Black & White 2

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    Re: Black & White 2

    [SKz] joini - 20.02.2006, 22:26

    Black & White 2
    Nach dreijähriger Wartezeit ist es endlich soweit: Der Nachfolger zum hoch gelobten, aber im Nachhinein auch stark kritisierten „Black & White“ kommt in die Läden. Mit viel Inspiration aus dem Genre der Echtzeitstrategie will Peter Molyneux die Probleme des Vorgängers ausbügeln. Macht der zweite Teil des legendären Götterspiels tatsächlich alles richtig?




    Auf den ersten Blick ist "Black & White 2" seinem Vorgänger und damit dem unverwechselbaren Götter-Gameplay von Peter Molyneux treu geblieben: Immer noch spielt ihr einen allmächtigen Gott, der sein anfangs noch sehr kleines Volk durch große Schlachten und schließlich an die Spitze der Weltmacht führen muss. Immer noch baut ihr eure Stadt und damit euer göttliches Einflussgebiet aus, beordert deren Einwohner Rohstoffe zu sammeln und erzieht nebenbei noch eure magische Kreatur, die mehr oder weniger einen Spiegel eurer individuellen Spielweise darstellt. Doch ganz im Gegensatz zum ersten Teil macht "Black & White 2" nun einen gewaltigen Schritt in Richtung Echtzeit- und Aufbaustrategie. Außerdem teilt einem das Spiel endlich sehr vorbildlich mit, was das nächste Ziel ist, was sich die Dorfbewohner von ihrem Gott wirklich wünschen und wie es um den Gemütszustand der launischen Kreatur bestellt ist.

    Der himmlische Städteplaner




    Für das Spielelement der Aufbaustrategie steht euch nun ein überaus hilfreiches und auskunftsfreudiges Stadtzentrum zur Seite, welches nicht nur die aktuellen Bedürfnisse der Einwohner sofort visualisiert, sondern auch noch das im Moment am nötigsten gebrauchte Gebäude zum Bau offeriert. Wer den Wünschen seiner Schützlinge also Folge leisten will, braucht dieses Bauwerk nur noch aufzuheben und an geeigneter Stelle zu platzieren. Wer über dies hinaus noch mehr über sein Volk wissen möchte, muss nur mit der Maus für ein paar Sekunden auf dem Stadtzentrum verweilen und schon befördern zahlreiche Popup-Fenster jede erdenkliche Information ans Tageslicht. Auch ist es nun endlich möglich richtige Straßen zu bauen und damit den Siedlungen und Städten ein ansprechendes Gesicht zu geben. Eine effiziente Städteplanung und Anordnung der Häuser wirkt sich deutlich auf eure Beliebtheit als Gott und damit auch auf den stetig wachsenden Einflussbereich in der Spielwelt aus. Im Spielverlauf sammelt sich durch erfüllte Aufgaben (Ja, es gibt sogar ein Questlog!) immer mehr Tribut auf dem Götterkonto an, womit ihr immer wieder neue Gebäude und Gegenstände einkaufen könnt. So freuen sich die fleißig herumwuselnden Jünger bald über einen Friedhof, eine schmucke Straßenbeleuchtung, ein Sägewerk und sogar ein Altersheim. Geschickte Städtebauer, die nicht nur auf die grundlegenden Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen, sondern auch mit zahlreichen Verschönerungen und sozialen Einrichtungen nicht sparen, erhalten schon bald nützlichen Besuch: Feindliche Siedlungen werden von großartigen Städten angelockt und laufen ganz automatisch nach einer Zeit zu euch über. Im Stadtzentrum könnt ihr sogar jederzeit genau verfolgen, wie viel zusätzliches Ansehen eure Stadt benötigt, um die nächste friedliche Übernahme einzuleiten. Dies gilt übrigens auch für die Hauptstadt eures jeweiligen Feindes: Wer dem Weg des Lichts voll und ganz treu bleibt, muss lediglich seine Stadt immer schöner werden lassen und früher oder später habt ihr auch den stärksten Gegner von eurer Göttlichkeit überzeugt und damit eine weitere der acht Inselwelten erobert.

    Kriegsspielchen mit Tücken




    Soweit gleicht das Gameplay dem Vorgänger fast haargenau, doch feindliche Siedlungen können in "Black & White 2" nun endlich auch von einer Armee erobert werden. Dazu benötigt eure Stadt lediglich eine Waffenkammer und schon können mehrere Armeen mit simplen Mausklicks ausgehoben und an beliebiger Stelle auf der Weltkarte positioniert werden - ein abschließender Klick auf ein gegnerisches Stadtzentrum genügt und schon gehört das Dörfchen euch. Natürlich wird der Computer-Gegner solche Aktionen nicht auf sich sitzen lassen und schon bald versuchen, dass Dorf mit einer eigenen Armee zurück zu erobern. Für solche Fälle lohnen sich der Bau einer dicken Mauer und die Positionierung von ein paar Bogenschützen darauf. Auch eure göttliche Kreatur kann zum Soldaten umerzogen werden und greift anstürmende Feinde in Sichtweite automatisch an. Um jedoch die gegnerische Hauptstadt selbst einnehmen zu können, bedarf es etwas mehr strategischer Planung. Denn auch der Gegner baut Mauern, welche von Belagerungswaffen oder der Kreatur erst mal eingerissen werden müssen. Danach steht meist noch ein gewaltiger Kampf zwischen den beiden Armeen auf dem Programm, bis ihr schließlich das Stadtzentrum erobern könnt. Doch große Armeen fallen in „Black & White 2“ ausnahmsweise nicht vom Himmel: Jeder einzelne Soldat wird aus der Bevölkerung der Stadt rekrutiert und muss somit auch erst einmal geboren werden. Wer also große Armeen haben möchte, muss einige Zeit zuvor auch viele „Brüter“ zuweisen um für eine entsprechend hohe Geburtenrate zu sorgen. Und viele Familien benötigen natürlich auch viel zu essen und außerdem ein Dach über dem Kopf, was ebenfalls entsprechende Handlungen von euch verlangt. Bis man also endlich eine riesige Armee vor den Toren der Stadt aufstellen kann, müssen erst einmal die Stadt auf Vordermann gebracht und deren Einwohnerzahl drastisch erhöht werden.




    Die Lionhead Studios haben diesmal versucht ein vollwertiges Echtzeit-Gameplay zu integrieren, um somit den Ansprüchen der zahlreichen Genrefans gerecht zu werden. Zwar spielt sich „Black & White“ nun wesentlich angenehmer als der Vorgänger, doch zieht man den direkten Vergleich mit einem „echten“ Echtzeitstrategiespiel, werden die Schwächen mehr als offensichtlich: Mit lediglich zwei verschiedenen Einheiten-Typen (Infanterie und Bogenschützen) mangelt es den kriegerischen Jüngern schlichtweg an taktischer Vielfalt. Zwar kommen später noch Belagerungswaffen hinzu und ihr könnt mit mächtigen Zaubern jederzeit selbst in den Kampf eingreifen, doch grundsätzlich gewinnt einfach die Armee, die zahlenmäßig überlegen ist. Auch steigen einzelne Kampfverbände mit ihrer Erfahrung im Laufe der Zeit auf, spielerisch macht dies kaum einen nennenswerten Unterschied. Ist eure Armee dann doch einmal unterlegen oder wird von einem feindlichen Mythenwunder innerhalb von ein paar Sekunden zerschlagen, ist der Weg bis zum nächsten Angriff äußerst mühselig und langweilig, da zuvor erst einmal neue Soldaten geboren werden und heranwachsen müssen. Persönlich lag uns alleine schon aus diesem Grund die friedliche Eroberung der Inselwelten mehr, da man auf diese Weise wesentlich unkomplizierter und vorausschauender spielen kann. Erst wenn man seine Kreatur zur fiesen Kampfmaschine erzogen hat und auf ein zerstörerisches Repertoire an Zaubersprüchen zurückgreifen kann, solle man es noch einmal mit der „bösen“ Spielvariante versuchen.


    Pelziges Tamagotchi inklusive




    Nach wie vor besteht das enorm tiefgängige und facettenreiche Gameplay von "Black & White 2" zu großen Teilen auch aus der Erziehung der so genannten Kreatur. Wie schon im Vorgänger habt ihr zu Beginn des Spiels die Wahl zwischen Affe, Löwe, Wolf und Kuh, welche sich je nach Spielweise zu biestigen Ungetümen entwickeln oder aber auch gutmütige Lichtgestalten werden können. Da die Kreatur zu Beginn des Spiels noch ein unbeschriebenes Blatt darstellt, benötigt sie eine gute Erziehung, die sich durch simple Gebote und Verbote schnell und einfach bewerkstelligen lässt. Der Nachfolger bietet in diesem Zusammenhang endlich auch übersichtliche und hilfreiche Verbesserungen: Will euer Schützling beispielsweise gerade einen Menschen fressen, fragt er ganz unschuldig, ob dies für euch in Ordnung ist. Bekommt der Kleine als Antwort ein paar saftige Ohrfeigen, weiß er genau was Sache ist. Eine Anzeige über dem Kopf der Kreatur verrät euch dabei auf einen Blick, ob die Erziehungsmaßname gefruchtet hat - wer natürlich mit Streicheleinheiten antwortet, erzieht den kleinen Racker schnell und einfach zum fiesen Menschenfresser. Auf diese Weise bringt man der Kreatur in Windeseile die wichtigsten Grundlagen bei und erzieht sich ganz nebenbei eine unbezahlbare Hilfe für den Götter-Alltag: Ein gut ausgebildeter Schützling muntert schlecht gelaunte Dorfbewohner durch Tanzeinlagen auf, hilft bei der Ressourcenbeschaffung, packt beim Häuserbau mit an und verteidigt die Stadt gegen feindliche Armeen. Zudem kann man seinem Freund mit verdienten Tribut-Punkten eine Spezialisierung auf einem dieser Gebiete beibringen oder ihn auch mit ein paar praktischen Zaubersprüchen noch stärker werden lassen. Entdeckt die Kreatur dann beispielsweise eine stark angeschlagene Armee, wirkt sie an eurer Stelle einen rettenden Heilzauber auf die verwundeten Soldaten. Durch den Einsatz verschiedener Halsbänder kann die Kreatur auch zu momentan besonders wichtigen Tätigkeiten verpflichtet werden - sie verliert dann allerdings immer mehr von ihrem freien Willen und wird zum deprimierten Sklaven.

    Einfach anklicken und sofort loslegen




    Ein Spiel von Peter Molyneux zeichnet sich neben dem unverwechselbaren Götter-Gameplay in erster Linie auch durch eine einfache und intuitive Steuerung aus. Um "Black & White 2" spielen zu können, muss man eigentlich nur wissen, dass man mit der linken Maustaste interagieren und mit der rechten navigieren kann - schon lenkt man sein Volk unbeschwert auch durch die schwersten Aufgaben. Im Vergleich zum Vorgänger hat man diesmal aber nicht auf ein zusätzliches Interface verzichten können: Ab sofort findet ihr per Klick oder Druck auf die F-Tasten am unteren Bildschirmrand ein mehrseitiges Interface, welches die verfügbaren Bauwerke der Stadt beherbergt, neue Gebäude zum Kauf anbietet, über offene Aufgaben informiert und natürlich auch auf die Erziehung der Kreatur eingeht. Hilfreiche Buttons am Bildschirmrand bringen euch zudem per Mausklick sofort zu den verschiedenen Stadtzentren und Armeen, außerdem gibt euch ein nützliches Mini-Interface am Himmel nun auch die Macht über Tag und Nacht. Kämpferische Naturen freuen sich zudem über die Möglichkeit einzelne Armeen miteinander verketten zu können, denn so muss man nur noch einen einzigen Kampfverband dirigieren und der Rest folgt ganz brav hinterher.

    Dem altbekannten Spielablauf treu geblieben




    Zwar zieht sich diesmal auch eine zentrale Geschichte rund um die Völker der Griechen, Azteken und Japaner wie ein roter Faden durch das Spiel, der Missionsablauf bleibt dem Vorgänger aber weiterhin treu: Verschiedenfarbige Schriftrollen verkörpern entweder optionale Zusatzaufgaben, hilfreiche Tutorials oder den Beginn eines gänzlich neuen Spielabschnitts. Auch reist ihr nach bekanntem Muster über acht verschiedene Inselwelten immer weiter der letzten großen Auseinandersetzung mit den Azteken und deren Göttern entgegen. Es bleibt euch also wieder selbst überlassen, ob ihr ein aufgebautes Land bis zur letzten Teilaufgabe fertig spielt, oder bereits etwas früher durch ein Portal in die nächste Mission springt. Grundsätzlich muss zuvor aber erst einmal die Hauptstadt des Gegners eingenommen werden – entweder durch den friedlichen Bau einer historisch schönen Großstadt oder aber durch den Angriff mit einer vernichtenden Armee. Obwohl sich dieses Gameplay durch das gesamte Spiel zieht, bleiben alle acht Inselwelten attraktiv, da man mit erspieltem Tribut auf ständig neue Gebäude, Zaubersprüche oder sogar Wunder zurückgreifen kann. Wer also den ohnehin angenehmeren Weg der friedlichen Welteroberung wählt, dürfte während der ca. 12-stündigen Spielzeit gut und abwechslungsreich unterhalten werden.

    Eine wahrlich göttliche Grafik




    Neben den Änderungen in Sachen Gameplay, stellt die offensichtlichste Neuerung des Spiels die vollständig neu entwickelte Grafik dar. Vor drei Jahren war Black & White bereits ein regelrechter Hardwarefresser mit entsprechender Bombast-Grafik und dies gilt dank der neuen Optik glücklicherweise auch heute noch. Zwar kann man "Black & White 2" mit heruntergeschraubten Details auch auf einem älterem System spielen, ihre wahre Pracht entfaltet die enorm detailverliebte Hammer-Optik aber erst mit den Grafikkarten der neusten und kommenden Generation. Noch immer begeistern vor allem die gigantischen Zooms von der Wolkendecke aus bis auf die einzelnen Käfer und Blüten im Gras der Wiesen. In den Städten kann man den Menschen jederzeit über die Schulter schauen oder aber vom Himmel aus Armeen und Kreatur über weite Strecken hinweg befehligen. Da man die Kamera völlig frei und auch sehr einfach bewegen kann, macht es einfach Spaß auch mal für kurze Zeit dem wuseligen Treiben der Dorfbewohner aus nächster Nähe beizuwohnen. Und auch wenn man sich Ähnliches von jedem neuen Grafik-Meilenstein anhören muss: Die Wasser- und Feuereffekte sind in „Black & White 2“ einfach sensationell und ergeben zusammen mit der kinoreif animierten Kreatur und mit der grenzenlosen Weitsicht über die gesamte Insel ein absolutes Vorzeigespiel für die Grafik der kommenden Generation.

    Die deutsche Lokalisierung ist, wie für ein Spiel von Electronic Arts üblich, sehr vorbildlich gelungen. Ganz besonders eure beiden ständigen Begleiter, das Engelchen und das Teufelchen, sind nicht nur prächtig animiert, sondern haben auch viele witzige Sprüche auf Lager und geben gerade zu Beginn des Spiels viele hilfreiche Tipps. Das üppig ausgefallene Tutorial mit den beiden kann übrigens nach dem Einspielen eines Patches, welcher am Verkaufstag veröffentlicht wird, in Zukunft auch übersprungen werden. In Sachen Musik tönen zwar an einigen Stellen im Spiel aufwendig produzierte Orchester-Töne aus den Boxen, doch die meiste Zeit bleibt „Black & White 2“ ziemlich stumm - etwas mehr stimmungsvolle Untermalung hätte sicherlich nicht geschadet.



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