Römer 10:17

Nachtperle's Plauderecke
Verfügbare Informationen zu "Römer 10:17"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Nachtperle
  • Forum: Nachtperle's Plauderecke
  • Forenbeschreibung: Für ernste und tiefgehende Diskussionen gedacht....
  • aus dem Unterforum: E.F. Beiträge
  • Antworten: 1
  • Forum gestartet am: Mittwoch 18.04.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Römer 10:17
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 2 Monaten, 21 Tagen, 14 Stunden, 35 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Römer 10:17"

    Re: Römer 10:17

    Nachtperle - 05.01.2008, 21:03

    Römer 10:17
    Römer 10:17

    Paulus spricht in Römer 10 vom Wort des Glaubens und sagt dann in Vers 17 gemäß der Schlachter-Übersetzung: ‘Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort’. doch geben viele Übersetzungen, gestützt auf zahlreiche griechische Handschriften, den Text wieder mit ....‘Wort Christi’, ‘Ausspruch Christi’ usw., so z.B. die Übersetzungen der Zürcher Bibel, von Luther, Menge, Meister, Albrecht, die revidierte Elberfelder Übersetzung, die Wuppertaler Studienbibel und andere mehr. Das ist kein grundsätzlicher Unterschied, weil das Wort Christi und das Wort Gottes nicht zu trennen sind und grundsätzlich übereinstimmen.

    Interessant ist jedoch der Hinweis des Kommentators Donald Grey Barnhouse, der besagt, daß das Wort ‘Christi’, das hier im Genitiv, als Genitivobjekt, steht, daher auch wiedergegeben werden könnte mit ‘das Wort über den Christus’.

    Wenn Paulus in diesem Zusammenhang vom Hören (Vers 14) spricht, dann meint er weniger das physische Hören als das Hören mit den ‘inneren Ohren des Herzens’. Hören kommt durch das Wort über den Christus, aber wir müssen verstehen, daß das Wort über den Christus das Wort ist, das uns in der Bibel vorgelegt worden ist. Er ist das Hauptthema der Bibel, ihr Zentrum. Man könnte sagen, daß die göttliche Offenbarung im wesentlichen in der Erhöhung des Herrn Jesu Christi besteht, durch die Darstellung der Botschaft der Gnade in Jesus Christus, die es schuldigen Sündern ermöglicht, herangebildet zu werden in die Ähnlichkeit des ewigen Sohnes Gottes. Durch das Wort über den Christus, über die Bedeutung seines Todes, wird Glauben im Leben eines Menschen aufgebaut, das heißt Glaube ernährt sich vom Wort über den Christus und wächst und wächst, je mehr wir von diesem Wort empfangen. Es ist das Wort über all das, was er ist und was er durch sein Kommen für uns getan hat.

    Unser Wachstum im Glauben geschieht nicht dadurch, daß ich die Bibel immer wieder von vorn bis hinten durchlese, Verse und Kapitel auswendig lerne, schwierige biblische ‘Rätselaufgaben’ lösen kann und mehr vom Text im Kopf habe als andere. Gewiß, das alles ist keineswegs verkehrt, sondern sogar wichtig und richtig. aber das bedeutet noch nicht Wachstum im Glauben. Die Voraussetzung dafür ist vielmehr die persönliche Aufnahme der Wahrheit; Glaube muß eine tiefere Wurzel haben als nur im Kopf und im Gedächtnis. Glauben ist gleichsam das ‘sich Ernähren’ mit Christus (Johannes 6:29,40,47-51). Glauben kommt, wie Paulus sagt, aus einer Botschaft, die ‘gehört’, der nicht nur ‘zugehört’ wird. Ähnlich sagte auch Jesus oft: ‘wer Ohren hat zu hören, der höre’. Und in diesem Sinn ist die Kenntnis der Bibel, eine gute Kenntnis der Bibel, wichtig.

    Dann verstehen wir auch, warum Jesus in der Schrift wiederholt ‘der Stein des Anstoßes’ genannt wird; gewiß, Jesus war auch deshalb ein Stein des Anstoßes, weil er als Messias in keiner Weise den Erwartungen der Führerschaft der Juden entsprach. In dieser Hinsicht ist er sicher kein Anstoß mehr für Menschen, die sich Christen nennen. Aber er war außerdem ein Stein des Anstoßes in einer Weise, die auch für solche Christen durchaus eine Gefahr darstellen kann.

    Die frommen Juden, besonders die Pharisäer, hatten sich ein Leistungssystem aufgebaut, durch das sie sich das Leben vor Gott ‘verdienen’ wollten und wobei sie sich gleichzeitig erhaben fühlten über die gewöhnlichen sündigen Menschen (Römer 10:1-4); und nun kam einer, der ihnen klar machte, daß alle ihre unbestrittenen Leistungen, selbst ihre besten, vor Gott in keiner Weise ausreichend waren, ‘nicht zählten’, der aber Rechtfertigung, Versöhnung, Rettung allein aus Umkehr und Glauben, gleichsam als ‘Geschenk Gottes’, anbot. Das war für den inneren Hochmut - bei aller äußerlichen Demut -, für das elitäre Bewußtsein dieser Menschen unannehmbar. Der Stolz des Menschen, sein Eigenwertgefühl ist oft ein großes Problem. Und auch heute gibt es Gemeinschaften, in denen diese Eigenschaften dazu führen können und führen, daß Jesus Christus für sie zu einem Stein des Anstoßes wird. Einen ‘solchen’ Jesus, der ohne Leistung im Glauben selbst von den schlechtesten Menschen angenommen werden kann, ohne daß sie entsprechende Leistungen als ‘Verdienst’ erbringen müssen? Das kommt nicht in Frage! Lieber die beständige Ungewißheit: reichen meine Leistungen aus oder nicht? Bin ich ‘Schaf im Paradies’ oder ‘Schlachtvieh’? Die Herzen rebellieren gegen die Einsicht, daß sie nichts, aber auch gar nichts, für sich selbst tun können, ja daß eigenes Leistungsstreben und Leistungsdenken nur von Sohn Gottes wegführt. Der Stein des Anstoßes ist für viele mehr oder weniger die Tatsache der Rettung durch den Herrn Jesus Christus und durch ihn allein!

    Menschen erklären oft und gern, daß sie Christen sind, Christus angenommen haben, an ihn glauben; aber das ist oft ein Christus ihrer eigenen Vorstellungswelt, der die Rolle spielt, die sie ihm zugewiesen haben. Sie weigern sich indes, den Christus der Bibel anzunehmen, so wie ihn die Bibel schildert (Das ist nicht verwunderlich, denn mit der Person Gottes ist es oft nicht anders). Der Christus der Bibel ist der für die Menschen gestorbene Christus (1.Korinther 2:2). Er ist nicht der Christus der hohen Ethik und Moral und der vorbildlichen Lebensführung, sondern der gestorbene und auferstandene Christus, der Christus, der ein Leben ermöglicht, das allein vor Gott annehmbar ist. Wenn wir zu diesem Christus kommen wollen, müssen wir zuerst unsere eigene Verlorenheit und Hilflosigkeit erkennen, jedes Vertrauen in die eigene Leistung, in eigenen Verdienst verwerfen; aber gerade darum ist er für so viele ein ‘Stein des Anstoßes’.

    Doch haben wir die Zusicherung in Römer 10:13, daß jeder, der den Namen des Herrn (griechisch : kyriou - Genitiv von kyrios) anrufen wird, errettet werden wird. Es ist die offene Tür, von der Jesus in Johannes 10 gesprochen hat; Gott zeigt hier, wie leicht er erreichbar ist für Menschen aller Art und aller Zeiten. Gott hat den Weg zur Rettung so einfach gemacht, daß kein Mensch eine Entschuldigung haben wird, auch wenn dieser Weg gerade deshalb für manche Menschen zu einfach und deshalb ungangbar erscheint. Doch der Weg der Rettung ist klar und offen. Daher hat auch jeder Mensch Verantwortung. Die gute Botschaft sagt, daß Gott alles getan hat, um dich mit Ihm zu versöhnen. Du kannst annehmen, wenn du willst.

    Der Name des Herrn! Hier steht nicht mehr der Mensch Jesus auf Erden vor uns, sondern der Herr aller, der von Gott zum Richter der Welt bestimmt ist. Sein Name steht für alles, was die Schrift über ihn aussagt, für alles, was Gott für den Menschen in den Namen Jesus Christus eingeschlossen hat (Philipper 2:9-11). Alles, was der Mensch je irgend benötigen wird, ist von diesem Namen umfangen, dem Namen des Herrn Jesu Christi. Das schließt ein materielle, emotionale, geistige Dinge. Er ist die bleibende Grundlage (1.Korinther 3:11) und auch die bleibende Quelle (Johannes 7:37-38), die ins ewige Leben quillt!

    Was bedeutet es, ‘den Namen’ anzurufen? Man kann tatsächlich den Namen buchstäblich anrufen, ohne ihn ‘wirklich’ anzurufen; auch dafür steht in der Apostelgeschichte ein Beispiel in 19:13-17. Man könnte sagen, diese Leute benutzten den ‘Text’, aber es fehlte die ‘richtige Musik’. Das Anrufen des Herrn sollte aus Herz und Sinn, aus Geist und Kraft, aus dem ganzen Sein erfolgen, aus dem Bewußtsein, daß man alle Hoffnung von sich selbst abgewandt und sie nur und ausschließlich dem Herrn im innigsten Vertrauen zugewandt hat.

    Das Anrufen des Namens Jehovas war im alten Bund immer auch mit Opfern verbunden; das Blut von Opfertieren wurde vergossen zur Versöhnung. Das hilft uns erkennen, wofür der Name des Herrn steht. Er ist der Herr der Rettung, der Herr aller; ihm zu nahen bedeutet, durch sein Sühnopfer zu ihm zu treten, anzuerkennen, daß in uns selbst keine Kraft vorhanden ist, etwas für uns selbst zu tun, sondern daß alle Macht von ihm kommt; es bedeutet, unser Vertrauen im Glauben auf ihn zu setzen und zu bitten, er möge für uns handeln und eintreten, da er unsere Nöte und auch unser Unvermögen kennt. Gott gebe, daß unser Anrufen des Namens des Herrn sich ausdrücken möge in einem beständigen, fortgesetzten Vertrauen, zur Ehre Gottes des Vaters.



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Nachtperle's Plauderecke



    Ähnliche Beiträge wie "Römer 10:17"

    Iris Römer - Manu89 (Samstag 22.07.2006)
    Artikel: Wenn Römer Sportschuhe tragen - Armin (Freitag 05.11.2004)
    römer angreifen???? - mottek (Sonntag 12.03.2006)
    Römer-Aquarium - Markus Giersch (Freitag 23.11.2007)
    Vorlage Römer - tim3492 (Dienstag 19.06.2007)
    Marcel Römer aus Bad Friedrichshall - zimbow (Donnerstag 02.08.2007)
    By the Way.... - Dani (Sonntag 11.10.2009)
    römer und gallier viel besser in der runde - Lord Butterbrot (Sonntag 12.02.2006)
    der Römer Mario - OekoFresh (Donnerstag 02.08.2007)
    Römer und Gallier gesucht! - Hurricane (Donnerstag 18.01.2007)