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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: [SKz] joini Forum: Schwarzes Brett Forum Forenbeschreibung: Guckt einfach mal rum!! Und schreibt was rein!!!! aus dem Unterforum: Alle anderen Games Antworten: 3 Forum gestartet am: Mittwoch 01.02.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: F.E.A.R. Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 11 Monaten, 13 Tagen, 22 Stunden, 18 Minuten
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Re: F.E.A.R.
[SKz] joini - 20.02.2006, 22:24F.E.A.R.
Mit F.E.A.R. lehren die kreativen Entwickler von Monolith Productions den PC-Spielern endlich mal so richtig das Fürchten. Auch wenn das Spiel gleich mehrere Asse im Gameplay-Ärmel hat, so ist es doch der einzigartige Horror, der aus diesem Egoshooter etwas ganz Besonderes macht.
Wenn man Mitglied der Elite-Einheit "First Encounter Assault and Recon" (F.E.A.R.) ist, muss man schon ein ganz besonders zäher Bursche sein. Die Jungs legen sich nämlich nicht nur mit schießwütigen Soldaten aller Art an, sondern untersuchen zudem auch noch paranormale Phänomene jenseits der menschlichen Vorstellungskraft. Doch der anstehende Auftrag soll selbst den erfahrenen Geisterjägern der F.E.A.R.-Truppe das Fürchten lehren: Ein gewisser Paxton Fettel ist in der Forschungsabteilung der Armacham Corporation Amok gelaufen und hat zudem auch noch an den blutigen Überresten der Sicherheitsleute Geschmack gefunden. Und in der gut bewachten Firmenzentrale ist noch weit mehr im Gange als man Anfangs vermuten könnte: Dieser ominöse Mr. Fettel verfügt offenbar über ganz besondere Kräfte und kann unter andrem die geklonte Privatarmee der Firma alleine mit seinen kranken Gedanken kontrollieren. Außerdem spielt ein kleines Mädchen mit langen schwarzen Haaren namens Alma eine besonders wichtige Rolle und begleitet euch durch weite Teile des Spiels als geisterhafte Erscheinung der übernatürlichen Art. Was die ferngesteuerte Spezialeinheit unter Fettels Kommando eigentlich will und was das Ganze mit dem kleinen Mädchen zu tun hat, erfahrt ihr im Laufe dieses fulminant inszenierten Horrortrips.
Anhaltende Gänsehaut inklusive
Selbstverständlich schlüpft ihr bei dieser äußerst komplexen Angelegenheit in die Rolle eines hoch qualifizierten Hightech-Soldaten, der nicht nur namenlos ist, sondern auch während des gesamten Spiels kein einziges Wort verliert. Wie schon bei manch anderem Genrevertreter soll dies dabei helfen, ein glaubwürdiges "Mittendrin-Gefühl" zu schaffen. Mit Erfolg, denn bei "F.E.A.R." ist der Name selbstverständlich Programm und ihr werdet während des Spielens die Maus nicht nur einmal vor Schreck verreißen. Das Spiel kommt zwar zu großen Teilen wie ein typisch-martialischer Militär-Shooter daher, hat aber an einigen Stellen derart fiese Schock- und Gruselsequenzen auf Lager, dass man hier zurrecht von einem Horror-Ego-Shooter sprechen kann. Das kleine Mädchen auf dem Cover des Spiels verrät schon viel über den Stil dieses Horrors, denn ganz offensichtlich waren auch die Entwickler große Fans der immer populärer werdenden japanischen Gruselstreifen im Stil von "The Ring" oder "Dark Water". In "F.E.A.R." erschrecken euch keine Zombies, die unerwartet aus dem Wandschrank purzeln, sondern echte Schockeffekte, die wie sekundenlange Alpträume immer wieder mitten ins normale Spielgeschehen eingestreut werden. Doch trotz jeder Menge Pixelblut bleibt der Horror die meiste Zeit eher subtil: Plötzlich flackert das Licht und man seht in einiger Entfernung eine Gestalt schemenhaft auftauchen und sofort wieder verschwinden. Überwachungsmonitore zeigen für Sekundenbruchteile das Bild des Mädchens und wenn im Fahrstuhl plötzlich das Licht ausgeht, sollten nur die mutigsten Spieler unter euch die Taschenlampe einschalten. Auch wartet hinter so mancher Tür eine beklemmende Traumsequenz, die mit blutüberströmten Krankenhaus-Korridoren und schrecklich verzerrten Schreien hinter OP-Türen bleibende Bilder in den Kopf des Spielers zaubern. Das ist überhaupt das passende Stichwort, denn einige dieser Schockeffekte bleiben tatsächlich hängen und sorgen auch noch am Tag nach der durchzockten Nacht für unerwartete Gänsehaut und manch kaltem Schauer auf dem Rücken.
Shooter-Gameplay mit dem gewissen Extra
Obwohl die F.E.A.R.-Jungs häufig mit paranormalen Phänomenen zutun haben, schwingen sie fast keinerlei futuristische Waffen wie man es vielleicht von Geisterjägern erwarten könnte. Die Baller-Action läuft sogar ziemlich routiniert ab und bietet eine ganze Reihe bekannter Waffen wie Pistolen, große und kleine Sturmgewehre und natürlich das obligatorische Schrotgewehr. In die Schlacht zieht ihr fast ausschließlich gegen die von Oberbösewicht Fettel kontrollierten Klon-Soldaten, hin und wieder wartet auch ein dicker Brocken im Super-Panzer oder ein zweibeiniger Kampfroboter auf euch. Später werden die Fieslinge immer technisierter, auch fliegende Überwachungsdrohnen mit Lasergeschützen stehen dann auf dem Programm. Da alle Gegner über eine außerordentlich gute Intelligenz (mehr dazu gleich) verfügen, kann man sich in "F.E.A.R." nicht nach Doom-Vorbild durch einfach anstürmende Gegner ballern: Ihr müsst gezielt die schützende Deckung suchen, eingesammelte Verbandskästen im richtigen Moment benutzen und auch die Umgebung geschickt in den Kampf mit einbeziehen. Da entpuppt sich schon mal ein Feuerlöscher, ein Stromverteiler oder eine Gasleitung an der Wand als lebensrettend, wenn man damit aus sicherer Entfernung die ahnungslosen Feinde in Rauch aufgehen lässt. Doch in diesem Spiel seid ihr ausnahmsweise auch aus nächster Nähe eine gefährliche Kampfmaschine: Ein ganzes Repertoire aus verschiedenen Faustschlägen und Fußtritten macht mit den Gegnern nach einer entsprechenden Tastenkombination auch im Zweikampf kurzen Prozess.
Das wichtigste Feature in Sachen Kampf ist allerdings die überzeugende Slow-Motion-Technik: Da der Protagonist genetisch und kybernetisch ordentlich aufgepeppt wurde, kann er sich für kurze Zeit mit ganz besonders flinken Manövern auf seine Feinde stürzen und somit auch in brenzligen Situationen die Oberhand gewinnen. Vergleichen lässt sich das Ganze sehr gut mit der "Bullet-Time" aus "Max Payne", nur dass sich in "F.E.A.R." die dazugehörige Anzeige wesentlich schneller wieder auflädt. Wechselt man per Tastendruck in die Slow-Motion, wird das Bild mit zahlreichen Effekten aufgewertet und ihr seht jede einzelne Kugel wunderschön animiert durch die Luft rauschen. Auch Glasscherben und Splitter bleiben dann in der Luft stehen und machen diese Sequenzen nicht nur spielerisch, sondern auch optisch zum absoluten Hochgenuss. Die Gegner haben währenddessen natürlich nicht gut lachen und segeln nach einem Treffer realistisch im Ragdoll-Verfahren durch die Luft, was diesen Szenen zusätzlich einen gewissen Hollywood-Charakter verleiht.
Erschreckend gut: Die KI der Gegner
Einer der größten Pluspunkte dieses Spiels ist ganz eindeutig die KI der computergesteuerten Gegner: Noch nie haben wir uns derart glaubhaft von unserem PC bedroht gefühlt und noch nie haben Bösewichte in einem Computerspiel dermaßen raffiniert agiert. Die feindlichen Soldaten weichen nicht nur euren Schüssen geschickt aus und suchen selbstständig Deckung - sie springen sogar durch Fenster, über Absperrungen und haben verblüffend gute Flankenmanöver auf dem Kasten. Auch sollte man den gerne auch in der Gruppe agierenden Burschen niemals zu nahe kommen, da man sonst sofort ein paar saftige Nahkampf-Schläge kassiert und kurzzeitig nicht mehr richtig zielen kann. Selbst auf die an vielen Stellen unentbehrliche Taschenlampe reagiert die KI äußerst allergisch und nimmt euch sofort taktisch versiert unter Dauerfeuer. Natürlich sorgen derart überzeugende Computergegner auch für einen saftigen Schwierigkeitsgrad und nicht selten wird man ziemlich kalt von der falschen Seite erwischt. Doch immer dann kommt das genau aus diesem Grund vorhandene Slow-Motion-Feature zum Einsatz und rettet euch ein weiteres Mal vor der erschreckend gut programmierten Intelligenz der Feinde. Wer übrigens den jederzeit veränderbaren Schwierigkeitsgrad des Spiels auf "Einfach" stellt, bekommt einen kostenlosen Ausflug in die Vergangenheit des Genres beschert: Auf dieser Spielstufe verhalten sich die Gegner genau so berechenbar und langweilig, wie man es seit vielen Jahren von Shootern aller Art gewohnt ist. Die Zukunft hat F.E.A.R. bereits erfolgreich beeinflusst: Ab sofort müssen sich kommende Genrevertreter in Sachen KI an diesem Meilenstein messen lassen.
Kleine Taschenlampe brenn'
Wie schon bei "Doom 3" spielt auch in "F.E.A.R." die Taschenlampe eine tragende Rolle. Viele dunkele Ecken wollen ausgeleuchtet werden und nicht selten verstecken sich darin hilfreiche Gesundheits-Upgrades, aber auch manch unerwarteter Schock-Effekt. Das Leveldesign ist sehr detailverliebt ausgefallen und ganz besonders die unzähligen Büros, in denen ihr euch mit den feindlichen Soldaten bekriegt, sind mehr als authentisch eingerichtet worden. Allerdings gibt es in Sachen Leveldesign auch etwas zu meckern: Obwohl die Gebäude äußerst schön und ansprechend gestaltet sind, hat man bereits nach den ersten vier Spielstunden allmählich genug davon. Vieles sieht sich einfach zu ähnlich und an einigen Stellen muss man deshalb auch damit rechnen die Orientierung zu verlieren. Zwar wechselt die Umgebung im Spielverlauf von Forschungslabor über Bürogebäude bis hin zu einer verlassenen Altstadt, genügend Abwechslung wird aber leider trotzdem nicht geboten. Einige dieser Passagen ziehen sich einfach viel zu lange hin und lassen trotz gigantischem Grafik-Feuerwerk irgendwann auch etwas Langeweile aufkommen. Vielleicht kommt dieser Eindruck aber auch vom durchgängig sehr linearen Spielablauf: Alternative Wege oder besonders verwinkelte Abzweigungen sucht man leider vergebens. Trotzdem stimmt die durch zahlreiche Grusel-Einlagen erzeugte Atmosphäre und auch wenn sich viele Türen in diesem Spiel mehr als ähnlich sehen, hat man bis zu letzt Angst davor sie zu öffnen.
Geisterjagd im Internet: Der Mehrspielermodus
Wer nach ca. 10-12 Stunden mit dem packenden Einzelspieler-Abenteuer fertig ist, darf sich in den integrierten Mehrspielermodus stürzen. Hier können sich bis zu 16 Spieler gleichzeitig auf insgesamt acht verschiedenen Maps bekämpfen. In Sachen Spielmodi erwarten euch bekannte Varianten wie "Deathmatch", "Team Deathmatch", "Elimination" und "Capture the Flag". Der Clou dabei ist jedoch, dass es jeden Spielmodus auch in der Slow-Motion-Version gibt und die Spieler somit auch online auf dieses einmalige Feature zurückgreifen können. Während unseres kurzen Ausflugs auf die bereits zahlreich vorhandenen Server funktionierte alles reibungslos - ganz besonders waren wir vom hilfreichen HUD des Spiels begeistert, da man somit jederzeit genau verfolgen kann, wo beispielsweise die Teammitglieder oder auch die Fahne des Gegners stecken.
Der Rechner am Limit: Die Technik
Neben guter Story und einem überzeugenden Gameplay muss ein moderner Shooter vor allem eines bieten: Eine Grafik, die selbst den härtesten Hardware-Freaks ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Damit kann "F.E.A.R." auf jeden Fall dienen, denn die spektakulären Effekte werden mit modernstem Per-Pixel-Lighting, Shadow Volumes, Normal Mapping und Shader-Nutzung auf dem Bildschirm gezaubert. Ganz besonders in den Slow-Motion-Sequenzen dreht die Optik bis zum Limit aktueller Grafikkarten auf und sorgt, zusammen mit der Havok-Physikengine, für ein bombastisches Pixel-Feuerwerk. Natürlich findet die preisgekrönte Havok-Engine nicht nur in den Kämpfen Verwendung, sondern lässt auch jeden beliebigen Einrichtungsgegenstand absolut realistisch umfallen, zerspringen oder durch die Luft segeln. Um all diese Effekte auf höchstem Niveau genießen zu können, sollte schon eine Grafikkarte der neusten Generation in eurem Rechner ihr Werk verrichten. Unser Testsystem bestand aus einem Athlon 64 X2 3800 Prozessor, einer Geforce 7800 GTX und 1 GB RAM. Darauf lief "F.E.A.R." mit maximalen Details und 4x Antialiasing im Schnitt mit 40 Bildern pro Sekunde. Wer auf die Hardware-Kantenglättung verzichten kann, bekommt natürlich nochmals einen ordentlichen Leistungsschub.
Doch "F.E.A.R." hat nicht nur optisch einiges auf dem Kasten, es besticht auch durch ein ganz besonderes Klangerlebnis. Zusätzlich zu den markigen Waffengeräuschen dröhnt nämlich kein richtiger Soundtrack aus den Boxen, sondern sehr stimmungsvolle Sphärenklänge, die jede dunkle Ecke gleich doppelt so gruselig werden lassen. An einigen Stellen kommen zwar auch ein paar Melodien ins Spiel, grundsätzlich bleibt der Soundtrack allerdings im Hintergrund, sorgt aber dennoch für eine enorm gute Atmosphäre.
Re: F.E.A.R.
[SKz] joini - 13.04.2006, 12:29
hier gibts auch eine Demo dazu:
Singleplayer:
http://www.4players.de/4players.php/download_start/PC-CDROM/Download/44597.html
Re: F.E.A.R.
[SKz] joini - 13.04.2006, 12:49
Multiplayerdemo:
http://www.sierra.com/downloadfile.do?gamePlatformId=1833&mediaid=15456
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