Harry Potter und das Auge des Tigers ~*2*~

Harry Potter
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    Re: Harry Potter und das Auge des Tigers ~*2*~

    Lilian Rose - 02.02.2006, 15:15

    Harry Potter und das Auge des Tigers ~*2*~
    Alsooo... Diese FF is auch auf HP Fans zu lesen, aba da hab ich schon den 5. Teil on.


    Das ist meine erste FF also bewertet nicht zu hart! Sie ist zwar nicht die tollste und ich könnte mein Sinchenspätzchen nie schlagen, aber ich dachte ich stell sie einfach on. In diesem Chap wird ziemlich viel erklärt, das hab ich so gemacht wegen meinem kleinen Cousin der jetzt Harry Potter sagen kann. Ich widme sie ihm und meinen allerbesten Freunden, die mit mir und dem Stein in diese Welt gedrungen sind. Übrigens danke Robin für den tollen Einfall mit der Wette!

    Titel: Harry Potter und das Auge des Tigers
    Autor: (Leider) Ich
    Genre: Romantik und Abenteuer
    Altersbeschränkung: -
    Pairings: Weiß ich noch net. Eigentlich Harry-Hermine aber ich bin grad dabei mich für Harry-Ginny und Ron-Hermine zu begeistern. Vielleicht wirds auch n Mix.
    Inhalt: Kompletter Schwachsinn :lol: Nein, also... es geht natürlich um Harry Potter (hehe, wer hätte das gedacht?) und spielt in seinem 7. Jahr. Harry hat sich entschlossen nach Bill und Fleurs Hochzeit definitiv nicht nach Hogwarts zurückzukehren, und nun gerät sein Leben außer Rand und Band. Auch seine Freunde verändern sich, und dann ist da ja noch Voldemort...

    Also, dann fang ich ma an... P.S.: Ich bin keine Künstlerin im FFs schreiben, deshalb... Und ik bin 11...

    Das Grauen des Waldes
    Es war ein ziemlich kalter Sommerabend, doch das wunderte Harry Potter nicht. Er hatte mit so viel Kälte im Herzen auf diesen Abend gewartet dass er sich fragte warum es nicht angefangen hatte zu schneien. Alles war dunkel, nur Harrys Zauberstab warf sperrlich Licht auf den Pfad auf dem er stand. Verwirrt blickte er sich um.
    Er wollte doch schon längst da sein, er hatte gesagt er würde kurz nach Sonnenuntergang hier in dem Wald in dem Harry grade frierend stand ankommen...
    Was war nur los? Hatte er etwa doch Angst vor dem kleinen Baby das er nicht besiegen konnte?
    Harry starrte angestrengt auf die Stelle zwischen den Bäumen wo der Pfad tiefer in den Wald hineinging.
    Auf einmal hörte er ein Blätterrascheln. Angst durchfuhr ihn. Was war wenn das hier eine Falle war, er Harry nur ausgetrickst hatte?
    Dumbledore meinte immer das sei nicht sein Niveau, dachte Harry in der Hoffnung sich etwas zu beruhigen, doch bei der Erinnerung an Dumbledore durchfuhr ihn ein stechender Schmerz und er hörte aufmerksam dem Rascheln der Bäume zu, durch die der Wind wehte. Dumbledore war sein Direktor auf Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, gewesen. Im letzten Jahr hatte jedoch Severus Snape, ehemaliger Lehrer für Zaubertränke und ein Jahr für Verteidigung gegen die dunklen Künste, ihn mit dem Todesfluch Avada Kedavra getötet.
    Angestrengt dachte Harry nach. Vielleicht war er an die falsche Stelle appariert?
    Nicht möglich, versuchte er sich klarzumachen.
    Er war noch nie pünktlich gekommen, stellte Harry nach reiflicher Überlegung fest. Vielleicht sollte das so eine Art Image sein. Bei dem Gedanken musste Harry unweigerlich grinsen.
    Er sah den Blättern die er im Licht seines Zauberstabs sehen konnte zu wie sie hin und her wehten. Langsam überkam ihn ungewollte Müdigkeit, was war mit ihm los?
    Als er eine Weile träumerisch auf ein besonders hübsches Blatt starrte, das wegen des aufkommenden Herbstes eines der wenigen schon rot gefärbten war, musste er an Ginny Weasley denken. Sie war die kleine Schwester von Harrys bestem Freund, Ron Weasley und dazu war sie im letzten Jahr auf Hogwarts mit Harry mehr als befreundet gewesen, die zwei waren miteinander gegangen.
    Sie hatte genau wie der ganze Rest ihrer Familie flammend rote Haare und war ziemlich hübsch. Harrys Herz machte einen leichten Hüpfer als er an sie dachte. Es waren so viele Gefühle mit ihr verbunden, Schmerz, Hoffnung...Trauer...Freude...
    Auf einmal hörte er eine Stimme...diese Stimme kannte er doch? Sie war kalt und leblos doch füllte seinen Kopf mit Lehre.  Ah...Harry Potter ist also hier...“
    Harry blickte sich erschrocken um. Da war doch niemand...
    Meister, er ist hier!“ Die Stimme war ein leichtes Zischeln. Aber das ist doch Parsel...wer zum Teufel spricht Parsel, fragte Harry in Gedanken. Parsel war die Sprache der Schlangen und es gab nur wenige, darunter Harry, die sie sprechen konnten. Augenblick...Schlangen!, dachte er. Er richtete seinen Zauberstab in Richtung Boden und erhaschte grade noch einen Blick auf das Ende einer mit Diamanten besetzten Schlange.
    Harry...wie erfreut ich doch bin dich zu sehen“ Die Stimme die das gesagt hatte kam aus dem Waldstück vor Harry, so dass er ihren Besitzer nicht sah, doch er erkannte sie sofort, da sie so verhasst von Harry war wie kaum eine andere. Wut flammte in seinem Bauch auf.
    Was willst du?“ erwiderte er ohne zu zögern.
    Oh, so böse? Hast wohl Angst vor mir hmm?“ konterte die Stimme in gespielt sanftem Ton.
    Halt die Klappe und sag warum ich auf diese scheiß Lichtung kommen soll um deinen so genannten Meister zu sehen, dann aber deine hässliche Fresse auftaucht!“ sagte Harry und musste sich zügeln um nicht zu brüllen. Er wollte den Besitzer dieser Stimme am liebsten umbringen, er wollte Rache.
    Schweig!“ dröhnte eine andere Stimme nicht weit entfernt von der ersten. Diese Stimme kannte Harry nicht, doch er ahnte dass auch der Besitzer dieser Stimme nicht auf Harrys Seite stand.
     Du hast wohl eher Angst vor mir! Spuckst hohe Töne aber zeigst dich nicht und musst sogar Verstärkung haben um gegen mich zu kämpfen!“ sagte Harry voller Hass, doch er ließ sich von Verhältnis zwei gegen einen genau so wenig einschüchtern wie von Rons Tantchen Muriel.
    Ach ja, das kennen wir ja bereits von Pottie. Versteckst wieder deinen Schiss, Potter!“ sagte die erste Stimme.
    Musst du ja grade sagen“ sagte Harry. Er hatte sich unweigerlich an Peves, einen Poltergeist aus Hogwarts, erinnern müssen als die Stimme den Namen Pottie fallen ließ, was ihn etwas aus der Fassung brachte, doch seine Stimme war ungebrochen hart wie Stahl. Wo war er? Wieso ließ er Harry so lange warten und schickte dann seinen unterbelichtetsten Untergebenen?
    Ein Rascheln war zu hören und Draco Malfoy trat auf den Pfad, genau Harry gegenüber. Er sah nicht mehr so blass aus wie im letzten Jahr, als er den Auftrag bekommen hatte Dumbledore zu töten. Damals war es ihm nicht gelungen und da Draco und Snape und ihre Todesser, seine Gefolgsleute, unter Zeitdruck gestanden hatten, hatte Snape die Aufgabe erledigt.
    Aufgabe...
    Hat dein geliebter Lord dich also verschont...“ sagte Harry spöttisch. Er kam nicht dahinter wie man einen Dummkopf wie Malfoy am Leben lassen konnte. Er gehörte weder zu den Guten, da er schuld war dass Ron und Katie Bell, ehemalige Hogwartsschülerin, fast getötet wurden, dass Dumbledore tot war und dass die Todesser nach Hogwarts eingedrungen waren, weder zu den Schlechten, da er es nicht über sich gebracht hatte Dumbledore zu töten und die vorherigen Gelegenheiten an Ron und Katie „verschwendet“ hatte.
    „Ja allerdings. Warum auch nicht? Ich habe es geschafft dass Todesser bis nach Hogwarts eingedrungen sind!“ sagte Malfoy fast schon beleidigt, doch Harry fiel der leicht nervöse Unterton auf.
    „Aber du konntest Dumbledore nicht töten. Snape hat es getan.“ sagte Harry leicht triumphierend und doch verachtend in Bezug auf Snape.
    „Ja, aber... Ach du würdest es nicht verstehen. Du bist hier um den dunklen Lord zu sehen, nicht? Dann folge mir“ sagte Malfoy.
    Harry spürte dass er das Thema mit seiner Aufgabe außen vor lassen wollte und hätte es eigentlich amüsant gefunden Malfoy damit zu quälen, doch schlagartig wurde ihm bewusst wo er eigentlich war.
    „Woher weiß ich dass das keine Falle ist?“ fragte Harry, doch kaum hatte er die Frage gestellt wusste er die Antwort: Gar nicht.
    Malfoy wusste offenbar dass Harry im Stillen selbst seine Frage beantwortet hatte denn er blieb stumm.
    Sie gingen den Pfad lang immer tiefer in den Wald und Harry überkamen auf einmal tausende von Fragen.
    Dennoch stellte er sie nicht denn es würde ihn schon sehr wundern wenn Malfoy mal sein Maul aufmachen würde, und außerdem wollte er nicht verunsichert wirken. Je tiefer sie in das Innere des Waldes drangen, desto dunkler wurde es, was Harry an den verbotenen Wald erinnerte.
    Am Rand des Pfades konnte Harry ein paar Details erkennen: zwischen den Bäumen, die dicht neben einander standen und dessen dünne Stämme sehr hoch gewachsen waren, lagen moosübersäte Äste und Steine auf der Erde und es wuchsen wild aussehende Pflanzen und eine menge Unkraut inklusive seltsam aussehendem etwas (Harry wünschte sich Hermine wäre da um ihn in ihrem besserwisserischem Tonfall über dieses Etwas aufzuklären, denn erstens kam es ihm nicht wie etwas vor das von Muggeln, nicht magischen Menschen, erschaffen oder gesehen wurde, und zweitens sah es für Harrys Augen aus wie eine Mischung der lebensgefährlichen Pflanzen die er im Unterricht bei Professor Sprout, der Lehrerin für Kräuterkunde durchgenommen hatte) aus der Erde.
    Er betrachtete Malfoys Äußeres, er sah gepflegt aus und trug einen silbernen Samtumhang, der teuer aussah aber wunderbar zu seinen Augen passte. Harry musste sich eingestehen dass Malfoy noch nie so gut ausgesehen hatte. Doch warum? Hatte Malfoy nicht vor einem Jahr noch gesagt dass sein Meister ihn umbringen würde wenn er Dumbledore nicht ermordete?
    Grade als Harry sich schwor die Sonne aufgehen zu sehen, sagte Malfoy zu einem (so weit Harry das im immer noch sperrlichen Licht seines Zauberstabs sehen konnte) Stein: „ Er ist hier.“
    Auf einmal gab der Stein ein zischendes Geräusch von sich und er fand sich auf dem Boden liegend, neben ihm Malfoy, wieder. Er stand rasch auf doch das bereute er gleich wieder, denn er wurde rückwärts von den Füßen gerissen.
    Malfoy lachte spöttisch und murmelte etwas unverständliches, was Harry für reine Zeitverschwendung hielt. Der Junge richtete seinen Blick auf seine Umgebung, doch vergeblich: Immer wenn er glaubte etwas zu sehen verschwand es wieder.
    Malfoy neben ihm hatte sich aufgerichtet ohne zu stolpern und klopfte sich den Dreck von dem Umhang, immer noch murmelnd. Nach zwei Minuten beendete er sein Selbstgespräch, wie Harry vermutete und fuhr Harry an: „Steh auf!“
    Harry sah ihn abschätzend an, sagte: „Ähm“ und betrachtete Malfoy als ob er mit einem Verrückten sprach.
    „Oh man...“ seufzte Malfoy, „Du glaubst wirklich ich hab Selbstgespräche geführt hm? So was Blindes... Der dunkle Lord hat die Gegend hier mit etlichen Schutzzaubern belegt und ich hab sie grad gebrochen. Für uns beide“ fügte er hinzu als er Harrys Miene sah.
    Harry fand die Idee Malfoy zu vertrauen schon so nicht gut, aber dann hatte dieser Idiot auch noch die Nerven ihn zu beleidigen? Harry sah Malfoy in die Augen und sah darin etwas was er noch nie gesehen und auch nie erwartet zu sehen hatte: Wahrheit. Langsam versuchte der Junge sich aufzurichten, obwohl er noch leichtes Kopfweh vom vorherigen Aufprall hatte. Als er merkte dass er nicht zurückgeworfen werden würde, richtete er sich zu voller Größe auf und fand es auf einmal ziemlich erniedrigend dass er vor Malfoy auf dem Boden gelegen hatte.
    „Und, wo ist dein Schwachkopf von Meister?“ fragte Harry Malfoy und bemerkte mit einem innerlichen Grinsen dass Malfoys Augen sich zu Schlitzen verengt hatten. Harry fiel auf dass er seinen Zauberstab, der immer noch leuchtete was bei dieser hellen Umgebung wohl nicht nötig war, mit der rechten Hand immer noch umklammerte. Leise murmelte er: „Nox“ was seinen Zauberstab zwar erlischen ließ, aber ihm einen missbilligenden Blick von Malfoy einbrachte. Harry überlegte und dann fiel es ihm ein.
    „Immer noch keine ungesagten Zauber gelernt, Potter?“ fragte Malfoy böse kichernd.
    Harry hatte das geahnt. Er hatte in aller Aufregung vergessen dass er ja auch Zauber ungesagt ausführen konnte! Entschieden begann er: „Ich kann das sehr wohl ja! Und außerdem – Moment. Wo ist denn dein Zauberstab du aleskönnender Misthaufen, häh?“ fragte Harry triumphierend. Ihm war aufgefallen dass Malfoy schon im Wald keinen Zauberstab gehabt hatte der ihm Licht spendete.
    „Das geht dich nichts an! Komm mit“ befiel Malfoy. Harry grinste frech doch er fing sich als Malfoy sich in Bewegung setzte und seinen Weg durch den „Raum“ in dem Harry nichts außer Licht sehen konnte begann.
    Bei der Aussicht auf den erneuten Fußmarsch platzte Harry der Geduldsfaden.
    „Was wird das? Wo gehen wir denn jetzt schon wieder hin? Willst du oder will dein Babyschnullertruppenanfüher mich veralbern? Oder wollt ihr mich schwächen? Mann dann wärt ihr ziemlich einfallslos... Oder wollt ihr einfach nur prahlen mit diesem beklopptem Raum! Ja ich hab’s! Der Raum wo der Babypotter nichts sieht! Juhu!!!“ Harry könnte schwören er hörte sich reif für die Irrenanstalt an, doch es war ihm egal. Diese Geheimnistuerei ging ihm langsam auf die Nerven, und nicht nur dass er ihn warten ließ, nein, Harry war auch noch gezwungen stundenlang mit Draco Malfoy durch einen Wald zu gehen in dem er nichts sehen konnte weil es so dunkel, ja fortgeschritten dunkel war, und jetzt mit ihm durch einen Raum in dem er aus irgendwelchen komplizierten Gründen die wahrscheinlich nur Hermine verstehen würde nichts sehen konnte gehen sollte! Was erwartete er denn? Dass Harry anfing Wanderlieder zu singen?!
    „Erst mal: Ich und mein „Babyschnullertruppenanfüher“ wollen dich nicht veralbern. Zweitens: Wir sind hier an einem magisch geschützten Ort oder denkst du der dunkle Lord verrät jedem sein Versteck? Drittens: Das hier soll gar nichts werden. Viertens: Wir wollen gar nichts mit dir tun. Fünftens: Wir gehen nur zehn Minuten wenn wir uns beeilen und zwar zu einer Burg. Dazu dass du nichts sehen kannst...“ Er grinste breit und blickte Harry dann voller Hass an.
    Harry blickte nicht minder böse zurück. Er hasste Malfoy und dass könnte sich nie ändern. Jedoch ging er willig hinter ihm her. Ihm war durchaus bewusst dass Malfoys Gemurmel auch veranlasst hatte dass zwar er aber nicht Harry etwas sehen konnte. Als die zwei Jungs sich in Bewegung setzten stolperte Harry etliche Male über etwas das er nicht sehen konnte oder blieb an unsichtbaren Dingen hängen, die Malfoy jedoch geschickt um oder überging da er ja schließlich sah was vor hinter über oder neben ihm war.
    Nach etwa zwanzig Minuten, Harry sah Malfoy böse für seine ja ach so präzise Zeitanalyse an, riss es Harry wieder von den Füßen nachdem Malfoy merkwürdige Symbole in die Luft gemalt hatte. Dieses Mal blieb Harry fünf Sekunden liegen, doch als er sich sicher war dass Malfoy nicht wieder irgendetwas murmelte stand er auf und klopfte sich den Dreck von seinem Umhang. Malfoy erhob sich ebenfalls und blickte sich um. Jetzt erst viel Harry auf wo sie waren: Sie standen auf nassem Gras, vor ihnen eine riesige Gruselburg, hinter ihnen ein schwarzer Wald und neben ihnen endlose Dunkelheit. Es tobte ein Gewitter am schwarzen Nachthimmel und Harry kam schließlich zu dem Schluss dass nur er auf die Idee kam sich hier häuslich einzurichten. Vor seinem geistigen Auge konnte er Rons Gesicht sehen als ihm auffiel das der Zaun der die Burg umgab von Spinnenweben bedeckt war.
    „Gruselig, Potter? Schiss?“ fragte Malfoy dem der seltsame Ausdruck auf Harrys Gesicht als dieser an Rons Miene gedacht hatte nicht entgangen war.
    „Wo ist er denn nun?“ fragte Harry und wie auf Kommando setzte Malfoy sich in Bewegung und das Tor des Zauns ging auf. Auf einmal wurde Harry mulmig denn er sah einen komischen Ausdruck auf Malfoys Gesicht.
    Was war hinter den riesigen Türen dieser Burg? Und warum ließ der ach so große dunkle Lord sich ausgerechnet hier nieder wo man ihn entdecken konnte? Harrys Kopf fühlte sich auf einmal merkwürdig klein an als er darüber nachdachte dass vielleicht Dumbledores Tod der Grund für seine Leichtsinnigkeit war. Dachte er vielleicht jetzt wo Dumbledore tot war drohte ihm keine Gefahr mehr? Und konnte er damit sogar Recht haben? Nein, das ist nicht möglich. Der Orden des Phönix besteht noch, in Hogwarts herrscht deswegen ein riesen Theater und seine sonstigen Anhänger halten geschlossen zu Dumbledore und damit zur guten Seite und gegen den dunklen Lord, versuchte Harry sich zu überzeugen.
    Malfoy kam den großen und vermoderten Türen der Burg immer näher und Harry blieb ihm dicht auf den Fersen. Die Burg machte zwar einen gespenstischen Eindruck, doch sie könnte nie Hogwarts schlagen, denn Hogwarts mit seiner Pracht, den vielen Türmen und den Ländereien, die jedes Jahr neue Geheimnisse aufzudecken gaben, war unschlagbar. Und natürlich gehörten der verbotene Wald, der schwarze See und Hagrids Hütte mit dem Kürbisbeet auch dazu. Bei der Erinnerung an Hagrid durchfuhr Harry ein tiefer Schmerz.
    Er hatte Hagrid seit dem letzten Jahr nicht wieder gesehen und erschwerend kam noch hinzu dass er einfach abgehauen war ohne Hagrid zu besuchen, der über den Verlust von Dumbledore wohl nie wegkommen würde. Hagrid war ein Halbriese das heißt sein Vater war normal groß, doch seine Mutter war eine Riesin. Sein Vater war kurz nachdem Hagrid nach Hogwarts gekommen war gestorben, und da man Hagrid von Hogwarts und der allgemeinen Zauberei verbannt hatte und seine Mutter abgehauen war, stellte Dumbledore ihn als Wildhüter ein. So war Dumbledore so ähnlich wie ein Vater für Hagrid gewesen. Doch das hieß auch dass der arme zwei Väter verloren hatte.
    Harry kannte dieses Gefühl, einen geliebten Menschen zu verlieren nur zu gut. Schließlich hatten er und co seine Eltern Lily und James Potter, seinen Freund Cedric Diggory, seinen Paten Sirius, Dumbledore und noch mehr unschuldige ermordet. Harry durchfuhr Wut.
    Malfoy stieß die großen Türen der Burg auf und sagte: „Wir sind da. Kürbissaft und neue Garnituren“
    Harry hatte keinen Schimmer was das sollte oder mit wem Malfoy sprach, schließlich bezweifelte er dass er Harry neue Umhänge und Limonade anbieten wollte. Nein, ihn interessierte eher die Innenausstattung (wenn man es denn so nennen konnte). An den schlichten Steinwänden die an manchen Stellen abbröckelten hangen verschiedene Bilder. Er konnte zwar nicht viel auf ihnen erkennen, doch er hatte sie schon einmal gesehen. Langsam ging er an der Wand entlang und so wie er in Gedanken vertieft war konnte er nicht sehen dass zwei Leute, hinter ihnen ein ganzer Kreuzzug, die Treppe, die zu beiden Seiten ging, herunterkamen.
    „ Ah ja...“ tönte eine verhasste Stimme und Harry riss es schlagartig in die Realität zurück. Er drehte sich schlagartig um, bereit zu kämpfen, doch was er sah verschlug ihm die Sprache.
    Dort auf dem Boden hockten Narcissa Malfoy und Bellatrix Lestrange zu beiden Seiten der Treppe, Wurmschwanz stand in ihrer Mitte, ebenfalls kniend, und auf den Treppenstufen war alles übersät mit Personen die ebenfalls auf dem Boden hockten wie Schoßhündchen, und von denen Harry nur wenige erkannte.
    Und da tauchte er endlich auf, oben auf dem Treppenabsatz, wohin alle anderen sich jetzt ausgerichtet hatten.
    Sein Gesicht war hässlicher denn je, fand Harry, und es schien noch weniger Liebe auszustrahlen als sonst, was Harry aber schließlich für unmöglich erklärte.
    Narcissa und Bellatrix erhoben sich und gingen zu Malfoy, der sich während Voldemorts viel zu hochgestochener Einschrittzeremonie ebenfalls verbeugt hatte.
    „ Ah ja Draco ... du hast ihn mir gebracht! Ich werde dir einen neuen Umhang und sonstiges gern zu Teil werden lassen!“ sagte er in einem seltsamen Tonfall und Harry fiel ein was Dumbledore ihm letztes Jahr gesagt hatte: „ Selbst wenn viele seiner Todesser denken ihm nahe zu stehen will er keine Freunde und er wird auch wohl nie zulassen dass es geschieht.“
    Wurmschwanz tapste zu Malfoy und begleitete ihn hinaus aus der Halle. Bellatrix ging ihnen nach, nachdem sie der Blick ihres Meisters getroffen hatte.
    „ Warum bin ich hier?“ fragte Harry eisern.
    „ Immer mit der Ruhe... du hast Fragen, Fragen die ich dir beantworten will bis wir da sind“ sagte er.
    Harry runzelte leicht die Stirn. Er hatte Fragen, ja, doch er musste sorgsam auswählen welche er stellte und welche nicht, denn er war offenbar überzeugt davon dass es die letzte Gelegenheit sein würde mit Harry zu sprechen. Oh nein, du wirst mich nicht umbringen, dachte Harry.
    „ Wo ist denn Snape? Will er nicht am Boxkampf teilhaben?“ Harry war froh das gesagt zu haben, denn nur wenige verstanden diese Bemerkung, da Boxen in der Zaubererwelt unbekannt war und sein Einmarsch ihn an einen Boxkampfeinmarsch erinnert den er mal an Dudleys Fernseher gesehen hatte, bevor dieser ihn vor Wut dass der Gegner seines Lieblingsboxers gewonnen hatte zertreten hatte. Er war sich jedoch nicht sicher ob er ihn verstanden hatte.
    „ Severus Snape ist tot.“ Sagte er schlicht.
    „ Lüg nicht, Tom Vorlost Riddle.“ erwiderte Harry aufgebracht. Vielleicht war er in Zaubertränke oder gar Okklumentik nicht der beste gewesen, doch denken konnte er noch ganz gut. Voldemort würde doch nicht den Gefolgsmann töten, der ihm seinen schlimmsten Feind genommen hatte!? Doch auf einmal kam ihm die Erinnerung daran das Malfoy lebte. Hing das zusammen?
    „ Warum lebt Draco Malfoy aber Snape ist angeblich tot?“ fragte er ruhig. Er würde sich nicht auch noch aus der Fassung bringen lassen, dachte er.
    „ Gut nachgedacht, Potter. Der junge Malfoy hat in gewisser Weise seinen Auftrag erfüllt, er hat die Todesser ins Schloss gelassen und war grad dabei Dumbledore zu töten als Snape ihm zuvorkam und floh.“ Sagte Voldemort. Harry wusste dass das Schwachsinn war, Malfoy hätte Dumbledore nie getötet. Er hatte sogar seinen Zauberstab gesenkt als Snape und andere Todesser auf den Turm stürmten wo Dumbledore... Moment mal! Hatte Professor Treleawney, die Lehrerin für Wahrsagen nicht kurz vor Dumbledores Tod Harry etwas von einem Vom Blitz Gertoffenem Turm erzählt? Harrys Gedanken überschlugen sich auf einmal doch er durfte jetzt nicht aus der Fassung geraten. Als er sich wieder gefangen hatte kam ihm eine Idee und da etwas in seinem Innern ihm sagte er solle Voldemort nicht über die wahren Geschehnisse aufklären, ließ er es und machte sich an die Kunstwerke die an den Wänden hingen abzusuchen.
    „ Was sind das für Bilder?“ fragte er als säßen sie bei einem Kaffeekränzchen und Voldemort hätte bei Ikea neue Bilder für sein Wohnzimmer gekauft.
    „ Bilder voller Tod und Abscheu, von etwas von was ich lebe. Liebe macht dumm, Potter“ sagte Voldemort.
    „ Severus hat mir übrigens vor seinem Tod etwas von gewissen Personen in deinem Leben erzählt. Zum Beispiel“ Harry durchfuhr ein innerlicher Schrei „ von einer gewissen Hermine Jane Granger... sie ist deine beste Freundin? Und dann fielen noch die Namen Ronald Bilius oder Ron wie ihr ihn nennt und Ginevra Molly oder Ginny Weasley. Bester Freund und Geliebte hmm? Ach ja und dann waren noch Neville Longbottom, der wandelnde Misserfolg und Luna Lovegood, diese komische Göre die reif für die Irrenanstalt ist im Ministerium mit dabei... Ja bemerkenswert wie ihr euch durchgeschlagen habt! Großartig, wirklich... Du hattest Angst um deine Freunde und wärst fast gestorben...für sie. Liebe macht blind.“ Bei jedem Wort das Voldemort gesprochen hatte hatten sich Harrys Fäuste tiefer in seine Umhangtaschen gegraben, was ihn fürchten ließ er würde ihn zerreißen.
    „ Also, warum bin ich hier?“ fragte Harry argwöhnisch.
    „ Zum Kämpfen, Potter. Einer gegen einen. Du gegen mich. Das kleine Baby mit so viel Glück gegen den mächtigsten Magier der Welt.“ Sagte Voldemort und zückte seinen Zauberstab. Harry tat es ihm gleich und schrie: „ Albus Dumbledore ist und bleibt der mächtigste Magier der Welt!“
    „ Dumbledore ist tot, sieh das ein Potter.“ Erwiderte Voldemort.
    Harry dachte „ Stupor“ Doch der Zauber prallte an einer unsichtbaren Barriere ab.
    „ Oh Potter. Warum hast du nicht Okklumentik gelernt? Ich habe dir doch so schöne Alpträume beschert!“
    Harry dachte mit Wut an seine Okklumentikstunden mit Snape zurück.
    Er wollte raus aus dieser Burg, er hätte ahnen sollen dass es aussichtslos war. Wie konnte er nur so dumm gewesen sein? Vor ihm stand mit gezücktem Zauberstab Voldemort und umzingelt war er von einem Haufen Todesser. Er wusste nicht wie er hier hergekommen war und er wusste dass er hier nicht rausapparieren konnte. Wohin?
    Voldemort lächelte und richtete den Zauberstab auf Harry.
    „ Avada Kedavra!“
    Harry sah vor seinem geistigen Auge alle Menschen die er je gesehen hatte vorbeiziehen. Die die ihm am wichtigsten waren kamen ganz zuletzt. Vor ihm erschienen Ron, Ginny und Hermine...
    Die Köpfe und Zauberstäbe gesenkt und er wusste dass er sie nie wieder sehen würde. Er hätte es ahnen sollen. Alles war vorbei...alles!
    „Harry! Harry wach auf! Hörst du mich Harry? Ron komm her und lass die Bücher stehen, Harry ist erstmal wichtiger als Pippi Langstrumpf!“, drang eine nur all zu bekannte Stimme an Harrys rechtes Ohr...



    Re: Harry Potter und das Auge des Tigers ~*2*~

    Lilian Rose - 03.02.2006, 23:47


    So dele... Es folgt Teil 2... Spannung... Ruhe im Saal... Okay, lassen wir das.

    Rückkehr


    Harry schlug die Hände vors Gesicht und sagte sich im Stillen immer wieder dass er jetzt tot war und dass er träumte... Er war jetzt im Reich der Toten!
    „Harry! Mensch bin ich froh das du aufgewacht bist!“ Harry konnte diese Stimme sofort zuordnen und sein Hirn weigerte sich aus Logikgründen sie in das Unterfach „Reich der Toten“ zu stecken.
    „Hermine! Was machst du im Reich der Toten?“ fragte er verwirrt. Er hatte die Augen noch immer geschlossen denn er hatte Angst vor dem was er dann sehen würde wenn er sie aufmachte. Vielleicht würde er dann wieder zurück in der Burg sein...
    „Ron, er hat doch größere Schäden als wir dachten. Ich apparier schnell ins St. Mungo. Pass du auf ihn auf!“
    Befahl sie Ron als ob der jetzt verantwortlich für ein gemeingefährliches Kleinkind wäre, das ständig weglief.
    „Moment mal! Ich bin doch nicht reif für die Klapse! Wo bin ich überhaupt?“ fragte Harry zur Sicherheit bevor er die Augen öffnete. Er hatte mittlerweile erkannt dass er nicht im Reich der Toten sein konnte.
    „Im Haus von deiner Tante und deinem Onkel“ sagte Hermine liebevoll.
    Harry öffnete die Augen. Sein Zimmer war mit Sonnenlicht gesprenkelt was ihm aber nach dem Avada Kedavra nicht in den Augen wehtat. Neben ihm auf seinem Bett in dem er schweißüberströmt lag saß Hermine. Sie sah besorgt aus doch trotzdem lächelte sie ihn erfreut an. Ron stand vor einem Regal mit Muggel- Videos, -Büchern und diversen anderen Sachen, darunter ein Controller von Dudleys alter Spielekonsole.
    „Es war also nur ein Traum...“ sagte Harry. Er konnte das nicht glauben, es war alles so real gewesen...
    „Ja...wir müssen hier weg bevor deine Verwandten sich wieder erholen“ sie warf Ron einen verachtenden Blick zu der grade in ein Video über Eichhörnchen vertieft war, „oder wir bekommen Schwierigkeiten.“ Sie strich ihm über die Stirn und stand auf. „Man wie soll man denn da deinen Koffer packen?“ entfuhr es ihr.
    Harry war erst vor zwei Tagen wieder hier gewesen und da er nicht damit gerechnet hatte das Ron und Hermine so früh, oder dass sie überhaupt kamen, hatte er seine Klamotten einfach wild durcheinander geschmissen, so dass es schien als wäre eine Bombe eingeschlagen. Hedwig betrachtete das ganze Geschehen in aller Ruhe aus ihrem Käfig.
    „Ron, sieh nach ob Harrys Verwandte wach sind, und Harry ... steh auf oder willst du etwa das ich deine Unterwäsche einpacke!“ meckerte Hermine. Harry stand schlagartig und mit tiefrotem Gesicht auf und ging ins Badezimmer um sich umzuziehen, da er sich nicht vor Hermine oder Ron umziehen wollte. Als er wieder sein Zimmer betrat sah er Ron, der erst bei dem Wort Unterwäsche auf Hermines Befehl aufmerksam geworden war, wie er Hermine mit zusammengezogenen Augenbrauen und einem Grinsen betrachtete.
    „Hermine, eine Frage: Bist du eine Hexe?“ fragte er belustigt.
    Hermine sah ihn scharf an, ließ dann aber mit einem Lächeln auf den Lippen die Sachen die sie in der Hand hatte fallen und hob den Zauberstab, doch anstatt ihn auf Harrys verstreute Klamotten zu richten streckte sie ihren Arm und hielt ihn Ron an die Gurgel.
    „Du denkst also ich wäre so dumm nicht an meinen Zauberstab zu denken, hmm? Jetzt hör mal zu, du unterbelichteter Kauz, die vom Zaubereiministerium denken Harry würde hier bleiben und wir säßen bei Tee und Kuchen im Fuchsbau! Zur Erinnerung: Harry ist noch nicht 17, und damit noch nicht volljährig! Und du denkst dass sie ihm keine Eule wegen unbefugter Zauberei schicken würden wenn wir Magie in diesem Haus wo sonst nur Muggel leben benutzen? Aber ich denke ich könnte bei dir eine Ausnahme machen!“ wütete Hermines Stimme durch Harrys Zimmer. Harry kannte seine beste Freundin nicht so. Er dachte nach und kam zu dem Schluss dass sie sehr besorgt wegen dem ganzen Trubel war.
    „Ich hab nie an dir gezweifelt das weißt du doch“ sagte Harry als Hermines Blick ihn traf mit einem Grinsen, was die beiden veranlasste laut loszulachen. Trotz der Tatsache dass er nicht mitlachen konnte war Ron froh, denn Hermine konnte vor lauter Lachen den Zauberstab nicht grade halten.
    „Also wir sollten weitermachen“ sagte Hermine als sie sich von ihrer Lachattacke erholt hatte und war schon wieder dabei alles mögliche Zeugs in Harrys Koffer zu quetschen, denn dieser war trotz dem fehlen seiner Schulsachen proppevoll. Harry würde nicht nach Hogwarts zurückgehen, er würde mit seinen zwei besten Freunden die Horkruxe, die Teile einer Seele, von Voldemort zerstören.
    „Wie kommen wir hier überhaupt wieder weg?“ fragte Harry interessiert.
    „Oh weißt du... Ron und ich haben überlegt dass der einzige Weg ist einen Portschlüssel zu nehmen.“ Sagte Hermine und man hörte den missfallenden Tonfall ihrer Stimme.
    „Was- aber ist das nicht auch Magie? Das Zaubereiministerium kann es zumindest feststellen oder?“ fragte Harry.
    „Man kann es illegal tun“ sagte Hermine und Harry wurde alles klar. Hermine hatte es noch nie leiden können gegen Regeln oder Vorschriften geschweige denn Gesetze zu verstoßen. Trotzig stand sie an der Wand und Harry machte Ron mit einem Blick klar dass Ron zu Hermine gehen sollte. Harry legte noch die letzten Kleinigkeiten in den Koffer, dann schloss er ihn und stellte ihn in eine aufrechte Position.
    „Also?“ fragte er und sah Ron an, denn er bezweifelte dass Hermine sich um den Portschlüssel kümmern würde.
    „Wir müssen in euren Garten“ antwortete Ron und ging durch die Tür.
    Hermine hob die Augenbrauen und holte tief Luft, dann ging sie ihm, mit einer vielsagenden Geste in Richtung Harry, nach.
    Harry nahm seinen Koffer in die Hand und betrat den Flur des Ligusterweges Nr. 4, dem Haus seines Onkels Vernon Dursley, seiner Tante Petunia Dursley und seines Vetters Dudley Dursley. Na ja, wenn man diese drei Lebensformen überhaupt Onkel, Tante und Vetter nennen kann, dachte Harry grinsend.
    Als sie die drei Freunde die Treppe hinuntergingen, schleifte Harrys Koffer über die Stufen, und er wunderte sich wo die Dursleys waren. Dann fiel ihm Hermines verachtender Blick zu Ron ein, als sie darüber gesprochen hatte dass sie im Fuchsbau sein mussten, bevor Harrys Verwandten sich wieder erholten.
    Er wollte grade Hermine fragen als sie in die Küche traten und Harry über etwas stolperte was ihn zutiefst erschrecken ließ. Auf dem Fußboden lagen alle drei Dursleys, alle vier Gliedmaßen von sich gestreckt.
    Harry sah Ron fragend an, der nur mit den Schultern zuckte und sagte dann gelangweilt:
    „Na ja, als Hermine und ich ankamen haben sie beim Frühstück gesessen, und als wir ihnen dann sagen wollten dass wir dich mitnehmen würden, haben sie etwas von wegen unsere Sippschaft würde alle normalen Menschen töten um die Weltherrschaft an sich zu reißen geschrieen. Nach zwei Minuten hab ich ihnen dann eine reingehauen. Dein Onkel und dein Cousin hatten so nen Schiss vor Zauberstäben dass sie fast zusammengebrochen sind, und deine Tante könnte ja wohl ein Luftstößchen umhauen.“
    Harry musste lachen und Ron grinste, doch Hermine guckte gequält.
    „Also bitte Hermine! Nicht nach B.Elfe.R auch noch Bund zur Rettung von Muggeln die es eigentlich nicht verdient haben!“ sagte Ron.
    Hermine zuckte mit den Schultern und ging durch die Schiebetür raus in den Garten. Harry und Ron taten es ihr gleich und kicherten noch immer leise.
    Harry sah sich neugierig um und auf dem manikürtem Rasen fiel ihm sofort das vergammelte Pflänzchen ins Auge, was nach Harrys Kenntnissen der Portschlüssel sein musste.
    „Wenn wir das Teil berühren“ sagte Hermine und deutete auf das Pflänzchen, „landen wir in Ottery St. Catchpole. Von da aus müssen wir dann laufen, da ihr beide ja nicht apparieren könnt. Näher an den Fuchsbau kommen wir nicht, da der Portschlüssel illegal ist.“ Sie guckte missbilligend Harry an.
    Dieser wusste dass Ottery St. Catchpole das Dorf nahe dem Fuchsbau war, und das es nicht allzu weit von dort entfernt war. Harry hatte im Moment seinen Traum vergessen und freute sich nur. Er war so glücklich dass Ron und Hermine da waren, dass sie schon jetzt da waren, dass er bald im Fuchsbau wäre, dass er nie wieder zu den Dursleys, die ihn fast sechzehn Jahre so gequält hatten, zurück musste... Bei dem Gedanken klickte etwas in Harrys Kopf.
    „Wartet ihr noch kurz?“ fragte er Ron und Hermine, die sich grade heftig darüber stritten ob sie Harrys Koffer im Dorf ziehen oder er mit Magie von allein hinter ihnen herrollen sollte. Ron, der der festen Überzeugung war dass ein kleiner Zauber nicht schaden konnte, nickte nur, doch Hermine, die sich zu große Sorgen machte dass ein Muggel etwas von der Magie mitbekam, fragte misstrauisch: „Warum?“
    „Ich wird sie schon nicht umbringen, Hermine“ sagte Harry, der genau wusste dass Hermine den Grund für seine Rückkehr in sein jahrelanges Zuhause kannte. Er ließ seinen Koffer stehen und ging durch die Schiebetür und griff sich ein Blatt Papier und einen Kugelschreiber aus einer der Schubladen im Küchenschrank. Langsam setzte er sich an den Tisch und schrieb mit Genugtuung auf den Zettel:

    Tja, ihr Dursleys,
    Jetzt gleich bin ich für immer und ewig weg. Auch wenn ich euch nicht geliebt habe, war es eine einigermaßen auszuhaltene Zeit hier. Ich werde euch nie vergessen, doch jetzt gehe ich auf eine Suche, die mich vielleicht mein Leben kosten wird. Alles Gute. Ich bitte euch jedoch, vergesst mich nie, denn ich bin denke ich der einzige gewesen der je hier Lieben konnte.
    In Gedenken,
    Harry James Potter


    Harry hatte diesen Text ohne nachzudenken auf den Zettel gekritzelt. Dann stürmte er zurück in den Garten, wo Ron und Hermine zu seiner Erleichterung aufgehört hatten sich aus zwei Metern Entfernung anzuschreien.
    „Wollen wir?“ fragte Ron, dem der Gewinn von Hermine bei ihrem Streit ins Gesicht geschrieben stand.
    Die anderen nickten, und Harry ergriff seinen Koffer. Ron sah kurz auf seine Uhr und zeigte sie dann Hermine. Sie murmelte etwas und sagte dann: „Auf drei! Harry, auf drei musst du Portus Magicus Ottery St. Catchpole sagen!“ Harry nickte und fasste an die vergammelte Pflanze, auf der auch schon Ron und Hermines Hände lagen.
    „Eins...Zwei...Drei!“ schrie Hermine, und die drei Teenager riefen im Chor: „Portus Magicus Ottery St. Catchpole!“
    Harry wirbelte im Kreis herum, er wusste irgendwo her dass er den Portschlüssel und seinen Koffer nicht loslassen durfte, doch sah er Ron und Hermine nicht mehr. Um ihn herum wirbelten tausende von Farben und ihm wurde ziemlich schlecht. Es kam ihm vor als würde er Stunden einfach nur so herumwirbeln, einmal die ganze Welt durchqueren. Doch auf einmal zog ihn ein Sog mitten in ein schwarzes Loch, das vor ihm aufgekommen war und auf einmal lag er auf dem Boden. Sofort öffnete er die Augen, doch sah er nur Getreidehalme, also richtete der Junge sich auf. Neben ihm standen Ron und Hermine, die sich den Dreck von ihrer Kleidung abklopften, und vor ihm lag das Dörfchen Ottery St. Catchpole, das in der strahlenden Mittagssonne friedlicher denn je aussah.
    „Alles okay mit euch? Oh man, ich hasse es ja schon so per Portschlüssel zu reisen, aber dann auch noch illegal?“ sagte Hermine und kämpfte sich ihren Weg durch das Getreide um Harry mit seinem Koffer zu helfen.
    „Alles okay“ sagte Harry und klopfte sich jetzt selbst den Schmutz von seiner Jeans.
    Die drei machten sich auf den Weg durch das Getreide, dass Harry und Ron bis zu den Hüften und Hermine bis zum Bauch reichte, was Schwierigkeiten aufwies, denn die Jungs durften unter Hermines strengem Blick nicht zu viele Halme umknicken und sie selbst stolperte etliche Male, bishin zu einer kleinen Gasse im Dorf, die die Teenager zu dem Hauptweg in Richtung Fuchsbau bringen würde. Auf dem Weg angekommen kamen sie an vielen Ständen vorbei, wo es die verschiedensten Sachen zu kaufen gab: Obst und Gemüse, Schmuck, Haushaltswaren, Fleisch, Käse, Tiere und etliche andere Dinge. Als sie an einen Stand mit besonders schönem Schmuck kamen, rief eine hübsche Frau mit braunrotem Haar den dreien überrascht hinterher:
    „Mensch, Hermine, was machst du denn hier?“
    Hermine blieb schlagartig stehen, schloss die Augen und biss die Zähne zusammen. Dann drehte sie sich zu der Frau um.
    „Hey Carolin. Ehm... weißt du... das sind Daniel Radcliffe und Rupert Grint! Ich mache bei ihnen Ferien! Schulfreunde...“ sagte Hermine nervös. Ron guckte beleidigt, wahrscheinlich weil Hermine ihn mit dem Namen Rupert Grint angesprochen hatte, aber Harry verstand blitzschnell: Diese Frau hatte weder Ahnung von der Magischen Gemeinschaft, noch von Hermines wirklicher Schule, Hogwarts, und folglich wusste sie auch nicht was Hermine hier machte.
    „Hallo ihr beiden! Ich bin Carolin, Mines Cousine. Es freut mich mal Freunde von meinem Cousinchen kennen zu lernen, sie spricht kaum von ihrem Internat.“ Sagte Carolin. Harry lächelte und stieß Ron in die Rippen, der seit Carolin den Namen Mine ausgesprochen hatte versuchte ein Kichern zu unterdrücken, was ihm schon rund vierzig böse Blicke von Hermine eingebracht hatte.
    „Hi Carolin!“ sagte der Teenager, Ron immer noch in die Rippen stoßend.
    „Also Hermine...ich bin noch lange hier. Wenn ihr mich besuchen wollt... ach ja!“ Sagte sie und wuselte zu dem Stand der hinter ihr aufgebaut war. „Marc?“ sagte sie, und der Mann der hinter dem Stand saß stand auf und nahm Hermines Handgelenk. Er flüsterte ihr etwas zu und Hermine fing an zu kichern.
    „Was? Aber-Nein.“ Sagte sie, doch Carolin nickte. „Also schön, aber Morgen.“ Sagte Hermine geschlagen, aber immer noch lächelnd.
    „Gut, dann bis morgen, und hier“ sagte Carolin und nahm sich drei Armbänder und eine so wundervolle Kette wie Harry es noch nie gesehen hatte: Sie war zweifellos für ein Mädchen, aber sie war mit viereckigen Kristallen besetzt und glitzerte in der Mittagssonne. Zwei der Armbänder vergab sie zu Hermines Missfallen an die beiden Jungs, und anschließend übergab sie das letzte Armband und die Kette Hermine. Dann nahm Hermine sich wie selbstverständlich noch ein viertes, fünftes und sechstes Armband, drückte Marc und Carolin einen Kuss auf die Wange, bedankte sich und ging weiter. Harry und Ron sagten im Chor: „Danke, und tschüss!“, dann gingen auch sie hinter Hermine her.
    „Wer war der Mann und was sollte das?“ fragte Ron, doch Hermine sagte nur „Später“ und fragte Harry dann leise ob er seinen Tarnumhang dabei hätte.
    „Klar...hier“ sagte Harry und kramte den Tarnumhang seines Vater aus seiner Jackentasche.
    „Danke“ sagte Hermine als Harry ihn ihr gab, stoppte und griff sich Harrys Koffer, den er ihr willig übergab. Sie nahm ihren Zauberstab, so dass es nur Harry und Ron sehen konnten, und zeigte damit auf den Koffer, der schwebte. Jetzt warf sie den Tarnumhang über ihn und strahlte. Sie ging zurück an ihren Platz zwischen den Jungen, die sie bewundernd anstarrten, und hakte sich bei ihnen ein. Sie grinste zu beiden hoch, dann setzten sich die drei gleichzeitig in Bewegung.
    Harry genoss es durch die strahlende Mittagssonne an den Ständen vorbeizuschländern, hier und da Halt zu machen (meistens wegen Hermine, die an allen Schmuck- Anziehsachen- und Bücherständen stoppte) und mit seinen zwei besten Freunden auf der Welt dazu. Für diese Zeit vergaß er Voldemort, vergaß er die Prophezeiung, das Leid, die Horkruxe, Ginny, und alles andere was ihm wehtat.
    Das Armband von Carolin hatte er in seine Jackentasche gesteckt und wusste dass Hermine ihm und Ron die Bedeutung dieser Dinger erklären würde.
    Als sie am Ende der Straße angekommen waren, und auf den Pfad, der den Berg hoch zum Fuchsbau ging, zuliefen, war es schon Nachmittag und Harry war leicht schläfrig. Er hatte zwar im Ligusterweg bis Mittag geschlafen, wenn auch mit Alptraum, aber all das was er heute erlebt hatte, hatte ihn ziemlich müde gemacht.
    „So, da wären wir“ sagte Ron, als sie vor dem mit Zaubern zusammengehaltenem Haus standen.
    Harry und Hermine nickten erfreut, und dann traten die drei, immer noch eingehakt, in den Garten des Fuchsbaus.
    Harry fiel auf dass sich nicht viel verändert hatte. Der Garten war immer noch riesig, und aus dem Boden sprossen die verschiedensten Arten von Pflanzen. Da stand der Schuppen, und dort war immer noch die Bank... Als sie sich dem Gebäude näherten viel Harry ein, dass Bill, der älteste von Rons Brüdern, ja Fleur Delacour, eine hübsche Franzosin heiraten würde. Er hatte nicht viel Ahnung von Hochzeiten, doch Harry stellte fest das die Hochzeit noch Zeit hatte, denn es war ja erst Ende Juni und sie, bzw. die anderen die auf die Schule gingen, mussten erst am ersten September nach Hogwarts zurück, und Harry hatte mal von Hermine gehört, dass der Unterricht an Beauxbatons, die Zaubererschule wohin Fleur gegangen war und jetzt dann wahrscheinlich von ihren jüngeren Verwandten besucht wurde, erst am fünften September anfing, dafür aber erst Mitte Juli aufhörte.
    So ähnlich wäre es bei Hogwarts normalerweise auch gewesen, doch wegen Dumbledores Beerdigung waren die Schüler und Schülerinnen schon eher nach Hause gefahren.
    Die drei schritten langsam durch das hohe Gras zum Eingang des Baus. Ron stieß die Tür auf und hätte sie nach Harry und Hermine auch zugeschlagen, wenn Hermine ihn nicht daran gehindert hätte. Mit fragendem und entsetztem Blick sah Ron seine Freundin an, die zur Erklärung den Tarnumhang von Harrys Koffer zog, den Ron sonst vergessen hätte. Der Teenager grinste und hob seinen Zauberstab um den Koffer auf den Boden zu stellen, da er wusste dass sämtliche Magie durch die Schutzzauber des Fuchsbaus überprüft wurde, und offenbar keine Lust hatte seiner Mutter zu erklären warum die drei mit einem verzauberten Koffer durch ein Dorf voller Muggel gelaufen waren. Und Harry wusste dass selbst die Tatsache, dass ein Tarnumhang über dem Koffer gehangen hatte, keinen Einfluss auf die Strafpredigt von Mrs. Weasley haben würde.
    Kaum waren sie in die Küche des Fuchsbaus getreten, als auch schon vier Personen wild miteinander diskutierend die Treppe runtergestürmt kamen. Harry erkannte Bill, Fleur und Mr. Und Mrs. Weasley, die offenbar alle so in ihr Gespräch vertieft waren, dass sie nichts von den grade angekommenen Teenagern mitbekommen hatten.
    „Aber wir werden endgültig dort heiraten, Mum!“ sagte Bill wild zu seiner Mutter gestikulierend.
    „Je, Schatz, aber wir sind alle ungefähr zweihundertundfünfzig Personen, und davon können höchstens einhundertundachtzig apparieren besser gesagt, haben sie die Lizenz dafür, das würde bedeuten dass wir über siebzig Leute mit Portschlüsseln dort hinbringen lassen müssen, denn ich bezweifle dass es dort Kamine gibt um zu Flohpulvern“ sagte Mrs. Weasley.
    „Und was ist mit Arm an Arm Apparieren? Isch ´abe das schon oft in Frankeisch getan“ sagte Fleur ruhig, doch Harry hörte den energischen Ton in ihrer Stimme.
    „Na ja Molly, Liebes, ich schätze Fleur hat Recht. Arm an Arm Apparieren ist eine gute Idee. Und außerdem sind die Einladungen schon weg.“ Sagte Mr. Weasley.
    „Ja, ohne unser Einverständnis.“ Sagte Mrs. Weasley mit einem bösen Blick.
    „Aber wir `aben nur den In`alt allein gemacht. Den Rest `aben wir susammen gestaltet, Molly.“ Sagte Fleur unter dem Nicken ihres Verlobten.
    „Ja, ich weiß Liebes, und ihr habt wahrscheinlich Recht. Es ist nur... mein Ältester heiratet...“ sagte Mrs. Weasley und schien den Tränen nahe, als alle in ein Schweigen verfielen und ihr Mann den Arm um sie legte.
    Jetzt blickten Fleur und Bill sich um und sagten gleichzeitig: „Harry, Ron Hermine! Schön euch zu sehen!“ (bzw. `Arry, Ron, `Ermine! Wie schön eusch su se`en!“) Was Mr. Und Mrs. Weasley auf die grade Angekommenen Freunde aufmerksam machte. Harry wusste nicht so Recht wie es geschah, da wurden er, Ron und Hermine nacheinander von Mrs. Weasley und danach von Fleur in eine Umarmung inklusive Kuss auf beide Wangen gezogen. Bill, der die drei ganz erstaunten Teenager angrinste, gab Ron und Harry einen Handschlag und zog danach Hermine in eine Umarmung. Mr. Weasley umarmte jeden von ihnen und sagte freudig zu den Teenagern gewandt: „Ihr seid früh!“ Ron antwortete: „Tja, wir wurden gescheucht!“ und grinste Hermine an, die seit den vier Begrüßungen genau wie Harry etwas neben der Spur war. Fleur ergriff das Wort und übernahm Mrs. Weasleys langjährige Tradition. „Ihr set so mager aus. Bei `Ermine ist das ja noch normal, aber ir Jungs dürft nischt so ausse`en!“ Hermine lächelte Mrs. Weasley an, die ebenfalls lächelte und Fleur liebevoll betrachtete als wäre sie ihre Tochter. Vor einem Jahr hatten sich die beiden gehasst! , dachte Harry verwirrt.
    Dann polterte es erneut an der Treppe und die Zwillinge Fred und George kamen in die Küche gehastet.
    „Harry! Hermine! Ihr lebt also auch noch!“ sagte Fred, und George fügte hinzu: „Zum Glück natürlich!“
    Erst jetzt fiel Harry wieder alles ein was er bei ihrer Wanderung durch das Dorf vergessen hatte. Das ganze Grauen, Voldemort, Dumbledores Tod... Und mit einem Mal fiel ihm auf wie zerstreut alle Weasleys und Fleur aussahen; offenbar war all das nicht spurlos an ihnen vorbeigezogen.
    Die Zwillinge zwinkerten Harry zu und sagten an Hermine gewandt: „Sie werden oben gebraucht, wunderschöne Hoheit“ Hermine grinste, flüsterte Harry „Überfriss dich nicht und schlaf schön“ zu, winkte allen außer den Zwillingen, und folgte den beiden die Treppe hoch. Harry wusste was Hermine gemeint hatte; erst mal würde er gleich von den beiden Frauen durchgefüttert werden, und dann sofort nach oben ins Bett geschickt werden; doch es wunderte ihn wofür Hermine gebraucht werden würde. Dann dachte er nach und seine Gedanken landeten bei Ginny. Vielleicht saß sie oben weinend auf ihrem Bett und dachte an Harry? Oder war es noch etwas Schlimmeres? Harry überzeugte sich davon, dass wahrscheinlich nur Hermines unglaubliche magische Fähigkeiten gebraucht wurden uns ließ sich von Fleur an den Küchentisch bugsieren.
    „Kürbuspüree, Harry?“ fragte Mrs. Weasley und tat ihm trotz der Tatsachen, dass Harry noch nicht geantwortet hatte von den verschiedensten Töpfen auf. Harry fand die Kochkünste von Mrs. Weasley wunderbar, und so ließ er sie machen. Am Ende stellte sie einen Teller mit orangem und braunem Püree vor Harry ab und Fleur stellte ihren Beitrag, einen Becher mit silbriger Flüssigkeit, vor Harry ab. Das Getränk von Fleur erinnerte Harry an das Denkarium von Dumbledore, was ihn grinsen ließ. Inzwischen waren auch Bill und Ron die Treppe hochgegangen, und Mr. Weasley war in den Garten verschwunden.
    „Oh `Arry! Isch bin sicher dass dir Ron nischt ersählt hat dass Bill und isch in der Karibik, auf Schamaika, `eiraten werden!“ sagte Fleur strahlend, und Harry verschluckte sich an seinem Essen, was Fleur als Zeichen seiner Freude hinnahm, doch Harry war ganz erschrocken, Bill und Fleur wollten ausgerechnet auf Jamaika heiraten?!
    Er trank schnell einen Schluck von dem Getränk, dass Fleur ihm gemacht hatte; denn er fürchtete ansonsten zu ersticken; und er fühlte sich sofort wieder gut.
    „Das ist ein Trank von meiner Mutter entwickelt. Sie ist eine `ervorragende Saubertrankbrauerin!“ sagte Fleur auf Harrys fragendes Gesicht hin. Harry nickte und aß weiter. Nachdem er drei Teller gelehrt hatte (Mrs. Weasley versuchte grade Harry erneut einen anzudrehen) und sich ungefähr vierzig Minuten Fleurs Schwärmerei über alles Mögliche angehört hatte musste er zugeben, dass er ziemlich müde war. Er ging mit einem „Gute Nacht“ die Treppe zu Rons Zimmer hoch und nahm zur Kenntnis dass dieser nicht in seinem Zimmer war und Harrys Koffer an der Wand stand. Er ging zu diesem, öffnete ihn und zog sich um, dann stieg er in das Gästebett das aufgestellt war. Trotz der Tatsache dass die Sonne noch am Himmel stand schlief er sofort ein. In dieser Nacht schlief Harry Potter ohne Alpträume und so friedlich, wie schon so lange nicht mehr.



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