Portrait einer Legende: Ray Charles

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    Re: Portrait einer Legende: Ray Charles

    Rai Ruri - 07.03.2008, 00:54

    Portrait einer Legende: Ray Charles
    Portrait einer Legende: Ray Charles

    Ray Charles (* 23. September 1930 in Albany, Georgia; † 10. Juni 2004 in Beverly Hills, Kalifornien; gebürtig Raymond Charles Robinson) war ein US-amerikanischer Musiker, dessen Karriere über mehr als 50 Jahre andauerte. 8)



    Sein Leben

    Ray Charles Robinson, in Armut zur Zeit der Rassentrennung aufwachsend, erblindete im Alter von 7 Jahren an einem Glaukom. 9 Monate bevor er erblindete, starb sein Bruder, wobei er zusehen musste. In einem Hinterhof in der Nähe der Siedlung, in der er wohnte, lernte er Klavierspielen. Er besuchte die St.-Augustin-Schule für Gehörlose und Blinde, wo er Klavierspielen lernte. Als seine Mutter, die ihn alleine großgezogen hatte, im Mai 1945 starb, war Charles 14 Jahre alt. Er begann als Musiker in Florida zu arbeiten. 1947 zog er nach Seattle, Washington. Er nahm seine erste Schallplatte Baby, Let Me Hold Your Hand 1951 bei dem Swingtime Label auf.

    Seine frühen Aufnahmen waren Rhythm and Blues und ahmten Charles Brown und Nat King Cole nach. Er machte eine Tournee mit Lowell Fulson und spielte mit Guitar Slim und Ruth Brown. Erst bei Atlantic Records (1952-1959) wurde seine Musik in mehrfacher Weise (Gesang, Instrumentalstil, Komposition, Arrangement) unverwechselbar, da er Gospel- und Jazzeinflüsse betonte. Mit der Verbindung von Rhythm and Blues und Gospel wurde Charles zu einem der wichtigsten Wegbereiter und Musiker des Soul.

    Sein erster Erfolg dieser Art war Mess Around, das auf C. C. Davenports Cow Cow Blues zurückgeht und dessen Text auf dem Boogie-Klassiker Pinetop's Boogie Woogie (1929) von Pinetop Smith basierte. Es folgten It Should Have Been Me, I've Got A Woman (1955), This Little Girl Of Mine, Drown In My Own Tears, Hallelujah I Love Her So und Lonely Avenue.
    Während er die Hitparaden stürmte, verfiel er dem Heroin, das seine Karriere mehrmals an kritische Punkte brachte. 1965 wurde er wegen Heroinbesitzes zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt und machte einen Entzug. Ende der 1970er Jahre unterzog sich Ray Charles erneut einer Entziehungskur und lebte seitdem ohne Drogen.

    Nach seinem Auftritt auf dem Newport Jazz Festival 1958 wuchs sein Erfolg mit Night Time Is The Right Time und insbesondere mit der Eigenkomposition What'd I Say, welche sich vor allem durch die innovative Verknüpfung von Elementen des Gospel mit Elementen des Rhythm and Blues auszeichnet. Diese Phase seiner Karriere ist auf dem Live Album Ray Charles In Person (1958) zusammengefasst. Hier ist auch der erste öffentliche Auftritt von What'd I Say aufgezeichnet, später produzierte er davon eine Studio-Version.
    Charles machte Aufnahmen mit großen Orchestern und Jazzkünstlern wie Milt Jackson sowie mit Country-Musikern wie Hank Snow: I'm Movin' On. 1959 wechselte er zu ABC Records, wo vor allem Popmusikelemente in seine Musik flossen und Songs wie Unchain My Heart und Hit The Road, Jack entstanden.

    1962 überraschte Charles das Publikum mit seinem Album Modern Sounds In Country And Western Music, das er bei ABC aufgenommen hatte. Diesem folgten Hits wie You Are My Sunshine, Crying Time, Busted und Take These Chains From My Heart. Anschließend produzierte er 1966 Ashford & Simpsons Lets Go Get Stoned.
    In den 1960er Jahren erfuhr seine Musik eine gewisse Kritik. Er konzentrierte sich auf Liveauftritte, und seine Version von Georgia on My Mind, ein Song Hoagy Carmichaels, eigentlich für ein Mädchen namens Georgia geschrieben, wurde ein Hit (und 1979 zur Hymne des US-Staates Georgia). Weiteren Erfolg hatte er mit seiner Version von America The Beautiful. Auch weiterhin blieb Charles ein beliebter Duett-Partner, so unter anderem mit George Jones und Hank Williams, Jr..
    Den auch finanziell weitaus erfolgreichsten schwarzen Entertainer seiner Generation nennen unzählige Popmusiker als wichtigen Einfluss. Er zählt zur Rock and Roll Hall of Fame und ist Mitglied der Blues Hall of Fame (seit 1982), der Songwriters Hall of Fame, der Grammy Hall of Fame, der Jazz Hall of Fame, der Georgia Music Hall of Fame, der Florida Artists Hall of Fame und der Playboy Hall of Fame. 1998 erhielt er den inoffiziellen Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize.
    Ray Charles starb am 10. Juni 2004 im Alter von 74 Jahren an einer Lebererkrankung. Er wurde auf dem Inglewood Park Cemetery im Los Angeles County beigesetzt.
    Er war zweimal verheiratet: zunächst mit Eileen Williams (1951-1952), später mit Della Beatrice Howard (1955-1977), mit der er drei Kinder hat. Außerdem hatte er einige Beziehungen während und nach seinen Ehen, aus denen neun weitere Kinder hervorgingen.
    Seine erste Lebenshälfte wurde 2004 unter dem Titel Ray verfilmt. Jamie Foxx erhielt für seine Darstellung von Ray Charles einen Oscar.

    Seine Alben

    • 1957: Ray Charles
    • 1957: The Great Ray Charles
    • 1958: Ray Charles At Newport (Live)
    • 1958: Yes, Indeed!!
    • 1958: Soul Brothers
    • 1959: What'd I Say (Live)
    • 1959: The Genius Of Ray Charles
    • 1960: Ray Charles In Person
    • 1960: Genius + Soul = Jazz
    • 1960: Ray Charles Sextet
    • 1960: The Genius Hits The Road
    • 1961: Dedicated To You
    • 1961: Ray Charles And Betty Carter
    • 1961: The Genius Sings The Blues
    • 1961: Do The Twist With Ray Charles!
    • 1961: Soul Meeting
    • 1961: The Genius After Hours
    • 1962: Modern Sounds In Country And Western Music
    • 1962: Modern Sounds In Country And Western Music, Vol. ...
    • 1962: Hallelujah I Love Her So!
    • 1962: Spotlight On Ray Charles
    • 1962: The Original Ray Charles
    • 1963: Ingredients In A Recipe For Soul
    • 1964: Sweet & Sour Tears
    • 1964: Have A Smile With Me
    • 1965: Live In Concert
    • 1965: Country & Western Meets Rhythm & Blues
    • 1965: Cincinnati Kid (Soundtrack)
    • 1966: Crying Time
    • 1966: Ray's Moods
    • 1967: A Man & His Soul
    • 1967: Ray Charles Invites You To Listen
    • 1969: I'm All Yours-Baby!
    • 1969: Doing His Thing
    • 1970: My Kind Of Jazz
    • 1970: Love Country Style
    • 1971: Volcanic Action Of My Soul
    • 1972: A Message From The People
    • 1972: Through The Eyes Of Love
    • 1972: Presents The Raelettes
    • 1973: Genius In Concert L. A. (Live)
    • 1973: My Kind Of Jazz, Number 2
    • 1974: Come Live With Me
    • 1975: Renaissance
    • 1975: My Kind Of Jazz, Pt. 3
    • 1975: Live In Japan
    • 1975: World Of Ray Charles, Vol. 2
    • 1976: Porgy & Bess
    • 1977: True To Life
    • 1978: Love & Peace
    • 1979: Ain't It So
    • 1980: Brother Ray Is At It Again
    • 1983: Wish You Were Here Tonight
    • 1984: Do I Ever Cross Your Mind?
    • 1984: Friendship
    • 1985: The Spirit Of Christmas
    • 1986: From The Pages Of My Mind
    • 1988: Just Between Us
    • 1990: Would You Believe?
    • 1993: My World
    • 1996: Strong Love Affair
    • 2001: Dejavu Retro Gold Collection (2 CD)
    • 2002: Thanks For Bringing Love Around Again
    • 2002: Live At The Montreux Jazz Festival
    • 2004: Genius Loves Company
    • 2004: Ray (Original Soundtrack)
    • 2005: Live At The Olympia 2000
    • 2005: In Concert (Live)
    • 2005: Late In The Evening
    • 2005: In Concert: I Can't Stop Loving You …


    Sonstiges
    Ray Charles hatte im Film Blues Brothers einen Kurzauftritt, in dem er mit den Blues Brothers eine Jam-Session hinlegt.
    Er spielt zudem in mehreren Episoden der US-SitCom Die Nanny eine Gastrolle als Freund von Frans Großmutter.

    Seine berühmtestens Songs

    Hit the Road, Jack

    Georgia on my mind

    Unchain my heart








    An Gedenken an Ray Charles…



    Re: Portrait einer Legende: Ray Charles

    Beybe77 - 29.06.2010, 06:51


    R.I.P. RAY



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