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Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:37Diskussionsbereich zum Judentum
Bitte bei der Diskussion nicht auf den Respekt dem Andersgläubigen gegenüber nicht vergessen!!
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:39Antwort von Jurek
Jurek:
Kurzweilig dachte ich heute an Israel, als ich heutigen Tagestext las.
Ich möchte bitte wenigstens Teilweise diesen hier wiedergeben:
Leittext:
„Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.«“ – (Römer 1:16,17).
Also jedem einzelnen Juden (genauso wie anderen auch); und der ist Gerecht, der aus Glauben leben wird. Doch aus welchen Glauben? Welchem Evangelium?
Kommentar des heutigen Tagestextes:
„Der Mensch und die Welt stehen jetzt unter dem Gericht Gottes, so wie einst die Welt vor der Flut, dann Ägypten und dann Kanaan unter Gericht standen. Aber Gott hat eine Zuflucht bereitet für den sündigen Menschen durch das Evangelium. Das Opfer seines eigenen „Lammes“ ist die Antwort auf all seine gerechten Forderungen an den Sünder. Gott selbst hat das „Lamm“ gegeben und das Opfer angenommen. Der Glaube nimmt diese Gabe an. Durch Glauben beruft sich der Sünder auf diese Antwort – und ist gerettet.
Was für ein einfaches, erstaunliches Verfahren! Allein der Glaube hat also Zutritt zu dem Weg Gottes in Gnade. „Glaubensgehorsam“ ist deshalb das, was jetzt nötig ist (Römer 1:5). Und als der Herr einmal gefragt wurde: „Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?“, antwortete Er: „Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“ (Johannes 6:28,29).“ - J. G. B. [size=-2](Hervorhebung von mir).[/size]
Ich bin der Meinung, dass keinem Juden wird wohl was nützen, dass er Jude ist, weil nicht das rettet, sondern die (rechtzeitige – VOR der zweiten Ankunft des HERRN JESUS) Annahme JESU CHRISTI! (vgl. Röm 8:17; 10:12; Gal 3:28,29; 1.Kor 12:13; Kol 3:11; Joh 10:16 etc.).
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:42Nachtperle antwortet
Nachtperle:
Lieber Jurek,
Zitat: Ich bin der Meinung, dass keinem Juden wird wohl was nützen, dass er Jude ist, weil nicht das rettet, sondern die (rechtzeitige – VOR der zweiten Ankunft des HERRN JESUS) Annahme JESU CHRISTI!
Ich muss mir das noch sehr genau anschauen. Ich kann es nicht sagen, ob das so sein wird, wie du es aus der Bibel erkennst.
Ich persönlich fühle mich zum Judentum sehr hingezogen. Nicht weil ich den jüdischen Glauben annehmen möchte, sondern weil die Lehre anders, ich möchte fast sagen, dem Gott ähnlicher, vermittelt wird.
Christen tragen eine große Verantwortung, wenn sie sicher sind, dass es so stimmt, wie sie sagen!
Christen tragen die Verpflichtung, den Ungläubigen und Andersgläubigen das "Wahre, Richtige" zu überbringen, näherbringen und zu erklären.
Das geht aber nur, wenn man Worte findet, die das Herz erreichen, nicht verstocken!
Und wir kennen alle hier die Aussagen so mancher "Christen" in anderen Foren. So spricht man einen Andersgläubigen nicht an. So erreicht man dessen Herz nicht!
Wie schreibt Jakobus? Die Zunge......
Es ist also nicht immer der Ungläubige, der Andersgläubige der Jenige, der nicht verstehen will. Oft wird der Weg zum Herzen durch gar arg unbedachte Worte versperrt.
Jakobus hilft den Christen zu verstehen, wie sie "Handeln und Reden" sollten.
Jakobus 3
Warnung vor Mißbrauch der Zunge
Werdet nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein schwereres Urteil empfangen werden! 2Denn wir alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln. 3Wenn wir aber den Pferden die Zäume in die Mäuler legen, damit sie uns gehorchen, lenken wir auch ihren ganzen Leib. 4 Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. 5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! 6 Auch die Zunge ist ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge unter unseren Gliedern, als diejenige, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird. 7 Denn jede Art, sowohl der wilden Tiere als auch der Vögel, sowohl der kriechenden als auch der Seetiere, wird gebändigt und ist gebändigt worden durch die menschliche Art; 8 die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen: sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes. 9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen worden sind. 10 Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein! 11 Die Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervor? 12 Kann etwa, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen oder ein Weinstock Feigen? Auch kann Salziges nicht süßes Wasser hervorbringen.
Warnung vor Streitsucht
13 Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit!
14 Wenn ihr aber bittere Eifersucht und Eigennutz in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit! 15 Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische.
16 Denn wo Eifersucht und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. 17 Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedvoll, milde, folgsam, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt.
18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.
Lieber Jurek, sie das nicht als böse Kritik an dir. Hier wird nämlich jedem seine Ansicht gelassen. Und jeder darf seine Meinung sagen!
Meine Gedanken sind nur ein Denkanstoß. Nicht mehr und nicht weniger....
Ich glaube, das Herz zu erreichen ist weit wichtiger, als nur Wissen weitergeben zu wollen.
Sei lieb gegrüßt
Deria
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:43Antwort von Hannes
Hannes:
Der Sohn wird alle in helles Licht tauchen. Wie es auch heißt: ´Nicht allein für unsere Verfehlungen starb er, sondern auch für die der ganzen Menschheit.´
Allerdings: Wer jetzt, wo Not am Mann ist, die freie Gabe Gottes für unnötig hält, warum sollte er dann, wenn Gott daran geht, alles neu zu machen, ihn dann auf einmal mehr lieben als sich selbst, wo er jetzt doch ein fehlerhafter und unwürdiger Mensch ist, und dann immerhin gesund und voll neuer Kraft? Darum spricht er: ´Heute, wenn ihr seine eigene Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht.´
War der Pharao etwa kraftlos, als er sich am Ende doch noch gegen Gottes befreites Volk erhob? Nein, er war voller Kraft und Wut, aber sein Aufbäumen war vergeblich. So wird sich alle Menschheit, die Gottes Gebot missachtet, am Ende als Gog und Magog erweisen.
Unsere Sorge aber sei das nicht. Um solche wird keiner mehr trauern. Trauern tun wir jetzt um jene, die Gottes Wege erkannt haben und dann zurückweichen in ein Leben, das nicht wert ist, Leben genannt zu werden.
Wer aber sind diese?
Kaum einer scheint Gott wirklich erkannt zu haben. Was bleibt, ist die Eifersucht Gottes und unser Kampf, an Gottes Statt um Versöhnung zu bitten.
Wer Gott liebt, hat alle Parteien hinter sich gelassen. Er ist nicht mehr Jude, oder ´Christ´, so als ob er einer ´Religion´ zugehöre.
Gott achtet nicht auf irgendwelche Zugehörigkeiten und Einbildungen von Menschen.
(Und was ist der Name ´Jesus´ viel mehr als eine Einbildung für die meisten?)
Oder hat etwa die Christenheit das Judentum der Tage Jesu um so viel übertroffen?
Nein.
Im Übeltun sind sie ihnen um nichts nachgestanden.
Einen schmalen Weg ist er selbst gegangen. Zu einem königlichen Priestertum hat er uns berufen.
Da mag er mit Recht auch etwas von uns erwarten.
Mit Gruß
hannes
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:44Antwort von Jurek
Jurek:
Hallo Deria,
danke für deine bisherige Aufmerksamkeit, die du mir auch hier schenkst.
Ich schreibe nur hier meine Gedanken. Ich möchte niemanden was damit aufdrängen oder absolute Richtigkeit beanspruchen! Im Gegenteil. Durch eine Diskussion in einem Diskussionsforum (?), kann ich auch meine falschen Ansichten revidieren.
Du schreibst, dass du dich zum Judentum sehr hingezogen fühlst.
Das ändert wohl aber nichts an der Theologie, wie wir die aus der Bibel für uns erkennen können?
Wenn ich schreibe, dass die Zugehörigkeit zum Judentum allein nicht rettet, sondern die Annahme JESU, dann ändert das nichts an dem, ob ich auch mich zu dem Judentum hingezogen fühle oder nicht, weil das wieder m.E. ganz anderer Kapitel ist.
Christen tragen eine große Verantwortung, wenn sie sicher sind, dass es so stimmt, wie sie sagen!
(Nur allgemein):
Ich behaupte nicht, dass ich alles da 100% richtig verstehe und alles weiß. NEIN, das tue ich nicht! Ich überlasse es anderen ihre persönliche Entscheidung, wehrend ich das sage oder schreibe, wovon ich pers. überzeugt bin. Doch die Entscheidung und Verantwortung liegt bei den anderen, was sie damit machen oder nicht. (Röm 14:12; 2.Kor 5:10).
Jeder trägt m.E. für sich selbst (wie z.B. bei mir es ist) die größte Verantwortung…
- Bist du da auch dieser Ansicht?
Christen tragen die Verpflichtung, den Ungläubigen und Andersgläubigen das "Wahre, Richtige" zu überbringen, näherbringen und zu erklären.
Das ist unsere christliche Aufgabe und Pflicht, das Evangelium über CHRISTUS JESUS anderen zu überbringen.
Aber auch da ist es so, dass wir nur pflanzen, und wenn’s geht auch begießen, aber GOTT lässt es aufsprießen und wachsen.
Das geht aber nur, wenn man Worte findet, die das Herz erreichen, nicht verstocken!
Ich habe einen Prediger hören reden, der gesagt hat, dass die Menschen wie Schlösser sind, und die Evangelisten, wie die Schlüssel. Nicht jeder Schlüssel passt zu jedem Schloss. Aber jeder Schloss könnte passen, wenn beide Teile angepasst werden…
Es hängt sicher sehr viel davon ab, wie wer was darbringt. Aber nicht unbedingt nur davon! =(vgl. Joh 6:60,66 im Kontext!).
Man kann auch nur deswegen verachtet werden, weil DIE ANDEREN es einfach kein wirkliches Interesse haben!
Würde es um Gold und kostbare Steine gehen, was meinst du, wie die Menschen sich auf einmal wandeln könnten, und selbst ihre (über)empfindliche Gefühle zügeln könnten! …
Und wir kennen alle hier die Aussagen so mancher "Christen" in anderen Foren. So spricht man einen Andersgläubigen nicht an. So erreicht man dessen Herz nicht!
Es gibt viele nicht „Astreine“ Aussagen.
Ich meine, dass man da auch sehr unterscheiden muss, weil da auch Prioritäten (z.B. Apg 5:29) große Rolle spielen.
Einerseits (so nach schon angeführten Joh 6, hat Jesus, als der Beste Lehrer aller Zeiten, auch Prioritäten gehabt, ohne Kompromisse zu machen!
Andererseits ist es so, dass s.g. „Christen“, oft andere nur ‚schlagen’, weil sie sehr dominant sind und meinen, dass quasi nur sie die Wahrheit erkannt hätten …
Es ist also nicht immer der Ungläubige, der Andersgläubige der Jenige, der nicht verstehen will. Oft wird der Weg zum Herzen durch gar arg unbedachte Worte versperrt.
Das sehe ich auch so wie du.
Aber das „nicht immer“ bedeutet auch, dass es oft genug auch an anderen liegt! Frag einen „ZJ“, der oft genug im Predigtdienst, von so genannten „Christen“, die jeden Sonntag in die Kirche laufen…, ausgestoßen wird…
Jakobus 3 entbindet aber keinen der „Kleinsten“ unter den Christen, nicht den CHRISTUS vor anderen zu verkünden …
Lieber Jurek, sie das nicht als böse Kritik an dir. Hier wird nämlich jedem seine Ansicht gelassen. Und jeder darf seine Meinung sagen!
Ich will niemanden auch irgendwelche Ansicht wegschreiben oder so was. Ich habe es nur meine Ansicht geschrieben, und andere können auch andere Ansicht haben.
Ich glaube, das Herz zu erreichen ist weit wichtiger, als nur Wissen weitergeben zu wollen.
Auch mir geht es nicht um das trockene Wissen, sondern um das Lebengebände Wissen. Ein Angebot durch mich, nicht mehr…
Und ich meine schon 100%, dass nur durch die Annahme des HERRN JESUS, erreicht man nicht nur das Herz (was eigentlich GOTT erreicht), sondern das ewige (wahre) Leben! (Joh 11:25,26).
Liebe Grüße!
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:49Nachtperle antwortet
Nachtperle:
Lieber Jurek,
Zitat: Das ändert wohl aber nichts an der Theologie, wie wir die aus der Bibel für uns erkennen können?
Wenn ich schreibe, dass die Zugehörigkeit zum Judentum allein nicht rettet, sondern die Annahme JESU, dann ändert das nichts an dem, ob ich auch mich zu dem Judentum hingezogen fühle oder nicht, weil das wieder m.E. ganz anderer Kapitel ist.
Da hast du ganz recht. Besonders was wir aus der Bibel für uns erkennen dürfen.
Jeder erkennt eben etwas anders....Gott wird die Entscheidung treffen, war in seinen Augen "GUT" ist.
Zitat: Wenn ich schreibe, dass die Zugehörigkeit zum Judentum allein nicht rettet, sondern die Annahme JESU, dann ändert das nichts an dem, ob ich auch mich zu dem Judentum hingezogen fühle oder nicht, weil das wieder m.E. ganz anderer Kapitel ist.
Hier genau das selbe. Ein Jude hat (noch) nicht erkannt...Gott wird entscheiden, ob er ihn als sein Kind annehmen will, oder nicht. Unsere Meinung ist da nur Sekundär.
Zitat: Ich behaupte nicht, dass ich alles da 100% richtig verstehe und alles weiß. NEIN, das tue ich nicht! Ich überlasse es anderen ihre persönliche Entscheidung, wehrend ich das sage oder schreibe, wovon ich pers. überzeugt bin. och die Entscheidung und Verantwortung liegt bei den anderen, was sie damit machen oder nicht. (Röm 14:12; 2.Kor 5:10).
Jeder trägt m.E. für sich selbst (wie z.B. bei mir es ist) die größte Verantwortung…
- Bist du da auch dieser Ansicht?
Nein, lieber Jurek, ganz dieser Ansicht bin ich nicht. Denn wenn du überzeugt bist, dass der Jude, er ehrlichen Herzens glaubt, das Richtige zu haben, nicht gerettet werden kann, weil er Jesus nicht annimmt, dann hast du Verantwortung!
Und zwar diese: Das Evangelium so zu bringen, damit der Andere, in dem Fall der Jude, sich von Herzen angesprochen fühlen kann. Zu sagen: Du liegst falsch, und nur einige Bibelverse dazu sagen, scheint mir zu wenig. Jemanden Gewinnen wollen ist mehr als zu sagen: Du liegst verkehrt.
Zitat: Das ist unsere christliche Aufgabe und Pflicht, das Evangelium über CHRISTUS JESUS anderen zu überbringen.
Aber auch da ist es so, dass wir nur pflanzen, und wenn’s geht auch begießen, aber GOTT lässt es aufsprießen und wachsen.
Ganz richtig Jurek. Nur sollte darauf geachtet werden, wie und wo man pflanzt. Mancher Boden muss erst vorsichtig zubereitet werden, damit er dann auch die Saat aufgehen läßt.
So ist es auch wichtig, meine ich, die Menschen als einzigartige Person zu sehen, und die Worte den Menschen so anpassen, damit die Saat auch angenommen wird. erst dann kann auch Frucht möglich sein.
Zitat: Es gibt viele nicht „Astreine“ Aussagen.
Ich meine, dass man da auch sehr unterscheiden muss, weil da auch Prioritäten (z.B. Apg 5:29) große Rolle spielen.
Einerseits (so nach schon angeführten Joh 6, hat Jesus, als der Beste Lehrer aller Zeiten, auch Prioritäten gehabt, ohne Kompromisse zu machen!
Prioritäten setzen bringt erst dann was, wenn die Person mal von der Christenlehre überzeugt ist. Vorher drängt es eher ab vom Christ sein wollen. Ein Jude ist in der christlichen Lehre wie ein Neugeborenes. Würdest du ein Neugeborenes gleich mit Pfeffersteak füttern? Wohl kaum.
Zitat: Andererseits ist es so, dass s.g. „Christen“, oft andere nur ‚schlagen’, weil sie sehr dominant sind und meinen, dass quasi nur sie die Wahrheit erkannt hätten …
Stimmt genau. Das wollen wir hier auf jeden Fall vermeiden.
Zitat: Das sehe ich auch so wie du.
Aber das „nicht immer“ bedeutet auch, dass es oft genug auch an anderen liegt! Frag einen „ZJ“, der oft genug im Predigtdienst, von so genannten „Christen“, die jeden Sonntag in die Kirche laufen…, ausgestoßen wird…
Klar gibt es auch solche. Und genau solche, kann man eher mit netten, freundlichen Worten gewinnen, als mit "Schlägen" Nirgends steht, dass man das Evangelium mit der Peitsche verkünden soll.
Zitat: Jakobus 3 entbindet aber keinen der „Kleinsten“ unter den Christen, nicht den CHRISTUS vor anderen zu verkünden …
Stimmt! Jakobus soll auch nur zeigen, was man alles mit der "Zunge" anrichten kann und wie wichtig es ist, die Zunge im Zaum zu halten. Hier ist es ja eher der Tippfinger :D
Zitat: Ich will niemanden auch irgendwelche Ansicht wegschreiben oder so was. Ich habe es nur meine Ansicht geschrieben, und andere können auch andere Ansicht haben.
Das ist auch voll OK. Mach das bitte auch weiter so! Es ist auch voll OK, über diese Ansichten zu diskutieren. Ich lege nur wert auf den rechten "Ton". Aber ich habe bei dir keine Bedenken deshalb.
Zitat: Auch mir geht es nicht um das trockene Wissen, sondern um das Lebengebände Wissen. Ein Angebot durch mich, nicht mehr…
Und ich meine schon 100%, dass nur durch die Annahme des HERRN JESUS, erreicht man nicht nur das Herz (was eigentlich GOTT erreicht), sondern das ewige (wahre) Leben! (Joh 11:25,26).
Ein Grund mehr, den Menschen diese Botschaft liebevoll, wenn auch bestimmt näher zu bringen.
Ich freue mich Jurek, dass du hier mitschreibst. Und ich schätze deine Beiträge sehr.
Weiter so.......
Liebgruß Deria
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 09:50Antwort von Jurek
Jurek:
Werte Deria,
Du schreibst:
Da hast du ganz recht. Besonders was wir aus der Bibel für uns erkennen dürfen.
Jeder erkennt eben etwas anders....Gott wird die Entscheidung treffen, war in seinen Augen "GUT" ist.
Bei vielen Dingen ist es auch m.E. nicht soo sehr wichtig, ob wir alle alles 100% gleich verstehen! Wir sind keine Roboter, oder damit ist auch nicht die EINHEIT gemeint, zu der wir oft in der Bibel ermahnt werden.
Zur Errettung sind nicht viele Dinge nötig. GOTT hat allen Menschen leicht getan (besonders was die Alten etc. betrifft…). Nur die Intellektuellen der Welt werden mit dem ganzen vielen „WirrWarr“ verblendet…
Auch das Erkennen der wahren Christen ist nur ein „Stückwerk“.
Es ist daher m.E. nicht so entscheidend, was wir in vielen nicht so wesentlichen Dingen für uns persönlich entnehmen und wie wir in Laufe der Zeit was davon verstehen und darin wachsen (auch herauswachsen)…
ABER! Es ist sehr entscheidend, das Minimum, was wir unbedingt verstehen MÜSSEN. = Das „Minimum“ wäre z.B. das, was der Verbrecher am Holz neben CHRISTUS erkannte, und zu dem er sich bekannte: Das JESUS wahrhaft der SOHN GOTTES ist, der uns zu erlösen vermag, weshalb seine Annahme als seine Jünger, LEBENSWICHTIG ist! Daran führt kein Weg vorbei!
Wir können unterschiedlich über das Judentum schreiben und denken… Aber eines ist m.E. FIX. Auch die Juden können NUR dann gerettet werden, wenn sie rechtzeitig JESUS CHRISTUS als ihren HERRN annehmen! (Joh 3:36; 5:23,24; 14:15; 1.Joh 2:23; 5:12).
Hier genau das selbe. Ein Jude hat (noch) nicht erkannt...Gott wird entscheiden, ob er ihn als sein Kind annehmen will, oder nicht. Unsere Meinung ist da nur Sekundär.
Natürlich entscheidet CHRISTUS das, wer leben wird, wer nicht. Er prüft die Herzen und macht dabei keine Fehler!
Unsere private Meinung ist da immer sekundär! Aber ob die Meinung des HERRN, die Er uns schon mitgeteilt hat, und ich die oben anführte, auch sekundär ist?
Können wir als Christen nicht heute auch (aus der Bibel) wissen, welche Kriterien entscheiden, ob man gerettet wird oder nicht?
Ich meine: schon!
Nein, lieber Jurek, ganz dieser Ansicht bin ich nicht. Denn wenn du überzeugt bist, dass der Jude, er ehrlichen Herzens glaubt, das Richtige zu haben, nicht gerettet werden kann, weil er Jesus nicht annimmt, dann hast du Verantwortung!
Und zwar diese: Das Evangelium so zu bringen, damit der Andere, in dem Fall der Jude, sich von Herzen angesprochen fühlen kann. Zu sagen: Du liegst falsch, und nur einige Bibelverse dazu sagen, scheint mir zu wenig. Jemanden Gewinnen wollen ist mehr als zu sagen: Du liegst verkehrt.
Da stimme ich dir völlig zu!
Ich meine aber, dass das Medium Internet, sich dafür nur bedingt eignet, weil da man öfter missverstanden wird - als wenn man Auge an Auge miteinander sprechen kann.
Nur sollte darauf geachtet werden, wie und wo man pflanzt. Mancher Boden muss erst vorsichtig zubereitet werden, damit er dann auch die Saat aufgehen läßt.
So ist es auch wichtig, meine ich, die Menschen als einzigartige Person zu sehen, und die Worte den Menschen so anpassen, damit die Saat auch angenommen wird. erst dann kann auch Frucht möglich sein.
Auch da stimme ich dir völlig zu!
Einst schon Karl (…) hat mir geschrieben, dass ich mich manchmal (oder oft?) benehme, wie ein Elefant im Porzellanladen!
Also diese hohe Kunst der Einfühlsamkeit, die beherrsche ich leider nicht.
Und was das Hänschen nicht lernt, das lernt der Hans nicht mehr… (?)
Versuchen tue ich es aber (wenigstens manchmal – vielleicht auch immer öfter)…
Prioritäten setzen bringt erst dann was, wenn die Person mal von der Christenlehre überzeugt ist. Vorher drängt es eher ab vom Christ sein wollen. Ein Jude ist in der christlichen Lehre wie ein Neugeborenes. Würdest du ein Neugeborenes gleich mit Pfeffersteak füttern? Wohl kaum.
No ja… Ich würde das etwas anders formulieren. Denn mit dem „überzeugt sein“ und „ausreichend informiert sein“, da sehe ich Unterschiede.
Ein überzeugter Mensch hat das im Herzen und ein ausreichend informierter meist nur im Kopf.
Der Jude, von dem du schreibst als ein „Neugeborenes“, da kann man den sicher nicht mit „Pfeffersteak“ füttern, sonst erstückt es daran!
Aber wenn ich mir den Vergleich mit Abiyyah erlauben dürfte, so war er (so nach seinen eigenen Worten), ein getaufter „ZJ“!
Und als solcher ist es unmöglich, dass er ein „Neugeborenes“ ist!
= Was meinst du in diesem speziellen Fall?
… Stimmt genau. Das wollen wir hier auf jeden Fall vermeiden.
Du, Chiara und Hannes, habt die „Zügel“. Wenn ich über das Ziel hinaus schießen sollte (was nicht meine bewusste Absicht ist), gebraucht sie diese!
Klar gibt es auch solche. Und genau solche, kann man eher mit netten, freundlichen Worten gewinnen, als mit "Schlägen" Nirgends steht, dass man das Evangelium mit der Peitsche verkünden soll.
Natürlich nicht mit der „Peitsche“! So wie der Cherki wiederholt schon schrieb: Nicht aufdrängen!
Leider kann man aber nicht alle Menschen für CHRISTUS gewinnen =(mein vergangenes Beispiel mit Joh 6).
Da kann man auch mit „Engelszungen“ reden, da wird nix nützen.
Aber dieses „Rezept“ (welches auch in der Bibel steht), das stimmt sicher! So sehe ich es auch. Mit freundlichen Worten kann man die anderen eher gewinnen als mit den „Schlägen“.
Ich freue mich Jurek, dass du hier mitschreibst. Und ich schätze deine Beiträge sehr.
Weiter so......
Danke für die ‚Blumen’! - Das Kompliment auch zurück!
Liebe Grüße auch!
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:03Antwort von Hannes
Hannes:
Jurek!
Du schreibst
Zitat: Wir können unterschiedlich über das Judentum schreiben und denken… Aber eines ist m.E. FIX. Auch die Juden können NUR dann gerettet werden, wenn sie rechtzeitig JESUS CHRISTUS als ihren HERRN annehmen!
Warum sagte Iesous er allein sei Weg, Wahrheit und Leben?Weil Gott etwa engherzig geworden ist?
Nein.
Er sagte es, weil es so ist. Kein Mensch hat irgend etwas von Gott erkannt oder erfahren, das nicht aus dem Sohn stammt.
Von ihm sagt die Schrift:
´Du, o Herr, hast im Anfang die Grundlagen der Erde gelegt und die Himmel sind das Werk deiner Hände.´
und
´Nicht eins von allem, was je bebildet wurde, ist ohne das Wort ins Dasein gekommen.´
und
´gleich wie Gott ist das Wort´
Darum sagte er es. Nicht weil er auf Buchstaben und Laute Wert legen würde. Sonst hätte er gesagt, wir müssen den hebräischen Namen, mit dem sich Gott den Vätern und dann Moses offenbart hatte, richtig sagen können.
Aber nicht darin besteht der Wille Gottes.
Das, was der Name bedeutet, hat sich im Kommen des Sohnes erfüllt und wird sich noch viel mehr erfüllen.
Um die Kraft und den Willen Gottes geht es, nicht um ´Bezeichnungen´. Ist es nicht so, dass die meisten, die die Worte ´Herr Jesus´ im Munde führen, ihn gar nicht wirklich als das erkannt haben, was er ist:
´Lebengebender Geist´
Wo kämen sonst die vielen Abbildungen und Symbole her, die ohne jeden Wert sind, und die vielen Kirchen und Parteiungen?
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:04Nachtperle antwortet
Nachtperle:
Lieber Jurek,
Wir wollen nicht hin und her zerpflücken, was nötig ist, wie wir schreiben sollen u.s.w.
Aber das scheint mir doch noch wichtig:
Zitat: Aber wenn ich mir den Vergleich mit Abiyyah erlauben dürfte, so war er (so nach seinen eigenen Worten), ein getaufter „ZJ“!
Und als solcher ist es unmöglich, dass er ein „Neugeborenes“ ist!
= Was meinst du in diesem speziellen Fall?
Ich meinte mit den Juden nicht Abiyyah, sondern einfach den gläubigen Juden. Denn hier geht es ja um das Judentum in diesem Thread.
Was Abiyyah betrifft! Er ist doch genau das traurige Beispiel, was Christen anrichten können, wenn sie meinen, dass der "Ton" keine Rolle spielt, sondern nur der Inhalt.
Hat er sich nicht vom Christentum wieder zurückgezogen, weil er nur Enttäuschung mit den sogenannten Christen erlebt hat?
Weil er die "vom hl. Geist geleiteten Personen" nicht ertragen konnte? Weil gerade diese, die doch durch die Leitung Früchte des hl. Geistes bringen sollten, ihre Früchte aber das Schaudern lehrte? Das was vermittelt wurde, konnte das Herz nicht ansprechen. Nein, im Gegenteil. Das Herz wurde schwer, traurig und verzweifelnd gemacht! Sogar Angst hat sich breit gemacht!
Ist es DAS, was Jesus aufgetragen hat? Macht man so Jünger?
Nein mein Lieber, ein Christ kann sich seiner Verantwortung nicht entziehen mit der Ausrede, Gott lässt es wachsen. Es ist schon auch eine gute Pflanzung nötig. Sonst wächst nichts.
Internet sagst du, ist nicht geeignet ist, weil man leicht missverstanden werden kann. Ein Grund mehr, dass man im Internet auf den netten guten "Ton" achtet.
Ich möchte dir da meine eigene Erfahrung bringen.
Für mich war das Internet auf Grund meiner Krankheit lange Zeit die einzige Verbindung zur Außenwelt. Ich habe da die "Christen" so richtig kennengelernt. Und............
Ich habe gebetet, nie ein Christ zu werden. Ich wollte und will nicht so herzlos werden, wie diese "Christen" sind. Ich will nicht Schmerz zufügen, wie es diese "Christen" unentwegt und mit Freuden tun. Ich will ein Mensch sein! Ich will ein Mensch bleiben!
Wenn Christsein veruteilen, hartherzig sein, selbstgerechtsein, u.s.w. bedeutet, dann will ich kein Christ sein. Und wenn dann die Mehrheit der sogenannten Christen diese Merkmale aufweist, darf es nicht verwundern, wenn sich Suchende vom Christen abwenden.
Und wie ich an dem Beispiel Jesu erkennen kann, war auch er Mensch (auf der Erde). Ich konnte und kann oft kein Gemeinsames erkennen zwischen den von hl. Geist geleiteten Menschen und Jesus. Eine sehr verwischte Fußstapfenspur!
Jesus hat verurteilt! Jesus war zornig!
Aber Jesus erkannte die Herzen! Jesus hatte vom Vater die Befugnis zu urteilen. Hat der Mensch diese Befugnis auch? Mit welchem Recht maßt sich ein Mensch an, zu tun, und dann noch dazu zu sagen, ich tue so, weil Gott auch GENAU SO getan hat, weil Christus GENAU SO getan hat? Stimmt das wirklich?
Kommt das nicht auch einem Beurteilen gleich? Einer Beurteilung von Gott und Jesus? Eine Anmaßung!
Vergiss eines nicht: Mit dem Maße, mit dem wir messen, werden wir gemessen. Mit anderen Worten. So wie wir von anderen verlangen, wird auch von uns verlangt. Sind wir uns der Tragweite wirklich bewußt?
Noch etwas!
Zitat: Ein überzeugter Mensch hat das im Herzen und ein ausreichend informierter meist nur im Kopf.
Wie willst du jemanden von etwas überzeugen, oder, wie willst du dich von etwas überzeugen, wenn es nicht zuerst den Kopf, das Hirn passiert? Der Weg ist nun mal vom Kopf zum Herzen.
Zitat: Und was das Hänschen nicht lernt, das lernt der Hans nicht mehr… (?)
Gut dass du ein Fragezeichen gesetzt hast, lieber Jurek. Der Hans kann bis ins hohe Alter dazu lernen und genau so lange Änderungen in seinem Leben vornehmen!
Also Jurek, kein Grund aufzugeben! Auch Elefanten können sehr mitfühlend, sehr lieb und sehr nett sein! Und im Porzellanladen findet man sie ja nur sehr selten :D
Ich denke, ich hoffe, du hast verstanden, was ich sagen will. Wir brauchen sicher keine 100 Beiträge über das rechte Verhalten als Christ! Und wenn, dann bitte einen neuen Thread zum Thema eröffnen, damit wir hier im Thema bleiben können.
Sei mir lieb gegrüßt!
Deria
PS. Ich vermute, dass mit den ungewollten Smileys hast du inzwischen selbst herausgefunden! :D
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:05Nachtperle antwortet
Nachtperle:
Ich möchte das Thema wieder aufgreifen:
Jurek meint:
Zitat: Wir können unterschiedlich über das Judentum schreiben und denken… Aber eines ist m.E. FIX. Auch die Juden können NUR dann gerettet werden, wenn sie rechtzeitig JESUS CHRISTUS als ihren HERRN annehmen!
Wäre das nicht ungerecht? Und ein Privileg für Menschen, die in einem christlichen Land geboren wurden, relativ ruhig leben, weil es die Landesverhältnisse so erlauben, und trotzdem die allein Geretteten sein werden, weil sie das "Glück" hatten, in Ruhe (und mit vollem Bauch) Jesus kennen zu lernen?
Der Jude, der Christus nicht erkannt hat, (Gründe gibt es genug) sich auch im Land und Politisch durchkämpfen muss, in ständiger Angst vor Krieg und Terror leben muss, aber dennoch seinen Gott JHWH liebt, er wird nicht gerettet, weil er Christus nicht (er) kannte?
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:06Antwort von Tricky
Tricky:
Hallo Deria
Zitat: Wäre das nicht ungerecht? Und ein Privileg für Menschen, die in einem christlichen Land geboren wurden, relativ ruhig leben, weil es die Landesverhältnisse so erlauben, und trotzdem die allein Geretteten sein werden, weil sie das "Glück" hatten, in Ruhe (und mit vollem Bauch) Jesus kennen zu lernen?
Der Jude, der Christus nicht erkannt hat, (Gründe gibt es genug) sich auch im Land und Politisch durchkämpfen muss, in ständiger Angst vor Krieg und Terror leben muss, aber dennoch seinen Gott JHWH liebt, er wird nicht gerettet, weil er Christus nicht (er) kannte?
Ich denke, dass es mit Juden genauso ist wie mit allen Menschen auf der ganzen Welt. Jeder, der Christus kennt und ihn studiert und von ihm weiß, der hat nur die Möglichkeit ihn anzunehmen oder nicht.(Graubereich gibt's da keinen) Wer nicht von Jesus weiß und Gott dennoch liebt wird von Gott schlußendlich genauso gerecht gerichtet wie der, der jesus kennt. Gott richtet gerecht, darauf dürfen wir uns aufgrund des biblischen Berichtes verlassen.
Die Frage ist noch, wie lebt ein Jude, der nur das alte Testament akzeptiert seinen Glauben aus? Opfert er am Morgen und am Abend? Wird für jede Sünde ein Tier dargebracht? Wenn ja, wo? Der Tempel ist ja zerstört. Wenn man Jesus als Erfüllung der Opfer aus dem AT nicht hat/annimmt/akzeptiert, dann muss man weiterhin opfern, oder? Denke ich mir zumindest. Aber welcher Jude tut das? Andererseits, wie sollten sonst ihre Sünden weggenommen werden?
fragende Grüße
Tricky
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:07Antwort von Hannes
Hannes:
Hallo, lieber Tricky!
Es wären nicht die Juden, hätten sie auf all das nicht schon lange vor uns Antworten gefunden. Sie sind ja schon in ihren Schriften bereits in Fülle zu finden gewesen. Allerdings, und das sollte ihnen doch zu denken geben, nicht eigentlich in der Torah des Moses!
Leider haben die ´Christen´ dem jüdischen Trotz noch Vorschub geleistet mit ihrer antijudaisierenden Interpretation des Paulus (und wohl auch des Johannes, die ja selbst beide Juden waren und den Geboten untertan, aber was kümmert das die Advokaten der Gesetzlosigkeit).
Aber ich denke wohl, dass an einem Juden wie Abiyyah auch der Christus seine Freude hat. Ich hoffe für uns und für ihn, dass er´s schafft, was Buber und Rosenzweig bewegt hatte: Das Christentum durch die Bibel der Juden zu remissionieren. Nur nicht an dem Christus vorbei argumentieren. Das wäre zu bedauern. Denn wenn es irgend etwas von Bestand gibt, so ist es bereits Erkenntnis des Christus. Er ist ja eben nicht ein Geringerer als Gott, sondern er ist alles, was je ein Mensch von Gott zu erfassen erlangt hat.
Liebe Grüße
hannes
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:08Antwort von Tricky
Tricky:
Hallo hannes!
Zitat: Es wären nicht die Juden, hätten sie auf all das nicht schon lange vor uns Antworten gefunden. Sie sind ja schon in ihren Schriften bereits in Fülle zu finden gewesen. Allerdings, und das sollte ihnen doch zu denken geben, nicht eigentlich in der Torah des Moses!
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann gibt's da also Begründungen für das nicht mehr Opfern. Welche wären das und wo stehen diese Begründungen, wenn nicht in der Torah? Kannst du mir einen kurzen Abriss geben bzw. hinweisen wo ich nachlesen könnte. Wäre mir eine große Hilfe, ich will ja verstehen lernen warum andere (in dem Fall die Juden) so handeln wie sie handeln.
Zitat: Aber ich denke wohl, dass an einem Juden wie Abiyyah auch der Christus seine Freude hat.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Meine Hoffnung und mein Gebet ist, dass das Trennende beim uns vor Augen stehenden Christentum (kath. Inquisition, wehrhaftes Christentum, Judenhassertheorien) für Abiyyah wegfällt und er das "wahre Christentum" (als Sequel zum "wahren Judentum") lieben kann.
viele Grüße
Tricky
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:09Nachtperle antwortet
Nachtperle:
Lieber Tricky
Deine Fragen:
Zitat: Die Frage ist noch, wie lebt ein Jude, der nur das alte Testament akzeptiert seinen Glauben aus? Opfert er am Morgen und am Abend? Wird für jede Sünde ein Tier dargebracht? Wenn ja, wo? Der Tempel ist ja zerstört. Wenn man Jesus als Erfüllung der Opfer aus dem AT nicht hat/annimmt/akzeptiert, dann muss man weiterhin opfern, oder? Denke ich mir zumindest. Aber welcher Jude tut das? Andererseits, wie sollten sonst ihre Sünden weggenommen werden?
Vielleicht findest du hier die Antwort drinnen. Ist zwar viel zu lesen, aber doch meine ich, dass es aus jüdischer Sicht verständlich erklärt ist. (Warum sie heute keine Opfer mehr darbringen.)
Leviticus 1-5
Von Eli Erich Lasch
Nach der Verkündigung der Zehn Gebote treffen wir auf ein scheinbares Paradox: „Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machen wirst, so sollst du ihn nicht aus behauenen Steinen bauen: Denn wenn du über ihm dein Schwert erhebst, hast du ihn entweiht.“ (Exodus 20,21)
Dieser Satz und der vorangehende, ebenso wie die jetzige Parascha, beschäftigen sich mit Tieropfern, einem Thema, das wesentlich dazu beiträgt, dass moderne Menschen Schwierigkeiten haben die Bibel zu akzeptieren.
Tieropfer spielen eine wesentliche Rolle im vorgeschriebenen Ritual und werden in der Bibel breit diskutiert. Der oben zitierte Satz klingt fast wie Hohn . Warum sollte ein Altar, auf dem ständig ein Schwert oder ein Messer benutzt wird, entweiht werden, wenn man die Steine mit demselben Instrument behaut? Wie ist es möglich, dass der Gott der Liebe und des Lebens es zulässt, dass er mit dem Opfern von Tieren verehrt wird?
Wenn wir zum hebräischen Original zurückkehren, stellen wir fest, dass die Bibel nicht von behauenen Steinen, sondern von bearbeiteten Steinen spricht. Die Vorschrift lautet also: Bewahre den Stein in seiner natürlichen Form. Ein Altar aus Erde, ein Altar aus natürlichem Stein. Tieropfer sind weder grausam, noch unmenschlich. Sie sind Teil der natürlichen Ordnung der Dinge.
Im Gegensatz zu den meisten östlichen Religionen fordert die Torah keinen Vegetarismus außer vielleicht im ersten Kapitel der Genesis. Aber das war, bevor Adam und Eva das Paradies verließen um die materielle Welt zu erleben. Laut der Genesis wurde die ganze lebende Natur von Gott erschaffen; für ihn gibt es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren. Er hat beiden das Leben gegeben und die Verantwortung für sie dem Menschen übertragen. Wenn wir das Gefühl haben, dass das Töten eines Tieres eine grausame Handlung als das Ernten von Pflanzen ist, dann nur, weil die tierische Form der unseren ähnlicher ist. Wir können uns leichter mit einem Tier identifizieren als mit einer Pflanze. Neuere Forschungen haben allerdings bewiesen, dass auch Pflanzen Furcht zeigen, und jeder Gärtner weiss, dass Pflanzen sehr positiv auf Liebe und Aufmerksamkeit ansprechen. Um wieder die Bibel zu zitieren: „Es wuchs kein Kraut auf dem Felde ... denn es war kein Mensch da den Boden zu bebauen.“ (Genesis 2, 5).
Die Tiere wurden erschaffen um den Menschen von seiner Einsamkeit zu erlösen (ebd. 18, 19); und sie wurden nach seinem Vorbild erschaffen. Dieser Ähnlichkeit ist sich jeder Arzt bewusst.
Der menschliche Körper ist seiner Konstitution nach Fleisch- und Pflanzenfresser zugleich und kann sich so oder so ernähren – genau wie die verschiedenen Tierarten. Das bringt allerdings die Gefahr mit sich, dass er sich zu sehr mit dem Tierreich identifiziert und seine Ursprünge vergisst; vergisst, dass die Tierwelt seinetwegen erschaffen wurde, wie die Torah uns zeigt. Er wird sich als ein integraler Teil des Tierreiches ansehen und anfangen zu glauben, dass er nur ein intelligentes Tier sei, das Endergebnis eines langen Evolutionsprozesses, das letzte Glied in einer Kette von Affen, ein Glaube, der heute weit verbreitet ist. Der moderne Mensch hat vergessen, dass er nicht nur von der Erde kommt, sondern ein Teil Gottes ist und identifiziert sich völlig mit seinem tierähnlichen Körper.
Das ist meines Erachtens der biblische Grund für die Tieropfer. Tieropfer waren die meistverbreitete Form des Gottesdienstes in der Antike und die meisten Bibelforscher seit dem Rambam[i] glauben, dass sie aus diesem Grund in den biblischen Ritus aufgenommen wurden. Nach dieser Auffassung konnten sich die Menschen einfach keinen Gottesdienst ohne Opfer vorstellen.
Obwohl diese Erklärung sicher stichhaltig ist und möglicherweise einer der Gründe für die Aufnahme des Opfers in den biblischen Ritus war, kann die Macht der Gewohnheit nicht der Hauptgrund sein. Nicht umsonst haben die Propheten gegen diesen Brauch gewettert und immer aufs Neue wiederholt, dass es nicht Gott ist, der die Opfer braucht, sondern die Menschen. Viele der Bibelgelehrten der Vergangenheit haben die Sache einfach damit erklärt, dass es sich um ein Gebot Gottes handele, das man nicht hinterfragen dürfe.
Wenn die Bibel keine anderen Motive gehabt hätte, als Gewohnheiten nachzugeben, hätte sie die Opfer verboten, genau so wie die Götzenanbetung, die gleichfalls weit verbreitet war. Im Gegensatz zum Christentum hat das Judentum auch die Götzen nicht übernommen und in Heilige umgewandelt. [ii] Die Bibel ist ein revolutionäres Werk und gibt niemals Gewohnheiten nach. Was war nun das wirkliche Motiv?
Auch wenn die Opferpraktiken zu Ehren der Götzen den biblischen zu ähneln scheinen, gehen sie von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen aus. Während es das Ziel der damals üblichen Opfer war, die Götter zu besänftigen, indem man sie ernährte, waren die biblischen Opfer symbolische Handlungen.
Sie können grob in drei Gruppen unterteilt werden – Sündopfer, Dankopfer und das tagtäglich wiederkehrende Opfer. Wenn wir mit den Opfern beginnen, die als Buße für begangene Sünden dargeboten werden, müssen wir zur ursprünglichen Bedeutung von Sünde zurückkehren. Wie ich in diesem Buch schon einmal erwähnt habe, hat Sünde nichts mit Bösartigkeit zu tun. Das Wort bedeutet vielmehr: das Ziel verfehlen, den falschen Weg gehen oder einfach einen Fehler machen und die Konsequenzen annehmen. Das könnte der Hintergrund der Opferidee sein. Ein Weg für Fehler zu bezahlen ist etwas zu opfern, das einem gehört, und so den Vorgang der Buße greifbar zu machen.
Aber warum ein Tier dafür töten? Wenn es Ziel der Bibel ist, dem Menschen den Weg zurück zu seiner Göttlichkeit zu zeigen, wird Sünde, das Abweichen vom Weg Gottes zum Rückfall. Aus dieser Sicht würde Sündigen bedeuten: den Weg wählen, der zurück zur Identifikation mit der Tierwelt führt. Dieses ist der Weg, der vom lebendigen Gott und dem ewigen Leben fortführt. Die Götter, die ihn repräsentieren, sind Tiere (wie die Götzen Ägyptens) und ihr Ziel ist die Versklavung an die Erde und den Tod. So ist es sehr angebracht, dass nach dem Verlassen dieses Weges, sein Symbol, das domestizierte, versklavte Tier, geopfert wird.
Diese Sichtweise erklärt auch das Sündopfer, das man darbringt, nachdem man von einer Krankheit geheilt wurde. Die Bibel zeigt uns damit, dass Krankheit mit Sünde gleich gestellt werden soll. Krankheit ist aber keine Bestrafung für eine begangene Sünde, sondern eher das logische Resultat unseres Nachgebens gegenüber so ungöttlichen und tierähnlichen Impulsen wie Angst, Ärger und Sorgen. Oft resultiert Krankheit auch daraus, dass wir unserem Körper Falsches zumuten. Die meisten heutigen Krankheiten sind Zivilisationskrankheiten, die auf „Sünden“ wie Stress, Überessen u.ä. zurückzuführen sind. Wie schon gesagt, ist Krankheit aber keine Strafe eines zürnenden Gottes. Sie wird auch nicht durch innere und äußere Einflüsse ausgelöst, über die wir keine Kontrolle haben. Wir haben die Macht gesünder zu leben und unsere Umgebung zu verändern. Das ist genau das, was die Bibel erreichen will, und nicht umsonst finden sich in ihr und im Talmud so viele Gebote, die sich mit dem beschäftigen, was man heute als sanitäre Vorschriften bezeichnen würde. [iii] Wir sind es, die unseren Körper und unsere Umgebung erschaffen, genauso wie wir selbst unseren Körper und unsere Krankheiten sowie ihre Auslöser entwickeln. Wir und niemand anders sind dafür verantwortlich.
Indem wir körperliche Krankheiten entwickeln, erlauben wir es unserer Schöpfung, unserem Tierkörper, uns zu beherrschen und unsere Probleme zu lösen – ein Zustand, den die moderne Medizin als psychosomatische Krankheit oder „Flucht in die Krankheit“ bezeichnet. Krankheit ist daher nicht nur das Resultat von Sünde, sondern die Sünde selbst, und ihre Heilung sollte als Rückkehr auf den richtigen Weg betrachtet werden. Daher, wie schon gesagt, das Sünd- oder Sühneopfer.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu bemerken, dass die Bibel auch die Askese[iv][v] als Sünde ansieht, für die man durch ein Opfer büßen muss. Der Mensch sollte nicht versuchen Gott, das Prinzip des Lebens, anzubeten, indem er auf das Leben verzichtet. Auch sollte er den Schöpfer nicht dienen, indem er seinen Körper ablehnt, den Teil seiner selbst, den er beständig aufs Neue erschafft. Diese Sichtweise ist genau das Gegenteil der christlichen Tradition, die die Askese befürwortet, da sie den Körper als Feind ansieht, der bestraft und besiegt werden muss.
Die Torah sieht Askese nicht als die Erfüllung von Gottes Willen an; deswegen muss jemand, der der Askese gefrönt hat, ein Sühneopfer bringen. Die Bibel befürwortet ein volles Leben inklusive Geschlechtsverkehr.
Brandopfer haben allerdings eine tiefere Bedeutung, die nur von einer Generation verstanden werden kann, die über unser Wissen verfügt. Was ist es eigentlich, das da geopfert wird, und was geschieht tatsächlich?
Wie wir zuvor gesehen haben, gibt es viele verschiedene Arten von Opfern. Einige werden zum Teil verbrannt und zum Teil verzehrt, andere werden völlig verbrannt. Bei bestimmten Opfern werden nur Säugetiere geopfert, andere schließen auch Vögel ein, während ein dritter Typus nur aus Brot und Olivenöl besteht. Man könnte fast sagen, dass eine Vielfalt von kompletten Mahlzeiten zum Verbrennen zubereitet werden. Wenn wir dieses in unsere moderne Sprache übersetzen, stellen wir fest, dass Opfer tatsächlich vollständige Mahlzeiten sind, die Eiweiße, Fett und Kohlehydrate enthalten. Im Gegensatz zum Götzendienst werden sie aber nicht benutzt, um die Götter zu ernähren, sondern sie werden durch das Opferfeuer von materieller in spirituelle Energie verwandelt. Aber tun wir nicht genau das mit der Nahrung, die wir essen? Wird nicht ständig durch unseren Körper und unser Gehirn essbares Material in Energie umgewandelt? Während Tiere sich nur ernähren um am Leben zu bleiben, wird beim Menschen ein Teil dieses Prozesses benutzt, um geistige Energie zu erzeugen, das, was den Menschen zum Menschen macht. Dieses ist der wirkliche Unterschied zwischen Mensch und Tier.
Die Brandopfer symbolisieren den unüberbrückbaren Abgrund zwischen der Menschheit und dem Tierreich. Tiere, ebenso wie die Pflanzen, gehören der Erde an und sind im Grunde nichts anderes als Glieder einer endlosen Nahrungskette. Ihr Leben ist von drei Trieben erfüllt: Überleben, Ernährung und Fortpflanzung. Während auch der Mensch dieselben Bedürfnisse und Triebe hat, nimmt ihre Erfüllung nur einen Teil seiner Zeit in Anspruch. Da er nicht nur der Erde angehört, ist er mehr als nur ein Glied in der Nahrungskette der Natur, sondern kontrolliert sie in weitem Maße. Er kann es sich daher leisten, Nahrung zu benutzen um Wünsche und Triebe zu befriedigen, die über die tierischen Grundbedürfnisse hinausgehen. Es ist diese Freiheit, die durch das Brandopfer symbolisiert und sogar zelebriert wird. Der moderne Mensch verabscheut zeremonielle Opfer und nennt sie barbarisch, grausam und primitiv. Aber feiern wir nicht alle unseren Überfluss indem wir Tiere opfern um große Gelage abzuhalten? Und was ist mit dem so genannten Jagdsport? Wie viele Tiere werden von Jägern nur zum Vergnügen getötet? Ich frage mich, welcher Brauch barbarischer ist. Zwar bin ich nicht der Meinung, dass wir Tieropfer wieder einführen sollten; aber ich glaube, dass wir versuchen sollten ihre Bedeutung zu verstehen und aufhören sollten sie (und andere Vorschriften der Bibel) als Gebräuche anzusehen, die nur für Primitive taugen. Tieropfer sind nicht verschwunden; nur ihre Form hat sich verändert. Statt Tiere zu opfern um den spirituellen Teil in uns zu ehren, den wir Gott nennen, opfern wir sie zu Ehren unserer niedrigsten (und oft bestialischen) Gelüste und Triebe. Wir opfern sie nicht um zu essen, sondern uns zu überfressen; nicht um unseren Hunger zu stillen, sondern unsere Gefräßigkeit.
Bevor wir dieses Thema verlassen, wollen wir uns noch mit dem Thema der Menschenopfer befassen. Dieses war ein Gebrauch, der von der Bibel aufs Schärfste verurteilt wurde, aber im Volk von Judäa trotzdem weit verbreitet war.[vi] Damals opferte man Menschen um die Gemeinde zu retten. Und heute? Heute opfern wir Körperteile um den Körper zu retten. Wir versuchen nicht den Körperteil zu heilen, sondern schneiden ihn heraus. Haben wir uns wirklich verändert?
Wenn wir jetzt zum Anfang dieses Beitrags zurückgehen, können wir verstehen, warum die Torah den Gebrauch eines Schwerts zum Behauen der Steine des Altars verbietet. Die Torah sieht das Töten von Tieren nicht als einen Akt der Gewalt an, solange es einem positiven Zweck dient und nicht aus einem Zerstörungstrieb heraus geschieht. Das Tier wird auf jeden Fall getötet werden um als Nahrung zu dienen. Wenn nicht durch einen Menschen, so durch ein Raubtier. Das Schwert hingegen wird nur zur Zerstörung benutzt. Selbst das hebräische Wort für Schwert bedeutet: „das, was zerstört“ und hat denselben Stamm wie das Wort für Trockenheit. So ein Instrument beim Bau eines Altars zu benutzen würde diesen entweihen.
[i] Rambam, Der Lehrer der Verwirrten
[ii] Die christliche Religion hat die Götzen zum Teil in Heilige verwandelt. So wurde z.B. Isis in Maria, die Mutter Gottes verwandelt oder, wie C.G. Jung behauptet, Osiris in Jesus. Das hat das Judentum nicht getan.
[iii] Als in Europa der schwarze Tod (die Pest) wütete, waren die Juden kaum betroffen, weil sie die Toten sofort gewaschen und in Leichentücher eingewickelt haben. Deswegen hat man sie beschuldigt die Brunnen vergiftet zu haben.
[iv] hebr. „nazir“; Numeri 6, 13-21
[v]
[vi] 2. Könige, 23.10 und Jeremiah 32.35
Liebgruß Deria
Re: Diskussionsbereich zum Judentum
Deria - 06.01.2008, 10:14Antwort von Hannes
Hannes:
Danke, Deria, für den Artikel
Auf ein paar befremdliche Auffassungen darin möchte ich gerne hinweisen:
Lasch: Im Gegensatz zu den meisten östlichen Religionen fordert die Torah keinen Vegetarismus außer vielleicht im ersten Kapitel der Genesis. Aber das war, bevor Adam und Eva das Paradies verließen um die materielle Welt zu erleben.
-> spätjüdische dualistische Philosophie unter dem Einfluss des Hellenismus (platonisch-stoisch-gnostizistisches Gedanken(un)gut) und in deutlichem Widerspruch zu den Auffassungen des biblischen Menschen von der Vollkommenheit der Schöpfung Gottes
Lasch: Bevor wir dieses Thema verlassen, wollen wir uns noch mit dem Thema der Menschenopfer befassen. Dieses war ein Gebrauch, der von der Bibel aufs Schärfste verurteilt wurde, aber im Volk von Judäa trotzdem weit verbreitet war.[vi] Damals opferte man Menschen um die Gemeinde zu retten. Und heute? Heute opfern wir Körperteile um den Körper zu retten. Wir versuchen nicht den Körperteil zu heilen, sondern schneiden ihn heraus. Haben wir uns wirklich verändert?
Was für eine fürchterliche, bagatellisierende Aussage! Gesunde Kinder wurden ins Feuer geworfen und Lasch vergleicht das mit einer lebensrettenden Amputation (aufgrund von Wundbrand o.ä.)
Der Dualismus ist eine Krankheit per se, und meistens ekklesiogen (oder hier synagogogen) induziert!
Wie heilbar?
Durch die (innere) Erkenntnis, dass wir von Gott geschaffen wurden, ganz und gar, und nicht aus irgendwelchen verschiedenen Substanzen bestehen (im Sinne eines "theomorphen" Trinitarismus von "Geist"-"Seele"-"Körper"
Schriftbeweis:
Der Sohn Gottes ist ganz und vollkommen Mensch geworden und hat sich ganz und gar der Kränkung und Verletzung bis hin zur Tötung durch Menschen unterworfen.
Er hat sich nicht von seinem Menschsein und seiner Körperlichkeit distanziert, im Gegenteil hat er bis zu seinem letzten Atemzug vollkommen als Mensch gelebt im Vertrauen auf seinen Vater und dessen Kraft, durch die er am dritten Tag zu neuem Leben erweckt wurde.
Ist ihm nicht seine Seele erhalten geblieben? Sie wurde in den Tod ausgeschüttet.
Und sein Geist, seine Kraft? Von Gott her wusste und vertraute er, würde er sie wiedererlangen.
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