.com/albums/n209/mspanger/bethsarim4.jpg
    [/img]
    [hr]



    Viele Jahre nach 1919 wurde das Datum für das Ende der 6000 Jahre auf 1975 geändert. Heute wird für gewöhnlich über die Bedeutung des Endes der 6000 Jahre des Bestehens der Menschheit nicht mehr gesprochen.



    Dieser Endzeitfundamentalismus, gepaart mit Technikglaube in Verbindung mit der damals propagierten Rassenlehre, ist auch der Grund warum die Wachtturm Gesellschaft heute unmöglich das Photodrama Restaurieren und wieder Veröffentlichen kann.

    Auf Seite 182 heißt es im Photodrama:
    Jahr für Jahr sehen wir das die Erde zubereitet wird, um völlig bewohnt zu werden…





    Das genaue Gegenteil unserer heutigen Lehre.

    Im Wachtturm vom 1.9.1971…



    …wurde aus den Segnungen Jesu, Mühsal und sinnlose Monotonie…
    Seite 541



    …wurden Jesu Mitbringsel heimtückische Mörder...



    …und unlösbare Probleme.



    Materielle Dinge mit ihren Annehmlichkeiten werden heute als Gottheiten verteufelt.




    Natürlich verurteilen wir heute auch die Rassentrennung.
    Diese werden von uns besonders gerne als Erkennungsmerkmal der falschen Religion verwendet.
    Wachtturm 15.12.1983



    Seite 3



    Entsprechen die eigenen Ansichten über Rassentrennung und Technikglaube den strengen Maßstäben den die Wachtturm-Gesellschaft bei der Beurteilung anderer Religionen immer aufgestellt haben?
    Wenn, dann hätte Jesus so Matthäus 7:2, die Lehren der Gesellschaft von 1876 bis 1919 nach denselben Maßstäben beurteilt.

    1. Rechte Lehren? Nein
    2. Rechte Zeit, sie zu lehren? Nein
    3. Lehren, die Gott in seinem Wort offenbart? Nein
    4. Aufgrund menschlicher Weisheit abgelehnt? Nein



    Die Wachtturm Gesellschaft behandelt auch diese Irrlehren wieder so, als habe sie keine andere Bedeutung, als dass sich Russell eben irrte.

    Sie ist nicht in der Lage, sich selbst (oder den übrigen Zeugen Jehovas) den Gedanken daran zuzugestehen, was denn Jesus wohl dazu gemeint hätte, wenn er entschieden hätte, ob die Wachtturm-Gesellschaft mit ihrer damaligen Lehre über seine Tausendjahrherrschaft wirklich treu und verständig gewesen sei.

    Jahre nachdem Jesus angeblich seine Besichtigung der Lehren der Wachtturm-Gesellschaft begann, änderte Rutherford das Datum für Christi Herrschaft.
    Auch wenn er das in Verbindung mit einer Vorhersage über Jesus und seinen Vater für das bevorstehende Jahr 1925 tat...



    Und man bedenke: Dies alles änderte Rutherford während der Besichtigungszeit und Regendschaft durch Jesus.



    Was für einen Sinn macht dass?



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:52


    Nachtperle:

    Hallo Jochen,

    danke für deine Beiträge in diese Richtung........

    Ich finde sie sehr interessant.

    Eigentlich müsste ein ZJ, wenn er die Bibliothek der ZJ voll ausnützt selbst dahinter kommen, dass es sehr viele Ungereimtheiten in ihrer Führung gab und gibt.

    Da braucht es gar keine "Aufklärer" oder "Abtrünnige".

    Wobei ich es gar nicht mal so gravierend finde, DASS Fehler gemacht wurden. Ich finde es eher Schlimm und Unehrlich, dass diese Fehler verschwiegen oder beschönigt wurden.

    Fehler sollte man sich eingestehen können! Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein.

    Mit "neuem Erkennen" oder "hellerem Licht" wird alles vom Tisch gewischt. Die geschädigten oder leidtragenden ZJ haben eben Pech gehabt. Sie müssen in Liebe alles zudecken, vergeben und vergessen. Sie werden eben im Glauben geprüft.

    Für mich sind das alles hier ganz neue Aspekte! Nicht annähernd hätte ich so etwas gedacht!

    LG Deria



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:52


    Yokurt:

    Hallo Deria, Jochen,

    Entschuldigung, möcht mich hier gar nicht besonders engagieren, aber ein Punkt ist mir wichtig, auf den ich besonders hinweisen muß.
    Es ist etwas, was nach meiner Erfahrung nach die ZJ immer wieder bagatellisiern und relativieren, (um den Konsequenzen ausweichen zu können) wo es nichts zu relativieren gibt:

    Zitat: Wobei ich es gar nicht mal so gravierend finde, DASS Fehler gemacht wurden.

    Es gibt nämlich Bereiche, wo "Fehler" sehr sehr bedeutsam sind.

    Ich meine damit jene Bereiche, wo es keine "Korrekturen" geben kann.

    Es sind dies Bereiche wo Gott "gesprochen" hat, oder seine!! von ihm wirklich gesandten (nicht selbsternannte) Propheten oder schliesslich Jesus selbst und seine Aposteln (nach Pfingsten) wo sie viele Tage "Unterricht" durch Jesus hinter sich hatten, wo sie bereits durch den hl. Geist "ausgerüstet" waren, das unverfälschte Evangelium zu verkündigen.

    Mit anderen Worten, wo "Fehler" die Lehre, die Heilslehre, den Erlösungsplan Gottes, die Person Jesu betreffend etc "durch helleres Licht" sprich durch Abänderung, durch Korrektur eben, von Lehrmeinungen "altes Licht" ersetzt, zeigt sich, daß die "Lehre" eben nicht von Gott ist, nicht von seinen Propheten stammt.

    Oft und oft wehrte sich Gott in seinem Wort gegen Propheten, welche zwar als "seine Gesandten" auftreten, aber tatsächlich von ihm nicht gesandt wurden.

    Ja dies ist sogar ein sehr wichtiges (von mehreren) Kennzeichen, daß eine solche "Lehre" nicht von Gott kommt.

    Was also die seit hundert und mehr Jahren immer wieder abgeänderte "Lehren" des treuen und verständigen Sklaven betrifft, ist er schon allein dadurch eindeutig als falscher Prohphet entlarvt.

    Freilich, die Konsequenzen einer solchen Erkenntnis werden immer gerne verniedlicht--von Gott jedenfalls aufs schärftste verurteilt.

    Das ist zu bedenken, wenn man von "Fehlern", egal bei welcher Religionsgemeinschaft, spricht.

    Fehler im zwischenmenschlichen Bereich sind eben ganz andere Fehler.

    Diese kann man auf unvollkommene Menschen zurückführen, die anderen kann man aber eben nicht auf einen unvollkommenen Gott zurückführen, welcher einmal so spricht, und Jahre später eben anders.

    An dieser Tatsache, daß die "Lehre" immer fortschreitend auf bereits "geoffenbartes" aufbauen muß, ohne diese zu ersetzen, sondern zu ergänzen, zu detailieren etc,--sind schon so manche Lehren, welche "von Gott sein sollen" gescheitert.

    Gott selbst zeigt in seinem Wort diesen "Maßstab" als Prüfstein für falsche und echte Propheten auf.

    liebe Grüße
    Kurt



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:53


    Jochen:

    Hallo Kurt,

    das sehe ich auch so:

    Gott hatte es bereits zu biblischen Zeiten nie nötig gehabt, Falsche Lehren, diese dann richtig stellen zu lassen, geschweige irgendwie so vorzugehen, das erst Menschen in die Irre tappen müssen.
    So etwas würde Gottnie tun, ich würde ihn auch nie so aus der Bibel erkennen.
    So, jetzt hatte mich noch jemand gebeten etwas über unsere Berichtsabgaben zu posten, doch dazu komme ich erst später am Abend.

    Bis dahin
    Jochen



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:53


    Nachtperle:

    Hallo Kurt,

    ich weiß jetzt nicht so recht, auf was du da genau hinweisen willst.

    Ich spreche hier von Fehlern, die nicht wirklich eindeutig zu sein scheinen und vielleicht die Heilslehre (?) nicht direkt verfälschen.

    Z.B. Zivildienst, Bluttransfusion, Rassentrennung, Erscheinen des Christus......

    Hier wurde doch schon einiges aufge- und wieder verworfen. Diese "Fehler" glaube ich mal, beeinflussen die Heilslehre nicht wirklich. Noch weniger den Plan Gottes. Aber es sind Fehler, wo die Gläubigen darunter zu leiden hatten und noch immer darunter leiden.

    Wenn jemand zb aus der Gemeinde geschmissen wurde, weil er Medikamente aus Blutbestandteilen akzeptiert hat, dann ist das nach der "neuesten wissenschaftlichen Sichtweise" gar nicht mehr so verkehrt. Aber ich habe noch nicht gehört oder gelesen, dass so ein "Abtrünniger" wieder zurück geholt wurde. Ich habe noch nie gelesen, dass sich der Sklave entschuldigt hätte oder sogar Entschädigung geleistet hat. Wobei mir das mit dem Blut in Bestandteile zerpflücken sowieso sehr suspekt erscheint.
    Ähnlich ist es mit dem Zivildienst, mit dem verfälschten Hoffnung machen auf die Wiederkunft Christi.

    Hier irrten ja nicht nur die ZJ. Hier irrten einige Religionsrichtungen. Ich habe eigentlich keine Religionsgemeinschaft im Sinn, die Leidtragenden solcher Fehler Vergeltung zugestanden hätten. Man hat die Schuld der falschen Erwartung auf die Gläubigen abgewälzt. So zumindest mal bei den ZJ. Sie wurden beschuldigt, Erwartungen gehegt zu haben, die der Sklave nie gefördert haben will.

    Wenn es nun Fehler sind, die die Lehre Gottes und seinen Willen betreffen, würde ich auch nicht sofort von einem falschen Propheten sprechen. Es sind eben Ansichten, die man korrigieren muss, weil man erkennt, dass man mit seiner Ansicht falsch liegt.

    Ich denke, wir alle mussten unsere Denkweise schon mal korrigieren, oder? Verstehst du dich als falscher Prophet, wenn du etwas vertreten hast, sogar weiter gegeben hast, weil du überzeugt warst, so und nicht anders ist es richtig?
    Mir ging es schon oft so.

    Alleine wenn ich denke, mit welcher Energie ich den Sabbat bekämpft habe. Und das aus voller Überzeugung. Heute sehe ich das ganz anders. Heute hat für mich und mein Verständnis der Sabbat seine volle Berechtigung.

    Ich habe Gott als Rachegott, als parteilichen Gott gesehen. Als einen Gott, der große Unterschiede zwischen Mann und Frau macht und noch einiges...........

    Heute sehe ich das anders. Heute erkenne ich auf Grund langer und geduldiger Erklärungen, dass Gott ja das alles gar nicht so duldet, so entschuldigt, wie es für mich den Anschein hatte. So geht es mir in vielen Bereichen.


    "An dieser Tatsache, daß die "Lehre" immer fortschreitend auf bereits "geoffenbartes" aufbauen muß, ohne diese zu ersetzen, sondern zu ergänzen, zu detailieren etc,--sind schon so manche Lehren, welche "von Gott sein sollen" gescheitert."

    Gott selbst zeigt in seinem Wort diesen "Maßstab" als Prüfstein für falsche und echte Propheten auf.

    Ich sehe solche Fehler nicht in einem "richtig geoffenbartem Beginn" sondern als einfach Falsch verstanden. Daher konnte nur auf Falschverstandenen aufgebaut werden.
    Das verpflichtet mitunter, seine bisherige Lehre, das Verständnis neu zu überdenken und vielleicht sogar total zu verwerfen. Dann muss neu aufgebaut werden.

    Das wiederum hat nichts mit dem falschen Propheten zu tun. Außerdem glaube ich, dass die ZJ den Sklaven gar nicht als Propheten verstehen. Da bin ich mir aber nicht sicher.

    Vielleicht kannst du ja ein Beispiel anführen, wo du meinst, dass es keine Korrektur geben kann und darf? Dann kann ich deinem Gedankengang besser folgen.

    LG Deria



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:54


    Jochen:

    Hallo Deria,

    ich möchte dir Recht geben:
    Man muss über die Fehler hinwegsehen, ja menschliche Schwächen sind in unserer unvollkommenheit normal.
    Das wäre die einzige christliche Lösung.
    Doch bedenke, von wen diese Aussagen kommen: Von einer Führung, welche behauptet von Jesus eingesetzt worden zu sein!
    Also sehe ich den Einwand, "wieso sollte Jesus oder Gott, seinen Knecht was falsches mitteilen? Wo ist da der Sinn?" - schon als berechtigt.

    Ich möchte dich doch noch auf einen Vers aufmerksam machen, Lukas 21 8,9:

    Er sprach: „Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet; denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und: ‚Die bestimmte Zeit hat sich genähert.‘ Geht ihnen nicht nach. 9 Wenn ihr ferner von Kriegen und Unruhen hört, so erschreckt nicht. Denn diese Dinge müssen vorerst geschehen, aber das Ende [kommt] nicht sogleich.“

    Weißt du wie viele Hinweise in unserer Literatur, speziell auf diese beiden Verse eingehen?
    Ich habe technische Hilfsmittel und verate es dir:

    Keine Einzige! Keine Erklärung, was Jesus wohl mit diesen Worten gemeint haben könnte, bzw was er in Kernaussage zum Ausdruck bringen wollte, speziell über diese Verse - man nimmt in dem Fall immer eine Erklärung, welche allgemein zum Kontext passt, aber speziell auf diese Verse finde ich nichts!!
    Genauso wie mit den paralelen Versen in den anderen Evangelien.
    Denn was sagte Jesus hier?

    „Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet; denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und: ‚Die bestimmte Zeit hat sich genähert.‘ Geht ihnen nicht nach. 9 Wenn ihr ferner von Kriegen und Unruhen hört, so erschreckt nicht. Denn diese Dinge müssen vorerst geschehen, aber das Ende [kommt] nicht sogleich.“

    Was sagen denn Jehovas Zeugen?
    "Wir stehen (relativ) kurz vor Harmagedon" - sogar damals mit Datenangaben - jetzt sagt dies sogar der eingesetzte Sklave, der damit seine Speise als von Gott gegeben präsentiert.
    Doch was sagte Jesus über solche? "Geht ihnen nicht nach."
    Jehovas zeugen sehen die Anzahl von Kriegen als deutliche Zeichen des nahe bevorstehenden Endes, doch was sagte Jesus?

    "Wenn ihr ferner von Kriegen und Unruhen hört, so erschreckt nicht. Denn diese Dinge müssen vorerst geschehen, aber das Ende [kommt] nicht sogleich.“

    Jesus bereitete hier also seine irdischen Nachfolger liebevoll auf das vor, was nach seinen Weggang passieren würde.
    Doch was machen Jehovas Zeugen?
    Sie ignorieren diese Verse, oder verdrehen ihn, indem behauptet wird, das sich dies nur auf damalige Verhältnisse bezog - meiner Meinung nach sollte man dann aber auch das gesammte Kapitel auf das 1.JH anwenden!
    Aber was willst du da machen?
    Versuch mal einen kleinen Kind seinen liebsten Teddy wegzunehmen:



    Es wird danach es noch fester halten und noch lieber halten als wie vorher!

    Grüße
    Jochen



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:55


    Nachtperle:

    Hallo Jochen,

    danke fur deinen Beitrag. Ich antworte dir morgen. Heute schwirrt mir der Kopf vom Erzengel Michael...... Vom vielen in der Schrift blättern bekomme ich noch einen Brummkopf! ::)

    Sei lieb gegrüßt

    Deria



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:55


    Nachtperle:

    Hallo Jochen,

    mit den Versen aus Lukas 21 fühle ich mich überfordert.

    1. weil ich nicht weiß, wie die ZJ dieses Kapitel auslegen.

    2. weil ich zu verstehen glaube, dass es sich hier um zwei verschiedene Begebenheiten handelt.

    Die Tempelzerstörung war doch nach Jesu Tod. So um 70 n. Chr. Aber damals war von dem Kommen des Menschensohnes noch gar keine Rede. Er war ja noch da. Von welcher Zeit wird hier gesprochen?

    Vieles, was Jesus hier schildert, lässt sich auf die Zerstörung des Tempels beziehen. (War eigentlich die Zerstörung des Tempels und die Zerstörung Jerusalems ein und die selbe Begebenheit?)

    Aber z.B. der Vers 27 im Lukas 21 kann sich nie auf die Tempelzerstörung beziehen.

    Ja, dieses "Harmagedon steht vor der Türe", kenne ich inzwischen auch schon sehr gut. Dass sie da eine Zeitangabe mach(t)en ist auch sehr eigenartig. Weil es doch heißt, dass niemand Zeit und Stunde weiß.........Aber genau da haben doch schon einige Kirchen geirrt.

    Ich persönlich finde solche Fehlanzeigen nicht gar so schlimm. Weil es mein Leben nicht sehr beeinträchtigen würde. Was sollte ich wohl ändern? Nicht mehr arbeiten? Nichts mehr lernen? Sich gehen lassen?

    Ich weiß es nicht, ob das so richtig wäre. Ich denke, wenn ich in Jesu Fußspuren treten will, kann es doch nicht von einem Datum abhängig sein. Das wäre Berechnung.

    Aber wie schon erwähnt. Mir fehlen die Informationen um mehr dazu sagen zu können.

    Mich freut es aber echt, dass du so viele Informationen hier hereinstellst. Für mich sehr interessant und aufschlussreich. Wenn ich auch nicht alles verstehe.

    LG Deria



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:56


    Jochen:

    Hallo Jochen,

    mit den Versen aus Lukas 21 fühle ich mich überfordert.

    1. weil ich nicht weiß, wie die ZJ dieses Kapitel auslegen.


    Hallo Deria,

    Fragst du jetzt nach der Auslegung des gesammten Kapitels von Lukas 21, seitens des "Sklaven", oder nur die Verse 8 und 9?

    Wie schon gesagt, machen jehovas Zeugen speziell um diese beiden Verse "einen großen Bogen", was die offensichtliche Eigenverurteilung nach sich zöge.
    "...Er sprach: „Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet; denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und: ‚Die bestimmte Zeit hat sich genähert.‘ Geht ihnen nicht nach."

    Geht diesen eben nicht nach.....

    [i]Die Tempelzerstörung war doch nach Jesu Tod. So um 70 n. Chr. Aber damals war von dem Kommen des Menschensohnes noch gar keine Rede. Er war ja noch da. Von welcher Zeit wird hier gesprochen?

    Meiner persönlichen Meinung nach, wurde Jesus bereits seid dem 1.Jahrhundert im Himmel inthronisiert.
    Zitat Offenbarung "...Dinge die im kurzen Geschehen sollten...".
    Wie ich darauf genau komme, kann ich dir gerne später mal erklären.


    Vieles, was Jesus hier schildert, lässt sich auf die Zerstörung des Tempels beziehen. (War eigentlich die Zerstörung des Tempels und die Zerstörung Jerusalems ein und die selbe Begebenheit?)

    Ich glaub damals schon.

    Aber z.B. der Vers 27 im Lukas 21 kann sich nie auf die Tempelzerstörung beziehen.

    Ja, stimmt, da war ich wohl etwas voreilig.

    Ja, dieses "Harmagedon steht vor der Türe", kenne ich inzwischen auch schon sehr gut. Dass sie da eine Zeitangabe mach(t)en ist auch sehr eigenartig. Weil es doch heißt, dass niemand Zeit und Stunde weiß.........Aber genau da haben doch schon einige Kirchen geirrt.

    Volltreffer!

    Ich persönlich finde solche Fehlanzeigen nicht gar so schlimm. Weil es mein Leben nicht sehr beeinträchtigen würde. Was sollte ich wohl ändern? Nicht mehr arbeiten? Nichts mehr lernen? Sich gehen lassen?

    Oder wie es die Jahre vor 1975 von der WTG propagiert wurde:
    Alles mögliche zu Spenden, alles auf den Dienst für Jehova setzen, Vollzeitverkündiger werden, auf weitere Schulbildungen verzichten usw.
    Sag nur eine Bitte dazu, und ich veröffentliche hier dazu den passenden Wachturmartikel, bzw. einige der "*-zich" Aussagen, Lehrmeinungen zu dem Thema.

    Ich weiß es nicht, ob das so richtig wäre. Ich denke, wenn ich in Jesu Fußspuren treten will, kann es doch nicht von einem Datum abhängig sein. Das wäre Berechnung.

    Treffer, versenkt!

    Aber wie schon erwähnt. Mir fehlen die Informationen um mehr dazu sagen zu können.

    Mich freut es aber echt, dass du so viele Informationen hier hereinstellst. Für mich sehr interessant und aufschlussreich. Wenn ich auch nicht alles verstehe.

    Danke.
    Und sag ruhig was du brauchst und wissen willst.
    Du weißt ja wie du mich erreichst.
    LG
    Jochen



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:56


    Nachtperle:

    Hallo Jochen,

    Deine Frage:

    "Fragst du jetzt nach der Auslegung des gesamten Kapitels von Lukas 21, seitens des "Sklaven", oder nur die Verse 8 und 9?"

    Es ist eine Gewohnheit von mir:
    Wenn ich einen Schriftvers "vorgesetzt" bekomme, lese ich das komplette Geschriebene rund um den Text. Und da ist mir eben aufgefallen, dass so ab dem Vers 5 um die Tempelzerstörung handelt. Allerdings wenn man dann weiter liest wird es immer schwieriger, den Text auf diese eine Begebenheit zu projektzieren. Von daher muss ich sagen: Eigentlich interessiert mich das gesamte Kapitel, wie es verstanden wird und wie es verstanden werden sollte.

    "Meiner persönlichen Meinung nach, wurde Jesus bereits seid dem 1.Jahrhundert im Himmel inthronisiert.
    Zitat Offenbarung "...Dinge die im kurzen Geschehen sollten...".
    Wie ich darauf genau komme, kann ich dir gerne später mal erklären."

    Ja, das wäre sogar wichtig. Denn ich verstehe den Zusammenhang momentan nicht. Selbst wenn Jesus im 1. Jahrhundert im Himmel zum König gekrönt wurde, verstehe ich noch nicht. Denn als er dies sagte, war er doch eindeutig noch nicht im Himmel. Hat diese Inthronisierung deiner Meinung etwas mit dem Wiederkommen Jesu zu tun?

    "Oder wie es die Jahre vor 1975 von der WTG propagiert wurde:
    Alles mögliche zu Spenden, alles auf den Dienst für Jehova setzen, Vollzeitverkündiger werden, auf weitere Schulbildungen verzichten usw. Sag nur eine Bitte dazu, und ich veröffentliche hier dazu den passenden Wachturmartikel, bzw. einige der "*-zich" Aussagen, Lehrmeinungen zu dem Thema. "

    Holla! Also da fehlt mir die Logik!

    Wenn der Weltuntergang oder Harmagedon wie behauptet erwiesen schon bald kommt.....wie 1975. Dann hätte ich mich sicher gefragt: Wenn die Welt untergeht, warum soll ich dann noch spenden. Warum will die Kirche von mir Spenden? Wer braucht beim Weltuntergang materielle Mittel? Und warum sollten die in der Kirche abgeliefert werden?
    Das waren auch meine ersten Gedanken, als ich das von den Spenden gelesen habe. Und ich frage mich wirklich; OK, wenn es heißt, arbeite für Gott, geh Predigen.......aber wozu die Spenden?

    Ich kann dafür Verständnis aufbringen, dass man falsche Hoffnungen in ein baldiges Paradies setzt und daher Berechnungen aufstellt. Wenn es denn das einzige Ziel eines Menschen ist. Ist ja nicht verkehrt.
    Verkehrt ist es aber, wenn ich vor lauter Hoffen auf die Realität vergesse. Z.B. Mangelde Schulbildung kann heute den Menschen das Leben erschweren, die sich um Ausbildung und Beruf keine Gedanken mehr gemacht haben. Denn es ist kein Paradies gekommen, dafür aber vielleicht ein bitteres Erkennen, dass man sich heute ohne Schul- oder Berufsausbildung viel mehr plagen muss um halbwegs leben zu können.
    Außerdem müssen sich diese ZJ den Vorwurf machen und gefallen lassen, dass sie spekuliert haben, anstatt jeden Tag so zu leben, als wäre es der Letzte. Wenn jemand ein Diener Gottes sein will, darf das doch nicht von einem Datum abhängig sein. Oder zählt diese Lebensweise nur bis zu einem bestimmten von Menschen festgesetzten Tag?

    Manchmal fällt es mir echt schwer, die Ansichten eines ZJ zu verstehen. Dabei würde ich es wirklich gerne verstehen.

    LG Deria



    Re: Lehren des "Sklaven": Technik & Rassismuss

    Xantos - 12.01.2008, 22:56


    Jochen:

    Hallo liebe Deria,

    Zu deinen Fragen:

    ich fange heute mal an das biblische Verständnis der Zeugen Jehovas, speziel über Lukas 21, zu beantworten.
    Hierzu eröffne ich einen neuen Thread, der nicht meine persönlichen Erklärungen beinhalten wird.

    Zu den Rest komme ich dann später.
    LG
    Jochen



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