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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: [SKz] joini Forum: Schwarzes Brett Forum Forenbeschreibung: Guckt einfach mal rum!! Und schreibt was rein!!!! aus dem Unterforum: Alle anderen Games Antworten: 1 Forum gestartet am: Mittwoch 01.02.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Quake 4 Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 1 Monat, 3 Tagen, 18 Stunden, 29 Minuten
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Re: Quake 4
[SKz] joini - 20.02.2006, 16:38Quake 4
Quake - eine legendäre Kultserie, die seinerzeit gleichermaßen in Sachen Shooter-Gameplay und Online-Mehrspielermodus neue Maßstäbe setzen konnte. Nach sechsjähriger Wartezeit kommt nun endlich "Quake 4" in die Läden. Lest in unserem Test, ob die Jungs von Raven Software den hohen Ansprüchen der Fans gerecht werden konnten.
Zum ersten Mal hat der Protagonist in diesem Teil der Quake-Serie auch einen Namen und erlebt eine spannende Story, welche mit vielen Zwischensequenzen und einigen dramatischen Wendungen gespickt wurde. Matthew Kane ist Mitglied der Landungstruppen bei der Invasion des Planeten Stroggos, welche der Held von "Quake 2" seinerzeit mit der Zerstörung der "Big Gun" erfolgreich vorbereitet hat. Ganz oben auf der Befehlsliste steht natürlich die Auslöschung der Strogg-Anführer und ihrer unzähligen Maschinenwesen - doch bereits nach der ersten Spielstunde wartet eine höchst unangenehme Überraschung auf euch: Ihr werdet von einem Strogg-Obermotz gefangen genommen und müsst daraufhin in einer mehr als ekligen Sequenz miterleben, wie die Medizinroboter der Aliens euch selbst zu einem Killer-Cyborg umfunktionieren. Das Gute an diesem grausigen Umstand ist, dass ihr noch vor dem Abschluss der schmerzhaften "Operation" von euren Kameraden des Rhino Squad gerettet werdet und fortan als Mischung aus Mensch und Maschine gegen die Strogg antreten könnt. Dies bringt natürlich übermenschliche Kraft und Geschwindigkeit mit sich, weshalb man von nun an als ultimative Superwaffe im Kampf gegen die außerirdischen Killermaschinen ein leichtes Spiel hat. Der stroggifizierte Weltenretter besitzt endlich auch Persönlichkeit und ist dank seiner ganz besonderen "Upgrades" endlich auch ein glaubhafter Weltenretter.
Während man sich beim indirekten Vorgänger "Doom 3" fast ausschließlich völlig alleine in einer nicht besonders atmosphärischen Forschungsstation bewegte, trumpft "Quake 4" mit einer absolut stimmungsvollen Umgebung auf: Über viele Level hinweg ist Matthew Kane nämlich nicht alleine unterwegs, sondern kämpft an Seite seiner Teammitglieder. Die geben nicht nur bereitwillig Auskunft über anstehende Missionsziele, sondern helfen auch in manch brenzliger Situation mit bleihaltiger Unterstützung aus und füllen hin und wieder auch eure Lebensenergie und Rüstung auf. Besonders stimmungsvoll gestaltet sich auch der Besuch im Raumgleiter des Rhino Squads, wo ihr auf zahlreiche Gesprächspartner treffen werdet, Einsatzziele erklärt bekommt und im Waffenlager neue Ausrüstung mitnehmen dürft. Derartige Elemente stellen zwar überhaupt keine spielerische Herausforderung dar, verleihen dem Ganzen allerdings eine filmreife Stimmung und treiben die Story sehr vorbildlich voran.
Stimmungsvolle Shooter-Hausmannskost
Mit "Doom 3" hat ID Software vor über einem Jahr zwar ein weiteres Mal eine optisch überzeugende Grafikengine vorgestellt, doch in Sachen Gameplay war das Ganze eine ziemlich enttäuschende und vor allem anspruchslose Nummer. Entsprechend vorsichtig und kritisch sind wir natürlich an den indirekten Nachfolger herangegangen und haben uns mental bereits auf ein Wiedersehen mit den berühmten "Wandschrank-Zombies" eingestellt. Doch "Quake 4" überrascht spielerisch wieder erwarten mit viel Abwechslung, diversen Fahrzeugen, einem gelungenem Leveldesign und gigantischen Endgegnern. Selbstverständlich wird auch hier in erster Linie geballert und das noch nicht einmal auf besonders intelligente Gegner: Die Strogg sind zwar deutlich schlauer und glaubwürdiger inszeniert als die Zombies in "Doom 3", doch an ihre Kollegen aus "Half-Life" oder gar "F.E.A.R." kommen sie bei weitem nicht heran. Eure Widersacher weichen sogar ab und zu aus und verstecken sich auch hinter natürlicher Deckung, aber spätestens 10 Sekunden später hat man aber auch den wendigsten Strogg in seine Einzelteile zerlegt.
Doch was in Quake 4 neben der gelungen umgesetzten Story wirklich fasziniert, ist die spielerische Abwechslung: Ihr dürft beispielsweise an einer Stelle einen futuristischen Panzer durch einen weitläufigen Außenlevel steuern, dabei fliegende Roboter-Drohnen vom Himmel holen und es anschließend mit einem gigantischen Endgegner aufnehmen. Später dreht man seine Runden auch noch in einem Mech-Panzer, welcher nicht nur optisch stark an die letzten Minuten von "Alien 2" erinnert. Zudem warten noch einige Sequenzen nach gutem altem Schießstand-Vorbild auf euch, wo ihr mit Hilfe eines fest installierten Geschützes auf einer vorgegeben Bahn zielsuchende Raketen sowie diverse Geschütze und Gegner vom Bildschirm putzt. All das ist zwar spielerisch überhaupt nichts Neues, dafür aber bewährte und äußerst schmackhafte Shooter-Hausmannskost.
Das Repertoire an Waffen glänzt selbstverständlich mit guten alten Bekannten, wie beispielsweise der Railgun, dem Rocket Launcher und der obligatorischen Nailgun. Im Spielverlauf werden einige davon sogar noch in ihrer Leistungsfähigkeit verbessert und können dann beispielsweise auch zielsuchende Projektile abfeuern. Als etwas seltsam ist uns allerdings die Waffenbalance aufgefallen: Egal ob man nun mit Plasmagun, Nailgun oder mit Hilfe gezielter MG-Schüsse auf die Strogg losgeht - die meisten Gegner fallen nach gleich vielen Treffern um.
Retrospektive: Ein Mehrspielermodus von vorgestern
Für eilige Leser können wir den Mehrspielermodus von "Quake 4" mit einem Satz beschreiben: "Quake 3 Arena" mit verbesserter Grafik und neuem Serverbrowser. Kaum zu glauben, aber in Sachen Online-Modus hat sich das Spiel in den letzten sechs Jahren nicht einen Millimeter vorwärts bewegt. Die Entwickler haben anscheinend bewusst auf neue Spielmodi oder andere Innovationen verzichtet, sogar das Design der Level wurde zu großen Teilen aus dem Vorgänger übernommen - wer genügend "Quake 3 Arena" gespielt hat, weiß sogar wo die einzelnen Waffen liegen. Bestes Beispiel dafür sind die beiden Karten "The Edge" und "The longest Yard / DM17", welche absolut identisch aus den Vorgängern übernommen wurden. Als netter Bonus für Fans geht so etwas ja absolut in Ordnung, jedoch bietet Quake 4 gerade einmal zehn verschiedene Deathmatch-Karten und fünf CTF-Karten. Nicht gerade viel also, man verlässt sich wohl vollends auf die Mod- und Mapper-Szene. Typische Spielmodi wie "Deathmatch", "Team Deathmatch", "Capture the Flag" und das beliebte Tourney (bis zu 16 Spieler) sind selbstverständlich mit dabei. Die einzige Neuerung bietet der aus dem Quake 3-Addon übernommene Spielmodus "Arena Capture the Flag": Hierbei kommen verschiedene Power-Ups (Scout, Guard, Doubler, Ammo-Regen) zum Einsatz, welche den Spielablauf um eine Spur anspruchsvoller und taktischer machen. Trotzdem erwartet einen hier nichts, was man nicht schon seit sechs Jahren in zahllosen anderen Shootern gesehen hätte.
Lediglich die Technik hat ein paar Schritte nach vorne gemacht und so sieht der Mehrspielermodus von "Quake 4" an vielen Stellen zeitgemäß aus. Auf allzu viele Grafikspielereien hat man jedoch aus Performancegründen verzichtet und so wirken die Level im Vergleich mit dem Soloabenteuer auf Stroggos beinahe schon kahl und leblos. Lobenswert sind allerdings der integrierte Serverbrowser und die enthaltene Punkbuster-Unterstützung ausgefallen: Innerhalb von Sekunden hat man seinen Lieblingsserver gefunden und dank integrierter Freundesliste sind auch Profispieler bestens organisiert. Trotzdem sparen wir an dieser Stelle nicht mit Kritik: Es kann einfach nicht sein, dass eine Kultserie wie Quake nach sechsjähriger Pause in Sachen Multiplayer derart uninspiriert daher kommt. Spiele wie "Unreal Tournament" haben bewiesen, dass auch etablierte Online-Shooter zu Überraschungen in der Lage sind und mit neuen Spielmodi frischen Wind ins Genre bringen können. Raven Software hat sich anscheinend viel zu sehr auf den Solomodus konzentriert und dabei ganz vergessen, dass "Quake" lange Zeit auch ein Synonym für Online-Mehrspielermodus war. Echte Fans erinnern sich dabei noch an das legendäre Quakeworld, welches in dieser Hinsicht der unbestrittene Vorreiter war und für den heutigen Boom des "eSport" überhaupt erst den Grundstein legte. Dieses Erbe wird von "Quake 4" leider mit Füßen getreten und das Spiel zeigt in Sachen Online-Modus höchstens, wie es früher einmal war, nicht aber wie es in Zukunft einmal sein wird.
Ein grafisches Beben der Stärke 9
Natürlich geht es bei einem neuen Spiel mit dem kultigen ID-Logo auf der Packung zu großen Teilen auch um die Technik. Das Team von Raven Software hat selbstverständlich mit der spektakulären "Doom 3"-Grafikengine gearbeitet, diese allerdings noch um einiges mehr ausgereizt. Zudem wurde der einzigartige Look von "Quake 2" erfolgreich in die neue Grafikdimension umgesetzt: Dem Kenner fallen sofort die gelb-roten Bodenbeleuchtungen in den Gängen auf und sogar die eine oder andere Stelle wird alten Hasen in Sachen Architektur bekannt vorkommen. Auch die neuen Außenlevels können überzeugen - ihr schleicht in "Quake 4" also nicht nur in düsteren Gängen herum, sondern dürft auch hin und wieder frische Luft schnuppern. Generell macht der neuste Spross der Serie - trotz des sehr ähnlichen Looks - eine wesentlich hellere und optisch elegantere Figur als seinerzeit "Doom 3". Dabei sorgt die enorm realistische Ausleuchtung von Charakteren und Umgebung auch in diesem Spiel für reihenweise offene Münder vor dem Bildschirm. Hinzu kommt diese wunderbar detailverliebte Levelarchitektur, die eigentlich keine einzige Oberfläche wie eine langweilige Texturtapete erscheinen lässt und stattdessen mit verschnörkelten Rohren, Gittern und Einbuchtungen für Begeisterung sorgt. Auch die Gegner sind nicht weniger detailliert ausgefallen und ganz besonders die riesigen Endgegner sind so ziemlich das Spektakulärste, was wir jemals auf unserem Bildschirm gesehen haben. "Quake 4" ist genau wie "Doom 3" ein Spiel, das man zu großen Teilen aufgrund seiner Grafikpracht durchspielen möchte. Doch "Quake 4" hat aus den vielen Fehlern seines indirekten Vorgängers gelernt und fesselt überraschenderweise auch spielerisch an den Bildschirm.
Natürlich erfordert ein derart aufwendiges Polygonballett auch eine ziemlich aktuelle Hardwarekonfiguration: Ohne Grafikkarte der aktuellsten Generation sollte man hier gar nicht erst anfangen, viele Spezialeffekte und Shader-Spielereien sind sonst nämlich gar nicht zu sehen. Als Faustregel gilt allerdings: Wenn bei euch "Doom 3" ordentlich gelaufen ist, wird es mit Sicherheit auch "Quake 4" tun. Die Soundkulisse des Spiels ist erwartungsgemäß dem Vorgänger sehr ähnlich: Die Waffengeräusche sind ziemlich knackig und auch die Umgebung wirkt mit glaubhaften Soundeffekten sehr atmosphärisch. Den größten Pluspunkt heimsen in dieser Hinsicht allerdings die Sprecher der einzelnen Charaktere ein und setzen die Mitglieder des Teams militärisch korrekt und sehr gut gelungen in Szene. Etwas mehr Musik hätten wir uns allerdings schon gewünscht: Auch wenn man sich auf Stroggos keine Alien-Disko erwartet, hätte eine packende Hintergrundmusik an mancher Stelle definitiv nicht geschadet.
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