Verfügbare Informationen zu "King Kong"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: [SKz] joini - Faldir Forum: Schwarzes Brett Forum Forenbeschreibung: Guckt einfach mal rum!! Und schreibt was rein!!!! aus dem Unterforum: Alle anderen Games Antworten: 2 Forum gestartet am: Mittwoch 01.02.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: King Kong Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 8 Tagen, 19 Stunden, 42 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "King Kong"
Re: King Kong
[SKz] joini - 20.02.2006, 22:23King Kong
Fast zeitgleich mit dem Kinostart von Peter Jackson´s King Kong ist auch das zugehörige Videospiel für nur jede erdenkliche Plattform erhältlich. Angeblich war es schon ein Kindheitstraum von Peter Jackson, den klassischen King Kong neu zu verfilmen und ihn genau so in Szene zu setzen wie er es sich schon immer gewünscht hat. Das unterscheidet ihn nicht besonders von diesem Filmemacher der aufgebrochen ist um auf Skull Island den ultimativen Film zu drehen. Er ist es den wir in Person von Jack dem Drehbuchautor bei seinem Abenteuer begleiten. Und ein Abenteuer ist es wirklich worauf wir uns hier einlassen.
Skull Island
Skull Island
Das Spiel beginnt genau dort wo auch der Film so richtig loslegt, was auch kein Wunder ist, hält dieses doch alle Schlüsselmomente für uns bereit die wir auch im Film erleben werden, sowie viele Szenen die es so im Film überhaupt nicht gab. Nach langer Suche nach der sagenumwobenen Insel erreicht die Filmcrew bei stürmischen Wetter endlich Skull Island. Doch bereits die Landung stellt sich als schwieriger heraus als erwartet, die Mannschaft wird in alle Richtungen versprengt und muss sich erst wieder finden. Dies ist der Moment in dem wir die Kontrolle über unseren Charakter Jack übernehmen. Ihn spielen wir grundsätzlich aus der Egoperspektive wobei wir ausschließlich unsere Hände sehen die wir für die verschiedensten Dinge einsetzen. Denn ein HUD oder Ähnliches gibt es nicht, es werden uns also keinerlei Statusmeldungen ins Bild eingeblendet, wohl um den cinematischen Eindruck nicht zu stören. Wem das komplette fehlen des HUD abgeht der kann sich zumindest das sehr hilfreiche Fadenkreuz einblenden lassen sowie die noch vorhandene Munition. Dies ist aber kaum nötig, da Jack beim Magazinwechsel immer brav ansagt wenn die Munition knapp wird bzw. wie viele Magazine er noch besitzt, und man sowieso jederzeit per Tastendruck "Nachfragen" kann wie es um die Munition bestellt ist.
So stehen wir also mit durchnässter Kleidung am stürmischen Ufer von Skull Island und müssen auch schon einen Toten beklagen. Doch bleibt uns nicht viel Zeit zum trauern und noch während die ersten Signalraketen abgeschossen werden begibt sich unser Filmemacher auch schon in den Dschungel. Begeistert von der Flora und Fauna läuft er immer weiter ins Dickicht und wir natürlich hinterher. Es dauert auch nicht lange bis die ersten Tiere unseren Weg kreuzen, und was für Dinger das mitunter sind. Große Tausendfüssler machen uns das Leben ebenso schwer wie riesige Spinnen, mannshohe Fledermäuse oder gleich gigantische Dinosaurier mit Füssen so groß wie Einfamilienhäuser. Sich ihrer zu erwehren funktioniert natürlich immer mit roher Gewalt, also dem Einsatz der diversen Waffen. Diese kämpfen aber das ganze Spiel hindurch mit Munitionsknappheit, weswegen man sich jeden Schuss genau überlegen und ab und zu die Gegebenheiten des Dschungels ausnutzen sollte. Besonders Stöcke und Knochen lassen sich auf die verschiedenste Art und Weise benutzen. Am einfachsten ist es mit ihnen zuzustechen, mit etwas Feingefühl und Erfahrung lassen sich die Stöcke auch recht weit werfen, was schon genügt um so manchem Tier das Lebenslicht auszublasen. Die großen Dinos aber werden durch das Pieksen höchstens auf uns aufmerksam und noch während unser Stock an ihrem Fleisch hängt beginnen sie die Jagd. Doch auch sie sind nicht unbesiegbar und reagieren besonders allergisch auf Feuer. Finden wir also eine Brandstelle können wir daran unseren Stock entzünden und mit ihm die gewünschten Büsche in Brand setzen. Das hält die Dinos meist recht effektiv davon ab uns weiter zu verfolgen. Doch Vorsicht, ein falscher Schritt und wir beginnen selbst zu brennen. Eine andere Möglichkeit sich ganzer Horden wilder Tiere zu erwehren ist sie abzulenken, indem wir ihnen einen beliebigen Fleischbrocken zum Fraß vorwerfen. Auch dazu verwenden wir unseren Stock oder ein Stück Knochen, spießen beispielsweise eine Riesenmade oder eine der gigantischen Libellen auf und schießen sie dorthin wo wir die Angreifer gerne hätten. Auf diese Weise lassen sich sogar die ganz besonders großen Kaliber ablenken, wenn auch nur für eine Weile. Meist aber genügt das um flüchten zu können.
Auch wenn sich die Stöcke und Knochen absolut identisch bedienen, sind sie doch nicht gleich. Denn ein Knochen bereitet nur den halben Schaden den ein hölzerner Speer anrichtet, dafür sind die Knochen in unendlicher Anzahl verfügbar, wohingegen die hölzernen Speere nur in einer bestimmten Stückzahl existieren. In der Praxis bedeutet dies, dass wir aus einem Kadaver endlos neue Knochen holen können, stecken hingegen drei Speere in ihm, können wir auch nur diese drei Speere entnehmen, danach ist Schluss. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang auch ist die sogenannte Nahrungskette, die man im Spiel für sich selbst nutzbar machen kann. Das System dahinter ist ganz einfach: Das größere Tier frisst das kleinere. So lassen sich beispielsweise die Riesentausendfüssler mit dem ganzen Kleingetier wie Libelle oder Made anlocken, wohingegen man mit einem Tausendfüssler schon kleinere Dinos anlocken kann und mit diesen schließlich die ganz großen Brocken herbeiruft. Steht man also vor einem Tal voller Tiere, sucht man sich das best geeignetste Opfertier aus um die anderen Tiere anzulocken und sodann ebenfalls als Köder für die größten Tiere zu benutzen. Auf der anderen Seite funktioniert es oft auch recht gut einfach alles Brennbare anzuzünden und sodann zu erledigen was übrig geblieben ist.
Da man sich in King Kong nur selten alleine durchs Dickicht bewegt, sind unsere menschlichen Begleiter umso wichtiger. Oft brauchen wir ihre Hilfe um Hindernisse überwinden zu können oder sie die unsere. So gibt es massenweise von den Einheimischen errichtete Sperren oder Falltore die sich nur zu Zweit öffnen lassen, weil man zwei Hebel gleichzeitig drehen muss oder sich der Öffnungsmechanismus auf der anderen Seite der Schlucht befindet. Oft noch müssen die entsprechenden Hebel dazu noch gefunden werden, bevor man die Tore öffnen kann. Aber auch die Sache mit dem Feuer ist nicht immer so leicht wie gedacht, weswegen uns die Filmcrew oft helfen muss, oder wir ihr. Denn wenn eine Feuerstelle ausgerechnet hinter einem Wasserfall liegt der unseren entzündeten Speer immer wieder löscht, müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Entweder schmeißen wir den brennenden Speer von trockener Stelle zur nächsten, wo wir ihn wieder aufheben und weitertransportieren können, oder wir entzünden alles brennbare auf unserem Weg bis das Feuer dort angekommen ist wo wir es brauchen. Das man sich bei solch einer Aktion auch gerne selbst anzündet, macht die Sache nur noch spannender.
King Kong himself
King Kong himself
Die meiste Zeit spielen wir Jack aus der Egoperspektive, wie bereits erklärt ganz ohne Systemeinblendungen oder Statusbalken. Trotzdem ist unser Charakter nicht unsterblich, ganz im Gegenteil genügt ein Biss eines Sauriers um Jack einen Kopf kürzer zu machen. Darum gilt es starke Verletzungen wenn möglich zu vermeiden, denn sie wirken sich direkt auf die Handlungsfreiheit unseres Charakters aus. Bei leichten Verletzungen beginnt sich das Sichtfeld von Jack zu verengen, es verliert immer mehr Farbe und seine Bewegungen werden immer langsamer, bis er schließlich nur noch über den Tunnelblick verfügt, nichts mehr hört außer die für diese Situation geschaffene Musik und schlussendlich stirbt. Sodann dürfen wir vom letzten Speicherpunkt aus neu starten. Diese sind auch angenehm dicht gelegt, so dass man kaum etwas vom Spielfortschritt verliert. Trotzdem ist es jederzeit erlaubt zu speichern, praktisch an jeder Stelle im Spiel. Nach dem Laden eines Spielstandes geht es auch exakt an dieser Stelle wieder weiter, und nicht etwa am davor liegenden Checkpoint.
Der König des Dschungels
Das Sahnestückchen dieses Spiels aber ist es den König des Dschungels selbst, King Kong in Person spielen zu können. Diesen steuern wir aber nicht wie Jack aus der Egoperspektive sondern aus der bekannten Verfolgerperspektive. Dies wohl deswegen um King Kong selbst so richtig zur Geltung kommen zu lassen, denn die Sequenzen die wir mit ihm spielen dürfen haben es wirklich in sich. Eben noch haben wir uns als verletzlicher kleiner Mensch durch das Unterholz gekämpft um nun in Person des riesigen Affen so richtig aufzuräumen. Mit King Kong am Joypad walzen wir wie ein Bulldozer durch das Dickicht, lassen das Unterholz alleine mit der Kraft unserer Stimme erzittern und zeigen den Dinos wer hier Herr im Hause ist. Zwar sind diese Szenen extrem gescriptet, es gibt also kaum eine Entscheidungsfreiheit für den Spieler weil der einzig gangbare Weg fest vorgeschrieben ist, sogar die Kamera geht ihre bestimmten Wege, genau das aber sorgt für den filmreifen Eindruck dieser Szenen. Denn unter uns gesagt: Als King Kong das Leben zu verlieren ist schon sehr schwer, umgekehrt geht es als Jack umso schneller.
Die Steuerung
Jack ebenso wie Kong können wir entweder mit der bekannten Maus- und Tastaturkombination spielen, oder per angeschlossenem Joypad, wobei die Gebräuchlichsten davon bereits vorkonfiguriert sind und man praktisch dieselbe Belegung geboten bekommt wie auf den Konsolen. Doch auch bei der PC-Version gilt: Den Blick schräg schweifen zu lassen geht langsamer als horizontal und vertikal. Benutzt man hingegen die Maus ist von diesem Effekt nichts mehr zu spüren.
Bevor wir eine Waffe, egal ob Speer oder Gewehr, benutzen können, muss erst die linke Schultertaste gezogen werden um Jack in die Wurf- bzw. Schussposition zu bringen. Erst dann können wir mit der rechten Schultertaste auslösen, die ansonsten zum Greifen benutzt wird. Hierbei ist zu erwähnen, dass das Greifen und der Schlag ein und dieselbe Funktion sind, was sich schlicht danach richtet wonach wir greifen. Halten wir beispielsweise einen Knochen in der Hand können wir jederzeit nach einem Stock greifen, umgekehrt aber bleibt der Stock in unserer Hand ohne nach dem Knochen zu greifen. Das setzt sich mit den Waffen fort, die den Stock bzw. den Knochen ersetzen. In der Praxis funktioniert dieses System sehr gut, bis auf wenige Situationen in denen zu viele Gegenstände aufeinandertreffen. Denn liegen eine Waffe und ein Speer direkt nebeneinander und wir sind bereits im Besitz einer anderen Waffe, können wir mit dem Greifen-Feature lediglich die jeweils am Boden liegende Waffe greifen, nicht aber den Speer, obwohl man Speer und Waffe gleichzeitig tragen kann.
Technisches
Herrliche Wettereffekte
Im Grunde handelt es sich bei King Kong um ein Action-Adventure welches man meist aus der Egoperspektive spielt. Trotzdem schafft es der Titel einen von der ersten Minute an zu fesseln, was zum einen an der einmaligen Inszenierung wirklich jeder einzelnen Minute im Spiel liegt, sowie auf der anderen Seite an der herrlichen Integration der Gameplay-Elemente. Allen voran die Multifunktionalität der Stöcke und Knochen sind es die einem schnell ins Blut übergehen und man sie sodann schon mehr intuitiv benutzt als darüber nachzudenken. Das ist es was einem so an dem Spiel fasziniert, das Gefühl sich tatsächlich durch den unwirtlichsten aller Dschungel dieser Welt zu schlagen.
Die Soundkulisse bietet uns nicht nur die vom Film bekannte orchestrale Beschallung, auch dürfen wir uns über die Originalstimmen der Filmschauspieler freuen, die viel Gebrauch von ihrem Sprachorgan machen. Richtig beeindruckend aber wird es erst wenn uns der König des Dschungels selbst direkt seinen schlechten Atem spüren lässt oder einer der Dinos seine zwei Zahnreihen präsentiert, während sich der Dschungel unter der Last seiner Lunge zu biegen scheint. Denn besonders lautes Geschrei der Tiere wird auch noch optisch unterstützt, was ganz besonders gelungen ist.
Doch auch grafisch erlaubt sich das Spiel kaum Ausreißer und begeistert besonders mit dem gelungenem Leveldesign, welches man zwar durchaus und kritisch als Einbahnleveldesign bezeichnen darf, dafür eines der ganz besonders gelungenen Sorte. Denn auch wenn uns praktisch immer nur ein gangbarer Weg zu Füßen gelegt wird hat man doch nur selten das Gefühl sich durch ein Tunnel zu bewegen. Viel zu detailliert fielen die einzelnen Stellen des Spiels aus und viel zu einmalig wurde jede einzelne Örtlichkeit inszeniert. Einzig an den Farben hat man etwas gespart, wohl um das düstere Setting von Skull Island besonders hervorzuheben. Doch auch die späteren Szenen in New York glänzen nicht unbedingt wegen ihrer Farbvielfalt. Und wenn wir ganz besonders kritisch sind, fällt uns auch auf, dass bis auf die verschiedenen Auflösungen praktisch kein grafischer Unterschied zwischen den diversen Konsolenvarianten und dem PC festzustellen ist. So sieht die PC-Version praktisch exakt so aus wie auch die Xbox oder die Gamecube-Variante, gerade mal die Framerate scheint etwas zu variieren und der PC bietet uns natürlich eine höhere Auflösung. Einziger Unterschied zwischen den genannten Versionen ist die Abwesenheit des Cinemascope-View auf dem PC, auf die man aber gut verzichten kann weil sie einem viel zu viel Sicht wegnimmt um noch vernünftig spielen zu können. Wem das allerdings nicht stört, der erhält im Laufe des Spiels noch weitere "Filter" die man über das Bild legen kann. Der "alte Film"-Filter beispielsweise lässt das Spiel wie auf geschundenem Celluloid aussehen, so mit Knickstreifen und Staubablagerungen. Etwas befremdet hat uns nur, dass ausgerechnet am PC die Charaktere gerne im Boden versinken und erst bei den Knien beginnen, sowie ab und zu an irgendwelchen Ecken hängen bleiben. Das Versinken der Figuren stört das Gameplay zwar nicht, wenn sie aber irgendwo stecken bleiben obwohl sie ein Gespräch mit uns führen sollten, ist das schon etwas ungünstig.
Re: King Kong
Faldir - 18.03.2006, 15:25
hi leute,wow langer bericht joini!
ich find das spiel jedenfalls klasse!
obwohl die spieldauer etwas jurz war! naja
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum Schwarzes Brett Forum
Supreme Commander - gepostet von [SKz] joini am Dienstag 20.02.2007
Wie findet ihr Battlefield2? - gepostet von [NGF]joini am Freitag 05.05.2006
Mehr Oblivion Videos!!! - gepostet von [NGF]joini am Samstag 15.04.2006
Ähnliche Beiträge wie "King Kong"
king_louie - king_louie (Dienstag 02.01.2007)
"Sec-KinG" Rapper der GEIL aussieht ^^ - RePlay (Freitag 27.04.2007)
skull und king - norcim (Sonntag 30.04.2006)
Tauriflausch - Shanoo (Mittwoch 04.02.2009)
Ich King Jack bin ein kleines dummes Kind!!! - mich (Samstag 18.03.2006)
da king - deedeldoo (Donnerstag 13.04.2006)
Shamen King - kagomechan (Dienstag 29.05.2007)
Der einzig wahre King - King Aslan (Dienstag 24.10.2006)
stapel vs Cronk at King of the Cage - Nixon (Montag 30.07.2007)
King Kong - JaxButcher (Samstag 14.01.2006)
