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Re: Grundlagen des jüdischen Glaubens
Deria - 06.01.2008, 09:31Grundlagen des jüdischen Glaubens
Eine Einführung in die Grundlagen des jüdischen Glaubens und Gesetzes:
GRUNDLAGEN DES GLAUBENS
DER GLAUBE
Die geistige Welt des Juden beinhaltet ein umfassendes und detailliertes System von Lehren und Weisheiten für alle Lebensbereiche und Lebensanschauungen. Innerhalb dieses Systems, über das viele Bücher geschrieben worden sind, gibt es Dreizehn Grundlehren, welche für jeden Juden verbindlich sind.
1. Zu glauben und zu wissen: Es gibt ein vollkommenes Sein, den Schöpfer, gepriesen sei Sein Name, den Herrn der Welt. Er ist der Ursprung aller Existenz. Alles, was existiert, ist von Ihm abhängig. Er aber ist voll kommen unabhängig.
2. G'tt ist eine absolute und vollständige Einheit, eins und einzig.
3. G'tt ist nicht materiell und nicht körper lich. Er ist nicht den Naturgesetzen unterworfen und kann mit menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden.
4.Er war vor allem anderen. Er ist und wird in Ewigkeit sein.
5. Nur Ihm darf gedient werden. Seine Gebote und Sein Wille sind zu wahren. Keine anderen Existenzen (wie z.B. Engel und andere Naturkräfte) dürfen angebetet werden, denn sie sind von Ihm geschaffen worden.
6. G'tt offenbart Seine Wünsche durch ausgewählte Menschen, auf verschiedene Art und Weise und zu verschiedenen Zwecken.
7. Moses Prophetie war die höchste Form der Prophetie. Er wurde von keinem anderen Propheten übertroffen und keiner kam ihm gleich.
8. Die gesamte Torah, welche von Moses dem Volk Israel gegeben wurde, wurde Moses von G'tt gegeben. Es ist die wahre Torah.
9. Diese Torah ist ewig. Sie wird niemals geändert und niemals durch ein anderes Gesetz ersetzt werden.
10. G'ttes Wissen ist absolut und allumfassend. Keine Existenz ist Ihm verborgen, denn Er sieht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alle Ursachen und Folgen sieht Er voraus.
11. G'tt kontrolliert und überwacht die Welt, belohnt den Menschen für seine guten Taten und bestraft ihn für seine schlechten Taten. Der Hauptlohn wird in der kommen den Welt ausgezahlt.
12. Am Ende aller Tage wird G'tt unseren Messias senden, aus dem Hause David. Er wird ein vollkommener König in einer vollkommenen Welt sein, und die Welt wird durch ihn errettet werden.
13. G'tt wird die Toten auferwecken. Das bedeutet absolute Güte und Gerechtigkeit, welche alle Tränen wischt. Alles, was vernichtet und zerstört wurde, wird Er wieder aufbauen; diese Auferstehung wird an die Stelle des Todes treten.
DER SINN DER WELT
1. Der gute und wohltätige Schöpfer schuf die Welt und die lebenden Geschöpfe mit dem Ziel, Gutes zu tun, um sie an Seiner wahren Güte teilhaben zu lassen.
2. Diese wahre Güte ist die Seligkeit, die Seine lebenden Geschöpfe erlangen, wenn sie Ihm anhaften, so fest sie können. Nur durch solche Hingabe können sie an Seiner Güte teilhaben.
3. Damit man die Nähe zum Schöpfer aus eigenem Verdienst erlangen kann, denn nur so ist die Güte vollständig, bedarf es eines Wesens, das für seine Taten verantwortlich ist und somit auch eventueller Strafe unterliegt. Daher wurden in unserer Welt, in der Gut und Böse existieren, lebende Geschöpfe mit freiem Willen geschaffen, damit sie aus ihrem Ringen zwischen Gut und Böse heraus nach und nach Nähe zum Schöpfer erreichen und schließlich die »wahre Güte« a1s ihren Lohn erhalten.
4.Diese lebenden Geschöpfe mit freiem Willen sind die Menschen. Die Welt wurde um ihretwillen geschaffen. Der Mensch wurde aus gegensätzlichen körperlichen und seelischen Merkmalen zusammengesetzt, einem guten Trieb und einem bösen Trieb. Die Fähigkeit, zwischen diesen beiden zu wählen, Böses zu überwinden und Gutes zu tun, ermöglicht dem Menschen eine Verbundenheit mit dem Schöpfer, der wahren Quelle des Guten, und dadurch die Erfüllung seines Auftrages in der Welt.
5. Wenn nach einem lebenslangen persönlichen Ringen das Gute in einem Menschen Oberhand gewinnt, erlangt er die wahre Seligkeit in zweierlei Hinsicht: Die Freude und Belohnung in der Welt der Seelen, die der »Garten Eden« genannt wird. Diese findet nach dem Tode eines Menschen statt. Die Freude und Belohnung in der Kommenden Welt, die sich unserer Welt, welche auf 6000 Jahre begrenzt ist, anschließen wird. Beide Momente heißen »Die Kommende Welt«.
6. Zusammenfassend kann man also ganz allgemein feststellen, daß sich die Welt des Menschen in zwei Bereiche aufteilen läßt: Eine Zeit der Arbeit und des Ringens diese Welt, und eine Zeit der Belohnung und des Glücks (oder der Bestrafung) die Kommende Welt.
7. Doch auch in dieser Welt kann ein Mensch ein gewisses Maß an göttlichem Glück erlangen, indem er sich spirituell erhebt und durch Mittel, wie prophetische Schau und Torahstudium, sowie durch die Erhöhung, welche der Schabbat, die Feiertage und andere Gelegenheiten mit sich bringen, dem Schöpfer teilhaftig wird.
GÖTTLICHE VORSEHUNG
1. Der freie Wille des Menschen und das daraus resultierende Ringen bei der Wahl zwischen Gut und Böse, ermöglichen zusammen des Menschen zukünftiges Glück.
2. Gut und Böse gibt es nicht nur im Bezug auf den Menschen. Es existiert durch die Schöpfung hindurch, in allen ihren Dimensionen und Bereichen, auf allen Stufen des Geistes und der Seele und in allen Welten.
3.Das bestehende Verhältnis von Gut und Böse ist nicht zu jeder Zeit und für alle Menschen gleich. Es gibt Menschen, die von Natur aus mehr dem Guten zuneigen und andere, die mehr dem Bösen zuneigen. Ein Mensch wird unter Berücksichtigung seiner natürlichen Anlagen daran gemessen, wie er von seinem freien Willen Gebrauch macht.
4. G'tt überwacht seine Geschöpfe, um Gutes zu belohnen, Böses zu bestrafen und die Wesen anzuleiten, Seine gesegnete Güte zu erlangen.
5. Lohn und Strafe werden nicht aufgrund einzelner Taten einer Person gemessen oder festgesetzt; es gibt vielmehr viele verschiedene Aspekte der Bewertung.
6. Die Taten eines Menschen werden unter Berücksichtigung seiner vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungen zu seinen Mitmenschen Eltern, Kindern, Verwandten, Freunden, Nachbarn und Mitbürgern abgewogen.
7. Wie gesagt, verwirklichen sich Lohn und Strafe hauptsächlich in der Kommenden Welt. Es gibt sie nichtsdestoweniger entsprechend dem bereits Gesagten aus verschiedenen Gründen auch schon in dieser Welt.
8. G'ttes wohltätige Herrschaft über die Welt erfordert gelegentlich eine Begrenzung des freien Willens des Menschen oder sogar dessen vollständige Aufhebung.
9. Um die Welt zu leiten und um auf das Zusammenspiel von Gut und Böse in ihr Einfluß zu nehmen, schuf G'tt höhere Mächte, die auf die Welt einwirken, wie Engel, Himmelskörper und Sternenkonstellationen.
10. G'tt stattete den Menschen mit den seinem freien Willen unterstellten Fähigkeiten aus, nicht nur auf die materielle Welt, sondern auch auf spirituelle Welten über ihm Einfluß zu nehmen, sei es im Guten, sei es, G'tt bewahre, im Bösen.
NATUR UND WUNDER
1. Die beiden Hauptweisen, nach denen G'tt die Welt leitet, sind Naturgesetz und Wunder.
2. Die Leitung durch die Natur umfaßt die Kräfte, welche in der Welt entsprechend geordneten, festgelegten Gesetzen, wirken. Sie umfaßt auch den Einfluß höherer Kräfte.
3. Die Leitung durch Wunder kann in zwei Gruppen eingeteilt werden: offene Wunder und verborgene Wunder.
Offene Wunder wirken und ereignen sich im Widerspruch zum Naturgesetz, obwohl auch sie im allgemeinen irgendeinen Ausgangspunkt in der Natur haben.
Verborgene Wunder wirken in Übereinstimmung mit dem Naturgesetz, nicht aber mit den Gesetzen der höheren Systeme und Kräfte, wie Engel, Himmelskörper und Sternenkonstellationen.
4. Die Hauptfunktion offener Wunder ist, den Glauben an G'tt und seine Gesandten, die Propheten, zu stärken. Die Hauptfunktion verborgener Wunder ist, G'ttes Eingreifen in den Ablauf der Geschichte zu ermöglichen, sei es um einzelner Personen willen, sei es um des jüdischen Volkes, seiner Torah oder des Landes willen.
PROPHETIE UND HEILIGER GEIST
Um die Menschheit auf den Wegen von G'ttes Torah zu führen und damit die Torah vom Volk Israel eingehalten werde, wurden der Welt verschiedene Grade von Prophetie gegeben.
Der höchste Grad der Prophetie ist die Offenbarung der Torah und ihrer Vorschriften. Damit ist die prophetische Schau Moses gemeint, dem am Sinai die Torah vor dem ganzen Volk gegeben wurde und der bis zu seinem Tod weiterhin für G'ttes Offenbarung empfänglich blieb. Moses war der größte aller Propheten.
Der hohe Grad der prophetischen Schau, der Moses zuteil wurde, war notwendig, um Veränderungen an der Torah vorzubeugen. Nach Moses kann kein anderer Prophet beanspruchen, eine göttliche Offenbarung einer neuen Torah, neuer Vorschriften oder auch nur neuer Auslegungen der Torah allein auf dem Weg der Prophetie erlangt zu haben. Auf diese Weise ist die Ewigkeit der Torah gewährleistet.
Jeder Prophet, der etwas prophezeit, was Moses Torah widerspricht, verdient die höchste Strafe. Trotzdem ist es einem Propheten aber möglich und erlaubt, eine zeitweilige Änderung eines bestimmten Gesetzes zu verkünden ausgenommen Götzendienst. Das war der Fall des Propheten Elias, der auf dem Berge Carmel einen Altar aufgestellt hat, obwohl nach der Schrift ein Verbot besteht, Opfer außerhalb des Tempelbezirks in Jerusalem darzubringen.
Propheten müssen sich auf alle erdenkliche Art und Weise darauf vorbereiten, prophetischer Visionen teilhaftig zu werden. Doch auch nach entsprechender Vorbereitung können selbst geeignetste Propheten, nur durch G'ttes Willen prophetische Schau erlangen.
Im allgemeinen bestand die Aufgabe der Propheten darin, Israel und die Völker auf einem göttlich gewiesenen Pfad zu führen, wie er sich in den jeweils besonderen Zeitumständen anbot. Die meisten Propheten hatten auch zukunftsbezogene Visionen, um Israel und die Welt auf das Kommende vorzubereiten.
Es gibt einen niedrigeren Grad der Prophetie, der als »heiliger Geist« bezeichnet wird. Sowohl die Weisen Israels als auch die Großen der Menschheit haben an ihm Anteil gehabt. Er enthält die göttliche Eingebung von Offenbarungen verschiedener Art. Die »Ketuvim« (hebräisch, nachprophetische Schriften) wurden auf diese Art und Weise geoffenbart.
Es gibt eine noch niedrigere Ebene des heiligen Geistes, welche in Übereinstimmung mit dem menschlichen Intellekt arbeitet. Dadurch wurde den Gelehrten der Mischnah, des Talmud und der anderen Werke ermöglicht, die Torah besser zu verstehen und verborgene Erklärungen und Neuerungen in ihr zu entdecken.
TORAH UND GEBOTE
Aus der Torah Schmoth/Ex 18:1-20:23 und Schmoth/Ex 21:1-24:18
Die Torah, die Israel durch Moses gegeben wurde, ist die Wurzel all unserer Weisheit, unseres Glaubens, Verhaltens und Gesetzes, des richtigen Benehmens, der Moral und aller Offenbarungen der Welt...
1. Die Torah, die Israel durch Moses gegeben wurde, ist die Wurzel all unserer Weisheit, unseres Glaubens, Verhaltens und Gesetzes, des richtigen Benehmens, der Moral und aller Offenbarungen der Welt. Sie kann sowohl in ihrer einfachen Bedeutung als auch in ihrem mystischen Gehalt studiert werden.
2. Das hebräische Wort »Torah« bedeutet »Unterweisung, wie man leben soll«. Daher ist es wichtig, Torah zu kennen und zu studieren. Jeder Jude ist verpflichtet, regelmäßig Torah zu lernen. Das Torahstudium hat einen besonderen Einfluß sowohl auf den Studierenden als auch auf die ganze Welt.
3. In den Büchern der »Nevi'im« (der biblischen Propheten) und der »Ketuvim« finden wir auf dem Wege der Prophetie, bzw. des heiligen Geistes, die Vollendung von G'ttes Unterweisung an uns: durch Beschreibung von historischen Ereignissen, durch Worte der Weisheit, Tadel und moralische Lehren. Wie bereits festgestellt, enthalten sie auch genügend prophetische Visionen, um das Volk in jedem Zeitalter zu führen.
4. Moses' Torah, die Nevi'im und die Ketuvim machen zusammen die schriftliche Torah aus. Jedes einzelne Wort darin erfordert genaue Interpretation und große Aufmerksamkeit. Wir müssen sie als G'ttes Worte verstehen, unabhängig davon, ob sie unter Einfluß der Prophetie oder des heiligen Geistes gesprochen worden sind.
5. Die mündliche Interpretation der schriftlichen Torah wurde Moses zusammen mit der schriftlichen Torah übergeben. Mit Hilfe der Auslegung, sowie durch Grundsätze, Regeln und Methoden des Studiums fuhren die Gelehrten aller Zeitalter fort, in die Torah einzudringen und sie zu interpretieren. Alle ihre Worte heißen »mündliche Torah«.
6. Die Literatur der mündlichen Torah umfaßt das Schrifttum der Midraschim, auslegende homiletische (griechisch, erbauliche Bibelauslegung) und gesetzliche Werke, die Mischnah, die Traktate des Talmud, die Schriften der »Geonim« (hebräisch, die Großen, Gelehrte des 6.11. Jahrhunderts), der »Rischonim« ( 11.16. Jahrhundert) und der »Acharonim« ( 16.-20. Jahrhundert). Diese Literatur behandelt alle Belange des Judentums: Gesetz und Legende, das Weltliche und das Metaphysische, Glaube und Praxis, Benehmen und Moral, sowie das Gleichgewicht zwischen Torahstudium und der Teilnahme an weltlichen Dingen.
7. Es gibt 613 Gebote in der Torah. Davon sind 248 positive Gebote und 365 negative Gebote (=Verbote). Ihre Aufgabe ist, den Menschen vom Bösen fernzuhalten und ihn auf den rechten Weg zu führen. Das gilt sowohl für die Einzelperson als auch für das Volk als Ganzes.
8. Ein Großteil der Gebote kann nicht von jedem Juden erfüllt werden, denn viele Gebote beziehen sich auf den Tempel und die Priester, die dort dienen. Außerdem gibt es Gebote, wie z.B. hinsichtlich der Scheidung, die nur dann verpflichtend sind, wenn eine Situation eintritt, wo sie anwendbar sind.
9. Das Einhalten dieser Gebote hat einen positiven Einfluß auf diejenigen, welche sie ausüben und auf die Welt im ganzen.
10. Im allgemeinen erklärt die Torah nicht die Gründe der Gebote, und selbst das, was ein Grund eines Gebotes zu sein scheint, ist nicht der ganze Grund. Es gibt Gebote, wie die Verbote von Mord oder Raub, deren Gründe unmittelbar verständlich sind und solche, deren Gründe jenseits des menschlichen Verstandes liegen, die letzteren heißen »Chukim«. Letztendlich widerspricht aber keine dieser beiden Gruppen der menschlichen Logik.
11. Die Torah hat uns offenbart, daß die Gebote zu unserem eigenen Wohl geschaffen wurden und daß durch sie ein Mensch hoffen darf, Vollkommenheit zu erzielen und seine Lebensaufgabe zu erfüllen. In der Tat sind die Gebote genau das, was der einzelne Jude und die jüdische Gemeinschaft in dieser Hinsicht brauchen.
12. Das Torah-Ideal eines moralischen Lebens strebt danach, einen göttlichen Standard des Guten zu erreichen. Die Moral der Torah lernt man durch Studium und Befolgen der Gebote, welche ihrerseits in Einklang mit der moralischen Natur des Menschen und seiner Welt stehen.
GOTTESDIENST: GEBET UND TEMPELOPFER
Damit der Mensch eine größere Nähe zu Gott erlangen kann und ein Mittel hat, Ihm anzuhaften, schuf Gott die wunderbare Institution des Gebetes.
Das Gebet ist dazu da, den Menschen und die Welt auf alle erdenkliche Weise zu vervollkommnen. Es entfernt schwere Steine von seinem Herzen und befreit ihn von Depressionen. Es erhebt ihn, und mit ihm wird die ganze Schöpfung erhoben.
Das Hauptziel des Gebetes ist, Gottesnähe zu ermöglichen. Sein unmittelbares Anliegen ist aber die Bitte an Gott, Er möge Seinen W illen - d.h. das letztgültige Gute fiir den Einzelnen und die Gesellschaft - ausführen.
Jeder Gottesdienst des Tages hat seinen besonderen positiven Einfluß und erfüllt seine jeweils andere Funktion. Die Art, wie beides erreicht wird, hängt von den äußeren Umständen und der inneren Einstellung des Menschen während seines Gebetes ab.
Durch sein Gebet wird der Mensch mit der größeren Gemeinschaft verbunden, und schon diese Verbindung an sich hat einen positiven Einflluß auf den Einzelnen. Daher auch die Wichtigkeit des Gemeinschaftsgebetes, denn in der Erlösung der Gemeinschaft wird auch der Einzelne erlöst.
Der Wortlaut der im Plural formulierten Gebete sowie ihr Inhalt beziehen sich auf alle Bedürfnisse der Gesellschaft. Er wurde genauestens und bewußt von den Männern der Großen Versammlung formuliert, welche die Gebete unter Einwirkung des heiligen Geistes schufen.
Die Synagoge, als der fiir das Gebet bestimmte Ort, wird durch die Gemeinschaft, welche zum Gottesdienst in ihr zusammenkommt, geheiligt. Es ist daher besonders wichtig, in einer Synagoge zu beten.
Der heilige Tempel hatte in der Vergangenheit zwei Funktionen: Vervollkommnung der Welt und des Einzelnen durch Darbringen von Opfern und er diente als ein Ort für die Einkehr der göttlichen Gegenwart. Daher war der heilige Tempel die Quelle der göttlichen Einwohnung und des göttlichen Segens. Der wichtigste Gottesdienst in dieser Welt fand dort statt.
Rabbiner Eliahu Avichail
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