2. Pferdebeweger

Lindenwald-Forum
Verfügbare Informationen zu "2. Pferdebeweger"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Nannii - lauraa
  • Forum: Lindenwald-Forum
  • Forenbeschreibung: Viele Berichte über unsere Schützlinge
  • aus dem Unterforum: Pferdebeweger
  • Antworten: 10
  • Forum gestartet am: Donnerstag 01.03.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: 2. Pferdebeweger
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 1 Monat, 9 Tagen, 14 Stunden, 42 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "2. Pferdebeweger"

    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 05.01.2008, 15:27

    2. Pferdebeweger
    Ich pfiff Cherry zu mir, worauf er schon ganz gut hörte, und ging mit Cherrys Knotenhalfter in der Hand zur Hengstkoppel. Von dort holte ich Timo zu mir, der heute auch nur ein paar Schritte zur Seite machte, aber nicht weglief. Dafür steckte ich ihm auch gleich ein Leckerlie zu. Dann halfterte ich ihn auf, wobei er ein wenig verdutzt über das Knotenhalfter wirkte, und ging mit ihm von der Koppel. Im Stall hing ich ihn an und bürstete ihn erstmal einige Zeit. Das Fell war zwar struppig aber sonst okay, aber die Mähne und der Schweif waren total zersaust. Damit spielte ich mich mal einige Zeit, bis ich merkte dass Timo langsam ungeduldig wurde. Also kratzte ich noch schnell die Hufe aus (er gehört dringst zum Hufschmied) und holte dann seinen Sattel und sein Zaumzeug. Ich sattelte und zäumte ihn und gab ihm übers Zaumzeug das Knotenhalfter drauf. So führte ich ihn zuerst in die Halle und befahl Cherry, vor der Tür "Sitz" zu machen. Dann trainierte ich mit Timo eine viertelstunde lang Horsemanship, wegtreten ganz besonders (meine Lieblingsübung *hehe*) und dann saß ich auf. Wieder machte ich ein paar Onerainstops und schaute, etwas Biegung is das steife Pferd zu bekommen. Dann trabte ich an, immer noch am langen Zügel, und nach einer halben Runde streckte sich der Hengst und schnaubte. Kurz darauf parierte ich wieder durch, immerhin war Cherry ja auch noch da. Ich lobte den Hud, der so brav gewartete hatte (okay, er war ein wenig am Hof rumgelaufen, aber wenn keine Leute waren war das ja egal). Aus meiner Tasche fischte ich ein Leckerlie und warf es ihm zu. Timo guckte sehnsüchtig auf meine Jackentasche, die sich wieder verschloss. "Nein, du bekommst später was, jetzt hast du ne Trense drinnen!" erklärte ich ihm und ich ritt heute in die andere Richtugn, die ich auch vorher mit Cherry eingeschlagen hatte. Zuerst über einen kurzen Feldweg, dann ritt ich den Waldrand entlang. Ich ritt mit Timo zum ersten größeren Baum (hier wuchsen fast nur Sträucher) und brach einen Zweig ab. Timo machte einen kleinen Hupfer zur Seite. "Is gut, Pony.." murmelte ich und zeigte ihm den Stock. Dann holte ich aus und warf ihn. Timo traf halb der Schlag.. "Sorry Pony..." entschuldigte ich mich. Cherry war sofort losgerannt udn kam bald darauf mit dem Stock im Maul wieder. "Hierher, Cherry!" rief ich ihm zu und er kam. Doch als ich den Stock nehmen wollte knurrte er mich sauer an. Doch dann gab er ihn doch her und ich warf - diesmal vorsichtiger - den Stock und Timo guckte nur noch halb so misstrauisch. Das wiederholten wir einige Male, zum Schluss interessierte es Timo nicht die Bohne, was ich von seinem Rücken aus warf. Dann trug Cherry den Stock im Maul und wir gingen weiter im Schritt. Als wir zu einem Hügel kamen, auf den bereits die Sonne schien, und der Schnee geschmolzen war, gab ich Timo ganz leicht die Galopphilfe und er rasste wie immer in einem Höllentempo los. Anfangs buckelte er auch zwei drei Mal, aber darauf war ich vorbereitet. Oben gingen wir wieder Schritt udn ich ritt einen kleinen Kreis. Cherry keuchte uns nach, natürlich hatte er den Stock nicht aus dem Maul gegeben *roll*. Typisch Hund eben. Dann ritten wir im Schritt den Hügel auf der anderen Seite hinunter und über eine Wiese zurück. Dabei schnaubte Timo einige Male und ich war froh das heute nichts passiert ist. Dann ritt ich mit Timo noch in die Halle, sattelte und zäumte ihn ab, und er durfte sich noch wuzeln. Mit Cherry an meiner Seite versorgte ich seine Sachen und Cherrys Sattel. Dann brachte ich Timo auf die Hengstkoppel, natürlich nicht ohne ihm vorher ein paar Karotten aus der Futterkammer zu geben. Dann führte ich ihn wieder auf die Koppel und verabschiedete mich. Cherry brachte ich wieder in seinen Zwinger und von Cherry udn den Fohlen verabschiedete ich mich noch aus der Entfernung.



    Re: 2. Pferdebeweger

    lauraa - 06.01.2008, 15:51


    schön geschrieben!



    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 07.01.2008, 23:39


    Also ich bin heute mit Timo etwas Dressur geritten (vorher HMS).
    Außerdem bin ich mit Vevi ein paar Runden gegangen.
    Mit Anthene hab ich auch ein paar Runden gedreht, mit Ramires fang ich an, wenn ich mehr Zeit hab.



    Re: 2. Pferdebeweger

    lauraa - 11.01.2008, 21:48


    no ausführlicher gehts eh nimma oda XD



    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 13.01.2008, 01:14


    du hast gsagt i soll sie bewegen, ned i soll ausführlich berichte schreiben ^^



    Re: 2. Pferdebeweger

    lauraa - 13.01.2008, 09:12


    aber a Bericht sollte es bitte schon werden ;-)



    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 19.01.2008, 00:42


    war ja a nur a Information *gg* damit ich ihnen ned wirklich eine ernsthafte Krankheit zuschreiben muss ;)

    Mit Cherrys Knotenhalfter ging ich zu Timo auf die Koppel, die Sonne brannte richtig heiß herab und ich spürte Timos Lust auf langes Galoppieren. Also beschloss ich, zuerst einen kleinen Ausritt zum Strand machen, um ihn richtig fetzen zu lassen, und dann wollte ich mal was Neues mit ihm und Cherry ausprobieren. Also dem Hund ^^.
    Ich rief Timo, und er hob den Kopf und wartete geduldig, bis ich bei ihm war. Ich halfterte ihn auf und führte ihn zum Putzplatz. Striegeln und bürsten tat ich nur das Notwendigste, dann sattelte ich ihn und zäumte ihn auf. Sogar das Horsemanship ließen wir entfallen! Ich stieg auf, gurtete nach und los ging's im Schritt in Richtung Meer. Es wurde langsam später, ich schätzte es auf vier Uhr, aber die Sonne schien noch. Wir gingen die Asphaltstraße entlang und kamen dann auf einen Fahrradweg. Ein wenig später kamen wir zur Hauptstraße, die am Wald neben dem Meer udn dann am Meer entlang fuhr. Ich ritt quer drüber und ein kaum sichtbarer Weg führte - zwei Meter ca. steil bergab - zu einem hübschen Weg, gezäumt von wilden, grünen Farnen und ähnlichem, von denen man aber nicht sehr viel sah. Der kühle Wind wehte schon vom Meer her und ab und zu blitzte das blaue Wasser durch die, noch nicht richtig bewachsenen, Bäume. Der Weg führte immer näher zum Meer, und dann waren die Gewächse plötzlich zu Ende udn vor uns lang endlos langer, weißer Sand. Ein Traum, da zu zweit zu galoppieren, dachte ich. Timo dachte wohl: Ein Traum, da alleine zu galoppieren - jedenfalls buckelte er und ich reagierte blitzschnell und krallte mich an seiner Mähen fest. So ein .....^^. Doch dann rasste er los und ich verbrauchte mal den Anfang der Galoppstrecke mit richtig zurechtsetzen. Aber der Strand war lang genug das auch ich was vom Galopp hatte. Wieder zurück galoppiert, parierte ich durch. Wie auch schon im Galopp, schnaubte Timo udn streckte sich. So ritten wir heim. Dort war er wieder frisch und voller Tatendrang. Ich stieg ab und halftetre ihn mit dem Knotenhalfter wieder auf udn band ihn am Putzplatz an. Dann holte ich Cherry (Hund) aus seinem Zwinger. Am Reitplatz legte ich Cavalettis auf, jeweils eine Stange auf jeder Seite und eine hohe (also diese 20cm Stangen) quer bei x.
    Dann stieg ich wieder auf Timo (Knotenhalfter kam vorher runter) und ritt mit ihm zum Platz. Cherry bekam den Befehlt 'Bleib'. So gingen wir im Schritt über die Stangen, Timo und ich. Nachdem wir auch einmal drübergetrabte waren und nichts großartiges passiert war, pfiff ich leise und rief Cherry zu: "Bei Fuß!". Das konnte er ja schon. So ritten wir wieder über eine Stange. Cherry machte einen kleinen Hupfer drüber.
    So übten wir eine viertel Stunde, bis ich so Handwechselte, dass ich über die Diagonale ritt, ín dessen Mitte das aufgestellte Cavaletti stand. Timo sprang in Ponyart darüber, Cherry machte einen riesen Satz drüber. Ich parierte Timo langsam, ganz ohne Zügel, durch und als er stand (oder fast) umarmte ich ihn. Auch Cherry kam zu mir und ich lobte ihn, dann gab ich ihm ein Leckerbisserlchen.
    Dann ritt ich Timo noch ab, Cherry tollte nebenher, und mir klar, das auch er wusste, dass er einen großen Erfolg geschafft hatte. Und Timo auch, aber für Timo war es nicht so toll als für Cherry. Dieser kleine, bissige Hund, und jetzt lernte er schon so viel.
    Dann sattelte und zäumte ich Timo ab und brachte ihn in die Box, kratzte seine Hufe aus, versorgte ihn mit 3 Karotten und knuddelte ihn noch ein wenig ab. Auch Cherry und Chiara knuddelte ich noch ab.
    Cherry (Hund)s Zwinger mistete ich kurz aus dann bekam er fressen und einige Leckerlies dazu. Und frisches Wasser.



    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 03.02.2008, 00:03


    Timo hob seinen Kopf und spitzte seine putzigen, kleinen Ohren, als ich kam. Ich begrüßte ihn und führte ihn auf den Putzplatz, wo ich ihn schnell sauber machte. Dann sattelte udn zäumte ich ihn und führte ihn in die Halle. Auch heute begannen wir mit Horsemanship, aber wir beeilten uns ein wenig. Dann stieg ich auf und wärmte ihn erstmal fünf Mituen im Schritt auf, bevor ich die Hand wechselte. Nach ein paar Minuten trabte ich ihn locker am langen Zügel an. Nach circa einer halben Runde parierte ich bereits wieder zum Schritt durch und Timo shcnaubte. Zwar buckelte er am langen Zügel kaum, doch er ging LM und das wollte ich heute mal fördern. LM für Ponys schaute irgendwie doch recht schwer aus. Eine Pirouette und Schulterherein, vom ganzen Versammeln abgesehen - ich beschloss, Talent Talent und Ausbildung Ausbildung sein zu lassen und lieber mal eine L-Dressur zu reiten. Dazu versuchte ich erstmal, ihn zu stellen, was er sich auch gafllen ließ. Dann übten wir Haltparaden und das ging so-so. Dann trabten wir kleine Touren, was er sowieso wie alle Ponys gut konnte, und übten nochmal die Übergänge. Dann wollte ich mal die P 6, Dressuraufgabe Klasse L für Ponys, durchreiten.
    Wir ritten flotten Arbeitstrab ein, bei X, oder ein wenig danach, blieb er stehen und ich sparte mir den Gruß (so peinlich, dass ich vor der leeren tribüne grüße, bin ich ja doch noch nicht =P ) und nach einer kleinen Parade, um ihn aufmerksamer zu machen, trabte ich ihn an. Bei C mussten wir rechte Hand reiten und von M-K wechseln und Mitteltrab. Dumm, dass ich bei Shettys den Unterschied zwischen Mitteltrab, starkem Trab und Tritte verlängern nicht genau spürte. "Reitstunde!!" dachte ich nur, während ich ihn wieder ein wenig zurück nahm und im Arbeitstrab wieder bei A aus der Mitte ging. Bei X ritten wir eine Tour nach rechts und dann nach links (genau verkehrt rum, eigentlich fängt man mit links an), was Timo super meisterte. Bei C gings auf die linke Hand und bei E machten wir einen Halt, da Timo jetzt recht aufmerksam war, klappte das auch perfekt. Daraus sollten wir im versammelten Trab anreiten, was bei Timo gut vom Arbeitstrab zu unterscheiden war, auch wenn er eine Spur langsamer seien könnte. F-H wechselten wir wieder im Mitteltrab (das selbe wie vorher), H versammelter Trab und bei C Halt, 1 Pferdelänge Rückwärtstreten. Timo zögerte vorm Rückwärtsrichten, aber er tat es. Daraus sofort Mittelschritt, auch das klappte. M-E mussten wir über die halbe Bahn wechseln, auch wieder kein Problem, und bei K versammelter Galopp. Timo fetzte los, nach einer Runde ging er mir bei K aber doch versammelten Galopp. Bei A ritten wir eine halbe große Tour, bei X einen einfachen Galoppwechsel und Tourenwechsel. So ritten wir eine große Tour und bei Xerneut einen einfachen Galoppwechsel und wechselten auf die andere Tour. Von F bis M auf der langen Seite versuchten wir Mittelgalopp, und Timo fetzte wieder ein wenig, bei M musste ich ihn so stark zurücknehmen, dass er gleich trabte. Ich galoppierte ihn gleich wieder an. Von H weg wechselten wir über die halbe Bahn und von B bis A galoppierten wir im Außengalopp. Bei A parierte ich ihn durch zum Arbeitstrab. Bei E ging er wieder versammelter Galopp, und von M weg wechselten wir wieder und ritten bis A Außengalopp, bei A trabten wir. F-H wechselten wir wieder und zwar im Mitteltrab (ein, zwei Galoppsprünge waren auch dabei) und bei C galoppierten wir, diesmal wirklich, versammelt an. Die letzte lange Seite mussten wir nochmal Galoppsprünge verlängern, dann bei F traben, was gut gelang, bei A aus der Mitte und bei X Halt, diesmal sehr verzögert. Ich richtete ihn wieder zurück, lobte ihn dann und gab ihm ein wenig Pause. Er schnaubte mehrmals. Dann ritt ich nochmal im Trab ein und übte, bei X Halt. Diesmal war es besser und Timo bekam endgültig lange Zügel. Ich pfiff nach Cherry, dem Hund, und wir machten noch eine kleine Schrittrunde über die Feldwege, die ziemlich schlammig waren. Timo shcnaubte, die kühle Luft gefiel ihm.Wieder im Stall zäumte und sattelte ich ab, kratzte die Hufe aus und gab ihm eine Handvoll Müsli und 3 Karotten. Auch Cherry bekam eine Extra-Portion Fleisch. Im Stüberl hinterließ ich Hanni eine Nachricht. Dann verabschiedete ich mich von meinen fünf Süßen (Cherry, Chiara, Bailando, Timo, Cherry).



    Re: 2. Pferdebeweger

    Nannii - 13.02.2008, 04:02


    Zum Glück hatte ich als Wienerin ja schon Ferien, und ich nützte diesen Tag, mich ausgiebig um meine Kleinen zu kümmern. Um circa zehn Uhr ging ich die Einfahrt hinauf, kein Mensch war hier zu sehen. Ein wenig unheimlich war diese Stille, ein leichter Wind ging dazu und es war leider nicht so warm, wie es aussah. Denn die Sonne schien, nur wenige, dünne Wolkenschleier zogen im Schneckentempo über den hellblauen Himmel, die braune Erde auf den Koppeln war schon fast trocken und machte einen gemütlichen Eindruck. Die Büsche hinter dem Hof bogen sich im Wind, es rauschte und meine Kapuze stellte sich auf. Konnte es nicht endlich eindeutig endgültig Frühling werden? Mit diesem Gedanken ging ich nun weiter, gleich zu Cherrys Zwinger. Der Hund jaulte auf, als er mich erkannte, sprang zur Tür und bellte laut, bis ich ihn mit einem Lauten: „Aus!“ wieder zur Ruhe gebracht hatte. Ich freute mich, dass ich sich freute, dass ich so früh gekommen war und beeilte mich, die Tür aufzuschließen. Er durfte raus, wo er gleich sein Geschäft verrichtete, während ich den Zwinger notdürftig putzte und frisches Wasser in seinen Napf füllte. Dann ging ich gleich zu Cherrys Box, wo ich ihr Halfter vom Hacken nahm und die Schlaufen des Strickes sofort wieder ordnete. So ne lästige Angewohnheit von mir. Ich schwang das Knotenhalfter munter vor mich hin und ging nun ins Reiterstübchen, wo ich das Halfter auf eine Bank legte und mich umzog. Kurze Zeit später war ich schon auf dem Weg zur Hengstkoppel. Ich beobachtete die kleinen bunten Flecken schon von weitem, dann nahmen sie langsam Gestalt an. Timo stand circa vierzig Meter von mir entfernt und hob den Kopf, als ich mit der Zunge schnalzte. Er hatte wohl vor sich hingedöst, so verschlafen blickte er mich jetzt an. Ich bemerkte noch weitere Blicke auf mir, den meisten Hengsten auf der Nebenkoppel war langweilig, zumindest sahen sie so aus. Der Großteil der Herde schlummerte noch im Stehen vor sich hin, nur zwei der jüngeren jagten sich herum. Timo machte einen vorsichtigen Schritt auf mich zu, und ich rief ihm gleich einige Lobesworte zu. Meine Begeisterung wurde unterbrochen, als Candy, der als einziger mit Timo auf der Ponykoppel stand, mich anstupste. Wahrscheinlich hatte er das Johanniskernbrot in meiner Tasche bemerkt. Eigentlich wollte ich es herausziehen, um Timo zu motivieren, näher zu kommen. Jetzt steckte ich es lieber wieder weg, und als Candy mich erneut anstupste, tat ich als würde ich ihn knapp unter seinem Ohr „beißen“ wollen. Der junge Hengst trat sofort mit dem Fuß unter den äußeren und blickte mich dabei leicht beleidigt an, vermutlich war er rangniedriger. Nun kam auch Timo her, legte gleich die Ohren an, als er näher herankam. „Lieb sein, Schatz!“ warnte ich ihn, doch er deutete ein Schnappen in Richtung Candys Hintern an und der junge Isländer trollte sich. Ich hoffte, dass es kein Problem für ihn wäre, alleine auf der Koppel zu sein, aber Timo würde er schon nicht vermissen. Ich schob dem Shetty Cherrys Knotenhalfter über seine kleine Nase und warf das Teil übers Genick, dann band ich es zu. Ich zog den Knoten noch etwas fester, doch das Halfter passte. „Na dann, los, mein Kleiner!“ lachte ich und ging los. Timo leider nicht. Fixiert blickte ich auf das Koppeltor, zog am Strick, gab zwischendurch kleinere Paraden dazu, und als dies nichts bewirkte stellte ich mich wieder neben Timos Schulter. Keine Reaktion, ich hätte den Strick genauso gut um einen Baum wickeln und daran ziehen können. Also schlug ich mit dem Strickende in Richtung Timos Hinterteil und endlich bewegte er seine Beine in einem langsamen Tempo, aber immerhin. Ich zog vorne weiter und da seufzte Timo und dann ging auch er im Schritt los. Ich öffnete die unteren zwei Koppelschnüre, hielt sie zur Seite und schlängelte mich mit Timo unter der dritten und höchsten Koppelschnur durch. Dann hing ich die unteren Koppelschnüre ebenfalls wieder ein und schickte Timo weiter. Er suchte den Koppeleingang nach Grashalmen ab, während ich den Stecker für den Strom wieder ansteckte. Mit einer energischen Bewegung zog ich den kleinen Ponykopf wieder hoch und er folgte mir gleich weiter. Wir gingen den Feldweg entlang, der um diese Jahreszeit noch recht trostlos aussah, bloß ein wenig Unkraut bewucherte die Wegränder dort, wo schon lange kein Pferd mehr hingekommen war. Ein paar der Stuten streckten den Kopf gerade unter dem Zaun hindurch, natürlich hatten sie alle genug Übung, um nicht sofort einen Stromschlag zu bekommen *gg*. Sie legten ihre Ohren möglichst nah an ihren Kopf, um ja nicht an den geladenen Schnüren anzukommen. Timo fand das sehr sexy und er versuchte immer wieder, mich auf die rechte Seite zu bekommen und den Stuten näher zu kommen. Ich zeigte ihm mal deutlich, wer hier ranghöher war und Timo ging nun brav auf meiner Seite. Als wir an der nächsten verfressenen Stute vorbeigingen, blieb er plötzlich stehen und ich reagierte zu langsam: Er hievte seinen Kopf über meinen und erwischte mich dabei recht hart, etwas dermaßen respektloses, dass ich fest am Strick anriss. Bloß, Timo hatte nur noch seine Stute im Auge und streckte den Kopf zu ihr. Die Stute quietschte, als sie die zwei kurz beschnupperten, bevor ich Timo so hart zurückriss, dass er strauchelte und fast umkippte (mit dem einen Vorderbein nur). Die Stute zog den Kopf zurück und trabte davon und Timo war sicher sauer auf mich. „Tja Schatz, dann müss ma dich kastrieren, ne?“ lachte ich ihn aus. „Dann kommst du zu den Stuten hin“ Als die Koppel zu Ende war, plante der Frechdachs einen neuen Aufstand, doch ich trieb ihn gleich weiter. Nach einem kurzen Wiesenstück, wobei man das gelb-braun-grüne Gras nicht mit einer frischen, saftigen Sommerwiese vergleichen konnte, sah man schon das Stallgebäude. Die Fenster waren offen, es wurde gelüftet, während die Pferde auf der Koppel waren. Ein lauter Pfiff genügte, und auch Cherry schoss zu mir. Er bellte, und hier, weit weg von den Pferden und Hoftieren, durfte er das auch. Timos kluge Ponyaugen folgten ihm und ich lachte. Kurz vor dem Gut band ich ihn an einer Stange bei den Boxen fest, am langen Strick, so dass er nebenbei am verdorrten Gras rupfen konnte. Cherry tollte über die Wiese, mal fast bei den Koppeln, mal wieder fast beim Hof. Ich holte Cherrys Putzkoffer, nahm den Metallstriegel heraus und begann, mit wenigen Strichen das Winterfell aus dem dichten Ponyfell zu kämmen. Der zerstrubbelte Hengst schnaubte bloß, während ich mich abmühte, seinen Haarausfall zu stoppen. In den Linden, die dem Hof seinen Namen gaben, sangen die ersten Vögel. Ab und zu setzte eine Meise zum Überflug auf das Stallgebäude an. Sonst war nichts außer dem rhythmischen Streichen des Striegels und das durchgehende Kauen des Ponys zu hören. Ab und zu bellte Cherry begeistert, wenn er den ersten Maulwürfe gerochen hatte oder eine Mücke erwischt hatte. Nach einiger Zeit trat ich zurück, streckte mich, bis meine Knochen knackten und legte dann die Bürste auf den Anbindebalken neben Timos Strick. Ich zog den Zippverschluss meiner Jacke auf und zog die Überjacke auf, das Gilet ließ ich an. Ich lehnte mich an den Balken neben Timo und nach einem kurzen Moment setzte ich mich neben ihn in die Wiese. Cherry bellte begeistert, er hatte sofort einen Stock gefunden, den er nun zu mir brachte und mich mit frechen, putzmunteren Augen anschaute. Ich nahm ihn und stand wieder auf, holte aus und warf den Stock, soweit ich konnte. Cherry raste los und brachte ihn zurück. „Braver Hund!“ meinte ich und er legte den Stock vor meine Füße. Wir spielten noch ein paar Mal, bis Timo mich lange anschaute. Ich erwiderte seinen Blick, und als ich mich dennoch Cherry zuwandte, stupste mich das Pony von hinten an. „Soso, wird dir langweilig?“ schmunzelte ich und kraulte ihm unter der Mähne. Ich kratzte seine Hufe schnell aus, wobei er immer wieder auf den anderen drei Beinen herumhopste, und räumte dann die Putzbox ein. Ich band Timo los und nahm seinen Strick in die rechte, die Putzbox in die linke Hand und die Jacke über die Schulter. Am Putzplatz stellte ich die Putzbox, außerhalb von Timos Reichweite, ab. Timo band ich wieder an, bloß mit einem einfachen Knoten. Wie man die aufbekam, über so was machte sich der Hengst keine Gedanken, das wusste ich. In der Sattelkammer war es angenehm kühl, und erst da merkte ich, wie warm mir beim Putzen und Stöckchen werfen in der Sonne geworden war. Ich ging zu Timos Vielseitigkeitssattel, schob den hellblauen Sattelschoner hinunter und hing mir das Zaumzeug über die Schulter. Dann hob ich den Sattel vom Sattelhalfter und ging zu Timo zurück, der schon herumrannte, wie immer, wenn ihm etwas zu lange dauerte. Ich schimpfte etwas mit ihm, weil er dabei gerne über den Strick stieg und sich dann quasi selbst fesselte. Ich drehte seine Hinterhand weg, so gut das mit einem Sattel in der Hand eben ging, und legte den Sattel auf seinen Rücken. Mit kleinen Stößen brachte ich ihn in die richtige Lage. Ich ging um seinen Hintern herum und zog den Sattelgurt aus dem hochgeschlagenen Steigbügel. Ich überprüfte, ob der Sattelgurt wirklich eine Handbreit hinter dem Ellbogen lag. Dann wechselte ich wieder auf die linke Seite, beugte mich, um nach dem Gurt zu greifen und ihn durch die Lasche des Sattelgurtes zu führen. Ich gurtete erstmal aufs zweite Loch. Das Shetty stand dabei ganz still, also lobte ich ihn mit der Stimme und streichelte seine Schulter. Dann nahm ich die Zügeln des Zaumes in die rechte Hand und legte sie über den Hals. Ich öffnete den Knoten des Knotenhalfters, die Schnüre lösten sich dann von selbst und es glitt zu Boden. Inzwischen hielt ich die Backenstücke in der rechten Hand, mit der linken tastete ich nach der Trense, rückte sie in die Mitte meiner Hand und drückte sie vorsichtig gegen Timos Maul. Er öffnete erst die Lippen, dann langsam die Zähne, und ich schob das Gebiss hinein. „Brav“, murmelte ich und griff nun mit der rechten Hand nach dem rechten Ohr, während ich den Rest des Zaumes mit der linken Hand hochhielt. Dann zog ich den Genickriemen über das rechte Ohr, anschließend über das linke. Timo schüttelte sich und ich legte meinen Arm und ihm, um ihn festzuhalten. Dann zog ich den Schopf unter dem Stirnriemen hervor und schlichtete die Mähne. Ich tastete unter seinen Ganaschen nach einem langen, dünnen Riemen. Kaum hatte ich ihn, tastete ich mich fast bis zu seinem Ohr hervor und strich ihn dann entlang, damit ich sicher sein konnte, dass nichts verdreht war. So steckte ich das Ende des Kehlriemens durch die dafür vorgesehene Schnalle. Man sah schon, auf welchem Loch die Schnalle immer eingehangen wurde. Ich prüfte gar nicht erst, ob die Länge passte, sondern schloss auch den Kinnriemen mit wenigen Handgriffen. Mit einer Hand hob ich das Knotenhalfter wieder auf und schob es ihm wieder über. Ich knotete es flink zu und nahm mein Haarband vom Handgelenk. Meine Haare band ich zu einem Pferdeschwanz zusammen, bevor ich mir den Helm überstülpte und die Schnalle schloss. Nun schlüpfte ich noch in meine Reithandschuhe und öffnete den Knoten, mit dem der Strick angebunden war. Ich bat Timo, mir zu folgen, und führte ihn auf einen weicheren Untergrund. Dort übte ich zuerst mal, einzeln seine Beine zu verschieben. Mit den Hinterfüßen ging das schon super und auch vorne wich er gut aus, wenn ich einen Biss in seine Ohren andeutete. Wenn ich wegschaute, also in die Richtung, in die ich gehen wollte, und am Strick zog, machte er ebenfalls einen Schritt in meine Richtung, Ich lob ihn und schickte ihn dann zurück, indem ich den Strick in Wellen schwang. Zuerst hob Timo den Kopf immer höher, doch als ich merkte, das er sich zurücklehnte, feuerte ich ihn mit meiner Stimme an: „Ja, gut, Kleiner, zurüüüüüück...“ Der Hengst ging auch wirklich zurück und ich trat zu ihm und lobte ihn. Dann stellte ich mich seitlich neben ihn und machte einen Schritt auf die Seite, zog seitlich am Strick. Timo zog wie immer erstmal dagegen, doch er gab nach und machte mit dem Fuß, der näher bei mir war, einen Schritt zu mir her. Ich streichelte seine Schulter und versuchte alles auch auf der anderen Seite in geänderter Reihenfolge. Dann machte ich noch einmal die Walze mit ihm, zuerst Schritt, nach drei Runden trabte ich ihn an. Dann drehte ich seine Hinterhand weg und schickte ihn wieder weiter (in die andere Richtung). Kurz danach trabte ich ihn wieder an, parierte ihn wieder durch und drehte dann seine Hinterhand weg. „Brav!“ lobte ich ihn. Nun nahm ich ihm das Knotenhalfter ein letztes Mal ab und gurtete gleich nach. Ich schmiss das Knotenhalfter auf den Pfosten des Stallgebäudes und zog den linken Steigbügel herunter. Dann schwang ich mich in den Sattel und von oben richtete ich auch den zweiten Steigbügel. Mit einem leichten Schenkeldruck gab ich Timo zu verstehen, dass es losging. Er schritt weit aus, und ich vergas beinahe, nach Cherry zu pfeifen. Der kam natürlich auch sofort, den Stock noch im Mund. Ich hatte meine Reitjacke beim Stall gelassen, in der Hoffnung, es wurde warm bleiben, und es schien, als hätte ich Glück: Die Sonne schien und je mehr es auf Mittags zuging, desto wärmer wurde es. Wir ritten an den Koppeln vorbei, von oben hatte ich Timo besser unter Kontrolle und er blieb brav bei mir mit seiner Konzentration. Am Ende des Weges ging es über eine kleine Brücke aus Beton und Timos Hufe klapperten regelmäßig auf den harten Boden auf. Gleich danach trabte ich ihn am langen Zügel an und Timo streckte sich und schnaubte mehrere Male. Wir ritten einen Weg bergauf, links und rechts Wiesen, der Weg lag ein wenig eingesengt. Cherry rannte einen Meter über uns, an der Kante der Wiese zum Weg. „Pass auf Cherry!“ rief ich ihm zu, doch der Hund war sehr geschickt. Als der Weg ebener wurde und mit den Wiesen auf gleich kam, saß ich aus und legte einen Schenkel zurück. Timo buckelte einmal, dann galoppierte er. Ich trieb ihn weiter, während ich die Zügel aufnahm. Oben begann der Wald und ich parierte den Hengst durch zum Trab und dann zum Schritt. So ritten wir wieder am langen Zügel im Schritt entlang. Dann trabten wir wieder auf einer Forststraße. Der Wind rauschte ab und zu, aber sonst war es ruhig. Bis auf ein paar Jogger und einem älteren Ehepaar sahen wir niemanden. An einem Waldrand galoppierten wir noch mal entlang, Cherry nahm eine Abkürzung durch den Wald. Timo scheute, als Cherry aus dem Gebüsch gesprungen war, doch dann erkannte er, dass es nur sein Hundefreund war. Wir gingen den Berg, besser gesagt den Hügel, wieder hinab. Daheim sattelte und zäumte ich Timo ab, kratzte ihm noch die Hufe aus, brauchte ihn auf die Koppel und gab ihm ein paar Karotten. Und schaute zu meinen dreien. Dann sperrte ich den armen Cherry ein, der sich zufrieden an sein Fressen machte, dass ich ihm hinstellte.

    Darf ich Timo haben? *liebschau*?
    sry is am Schluss sehr kurz aber mir hat scho alles weh tan und ich bin scho so müüüüde *gähn*



    Re: 2. Pferdebeweger

    lauraa - 14.02.2008, 20:54


    Super! Natürlich kanns tdu ihn haben



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Lindenwald-Forum

    Sorry - gepostet von lauraa am Montag 08.10.2007
    Wallache beschlagen - gepostet von Nina am Samstag 23.06.2007
    Tierarztanmeldungen - gepostet von die_Nanni am Dienstag 10.04.2007
    geschichte - gepostet von maja am Dienstag 25.09.2007



    Ähnliche Beiträge wie "2. Pferdebeweger"

    1. Pferdebeweger - lauraa (Donnerstag 08.03.2007)
    Pferdebeweger - didi (Mittwoch 22.03.2006)
    1. Pferdebeweger - hofbesitzerin (Samstag 12.05.2007)