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Re: Rat an Angehörige von "Interessierten"
Nachtperle - 05.01.2008, 21:05Rat an Angehörige von "Interessierten"
Rat an Angehörige von "Interessierten"
Wenn ein Familienglied oder Freund sich Jehovas Zeugen nähert, dann reagieren die Angehörigen und Freunde in aller Regel falsch. Sie bemerken, daß sich der Umworbene verhaltensmäßig verändert hat, verschlossen wird und verheimlicht, was ihn nun bewegt. Die Angehörigen reagieren mit Sorge und Entsetzen. Es gibt Vorwürfe und Vorhaltungen, Versuche zur Aufklärung über diese schlimme 'Sekte'. Es werden Ultimaten gestellt und Drohungen geäußert. Solche unüberlegten, oft instinktiven Reaktionen, unterstützen ungewollt die Ziele der Organisation. Die Anwärter sind rechtzeitig darauf vorbereitet worden. Geduld und Liebe sind erforderlich, der Betroffene soll fühlen, daß er nach wie vor geachtet, geschätzt und geliebt wird. Man sollte die Hoffnung auf einen künftigen Ausstieg nie aufgeben.
Das ehemalige Mitglied der Mun-Sekte, Steven Hassan, nennt dazu drei Punkte:
1. guten Kontakt und Vertrauen aufbauen,
2. Informationen sammeln,
3. Zweifel über die Sekte säen und
4. die Entstehung einer neuen Perspektive fördern.
Danach kann das Problem der Durchbrechung der Bewußtseins- und Gedankenkontrolle, den vorgegebenen Denkschemata, angegangen werden. Nach langjähriger Zugehörigkeit, verfliegt bei Sektenanhängern oft die erste Begeisterung. So manche Enttäuschung hat sich eingestellt, der Machtanspruch und –mißbrauch, werden durchschaut. Dann wird nach Hilfe gesucht.
Folgende Reaktion wäre völlig falsch: "Ich habe dich doch immer vor dieser gefährlichen Sekte gewarnt!". (...)
Sinnvoller wäre ein Gespräch über die Unstimmigkeiten in der Selbstdarstellung und Lehre der ZJ und ein Nachdenken über den Sinn der Kontrollmechanismen und ethischer Vorschriften.
Ein Gesprächsvorschlag: Lehränderungen der ZJ, zahlreich und von schwerwiegenden Auswirkungen, werden immer mit dem "neuen Licht" erklärt. Dabei stützen sie sich auf einen Text in Sprüche 4:18. Wenn man diesen Text jedoch mit Vers 19 im Zusammenhang liest, dann sieht man ohne Schwierigkeit, daß hier ein Gerechter einem Gesetzlosen gegenübergestellt wird. Von Lehränderungen wird jedoch in keiner Weise gesprochen.
Die vielen Änderungen machen oft die vorherigen Standpunkte und Lehren der WTG hinfällig. Sie werden nicht selten ins Gegenteil verkehrt. Ist so etwas ein "neues Licht"? Wer war dann verantwortlich für das "alte – falsche – Licht"? Kommt das von einem Gott, bei dem es keine Veränderungen gibt? Darf dieses "Licht" hinterfragt und geprüft werden, oder ist dann die Einheit in Gefahr? Warum die große Angst, wenn man doch "die Wahrheit" hat? Muß Wahrheit das Licht scheuen?
Bis vor wenigen Jahren sollten ZJ weder Bücher von "Ehemaligen", den Abtrünnigen, lesen, noch deren Vorträge besuchen. Begründet auf den Text in 2.Johannes 9-11, wurde dies als geistige Gemeinschaft mit den betreffenden Personen angesehen. Wenn dem so ist, wieso kann die WTG jetzt Sondererlaubnisse für Mitglieder des "Informationsdienstes" ausstellen? Diese dürfen nun solche Veranstaltungen besuchen und sich Ansprachen anhören. Gibt es vielleicht dazu irgend eine neue Anweisung Gottes?
Was geschieht eigentlich mit Menschen, die jahrelang, vielleicht sogar bis zu ihrem Tod, glaubten, was sich heute als "altes Licht" erwiesen hat? ZJ machen auf Irrtümer bei anderen Gruppen immer aufmerksam und erklären, diese seien in der falschen Religion. Wie steht es da mit dem gleichen Maßstab, auf den Jesus unmißverständlich hinwies? (Matth.7:2).
Ich bin bereit, Hilfesuchenden zur Verfügung zu stehen, oder versuche Hilfe zu vermitteln. E.F.
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