Miranillinias Abenteuer

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    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 24.01.2006, 12:34

    Miranillinias Abenteuer
    Es war ein Tag wie jeder andere auch. Naja, eigentlich nicht, denn mit der Magie, die über unseren Bund lag und mit der sich jeder mit jedem verständigen konnte, ereilte mich ein Hilferuf von einem gewissen Hellvan.
    Getroffen hatte ich ihn noch nie, aber Tantchen sagt ja immer, man soll anderen helfen. Also beschloss ich, den Worten von Tantchen zu folgen und ihm zu Hilfe zu eilen.
    Jaja, ich kam mir ganz wichtig vor, man wollte mal Hilfe von mir! Einer Gnomin von gerade mal 43 cm.
    Ich machte mich sogleich auf den Weg, flog nach Ironforge und musste den Greifenreitmeister in Stormwind dazu überreden, mich nach Lakeshire fliegen zu lassen. Er wollte mir doch nicht glauben, dass ich schon erwachsen war. "Kinder haben auf Greifen nichts zu suchen"
    Pah!
    Ich überredete ihn dann doch noch, und holte mir mein Fluggeld aus seinen Taschen zurück, bevor wir starteten. So ein doofes Langbein!
    Aber mein erstaunen war groß, als ich endlich in Lakeshire ankam.
    Vor dem Gasthaus war natürlich weit und breit keine Spur von diesem Hellvan.
    Ich hielt Rückfrage und bekam ein verdutztes "Wo bist du denn?"
    Hmm... Naja, Gebirge hatte ja wohl gestimmt, nur die Frage nach welchem nicht so ganz. Er war im Steinkrallen-Gebirge. Ich im Redrige-Gebirge.
    Ich schlug mir vor die Stirn und fluchte. Soviel zum Orientierungssinn. Wenn er gesagt hätte, dass er eine große Geldbörse bei sich führt, hätte ich es bestimmt sofort gefunden!
    Also schlug ich mich wieder mit den Greifenreitmeistern herum, genoss den Flug über die grandiose Landschaft und landete schließlich am Hafen von Menethil.
    Laut ging es da zu, und einige dreckige, stinkende Langbeiner standen am Hafen. Irgendeine Schiffsbesatzung. Aber baden kannte man bei denen wohl nicht. Nun, bevor sie alles für Huren ausgaben, beschloss ich, ihnen ein paar Kupfer abzunehmen und steckte es einem Bettler zu, der verschämt in der Ecke kauerte und an einem Kannten harten Brotes nagte. Der konnte es bestimmt besser gebrauchen.
    Mit dem Schiff fuhr ich dann nach Auberdine und staunte nicht schlecht. Nur diese großen Langbeiner mit den spitzen Ohren da. Ob ich hier richtig war?
    Die meisten nahmen mich gar nicht wahr, als ich nach dem Weg fragte. War das die sprichwörtliche Arroganz der Elfen? Naja, die, die mir ganz unfreundlich kamen, erleichterte ich ebenfalls um einige Münzen. Man musste ja zusehen, wo man blieb.
    Dann versuchte ich mein Glück und folgte den Schildern, hinein in die Wälder und die Fremde.
    Ganz viele Bären sah ich und Katzen, einige wollten mich sogar fressen! Ja, mich! Die arme kleine Miranillinia. Aber das konnte ich ja Tantchen nicht antun und wich immer wieder geschickt aus. Nur einmal geling es mir nicht ganz und es kam zum Kampf. Puuh. 250 Pfund wildgewordene Katze gegen klein Mira. Aber ich brachte mein Kampfgewicht von 60 Pfund ein, krabbelte immer wieder unter dem Bauch des Vierbeiners hindurch und stach von hinten mit meinen Dolchen auf ihn ein. Dennoch streifte mich seine Tatze immer wieder und wieder, bis ich fast nur noch Sterne sah. Bösartiges Biest! Aber ich fand dann seinen Solarplexus, drückte zu und die Mietze sah mich verdattert an, da sie sich nicht bewegen konnte. Hatte sich doch endlich bezahlt gemacht, was mein Lehrer mir über Kampfkunst beigebracht hatte.
    Ich holte schnell die kleine Flasche mit der Wundermedizin hervor, trank sie und sah, wie meine Wunden zusehends heilten. Dann schnitt ich dem Tierchen die Kehle auf, brach ihm seinen großen Fangzahn ab und machte mich dann weiter.
    In dem nächsten Dorf, Astranaar, traf ich auf meine alte Freundin Ischade. Zwar ein Langbein, aber wir hatten viel zusammen durchgemacht. Sie beschloss, gleich mitzukommen und gemeinsam suchten wir den Steinkrallenpfad auf, den wir zusammen durchquerten.
    Auf der anderen Seite - nun endlich im Steinkrallen-Gebirge angekommen - fauchte uns gleich eine Katze an.
    Ich machte vor Schreck einen Satz rückwärts und als dieses gemeingefährliche Biest noch anfing zu reden, muss ich wohl ohnmächtig geworden sein.
    Als ich wieder erwachte, war dieses Vieh fast über mir und ich schwöre, es wollte mich fressen!
    Aber dann verwandelte es sich unter schauerlicher Prozedur und ein Elf stand vor uns. Er stellte sich dann als Hellvan vor, aber ich war noch immer sehr verdattert.
    Sprechende Katzen, die sich in Elfen verwandeln! Wenn ich das Tantchen berichten würde, würde sie mir das doch nie glauben! Sie würde sagen: "Mira, Kind, du spinnst doch. Hast du zuviele Gase von den Lepragnomen eingesogen? Ktzen sprechen nicht und verwandeln sich auch nicht."
    Naja, der Werelf brauchte wohl unsere Hilfe. Eine Gruppe von miesen Kobolden, durchgedrehten Zwergen, einigen irre-geleiteten Menschen und anderem Abschaum der Venture Co. hatte sich in dem Tal ausgebreitet, holzte alles rücksichtslos ab und verschmutzte den See.
    Er wollte den Anführer töten, in der Hoffnung, dass dann all das Verderben aufhörte.
    Wir wollten uns schon auf den Weg machen, als noch ein zweiter Werelf dazu kam. Aber der war noch komischer. Redete wirr und sprang wie ein Flummi umher. Forderte mich dann gar zum Duell heraus, aber irgendwie muss ich es beim ersten Mal verschlafen haben, dass es ein Duell war. Ich ging schneller zu Boden, als ich schauen konnte.
    Ich forderte ihn dann heraus, nun war ich wenigstens gewarnt, doch eine Spinne mischte sich in den Kampf ein und ein Flattervieh und plötzlich fühlte ich mich nur noch ganz leicht. Alles um mich herum verblasste, die Farben verschwanden und ich schwebte über meinem Körper.
    Na toll! Ich flehte zu allen Göttern, die mir gerade einfielen, und irgendwer mochte mich wohl, nach einer Zeit fühlte ich meine Knochen wieder und konnte aufstehen.
    Ischade und Hellvan sprachen mit dem Elf, verfluchten ihn dafür, dass er mich wohl getötet hatte, ich bekam das aber nur am Rande mit, fühlte mich noch immer merkwürdig.
    Er begann noch wirrer zu reden und irgendwann ging er dann. Wir übrigens auch. Die Dösigkeit verließ mich dann endlich und wir machten uns an den Aufstieg, um den Anführer zu bekämpfen.
    Wie das halt immer so ist, ist ein Anführer nie alleine. Also standen da gaaanz viele Wachen herum, die wir aber alle nacheinander ausschalteten. Ischade und ich schlichen vor, und Hellvan kam nach. Später verwandelte er sich wieder in eine Katze und wir pirschten uns zu dritt über die schmalen Stege, lauschten auf die Schritte über den Planken über uns und schließlich fanden wir den Anführer, der sich eine Pfeife gönnte und auf das Tal hinaussah.
    Zu dritt war er rasch erledigt.

    Wir freuten uns, hatten wir doch endlich unser Ziel erreicht. Da ich noch Aufträge im Redrige-Gebirge hatte, fragte ich, ob die anderen beiden mir dabei helfen würden. Sie bejahten. Hellvan wollte sich revangieren und Ischade wäre mir eh gefolgt bis ans Ende der Welt.
    Wir kehrten um und aus purem Übermut sprang Hellvan dann von einer Klippe. Eigentlich wollte er im See landen, aber er hatte sich wohl etwas verschätzt und unten mussten wir Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.
    Wir hatten Glück im Unglück und schafften es, auch wenn er danach etwas mürrisch schien.
    Wir kämpften uns durch das Webertal, vorbei am Mirkfallonsee hinauf bis zum Steinkrallengipfel, wo Hellvan und ich allerdings anfingen, uns zu necken.
    Hihi, ich wollte dann, als wir bei den Greifen waren, seine Reaktion austesten und spielte einen Heulkrampf vor. Ja, das Knie eines Elfen musste dabei dran glauben. Der sah mich auch nur ganz verdutzt an, als ich mich an seinem Knie ausheulte. Hihihi. Klein Mira kann gut schauspielern, aber war schon rührend, wie er sich dann entschuldigte.
    Wie wir da so standen kam auch noch Wyrlon dazu. Ein Gnom aus Loch Modan, und Magier, der auch viele Sachen, die BUMM machen, herstellen konnte.
    Gemeinsam machten wir uns dann auf den langen Weg nach Auberdine über Menethil, Ironforge, Stormwind und gingen von dort zu Fuß nach Goldshire.
    Unterwegs trafen wir auf eine Kriegerin, die mir recht schnell sympathisch war. Hellvan meinte, ich solle sie zu unserem Bund einladen, aber sie blieb skeptisch und lehnte ab. Vielleicht hab ich sie mit meinem Charme auch einfach überrumpelt. Naja, aber sie schloss nicht aus, später auf gemeinsame Erkundung zu gehen.
    Wir gingen also weiter und die Neckerein zwischen Hellvan und mir wurden immer ausgefeilter. Eigentlich liebe ich sowas, erinnerte es mich an die Streitkämpfe mit meinen Geschwistern, die immer auf freundschaftliche Art geführt wurden. Ich begann Hellvan ins Herz zu schließen und ich mag Katzen. Außer wenn sie 250 Pfund wiegen und mich fressen wollen.
    Nur dass er immer wieder auf meiner Größe rumhackte, verletzte mich. Sowas gehörte zum Tabu, eigentlich.
    Endlich in Lakeshire angekommen, musste dann auch noch eine andere Langbeiner-Frau sich einmischen. Lonja, hieß sie. Den Namen konnte ich mir merken. Was für ein niedliches Glühwürmchen Gnomchen ich sei.
    So langsam lagen meine Nerven jedoch blank.
    Wir lieferten uns ein verbales Duell, aus dem ich mich dann zurück zog. Meine Beine taten zu sehr weh und ich mochte nicht mehr stehen.
    Im Gasthaus versorgte ich dann ausgiebig meine Blasen, trank eine Kleinigkeit und erholte mich von dem langen Fußmarsch. Zweimal fast war ich um die ganze Welt gereist. Da durfte man auch mal Pause machen.

    Ich muss eingedöst gewesen sein, denn als ich aufwachte, saßen Ischade und Wyrlon in meiner Nähe, aber Hellvan fehlte. Wir wollten aufbrechen, hatte ich den anderen doch von meinen Aufträgen erzählt und wie dringlich sie waren. Hellvan sei oben, mit einer Priesterin. Naja, ich wollte ihm Bescheid geben, dass wir loswollten und stiefelte also hoch. Überall standen die Türen offen und so ging ich dann in ein Zimmer, an das sich ein weiteres Zimmer anschloss. Auch hier war die Tür offen. Ein Gnom lief an mir vorbei hinein und ich murmelte, dass Hellvan hier also stecken würde. Ich wollte mich gerade rumdrehen, als die Elfin wie eine Furie zu mir gerannt kam und schrie, ich solle rausgehen. Auch Hellvan begann zu schreien. Ich versuchte zu erklären, dass ich sie gar nicht hatte stören wollen, die Tür offenstand und eh am gehen war. Aber sie schrieen nur und ließen mich nicht mal ausreden.
    Und dass Hellvan diese Furien-Elfe so in Schutz nahm, verletzte mich, genauso wie sein wütendes Gebrüll.
    Das war dann doch zuviel und ich rannte weg, rief, dass sie mich alle in Ruhe lassen sollten. Die Gefühle brachen über mir zusammen, Erinnerungen kamen hoch. Mein strenger Vater... ach, die Familientragödie...
    Ich lief und lief und hielt erst hinter einem großen Stein an, wo ich mich niederließ und meinen Tränen freien Lauf ließ. Ich blickte hinaus auf den See und fand die Welt furchtbar ungerecht. Ich hatte doch nichts Böses im Sinn, und ich mag nicht angeschrieen werden, schon gar nicht für etwas, was ich nicht getan habe. Aber vielleicht war das ja Üblich mit Gnomen...
    Plötzlich hörte ich Gelächter und spürte einen derben Schlag auf meinem Hinterkopf.
    Ehe ich es mich versah, blickte ich in den Himmel, sah drei Orks und tausende Sterne. Dann nichts mehr.
    Ich erwachte wieder, als Ischade mich aus der Gefahrenzone rausschleifte.
    Aua tat mein Kopf weh!
    Ich hörte Hellvan rufen und irgendwie war mir nur noch mehr zu Heulen zu mute. Ja, irgendwie war ich auf diese doofe Elfenfurie eifersüchtig gewesen.
    Ich setzte mich auf die Brücke, nahe der Wachen und blickte auf den See.
    Es war rührend, wie Hellvan und Ischade sich um mich kümmerten. Lonja kam später dazu und Ischade klärte sie auf, was vorgefallen war. Auch sie entschuldigte sich dann schließlich, doch Hellvan war schon gegangen.
    Zurück zu dieser Furie?
    Es enttäuschte mich und machte mich ein wenig wütend. Ich sagte dann wohl einige Dinge, die aus diesem Gefühl der Trauer, ein wenig der Eifersucht und der Wut entsprangen. Ich habe ein vereinnehmendes Wesen und irgendwie hatte ich für mich die Katze schon vereinnahmt. Unglücklicherweise war er aber doch nicht so weit weg gewesen und hörte wohl alles mit.
    Irgendwann hörte ich ein Fauchen und ich solle zum Briefkasten gehen, von ihm. Irgendwie alarmiert tat ich das und mir stockte der Atem, als ich seine Zeilen dort fand. Es täte ihm alles leid und er würde weggehen und lieber wieder alleine seiner Wege ziehen, er hätte mir zu sehr wehgetan und wollte das nicht.
    Mir kamen erneut die Tränen und ich warf Ischade den Brief zu.
    So konnte er sich aber nicht aus der Affäre ziehen! Er würde mir nicht entkommen. Ich war stur. Ich suchte die ganze Gegend ab, brüllte mir beinahe meine Seele aus dem Hals und spielte damit wohl den Pausenclown für ganz Lakeshire. Es war mir egal!
    Ich mochte die Katze und auch wenn einige Sachen unglücklich gelaufen waren, das war kein Grund wegzurennen!
    Irgendwann antwortete er mir dann auch wieder und ich stöberte ihn auf, redete auf ihn ein - und erschlug ihn wohl mit meinem Redeschwall.
    Um das ganze abzukürzen saßen wir auf jedenfall gemeinsam später an einem Lagerfeuer, das Drechim gemacht hatte, den ich unterwegs auf meiner Suche getroffen hatte.
    Drechim war ein Zwergen-Jäger, der mir schon in Loch Modan geholfen hatte, gegen die großen, bösen Oger zu kämpfen. Und seit dem liefen wir uns komischerweise andauernd über den Weg.
    So auch hier wieder in Lakeshire. Er lud uns zu seinem Lagerfeuer ein, als er mich und Hellvan entdeckte und zu viert redeten wir eine Weile.
    Ich war allerdings schon ziemlich müde, sodass ich nur noch die Hälfte der Worte weiß, die dort fielen.
    Drechim bemerkte, dass Hellvan, ich und Ischade zum gleichen Bund gehörten und befragte uns dazu. Da er mir zuvor schon geholfen hatte, mehrmals, hatte ich keine Bedenken, ihn zum Schattenadept zu ernennen und in unseren Bund zu führen.
    Ein anderer Elf spendierte uns noch etwas zu essen und Drechim besorgte Melonensaft. Ein herrliches Mahl war es und ein schöner Ausklang für einen anstrengenden Tag.
    Fast schlafend ging ich dann ins Gasthaus zurück und ließ mich in das erst beste Bett fallen, das ich traf. Ich war nur noch müde, und mir war alles andere egal.



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 02.02.2006, 15:00


    Es vergingen ein paar Tage, als ich im Redridge-Gebirge auf eine Elfenfrau traf, die mich ansprach.
    Ich war ganz schön verdutzt, wunderte mich, woher sie meinen Namen kannte, bis sie mir auf die Sprünge half. - Hihi, sie brüllte mich zwar nicht an (spätestens dann hätte ich sie wohl erkannt), erwähnte aber Hellvan und den Gasthof. Ihren Namen wollte ich mir gar nicht merken. Sie entschuldigte sich bei mir und ich funkelte sie nur böse an.
    Jaja, was kuschelt sie sich an meinem He.... *hustet*.
    Nun egal. Sie verabschiedete sich mit einer Mine, die wohl sagte "Ach herrjeh sind Gnome nachtragend". Hm, sie hat nicht unrecht. Ich BIN nachtragend.

    Komischerweise traf ich sie einige Tage nach dem Erlebnis noch einmal. Abermals fragte sie mich, ob ich sie nicht erkennen würde. Ihren Namen habe ich mir immer noch nicht gemerkt, aber sie war auch in Eile, meinte nur, ich solle doch mal in ihrer Taverne vorbei schauen.
    Ich meine, was geht in Elfen vor? Erst schreit sie mich an und ... naja, entschuldigt sich dann und lädt mich dann ein...? Ach na gut, vielleicht wollte sie ja auch nur nett sein. Trotzdem! Die Katze ist me.... ein schönes Tierchen.
    Gemein finde ich ja, dass er meint, er müsse zu anderen Frauen gehen, um sich kraulen zu lassen. Neulich hat er sich ganz demonstrativ vor eine Elfe gesetzt und schnurrte sie auffordernd an. Ja, ist das denn die Möglichkeit?
    Pfff. Und dann hat mir ja noch der neue aus unserem Bund, Garbourgh, gesagt, dass .... boah, regt mich das auf, dass die Leiterin unseres Bundes ja was von Hellvan will! Dabei hat die doch den doofen anderen Elfen. Aber ich habe mir schon was für sie ausgedacht... Hehehe.
    Und Hellvans-Fremdgekraule, ja... hihi... Dafür habe ich mir auch schon was ausgedacht. *reibt sich die Hände*
    Und nein, ich bin nicht Eifersüchtig.

    Vorgestern habe ich einen netten Zwerg in Ironforge getroffen. Serj. Er kam aus Gnomeregan und erzählte mir von den Vertriebenen dort. Eine einsame Garnison von Gnomen würde noch immer dor leben, und müsse sich hartnäckig gegen die Dunkelzwerge verteidigen. Es tat gut, etwas aus der alten Heimat zu hören und ich habe noch an dem Abend - gut gut - gleich am nächsten Tag, nachdem ich ausgeschlafen habe, Tantchen einen langen Brief geschrieben. Es wird sie sicherlich freuen, etwas von Gnomeregan zu hören.
    Serj lud mich dann auch zum Essen ein in die Taverne. Ich erzählte ihm von meinem Besuch in den Todesminen und redete und redete. Irgendwann war die ganze Taverne voll!
    Am Tisch gegenüber saß eine Zwergenhorde, die ganz muxmäuschenstill war, als ob alle an meinen Lippen hingen, wie ich den Kampf mit den Untoten beschrieb. Gut - ich muss ja gestehen, ein wenig übertrieben habe ich schon, aber was Thorkald, Adamantine, Wyrlon und ich dort geleistet haben, naja, war ja auch eine harte Nuss. Kaum hatten wir die Knochenhaufen niedergeschlagen, standen sie doch wieder auf!
    Puhu... ich hab auf jedenfall gaaaanz lange erzählt und mir den Mund da fusselig geredet. Trotzdem hatte ich die volle Aufmerksamkeit und irgendwie hab ich das auch ein klein wenig genossen, obwohl ich sonst ja eher in den Schatten bleibe.
    Dann hörten wir Rufe. Ein Dämon! Eine Höllenbestie! Sie griff an. Wir sprangen von den Stühlen auf, ich zückte meine Dolche und rannte los.
    Doch wir sahen nur noch die steinernen Trümmer der Bestie auf dem Boden. Mir kam der Abend davor in dem Sinn, wo ich schlaftrunken durch Stormwind wandelte und auch eine Höllenbestie angegriffen hatte. Es war das Werk einer Hexe gewesen. Ich hatte sie gesehen, wie sie höhnisch auf ihrem flammenden Ross saß, eine große Sense auf dem Rücken ...
    Und genau diese Frau sah ich wieder. Zwar ohne Sense, aber das gleiche Gesicht. Sie musste es gewesen sein!
    Und in der Tat, sie gab merkwürdiges von sich, dass wir alle sterben müssten, dass sie alles wisse, alles vorhersehen könne. Sie sprach finstere Worte, beschwor einen Wichtel und redete etwas von Schatten.
    Ich muss gestehen, irgendwann ging es links rein und rechts raus. Ich vermute ja, das Langbein hatte einige Probleme. Als sie dann ihr Pferd heraufbeschwor und irgendwann nach draußen ritt, ließ ich sie ziehen. Was sollte ich auch machen? Abgesehen davon war ich kein Kindermädchen und manche Dinge regelten sich von selber. Auch wenn sie meinte, alle umbringen zu müssen.
    Dann war noch ein komischer Elf da, trug einen Metallhelm, dass man sein Gesicht kaum sah. Er hatte eine Katze bei sich und auf einer saß er. Auch ein komischer Kauz. Als ob mir Katzen Angst einjagen würden, seit ich Hellvan kenne, denke ich eh immer, dass das komische Druiden sind.
    Warum auch immer der Elf auf einem Druiden reitet...
    Naja, er ging auch dann irgendwann und Serj verabschiedete sich. Ich stand abermals vor der Bank, grübelte nach, was ich noch erledigen wollte. Aber in all dem Gewusel ist es ja fast unmöglich, seine Gedanken beisammen zu halten!
    Alles rennt und schreit und kreischt. Schlimmer als meine 17 Geschwister und die 5 Gnomlinge aus der Nachbarschaft, die immer bei uns spielen mussten. Auf jedenfall sah ich eine andere Gnomin mit einem wohl furchtbar kostbarem Edelstein auf der Stirn. Sie stellte sich mir auch mit Namen vor, Lillybell hieß sie. Eine nette Person - und ein sehr sehr netter Stirnreif. Wir sprachen dann über Ironforge, und dass wir Gnome uns die Stadt eigentlich untertan hätten machen müssen. Unser armer König, steht immerhin auf einem kleinen Podest, während der Zwergenkönig in seinem Thronsaal schmaust. Pah. Ich gab Lilly vollkommen recht und spitzzüngig bemerkte ich natürlich, dass man den Saal mit vielen Fellen auslegen müsse, war ich doch schon wieder von einem Zoo an Katzen umringt.
    Pah. Und wieder der eine Elf. Naja, meine Bemerkung hat dann dafür gesorgt, dass wir uns über Gnomen-, Elfen- und sonstige Kannibalische Gerichte unterhalten haben. Ja, und er drohte mir sogar, dass meine Katzen mich fressen würden. Ein Druide mich fressen? Und wenn es irgendein Vieh wagen würde, mich - ja MICH! - zu verspeisen, dann würde ich mich aus seinem Magen herausschneiden, so wahr ich Miranillinia heiße.
    Gut, eigentlich ist das seeeeehr eklig, und tut der Katze bestimmt auch weh und wer weiß, ob ich überhaupt mit einem Happs verspeist würde. Aber - so einfach ist das nicht. Ich hab ja immerhin auch *leise* irgendwann diesen Großklops von Oger beseigt, die mir nicht ihren Kristall geben wollten.
    Tjaha... Nun, zu der netten Gnomin gesellte sich dann noch ein Priester dazu, der auch so einen netten Stirnreif trug. Irgendwie gingen mir dann meine langen Finger mit mir durch und ich ertappte mich, wie ich nach den Verschlüssen Ausschau hielt. Solche teuren Stirnreife aber auch... die konnte sicherlich wer anders gut gebrauchen. Hihihi. Aber die Müdigkeit überkam mich und ich ließ die beiden dann in ihrem Gespräch allein.

    Ich ging Richtung Schmiede - warum nicht Richtung Gasthaus, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr - und traf auf Dargofan. Ja, genau eben jener Dargofan, der am Handelshaus einen Aushang schrieb, indem er eine Gnomin oder eine Zwergin als Lebenspartnerin suchte. Er sprach mich wohl an, als ich etwas von Edelsteinen murmelte. Wie konnte man am besten Stirnreifen von anderen Leuten Köpfe entfernen, ohne dass diese es bemerkten? Eine wahre Herausforderung. Ich war wohl ganz in Gedanken...
    Er erzählte mir, was er für die Waisen spendete und ich gab halt an, dass ich das auch täte. Auch wenn er etwas skeptisch war, so wand ich mich geschickt heraus. Immerhin gehen ein Teil meiner "Einnahmen" ja wirklich an die Waisenkinder.
    Leider bin ich dann wohl irgendwie umgekippt und vor seinen Füßen eingeschlafen. Ich schätze, der Hieb auf den Schädel von den Orks war doch ein wenig zuuu heftig gewesen. Hoffe, dass das nicht noch mal vorkommt. Wer weiß, wo ich das nächste Mal plötzlich... einschlafe?



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 05.02.2006, 15:24


    Urghs, ich hab vielleicht Kopfschmerzen! Selbst jetzt, nachdem ich Unmengen an Tee getrunken und auch Tantchens eklige Kräuterkompressen überstanden habe. Tantchen war ganz schön sauer auf mich, als ich ihr einen Teil der Dinge erzählt hatte, die ich erlebte, uiuiui. Vermutlich war das der Grund, warum ich auch noch Unmengen an Lebertran schlucken musste. Bäh!
    Aber eins nach dem anderen...

    Alles fing an, als ich gestern Abend zum Hauptquartier von SI:7 ging. Ein Bote hatte mir gesagt, dass Cheffchen mich sprechen wollte. Naja, frisch, fromm, fröhlich und frei ging ich hin und bekam verschwörerisch den Auftrag, eine Agentin aufzusuchen, die mir zu meinem Auftrag mehr verraten solle.
    Gut, ich schärfte meine Dolche, überprüfte, ob meine Ausrüstung unbeschadet war und ich alles notwendige - also alles, was man irgendwie irgendwann vielleicht gebrauchen könnte - dabei hatte und zog los. Der Greifenreitermeister machte natürlich mal wieder Anstalten. So ein schlechtes Gedächtnis aber auch! Hielt mich wieder für ein Kind, viel zu jung, könne ja runter fallen, blablabla. Als ihn dann ein Paladin mit seinem Wortschwall erschlug, schlich ich mich zu den Greifen, nahm mir den erst besten Gesattelten, schwang mich auf ihn und zwinkerte der Frau, die eigentlich aufsteigen wollte, entschuldigend zu.
    Selbst als wir abheben hörte ich noch die Worte des Paladins "... mich dünkt wirklich, dass ihr meinen Worten nicht mit dem notwendigen Respekt..."
    Warum mussten es manche Leute auch immer übertreiben? Ein einfaches "Hallo, ich würde gerne von hier nach da fliegen. Hier hast du das Geld. Danke und auf wiedersehen" würde es doch auch tun. Naja, so hat mir der Paladin unwissentlich einen langen Fußweg erspart. *kichert*
    Ich flog also nach Westfall und landete bei der Späherkuppe. Von dort aus ging es nach Südosten, zu einem Turm, den die Defias-Bruderschaft wohl besetzt hielt. Irgendwo hier sollte auch die Agentin sein, von der Cheffchen geredet hatte.
    Sie war wirklich eine Meisterin ihres Faches. Ich fand sie eigentlich eher, indem ich über sie stolperte. Sie zischte mich böse an, aber als ich ihr mein Zertifikat unter die Nase hielt und Ischade - woher wusste sie eigentlich, was ich hier tun sollte? - mir verbal und unvermutet half, gab sie Ruhe und unterwies uns beide in die schwierige Aufgabe.
    Eine der Wachen, die unten am Fuße des Turmes patroullieren, Untote wohlgemerkt, hatte einen Schlüssel. Es sollte die Wache sein, die am hässlichsten war, eine wahre Missgestalt sogar.
    Innen im Turm sei dann eine Truhe, die untersucht werden wolle, da SI:7 nur zugerne wüsste, was in ihr wäre. Zudem solle ich nach einem Tagebuch Ausschau halten.
    Gut, klang ja nicht wirklich schwer.
    Die Wachen sahen, als Ischade und ich näher schlichen, wirklich eklig aus. Fleisch hing ihnen teilweise in Fetzen herunter, die Gelenke waren ausleiert und sie wackelten in ihrem Gang. Wir dachten uns, dass es vielleicht bässer wäre zuerst das Innere zu erforschen.
    Unbemerkt schlichen wir hinein. Drinnen standen einige gelangweilte Wachen, die sich leise miteinander unterhielten. In dem Halbdunkel des Turmes konnten wir zwischen den wenigen Lichtstellen leise an sie schleichen und sie dann hinterrücks niederschlagen. Gut, Ischade konnte die "Wir haun ihnen auf den Kopf" - Methode benutzen, ich trat meiner Wache in die Kniekehlen, wartete, bis sie auf die Knie gesackt war und erdrosselte sie dann mit einem Stück Draht.
    Nur gut, dass Tantchen nichts davon wusste.
    Ischade und ich schlichen uns weiter. Über uns hörten wir die Holzdielen knarzen und knacken, als zwei weitere Wachen patroullierten. Sie waren aufmerksamer als die anderen beiden, aber dennoch. Ich balancierte auf dem Geländer der schmalen Holztreppe hoch, während Ischade die Holztreppe an der Seite entlang schlich. In der Mitte waren die Stufen schon ausgedellt und wir beide wussten aus Erfahrung, dass diese Treppe knarren würde, sobald sie einer mittig betrat.
    Wir hatten Erfolg und versteckten uns in den Schatten neben zwei gewaltigen Regalen. Mit angehaltenem Atem warteten wir, bis die beiden Wachen wieder an uns vorbei waren, schlugen dann zu. Auch sie wussten kaum, was mit ihnen geschah, als sie bewusstlos zu Boden sackten.
    Von oben hörten wir eine Stimme, die scheinbar Selbstgespräche führte.
    Langsam arbeiteten wir uns hoch. Oben waren weitaus mehr Fackeln angebracht, das obere Plateau besser beleuchtet.
    Der Mann, ganz in schwarz gekleidet, sah aus dem Fenster. Unsere Chance!
    Ischade näherte sich ihm von Rechts, während ich von Links kam. Wir waren noch 2 Meter von ihm entfernt, als er plötzlich sein Schwert zog und sich umdrehte. "Diebe! Ich habe Eure Angst gerochen!", schrie er und stürzte auf mich los.
    Ich hatte Müh und Not dem wütenden Angriff zu entgehen und wäre Ischade nicht gewesen, die ihm mehrmals von hinten zusetzte, wäre es wohl mein Ende gewesen.
    Seine Lederkleidung war ziemlich hart und undurchdringlich, so glaubte ich, doch vier Dolchen, die geschickt immer wieder auf ihn einstachen, waren letzten Endes nicht aufzuhalten. Auch nicht mit all seiner Wut und seinem überaus beeindruckendem Schwert.
    Ich war froh, als er zu Boden sank. Neben seinem Schreibtisch stand auch die Truhe, die wir hatten untersuchen sollen. Es war eine gewöhnliche Truhe, wie es schien. Ischade gelang es, das Schloss zu knacken und etwas herauszufischen. Dabei verletzte sie sich jedoch und zuckte kurz zusammen. Wortlos ging sie zurück und deutete auf die Truhe. Das Schloss war wieder zugefallen und ich musste es erneut öffnen.
    Ich schlug den Deckel zurück und etwas sauste in mein Handgelenk. Aua!
    Ein kleiner Pfeil, oder soetwas, steckte darin. Ich zog ihn heraus und warf ihn wütend weg. In der Truhe befand sich ein zweites Band. Scheinbar das Tagebuch - bzw. das Tagebuch in einem Doppelband.
    Der Kerl war ganz schön mitteilungsbedürftig. Nur gut, dass wir es nicht lesen mussten.
    Unter dem Buch war ein Zettel angebracht. Auf dem stand "Noch 7 Tage..."
    Instinktiv wusste ich, dass er diesen Pfeil gemeint hatte. Ich sah auf das kleine Einstichloch und schalt mich eine Närrin! Die kleine Wunde hatte sich blau verfärbt. GIFT!
    Ich blickte Ischade an und fluchte leise. Sie zeigte mir ihr Handgelenk, war auch schon ganz blass. Na toll!
    Es hatte uns beide erwischt. Großartig. Und nu?!
    Wir brauchten noch den Schlüssel. Und dann hieß es sich umgehend um das Gift zu kümmern.

    Wir eilten die Treppen herab, die nun natürlich laut knackten und knarzten. Wir gaben uns keine Mühe, leise zu sein, aber die untoten Wachen draußen schienen wohl eh kein Gehör mehr zu haben.
    Wir hielten bei der Tür unten an, warteten und versuchten uns an die erste Patroullie heranzuschleichen. Irgendwie aber bemerkten sie uns, griffen uns an und noch während ich versuchte, mich kurz zurück zu ziehen, um einen Trank zu trinken, bemerkte uns die zweite Patroullie.
    Kopfschmerzen Teil 1 begann.
    Als ich wieder erwachte, lag ich nass am Ufer des Flusses, spuckte Wasser und blickte zu Ischade, die meine Fesseln durchgeschnitten hatte.
    Soetwas sollten die nicht noch einmal wagen!
    Wir warteten, bis sich mir nicht mehr alles drehte und beseitigten dann die letzten Wachen. Und dann, ja dann sahen wir diese Missgestalt von der die Agentin gesprochen hatte. Hässliche Stacheln trug sie auf dem Kopf. Ob da jemand Nägel von innen nach außen geschlagen hatte? So sah es auf jedenfall aus. Wirklich richtig eklig!
    Wir sahen, dass er einen großen Schlüsselbund an seinem Gürtel trug. Vermutlich mit einem der Schlüssel, den wir besorgen sollten. Zuerst schlich sich Ischade an ihn heran und ihr gelang dann auch fast unverzüglich, einen der Schlüssel vom Bund zu entfernen. Aber die Agentin hatte ja von zwei Schlüsseln geredet. Super.
    Ich versuchte nun also auch mein Glück. Tja, mit der Betonung auf versuchte. Kaum trennten mich noch 3 Schritte von ihr, als sich die Gestalt abrupt herumdrehte, mich dumm anglotzte mit ihren lidlosen Augen und dann auf mich stürzte.
    Kopfschmerzen Teil 2.
    Als ich wieder erwachte, hatte mich Ischade in ein Gebüsch gezogen. Die Missgestalt lag am Boden, aber wie mir Ischade beteuerte, war der Schlüsselbund irgendwie weg.
    Wenige Minuten später stand die Gestalt wieder auf, und ich glaubte meinen Augen kaum, als ich den Schlüsselbund ganz offen an ihrem Gürtel hängen sah. Was war das nur für eine Magie!?
    Ich aß etwas Käse, atmete tief durch und versuchte mein Glück erneut. Diesmal versuchte Ischade ihn abzulenken, während ich mich an ihn schlich. Nur leider drehte er sich dabei immer so, dass ich auch nicht an den Schlüsselbund kam. Natürlich entdeckte er mich dann bei meinen Versuchen, und es kam, wie es kommen musste.
    Kopfschmerzen Teil 3.
    Bei einem weiteren Versuch, ich erwachte abermals im Gebüsch, sah Ischade schon recht irritiert an, versuchte ich ihm mit einem Draht zum Stolpern zu bringen. Als er dann am Boden lag, drehte er sich leider sofort um, entdeckte mich, wie ich gerade nach dem Bund greifen wollte und tja... Beule Nummero 4.
    Ich will nicht sagen, dass ich irgendwie leicht frustriert war. Nein, aber mein Kopf tat weh!
    Wir warteten, bis mir nicht mehr so übel war und ich keine Sternchen mehr sah und erneut schlich ich mich zu ihm heran, duckte mich, versuchte es gar unter seinen Beinen hindurch, als er sich umdrehte, aber irgendwie... kein Glück.
    Kopfschmerzen Teil 5.
    Ich glaube, ich hatte Halluzinationen. Die Worte "Nur noch 7 Tage..." hallten mir im Kopf herum und irgendwie sah ich das Bild eines Brunnens, in dem ein Mädchen gefangen war. Nur noch 7 Tage...
    Ich blinzelte mehr als nur einmal, als ich wieder erwachte. Ich konnte kaum noch gerade gehen, als Ischade vorschlug, es sein zu lassen. Aber ich war stur. Musste ich von Tantchen geerbt haben. Oder sowas.
    Ich nahm all meinen Mut zusammen, und schlich erneut hinter diesem Untoten *zensiert* hinterher. Meine Finger hatten sich schon um die Schlüssel geschlossen, als er mich erneut entdeckte.
    Ein Schrei, viel Aua, Mira wieder im Land der Träume.
    Aber irgendwie hatte ich es dann doch geschafft! Als ich erwachte, lag der Schlüssel neben mir, nur wenige Schritte entfernt von der Gestalt, die regungslos am Boden lag.
    Ich jubelte, woraufhin mein Kopf explodierte. "Gut", ächzte ich dann, "lass uns von hier bloß verschwinden"
    Ischade stimmte mir zu. Auch sie fühlte sich nicht mehr sonderlich gut, dank des Giftes, das in unser beider Adern zirkulierte.
    Wir kehrten zur Späherkuppe zurück und flogen dort so schnell es ging nach Stormwind.
    Im Hauptquartier angelangt sollten wir zu Doctor Mixpills oder wie auch immer er hieß. Er beauftragte uns jedoch, einige Sachen zu besorgen, die für unsere Heilung notwendig war.
    Einfache Wildblumen, eine bronzene Röhre, eine bleierne Phiole und etwas gelben, seidenen Faden. Gut, Wildblumen, dachte ich, kein Problem.
    Ich schickte eine Eule zu Anführerin unseres Bundes, Ythera, und fragte an, ob sie mir solche zuschicken könne. Sie tat es. Leider ware es Friedensblumen gewesen. Auch wenn sie fast so aussahen wie die geforderten Blumen. Weiße Blätter mit gelbem Stempel.
    Die bronzene Röhre kauften wir dann im Auktionshaus, den Faden gab es in einem Schneiderladen, wo wir uns sein Stück abschneiden durften und die Phiole gab es regulär zu kaufen. Nun warteten wir nur noch auf die Blumen, denn wir wussten bis dahin noch nichts von unserem Fehler. Wir wetzten durch die Stadt, panisch, dass uns das Gift im nächsten Moment niederstrecken könnte, vermieden jegliches Gespräch und ich glaube, ich rempelte auch den einen oder anderen an. Aber ich hatte Todesangst!

    Meine Haut färbte sich schon langsam bläulich. Der Doc empfahl uns, doch Disteltee zu trinken, da das gut für unseren Körper sei. Gut, ich hatte eine Rolle mit dem Rezept bei mir, ging zum Kochlehrer in der Hoffnung, dass man mir dort vielleicht etwas davon brauen könne. Aber nein! Er nutzte unsere Lage hoffnungslos aus.
    Er benötige wohl für ein Fest Schweinefleisch, das wir ihm besorgen sollten, und am besten gleich für ihn brieten. Dabei wollte ich doch nur, dass er mir ein paar Flitzdiesteln in Wasser packte, sie kochte und mir daraus auch - wie auch immer - einen Tee kochte! Das konnte doch nicht so schwer sein!
    Ischade seufzte und ich blickte das Langbein mürrisch an. Jaja, mit kleinen Leuten kann man es ja machen. Komische Langbeiner. Wirklich.

    Ischade und ich zogen also aus und begannen nach Schweinen zu suchen. Bei einem Bauernhof wurden wir auch fündig. Dort gab es eine wahre Plage und die Familie bat uns, die Schweine von ihrem Feld zu vertreiben, da es die ganze Ernte ruiniere.
    Gut, die Jagd begann. Und die Biester waren schnell! Kaum hatte man eines gepackt und ihm die Messer in den Hals gerammt, als schon das nächste frech neben einem quiekte, mit dem Schweineschwänzchen wackelte und dann fröhlich durch das Gemüse trampelte.
    Der Boden tränkte sich immer mehr mit Blut von all den Schweinen, die wir dort töteten. Meine Kleidung sah danach vielleicht aus. Bäh. Und ich will gar nicht wissen, ob das Fleisch, was wir in all dem Dreck den Schweinen aus ihren Lenden schnitten, wirklich genießbar war. Wir brieten es fast im Akkord über dem heimischen Feuer der Bäuerin. Gut, wir ruinierten ihr nebenbei noch den Teppich, der vor dem Kamin lag und die Ernte war eigentlich mehr als nur zertrampelt, da wir ja den Schweinen hinterhergejagt waren und ... äh.... naja, wir haben das Gemüse wohl auch nicht immer nur umgangen.
    Das ganze Feld bestand irgendwann nur noch aus blutigem Matsch. Wirklich eklig aber ich wusste ehrlich gesagt auch kaum noch, was ich tat. Das Gift kreiste und ich hatte solche Kopfschmerzen, dass ich beinahe Ischade für ein Schwein gehalten hätte. Sie quiekte zwar auch, als ich auf sie losging, aber irgendwie erkannte ich sie doch noch, bevor meine Dolche zustachen.
    Ein paar andere Langbeiner kamen noch dazu, jagten am Ende mit uns in all dem Matsch und eine Frau versuchte allen ernstes, die ganzen Felle abzuziehen. Es war so eklig, das reinste Schweinemassaker. Ich will gar nicht wissen, wie die Bauern dann die Kadaver vernichtet haben.
    Als wir irgendwann für den dämlichen Koch alles Fleisch - gebraten (aber wohl nicht wirklich essbar) - hatten, kehrten wir zurück und endlich, ENDLICH - hielten wir frisch aufgebrühten Diesteltee in Händen.
    Zu einem Bad reichte die Zeit nicht mehr und schmutzig, wie wir waren, nahm ich dann auch die Nachricht entgegen, dass die Blumen angekommen wären. Wie gesagt, es waren leider die falschen gewesen. Aber wir wurden im örtlichen Blumenladen dann endlich fündig.
    Mit einem Strauß frischer Blumen kehrten wir zum Doc zurück, der die Blumen dann zur Deko benutzte, uns frech angrinste und uns das Gegengift injizierte.
    Als ich die Vase mit den Blumen sah und all den Ärger und die Wartezeit, die wir nur deswegen auf uns genommen hatten, knurrte ich.
    Mein Kopf explodierte erneut und ich hörte mein eigenes Wimmern.
    Irgendwie hatte ich dann einen Filmriss, denn als ich aufwachte, war ich bei Tantchen, war sauber, steckte in neuen Klamotten und hatte eklige Kompressen um meine Beine und auf dem Kopf.

    Naja, Ischade hatte mich zu Tantchen gebracht und nun musste ich ihr irgendwas erzählen, warum ich mit mehreren Beulen, blutverschmiert und in so einem Zustand bei ihr "angeliefert" wurde.
    Naja, Tantchen wusste ja nur, dass ich die Welt erkundete auf der Suche nach einer ehrbaren Beschäftigung. Ihr hatte ich erzählt, dass ich - wie sie - mich in der Kräuterkunde versuchte und vielleicht Alchemistin werden wollte. Naja, als ich dann irgendwann diese dämlichen Blüten nicht mehr sehen konnte, war ich woanders in die Lehre gegangen und war nun Schmiedin. Und half der SI:7. Aber das war ja für Tantchen kein ehrbarer Beruf, also hatte ich ihr erzählt, dass ich einfache Botin war, neben meinen alchemistischen *hust* Künsten. Und natürlich war ich dann auf so einem Botengang auch ... äh... na überfallen worden und daher das Kopfweh. Nur irgendwie glaubte sie mir nicht ganz, hatte ich das Gefühl. Sie gab mir sehr viel Lebertran zu trinken und ich weiß nicht, was mir mehr Übelkeit bescherte, der Lebertran oder die Kopfschmerzen.
    Tja, und nun liege ich hier und warte, dass das eine aufhört und das andere alle wird. Und ich endlich hier wegkann. Für nachher haben sich einige meiner Geschwister angekündigt. Und dann werde ich wohl die ganze Geschichte noch einmal erzählen müssen. Mit dem Boten und den Kräutern.
    Aber immerhin hat sich Tantchen über die Friedensblumen, die ich ja fälschlicherweise bekommen hatte, gefreut. Auch wenn sie gemeckert hatte, dass sie nicht mehr ganz so frisch seien. Naja... wenn Tantchen nur wüsste... *kichert*



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 13.02.2006, 20:10


    *nimmt das leere Büchlein, zückt die Feder, schlägt die erste, leere Seite auf, taucht die Feder in ein großes Gefäß mit Tinte und beginnt zu schreiben*

    Wie beginnt man eigentlich ein Buch zu schreiben? Da die Nachfrage recht groß ist, lauert man den Bibliothekaren schon auf, um das einzige Exemplar, das meine Fingerchen geschrieben haben, zu ergattern und zu lesen. Aber ich kann ja nicht den ganzen Tag schreiben und Abschriften machen, da würd ich ja überhaupt nicht mehr dazu kommen, noch Abenteuer zu erledigen.
    Naja, gut, eine Abschrift mache ich immer. Die kommt bei uns in die Schrifthalle zu den ganzen Berichten.
    Sollte in Stormwind also kein Exemplar mehr vorhanden sein, so können meine Schriften hier nachgelesen werden *beginnt den Weg zu den Hallen zu beschreiben*

    ((http://www.die-gefallenen-wow.de.vu))

    Nun, ich denke, man beginnt einfach, indem man anfängt. *kichert*
    Hach, so vieles habe ich erlebt. Ich sollte für ein Langbein in Lakeshire Schattenfellanhänger besorgen. Tja, wo bekam ich die denn wohl her? Er meinte, irgendwo im Osten von diesem Gebiet. Aber der Osten ist groß!
    Zusammen mit Ischade beschloss ich, den Osten systematisch abzusuchen. Wir entdeckten ein Ork-Lager mit ganz vielen, bösen Grünhäuten drin. Sie grunzten und soffen und hatten sogar eine arme Gnomin gefangen. Leider waren es zuviele, als dass wir hätten helfen können. Aber wir würden Verstärkung holen. Später...
    Wir nutzen die Tatsache, dass es langsam Abend wurde und die Sonne langsam hinter dem Rand der obersten Berggipfel verschand. Lange Schatten zogen sich über das Tal und wir schlichen vorsichtig, jede Deckung nutzend, die sich uns bot, an den räudigen Orks vorbei.
    Doch oh Schreck! Ein Gebirgszug versperrte uns den Weg, und irgendetwas hatte die Wachen alarmiert. Aufmerksam patroullierten sie, mit Fackeln in den Händen. Sie leuchteten jede Ecke aus und Ischade und ich hatten wohl ein ... kleines Problem.
    Der einzige Ausweg aus der Situation - sonst würde ich das ja hier nicht mehr schreiben können - bestand darin, irgendwie in den Fluss zu springen, der rechts von uns durch eine enge Schlucht floss. Gesagt, getan.
    Leider jedoch erwartete uns ein gigantischer Wasserfall, nachdem wir ein, zwei Biegungen passiert hatten. Der Sog wurde zu stark und an den Seiten ragte Fels hoch auf. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als einmal Vogel zu spielen und danach Tiefseetaucher.
    Der Aufprall raubte mir alle Luft aus der Lunge und beinahe hätte ich meine Waffen und meine Hose verloren.
    Ich machte schon drei Kreuze, als ich einige Murlocs sah, die ihr Lager am Ufer des Sees aufgeschlagen hatten. Doch das Getöse des Wasserfalles hatte das Aufklatschen in den See übertönt und sie hatten von unserer "Ankunft" nichts bemerkt.
    Mühsam und sehr langsam schwammen wir ans Ufer, hofften, dass sie uns nicht bemerkten und schlichen uns - gut, wohl eher schleppten uns - einen steilen Weg hinauf.
    Ich setzte mich schon hin, wollte verschnaufen, als Ischade mich am Kragen packte und vom Felsen wegzog.
    Große, beharrte Biester... überall. Es war wohl ihr Hauptlager am Fuße eines Turmes.
    Vom Regen in die Traufe.
    Etwas abseits standen einige Bäume, hinter denen wir uns versteckten. Ich aß etwas von dem Käse, der, zwar durchnässt, doch noch prima schmeckte und trank einen Schluck Wasser. Nach einigen Minuten fühlte ich mich stark genug, wieder vernünftig agieren zu können.
    Auch hier patroullierten sie, jedoch weniger aufmerksam. Im Schein von einigen Fackeln, die auf Stöcken befestigt waren, sah ich, wie etwas um den Hals von einigen der Fellknäule glitzerte.
    Die Schattenfellanhänger!
    Ischades Augen glitzerten vergnügt auf. Was danach kam, war stundenlange Arbeit. Immer wieder warteten wir, bis einzelne Fellknäule in die Dunkelheit kamen, um ein Nickerchen zu machen, sich zu erleichtern - puh hatten die Duftnoten! - oder einfach um... hm, so genau weiß ich das ehrlich gesagt doch nicht. Wir warteten einfach ab, bis sie kamen. Ischade presste ihnen ein Tuch von hinten gegen den Mund, sodass sie nicht schreien konnten und ich schnitt ihnen die Fersen auf, den Gürtel, sodass die Hose herunter rutschte und sie zangsläufig stolpern würden, wenn sie sich bewegten und malträtierte sie mit meinen Dolchen.
    Ettliche Fellknäule mussten in dieser Nacht ihr Leben lassen, selbst wenn sie uns an Kraft und Stärke haushoch überlegen waren, im Schatten gegen Ischade und mich hatten sie keine Chance.

    Ich glaube, wir haben fast ihr halbes Lager dezimiert, ohne dass sie etwas bemerkten. Dumme Fellknäule!
    Als wir genug Anhänger zusammen hatten nutzten wir die Schwärze der Nacht um uns durch das - mittlerweile recht stumme Lager - zu bewegen und von dort wegzukommen. Aber wie es die Götter so wollten, war das auch noch nicht das Ende.
    Kaum hatten wir die letzte Wache der Fellknäule passiert, als wir vorne auch schon wieder Grünhäute sahen. Sie kamen von der Burg Stonewatch, wie es schien und sahen nach dem rechten. Sie versuchten es zumindest, denn uns sahen sie nicht. *grinst*
    Irgendwann erreichten wir dann die alte Mühle und ließen uns dort müde und geschafft nieder. Welch Odyssee, und das nur für ein paar dämliche Kettenanhänger! Das würde das Langbein aber teuer bezahlen müssen.
    Wir rafften uns auf, um nach Lakeshire zurück zu kehren. Einige Wachen hatten marodierende Grünhäute niedergeschlagen, denn überall lagen Leichen herum. Abgekämpft wie ich war, ging ich einfach um sie herum, knallte dem Langbein seine Anhänger vor die Füße, kassierte das Silber und ging schnurrstracks ins Gasthaus, wo ich mir auf meinem Zimmer ein langes, entspannendes Bad gönnte.



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Ythera - 15.02.2006, 09:40


    Nachdem ich nun endlich wieder Tinte kaufen konnte (puh ist das schwer, welche zu besorgen), kann ich nun auch weiter schreiben.

    Letzten Samstag war dann das Boxturnier bei Goldshire auf dem Dunkelmond Jahrmarkt. Aber eins nach dem anderen. Ich bummelte mit Ischade durch die Gassen von Stormwind, als mir dieser Geruch auffiel. Irgendwie benebelte er meine Sinne und ich kam auf die selten dämliche Idee, jedes männliche Wesen anzugraben. Ich kaufte bei dem Wirt auch etwas von diesem Parfüm, das alle Welt aufgetragen hatte und begann den Männern kleine Zettel zu zustecken, in denen ich ihnen meine Liebe schwor. Ab und an bekam ich sogar etwas zurück! Ein wenig Schokolade, ein bißchen Brot, irgendwelche Pfande und Karten. Man erzählte mir, dass wenn ich das sammelte und schön zusammen band, dann könne ich das den Anführern der Allianz zukommen lassen. Ob sich unser gnomischer König über so etwas freuen würde?
    Davon angespornt machte ich weiter, und ein ums andere Mal wurde mir das Herz gebrochen, als die Männer meine Zettelchen abwiesen und statt dessen den langbeinigen Frauen mehr Beachtung schenkten als mir.
    Einer der Wache, direkt am Brunnen vor der Bank in Stormwind, schien wirklich unwiderstehlich zu sein. Alle Welt umringte ihn und buhlte um seine Aufmerksamkeit. Sogar andere Männer!
    Sie warfen ihm Küsse zu, versuchten den armen Wachmann zu begrabbeln und ein Langbein kuschelte sich sogar von hinten an die Wache heran und begann ganz komische Bewegungen mit seinem Popo an dem Popo des anderen zu machen. Ich sprach ihn zwar an, mehrmals sogar und auch die anderen herumstehenden, aber er reagierte einfach nicht. Ich weiß nicht, warum der Wachmann sich das gefallen ließ. Wenn jemand sich so dicht an mich heranmachen würde, ich würde ihm was husten! Jawollja.
    Es war auf jedenfall eklig und ich wandte mich dann ab, als jegliche Kommunikationsversuche nichts fruchteten.
    Hellvan, den wir in der Stadt trafen, schien auch von dem Fieber ergriffen worden zu sein. Er flirtete mit den Frauen, aber scheinbar hatte er weitaus weniger Glück. Und was mir auffiel, überall schwebten komische fliegende Goblins mit kleinen Bögen herum.
    Nach einigen Stunden konnte ich mich ebenfalls von den Stormwind-Männern losreißen und flüchtete mit Ischade, die sogar ein aufreizendes, schwarzes Kleid von einer der Wachen bekommen hatte, hinaus nach Goldshire.
    Etwas Abseits des Hauptplatzes vom Jahrmarkt begann ich mich dann umzuziehen. Zum Glück schien die Sonne und kein Wölkchen war am Himmel, sodass es nicht allzukalt war. Ich behielt nur ein dünnes Hemdchen an, eine kurze Unterhose und ließ meinen Wappenrock an. Irgendwie fühlte ich mich nackt und das Gras kitzelte unter meinen Füßen, ebenso wie die Erde, die sich schon bald zwischen meinen Zehen ansammelte.
    Ich begann mich warmzumachen, lief ein wenig im Kreis, hüpfte auf und ab um meine Muskeln zu dehnen und zu lockern und forderte dann Ischade auf zu einem kleinen Übungskampf. Vorher hatte ich schon vermehrt meine Boxfähigkeit geübt und ohne Waffen gekämpft. Ich dachte, ich wäre ausreichend gerüstet gewesen.
    Nun, in dem Übungskampf verlor ich, aber stur, wie ich nun mal bin, tat ich das ab und gab mich siegesgewiss.
    Es dauerte dann auch nicht lange, als der Organisator Evandan kam und eine ganze Horde an Zuschauern. Auch von der Horde selber *kichert*.

    Nun, der erste Kampf, zu dem nach einer kurzen Rede aufgefordert wurde, war meiner. Ich sollte gegen einen Zwerg antreten. Seinen Namen habe ich leider schon wieder vergessen. Aber er war fast anderthalb Köpfe größer als ich, gewiss auch 50 Pfund schwererm, mindestens und sah aus, als hätte er in solchen Sachen weitaus mehr Erfahrung als ich.
    Anfangs hatte er wohl noch Magie auf sich liegen, die jedoch entfernt wurde von einem Priester, meine ich.
    Nun, ich begann mit einem tänzelnden Gang, wollte es ruhig angehen lassen und auch er musterte mich, schloss sich den tänzelnden Schritten an und wir begannen, uns zu umkreisen. Es ging hin und her, er erwischte mich im Gesicht, ich stolperte und fiel, doch die Menge und der Organisator wurden immer ungeduldiger. Sie wollten eine reine Prügellei sehen, keinen Kampf mit ausgefeilten Techniken.
    Ich schluckte. Zwischendurch rannten immer wieder verwirrte Zuschauer über die Kampfbühne und auch Silas und sein riesiger Oger mischten immer wieder mit.
    Die ersten Treffer konnte ich dann beim Zwerg landen, doch er holte schnell wieder auf. Was ich an Flinkheit und Beweglichkeit verfügte, machte er mit Stärke und Ausdauer doppelt wieder wett.
    Gegen jemanden, der so erfahren war wie er und so ungleich stärker, konnte ich kaum gewinnen. Auch dass er wusste, wesentlich besser mit Schmerzen und Wunden umzugehen als ich, ließ mich das Unterfangen als Hoffnungslos ansehen.
    Einige behaupten, diese Schmerzerfahrung und das Maß einzustecken, würde mit irgendwelchen Zirkeln zusammen hängen. Und ich glaube, dass er davon mehrere über mir war.
    Nun, er gewann dann auch, und mein Restfunken an Hoffnung, vielleicht doch noch zu gewannen, schwand.
    Da sich niemand anderes gemeldet hatte, war er sofort der Gewinner für diese Kategorie.
    Ich zog mich zurück und wurde von einem Priester versorgt.
    Dann setzte ich mich und die anderen, die gekommen waren um mich anzufeuern, wie Ischade, Hellvan, Thalyana und Ranndal , trösteten mich.
    Ich schlug dem Zwerg zwar dann später vor, dass man vielleicht einmal gemeinsam trainieren könne, vielleicht könnte ich mir dann ja auch eine höhere Schmerzresistenz antrainieren, aber entweder hörte er mich nicht in all dem Gejohle der Zuschauer oder er ignorierte mich.
    Ich zog mich etwas zurück und beobachtete die nachfolgenden Kämpfe. Es waren stumme, verbissene Kämpfe, in denen letzlich nur übr den Sieg entschied, wie lange und gut man den Boxkampf trainiert hatte und wie viele Wunden man verkraften könnte. Es waren nicht wirklich Kämpfe, die mit Tricks, Finten, Überraschungen versehen waren. Es war stupides "Draufhaun".
    Irgendjemand begann dann Knaller neben mir zu zünden und sie explodierten wohl zu dicht an meinem Ohr. Auf jedenfall begann mein rechtes Ohr tierisch zu schmerzen und wehzutun. Ich hörte kaum noch etwas, alles war gedämpft. Und ich begann mich schwindelig zu fühlen, richtig dösig.
    Ich zog mich zurück, um mich wieder anzuziehen und verfolgte die weiteren Kämpfe dann recht schweigsam. Das einzig interessante waren die Reaktionen der Zuschauer auf das Geprügel auf der Bühne.
    Irgendwann ging Hellvan, ohne ein Wort zu sagen und als ich dann eine Weile mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden gesessen hatte, wurden auch meine Freunde darauf aufmerksam. Thalyana kümmerte sich darum, einen Priester zu holen, der zumindest die Schmerzen lindern konnte, auch wenn ich noch immer nicht richtig hören konnte.
    Wir beschlossen dann, uns etwas Ruhe zu gönnen, während die Kämpfe weiterliefen.
    Nun, in jeder Kategorie wurde dann auch der Sieger, der den höchsten Zirkel hatte. Ich war etwas enttäuscht, denn es bewies, dass ich eigentlich nie eine reale Chance gehabt hätte und es daher doch zu einer Farce ausartete.
    Wir zogen uns dann etwas zurück, an den Ufer des Flusses, der den Kristallsee speist. Dort angelte Ranndal am Fluss und wir setzten uns um ein Lagerfeuer. Ruhe!
    Es tat mir recht gut, muss ich sagen, und Thalyana, Ranndal, Ischade und ich sprachen über dies, das und jenes. Letztlich auch über Rüstungen und ich gab mich als Schmiedin zu erkennen. Da ich leider an dem Abend noch mit Cheffchen von SI:7 reden musste, wurde es dann alles etwas hektisch. Aber mit meinem magischen Schmiedehammer und grob geschätzten Maßen war es mir dann möglich, beide mit Rüstungen auszustaffieren, die ihnen sogar passten.
    Tja, und dann musste ich wetzen. Schade eigentlich...
    Nun, die blauen Flecken von dem Kampf hab ich heute noch und ab und an ein leises Pfeifen auf dem rechten Ohr.

    Und dann gab es noch den Auftrag, zum Raventhold-Anwesen zu geh...
    *blickt zum Tintenfäßchen und seufzt*

    Schon wieder leer. Verdammt!



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 19.02.2006, 14:43


    Nur gut dass ich diese Woche eine Pause eingeleget habe, ich komme mit dem Schreiben ja wirklich nicht mehr hinterher.
    Letzte Woche Sonntag wollte der Bund eigentlich mit mehreren in die Todesminen, um diesen Van Cleef einen Besuch abzustatten. Leider kam neben Ischade nur noch Veszrak, und wir bliesen die Sache ab. Zu dritt da hinein? Nein. Besser nicht.
    Ischade und ich kehrten statt dessen zu dem Cheff von SI:7 und da er launisch war, brüllte er uns nur wieder an und warf uns mehr oder minder aus dem Hauptquartier. Was dem wohl wieder über die Leber gelaufen war?
    Ischade und ich suchten die Bibliothek auf, diesmal nicht um eine meiner Schriftrollen abzugeben, sondern um eine Landkarte zu studieren. Wie Cheffchen gesagt hatte, lag das Raventhold-Anwesen in Hillsbrad. Aber wo lag Hillsbrad?!

    Wir fanden dann einen Weg von Menethil, durch das Sumpfland, an Dun Modr vorbei über den Thangol-Pass in das Arathi-Hochland und von dort nach Westen an der Burg Stormhold vorbei nach Hillsbrad.
    Eine laaaaange Reise.
    Wir flogen mit den Greifen nach Menethil und begannen unseren Weg durch den Sumpf. Überall Krokolisken, die nach uns schnappten und Fischköpfe. Wir hatten unsere Mühe, all den feindseligen Wesen auszuweichen und nicht im schleimigen Matsch zu versinken. Zum Glück gab es immer wieder einige festere kleine "Inseln", die wir betreten konnten. Über die kleinen Flusskanäle sprangen wir einfach hinweg.
    Ischade schaffte zwar die Sprünge besser, sie war ja auch größer als ich, aber sie sackte doch noch das ein ums andere Mal etwas ein, was mir aufgrund meines geringeren Gewichtes nicht passierte.
    Bei Dun Modr angekommen hörten wir Gewehrsalven. Uiuiui, eine Schlacht mit den Dunkelzwergen! Wir duckten uns in die Schatten der Bäume und schlichen weiter. Das war auch eine weise Entscheidung. Kaum hatten wir den Thangol-Übergang passiert, als wir das hügelige Land von Arathi sahen, mit seiner äußerst feindlichen Fauna. Mehrere Raptoren streiften hungrig durch die Gegend, riesige Spinnen krabbelten die Hügel hoch, übersahen die Wiesen mit ihren Netzen oder lauerten an einem steileren Berghang.
    Es war der reinste Spießrutenlauf. Ich glaube, die Viecher konnten unsere Angst riechen. Mehrmals griffen sie uns an und nur eine Salve Blitzstrahlpulver, das wir ihnen direkt ins ihre hässlichen Gesichter schleuderten, bewahrte uns vor dem Gefressen werden.
    Wir erreichten die Zuflucht lebendig. Dort trafen Ischade und ich auf Serj, jenen Zwerg, mit dem ich schon einen wunderschönen Abend in einer Taverne mit gutem Essen und Kerzenschein verbracht hatte. Er fragte, wann ich Tantchem ihm denn vorstellen würde und ich muss gestehen, ich druckste etwas herum. Immerhin war da auch noch Hellvan und ich glaube, Tantchen hatte für mich eher im Sinn, dass ich einen Gnom fände. Nur habe ich keinen Gnom gefunden, der ... ach lassen wir das.
    Auf jedenfall bot er seine Hilfe an, die wir aber ablehnten (na, wir konnten doch nicht zulassen, wenn wir schon gefressen werden würden, dass er das auch noch wurde) und machten uns schlussendlich auf den Weg.
    Schließlich fiel mir ein, dass ich noch ein weiteres Anliegen in Hillsbrad zu erledigen hatte, irgendetwas mit der Liebesseuche und auf dem Grund gehen...
    Nun, wir folgten der befestigten Straße und suchten zuerst Southshire auf, ein kleines Dörfchen, das aber sehr gut befestigt aussah. Kein Wunder, immerhin war die Stadt der Untoten, Tarrens Mühle, nicht weit entfernt.
    Wir fragten in dem Dorf nach Raventhold, aber niemand konnte Auskunft geben. Naja, wenn das ein Anwesen war, dessen Bewohner den Ort lieber geheimhielten, durfte das ja auch niemand wirklich wissen.
    Irgendwo weit oben in den Bergen fanden wir nach stundenlanger Suche auch den geschlungenen Bergpfad, der uns zum Anwesen führte. Wir suchten den Anfrüher auf, Farad hieß er, glaub ich, der aber nicht mit uns sprechen wollte, bis wir den Ritus der Intelligenz beendet und mit Milton gesprochen hätten.
    Gut, wir machten uns also auf die Suche nach diesem Milton und standen in der kleinen Höhle, durch die der Weg zum Anwesen führte, schlussendlich vor einer Truhe. Weit und breit war niemand zu sehen, auch Milton nicht. Frustriert machte ich mich über das Schloss her, öffnete die Truhe und jemand sprang getarnt aus einer Seitennische, die ich nicht bemerkt hatte und schlug mich nieder.
    Ich sah noch, wie auf einem Schildchen, das er auf der Brust trug, stand: Milton.
    Dann wurde mir schwarz vor Augen.
    Als ich wieder aufwachte, stand ich draußen. Ischade und ich gingen wieder zur Truhe und riefen Miltons Namen. Er reagierte nicht. Gut, ich dachte mir, wenn ich die Truhe öffnete, dann würde er wieder kommen und vielleicht könnte man reden.
    Ich öffnete also die Klingel und tatsächlich, Milton kam aus einer anderen Nische plötzlich hervor, schalt mich einen Narren, dass man doch in Diebeshöhlen vorsichtiger sei und hätte mich niedergeschlagen, wenn ich ihm nicht Blitzstrahlpulver ins Gesicht geschleudert und meine Beine in die Hand genommen hätte.
    Diesmal kam ich ohne Kopfschmerzen davon, dafür rächte er sich an Ischade. *seufzt*
    Das Spielchen trieben wir wohl einige Male, aber Milton blieb stur und redete nicht mit uns. Gut, wir gingen zurück zu Farad und wollten ihm von unseren Erlebnissen berichten, aber er wies uns erneut ab.
    Ein Mann, den wir nicht kannten, stand auch in seiner Nähe, naja, eigentlich ging er schon hinaus. Ich murmelte in Gedanken wohl vor mich hin, als er stehen blieb und sich zu Ischade und mir drehte.
    Er lächelte und zwinkerte mir schelmisch zu, und als wir ihm dann unser Herz ausschütteten (die Beule verriet uns ja eh, dass wir bei dem Ritual versagt hatten), gab er uns einen kleinen Hinweis und stellte sich dann als Finlay vor. Als ich mich dann vorstellte - und mich dann erinnerte und ihn fragte, ob er derjenige sei, der meine Geschichten als treuer Stammleser verfolgt habe, nickte er und bekam dann große Augen.
    Er konnte gar nicht glauben, dass Ischade wirklich existierte, auch wenn sie nun vor ihm stand, da er immer angenommen hatte, die Geschichten wären alle erfunden. Von wegen! *grinst*
    Das war alles die pure Wahrheit und alles ist so passiert, wie ich es schreibe. Jawollja!
    Er machte mir jede Menge Komplimente und lud uns dann zu einem Umtrunk ein, wenn die nächste Buchpräsentation anstand.
    Hmm *blickt auf das mittlerweile doch fast volle Büchlein vor ihr* - ich glaube, das dürfte mit Abschluss dieses kleinen Abenteuers so weit sein!

    Also, Finlay, wenn du das liest, ich warte auf deinen Brief mit einer Einladung. *grinst*

    Nun, er wollte dann noch einer Elfenfrau helfen und auch Ischade und ich machten uns wieder auf den Weg.
    Wir befolgten den Ratschlag von Finlay, schlichen uns dann durch die kleine Höhle und ließen, nachdem ich die Falle entdeckt hatte, die die Truhe umgab - eine kleine Klingel, die Milton aus einer seiner Nische hervorrief, die Truhe dann auch unangetastet. Wir schlichen uns weiter, auch an den Wachen vorbei und hörten dann, als wir uns wieder sichtbar machten, ein lautes Klatschen hinter uns.
    Milton trat kurz hervor und gratulierte uns. Er habe uns wirklich nicht gehört oder gesehen und er entschuldigte sich kurz für das Niederschlagen. Er stieß einen schrillen, lauten Pfiff auf und der Anführer des Anwesens blickte von seinem Balkon auf uns herab, winkte uns dann zu sich hoch.
    Na endlich!
    Freudig gingen wir - auch wenn wir noch immer Kopfschmerzen hatten - hoch und er gratulierte uns. Dann erzählte er uns vom Syndikat, einer gegnerischen Organisation und schickte uns dann zu seinen Männern, die ein jeder die Abzeichen des Syndikates sammelten. Was weiß ich, was die damit wollten. Nun, wir besorgten ihnen ein paar und ließen auch ein paar Taschenuhren bei den Syndikatsleuten mitgehen, aber irgendwann ließen wir es sein, da die Wachmänner ganz verrückt nach diesen Abzeichen waren und immer nur neue forderten, uns aber als Gegenleistung nichts gaben.

    Müde und geschafft kehrten wir dann nach Southshire zurück und ließen uns dort im Gasthaus nieder, wo ich erstmal wieder ein Bad nahm und mich dann in mein Bett fallen ließ und schnell in den Träumen versank.



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 23.02.2006, 13:10


    Und wieder habe ich erfolgreich einige Abenteuer bestanden. Doch irgendwie wird Tinte immer teurer, habe ich den Eindruck, und so muss die Geschichte mit Drechim, Ranndal und mir warten, wie wir Burg Stormwatch erneut erkundet haben und Gath'Illzogg besiegten.
    Auch wie Serj und ich die Rethban-Erze besorgten und schließlich Lieutenant Fangor eins auswischten und den Turm von Ilgalad (schreibt der sich so?) aufstiegen, um diesen menschlichen Magier zu besiegen...

    Aber ohne Tinte kann ich das nicht. Leider.
    Abgesehen davon warte ich noch auf einen Brief von Lilly *grinst*



    Re: Miranillinias Abenteuer

    Miranillinia - 01.03.2006, 14:20


    Endlich habe ich wieder Tinte. Schon schwer irgendwie, sowas aufzutreiben, also wirklich.
    Nun, aber ich hatte ja versprochen, dass ich meine weiteren Abenteuer aufschreibe und das tue ich auch. Denn wenn ich in die Bibliothek gehe, dann sehe ich so wenig davon, und das macht mich traurig.
    Nun, es ist mittlerweile schon einige Tage her, dass ich mit Serj auf Abenteuer zog. Serj, das ist dieser Zwerg, der den gleichen beruflichen Pfad eingeschlagen hat wie ich auch. Er ist zwar viel erfahrener und weltgewandter, aber dafür konnte ich mir einige seiner Techniken abschauen. Es ist doch immer wieder interessant, andere zu beobachten und das tat ich auch.
    Wir trafen uns in Lakeshire, einer kleinen menschlichen Stadt im Redrigdegebirge. Ich hatte den Auftrag erhalten, Rethban-Erz zu besorgen, da nur daraus ein Tintenextrakt gewonnen werden konnte, das der Abt in der Northshire-Bastei brauchte. Jaja, das Tintenproblem. Wie gut kenne ich das ebenfalls. Klar sagte ich ihm also zu, zu helfen.
    Serj wusste auch, wo genau wir das Erz finden konnten. Ich nahm meine Spitzhacke mit, immerhin dachte ich, dass ich sie dafür benutzen müsste. Aber soweit kam es gar nicht.
    Die Mine lag ziemlich weit im Nordwesten, dort, wo eine ganze Horde von Fellpelzen ihre Lager aufgeschlagen hatte. Wir schlichen uns an den Lagerfeuern vorbei und betraten die Mine. Was uns dort begegnete, verschlug uns beiden jedoch den Atem. Dort war das reinste Massengrab. Mehrere Langbeiner jagten durch die Gänge und schlugen auf alles, was sich bewegte. Ich sah noch, wie einer der Arbeiter, die dort das Rethban-Erz abbauten, um Gnade bettelte. Er kniete und flehte, doch es nutzte ihm nichts. Mit einem hämischen Grinsen wurde er von einem Langbein in weißer Rüstung erschlagen. Ich mag die Fellknäule auch nicht, aber ich meine, herrjeh, warum muss man denn bitte schön sooo gewalttätig sein?
    Serj und ich wir schlichen uns durch die Gänge, aber durch die anderen waren die Minenarbeiter so panisch und verschreckt, dass sie hysterisch ebenso auf alles einschlugen, was ihnen über den Weg lief.
    Wir wurden mehrmals angegriffen und wehrten uns unserer Haut so gut es ging. Serj versuchte sie immer wieder abzulenken, sodass ich sie ins Reich der Träume schicken konnte. Dabei wollten wir doch nur ein wenig von dem Erz haben. Nun, wir machten sie unschädlich und schlugen sie nieder. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass sie bewusstlos vielleicht der Schlachterei entkommen könnten, doch diese Langbeiner stachen sogar auf die bereits leblosen Fellpelze ein. Und das nennt sich dann… "gute Allianz"…
    Sobald ich die erforderliche Menge an Erzen beisammen hatte, flüchteten wir beide aus dieser Mine, nur weg von dem Ort des Grauens.
    Der nächste Auftrag, bei dem mir Serj half, war, Lieutenant Fangor zu erschlagen. Er war auch einer dieser Fellpelze, aber wohl mit-verantwortlich für die andauernden Überfälle auf Lakeshire. Auch wenn ich ihn ein wenig verstehen konnte, nach dem Gräul, was ich dort in der Mine sah.
    Wir machten uns auf zum Lager der Schattenfelle und schlichen uns vorbei an den vielen Wachen. Dann sahen wir ihn auf einer kleinen Lichtung. Er marschierte im Kreis und lief wahre Rillen in die Erde. Dabei brüllte er laut und gestikulierte zu seinen Wachen und den übrigen Fellpelzen, die ihrerseits hastig hin und her rannten, um den Wünschen und Befehlen ihres Anführers nachzukommen.
    Naja, so wie alles hin- und herhastete, gab es jedoch kein Durchkommen zu Fangor. Wir überlegten uns also, wie wir vorgehen wollten und beschlossen, die Wachen am Rande nach und nach auszuschalten. Gesagt, getan.
    Zwei der Wachen spielten etwas abseits Karten, sodass Serj sich an den einen heranschlich und ich mich an den anderen. Ein kräftiger Hieb mit dem Knauf gegen den Kopf, und sie sackten zusammen. Auch Würfelspiel ist nicht ungefährlich…
    Einen anderen erwischten wir, wie er hinter einem Baum sein Geschäft erledigte. Puh! Hatte der eine Duftmarke. Nun, er sank mit heruntergelassener Hose ins Reich der ewigen Träume.
    Wir arbeiteten uns langsam, aber dafür methodisch vor. Immer wieder warf Serj kleine Steinchen, um die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung und weg von uns zu lenken. Und es war effektiv. Sie blickten in die Richtung des Steinchens und sahen uns nicht, wie wir uns vorsichtig von hinten näherten.
    Es dauerte recht lange, bis Fangor mit seinen Leibwachen alleine war. Gerade gab ich Serj das Zeichen, dass wir nun einen direkten Angriff wagen würden, als das Unglück geschah.
    Ich hatte meinen Dolch schon fast in Stoßweite, als ein gewaltiger Feuerregen auf uns niederprasselte. Fangor brüllte und rannte auf die Gruppe zu, die mit Gebrüll und ohne jegliche Deckung auf uns zugerannt kam.
    Ein zwergischer Paladin, seiner Rüstung nach zu urteilen, führte die Gruppe an. Er führte ein, zwei Schläge und Fangor sackte zu Boden. Die Kämpfe um uns herum waren heftig, aber kurz. Ich sah Serj fassungslos an und er blickte genauso verdutzt. Der Paladin, er musste wahrhaftig ein alter Veteran und sehr stark sein, führte seine Gruppe von mordsüchtigen Anhängern rasch wieder weg und ließ uns alleine stehen.
    Sowas… wir machten die Arbeit und dann so etwas…
    Gut, ich war froh, dass Fangor tot war und ließ meinen Unmut an zwei Elfen aus, die ankamen und die wir zuerst für Mitglieder eben jener Todestruppe hielten. Wir diskutierten heiß und innig, und merkten wohl nicht, wie Fangors Überreste weggetragen wurden. Natürlich bedachten wir auch nicht, dass das Lager ganz gewiss nicht ausgestorben war und noch immer Anhänger überall um uns herum waren. Sie begannen uns während unseres Streitgespräches zu umkreisen und ehe wir uns versahen, griffen sie wieder an!
    Sie setzten mir übel zu, verwundeten mich am Arm, aber ich war fuchsteufelswild und stach und hieb nur so um mich. Ich weiß nicht, wie viele ich erwischte, als plötzlich der totgeglaubte Fangor wieder vor mir stand und mich attackierte.
    Serj kämpfte an meiner Seite, was das Zeug hielt, doch ich wusste, Fangor und ich, wir waren alleine. Nur er und ich.
    Ich biss die Zähne zusammen und hörte kaum das Gelächter aus dem Turm von Ilgalad… Ich vermute, dass ein Hexenmeister Fangors Seele gespeichert hatte und er deswegen wieder vor mir stand. Ich hoffte nur, dass ich ihn besiegen konnte… und er dann wirklich tot war.
    Ich trat gegen sein Knie und versetzte ihm einen Hieb in den Unterleib. Er ächzte, wurde dann jedoch nur noch umso wütender. Mit seinen Pranken hieb er nach mir und ich hatte meine arge Mühe, dem ganzen auszuweichen. Ich schlitterte auf Knien zwischen seinen Beinen durch und schnitt ihm eine Sehne am Fuß durch. Er brüllte, drehte sich um, doch schon stand ich erneut hinter ihm. Er knurrte und Geifer tropfte von seinen Lefzen. Ich verpasste ihm einen Stich an der Hand, während er mir mit der anderen das Leder an meiner Brust zerfetzte. Ich keuchte, taumelte zurück und bemerkte, dass Serj immer noch gegen die anderen zu tun hatte. Ich nahm all meine Kraft zusammen und stürmte wieder vor, als er mich in einen Würgegriff nahm, biss ich ihm in seine Finger und stach mit dem Dolch in seinen Fuß. Endlich! Er stürzte. Und dann… ich warf ihm Juckpulver ins Gesicht, er schrie und ich schnitt ihm seine Kehle durch. Er stürzte zu meinen Füßen und ich beendete seine Qual rasch.
    Fangor… war erledigt.
    Ich nahm mir einen seiner Finger als Beweis dafür, dass er gefallen war und ließ mich dann zu Boden sinken. Serj hatte sich der anderen Wachen erledigt und half mir dann, meine Wunden zu verbinden.
    Doch es gab noch immer etwas zu tun. Ein Blitz aus Dunkelheit zuckte neben mir in den Boden. Ich blickte in die Richtung, von der er gekommen war. Aus dem Turm!
    Ich blickte zu Serj, und er nickte. Nun gut, wir hätten eh dort hinein gemusst, denn ich hatte einem Magier versprochen, einen kleinen Schmuck-Anhänger aus dem Turm zu besorgen.
    Als wir den Turm betraten, spürten wir eine ungewöhnliche Kälte. Gekreische ertönte von oben und schreckliches Jaulen. Das Turminnere lag im Halbdunkel und es roch leicht schweflig. Wir machten keine drei Schritte hinein, als wir auch schon aus der Dunkelheit angegriffen wurden. Einer der Fellpelze hatte sich wohl direkt neben dem Eingang versteckt. Doch auch Serj und ich beherrschten das Spiel mit den Schatten. Während sich der Angreifer auf Serj stürzte, schlich ich mich hinter ihm und verpasste ihm einen hinterhältigen Stich in den Nacken. Ich musste wohl auch seine Wirbelsäule erwischt haben, denn nach einem weiteren Hieb lag er regungslos am Boden.
    Wir lauschten und die Temperatur schien weiter zu sinken. Wir nickten uns zu und schlichen die schmale Wendeltreppe hinauf, immer dicht an der Wand im Schatten. Was wir dann sahen, ließ mir erneut den Atem stocken. Hunde, aber was für welche! Sie hatten eine bläuliche Haut und lilafarbenes Fell. Ihre Zähne waren riesig und ihre Augen loderten wie Feuer. Sie scharrten unruhig mit den Füßen, so als könnten sie uns direkt riechen. Doch sie reagierten nicht, auch nicht, als wir uns direkt hinter sie geschlichen hatten und sie angriffen.
    Einer versuchte mich zu beißen, doch meine Dolche, abwechselnd links und rechts geführt, hielten sie mir auf Abstand, während Serj ihnen die Flanke aufschlitzte.
    Kurz danach lösten sie sich in Rauch auf…
    Der Weg nach oben war lang und beschwerlich. Wir stießen auf Fellpelz-Patroullien und weitere Hunde. Doch das Gekreische und dann das Gelächter von oben ließ nicht nach. Und auch der Gestank nahm zu. Wo waren wir hier nur gelandet?!
    Wir nutzten jeden Schatten, der sich uns bot, um weiter zu gehen und als wir die oberste Ebene erreichten, erschrack ich abermals. Eine Frau stand dort, halb nackt, mit einer Peitsche in der Hand und schrecklich deformierten Füßen. Sie hatte einen Schweif an ihrem Hintern und lange Flügel, fast wie die einer Fledermaus. Sie kreischte und schrie, schlug sich immer wieder auf den Hintern und versuchte sich an die Fellpelze heranzumachen. Ich sah die Gier in ihren Augen lodern. Doch diese wiesen sie nur brüsk ab, widmeten sich wieder irgendwelchen Reagenzgläsern und Dingen, die auf einem Tisch lagen. Erneut kreischte die Frau vor Enttäuschung und versuchte es gleich erneut. Ziemlich dumm. Aber nun gut.
    Neben dem Tisch stand noch ein Langbein, der aus einem Buch rezitierte. Ein Mensch!
    Hier, inmitten der Fellpelze? Mit so einer schrecklichen Frau an der Seite?
    Serj schlug vor, ihn erstmal mit einer Kopfnuss außer Gefecht zu setzen und ich stimmte ihm zu. Wir schlichen uns heran und dann ging alles rasend schnell. Serj verpasste ihm einen Schlag gegen den Kopf, sodass er zum Tisch taumelte und sich dort benommen festhielt. Ich widmete mich dem einen Fellpelz, das Flüche mir gegenüber ausstieß, während Serj sich um den anderen kümmerte. Die Frau peitschte mehrmals mit ihrer Peitsche und zerriss beinahe das Wams meines Bundes. Beinahe wäre es ihr gelingen, mir einen meiner Dolche zu entreißen, während ich mich gegen den Fellpelz zur Wehr setzte. Gerade versuchte er einen Schattenblitz auf mich zu schleudern, als ich hochsprang und ihm gegen den Bauch trat. Das störte seine Konzentration und rasch schnitt ich seinen Gürtel durch. Ja, ich gestehe, es ist ein beliebter Trick von mir…
    Er hielt verzweifelt seine Hose fest und dann, dann nutzte ich die Gelegenheit, um ihn unschädlich zu machen. Ich sprang auf den Tisch und stürzte mich dann auf ihn. Er fiel rasch.
    Serj hatte sich währenddessen deutlich besser geschlagen als ich und widmete sich schon der merkwürdigen Frau. Ich sprang sie von hinten an, umklammerte ihren Hals, und gab Serj so die Möglichkeit, sie mit seinen Dolchen ein wenig … zu kitzeln. Als sie starb, kreischte sie und schließlich löste auch sie sch in Rauch auf. Dämonen!
    Die Temperatur schien erneut einige Grade zu sinken, als das Langbein wieder zur Besinnung kam. Er schimpfte und fluchte und stürzte sich in den Kampf. Seine Stoffrobe hielt jedoch nicht die vier Dolche ab, die nun immer wieder auf ihn einhieben. In seiner Not jedoch begann er eine Beschwörung und beendete sie mit seinem letzten Atemzug. Wie aus dem Nichts erschien ein gewaltiger Koloss, der … nicht mehr ganz lebendig aussah und dessen Gedärme uns grinsend aus seiner Bauchhöhle entgegensahen. Er sonderte grünen, stinkenden Rauch aus und mehr als einmal klatschte ein loser Hautlappen gegen mich, als er uns beide attackierte. Unsere Dolchstiche schienen kaum Schaden anzurichten und ich fragte mich langsam, ob er davon überhaupt etwas merkte.
    Serj und ich wir hatten unsere wahre Mühe und wir mussten dieses Wesen förmlich filettieren und in Stücke schneiden, um es zu besiegen.
    Dann hatten wir es endlich geschafft… und sackten beide schwer verletzt zu Boden. Doch lange wollten wir nicht an diesem Ort bleiben und so versorgten wir die Wunden notdürftig und ich streifte dem Langbein den gesuchten Anhänger vom Hals. Kurz besahen wir uns noch die schwarz-magischen Dinge auf dem Tisch und bewunderten die Buchsammlung, die wohl viele Werke von Hexenmeistern enthielt, denn die Buchstaben entzogen sich unserem Augen, bewegten sich und einige Bücher schienen gar Mäuler zu haben, die nach uns schnappten.
    Es war eiskalt in dem Turm und wir beschlossen, uns rasch zurück zu ziehen. Wer wusste, was sonst noch in diesem Turm auftauchte?
    Der Weg zurück nach Lakeshire war eine Qual, er erschien mir endlos lang und ich humpelte mehr, als dass ich ging.
    Die Höhe war aber noch die angebliche Belohnung, die man uns für unsere Mühen in die Hand drückte. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, Serj zu bedeuten, den einen Wachmann abzulenken, während ich mich dann von hinten anschlich und uns unsere restliche Belohnung zu holen. Nun, es war zwar noch immer nicht angemessen, aber ich gab Serj seinen Teil und während er dann den Greifenreitmeister aufsuchte, begab ich mich ins Gasthaus, um mich von den Strapazen zu erholen.



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