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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Ythera Forum: www.die-gefallenen-wow.de.vu Forenbeschreibung: Die Gefallenen aus dem Unterforum: Erlebnisse und Berichte von und mit den Gefallenen Antworten: 1 Forum gestartet am: Samstag 21.01.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Auf der Laubtatzenlichtung Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 1 Monat, 22 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten
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Re: Auf der Laubtatzenlichtung
Ythera - 01.02.2006, 19:51Auf der Laubtatzenlichtung
Ythera kniete nieder und musterte die Fährte vor ihr. Sie war noch frisch. Die Grashalme an der Seite hatten sich noch nicht wieder aufgerichtet und die Erde war leicht feucht, wo sie eingedrückt worden war.
Es waren Fußabdrücke von Gnarzklauen. Zwei schienen etwas schweres zu tragen, da ihre Abdrücke tiefer waren als die der anderen beiden.
Velocira knurrte leise und ihre Krallen scharrten ungeduldig über den Boden. Die Raptor-Dame war neben dem alten Noldodulin ihr bester Freund. Gemeinsam jagten sie, aßen sie und durchstreiften Kalimdor.
Ythera stand wieder auf und sah sich um. Die Bäume wurden spärlicher und eine breite, hügelige Landschaft erstreckte sich vor ihr. Der Himmel zog langsam zu, war grau und sie sah, dass es bald regnen würde.
Doch ihre Augen leuchteten vor Entschlossenheit. Sie strich sich eine silbrig-weiße Haarsträhne aus dem bleichen Gesicht und spannte ihren Bogen. Rasch überprüfte sie ihren schweren Köcher und die darin befindlichen Pfeile. Gut, es würde sich keiner verhaken, wenn sie sie rasch herauszog.
Dann tastete sie nach ihren Schwertern und nickte grimmig.
Die Gnarzklauen hatten grausam und bestialisch eine junge Elfe abgeschlachtet. Ythera hatte die Szene noch vor ihrem geistigen Auge. Sie hatte nicht eingreifen können, hatte der jungen Frau nicht das Leben retten können. Doch sie könnte sie rächen. Und das würde sie nun auch tun.
Die Gnarzklauen entfernten sich langsam von ihr. Sie fluchte leise und eilte leichten Schrittes ihnen nach, nutzte dabei jede Deckung die sich ihr bot und bedeutete Velocira ihr zu folgen.
Langsam kam das große Lager der Gnarzklauen in Sicht. Es waren wahrlich viele. Sie hatten Wachen aufgestellt, die aufmerksam spähten. Ythera schlich vorsichtig weiter, versuchte unentdeckt zu bleiben und erkundete die Positionen der Wachen. Als sie sich sicher war, jede Wache entdeckt zu haben, hob sie ihren Bogen, nahm den ersten Pfeil und schoss ihn der Gnarzklaue direkt in die Kehle. Dieser wusste kaum was ihm geschah, griff sich mit seiner fellbesetzten Klaue an den Hals und kippte dann unter leisem Gurgeln vorneüber.
Ythera hatte mittlerweile den zweiten Pfeil aus dem Köcher gezogen und an die Sehne gelehnt.
Sie bedeutete mit einer knappen Geste, dass Velocira sich die Wache links auf dem Hügel nehmen sollte, während sie den Posten rechts anvisierte.
Sie atmete ruhig und schoss. In dem Moment kam ihr leider eine Windböe dazwischen und sie verfehlte das Wesen.
Es wurde auf sie aufmerksam, grunzte und rannte auf sie los. Gut, er hatte nicht daran gedacht, lautstark zu schreien. Kurz blickte sie zum Raptor, sah, wie ihre tierische Begleitung kämpfte, nach ihrem Opfer biss und ihm schon ettliche Wunden zugefügt hatte.
Sie ließ den Bogen fallen und wartete, bis der Gegner heran war.
Mit einem mächtigen Hieb seiner Klauen schlug er nach ihrem Gesicht. Er überragte sie um mehr als drei Köpfe und war mehr als zweimal so breit wie sie. Und er stank bestialisch.
Sie duckte sich geschickt unter dem Hieb hinweg, ging in die Hocke und drehte sich einmal um die eigene Achse, ein Bein ausgestreckt.
So zierlich wie Ythera war, so flink war sie auch. Der Beinfeger saß und brachte die Gnarzklaue ins Wanken. Rasch erhob sie sich wieder, zwei Schwerter in ihren Händen, die Verlängerung ihrer Arme.
Die Gnarzklaue brummte wütend, sagte etwas in einer Sprache, die Ythera nicht verschwand und stürzte sich auf sie. Ytheras Klingen wirbelten harmonisch. Ihr linkes Schwert trennte ihm einen Finger ab, als er es in den Klingenwirbel hielt um sie zu erwischen. Hastig zog er seinen Arm zurück, jaulte auf vor Schmerz und Geifer begann ihm aus dem Maul zu tropfen.
Blut spritzte auf Ytheras Wams. Sie versetzte ihm einen weiteren Schnitt am Bein und wurde dann von hinten von etwas hartem getroffen.
Sie hörte Velocira knurren, die gerade zurück kam, eine Gnarzklaue verfolgend, die sich ihr von hinten genähert hatte und sie ebenfalls angriff!
Ythera biss die Zähne zusammen und machte einen Ausfallschritt zur Seite. Ihre Schulter schmerzte und ihr Kopf tat weh. Aber sie würde weiter kämpfen. Für die Elfe... für die Gerechtigkeit!
Der Kampf wogte hin und her, die Raptoren-Dame biss einem der Angreifer heftig in die Wade, behinderte ihn so, dass Ythera einen tödlichen Stoß anbringen konnte. Gemeinsam überwältigten sie auch die zweite Gnarzklaue. Nach dem Kampf verband Ythera ihre Wunden hastig.
Es würde nicht der erste Verband bleiben.
Sie blickte auf, als sie Schreie hörte. Im Lager hatte man nun doch ihren Kampf bemerkt.
Ihre Schwerter glitten fast von alleine in die jeweiligen Scheiden, mit mit kunstvollen Mustern verziert waren. Eilig griff sie zum Bogen und schickte Velocira wieder los. Pfeile begleiteten das Tier und streckten 3, fast vier Angreifer nieder, ehe sie heran waren.
Nun ging es in den Nahkampf über. Ythera steckte mehrere harte Treffer ein, schmeckte Blut in ihrem Mund.
Ein wahrer Rausch überkam sie. Irgendwann, während sie die Klingen wirbeln ließ und um ihre Gegner herumtänzelte, wurde sie eins mit den Schwertern.
"Schmeckt Blut und schmeckt das Blut der Rache...", flüsterte sie, verbissen im Kampf.
Ythera war in einem wahren Blutrausch, fühlte kaum noch ihren eigenen Schmerz.
Velocira blutete aus dutzenden Wunden, was den Raptor nur noch wütender machte. Blut tropfte aus ihrem Maul, an der Flanke hatte eine Keule eine tiefe Wunde gerissen.
Ythera würde viel zu tun bekommen, sollte sie das überleben. Sie presste die Lippen aufeinander und tanzte, tanzte mit den Gegnern und den zwei Schwertern in ihrer Hand.
Sekunden verrannen, wurden zu Minuten, und irgendwann lag der letzte Angreifer tot zu ihren Füßen.
Sie keuchte, ließ fast die Schwerter fallen, schaffte es aber noch, sie an dem Fell eines Toten abzuwischen und sie zu verstauen. Mühselig schleppte sie sich zum nun leeren Lager, ließ sich am Feuer nieder und begann ihre Wunden zu verbinden. Sie beschwor die ihr gegebene Magie und versorgte auch Velocira.
Sie holte etwas Fleisch aus ihrem Rucksack, gab es dem Tier zu fressen und gönnte sich selbst einen Bissen eines frischen Maisbrotes. Die junge Elfe war gerächt worden. Doch als sie auf den Berg von Leichen sah, stieg so etwas wie Bedauern in ihr hoch.
Gefallen...
[Kl. Anmerkung: Habe heute gesehen, dass die Furbolgs auf der Laubtatzenlichtung keine Gnarzklauen sind sondern anders benannt sind. Man möge mir diese Namens-Ungenauigkeit bitte verzeihen]
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