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Re: Charakter-Hauptgeschichten
masami - 27.12.2007, 16:01Charakter-Hauptgeschichten
Ayakas Geschichte
Die Vorgeschichte
Vor über 17 Jahren wurde die Bretonin Ayaka, in Hochfels geboren. Als sie 3 Jahre alt war, wurde sie in der Nähe der Grenze von Schwarzmarsch von einem Argonierpaar in einem Sumpf entdeckt. Neben dem Kind lagen zwei leblose Körper; Ayakas Eltern. In der Jackentasche des Vaters war ein kleines Tagebuch. Der Argonier sah am Datum, dass der letzte Eintrag nur wenige Stunden zurückliegen musste.
Das kinderlose Argonier-Ehepaar adoptierte das Waisenkind und nannte es Ayaka; in Gedenken an die leibliche Mutter. Ayaka wurde liebevoll aufgezogen. Sie konnte sich zwar nicht an den Mord erinnern, trotzdem fühlte sie eine tiefe Leere in ihrem Herzen, die auch ihre neuen Eltern nicht füllen konnten. Kurz vor ihrem 12. Geburtstag sagte man ihr, dass ihre leiblichen Eltern ermordet worden seien, der Name des Mörder stand im Tagebuch: Zongar, geschrieben mit dem letzten Atemzug ihres Vaters. Das Mädchen war fest entschlossen, den Mörder ihrer Familie zur Strecke zu bringen. Aus diesem Grund unterrichtete ihr Argonier-Vater die Rachesuchende im Schwertkampf. Ihre Mutter lehrte sie in den Künsten der Alchemie und der Magie. Sie zeigte sehr großes Talent und wuchs zu einer starken und schönen jungen Frau heran. An ihrem 17. Geburtstag brach sie auf, um Zongar zu finden. Ihre Mutter und ihr Vater wünschten ihr zum Abschied alles Gute der Welt. Sie wussten, dass der Abschied für immer sein würde.
Sie wanderte tagelang durch Schwarzmarsch, bis sie endlich Cyrodiil erreichte. Ihr Instinkt sagte ihr, dass ,er' hier wäre. Langsam, aber sicher gingen der Bretonin die Vorräte aus und knapp bei Kasse war sie auch. Erschöpft, machte sie eine Pause an einem kleinen See, westlich von Leyawiin. Da bemerkte sie einen Khajit, der sich ihr mit rasender Geschwindigkeit näherte. Der Khajit blickte zu Ayaka. Ayaka blickte zurück. Der Khajit fing an zu reden: ,,M’aiq glaubt, die Kinder sind unsere Zukunft. Aber er will nicht, dass sie unseren Spaß verderben.'' ,,Hä?'' Ayaka war so überrascht über diesen Satz, dass sie gar nicht bemerkte, wie sich M'aiq wieder aus dem Staub machte. Sie seufzte kurz, sah aber dabei Brotleib und Schinken in einer Brotbox neben ihr, die vorhin noch nicht da war. ,,Hehe, danke M'aiq!'' Sie aß das Brot und ging weiter. Auf dem Weg in Richtung Norden, sah unsere Heldin einen halbverhungerten Hund, der verzweifelt nach Nahrung suchte. Er griff Ayaka mit kraftlosen Schlägen an, doch der Hund konnte sich nach kurzer Zeit nicht mehr auf den Beinen halten. Ayaka schaute den Hund an und gab ihm den Schinken, den sie sowieso nicht gegessen hätte, da sie eine Vegetarierin war und noch ist. Der Vierbeiner fraß das Fleisch in wenigen Sekunden auf. Zum Abschied jaulte der Hund dankend seiner Lebensretterin zu.
Wenige Tage später erreichte Ayaka die Kaiser-Stadt. Es war bereits Abend geworden. Noch nie hatte sie eine so große Stadt gesehen und der Weißgoldturm in der Mitte, setzte sie erst recht ins Staunen. ,,Wow!'' Ein älterer Mann näherte sich der hübschen Bretonin :,,Na Kleine, hast´ vorher noch nie so was gesehn´?'' ,,Nein.'' ,, Ich hab´ ´ne Idee! Wie wär´s, wenn ich dich durch die Stadt führn würde? Oder solln´ wir uns ein Zimmer nehm´? '' ,,Nein.'' ,,Hm, ist dein Lieblingswort, was? Also gut Kleine, ich sag´ dir mal wer vor dir steht: Ich bin der reichste Händler dieser Gegend und niemand schlägt ein Angebot von Zongar dem Großen ab! Das wirst du noch bereun´ Kleine!'' ,,?!''
Das war er. Kein Zweifel. Das war der Mörder ihrer Eltern. Schreckliche Wut brannte wie ein Feuersturm in ihrem Körper. Es war jetzt Nacht. Keiner würde sie sehen. Ihre Klinge, mit der Ayaka bereits sehr vertraut war, schrie nach ihr. Sie griff nach ihrem Silberschwert. Sie machte einen Hieb. Ein Schrei fiel. Voller Zorn schrie sie: ,,Jetzt weißt du wie es ist, getötet zu werden!!!'' ,, Wer bist du? ...Die Ähnlichkeit... Du… du bist doch das Kind der verdammtn´ Bretonen! Ich hätte dich Missgeburt auch tötn´ solln´! Das kommt davon wenn man Herz gegnüber´ Kindern zeigt! Haha! … Aaahhrghh!'' Noch ein Stich durchbohrte den Kaiserlichen. Völlig außer Atem fragte sie :,,Warum hast du... meine Eltern getötet?''. ,, Keuch... Lächerliche Frage! Sie haben … röchel… mein Geld nicht zurückbezahln´ können und sind geflohn´, nur um dich kleines Mistvieh durchbringen zu können… keuch… Da hab´ ich… Rache geschworn´! Hahaha…!''
,,! '' Ayaka bemerkte es. Sie war nicht mehr sie selbst. Sie war genauso wie er: Sie war genauso wie der Mörder ihrer Eltern. Dieselbe Motivation: Rache. Sie hasste dieses Gefühl, sie hasste sich selbst. Auch wenn ihre wenigen Erinnerungen an ihre Eltern schwach waren; sie hat sie geliebt, sie hat sie so sehr geliebt. Niemals würde sie ihre Eltern wieder sehen können und das nur, wegen eines geldgierigen Mörders! Tränen flossen über ihr Gesicht. Sie weinte und stach ein letztes Mal zu; mitten in das Herz von Zongar.
Die Wache machte seinen routinierten Rundgang durch die Stadt. In einer kleinen schwach beleuchteten Gasse angekommen, sah er eine schöne junge Frau, die völlig blutverschmiert neben der blutroten Leiche eines alten Mannes, weinend an einer Mauer saß. Die schockierte Wache stand da und wartete bis Ayaka ihre letzte Träne weinte und nahm sie schließlich mit ins Kaiserliche Gefängnis. Ohne Widerstand zu leisten, ließ sie sich in eine Zelle einsperren, um über das nachzudenken, was sie getan hat. Sie dachte lange über die letzten Wochen nach, aber auch über ihr ganzes Leben. Wochen verstrichen. Sie redete kein einziges Wort.
An einem sonnigen Tag beschloss sie, die Vergangenheit ruhen zulassen. Sie musste und sie wollte ein neues Leben beginnen. Sie streckte sich einmal, um alles runterzulassen, was sich auf ihren Schultern gelagert hatte. Sie wurde sofort von dem Dunkelelf, in der Zelle gegenüber bemerkt. Das was er sagte, war ihr piepegal, doch Ayaka war sich sicher, dass ihre nächste Begegnung ihr Schicksal ändern würde...
Teil II Der Pfad in das neue Leben
Valen Drath quatschte nun schon sein 18. Opfer an. Ayaka setzte sich desinteressiert auf den Hosenboden und schaute aus dem kleinen Fenster . Viele Schritte, die immer lauter wurden, näherten sich der Zelle. Ein alter Mann mit seinen drei Begleitern, forderte Ayaka auf, sich nicht von der Stelle zu rühren. Die Gruppe öffnete hektisch die Kerkertür. Einer der Ritter schaute zu ihr; ein Rothwardone, der nett zu sein schien. Der Greis blickte Ayaka verwirrt an und stellte sich als der Kaiser Tamriels, Uriel Septim, vor. Einer von den Rittern drückte gegen die Zellenwand. Es öffnete sich ein Geheimgang durch ein langes und dunkles Tunnelsystem. Ayaka überlegte, ob sie den Fliehenden folgen sollte. Sie hörte das Flackern der Flamme neben ihr. Ein Vogel flog am Fenster vorbei. So wie die Vögel frei durch die Lüfte fliegen, so wollte auch sie frei sein.
Sie blickte noch ein letztes Mal lächelnd zu dem Dunkelelfen: ,,Wir sehen uns!''. Ein Schrei der Wut stieß aus dem Dunmer und Ayaka betrat mit neuem Mut im Herzen, den dunklen Gang und folgte unauffällig der Truppe.
Eine Tür öffnete sich plötzlich; Agenten einer Organisation, die sich Mythische Morgentröte nannte, griffen den Kaiser an. Die Beschützer des Kaisers wehrten zahlreiche Angriffe ab, dennoch starb einer nach dem anderen. Uriel hatte erkannt, dass dies sein letzter Tag auf Erden sein würde und bat Ayaka, eine Kette, das Amulett der Könige, an sich zu nehmen und es sicher zu einer Frau namens Mai zu bringen. Der Kaiser sagte ihr, dass Mai und Ayaka, die letzten Hoffnungen Tamriels seien.
Die Bretonin war einverstanden. In einem unvorsichtigen Augenblick, schoss die Schwertspitze eines Agenten der Mythischen Morgenröte, durch den Körper des Kaisers. Ayaka konnte nicht viel unternehmen. Durch die langen Wochen der Gefangenschaft und der Einnahme schlechten Essens, war ihr Körper schwach geworden. Der Agent griff nun das Mädchen an. Ihre Schläge wurden immer wieder zurückgestoßen; sie hatte keine Chance mit ihrem kraftlosen Körper den Feind zu besiegen. Ayaka war am Ende; der Mann holte zum entscheidenden Schlag aus, als Baurus, der Rothwardone, mit nur einem Hieb den Agenten in Rot niederstreckte. ,,Seid Ihr in Ordnung, Herrin?'' fragte Baurus besorgt. ,,Ja, es ist alles okay, ich verdanke euch mein Leben!'' ,,Das ist schließlich die Aufgabe des Leibwächters des Kaisers, Herrin, doch in dem Fall… Habe ich versagt...!''. Der Kaiser lag am Boden; er war tot. Baurus schaute geknickt auf die Erde. Dabei bemerkte er, dass das Amulett des Kaisers nicht mehr da war. Ayaka beruhigte ihn; sie hatte es. Baurus verstand langsam, warum der Uriel Vertrauen in Ayaka hatte. Er sagte ihr, dass sie zu dem Mönchen Jauffre, der in Chorrol lebte, gehen sollte; er könnte ihr weiterhelfen. Baurus gab ihr den Schlüssel zur nächsten Tür und verabschiedete sich bei ihr.
Wenige Schritte trennten Ayaka vom Ausgang. Trotz Erschöpfung, setzte sie schnell einen Fuß nach dem anderen in Richtung Freiheit; die Abwasserkanäle der Kaiserstadt rochen bestialisch nach Exkrementen und toten Ratten. Endlich draußen angelangt, schnappte sie erst einmal tief Luft und sprang danach in den Rumare-See.
Nach einer langen Pause, machte sie sich auf den Weg nach Chorrol, um ihre neue Aufgabe in ihrem neuen Leben zu beginnen.
Teil ІІІ Die Halbgöttin und die Daedra
Auf dem Weg nach Chorrol hatte unsere Heldin bereits zahlreiche Banditen zur Strecke gebracht, sich ihre Rüstungen genommen und einige Teile Fahrenden Händlern verkauft. Die Reise war gefährlich und ermüdend. Am 3.Tag ihrer Wanderschaft erreichte sie endlich Chorrol; jetzt musste sie nur noch Jauffre finden. In der Stadt sagte man ihr, dass der Mönch außerhalb von Chorrol, in einer Kapelle lebte. Im Haus angekommen, begegnete man Ayaka zuerst misstrauisch, aber nach einer langen Erklärung glaubte man ihr schließlich. Jauffre war nun bereit, die Fragen der Reisenden zu beantworten. Er erzählte ihr, dass Mai kein richtiger Mensch wäre, sondern eine Halbgöttin. Das Resultat der Vereinigung der Götter Dibella und Akatosh, doch während des Krieges im Götterreich, mussten die beiden Gottheiten ihr Kind jemandem anvertrauen, um es zu beschützen. Deshalb schickte man Mai in die Menschenwelt; sie wurde das Kind eines Kaisers und von einer Göttin zur Halbgöttin. Ayaka schaute verdutzt. Was sollte sie mit einer Halbgöttin zu tun haben? Jauffre vermutete, dass Ayaka ebenfalls von den Göttern abstamme, doch sicher war er sich nicht. Der Mann sagte ihr, dass sie das Amulett in der Kapelle lassen und Mai so schnell wie möglich herbringen sollte; er befürchtete das Schlimmste.
Noch immer mit einem fragenden Gesichtsausdruck, machte sich Ayaka dennoch auf den Weg nach Kvatch, denn dort sollte Mai zu finden sein.
Sie kam in der Stadt schon nach einem Tag an, da man ihr Prior Maborels Pferd mitgegeben hatte. Was sie jedoch vorfand, hatte sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen. Gräber, Rauch, Tote und Verletzte: eine ganze Stadt, fast so groß wie die Kaiserstadt, wurde an nur einem einzigen Tag zerstört. Die Überlebenden hatten ihr Lager in einem sicheren Abstand vor Kvatch aufgeschlagen. Was Ayaka hörte, war nicht erfreulich für ihre Mission; lebte Mai denn noch? Im Lager war sie nicht zu finden und auch nicht in den Gräbern und unter den Toten. Sie musste also noch in der Stadt sein. Sie machte sich sofort auf, die Stadt zu betreten. Je näher sie den Mauern der Stadt kam, desto rötlicher wurde es, angekommen verstand Ayaka auch warum. Ein riesiges Tor aus Feuer. Über so etwas hatte die Heldin bereits in einem Buch gelesen, aber was genau es ist, wusste sie nicht mehr. ''Das ist ein Portal nach Oblivion.'' An der Grenze des Schlachtfeldes begegneten ihr Soldaten Kvatchs. Man sagte ihr, dass Mai noch in der Kapelle sein müsste, da sie eine Primas wäre. Vorher müsste man aber das riesige Oblivion-Tor zerstören, denn immer wieder kamen Daedra, die schlimmsten Feinde der Neun, aus diesem Höllenschlund. Ayaka wusste was zu tun war; sofort und ohne Einverständnis der Wache, ging sie in das Tor, um es zu schließen.
Es war heiß, verdammt heiß. Die Gerüche und die Hitze waren nicht normal. Ayaka erkundschaftete zuerst die Umgebung. Mindestens ein Dutzend Daedra konnte sie mit einem Blick erspähen. Sie umging sie und machte sich auf den Weg zum Turm in der Mitte der Insel, die aus erkalteter Lava war. Eine Horde Daedra kam ihr entgegen, doch für die geübte Kämpferin waren sie kein Problem, sie musste nur aufpassen wo sie hintrat, denn überall war flüssiges Gestein. Endlich im Turm angekommen, sah sie den wunderschönen Strahl aus Feuer, der bis zur Spitze des Gebäudes reichte. Wie sie das Tor schließen sollte, war ihr immer noch nicht klar, aber probieren geht über studieren, dachte sich unsere hübsche Heldin. Sie lief nach oben und immer wieder wurden ihr Fallen gestellt; fast wäre der Kopf ab gewesen. Nach unzähligen Kämpfen und Blessuren erreichte Ayaka die letzte Etage. Ein Stein aus Lava schwebte im Strahl aus Feuer. Schnell griff sie rein und nahm den so genannten Siegelstein an sich. Sekunden später wurde aus dem Rot, ein erblendendes Weiß. Das Oblivion-Tor war zerstört. Sie wurde zurück nach Kvatch teleportiert . Die Soldaten konnte man nicht mehr beruhigen, sie waren außer sich vor Freude, doch zum Feiern war es noch zu früh. Immer noch, musste man um das Leben unzähliger Menschen bangen. Für unsere Heldin hieß das, ohne Pause weiterzukämpfen.
Die Daedra hatten einen neuen Feind.
Teil IV Die Befreiung von Kvatch
Ayaka und die Soldaten stürmten die Stadt. Einer nach dem anderen wurde niedergemetzelt und das Blut färbte den Fluss in der Stadt rot. Nach vielen Kämpfen, erreichte die Truppe endlich die Kirche von Akatosh. Einige Menschen hatten sich dort in Sicherheit gebracht. Eine bildhübsche Frau kam auf Ayaka zu und fragte sie, ob sie in Ordnung sei. Ayaka bedankte sich und fragte sofort nach Mai. ''Ihr sucht nach Mai? Sie steht vor euch!'' ''Welch ein Glück! Hört mir bitte zu, denn ich habe euch etwas Wichtiges zu sagen!'' Ayaka erzählte Mai alles, was sie in der letzten Woche erlebt hatte. ''Mein Vater ist tot?! Wie?... Wer soll denn nun das Reich zusammenhalten?'' ''Ich weiß es nicht, aber Jauffre hatte mich gebeten, euch in seine Kapelle zu bringen.'' ''Jauffre? Gut, ich bin einverstanden, aber solange die ganze Stadt noch von den Daedra-Horden belagert ist, kann ich nicht weg!''. Ayaka beruhigte die Primas und ging raus, um die Feinde zur Strecke zu bringen.
Nach nur wenigen Schwerthieben, wurden die Daedra aus der Stadt vertrieben. Kvatch war gerettet. Die zwei Frauen machten sich nun auf den Weg zur Kapelle von Jauffre.
''Hilfeee! Argh!'' Ein Mönch fiel zu Boden; er wurde ermordet. So viel Blut auf einmal hatte Ayaka an einem Tag noch nicht gesehen. Die Mythische Morgenröte griff Jauffres Götterhaus an. Er rannte mit einem blutgetränkten Schwert in der Hand aus dem Gebäude und war froh Ayaka zu sehen: ''Ayaka, schnell, hilf uns die Agenten zu erledigen!'' Mit Schild und Schwert war das kein Problem. Der letzte der Agenten entkam jedoch, indem er sich unsichtbar machte. ''Verflucht! Oh, entschuldigt bitte meine Wortwahl, aber er hat das Amulett an sich gerissen! Ohne das Amulett der Könige ist das Kaiserreich verloren...!'' ''Das sind schlechte Nachrichten, Jauffre…'' ''Mai? Seid ihr das? Wunderbar gemacht, Ayaka! Mit Mai an unserer Seite haben wir vielleicht noch eine Chance! Wir sollten sofort zum Wolkenherrschertempel aufbrechen.''
Eine versteckte Route zum Tempel, brachte Ayaka wenigstens einen Tag Ruhe. Doch auf ihrer Reise endeckten sie mehrere Oblivion-Tore, die sich bereits über ganz Cyrodiil verstreut hatten. Im Wolkenherrschertempel angekommen, erzählte man ihr, dass das Gebäude ein Heiligtum der sogenannten Klingen wäre. Hier wurden die Beschützer des Kaisers aufgezogen und trainiert. Jauffre erwähnte, dass er der Großmeister der Klingen wäre. Unwillkürlich musste Ayaka schmunzeln, bei dem Gedanken, dass ein so alter Mann das Oberhaupt einer Gilde wäre.
Die drei setzten sich an einen Tisch und dachten über die Oblivion-Krise nach.
Jauffre fing an: ''Um die Krise zu beenden, müssten wir alle Tore eigenhändig schließen, aber wir wissen nicht, wie viele bereits geöffnet wurden und noch geöffnet werden. Wenn wir das Amulett noch hätten, könnten wir zum Tempel des Einen reisen und Mai als neue Kaiserin krönen. Das Drachenfeuer würde wieder entzündet werden und somit wäre die Barriere wieder aktiv, die uns bis vor kurzem noch vor Oblivion geschützt hat.'' ''Jauffre, was sollen wir als nächstes machen? Das Amulett zurückholen?'' fragte Ayaka den Klingen-Meister. Mai wusste bereits die Antwort: ''Wir sollten am besten meinen Mann herholen, er kennt sich mit den Daedra und der Mythischen Morgenröte aus und wir können uns sicher sein, dass unsere beiden Feinde unter einer Decke stecken.'' ''Ihr habt einen Mann, Mai?'' ''Ja, habe ich Ayaka, doch wir arbeiten in verschiedenen Kirchen. Er heißt Martin und ist ein weltberühmter Diener der Götter.'' ''Ayaka, ihr solltet Martin hierher bringen. Er wird in Cheydinhal zu finden sein. Und keine Sorge, solange unsere zukünftige Kaiserin hier ist, wird ihr auch nichts geschehen. Ihr habt das Wort einer Klinge!''
Am nächsten Morgen machte sich Ayaka auf, Martin in Cheydinhal zu finden.
Teil V Der Retter und das Mädchen
An einem schönen Fluss angekommen, machte Ayaka ihr Frühstück. Sie holte Wasser und Holz für ein Feuer. Der Geruch von Essen, lockte jedoch Monster an. Zum Glück waren es nur Ratten und Schlammkrabben. Sie setzte sich wieder hin, um zu essen, doch dabei bemerkte sie nicht den Schatten, der sich hinter ihr näherte. Ein riesiger Troll griff an und traf Ayaka am Kopf. Sie wurde ohnmächtig. Die Kreatur schlug weiter auf sie ein und dabei wurde Ayaka in den Fluss geschleudert. Durch das kalte Wasser kam sie wieder zu Bewusstsein, jedoch konnte sie sich nicht mehr bewegen; der Troll hatte ihr beide Arme gebrochen. Mit Mühe konnte sie sich mit dem Kopf über Wasser halten, doch die Strömung wurde immer stärker; sie trieb auf einen Wasserfall zu. Vor Erschöpfung ging sie unter und verlor wieder das Bewusstsein. Kurz bevor sie die Augen schloss, glaubte sie eine Stimme gehört zu haben.
''Ihr seid wieder bei Bewusstsein?'' fragte eine freundliche Stimme. Ayaka sah einen Mann, der sich über sie gebeugt hatte. Er schien ebenfalls ein Krieger zu sein, da er in einer schwarzen Rüstung steckte. ''Ich bin froh, dass ich den Umweg zum Fluss doch noch gemacht habe, denn so habe ich euch darin entdecken können!'' ''Ich danke euch mein Herr!'' Sie wollte aufstehen, war aber noch zu schwach und fiel direkt in die Arme des geheimnisvollen Retters. ''Oh, entschuldigt bitte!'' ''Ihr solltet euch noch ausruhen. Ich werde hier bleiben, solange ihr noch zu geschwächt seid.'' Ayakas Gesicht wurde rot. Noch nie in ihrem Leben, hatte sie sich in den Armen eines Menschen so wohl gefühlt. ''Eure Arme sind gebrochen, stimmt´s?'' ''Ja...'' ''Gut, haltet bitte still, ich kann euch helfen.'' Der junge Mann legte seine beiden Hände auf Ayakas Arme und sie begannen zu leuchten. Ihre Arme wurden wieder geheilt. ''Wie habt ihr das gemacht? Vielen, vielen Dank! Wenn ihr nicht da gewesen wärt, wäre ich wahrscheinlich schon tot. Sagt, seid ihr ein Heiler?'' ''Ja, so ähnlich... Aber ihr solltet euch setzen, da ihr noch zu geschwächt seid.'' Ayaka setzte sich wieder auf ihren Schlafsack, doch sie schlief ein.
Es war Abend. Unsere Heldin wurde von einem köstlichen Geruch geweckt. Der namenlose Retter kochte ein Abendessen. ''Kann ich euch irgendwie behilflich sein?'' ''Ihr seid wach? Wie geht es euch?'' ''Dank euch geht es mir super! Ich danke euch noch einmal herzlich!'' und sie verbeugte sich. Der gut aussehende Mann lächelte. ''Kommt, essen wir etwas.'' Das Essen schmeckte köstlich. Es wurde dunkel. Die Nacht war herrlich ruhig und wolkenlos, man konnte gut die Sterne und sogar Sternschnuppen sehen. Ayaka erzählte dem Mann von ihrer Mission. ''Ihr sucht Martin? Ich weiß, wo er lebt. Wenn ihr wollt, begleite ich euch.'' Ayaka war einverstanden. Beide beobachteten die Sterne am Himmel und redeten über alles, was ihnen einfiel. ''Es ist kühl geworden, ihr solltet euch ausruhen. Ich werde Wache halten. Hier, nehmt meine Decke, es ist kalt.'' ''Aber was ist mit euch mein Herr? Werdet ihr euch nicht unterkühlen?'' ''Keine Sorge, ich bin kalte Nächte gewohnt. Schlaft gut.''
Am nächsten Morgen gingen sie früh los, um Martin in Cheydinhal zu suchen. In einer Taverne kauften sie Vorräte ein. Der namenlose Retter wollte bezahlen, als ihm ein Buch aus der Tasche fiel. Ayaka hob es für ihn auf. ''Hier, bitte! 'Die Fünf Ge…' ?'' Schnell steckte der Mann das graue Buch in seine Tasche. ''Danke! Wir sollten aber jetzt weiter gehen.''
Kurze Zeit später, kamen sie in der Stadt an und der Mann in der schwarzen Rüstung zeigte Ayaka das Haus, in dem Martin lebte. ''Ich danke euch, dass ihr mich begleitet habt!'' ''Es war mir ein Vergnügen!'' Er wäre schon fast hinter dem nächsten Gebäude verschwunden, wäre Ayaka nicht eingefallen, dass sie den Namen ihres Retters noch nicht kannte. Sie rief ihm zu: ''Wie heißt ihr denn eigentlich, mein Herr?'' ''Ich heiße Tristan. Und ihr?'' ''Mein Name ist Ayaka!'' ''Ayaka? Ein wunderschöner Name! Ich hoffe wir sehen uns wieder!'' Und Tristan verschwand hinter einem Haus. Ayaka lächelte noch kurz, bevor sie sich wieder auf ihre Mission konzentrierte und das Haus Martins betrat.
Teil VI Die verwunschene Höhle und eine stürmische Begegnung
''Verzeihung, aber seid Ihr Martin?'' fragte Ayaka den Mann, der in einer Mönchskutte steckte. ''Man gibt sich als erstes selbst zu erkennen, bevor man seinen Gegenüber nach dem Namen fragt.'' ''Ihr habt Recht. Entschuldigt bitte. Mein Name ist Ayaka und ich suche nach einem Mann namens Martin.'' ''Das ist meine Wenigkeit. Ich soll Euch sicherlich zu meiner Frau begleiten, da nun die Oblivion-Invasion begonnen hat.'' ''Öhm..., ja!'' Der Mann schüchterte Ayaka mit seinem strengen Blick derart ein, dass sie fast ihre Mission vergaß. Martin hatte bereits seine Sachen gepackt und ging ohne Ayaka nach draußen. 'Das wird sicherlich eine lustige Reise…' dachte sie sich schmerzlich. Sie gingen in Richtung Westtor, als Ayaka Tristan bemerkte, wie er aus einem verfallenen, alten Haus trat und mit einem zornigen Gesicht die Stadt in Richtung Osten verließ. Ayaka machte sich Sorgen um ihn.
Wenige Kilometer nach ihrem Aufbruch, entdeckte Ayaka in der Ferne schon das erste Oblivion-Tor. Es liefen viele Daedra durch die Gegend. Ihr Arm war zwar wieder geheilt, aber die Bretonin war noch zu schwach für einen Kampf. Martin bemerkte den Zustand seiner Begleiterin und schlug deshalb vor, in eine nahe gelegene Höhle zu gehen, dessen Tunnel bis nach Bruma führten. Die Höhle war kalt und düster. Das erinnerte die Kriegerin an die Tage im Gefängnis und sie bekam einen Schauer über den Rücken. ''Diese Höhle ist verwunschen.'' fügte Martin hinzu. ''Verwunschen? Sieht doch aus wie jede andere Höh… Kyaaah!'' Ein Geist tauchte direkt vor Ayaka auf. Sie versteckte sich sofort hinter Martin. Er reagierte und vernichtete den Geist. ''Sagt, wie kommen meine Frau und Jauffre dazu, ein verwundetes und sich vor Geistern fürchtendes, kleines Mädchen auf eine solch gefährliche Reise zu schicken?'' ''Was heißt hier kleines Mädchen? Ich hatte bisher noch keine Begegnung mit Geistern! Und meine Arme hatte ich mir auf meiner Reise nach Cheydinhal gebrochen.'' ''Gebrochen? Wie sind die Arme so schnell verheilt?'' ''Ein netter Mann hat meine Arme kuriert! Ihr solltet Euch von ihm eine Scheibe abschneiden!'' Den letzten Satz hatte Martin nicht mehr gehört, da er weiter ging, ohne auf Ayaka zu warten. Dabei dachte er jedoch nach: 'Ein Mann hat ihre gebrochenen Arme geheilt? Das muss sicherlich ein Dunkler Magier gewesen sein. Doch nicht irgendeiner, sondern...' Martin musste seinen Gedankengang stoppen, als wieder Geister angriffen.
''Wie lange wird denn das noch dauern?'' fragte Ayaka ängstlich. ''Hier werden wir eine Pause machen.'' ''Und was ist mit meiner Frage?'' Martin machte ein Lagerfeuer, statt zu antworten. Ayaka würde irgendwann noch platzen vor Wut. ''Hört mir zu, Martin! Eure Gleichgültigkeit geht mir langsam auf den Keks! Seid Ihr etwa zu jedem so?'' Plötzlich wurde es still. Martin blickte Ayaka traurig an: ''...Früher war ich so wie du; immer auf Reisen. Meine Ehe verlief ohne Probleme… Doch als mein Kind,… Mein kleines, liebenswertes Kind von Ogern verschleppt wurde, habe ich aufgehört zu lieben... Seit diesem Tag, bestand meine Welt nur noch aus dunklen Regenwolken … Ich fühlte mich nutzlos...'' ''Verzeiht, dass ich gefragt habe…'' ''Schon gut.'' '' ...So wie Ihr, fühlte ich mich auch eine lange Zeit lang völlig nutzlos. Doch jetzt habe ich wieder neuen Mut! Ihr solltet die Hoffnung nicht aufgeben, denn eure Frau braucht euch jetzt! Nein, nicht nur sie; die ganze Welt benötigt Eure Hilfe!'' Martin war überrascht, dass zu hören. Er wusste, dass das Mädchen recht hatte. ''Wir werden wahrscheinlich noch einen Tag bis zum Wolkenherrscher brauchen. Könnt Ihr noch solange durchhalten?'' Seine Gesichtszüge und seine Stimme wurden freundlicher. Ayakas Art musste ihn erweicht haben. ''Jepp, kann ich. Kein Problem!'' grinste sie.
Sie saßen am Lagerfeuer und aßen Brot mit Käse. Der Theologe konnte keinen Geist in der Nähe spüren. Erneut fing er ein Gespräch an: ''Eure Haarfarbe interessiert mich. Sie strahlt in einem hellen Violett. Könnt Ihr mir Euren Familiennamen nennen?'' ''...Nein, tut mir Leid, aber ich kann mich nicht an ihn erinnern. Als kleines Kind wurde ich in den Sümpfen von Schwarzmarsch gefunden, meine Eltern lagen ermordet neben mir. Von da an wurde ich von einem Argonierpaar aufgezogen.'' ''Entschuldigt, dass ich diese Erinnerung hervorgerufen habe… Ihr müsst wissen, dass die Farbe wirklich einzigartig ist. In einem Buch, welches ich vor langer Zeit gelesen habe, wurde über ein längst vergangenes Geschlecht mächtiger Kampfmagier aus Hochfels berichtet. Sie waren die Beschützer ihres Landes und keiner konnte ihnen das Wasser reichen. Die stärksten Bretonen dieses Geschlechts erkannte man schon bei ihrer Geburt: das violette Haar war ein Zeichen dafür, dass das Kind sehr mächtig werden würde. Irgendwann jedoch, schlossen sich die Feinde dieses Klans zusammen und vernichteten ihn. Man dachte, dass alle getötet wurden, doch ich bin mir sicher, dass ihr zu diesem alten Geschlecht gehört.'' ''Das ist ja…'' ''Ayaka war sprachlos. Vor ein paar Sekunden wusste sie fast nichts über ihre Vergangenheit und hätte auch nicht gedacht, darüber jemals etwas zu erfahren. Sie wollte unbedingt ihren Familiennamen wissen: ''Könntet Ihr mir bitte den Namen des Klans verraten?'' ''Sicher, aber um ehrlich zu sein… Habe ich ihn vergessen.'' Ayaka rutschte aus. ''Ihr könnt euch an die ganze Geschichte, aber nicht an den Namen erinnern?!'' ''An den Anfangsbuchstaben kann ich mich sehr gut erinnern, denn der zierte auch den Umschlag des Buches. Es war ein 'N'.'' ''Ein 'N'!'' freute sie sich. Wenigstens wusste sie nun den Anfangsbuchstaben; ein 'N' flüsterte sie lächelnd immer wieder. 'Ein… Kyaaah! Ein Geist!''
Völlig außer Atem, durchschritt Ayaka mit Martin den Ausgang der Höhle. Martin fragte erschrocken: ''Euer Haar sieht auf einmal so silbern aus…'' ''...Meint… Ihr…?'' keuchte sie.
Sie gingen den Berg zum Wolkenherrschertempel hinauf. Dort angekommen, begrüßte Martin seine überraschte Frau stürmisch; lange hatten sie sich nicht mehr gesehen und der Graben zwischen ihnen, wurde dank Ayaka zugeschüttet. ''Ähem, wir sollten nun über die Oblivion-Invasion reden!'' riet Jauffre. Alle versammelten sich im großen Saal des Tempels.
Der Krieg zwischen Gut und Böse konnte nun endgültig beginnen.
Teil VII Ein Plan mit Erfolgsgarantie, doch am Ende bleibt wieder nur der Tod
''Wir müssen unbedingt das Amulett der Könige wieder in unseren Besitz bringen und meine Frau zur Kaiserin krönen. Die Tore alle einzeln zu schließen, würde nur unnötig viel Zeit und Menschenleben kosten.'' erklärte Martin. ''Nun gut, und wie stellt Ihr Euch vor, das Amulett wieder zu beschaffen?'' fragte Jauffre. ''Wir müssen das Geheimversteck der Mythischen Morgenröte finden. Sicherlich ist das Amulett dort.'' ''Wer sollte sich dort unbemerkt einschleichen können, Martin?'' ''Wir brauchen einen fähigen Mann, der sich gut verteidigen und schauspielern kann, um in Ruhe nach dem Amulett im Versteck des Feindes suchen zu können.'' ''Wer sollte das sein, Martin?'' fragte Mai. Ayaka fackelte nicht lange: ''Ich werde es tun!'' Mai war besorgt: ''Du in deinem schwachen Zustand? Tut mir leid, Kleines, aber das ist viel zu gefährlich!'' ''Warte, Mai! Ich denke, dass Ayaka die beste Person für diesen Job wäre. In ein bis zwei Tagen wird sie sicherlich wieder in bester Kondition in den Kampf ziehen können. Ich bin mir sicher, dass sie das schaffen wird!'' Mai war erstaunt, das aus dem Mund ihres Mannes zu hören. Lange, hatte er nichts mehr mit Feuereifer auf etwas bestanden. Sie willigte ein. ''Nun gut, da das nun geklärt ist, wie soll Ayaka in das Versteck eindringen? Wir wissen nicht einmal, wo es ist!'' Jauffre antwortete: ''Vorhin kam eine Nachricht von Baurus, Herrin. Er schrieb, dass er einen Agenten der Mythischen Morgenröte gefangen nehmen konnte und ihn verhört. Ich bin mir sicher, dass Baurus alle Informationen über das Versteck und über diese Organisation aus dem Gefangenen herausbekommt. Schließlich ist er unsere beste Klinge!'' ''Gut. Ayaka sollte nun zu einem Arzt und sich untersuchen lassen. Ich werde solange Nachforschungen anstellen, um weitere Gefahren abwenden zu können.''
Schon am nächsten Tag fühlte sich Ayaka wieder fit und machte sich deshalb sofort auf den Weg in die Kaiserstadt. Dort angekommen, kam ihr Baurus entgegen. Er war hocherfreut, die Bretonin wieder zusehen. ''Ich hoffe, Ihr seid bereit, Herrin?'' ''Bin ich. Sicherlich habt Ihr etwas herausfinden können?'' ''Der Gefangene war sehr hartnäckig, doch er verriet mir, dass das Versteck in den Höhlen beim Arrius-See sei. Ihr müsst nur diese Kette bei euch tragen, dann seid Ihr für die Mythische Morgenröte ein Mitglied. Wartet, ich zeichne Euch den Ort auf Eurer Karte ein.'' Baurus reichte der Bretonin ein Amulett aus Silber, das mit verschiedenen, glitzernden Symbolen geschmückt war. Die junge Frau strahlte ''Wie hübsch!'' ''Ihr solltet nun aufbrechen, Herrin. Ich werde zum Wolkenherrschertempel zurückkehren und die Kaiserin mit meinem Leben beschützen! Ich war schon lange nicht mehr da, seit ich ein junger Adept war.'' ''Macht das. Ich werde auch mein Bestes geben!'' ''Viel Glück, Herrin!''.
An der Höhle, welche an einem klaren See lag, angekommen, griff auch schon das erste Monster an. Es war ein Troll. Ayaka schaute dämonisch drein: ''Diesmal wirst du Höllengesocks mit dem Gesicht im Dreck liegen!'' Ayaka schlug so fest zu, dass die Kreatur den Berg hinunter flog. Sie war verdammt wütend. Jemand klatschte in die Hände. ''Bravo, Ihr seid richtig stark! Und schon habt Ihr die erste Prüfung bestanden!'' Eine Frau in einer roten Kutte hatte Ayaka beobachtet. Die Agentin zeigte ihr den Weg zum Eingang des Verstecks. ''Nun muss ich Euch bitten, Euer Hab und Gut mir zu überlassen. Hier ist die Kutte der Mythischen Morgenröte, zieht Euch in diesem Zimmer um. '' Ayaka war nicht wohl bei dem Gedanken, ihre Verteidigung hergeben zu müssen, doch in einem unbeobachteten Augenblick, konnte sie sich einen Heiltrank unter ihrer neuen Kleidung verstecken.
''Folgt mir. Ihr habt das große Glück, unseren Anführer gleich am ersten Tag kennen zu lernen.'' Die Frau führte sie durch ein komplexes Tunnelsystem. ''Wie soll ich hier jemals wieder rauskommen?'' seufzte Ayaka verzweifelt. ''Habt Ihr etwas gesagt?'' ''Eh, nein!'' ''Seid jetzt still, der Meister möchte zu Wort kommen!'' Sie standen auf einer Erhöhung und Ayaka musste runterschauen. Sie erblickte einen Mann, der das Amulett der Könige in der Hand hielt und aus einem Buch lesend, zu seinen Gefolgsleuten sprach: ''Treue Anhänger! Unsere Zeit ist gekommen, das Kaiserreich dem Erdboden gleich zu machen! Ich, Mankar Camoran, werde die Morgenröte erstrahlen lassen, denn die Barriere zwischen Oblivion und dieser Welt, ist so dünn wie noch nie! Mit dem Amulett der Könige in meiner Hand, wird auch die letzte Verbliebene der Kaiserlichen Blutlinie, das Land nicht mehr beschützen können! Mehrunes Dagon wird der Herr aller Lebewesen sein!'' Die Zuhörer applaudierten Camoran schreiend zu; sie waren begeistert. Ayaka ging die Treppe hinunter. Sie musste das Amulett an sich reißen und damit so schnell wie möglich verschwinden, doch der Mann unter den Wahnsinnigen begann erneut sein Wort: ''Familie! Ich werde nun in das Paradies gehen, um die nächsten Schritte zu planen!'' Ein glühend orangenes Tor öffnete sich mitten in der Luft. Mankar Camoran durchschritt es und verschwand mit dem Amulett darin. Ayaka rannte auf die Plattform, um sich die Kette zu schnappen, doch sie kam zu spät. Das leuchtende Tor schloss sich wieder. ''Was macht ihr hier auf der Plattform?'' fragte die Tochter von Mankar Camoran in einem für Ayaka beunruhigenden Ton. Zögernd antwortete sie auf die Frage, da ihr in der Überraschung nichts einfiel: ''Ähm, ich bin… ein Neuling!'' ''Ist das so, ein Neuling? sagte Ruma Camoran hochnäsig. ''Nun gut, um ein vollwertiges Mitglied zu werden, müsst ihr nun etwas opfern!'' ''Aber ich habe all meine Sachen bei der Empfangsdame abgegeben…!'' ''Das macht nichts, vor euch ist das Stück Fleisch, dessen Kehle ihr durchschneiden müsst.'' Ayaka drehte sich um. Sie drehte sich um und konnte nicht glauben, was sie sah.
Das 'Stück Fleisch' das dort vor ihr auf dem Opferaltar lag, war ihr bekannt. Ihr Gesicht wurde noch blasser, als es für eine Bretonin schon üblich war. Es war M'aiq, der ihr das Leben gerettet hatte, als sie vor Hunger fast umgekommen wäre. M'aiq erkannte Ayaka, konnte aber nicht sprechen, da ihm der Mund mit Stoff vollgestopft worden war. 'M'aiq! Was... Was soll ich jetzt tun?' Die Hochelfin drängte sie das Opfer symbolisch, Mehrunes Dagon vorzulegen und gab Ayaka einen Silber-Dolch in die Hand. Die Bretonin ging zögernd zum Altar. M'aiqs Augen füllten sich mit Tränen. Sie erkannte die Situation und schluckte den dicken Kloß in ihrem Hals runter und flüsterte dem Khajiiten in einem ermutigenden Ton zu: ''M'aiq, erinnerst du dich noch an mich? Ich bin Ayaka, die Frau, der du was zu essen gegeben und so das Leben gerettet hast. Ich werde meine Schuld begleichen und dich jetzt aus diesem Loch retten! Das verspreche ich dir'' flüsterte sie dem Khajiiten zu. M'aiq beruhigte sich wieder. Doch ein Agent der Morgenröte war es Leid, dem Zögern seiner 'Schwester' zuzuschauen. ''Geht aus dem Weg! Wenn ihr zu Feige seid, werde ich das für euch erledigen! Hehe!'' Der nach Blut dürstende Mann stieß die Abgelenkte beiseite und machte einen mächtigen Hieb mit seinem Kurzschwert. Ein dumpfer Schrei fiel. Blut spritzte in alle Winkel des Raumes. Ihr Gesicht wurde weiß. Das Blut, das in ihr schneeweißes Gesicht spritzte, lies sie für eine lange Zeit in erstarrter Position vor dem Altar sitzen. Sie hatte ihr Versprechen nicht halten können. Nach einiger Zeit kam Ayaka wieder zu sich und tastete nach M'aiq. Ihre Hände wurden scharlachrot. Er war tot. ''Er ist tot… Er ist tot!'' flüsterte sie mit zitternder Stimme zu sich selbst. ''Was schaut Ihr denn so, Schwester? Habt ihr etwa noch nie eine Leiche gesehen? Hahaha!... He, was habt Ihr?'' Ayaka sagte nichts mehr und schaute mit gesenktem Kopf auf den Boden. ''H… Hey, nun sagt schon was!'' Ein blauer Nebel überzog die Bretonin. Er wurde immer heller, bis der ganze Raum beleuchtet war. Sie stand auf und das Blau verschwand mit einem Augenaufschlag in ihrem Körper. Ihr violettes Haar schwebte in der Luft. Ayaka wandte sich nun dem Mörder zu. Sie sah zwar aus wie das Mädchen, das vor einer Stunden, mutig die Höhle des Löwen betrat, doch sie war es nicht mehr. Ihr Blut, dass in ihren Adern floss, kochte vor Verzweiflung, Zorn und Trauer. Sie nahm den Dolch wieder in ihre Hand und schwang es in Richtung des Mörders. Keiner der vielen Anwesenden wusste, warum sie das tat; sie stand meterweit von ihrem Ziel entfernt, doch das, was schließlich passierte, ließ Panik unter den Zuschauenden ausbrechen. Der Körper des Agenten teilte sich in zwei Hälften. Die Menge versuchte sich verzweifelt zu retten, doch vergebens; Die dem Zorn verfallene Frau, war zu schnell und zu stark.
Ayaka kam wieder zu Bewusstsein, als sie erneut vor M'aiqs Leiche stand. Sie konnte sich an das Blutbad nicht mehr erinnern. 'Was ist passiert? Und… !!!' Sie schaute sich um und sah die durchtrennten Körper in der ganzen Höhle verstreut. Sie musste sich übergeben. 'Was,… Was war hier los? War ich das etwa?' Ayaka schaute erneut zu M'aiq. Sie wusste nicht, was sie in der Höhle angestellt hatte, aber es war besser so, denn niemals wollte sie wieder aus absoluter Rachsucht handeln. Doch in ihrem Inneren wusste sie, dass sie die Agenten getötet hatte, doch das verschloss sie tief in ihr Unterbewusstsein.
Sie nahm sich das Buch, aus dem Camoran vorgelesen hatte, holte ihr Inventar aus dem Zimmer, in dem sie sich umziehen musste und ging mit M'aiqs Körper im Arm in Richtung Ausgang. Der Plan, der perfekt zu sein schien, war gescheitert. Am Ende blieb erneut der Tod.
Teil VIII Die Dornenklinge, der schwarze Wolf und bekommt unsere Heldin einen Kater?
Ayaka grub mit ihren Händen in der Nähe des Arrius-Sees. Unzählige Male stieß sie gegen Steine und blutete stark, doch das war ihr egal. Vorsichtig, legte sie ihren Freund in das tiefe Erdloch. Sie schüttete es wieder mit Erde zu und blieb eine Weile am Grab stehen. Immer wieder liefen ihr Tränen in das blasse Gesicht, die sie jedoch sofort mit ihrer Hand abwischte . ''Niemals wieder werde ich einen Freund vor meinen Augen sterben lassen! Das versichere ich dir M'aiq! Und diesmal wird mein Versprechen nicht in tausend Teile zerspringen!'' Sie machte sich auf in Richtung Wolkenherrscher, noch ein letztes Mal drehte sie sich zum Grab, bevor sie den See verließ.
Die Nacht ließ nicht lange auf sich warten. Sie ging zurück in Richtung Cheydinhal, da die nächstgelegene Raststätte dort war. Ayaka ging den blauen Weg entlang, als ihr etwas weißes und flockiges auf die Nase schwebte. ''Ist das kalt! ...Oh nein, muss das sein?'' Es fing an zu schneien. Sie erhöhte ihr Tempo, in der Hoffnung, endlich in der Stadt anzukommen. Vor sich am Horizont, sah die Bretonin Lichter. ''Na endlich, die Stadt! Hatschi!'' Schon von weitem her, hörte sie das Gelächter aus einer kleinen Herberge. Sie betrat das Haus und es wurde kurz ruhig, doch nachdem sie jeder gesehen hatte, wurde lautstark weiter gefeiert. Es mussten über fünfzig Gäste da sein. Ayaka saß sich in eine ruhige Ecke, wo sie allein war, nachdem sie sich etwas Essen und ein Schluck Wasser gekauft hatte. Dunkle Gestalten kamen auf sie zu: ''He, Hübsche, warum so allein?'' ''Ich habe keine Lust mit Euch zu sprechen. Lasst mich allein.'' ''Aber, aber! Wir sahen nur dein trauriges Gesicht und dachten, dass du etwas aufgeheitert werden willst! Also, was ist? Möchtest du mitfeiern?'' Ayaka schaute sich die Leute in der Umgebung an. Jeder von ihnen hatte Spaß. Niemand dachte an die Oblivion-Krise. Wenigstens eine kurze Zeit lang, wollte sie die Last auf ihren Schultern abwerfen. Ayaka lächelte die betrunkenen Gestalten an: ''Ich wette, ich schaffe mehr Bierkrüge als ihr!'' ''Na, das ist mal ein Wort!'' lachten die Männer. Sie setzten sich an einen großen, runden Tisch und fingen an zu trinken. Einer nach dem anderen fiel entweder schlafend auf den Boden, oder musste seine Blase leeren. Die letzten am Tisch waren Ayaka und ein Ork namens Burz gro-Kash. ''Hicks… Wischt du ma langscham... Hicks… nisch müde, Winschling?'' ''Ich kann… noch weider! Trinkt, oder seid Ihr schon am Ende?'' ''Ihr macht eusch woh luschtisch übe misch? Eusch wede isch esch noch… Hicks!...'' Der Ork konnte seinen Satz nicht mehr beenden; er krachte betrunken auf den Boden und schlief. Ein Waldelf rief in den Raum: ''Und die Gewinnerin ist die hübsche Bretonin mit der ungewöhnlichen Haarfarbe: Ayaka! Kommt und holt eure Gewinne ab, Leute!'' ''Heey, heey! Wo isd denn mein Gewinn, Waldelfin?'' ''Waldelfin?!'' ärgerte sich der Mann. ''Haha! Die Kleine ist total blau!'' wieherte ein Argonier. ''Heeeeee, ich bin nichd blau, ich habe helle Haud!'' Jeder in der Taverne musste lachen. Ayaka wusste zwar nicht, warum die Leute lachten, aber die Betrunkene lachte mit und fühlte sich so glücklich, wie seit langem nicht mehr. Der Barkeeper riet Ayaka, sie solle sich schlafen legen, doch die Bretonin wollte nicht hören: ''Schlafen gehen? Ich gehe nichd! Ich gehe raus!'' ''Dann geht. Vielleicht kühlt euch die kalte Nachtluft ab.'' Der Alkohol in ihrem Blut fing an ihr Gleichgewicht zu stören. Völlig benebelt, ging sie raus. Der Wind wehte stark. Eine Zeitung flog ihr ins Gesicht und zunächst ärgerte sie sich: ''Hää? Warum isd es so dunkel? Oh, eine Zeidung! Dappenguriir? Hübsches Pferdchen! Was stehd da? 'Schwaza Woof? Ich stecks mir in die Dasche und lese es späder!'' Sie torkelte weiter durch die Gegend und wäre fast mit dem Kopf auf einem Stein aufgeschlagen, hätte sie nicht eine finstere Gestalt festgehalten. ''Hä? Hoh, es dud mir Leid mein Herr, seid Ihr auch so glücklich?'' Dem Mann entwich ein kurzes Lachen. Er begleitete Ayaka zurück in die Taverne. Sie umklammerte seinen Arm und fing an zu quatschen: '' Man, es drehd sich alles! Mann? Was wohl Drisdan machd? Hicks. Warum er wohl so wüdend war? Vielleichd hadde ihm auch jemand gesagd, er wäre blaaauu! Hihi! Blaauu! Wissd Ihr, warum Drisdan so wüdend war? Ihr dufded gud! Drisdan dufded genauso und siehd gud aus! Wie sehd ihr denn aus?'' ''Der Mann sagte kein Wort, doch Ayaka erkannte trotz ihrer verschwommenen Sicht ein Lächeln. Dennoch konnte sie nicht das ganze Gesicht des Mannes identifizieren. Er brachte sie rauf auf ihr Zimmer und sie legte sich ohne zu Murren hin. ''Danke, dass ihr mich hergebrachd habd! Drisdan isd so nedd!...'' Ayaka war sofort eingeschlafen. Der mysteriöse Mann beugte sich kurz über sie und stellte ihr danach etwas auf den Tisch und verschwand.
Ayaka wachte mit höllischen Kopfschmerzen auf. ''Mein Kopf! Verdammt!'' Als sie versuchte aufzustehen, bemerkte sie ein Medizinfläschchen auf dem Tisch. Da sie von ihrer Argoniermutter in der Alchemie unterrichtet wurde, wusste sie, dass das eine Droge gegen Kopfschmerzen war. Sie trank es aus und schon kurze Zeit später, linderte es ihre Schmerzen.
Sie ging runter zum Barkeeper und wollte wissen, wer ihr das Fläschchen gebracht hatte. Der Mann wusste es nicht: ''Es war in der Nacht zu viel los, um sich jedes einzelne Gesicht zu merken. Ihr seid ganz schön trinkfest! Sicherlich habt ihr schon oft im Wettsaufen gewonnen, oder?'' fragte der Mann neugierig. ''Das gestern war mein erstes Bier gewesen.'' ''Da haben wir ja ein Talent entdeckt!'' Ayaka ging zurück in ihr Zimmer und setzte sich. 'Ich habe den Wettbewerb gewonnen? Irgendwie kann ich mich in letzter Zeit an nichts mehr erinnern. Wie oft hatte ich wohl schon einen Blackout?' dachte sie seufzend.
Sie stand wieder auf und bemerkte dabei ein Rascheln in ihrer Tasche. Es war der Rappenkurier, der ihr gestern Nacht ins Gesicht flog. ''Wie kommt denn das in meine Tasche?'' Sie las das Stück Papier. 'Schwarzer Wolf. Der in bereits ganz Cyrodiil gefürchtete schwarze Wolf schlug gestern wieder zu. Nachdem er seinen Opfern die Kehle durchgebissen hatte, flüchtete er sich blitzschnell in die dunkelsten Ecken der Kaiserstadt. Die Stadtwache konnte nichts unternehmen. Sind das die Machenschaften der Dunklen Bruderschaft oder ist der Wolf ein Abgesandter der Hölle? (…)' 'Die Zeitung ist von vor drei Tagen… Was für einen Grund könnte ein Wolf haben, wahllos Menschen zu töten? Ob der wirklich zur Dunklen Bruderschaft gehören soll? Die Zeitung spinnt mal wieder...' Ayaka wusste nicht richtig, was sie davon halten sollte. Sie frühstückte und wollte die Stadt wieder verlassen, als sie von einem Diener des ansässigen Grafen aufgehalten wurde.
''Bitte verlasst die Stadt noch nicht Herrin! Graf Indarys braucht eure Hilfe!'' ''Worum geht es?'' ''Der Sohn des Grafen ist verschwunden! Er wollte ein Oblivion-Tor mit seinen Anhängern schließen, doch er hat sich seit Tagen nicht mehr gemeldet! Wir wissen von Eurer Heldentat in Kvatch. Reichlich wird der Graf von Cheydinhal Euch belohnen, solltet ihr den jungen Indarys unversehrt zurückbringen können!'' Ayaka willigte ein. Sie machte sich sofort auf den Weg, um keine Zeit zu verlieren. In der Nähe des Oblivion-Tores griffen schon die ersten Daedra an, doch die hatten keine Chance gegen die Bretonin. Nachdem sie das glühende Tor durchschritten hatte, sah sie eine verkohlte Leiche auf dem Boden liegen. Sie befürchtete das Schlimmste. In der Hoffnung, das der Dunkelelf noch lebte, tötete sie einen Daedra nach dem anderen. Plötzlich hörte sie einen Schrei im Westen. Sie stürmte zum Hilferuf und konnte zwei Männer noch rechtzeitig vor einem Angriff eines Sturm-Atronachen retten. ''Das hat ja lang genug gedauert, bis Verstärkung eintrifft! Aber warum nur eine Person? Und ausgerechnet eine Bretonin? Hat mein Vater denn keine starken Männer mehr?'' Trotz des losen Mundwerks des Dunkelelfen, versuchte Ayaka lächelnd zu reagieren: ''Ihr seid also der Sohn von Graf Cheydinhal?'' ''Ja, das bin ich, wie Ihr wohl sehen könnt!'' Ayaka hätte den Dunmer lieber verprügelt anstatt ihn zu retten, aber sie hatte bereits ihr Wort gegeben und das wollte sie auch halten. ''Nun gut, da Ihr schon einmal hier seit, könnt Ihr mich auch zum Siegelstein begleiten!'' ''Wie? Ihr solltet lieber zurückgehen. Euer Vater macht sich Sorgen!'' Der Kaiserliche an der Seite von Farwil Indarys stimmte zu: ''Die junge Frau hat Recht, Herr. Wenn Euch etwas zustieße, was sollte dann mit Eurem armen Vater geschehen?'' ''Was für ein Unsinn! Gehen wir!'' Widerwillig, mussten sie dem Dunmer folgen. Viele Gefahren lauerten auf die Drei und jedes mal musste Ayaka den kreischenden Farwil retten. Endlich am Siegelstein angekommen, streckte der Elf seine Hand nach dem Stein, doch dabei verbrannte er sich die Hand. ''Verflucht, was ist denn das für eine abartige Kugel?'' Ayaka verdrehte die Augen bevor sie hineingriff, den Siegelstein an sich nahm und das Tor somit zerstörte. Wieder in Cyrodiil, hatte der Prinz auch schon eine passende Erklärung parat: ''Als ich hineingriff, war der Strahl viel wärmer!'' 'Ja, natürlich…' Dachten sich die zwei Begleiter des Dunmers.
Graf Indarys war hocherfreut, seinen Sohn wieder zusehen, auch wenn er wusste, dass er Dummheiten beging und deswegen viele Menschen in Oblivion ihr Leben lassen mussten. Zum Dank durfte sich Ayaka eine Waffe aus den Schätzen Cheydinhals aussuchen. Sie schaute sich in der Schatzkammer um und etwas rief nach ihr. Zielsicher ging sie zu einem Schwert, das in einer Vitrine verschlossen war. ''Das Schwert hat mich gerufen...'' ''Ein Schwert kann jemanden zu sich rufen?'' fragte der Graf belustigt. ''Ja, das kann es. Ein Schwert, das seinen Besitzer nicht akzeptiert, lässt sich auch nicht führen. Ich darf doch, oder?'' ''Ja, natürlich. Die 'Dornenklinge' gehört euch!'' ''Dornenklinge, also? Willkommen in meinem Team!'' lächelte die neue Besitzerin des wertvollen Schwertes.
Teil IX Das Geheimnis um den Namen Nishi
Ayaka beobachtete ihr neues Schwert, es war ein edles Stück; die Klinge war aus Platin, der Griff aus Silber und die Umrandung aus Stahl. In die Klinge wurden verschiedene Symbole eingraviert und sie glühte in einem dunklen rot; es musste mit einem Zauber belegt worden sein. Sie schwang es um sich herum. So leicht wie eine Feder, doch so tödlich wie das Gift einer Natter; Dornenklinge war wie geschaffen für die Kämpferin. Erfreut über ihren neuen Erwerb, reiste sie zurück nach Bruma, zum Wolkenherrscher. Ihre Ankunft wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Martin und Jauffre begrüßten sie als erste: ''Ayaka, konntet Ihr…?'' doch ihr Gesicht konnte nicht verbergen, dass sie versagt hatte: ''Es,… Es tut mir Leid. Der Anführer der Morgenröte, Mankar Camoran, hielt das Amulett in seinen Händen, doch bevor ich ihn erreichen konnte verschwand er in einem emporlodernden Portal…'' ''Ein Portal? Das müsste der Eingang zu seinem Paradies gewesen sein.'' bemerkte Martin. ''Ja, so etwas hatte er auch seinen Anhängern erzählt, doch woher wisst Ihr das?'' ''Während eurer Abwesenheit, habe ich in den Büchern der Bibliothek des Tempels studiert. Es gibt nur wenige Lektüren über diese Organisation ,doch diese waren sehr aufschlussreich.'' ''Ich habe zwar nicht das Amulett zurückbringen können, Martin, doch dafür habe ich das Buch dabei, aus dem Camoran gelesen hatte.'' ''Bei den Neun! Das Mysterium Xarxes! Schon die bloße Anwesenheit des Buches ist gefährlich! Aber es war gut, dass Ihr es an Euch genommen habt, so können wir vielleicht aus den Schriften die nötigen Informationen bekommen, um ein zweites Portal zum Paradies zu erschaffen! Ich werde mich gleich ans Werk machen.'' ''Wo ist denn eigentlich Mai?'' ''Die zukünftige Kaiserin meditiert in ihrem Zimmer, Herrin.'' ''Baurus! Wie geht es Euch?'' ''Leider beunruhigt. Bevor ich die Kaiserstadt verlassen hatte, fragte ich den Gefangenen erneut nach Informationen. Lange, weigerte er sich noch mehr über diese Gesellschaft zu verraten, doch dann erzählte er mir etwas über die Dunkle Bruderschaft und Totenbeschwörer, die sich mit der Mythischen Morgenröte und den Daedra zusammen geschlossen haben sollen. Mehr konnte ich aus ihm nicht herausfinden, da er sich die Zunge im Mund mit seinen Zähnen durchtrennt hatte. Ich weiß nicht, ob er die Wahrheit sprach, doch ich befürchte das Schlimmste!'' Vier Feinde unter einer Decke? Etwas fürchterlicheres konnte es nicht geben! Wie sollten die Klingen die Lawine der bevorstehenden Angriffe, dieser zahlenmäßig überlegenen Feinde abhalten? Am Abend in ihrem kleinen Zimmer, dachte Ayaka darüber nach, wie sie das Problem am besten lösen könnte. Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren, doch ihre Gedanken waren bei jemand anderem.
Mit dem ersten Hahnenschrei stand Ayaka auf, um zu trainieren. Die anderen Klingen konnten ihr eine Menge über das Blocken mit dem Schild zeigen. Gerade, als sie sich auf einen Übungs-Angriff von Cyrus vorbereitete, kam Martin völlig außer Atem auf Ayaka zu: ''Ich habe Euch überall gesucht! Ich werde Euch alles im großen Saal erklären, begleitet mich bitte.'' Sie folgte dem Priester in die Halle, ohne zu wissen, aus welchem Grund sie dorthin bestellt wurde. ''Ich kenne nun Euren Familiennamen.'' sagte Martin aus heiterem Himmel. ''Ist das wahr? Verratet ihn mir bitte!'' flehte die Bretonin den Priester an. Martin wusste nicht recht, wo er anfangen sollte, also verriet er ihr ihren Namen. ''Euer Name ist Ayaka Nishi.'' ''Nishi? Nishi… Ich glaube, ich habe diesen Namen schon einmal gehört…'' ''Das kann durchaus sein. Der Name wurde zwar seit langem, in keinem der neueren Geschichtsbücher erwähnt, doch in den alten wird über diesen Klan, der seine Geheimnisse gut bis zu seiner Vernichtung versteckt hatte, sehr ausführlich berichtet. Hier, bitte, das Buch in dem Eure Vergangenheit aufgezeichnet ist.'' ''Vielen Dank!'' Sie klappte die erste Seite des Buches auf und war auf Anhieb fasziniert; die wunderschönen Zeichnungen und die saubere Schrift in dem Buch, hatten trotz seines hohen Alters nicht gelitten. Sie fing an es zu lesen und konnte das Buch mit zitternder Hand kaum noch halten. ''Ich lasse Euch nun allein mit Eurer Vergangenheit.'' doch Ayaka hörte Martin nicht mehr zu; sie war schon zu sehr in das Buch vertieft. Martin lächelte und machte sich weiter, das Geheimnis des Mysterium Xarxes' zu lüften.
Das Buch, dessen Umschlag ein 'N' zierte, war über 400 Seiten lang. Es wurde detailliert über den Stammbaum, die Ränge und die geheimnisvolle Macht des violetten Haares berichtet, doch das letztere interessierte Ayaka am meisten. Sie schlug das Kapitel darüber auf und konnte nicht fassen, was sie darin las: '...Durch bestimmte Emotionen konnten die Mächtigsten ihre Kräfte um ein zwanzigfaches steigern. Die Folgen waren, dass die Schnelligkeit, die Stärke und die Kondition enorm wuchsen...' Es wurden einige Beispiele genannt, die Ayaka jedoch den Atem anhielten ließen. '...Die, die Verzweiflung, Trauer und Zorn spürten und ihrer Rachsucht unterlagen, konnten sogar aus fünfzehn Schritten Entfernung ihren Feind mit einem Dolch in Zwei teilen, doch dabei würden sie ihre Taten nicht mit eigenem Willen bestimmen können…' Die Bretonin wurde schwarz vor Augen. 'Das heißt, dass… dass ich tatsächlich alle in der Höhle umgebracht habe…? Diese Macht ist kein Segen, sondern ein Fluch! Wer weiß, ob ich in diesem Zustand Freund oder Feind unterscheiden könnte?!' Sie hatte Angst, dass Werk weiter zu lesen, doch ihre unglaubliche Neugier befiehl es ihr. Das nächste Kapitel war jedoch interessanter: 'Die Menschen, die den Kampf nicht überstanden und ins Totenreich kamen, konnten von den 'Mächtigen' des Klans Nishi zurück in das Diesseits geführt werden, doch der Preis für diese Tat war hoch: sie mussten ihre eigene Seele in dem Totenreich zurücklassen, um die Menschen die sie beschützen wollten und die sie liebten zu retten…' 'Das klingt doch schon eher nach meinem Geschmack, aber der Preis für diese Heldentat ist hoch…' dachte sich die junge Nishi und beruhigte sich wieder, nun da sie wusste, dass diese Kraft auch für gute Zwecke eingesetzt werden konnte.
Es war bereits Nachmittag, fast Abend und Ayaka setzte sich auf das Dach des Wolkenherrscher-Tempels, um in Ruhe das Buch weiter zu studieren. Sie konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Plötzlich konnte sie das Jaulen eines Wolfes, das aus weiter Entfernung kam, hören. 'Merkwürdig, hier gibt es doch keine Wölfe…?' Sie musste sich getäuscht haben und las weiter. Sie hörte das Rufen ein zweites Mal, doch diesmal konnte sie nicht anders und musste nachsehen, denn irgendwas Vertrautes lockte sie aus den Mauern des Tempels. Sie war bereits in der Umgebung von Bruma, als sie eine Blutlache neben einem großen Felsen entdeckt hatte. 'Was ist hier los? Wurden Wölfe von Bären angegriffen?' fragte sie sich. Sie schaute hinter dem Felsen nach, aber sie konnte nicht fassen, was sie dort sah. Sofort eilte sie dem verwundeten Mann in einer leichten, schwarzen Rüstung, der regungslos auf dem Boden lag, zur Hilfe und rief ihm besorgt zu: ''Tristan!''
Teil X Abenteuer in den Ruinen
''Tristan!'' rief Ayaka dem Verwundeten zu. Sie beugte sich über ihn und sah die vielen Schnitt- und Verbrennungswunden. Nur mit Mühe konnte die Besorgte den schwachen Körper ihres Freundes aufrichten. ''Ayaka, bist du es?'' flüsterte er zitternd . ''Tristan, beweg dich bitte nicht. Ich werde dich schon zum Wolkenherrscher tragen!''. Doch das war leichter gesagt als getan; Ayaka war zu klein, als dass sie den mindestens zehn Zentimeter längeren Mann sicher hätte tragen können. ''Mir ist so heiß!'' 'Verdammt, er hat hohes Fieber!' dachte sie sich und versuchte ihn mit einem fröhlichen Ton zu beruhigen: ''Warte, ich werde etwas beschwören, damit du schneller getragen wirst!'' Langsam legte Ayaka Tristan zu Boden und beschwörte einen Eis-Atronachen, der jedoch ihr ganzes Mana verbrauchte und sie völlig auslaugte. ''Das wird weinigstens etwas deinen Körper abkühlen! Halt bitte durch!'' Die eisblaue Kreatur nahm den im sterben Liegenden und trug ihn auf Ayakas Befehl hin zum Tempel. Die Frau war den Tränen nahe, da sie nicht weiter wusste, doch sicherlich würde man Tristan im Tempel helfen können.
Dort angekommen, rief sie sofort Martin und alle Heiler zusammen. 'Bei den Neun! Tristan!' erschrak Martin, als er den verblutenden Körper vor sich auf einem Tisch in der großen Halle sah. ''Schnell Ayaka! Hol' mir sofort Mörsel, Stößel, Calcinator und die Zutaten, die auf dieser Liste stehen.'' Ayaka starrte regungslos und in Tränen Tristan an; er atmete sehr schwer. Martin rief ihr noch einmal zu: ''Beeil dich!'' Sie zuckte und lief sofort in den Vorratsraum, um die Materialien zu besorgen. ''Wo ist der blöde Calcinator? Durch die vielen Tränen kann ich nichts mehr sehen! Hör auf zu weinen!'' schrie sie sich selbst an. Als sie endlich alles gefunden hatte, kehrte sie zurück zu Martin. ''Sehr gut, lege die Sachen bitte auf diesen Tisch und geh aus diesem Raum.'' ''Ich möchte aber hier bei Tristan bleiben!'' Martin konnte erkennen, wie viel Tristan ihr bedeutete. Trotzdem musste sie raus und riet ihr in einem harten Ton: ''Ayaka, du solltest gehen. Wir müssen seine Wunden desinfizieren und nähen. Das wird sehr schmerzhaft für ihn werden, deshalb solltest du auch nicht zusehen. Außerdem kann ich hier kein weinendes Mädchen gebrauchen, ich muss mich konzentrieren. Baurus, begleite sie bitte raus.'' ''Wird gemacht, Herr. Herrin?'' ''Tristan, halt bitte durch!'' ''Aya…ka…?'' murmelte Tristan. Sie konnte sich nur schwer überreden lassen, aber zum Schluss ging sie doch noch vor die Tür.
''Es tut mir Leid, Herrin, aber es ist besser so…'' ''Ich weiß…'' sie setzte sich weinend auf den Hosenboden und wartete voller Hoffnungen auf eine gute Nachricht vor der Tür, während es schneite.
''Aaaaaahh!'' Tristan schrie voller Schmerz im Gebäude, das Ayaka nicht betreten durfte. Die Behandlung ging schon seit über drei Stunden. Sie hielt sich die Ohren zu und konnte nicht mehr vor Ungewissheit klar denken. 'Bestimmt leidet sie mindestens genauso wie er, allerdings vor seelischem Schmerz.' dachte sich der Rothwardone mitfühlend, der seitdem mit ihr im Schnee wartete. Endlich öffnete sich die Tür; einer der Heiler des Tempels kam raus, um vom Zustand des verwundeten Mannes zu berichten. Nishi stürmte auf den Mediziner zu: ''Wie geht es ihm? Bleibt nicht wie angewurzelt dort stehen! Sagt schon!'' ''J…Ja, natürlich. Ich kann euch beruhigen, der Zustand des Bretonen ist wieder stabil. Noch hat er zwar Fieber, aber seine Blutung ist gestoppt. Eine Woche im Bett und er wird wieder bei bester Gesundheit sein.'' Sofort rannte sie zum Bett, in dem Tristan lag. Er schlief. Sein Gesicht war entspannt, er atmete wieder normal. Ayaka fiel ein Stein vom Herzen; wieder rutschte sie auf den Hosenboden und fing an zu weinen, doch diesmal aus Erleichterung.
Sie setzte sich neben ihn hin und legte ein feuchtes Tuch auf seine Stirn, um sein Fieber etwas zu lindern. Hin und wieder überprüfte sie seine Temperatur und wechselte das Tuch durch ein kaltes aus. Sie blieb die ganze Zeit bei ihm und hielt seine Hand.
Mitten in der Nacht wachte Tristan auf. Ihm ging es wieder besser. Er hatte einen Traum, in dem eine schöne, junge Frau mit violettem Haar ihn pflegen würde und stellte nun lächelnd fest, dass das auch in der Realität so war. Ayaka war auf ihrem Stuhl eingeschlafen und in ihrer Hand hielt sie noch ein kaltes Tuch. Leise, sprach der Magier einen Zauber, um etwas wieder zu Kräften zu kommen. Vorsichtig nahm er sie in den Arm und legte sie in das zweite Bett und deckte sie zu. Tristan nahm sich das Tuch und legte sich selbst wieder in sein Bett und hörte dabei, wie Ayaka im Schlaf 'Tristan' murmelte.
Ayaka wachte früh auf und sah gleich nach Tristan, der allerdings schon seit langem in einem Buch las. ''Guten Morgen, Ayaka.'' ''...Guten Morgen... Sagt, wie geht es Euch?'' ''Sehr gut, dank deiner Fürsorge. Du musst mich nicht in so einem höflichen Ton ansprechen, kannst mich auch gerne duzen.'' ''Oh, natürlich! Ähm, ich meine, na klar!'' sie war froh, ihn wieder wach zu sehen. ''Das Buch hier… Du heißt also Nishi?'' ''Ja, ich weiß es auch erst seit gestern.'' Ayaka erzählte ihm, was in ihrer Vergangenheit geschehen war. 'Langsam verstehe ich alles… Sie ist also vom Schicksal bestimmt, Tamriel zu retten.' dachte er sich. ''Niemals wieder wollte ich, dass ich jemanden aus Rachsucht umbringe, doch ich glaube, als ich vor fünf Tagen in der Höhle beim Arrius-See war, habe ich genau das gemacht und dabei habe ich diese 'Kraft' benutzt…'' ''In diesem Punkt bist du ganz anders, als ich...'' flüsterte Tristan zu sich selbst. ''Wie?'' ''Ach nichts… Da fällt mir gerade ein: meinen Namen kennst du ja noch nicht: Coldheart.'' ''Coldheart? Ich finde, du bist ganz warm!'' witzelte die junge Bretonin und beide mussten lachen.
''Ich werde dann einmal unser Frühstück machen! Isst du eigentlich Fleisch?'' ''Nein, schon seit langem nicht mehr.'' ''Ich auch nicht.'' lächelte sie ''Dann habe ich es einfacher, dir etwas zuzubereiten!'' Ayaka ging in die Küche und bereitete Tristan ein nahrhaftes Essen vor. Danach sah der Raum allerdings aus, wie im Stall. ''Entschuldigt, Herr Koch, aber könntet ihr das für mich aufräumen? Ich muss zurück ins Krankenzimmer!'' Widerwillig machte sich der Chef der Cuisine ans Werk.
''Hier, bitte, ich hoffe es schmeckt! Leider bin ich nicht so ein guter Koch wie du.'' ''Ich finde, es schmeckt herrlich! Lange habe ich nicht mehr so gut gegessen.'' Ayaka strahlte, als sie Tristans Zufriedenheit sah. Als sie zusammen frühstückten, fragte sie sich, warum er überhaupt solche Wunden hatte 'Wie er sich die zugezogen hat? Er hätte es sicherlich schon erzählt, wenn er es wollte. Dann bleibt das wohl ein Geheimnis… Hauptsache, es geht ihm gut!'
Eine Woche war vergangen und Tristan fühlte sich wieder so stark, dass er Bäume hätte ausreißen können. Martin kam in den Raum und bat Ayaka, ihn mit Tristan unter vier Augen zu lassen. Sie verließ den Raum. Eine Stunde verging und beide Männer kamen aus dem Zimmer. ''Gut, Ayaka, ich hoffe Ihr seid bereit für ein kleines Abenteuer in Miscarcand?''
''Miscarcand? Ist das eine Ayleiden-Ruine, Martin?'' ''Ja, das ist sie. Ich habe im Mysterium Xarxes herausgefunden, dass man zum Öffnen eines Portals, den großen Welkynd-Stein, den es nach Erzählungen nur in Miscarcand gibt, braucht. Tristan hat sich bereit erklärt, Euch zu begleiten, damit Ihr Euch nicht wieder, wie ein kleines Mädchen fürchtet.'' ''Heißt das… Es gibt dort Geister?...''
Ayaka und Tristan machten sich zur Ayleiden-Ruine Miscarcand auf, um den großen Welkynd-Stein zu finden. Unterwegs redeten die beiden: ''Du hast tatsächlich Angst vor Geistern?'' ''Ja… Weiß auch nicht warum.'' ''Wahrscheinlich wegen ihren Stimmen, die lassen jedem das Blut in den Adern gefrieren.'' ''Kann sein… Bei mir dann besonders…'' Ayaka war bedrückt, doch Tristan versuchte sie aufzuheitern: ''Keine Angst, ich werde dich beschützen!'' ''Hm, danke!'' Und sie fing wieder an zu lächeln. Während der Reise begegneten sie vielen Banditen und Goblins, doch für die zwei Kämpfer waren sie nur Aufwärmübungen. In der Ruine angekommen, bemerkten sie die grünen und weißen, leuchtenden Kristalle, die an den Wänden hingen. ''Wie wunderschön!'' Ayaka war entzückt von der Schönheit der Steine, jedoch immer noch verunsichert wegen der Geister, die sich hier aufhielten. ''An deine Schönheit kommen sie aber nicht ran.'' bemerkte Tristan. Ayaka errötete: ''D… Dan… ke...'' sie vergaß alles um sich herum, als sie ihm in seine blaugrauen Augen schaute. Tristan beugte sich langsam zu ihr und Ayaka schloss die Augen. Bevor sich ihre Lippen jedoch berührten, spürte Ayaka ihr den verhassten kalten Schauer und sie rannte zurück zur Tür: ein Geist störte die beiden. Tristan war sauer: ''Scheiß Gespenst!'' und nur Sekunden später war die Kreatur vernichtet. ''Ayaka, du kannst wieder herkommen! Ich habe ihn vernichtet!'' rief er ihr zu. ''G… Gut.''
Sie liefen, ohne etwas zu sagen, nebeneinander die Gänge entlang. Ayaka war das verdammt peinlich: 'Sicherlich ist mein Gesicht so rot, wie die Tomaten Skingrads! Dieser dumme Geist!... Warum er wohl nichts sagt? Ich kann ihm nicht ins Gesicht sehen!…' Die Reise verlief weiterhin ohne ein Gespräch. In einem großen Raum angekommen, bemerkte Tristan ein helles Leuchten: ''Ayaka, schau mal! Der große Welkynd-Stein, wir haben ihn! Die zwei waren überwältigt von der magischen Kraft, die von dem Stein ausging. Bevor der Magier den Stein in eine Tasche packen konnte, griffen plötzlich mehr als ein dutzend Düstergespenster, die schlimmste Sorte von Geistern, an. Sie waren gekommen, um den Kristall vor den Dieben zu beschützen. Tristan kämpfte mutig gegen die unnatürlichen Geschöpfe, doch es waren einfach zu viele. ''Ayaka, du musst mir helfen!'' Die Bretonin hatte sich bereits hinter einer Statue versteckt. Tristan wusste, dass es zwecklos wäre, sie von dort wegzuholen, also fing er an einen Zauberspruch aufzusagen. Hinter ihm näherte sich unbemerkt schon das nächste Ungeheuer, das schon zu einem vernichtenden Schlag ausholte. Ayaka reagierte schnell, um Tristan zu retten. Sie blockte den Angriff ab, so wie sie es im Tempel gelernt hatte, griff mit einem Konterangriff an und rettete Tristan vor weiteren Wunden. ''Ayaka du hast dich gegen Geister gewehrt!'' ''Ich... kann es... selbst noch nicht… glauben…'' stotterte sie.
Nachdem sie die Angriffswelle erfolgreich abgewehrt hatten, gingen sie den Weg zurück. ''Der Stein muss über dreißig Kilo wiegen. Ein faszinierendes Werk der Ayleiden!'' ''Schaffst du das auch? Immerhin wurdest du schwer verletzt… Und das meinetwegen... Entschuldige!'
Re: Charakter-Hauptgeschichten
masami - 27.12.2007, 22:22
''Das waren doch nur ein paar Kratzer. Kein Problem! Ich finde es viel beeindruckender, dass du deine Angst besiegen konntest!'' ''Hehe! Danke!'' lächelte sie verlegen. ''Als ich sah, wie das Gespenst auf dich losging, musste ich einfach reagieren, schließlich bist du… Na ja, ich musste einfach! Was war das übrigens für ein Spruch, den du aufsagen wolltest?'' ''Nichts besonderes… Nur um die Geister von uns fernzuhalten…'' 'Andauernd weicht er meinen Fragen aus… Aber das macht ihn ja gerade so attraktiv!' dachte Ayaka mit einem Grinsen im Gesicht.
Teil XI Die Fürstin der Träume und die Opfergabe
An einem sonnigen Plätzchen, an einem See angekommen, rasteten die zwei, um sich zu erholen. Ayaka behandelte Tristans Wunden vorsichtig, während sie im Schatten eines großen Baumes saßen. 'Ich hätte ihm in der Ruine eher helfen sollen… Sein Körper ist voller Narben… Sicherlich ist er schon eine ganze Weile als Krieger unterwegs.' dachte sie sich und wurde wieder traurig. Tristan sah in ihr Gesicht und sagte: ''Ist nicht schlimm, ich habe nämlich schon so einiges hinter mir.'' Der Wind wurde kühler und die Blätter des Baumes unter dem sie saßen raschelten. Ayaka wurde wieder heiter: ''Ich mag solche friedlichen Momente, auch wenn sie nur kurz sind.'' ''Du bist ziemlich friedliebend und trotzdem ziehst du in den Kampf. Warum?'' Sie schaute verlegen auf den Boden: ''…Ich habe jetzt Menschen um mich, die ich beschützen möchte. Das geht dir doch sicherlich genauso?'' ''Ja, hast recht…'' Er lächelte, nahm ihre Hand und schaute ihr in das schöne, helle Gesicht, das sich langsam errötete und küsste sie auf ihre Lippen…
Die Reise zurück dauerte zwei Tage. Es war bereits Mitternacht, als sie ankamen. Im Wolkenherrscher-Tempel gab Tristan den großen Welkynd-Stein Martin. ''Sehr gut gemacht! Jetzt können wir nach dem nächsten Gegenstand suchen. Ruht euch aus, dann könnt ihr weiter.'' Tristan schaute zu Ayaka: ''Okay. Kommst du mit nach draußen, Ayaka?'' ''Gerne.'' antwortete sie lächelnd. Sie setzten sich auf das Dach des Tempels und beobachteten die Sterne, die am klaren Himmel leuchteten. ''Das erinnert mich irgendwie an unser erstes Treffen.'' ''Stimmt...'' ''Damals habe ich nicht verstehen können, warum du einer dir völlig fremden Person von deiner Mission erzählst, aber ich denke, ich weiß nun warum. Du hast mir vertraut, schon vom ersten Augenblick an.'' ''Hmm, ich weiß nicht, ich habe noch nie darüber nachgedacht… In deiner Nähe fühle ich mich immer sicher und es ist so, als ob mein Herz vor Glück zerspringen würde. Kannst du hören, wie es schlägt?'' Er schloss die Augen und lauschte dem Klopfen ihres Herzens.
Am Frühstückstisch offenbarte Martin den zweiten Gegenstand: ''Wir brauchen das Blut eines Daedrafürsten, um einen Schritt weiter zu kommen.'' ''Und wo sollen wir das Blut herbekommen?'' fragte eine Klinge neugierig. ''Ganz einfach. Überall in Cyrodiil, sind Schreine von Daedrafürsten versteckt. Wir brauchen nur ein Artefakt des Daedra, somit hätten wir auch sein Blut.'' ''Gut. Ich erledige das!'' ''Tristan sollte dich wieder begleiten, Ayaka. Und nicht nur deiner Sicherheit wegen!'' zwinkerte ihr Mai zu. ''O…Okay!'' stotterte die Bretonin.
Gegen Mittag brachen sie auf. ''Auf der Karte, die ich von Martin bekommen habe, sind einige Schreine verzeichnet. Jetzt müssen wir nur noch entscheiden, zu welchem wir gehen.'' ''Wie wäre es mit Vaerminas Schrein? Hört sich gut an. Ich muss nämlich zur Kaiserstadt und dort jemanden treffen.'' ''Kaiserstadt…? Würde es dir etwas ausmachen, alleine dorthin zu gehen?'' ''Nein, ich verstehe schon deine Abneigung gegen diesen Ort. Dann gehst du zum Schrein und ich zur Stadt. Sobald ich meine Geschäfte erledigt habe, komme ich dir nach!'' ''Okay, danke! Bis dann!'' ''Bis dann!'' Tristan machte sich auf den Weg zur Hauptstadt und Ayaka zu Vaerminas Schrein.
Dort angekommen, begegneten ihr die Schreinanhänger sehr misstrauisch. Ein Dunkelelf kam auf sie zu und fragte sie: ''Was sucht Ihr im Schrein Vaerminas?'' ''Ich wünsche die Fürstin zu sprechen.'' begegnete Ayaka dem Dunmer entschlossen. ''Wenn Ihr sie sprechen wollt, müsst Ihr einen Schwarzen Seelenstein opfern. Wenn Ihr sonst nichts zu tun habt, verschwindet!''
'Ich habe keinen Seelenstein und schon gar nicht einen Schwarzen und wie man solche herstellt, weiß ich auch nicht… Halt, ich hatte doch mal etwas darüber in einem Buch gelesen!' Sie holte ein Buch aus ihrer Tasche und blätterte darin. Nach über zweihundert Seiten fand sie das, wonach sie gesucht hatte: ''Da ist es: Wie und wo man einen Schwarzen Seelenstein herstellt! Hm, hier steht, man muss zunächst einen normalen Großen Seelenstein haben. Diese kauft man am besten in den Magiergilden… Gut, dann gehe ich nach Cheydinhal.''
Auf dem Weg dorthin, begegnete sie einem alten Mann, der schweigend an einem Baum saß. Sie stoppte und sprach ihn an: ''Entschuldigt, mein Herr. Kann ich Euch irgendwie helfen?'' Der Mann schaute hoch und antwortete ihr mit seiner alten Stimme: ''Oh, so eine hübsche Bretonin. Ihr erinnert mich an meine Tochter. Sie reiste viel umher, doch leider habe ich seit langem nichts mehr von ihr gehört. Nun suche ich nach ihr, könntet Ihr mich bis Vatahcen begleiten? Sie wurde dort zuletzt gesehen. Meine alten Knochen schaffen es nicht mehr allein.'' ''Natürlich, kommt, ich helfe Euch hoch.'' ''Danke, ich bin schon seit zehn langen Jahren auf der Suche nach ihr. Sie wartet in der Höhle auf mich.'' 'Zehn Jahre?... Der arme Mann. Sicherlich ist seine Tochter schon…!' Sie kamen in der Höhle an und durchsuchten sie. Viele Goblins und Ratten erschwerten ihre Reise, doch Ayaka konnte die Angriffe erfolgreich abwenden. In einem dunklen Bereich der Höhle, war ein großes Gitter um zwei Skelette errichtet worden. Der alte Mann durchsuchte die verbliebenen Knochen, die dank dem Schlamm erhalten geblieben waren. Eine Träne floß über sein verschrumpeltes Gesicht: ''Das ist der Ring meiner kleinen Nerine und ihr Mann liegt neben ihr. Nerine…!''
Ayaka grub mit einer Schaufel, die sie in der Nähe des Zaunes gefunden hatte, ein Grab für das Ehepaar. Der alte Mann betete und legte ein Eisernes Schwert auf den Boden. ''Damit du auch im Jenseits weiter kämpfen kannst, Nerine…''
Immer noch mit bebender Stimme, wollte der Mann sich bei Ayaka für den Schutz bedanken ''Ich danke Euch, dass Ihr mich alten Narren begleitet habt. Gerne würde ich Euch einen Wunsch erfüllen, doch leider habe ich nicht viel Geld, ich bin nur ein alter Mystiker.'' ''Ein Mystiker? Beherrscht Ihr auch den Seelenfallen-Zauber?'' ''Ja, natürlich, dass ist der erste Zauber, den ein Mystiker erlernt. Soll ich ihn Euch beibringen? Dann könnt ihr noch den Wiederherstellungszauber lernen, den ich selbst entwickelt habe.'' ''Das wäre großzügig, danke!'' Es dauerte nicht lange und Ayaka beherrschte die Zauber perfekt. ''Noch nie habe ich jemandem diese Zauber so schnell beibringen können. Ihr seid sehr talentiert als Magierin. Hier, noch ein kleines Geschenk, ein Großer Seelenstein. Ich hoffe Ihr werdet eine sorgenfreie Reise haben.'' ''Vielen Dank! Das war es, was ich noch für die Mission brauchte!'' Sie verabschiedeten sich und Ayaka ging weiter Richtung Osten.
Sie schaute noch einmal in ihr Buch. 'Wo kann man nun den Seelensteine verzaubern… Ah, im Dunklen Spalt! Ist gar nicht so weit weg von hier!'
Es war bereits mitten in der Nacht, als Ayaka ankam. Dabei bemerkte sie den Strahl, der auf einen Altar schien. ''Da ist er ja! Und der Strahl auch. Sehr gut!'' 'Aber… überall sind Leichen und Blut! Waren das Totenbeschwörer? Ich untersuche das später, erst einmal muss ich einen Schwarzen Seelenstein erschaffen!' Sie legte den großen, leeren Seelestein in den Opfertisch und wendete den Zauber, den sie vom alten Mann gelernt hatte, an. Ein Schwarzer Seelenstein wurde geschaffen. 'So,… und nun schaue ich mich hier mal um.' Sie betrat die Höhle; wo sie nur hinschaute waren verkohlte Leichen. Die Wände und der Boden waren voller Blut und der Gestank des verbrannten Fleisches war nicht auszuhalten. ''Was ist hier passiert?'' Die Körper die vom Feuer verschont blieben, waren, wie es schien, von einem Tier mit Krallen zerfetzt worden. ''Wolfsspuren… Wolf?'' Ayaka holte den Rappenkurier, den sie aus Cheydinhal hatte und immer noch in ihrer Tasche steckte, raus. 'Kann es sein… Diese Leichen waren auf jeden Fall Mitglieder der Dunklen Bruderschaft. Dann stimmt der Artikel doch?! Aber nicht nur von der Dunklen Bruderschaft. Hier liegen Totenbeschwörer und Agenten der Mythischen Morgenröte!' Trotz des Tuches, den sie sich gegen Mund und Nase hielt, war die Fäulnis zu stark. Sie rannte aus den dunklen Gängen und eilte durch die Tür nach draußen. ''Ist mir schlecht…!'' 'Ich sollte das Martin und den anderen berichten, sobald ich meine Mission erledigt habe.'
Ayaka reiste zurück zum Schrein Vaerminas und opferte den Schwarzen Seelenstein. Die große Statue begann zu sprechen…
''So sehen wir uns also wieder, Fremde. Denn ob Ihr es wisst oder nicht, wir haben uns schon einmal gesehen. Wenn Ihr im Schlaf redet, dann sprecht Ihr zu mir. Wenn Ihr schweißgebadet erwacht, habt Ihr gerade mein Haus verlassen. Ich lebe in Euren Träumen. Ich ergötze mich an Euren Träumen. Nun werdet Ihr mir dienen. Der Zauberer Arkved hat Vaerminas Kugel, aus den Träumen meiner Anhänger entführt und in die wachende Welt gebracht. Reist zu seinem Turm und bringt mir meine Kugel wieder. Aber seid vorsichtig, Sterblicher. In meiner Kugel hat Arkved mehr gefunden, als er erwartet hatte.''
Die Sonne ging wieder auf und der Tag erstrahlte golden. Ayaka erreichte den Turm und öffnete die Tür zum Eingang ins Innere. Die Gänge waren durch die Fackeln an den Wänden beleuchtet. Der erste Raum, den die Bretonin betrat, war ordentlich aufgeräumt. Es gab Stühle und einen großen Esstisch, mit Besteck und Gläsern. 'Das ist ja mal eine Überraschung. Eine saubere Festung.' dachte sie sich, doch als sie durch die nächste Tür ging, wurde sie sofort wieder enttäuscht: Überall hingen Spinnweben. ''Wenigstens keine Feinde…'' sagte sie zu sich, als sie durch ein Netz hindurch musste, doch auch ein Xivilai ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem sie den blauen Riesen mit drei gezielten Schwerthieben niederstreckte, betrat sie das nächste Zimmer; dieses schien jedoch leer zu sein. ''Scheint nichts besonderes zu sein… Waah!'' Eine Gabel fiel senkrecht von der Decke und hätte Ayaka beinahe getroffen. ''Was… Das wird ja immer merkwürdiger! Ein Tisch, der an der Decke steht!?''
Eine riesige Höhle, in der man seine eigene Hand nicht mehr sehen konnte, mit einer schmalen Brücke, stellte alles vorherige in den Schatten. Hätten die Feuerstellen die Überführung nicht beleuchtet, wäre es für Ayaka unmöglich gewesen, weiter zu reisen. Vorsichtig ging sie weiter, bis sie eine Abzweigung erreichte. ''Wohin jetzt?'' seufzte sie. Sie atmete tief ein und entschied aus dem Bauch heraus. ''Nach links!'' Am Ende der Brücke, war eine kleine Holztür. Sie öffnete sie und sah riesige Baumwurzel ähnliche Pflanzen, an denen Flechten wuchsen. Ayaka wollte die Pflanzen untersuchen, als drei Clannfear angriffen. Ihre Attacken kamen schnell und gezielt. Die junge Frau hatte große Probleme die Angriffe, die von allen Seiten kamen, abzuwehren. Nach einem langen Kampf lagen die Kreaturen schließlich auf dem Boden. Sie rastete kurz, um ihre Wunden zu verbinden und entschied sich dann, die Treppe, die in der Halle war, hochzugehen. Wieder musste sie eine Tür öffnen. Der Gang, der dahinter war, war voller Blut und Skelettteile. Sie hörte schwere Schritte auf sie zukommen. Hastig schlich sie zurück zum Tor, versteckte sich dahinter und wartete auf den Feind. Es waren zwei Frost-Atronachen. ''Sind die schön…!'' schwärmte die Bretonin. Einer der Atronachen bemerkte sie jedoch und griff sie mit einem Eis-Zauber an. Sie wich dem Angriff aus, indem sie sich zur Seite rollte. Die Gegenattacke erfolgte rasch und schon nach wenigen Sekunden wurden die zwei eisblauen Geschöpfe besiegt. 'Warum muss böses immer so schön sein?' dachte sich Ayaka klagend.
Der Daedroth, der im nächsten Zimmer lauerte, war kein Problem. Das, was die Bretonin allerdings überraschte, war das riesige Mobiliar. Sie setzte sich auf den großen Eichenstuhl, nahm den Surille-Brüder-Wein, der auf dem monströsen Tisch stand, und rief ''Zum Wohl!'' und musste dabei herzlich lachen. Ayaka folgte dem Gang in die nächste Kammer. Die Daedra, die dort auf einen Gegner warteten, wären keine Herausforderung, wäre da nicht auch noch ein Zauber-Stein gewesen, der Frost-Zauber auf sie schleuderte. Ihre Wunden, die sie aus dem Kampf gegen die Clannfear hatte, fingen wieder an zu bluten, als sie der Stein mit seiner Magie traf. Sie taumelte, ihr wurde schwarz vor Augen, sie hatte bereits viel Blut verloren. 'Hätte ich doch nur den Wiederherstellungszauber angewendet!' dachte sie sich, während sie versuchte, den Attacken auszuweichen. Der Xivilai setzte zum finalen Schlag an, als Tristan in den Raum stürmte und die blaue Kreatur niederstreckte. Er trug Ayaka auf seinen Armen zurück in den Gang. ''Ayaka, wie geht es dir?'' fragte Tristan besorgt. ''Geht schon…'' Sie richtete sich wieder auf und sprach leise einen Zauber; eine blaue Wolkendecke umhüllte die Bretonin. ''So, jetzt geht es mir wieder besser!'' ''Ein Wiederherstellungszauber? Wann hast du ihn gelernt?'' ''Auf dem Weg hierher. Ein alter Mann war so freundlich. Aber gut, dass du zum richtigen Zeitpunkt aufgetaucht bist! Danke!'' ''Ist doch klar!'' lächelte er. ''Gehen wir weiter.'' ''Woher wusstest du überhaupt, dass ich hier bin?'' ''Ich war beim Schrein und habe einen Dunmer gefragt. Danach ging's nach Gespür...'' ''Hast du deine Geschäfte in der Kaiserstadt schon erledigt?'' ''Ja. Ich habe nämlich einen alten Freund von mir gesucht. Er schuldete mir noch etwas, also ist er jetzt unterwegs nach Morrowind, um eine Söldnertruppe, bei der ich früher tätig war, hier nach Cyrodiil zu holen, damit sie uns beim Kampf gegen die Daedra helfen.'' ''Das ist gut. Du bist ganz schön herum gekommen. ...Eigentlich weiß ich so gut wie gar nichts über dich. Würdest du mir mehr von dir erzählen?'' Tristan wollte antworten, als sie einen Raum betraten, der voller verstümmelter Leichen war. ''Nicht schon wieder! Der Anblick im Dunklen Spalt hat mir schon gereicht!'' ''Du warst im Dunklen Spalt, Ayaka?'' fragte Tristan nervös. ''Ja, ich musste nämlich einen Schwarzen Seelenstein herstellen, um ihn Vaermina zu opfern. In der ganzen Höhle waren verkohlte und zerfetzte Körper, der Mythischen Morgenröte, Dunklen Bruderschaft und von Totenbeschwörern. Ich glaube, dass das ein Wolf war, der sie so entstellte. Hier, ein Artikel über diesen schwarzen Wolf.'' Ayaka reichte die Zeitung Tristan. Er las sie mit finsterer Mine. ''Glaubst du an diesen Wolf…?'' ''Zuerst dachte ich auch, dass das nur ein Märchen wäre, aber als ich die Spuren eines Wolfes in der Höhle entdeckte, bin ich mir sicher, dass es ihn gibt. Er hat zwar unseren Feind erledigt, aber so wie er es gemacht hat, finde ich, dass er kein Stück anders ist, als unsere Gegner!'' Tristan wurde still. Gerade, als er wieder etwas sagen wollte, griff ein Sturm-Atronach an.
Sie gingen die Tunnel weiter und keiner der beiden sprach. 'Ob ich etwas Falsches gesagt habe...?' dachte sich Ayaka betrübt. Endlich erreichten sie Arkved, der bewusstlos in einem Bett lag. Sie versuchten ihn aufzuwecken, doch vergeblich. Auf einem Tisch, in der Ecke des rötlich beleuchteten Zimmers, entdeckte Ayaka die Kugel Vaerminas. ''Ich habe sie!'' Sie verließen den Raum und gelangten sofort nach draußen. ''Was für ein verrückter Ort!'' ''Stimmt. Lass' uns zurück zum Schrein gehen.''
Am Popped See, wo der Schrein zu finden war, gab die Bretonin die Kugel Vaermina zurück. Die Fürstin der Träume sprach erneut zu ihnen:
''Ich erhalte meine Kugel zurück und Arkved wird den Rest seines Lebens, wie in einem Alptraum verbringen. Es ist verdient. Ihr habt Euch als würdig erwiesen, Sterblicher. Ihr verdient, mein Zeichen zu tragen. Auch weiterhin, erwarte ich ergötzende Träume, besonders von Euch, junger Bretone.''
Ayaka erhielt den Schädel der Korruption und war erfreut, endlich die Mission abgeschlossen zu haben, doch viel mehr fragte sie sich, was der letzte Satz Vaerminas' bedeutete. Sie schaute ihren zu Boden blickenden Freund an, der verstummt war.
Teil XII Begegnung mit dem Schwarzen Wolf
Tristan stand immer noch stumm neben Ayaka. ''Tris…?'' Ayaka wollte ihn wach rütteln, spürte aber eine abweisende Aura, die von ihm ausging. Sie schreckte zurück und entfernte sich von Vaerminas Heiligtum. Sie verstand die Welt nicht mehr. 'Was ist nur los mit ihm?' fragte sie sich immer wieder. Sie blieb für einen Moment stehen und blickte zurück zum Schrein. Sie entschied sich zurück zu gehen, doch als sie wieder ankam, war Tristan schon verschwunden. 'Wo…' ''Hey, Dunmer! Wo ist der Mann, der mit mir hier war?'' ''Ihr meint den grimmigen Bretonen? Ist mir doch egal!'' Ayaka packte den arroganten Elfen am Kragen und drohte ihm: ''Ihr sagt mir jetzt sofort, wo er hingegangen ist, oder Ihr werdet für immer in Euren Alpträumen leben!'' ''Schon gut, schon gut! Bitte! Lasst mich los! Ich sage Euch, wo er hingerannt ist! Er ist nach Westen! Genauer geht es nicht! Wirklich nicht!'' Ayaka konnte die pure Angst in seinen Augen sehen und ließ ihn zur Erde fallen. Sie rannte los, um Tristan zu suchen. 'So weit kann er noch nicht sein!' Sie sprang auf einen Felsen und erkundete die Landschaft. Nichts. Von Tristan war keine Spur zu entdecken.
In den Jerall-Bergen fiel Schnee. Ayaka kehrte schon am nächsten Tag zurück zum Tempel und übergab Martin den Stab. ''Ich lege mich zu Bett.'' sagte die Bretonin völlig erschöpft. ''Ja, natürlich. Tut das…'' 'Anscheinend ist dieser Dickkopf doch seinen eigenen Weg gegangen!' überlegte sich Martin enttäuscht. In ihrem Zimmer warf sie ihre Tasche auf den Boden und legte sich sofort in ihr Bett. Der Schnee wurde schwerer: An diesem Abend hatte es in den Bergen zum ersten Mal seit vielen Jahren geregnet.
Es war bereits eine Woche vergangen, seitdem Tristan verschwunden war. Die Klingen und andere Soldaten aus den Städten Cyrodiils, versammelten sich alle in Bruma, um die Stadt vor der drohenden Invasion zu schützen. Mai hatte in dieser Zeit viele Visionen und alles deutete darauf hin, dass das nächste große Tor, das bereits Kvatch zerstört hatte, auf dem großen Platz vor der Stadt geöffnet werden würde. ''Es ist gut, dass Gräfin Carvain unserem Vorhaben zugestimmt hat, denn sonst würde uns der dritte Gegenstand fehlen.'' ''Trotz der Unterstützung aus den anderen Städten, ist es sehr riskant, das große Tor öffnen zu lassen. Habt Ihr Euch das auch gut überlegt, Bruder Martin?'' ''Natürlich Jauffre. Solange wir diese Armee und Ayaka an unserer Seite haben, wird nichts schief gehen.'' ''Ihr habt Recht, sie ist in letzter Zeit eifrig am trainieren!''
Ayaka übte auf dem Trainingsgelände ohne Pausen an ihren Kampftechniken, die ihr die Klingen beigebracht hatten. Zwei Soldaten beobachteten sie bei der Übung ''So, und jetzt nimm das!'' sagte die Bretonin mit einem finsteren Lächeln im Gesicht. Die Männer erschraken ''Mörderblick! Mit der Strohpuppe möchte ich nicht tauschen!'' ''So jung, und schon Angst einflößend! Ist das gruselig!'' Ayaka hielt inne und drehte sich zu den Männern: ''Möchten die Herren mich in einem kleinen Übungskampf testen?'' ''Nein, danke! Wir haben noch zu tun!'' antworteten beide synchron. ''Schade, vielleicht ein andermal?'' ''W-Wir haben schon lange nichts mehr gegessen, wir sollten frühstücken gehen!'' ''G-Genau! Frühstücken!'' Und die Soldaten verschwanden. 'Merkwürdig, es ist doch bereits Mittag?… Na ja, ich sollte auch etwas essen!' Ayaka ging in den Speisesaal und setzte sich an den Tisch.
Gerade als sie einen Apfel essen wollte, betrat Martin den Raum und ging auf sie zu. ''Ayaka, ich möchte Euch um etwas Wichtiges bitten!'' ''Natürlich! Worum geht es?'' ''Ich weiß, dass Euch das bedrücken wird, aber Ihr müsst Tristan finden.'' ''Ihr wisst, wo er steckt?'' Der Stuhl auf dem sie gesessen hatte, fiel um und der Apfel den sie in ihrer Hand hatte, rollte die kleine Treppe hinab. ''Es ist nur eine Annahme, aber ich denke, das Tristan in der Kaiserstadt ist.'' ''Wie kommt Ihr auf diese Vermutung?'' ''Er… Er interessiert sich sehr für Magie, und die Geheime Universität ist die Hochburg für alle Zauberer in Cyrodiil. Ihr solltet Eure Suche dort beginnen. Sprecht am besten Raminus Polus an. Er weiß sicherlich, wo Tristan Coldheart steckt.''
Ayaka startete noch am selben Tag die Suche nach ihrem verschollenen Freund. Keine einzige Kreatur wagte sich in die Nähe der Frau; die destruktive Ausstrahlung konnte man schon von weitem spüren. Ayaka selbst wusste nicht wie sie sich fühlen sollte. Sie war froh, endlich einen Anhaltspunkt zu haben, doch sie war sich nicht sicher, ob er wieder mit ihr zurückkehren würde. Sie stoppte kurz und schaute in den wolkenlosen Luft: ''Wird schon schief gehen…'' seufzte sie und ging weiter. Die Sonne schien den Boden zu berühren, als Ayaka in der Kaiserstadt ankam. Sie ging direkt zur Universität und durchschritt die Tür zum Turm des Erzmagiers. In der Eingangshalle fand sie einen Mann vor, der in einem Buch las. Seine Kleidung verriet ihr, dass er ein Magier war und sie sprach ihn an: ''Entschuldigt bitte, ich Suche nach einem Herren namens Raminus Polus. Könntet Ihr mir weiterhelfen?'' ''Ihr sprecht mit ihm. Wie kann ich Euch helfen?'' ''Sehr gut!'' freute sie sich ''Bruder Martin hat mich geschickt. Er vermutet, dass sich hier ein gewisser Tristan Coldheart aufhält. Sagt Euch der Name was?'' ''Tristan?...'' Raminus schwieg für eine Weile. 'Irgendetwas muss er wissen!' dachte sich die Bretonin und fragte den Schweigenden erneut: ''Bitte, wenn Ihr einen Hinweis habt, verratet ihn mir!'' Der Zauberer sah den Kummer in Ayaka und konnte nicht mehr still schweigen: ''Nun gut, ich werde es Euch sagen; Tristan müsste sich noch in der Kaiserstadt aufhalten.'' ''Danke!'' Sie stürmte sofort los, doch Raminus hielt sie noch in der Tür auf. ''Ihr solltet wirklich nicht nach ihm suchen… Seine Vergangenheit… Er wird euch nur noch mehr Kummer zufügen!'' ''Mag sein, aber ich kann nicht mehr zurück. Ich danke Euch trotzdem für Eure Hilfe!'' Sie verbeugte sich kurz und verschwand in Richtung des Weißgoldturms. Die Nacht verdunkelte die Gassen des Tempelbezirks, doch der Mond hüllte die Straßen in ein mysteriöses Licht. Ayaka durchstreifte jede einzelne Straße des Gebiets, doch sie fand keine Spur von Tristan. Plötzlich ertönte ein Schrei, der aus der nächsten Straße kommen musste. Sie lief auf ihn zu. Die Wolken verdeckten langsam den Trabanten und es wurde stockfinster. In einer dunklen und engen Gasse fand sie einen toten Körper, der vor kurzem ermordet worden war. Irgendwas beugte sich über die Leiche. Die Wolken zogen weiter und der Vollmond verriet die wahre Gestalt des schwarzen Umrisses; ein Wolf- ein schwarzer Wolf, der sich über den Leichnam gebeugt hatte und sich nun mit dem Kopf zu Ayaka drehte. Sie starrten sich gegenseitig an. Sein wunderschönes Fell reflektierte den Mondschein; sie konnte nicht anders als stehen zu bleiben und den Wolf ansehen. Nur Sekunden vergingen, doch für sie vergingen Stunden. Die entfernten Rufe und Schritte, die währenddessen zu hören waren, kamen immer näher; um die Ecke rannten Wachen an, die den Schrei des toten Mannes gehört hatten. Ayaka erwachte aus ihrer Trance und wandte sich den Männern zu, die auf sie zukamen, ihre Fackeln erhellten die Straßen, die voller Blut waren. Einer der Wachen fragte sie, ob sie in Ordnung sei; sie drehte sich sofort wieder um, doch der schwarze Wolf war verschwunden.
Nach der Zeugenaussage, ging Ayaka in den Elfengartenbezirk um nachzudenken. Sie hatte in dem Wolf etwas Vertrautes gespürt, etwas das sie bereits kannte, doch sie schreckte davor zurück, weiter nachzuforschen. In ihrem Inneren spürte sie, das sie dann auf ein Geheimnis stoßen würde, das fest zugeschlossen bleiben sollte.
Teil XIII Die Entführung und das gleißende Licht
Nach dem nächtlichen Streifzug durch die dunklen Gassen suchte Ayaka im Turm des Erzmagiers Raminus Polus auf, um ihm eine Nachricht von Martin zu überbringen. ''Seid Ihr in Ordnung? Habt Ihr etwas gefunden?'' ''Nein... Nicht wirklich. Entschuldigt mich jetzt, ich möchte mich ausruhen.'' ''Natürlich, aber wenn Ihr wollt, könnt Ihr in den Magiergemächern übernachten. Es können zwar nur Anhänger der Magiergilde die Universität betreten, aber Ihr seid privilegiert.'' ''Gerne.'' Sie blieb drei weitere Nächte in der Kaiserstadt, in der Hoffnung, den Wolf wieder zusehen. Währenddessen trainierte sie ihre Heilerfähigkeiten, um im Kampf besser vorbereitet zu sein. Vergebens wartete sie und so verließ sie den Ort gen Norden. Auf dem sandigen Weg zurück kam die Bretonin an einem Lager vorbei, das ihr Interesse weckte. Es war voller verbrauchter Hämmer und überall lagen leere Metflaschen herum. An der warmen Feuerstelle konnte sie erkennen, dass es erst vor kurzem verlassen wurde. Die vielen Fußspuren, Ayaka erkannte, dass es vier Personen gewesen sein mussten, führten in die Richtung von Bruma. Hinter ihr hörte sie ein leises Atmen, jemand beobachtete Ayaka, seitdem sie im Lager eingetroffen war. ''Wenn Ihr etwas zu sagen habt, kommt raus, wer immer Ihr auch seid, oder Ihr erlebt den nächsten Tag nicht mehr!'' Sie zog Dornenklinge halb raus, als ein Argonier, der sich hinter einem Felsen versteckt hatte, erschien. ''Entschuldigt vielmals, dass ich nicht vorher in Erscheinung trat, aber ich musste mich vergewissern, dass Ihr auch die richtige Person seid, nach der ich suchte.'' ''Wer seid Ihr?'' ''Ich bin Amusei, Anhänger der Diebesgilde, jedoch bin ich diesmal nicht im Auftrag vom ehrenwerten Graufuchs unterwegs.'' ''Wer schickt Euch dann zu mir?'' ''Tristan Coldheart. Ich soll Euch eine Nachricht von ihm überbringen.'' Die Echse überreichte ihr das Stück Papier und sofort öffnete Ayaka mit einem erwartungsvollen Gesicht den Umschlag: 'Ich komme bald wieder zu dir zurück. Zur Verteidigung von Bruma und zu deinem Schutz, hatte ich Amusei nach Morrowind geschickt, um die Söldnertruppe 'Nordklaue' zur Hilfe zu holen. - Tristan Coldheart' ''Mehr gibt es nicht?'' ''Nein, tut mir Leid, Herrin.'' Sie blickte zu Boden, aber dennoch war sie erleichtert. ''Sind die Söldner schon auf dem Weg nach Bruma?'' ''Ja, das hier müsste ihr Lager gewesen sein.'' ''Ich danke dir Amusei, für deine Mühe. Falls du Tristan wieder begegnen solltest, dann richte ihm bitte aus, dass ich auf ihn warten werde. Gib ihm noch bitte diesen Beutel.'' ''Sehr wohl Herrin.'' Der Argonier verschwand wieder hinter einem Felsen. Ayaka entschied den Abdrücken zu folgen, um 'Nordklaue' einzuholen. Lange Zeit ging sie den Spuren nach, bis es anfing zu regnen und sie verwischten. 'War ja selbstverständlich, dass es ausgerechnet heute anfangen muss!...' ärgerte sie sich und ging in die nächstgelegene Unterkunft.
Die Stimmung war ausgelassen. Die vielen Gäste feierten den Geburtstag eines Jungen und drängten ihn Bier zu trinken, der weigerte sich jedoch strikt. Ayaka ging zum Tresen und bestellte sich zu Essen und zu Trinken: ''Eine Flasche Tamikas Wein, Brot, Käse und eine Tomate, bitte.'' ''Kommt sofort, junge Dame! Soll ich gleich daraus ein Sandwich machen?'' ''Das wäre nett, danke…'' ''Kanera.'' ''…Kanera! Heute ist sehr viel los. Sind die Leute immer so, wenn sie etwas zu feiern haben?'' ''Nein, nur bei diesem Jungen. Er ist nämlich etwas besonderes.'' ''Was denn?'' fragte Ayaka erstaunt ''Meint Ihr etwa seine Frisur?'' Die Barkeeperin musste lachen: ''Nein, ich meinte, dass er keine Zaubersprüche anwenden kann, dafür trainiert er jedoch sehr hart, um wenigstens mit dem Schwert besser zu sein, als jeder andere! Die Menschen hier bewundern ihn für seine Ausdauer und darum freuen sie sich, aber teilen auch sein Leid mit ihm.'' Ayaka schaute rüber und versank in Gedanken. ''Hier, bitte, Euer Brot und der Wein.'' ''Danke!'' Während sie ihr Abendbrot zu sich nahm, kamen finstere Figuren in die Herberge. Sie bestellten sich Biere und nahmen in einer dunklen Ecke Platz. 'Es sind fünf Männer…' bemerkte Ayaka. Stunden vergingen und die dunkle Gruppe schien etwas ernsthaftes zu bereden. Ayaka hatte sie in der ganzen Zeit heimlich beobachtet; sie hatte eine unheilvolle Vorahnung. Die tödlichen Blicke verrieten ihr, dass sie von der Dunklen Bruderschaft sein mussten und der letzte Auftrag war nicht allzu lang her. Plötzlich standen die Männer auf und gingen alle vor die Tür. Die Bretonin folgte ihnen; sie öffnete die Tür nach draußen, doch in der Dunkelheit war niemand.
In den kalten Jerall-Bergen wurde sie von den Klingen herzlich empfangen. Martin saß in der großen Halle an einem Tisch, auf dem viele aufgeschlagene Bücher lagen. Er begrüßte Ayaka, als er seine Aufmerksamkeit von einem Wälzers lösen konnte, während sich die alte Eingangstür wieder schloss: ''Willkommen zurück! Doch… wie ich sehe, hattet Ihr bei Eurer Suche keinen Erfolg.'' ''Nein, leider nicht… Eure Nachricht habe ich Raminus Polus übergeben.'' ''Danke, das war unbedingt notwendig für die weiteren Schritte. Ruht Euch nun aus, ich habe nämlich eine weitere Aufgabe, die Eure Kräfte benötigt. Am Fuße dieses Berges beobachten unsere Soldaten immer wieder herumschleichende Schatten in der Morgen- und Abenddämmerung. Da wir wenige Männer im Tempel sind und die Soldaten aus den anderen Städten ihr Lager in Bruma aufgeschlagen haben, brauchen wir Eure Hilfe. Kümmert Euch bitte um dieses Problem.'' ''Natürlich. Aber sagt; ist hier noch keine Söldnertruppe namens Nordklaue eingetroffen?'' ''Nein.'' Martin blickte verwundert ''Meint Ihr etwa die, bei der Tristan tätig war?'' ''Ja. Sie müssen sich wohl verlaufen haben…'' In der Abenddämmerung ging sie runter zu den nahe gelegenen Runensteinen, die unter schneebedeckten Nadelbäumen versteckt waren. Sie waren der erste Anhaltspunkt. Die Symbole auf den Steinen glühten in einem giftigen grün. Neugierig, untersuchte sie die Steine genauer; der magische Energie konnte man nicht widerstehen. Gerade als die Bretonin etwas Interessantes entdeckt zu haben glaubte, spürte sie nur noch einen heftigen Schmerz auf ihrem Hinterkopf und fiel bewusstlos zu Boden.
''Wo… bin ich hier…?'' Ayaka wachte in einem dunklen und kalten Raum, gefesselt auf dem Boden liegend auf. ''Endlich bist du wach, du verfluchtes Miststück!'' grinste einer der fünf Männer, die sich vor ihr versammelt hatten. 'Das sind die Männer aus der Taverne!' Der Gedanke schoss ihr sofort durch den Kopf, als sie die dunkle Kleidung sah. '' Na, Kleine, jetzt bist du in unserer Gefangenschaft. Aber freu dich schon einmal auf das Opfer, denn das darfst du sein!'' Sie fauchte den Kaiserlichen an: ''Opfer? Das glaubt aber auch nur Ihr! Lasst mich sofort frei, oder das war eure letzte Tat, als Mitglieder der Dunklen Bruderschaft!'' Der Dunmer in der Gruppe lachte hämisch: ''In deinem Zustand drohst du uns? Mein blutiges Messer wartet schon, eine junge, schöne Frau aufzuschlitzen!'' Der Hochelf, der zwar ruhig, aber dennoch hochnäsig zu ihr schaute, erklärte ihr die Situation: ''Das du weißt, dass wir Sithis dienen, wird dir nichts nützen, denn unser Auftraggeber erwartet dich bereits in seinem Paradies!'' ''Mankar Camoran?!'' ''Langsam wird mir das Spielchen langweilig, schlagen wir sie wieder nieder und bringen sie zu Camoran! Unterwegs können wir mit ihr ja noch ein wenig unseren Spaß haben!'' Der nach Blutdürstende Dunkelelf wollte mit der Rückseite seines Schwerts auf Ayaka einschlagen, als ein Pfeil, der ein gleißendes Licht von sich gab, während er durch das Zimmer schoss, die finstere Gruppe blendete und die Hand des Dunmers durchbohrte. ''Ver… Verflucht, meine Hand! Welches Schwein war das?!'' Vier Gestalten, alle bewaffnet und kampfbereit, tauchten hinter einer Mauer auf: ''Gut gezielt, Evunn. Und nun zu euch: Lasst das Mädchen frei!'' Die Mörder waren vom Angriff immer noch geschockt: ''Wer seid ihr verdammten Bastarde?!'' ''Da ihr jetzt sterben werdet, ist es unnötig zu verraten wer wir sind. Macht euch bereit, Nordklaue!'' ''Sehr wohl, Chef!'' 'Nordklaue?!' Ayaka war überrascht. Die Söldnertruppe brauchte nicht lange die fünf Männer zu töten. Mit den präzisen Pfeilattacken des Waldelfs- er war fast so groß wie ein Nord- den sie Evunn nannten, wurden zwei der fünf Attentäter sofort niedergestreckt. Die Ebenholzpfeile durchdrangen ihre Schädel und das Blut spritze meterweit. Schweiß floss den Hilfe schreienden Meuchelmördern über die Stirn, als die roten Tropfen ihre Gesichter erreichten. Sie versuchten zu fliehen, doch der Dunmer der Söldner stellte sich blitzschnell vor die Assassine und fragte mit tiefer und Angst einflößender Stimme ''Wo wollt ihr hin?'' Der Rothwardone, der Anführer von Nordklaue, näherte sich mit seiner Kriegsaxt: ''Hoffentlich wird euch das jämmerlichen Gestalten eine Lehre in eurem nächsten Leben sein.'' Mit nur jeweils einem mächtigen Hieb, schlug er die drei Sithis-Angehörigen nieder. Der Nord, der lange blonde Rasterlocken besaß und mit einem Claymore bewaffnet war, war enttäuscht: ''Ich wollte auch meinen Spaß!''
''Solche Idioten! Wie konnten sie es wagen, die schönste Bretonin, die ich je gesehen habe, zu entführen? Ich hoffe, es geht Euch gut Mylady. Mein Name ist Feanor.'' Der gut aussehende junge Dunmer mit den kurzen weißen Haaren, befreite Ayaka aus den Fesseln, half ihr hoch und küsste sie auf ihre Hand. ''Ein echter Kavalier! Ihr seid also die Söldnertruppe Nordklaue?'' ''Genau, und Eure Schönheit verrät mir, dass Ihr die bezaubernde Ayaka sein müsst, die wir beschützen sollen. Auch ohne Tristans Bitte wäre ich sofort zu Euch geeilt, um Euch zu retten.'' ''Hört doch schon auf.'' lächelte Ayaka verlegen. ''Stimmt, sonst wird Tristan kommen und dich in die nächste Welt befördern, Feanor! Übrigens, mein Name ist Hirad, freut mich Euch kennen zu lernen!'' stellte sich der Nord vor. ''Ich sollte mich dann auch vorstellen; ich bin der Anführer der Söldnergruppe Nordklaue, Marek. Das ist Evunn, unser Schütze.'' ''Freut mich ebenfalls, euch alle kennen zu lernen! Sagt, wie habt ihr mich gefunden?'' ''Wir waren auf dem Weg zum Tempel, als Evunn- unser Waldelf hat wirklich eine brauchbare Spürnase!- an den Runensteinen Blutflecke entdeckte. Die Tropfen führten bis in diese Ayleidenruine. So sind wir auf die Spur von Euch gekommen.'' erklärte Hirad, der ein lustiger Zeitgenosse zu sein schien. ''Ich danke euch vielmals für eure Hilfe!''
Marek schlug vor, die Ruine zu verlassen und zum Wolkenherrscher zurückzukehren, um Ayakas Kopfwunde zu versorgen und über das Unheil, das immer näher kam, zu sprechen.
Teil XIV Die Vorahnung- Anfang vom Ende
''Hatschi! Ist das kalt hier! Wie haltet Ihr es in dieser leichten Rüstung aus?'' fragte Hirad Ayaka. ''Ich bin sehr anpassungsfähig. Das Wetter macht mir nichts aus, solange es kein Schneesturm ist.'' ''Also wenn ich Euch ansehe, ist mir eigentlich immer heiß!'' grinste der Dunmer. ''Feanor ist mal wieder in seinem Element!'' lachte Marek. ''Wir sind endlich angekommen, Ihr solltet nun Eure Kopfwunde behandeln lassen!'' ''Danke!'' Die Söldner setzten sich an einen großen Eichentisch und Ayaka ging zu Martin in die Bibliothek. Das Zimmer war klein und man konnte nur mit schwerer Mühe bis zur hinteren Wand- wegen der vielen Bücher, die überall herumlagen- gelangen. Der Priester las wie immer in einem Buch und konnte sich erst davon lösen, als Ayaka unabsichtlich einen Stapel Bücher umstieß. ''Ihr seid zurück? Was habt Ihr über die Spione herausgefunden?'' ''Es waren nur Mitglieder der Dunklen Bruderschaft. Ich war unvorsichtig; sie haben mich gefangen genommen, indem sie mir auf den Kopf schlugen; wenn Ihr so gütig seid?'' ''Natürlich. Haltet Euren Kopf bitte angewinkelt. Meine Gemahlin beherrscht diesen Zauber allerdings besser.'' Martin hielt seine Hände über die Wunde und begann die Blessur zu heilen. Der dunkle Raum, der nur von einer mickrigen Kerze beleuchtet wurde, erstrahlte in einem hellblauen Licht. ''Erzählt bitte weiter, was ist mit den Mördern passiert?'' ''Leider war ich zu schwach, um mich von den Fesseln zu befreien. Die Sithis-Anbeter waren Verbündete von Mankar Camoran.'' ''Dann ist meine Sorge berechtigt. Unsere Feinde sind trotz der Verstärkung in der Überzahl... Wie habt Ihr Euch befreien können?'' ''Kurz bevor sie mich erneut niederstrecken wollten, kam Nordklaue dazwischen und retteten mich. Sie warten in der Eingangshalle, wenn Ihr bitte zu ihnen möchtet.'' ''Das werde ich... Meine Frau hatte mich gebeten, Euch zu sagen, dass Ihr sie in ihrem Zimmer aufsuchen mögt.'' Die Bretonin ging wieder die Treppen hoch. Baurus stand vor der Zimmertür der Kaiserin und bewachte sie mit Argus' Augen. Als er Ayaka erblickte, war er erfreut: ''Wie ich sehe, seid Ihr wieder zurück und wohl auf, Herrin.'' ''Ja, das verdanke ich größtenteils Eurem Unterricht. Baurus, ich möchte zu Mai. Könnt Ihr mich bitte durchlassen?'' ''Ganz, wie es Euer Wunsch ist.'' lächelte der Rothwardone, ging ein Schritt zur Seite und öffnete die Tür.
''Mai, seid Ihr hier?'' Die zukünftige Kaiserin saß entspannt am Fenster und meditierte. Die Bretonin wartete bis sich Mai umdrehte und sie begrüßte: ''Wie geht es dir, Ayaka?'' ''Danke, es geht mir besser! Sagt, warum wolltet Ihr mich sprechen?'' ''Ich muss dich auf die Zukunft vorbereiten,… nein, nicht nur ich. Ich habe eine kleine Überraschung für dich. Ich denke, sie wird dir sehr gefallen! Setzten wir uns hin.'' Die Kaiserliche lächelte und legte ihre Hände, auf die der Kriegerin. ''Gut, entspann dich jetzt, ich möchte dir eine Vision zeigen, die ich vorhin erhielt.'' Ayaka schloss ihre Augen. Zeit verstrich, sie sah nichts anderes als ein schwarzes Bild und hörte nur das Ticken der Glasuhr, die neben der Kommode stand und das Zwitschern der Weißschneevögel, die in dieser Jahreszeit auf Nahrungssuche für die Jungvögel waren. Ayaka wurde ungeduldig: ''Mai?...'' ''Ist schon gut, konzentriere dich…'' Wieder schloss sie ihre Augen und diesmal glaubte sie ein Bild zu erkennen. Erst undeutlich, dann immer klarer. Sie war in einem hellen Raum, nichts außer ihr schien dort zu sein bis sie eine sanfte Stimme hörte: ''Ayaka?'' Die Bretonin drehte sich um und sah zwei Menschen; eine bildhübsche Bretonin mit rotem Haar und einen gut aussehenden, starken Bretonen mit blauem Haar. Ayaka stand regungslos da und konnte nicht fassen, wen sie da vor sich sah. Die rothaarige Frau sprach weiter: ''Wie groß du geworden bist! Ich freue mich, dass du zu einer jungen, starken und wunderschönen Frau herangewachsen bist. Aber ich weiß, dass dich immer noch Sorgen quälen.'' ''Du darfst nicht zurückschauen, spüre das hier und jetzt .'' erklärte der Bretone. ''Bereue deine Entscheidungen nicht und führe ein erfülltes Leben...'' Die schöne Bretonin näherte sich Ayaka und küsste sie auf die Stirn ''…meine kleine Tochter!'' ''Mutter...?'' ''Es wird Zeit, gehen wir Ayaka. Und du, meine Kleine, vergiss niemals, was wir dir gesagt haben.'' ''… Wartet!'' Ihre Eltern verschwanden in dem blendenden Licht.
Ayaka öffnete wieder die Augen. ''Bist du in Ordnung?'' fragte Mai besorgt. ''Ich… Ich weiß es nicht…'' ''Ist schon gut, ruhe dich aus, wenn du möchtest.'' Ayaka schaute noch zu Boden und überlegte. Plötzlich fiel ihr das Buch ein, in dem ihre Vergangenheit beschrieben wurde. 'Vielleicht…' ''Mai, würdet Ihr mir bitte einen Zauber beibringen, mit dem man andere heilen kann? Martin erwähnte, dass Ihr eine gute Heilerin seid.'' ''Ja,… Natürlich. Dafür sollten wir aber raus gehen, da wir im Einklang mit dem Wind sein müssen.''
Die Kälte war eine gute Voraussetzung, um den Kopf von Überflüssigem zu befreien. Die zwei Frauen setzten sich in den frischen Schnee und atmeten eine Stunde lang gelöst die kühle Luft ein und aus. ''Jetzt solltest du bereit sein, andere heilen zu können. Warte…'' Mai schnitt sich mit einem Dolch, der in ihrem Stiefel versteckt war, in den Finger. ''Versuche nun, die Wunde zu heilen.'' ''Ver…standen!'' Ayaka hielt ihre Hände über die blutende Schnittstelle. Sie konzentrierte sich und ihre Hände wurden von einem blauen Nebel umhüllt. Die Wunde verblasste. ''Gut so, du hast es gescha… Was?! Fängt es schon an?'' Ein heftiges Beben unterbrach den Unterricht. Kein Stein war noch auf dem anderen. Mai zog ein beunruhigendes Gesicht: ''Schnell, wir müssen sofort zurück zum Tempel!'' ''Was ist denn los?'' ''Es hat angefangen, Ayaka! Die großen Tore werden in Kürze geöffnet!''
''Hat es bereits begonnen, Mai?'' ''Ja, Martin, leider früher, als meine Visionen mir prophezeit hatten. Klingen, ruft alle Truppen zusammen und bereitet euch auf eine Schlacht vor, die die Geschichte Cyrodiils verändern wird.'' ''Sehr wohl, Kaiserin!'' Marek kam hervor und bot sich an: ''Nordklaue stehen euch zu Diensten, Kaiserin.'' ''Sehr gut! Ayaka, du solltest dich ebenfalls zum Kampf rüsten. Wir werden in zwanzig Minuten aufbrechen.'' Ayaka ging in ihr Zimmer und packte alles nötige zusammen. Sie zog sich eine neue Rüstung an- eine Leichte, wie es schon immer war-, säuberte und schärfte Dornenklinge und machte sich schließlich mit den letzten Hoffnungen Tamriels zur Kapelle des Talos auf. Die Gräfin von Bruma und ihr Leibwächter Burd warteten bereits in der Kapelle. Narina Carvain schaute mit einer ernsten Miene: ''Ich hoffe, Ihr habt Euch das gut überlegt. Ich setzte die Sicherheit dieser Stadt und seiner Bürger nur widerwillig auf's Spiel. Ich erwarte einen Sieg über die Daedra!'' Martin ergriff das Wort: ''Natürlich. Die Verstärkung aus den anderen Städten und die der Söldner wird uns unseren Sieg sichern.'' ''Sorgt Euch bitte nicht, verehrte Gräfin. Solange uns Mutter Dibella und Vater Akatosh leiten, wird unserer wunderbaren Welt nichts geschehen. Wir sollten uns nun auf das noch reine Schlachtfeld begeben.'' Als sie die Kapelle wieder verließen, jubelten die Einwohner der verschneiten Stadt der zukünftigen Kaiserin zu: ''Heil, Mai Septim!'' Die allerdings beachtete nicht die Rufe der Städter. Mai war bereits mit ihren Gedanken beim Kampf gegen die Bestien, die noch auf sie warteten. Nordklaue begleitete die junge Bretonin. Die drückende Stimmung wurde Feanor langsam Leid: ''Keine Sorge, Ayaka. Ich werde dich beschützen!'' ''Feanor, wie kannst du in so einer Situation noch an das eine denken? Sogar mir ist die Lust zum scherzen vergangen!'' fuhr ihn Hirad an. ''Beruhigt euch. Wir haben schon öfters ohne Pause kämpfen müssen. Einmal mehr wird uns nicht umbringen.'' Marek klärte die Lage mit seiner ruhigen Art.
Die Gruppe von mindestens fünfzig Männern schritt durch das Stadttor, als die Erde wieder zu beben begann. ''Wir müssen uns beeilen!'' Je näher sie der Ebene kamen, desto rötlicher wurde der Himmel. Auf dem großen Platz angekommen, war bereits das erste Oblivion-Tor zu sehen. Die Soldaten wurden unruhig; Mai musste etwas unternehmen und stellte sich vor die Soldaten und Krieger und hielt eine Ansprache. Jeder hörte ihr aufmerksam zu: ''Soldaten von Cyrodiil! Das, was wir heute tun, entscheidet darüber, ob das Kaiserreich steht oder fällt. Wollen wir zulassen, dass die Daedra Bruma das gleiche antun, was sie Kvatch angetan haben? Wollen wir zulassen, dass sie unsere Häuser anzünden? Unsere Familien ermorden? Nein! Wir werden uns ihnen entgegenstellen. Heute! Jetzt! Für ganz Cyrodiil! Wir müssen standhalten, bis die Heldin von Kvatch ihr großes Tor zerstört hat. Wir müssen alles töten, was aus diesem Höllenschlund herauskommt. Soldaten von Cyrodiil! Steht ihr zu mir? Steht ihr zu eurer Heimat?'' Die Männer waren begeistert von der Rede. Jeder schrie den Namen der Stadt, aus dem er kam. Es wurde jedoch immer angespannter. Die Temperatur, die vom glühenden Tor ausging, erhöhte sich rapide. Alle schauten nervös, jedoch jederzeit kampfbereit auf das Portal und erblickten schließlich die ersten Daedra.
Teil XV Der große Siegelstein
Ein Daedroth schleuderte einen Soldaten Leyawiins meterweit weg. Seine blutigen Knochen, die wegen des kraftvollen Hiebes der Kreatur brachen und dabei aus der Haut fuhren, ließen das Blut in den Adern der anderen Krieger gefrieren. Die, die auch nur kurz dem Gegner den Rücken zudrehten waren bereits des Todes. Zahlenmäßig war der Feind stärker. Der anfängliche Mut verschwand allmählich aus den Gesichtern der Männer und Frauen. Es musste schnell etwas getan werden. Die zukünftige Kaiserin reagierte: ''Ayaka, sobald das große Tor geöffnet wurde, stürmst du rein! Wir geben dir bis dahin Rückendeckung! Gebt euer Bestes Männer!'' ''Jawohl!'' Das zweite Tor öffnete sich. Es wurde noch wärmer und erdrückender. Wieder wurde einer nach dem anderen getötet. Ayaka konnte die Horden nur schwer zurückhalten; sie selbst hatte sich bereits schwere Wunden aus einem Kampf gegen mehrere Sturm-Atronachen zugezogen. 'Wenn jetzt keine Verstärkung kommt, wird es, nachdem das dritte Tor geöffnet wurde, unmöglich werden die Schlacht zu gewinnen!' dachte sich die erschöpfte Bretonin. ''Ayaka, geht es Euch gut? Eure Wunde! Ihr solltet sie heilen!'' ''Schon gut, Marek. Um mich selbst zu heilen, brauche ich meine ganze Konzentration, doch dafür habe ich jetzt keine Zeit!- Passt auf!!!'' Eine Daedra-Spinne feuerte Blitze auf die Beiden ab. Sie wichen den Strahlen aus und streckten das achtbeinige Tier mit jeweils einem Schlag nieder. Ayakas Wunde blutete stärker als zuvor; die blauen Blitze hatten sie noch gestreift. ''Ihr solltet sofort die Wunde heilen! Ich werde Euch solange beschützen!'' ''In Ordnung…'' Sie legte ihre hellblau leuchtende Hand auf ihren Bauch und fing an, sich zu regenerieren. Marek fing die Angriffe der Clannfear und Xivilai ab, doch er war bereits umzingelt: ''Langsam werden es zu viele! Seid Ihr wieder bei Kräften?'' ''Ich bin gleich fertig! Nur noch-'' ''Ayaka, hinter Euch!!!'' Ein Dremora stand hinter der ungeschützten Bretonin. ''Verbeugt Euch vor mir!'' Er holte sofort zum Schlag aus; sein daedrisches Claymore richtete sich direkt gegen ihr Herz. In ihren Augen spiegelte sich die immer näher kommende Schwertspitze wider. ''Ayaka!!!''
''Aaargh!'' Ein Feuerball ließ den Dremora das Schwert aus der Hand fallen und zu einem Häufchen Asche werden; kurz bevor die Kreatur seine Bewegung zu Ende führen konnte, wurde sie durch den starken Zauber gestoppt. ''Aber,... Diese Stimme…?'' Ayaka war in dem Moment voller Angst und Hoffnungen zugleich. Sie drehte sich um und sah am Himmel jemanden auf sie zukommen. Es war ihr eine sehr vertraute Person, auf die sie lange gewartet hatte. ''Tristan?!'' Aus dem Rücken des Bretonen ragten zwei schwarze Flügel. Seine Handbewegung verriet, dass er derjenige war, der den Dremora tötete. Er landete etwas abseits des Schlachtfeldes und die Flügel, die ihn durch die Lüfte trugen, verschwanden. Mit ihm kamen mehrere Kampfmagier aus der Geheimen Universität, unter ihnen Raminus Polus. Er rannte sofort zu Ayaka. ''Ayaka, wie geht es dir?'' ''…G… Gut…'' ''Ein Glück!'' Ein Seufzer der Erleichterung stieß aus dem Bretonen heraus. Ayakas Sicht wurde verschwommen. Sie umarmte ihn stürmisch. '' Wie geht es dir? Wo warst du nur?'' ''Ayaka… Es tut mir Leid…'' ''Ich bin so froh, dass du zurück gekommen bist!'' ''Ja.'' lächelte er, ''Aber wir stehen hier mitten auf dem Kampffeld, du solltest schnell deine Wunde zu Ende heilen.'' Sie gingen etwas abseits vom Schlachtfeld. Marek und die anderen Mitglieder der Nordklaue rannten auf die Bretonen zu. ''Tristan, es ist gut, dich wieder zu sehen!'' sagte der Anführer der Söldnertruppe erleichtert. ''Ja, freut mich ebenfalls. Aber nun sollten wir uns wieder dem Feind zuwenden.'' ''Wartet! Ich muss noch ein sehr wichtiges Thema ansprechen, bevor wir wieder in den Kampf ziehen!'' ''Was gibt es, Hirad?'' schaute Tristan fragend. ''Nun… Feanor hat sich an Ayaka rangemacht, mein Guter!'' grinste Hirad belustigt. ''So einer schönen Frau kann doch kein echter Mann widerstehen!'' antwortete der Dunmer mit einem sehr ernsten Ausdruck. ''Seit wann bist du denn ein echter Mann, mein Kleiner?'' lachte der Nord. ''Seit ich deine Windeln wechseln muss, mein Riesenbaby!'' antwortete Feanor giftig. ''Das wollen wir mal sehen! Fäuste hoch!'' ''Kannst du haben!'' Eine Wutfalte machte sich auf dem Gesicht des Bretonen bemerkbar. ''Ruhig Blut, Jungs!'' seufzte Marek und versuchte, die beiden Streithähne auseinander zu bringen. ''Ich bin wieder in Ordnung, Tristan.'' meldete sich Ayaka, indem sie seinen Ärmel leicht zog, zurück. ''Sehr gut.'' lächelte Tristan erneut und nahm ihre Hand. ''Machen wir diese Missgeburten Oblivions fertig!''
Die zusätzliche Unterstützung war ein Geschenk Kynareths. Die Daedra aus dem ersten Tor wurden nach kurzer Zeit besiegt und die aus dem zweiten wurden auch immer weiter zurückgetrieben. ''Gut so, treibt sie in die Enge!'' schrie ein Kampfmagier. Gerade als die Soldaten dachten, sie hätten alles im Griff, öffnete sich das dritte Tor. Nun drehte sich wieder das Blatt um. ''Verflucht, wieso kommen da immer mehr raus?!'' Feanor war entnervt. ''Ich trete denen gleich so richtig in den Ar- was ist das?!'' Die Soldaten und die Daedra kamen ins Schwanken als die Erde bebte. Das große und somit letzte Tor schoss aus dem Boden heraus und schleuderte einen Bravil-Soldaten und einen Clannfear hoch in die brennende Luft. ''Nein, noch eine dieser gewaltigen Maschinen…!'' Ihre Stimme zitterte, als Mai die daedrische Kriegsmaschine, die unaufhaltsam in die Richtung des Ausgangs zog, hinter dem Tor erkannte. ''Ayaka… Ayaka! Los, stürm sofort in das Oblivion-Tor und hol dir den großen Siegelstein noch bevor diese Höllenmaschine unsere Welt betreten hat! Beeil dich!'' ''Verstanden!'' Ayaka ging sofort los. ''Warte Ayaka, ich begleite di- Verdammt! Geht mir aus dem Weg ihr verfluchten Ratten!'' Über ein dutzend Daedra umzingelten Tristan. ''Tristan!!!'' ''Schon gut, ich pack das hier schon, schnapp du dir den Siegelstein, ich komme nach, sobald ich hier fertig bin!'' Die Bretonin schaute zuerst besorgt, doch dann war sie voller Zuversicht: ''Gut!'', und sie betrat die Hölle.
Die junge Kriegerin war nun in Oblivion. Die unendliche Hitze war nicht auszuhalten. ''Gut, dass ich ein paar Tränke gebraut habe!" Sie trank einen speziellen Trank, den sie im Wolkenherrscher gebraut hatte. Er half ihr gegen die hohe Temperatur und erhöhte zudem ihre Schnelligkeit. "Jetzt aber schnell, bevor diese Maschine das Tor überschreitet!" Sie setzte ihren Weg unbeirrt fort, doch als in ihre Richtung und bereits in Angriffsposition Sturm-Atronache, Daedraspinnen, Clannfear und ein Dremora-Kynval rannten, versteckte sie sich sofort hinter einem Felsen aus erkalteter Lava. "Verdammt und jetzt?! So schaffe ich es niemals rechtzeitig zum Siegelstein!" Sie versuchte verzweifelt eine Lösung zu finden, doch Ayaka fiel unter dem enormen Druck nichts ein. Als sie gegen den Felsen vor Wut und Verzweiflung trat, fiel ihr aus der Tasche ein Trank, den sie ebenfalls im Tempel gebraut hatte. "Wa… Warum bin ich nicht drauf gekommen, das ist es!"
Die Daedra kamen auf den Felsen, hinter dem sich die Bretonin versteckt hatte, zu. Sie schauten sich hastig um, doch niemand, außer den bizarren Gestalten, war zu entdecken. "Wo seid Ihr?!" rief der Dremora voller Zorn. Ayaka grinste frech, als sie unter dem Chamäleonumhang an den Daedra vorbei ging. "Nun aber los!"
"Verflucht, es werden immer mehr!" Tristan war bereits völlig außer Atem, als er einem Xivilai die Kehle mit seinem Schwert durchschnitt. Aber es ging nicht nur ihm so; jeder der Soldaten war bereits am Ende seiner Kräfte. "Gebt nicht auf! Wir müssen weiter kämpfen! Wir haben noch unsere Hoffnung! Ayaka! Sie wird jeden Augenblick zurückkehren, also lasst euch nicht durch die Anzahl der Feinde niederdrücken. Kämpft!" Die Ansprache der baldigen Kaiserin erweckte neue Kampfeslust in den Kriegern: "Für Cyrodiil! Für die Kaiserin!" Mai lächelte, als sie den neuen Enthusiasmus in den Augen der Menschen um sich herum sah. Sie nahm wieder ihr Langschwert und kämpfte weiter, aber sie hielt inne, als sie einen Schatten über sich bemerkte.
Tristans Hände fingen an zu zittern "Meine Kräfte schwinden langsam… Wo ist die… Kaiserin, passt auf!!!" Ein Xivilai packte die Frau und versuchte sie mit seinen monströsen Armen zu zerquetschen. "Lass mich los, du Bestie! Aaaah!" Die Schmerzen ließen sie aufschreien. Tristan hatte keine andere Wahl. Er war der einzige in der Nähe, der sie noch retten konnte, bevor der blaue Riese sein Werk vollenden konnte. Er brauchte neue Kräfte. Ohne seine besondere Macht könnte er die letzte Hoffnung Tamriels nicht retten. Während er zu Mai rannte, verwandelte er sich vor den Augen aller in den schwarzen Wolf. Mit der neuen Energie rettete er problemlos die Kaiserin aus den Händen des Feindes. Mit seinem starken Maul, das sich mit warmem Blut füllte, biss er dem Daedra in den Hals und beendete so sein Leben. "Seid Ihr in Ordnung, Herrin?" fragte der Wolf die keuchende Frau. "J… Ja, es geht schon…" "In Ordnung, ruht Euch bitte aus, die Krieger und ich werden so lange die Daedra in Schach halten bis Ayaka zurückkehrt." versicherte Tristan und rannte zurück in die Menge. "Mai!! Wie geht es dir? War dieser Wolf nicht?!" "Martin… Ist schon in Ordnung…"
"Dieser Trank ist der beste, den ich jemals gebraut habe! Nur noch die Treppen und ich habe den Stein!" Ayaka freute sich dermaßen, dass sie nicht bemerkte, dass die Wirkung des Tranks bereits verschwunden war. Erst als sich ihr ein Dremora näherte, sprang sie zurück und zückte Dornenklinge. Mit nur einem Schwerthieb streckte sie den Feind nieder und rannte zum Siegelstein. Als sie vor ihm stand, dachte sie nur noch an die Wiedersehensfreude mit Tristan. Sie griff in den glühenden Strahl und nahm den großen Siegelstein an sich. Wieder durchgleißte ein helles Licht den Raum und schon wenige Augenblicke später befand sie sich wieder auf dem Schlachtfeld vor Bruma. Das große Oblivion-Tor war zerstört. Ayaka hatte es geschafft. Sie erkundete kurz den Platz: es lagen viele Leichen beider Seiten im Schnee, doch sie sah zu ihrem Glück keine ihr vertraute Person bei den Toten. Es wurde noch gekämpft, doch auch der letzte Daedra war schnell besiegt. Sie schritt langsam durch das Feld, vorsichtig an den Toten vorbei. Da hörte sie in der Ferne, die ihr so vertraute Stimme; "Es tut mir Leid…" "Das war doch Tristans Stimme?" dachte sich Ayaka. Sie ging freudig auf die Soldaten, wo sie auch Tristan vermutete, zu. Doch an ihrem Ziel verschwand ihr Lächeln, als die den schwarzen Wolf erblickte. Antik
Teil XVI Das Leben und seine vielfältigen und farbigen Seiten
"Ayaka, du bist zurück!" Die Kaiserin, die hinter der Menschenmenge hervortrat, war unsagbar froh, als sie die Bretonin mit dem großen Siegelstein im Inventar erblickte. Die Soldaten jubelten und Martin und Mai umarmten sich und Ayaka. Einige blieben jedoch ernst. Trotz des Sieges dieser Schlacht schwebte immer noch eine dunkle Wolke über den Köpfen der erschöpften Menschen. Ein Mann sprach es nun aus: "Was wird mit diesem Mörder geschehen? Ich glaube, ich spreche für die Meisten hier, dass wir seine sofortige Hinrichtung fordern!" Die Kaiserin ergriff schnell das Wort: "Er hat einen Namen -Tristan-, nun, seine Taten dürfen nicht ungestraft bleiben, deshalb sollte er vorerst unter Arrest gestellt werden. Doch wir dürfen auch nicht vergessen, dass er für dieses Land, für die Bürger dieses Landes, eine sehr große Hilfe war. Über sein Schicksal wird nach diesem Krieg entschieden. Doch nun sollten wir zurück zum Tempel. Tragt die Verletzten und bereitet alles für die Toten vor!" Tristans Hände wurden gefesselt und von mehreren Wachen abgeführt. Ayaka stand da und bewegte sich nicht. Marek ging zu Ayaka und versuchte sie zu trösten: "Keine Sorge, das alles hatte seinen Grund, und alles wird auch wieder geregelt. Wir sollten auch zurück."
"Wo ist er?" "Ayaka, Ihr solltet Euch beruhigen." sagte der etwas ratlose Baurus. "Nein! Wo ist er?" "Die anderen Wachen haben ihn in ein Zimmer gesteckt und um dieses Zimmer herum sind mindestens ein dutzend Soldaten, aber ich denke dennoch nicht, dass Ihr zu ihm dürft." "Baurus, bitte, ich möchte ihn sehen…!" Die Bretonin ließ sich nicht abschütteln, und wollte trotz allem, Tristan sehen. In dem Moment kam Mai in die Haupthalle: "Was ist hier los?" "Kaiserin, Ayaka möchte unbedingt Tristan sehen, aber..." "Nun, dann erfüllt ihr doch bitte diesen Wunsch." lächelte sie und verschwand mit Martin nach draußen, um die Verletzten zu pflegen. Ayaka begann zu strahlen. "Puh... nun gut, folgt mir bitte." seufzte Baurus. Er führte sie bis ans Ende des Westflügels und erklärte den dort postierten Wachen, dass die Bretonin den Gefangenen auf Befehls der Kaiserin besuchen dürfe. Die Männer waren dagegen; sie waren erzürnt und konnten nicht verstehen, wieso man solch einem Monster noch eine Freude bereiten sollte- sie wollten für Tristan nur noch den Tod. "In Ordnung", brummte ein Wächter, "aber nur kurz, macht nicht zu lange, wer weiß, was dieses Tier mit Euch anstellt!" Ayaka schaute mit einem finsteren Blick zurück, die Wachen erschracken. Widerwillig ließen sie die junge Frau durch und schlossen sofort die Tür hinter ihr zu.
Nun waren sie allein. Ayaka und Tristan waren allein. Der Dunkle Magier saß nachdenklich und niedergeschlagen auf dem Bett und erhob seinen Kopf als er seinen unverhofften Besuch bemerkte und stand dann sofort auf. Er sah sie zunächst hoffnungsvoll an: "Ayaka, ich…!", doch er wusste nicht, was er sagen sollte, als er ihr in die Augen schaute. Sie sah ihn eine Weile an, sah seine Wunden, die nicht nur aus dem Kampf gegen die Daedra stammen mussten, ging zu ihm und heilte ihn mit ihren Zaubern. Tristan blickte traurig zu Boden, doch Ayaka lächelte und sagte ihm schließlich, nachdem sie fertig war, sich zum Fenster begab und rausschaute: "Ich werde immer für dich da sein." Der Bretone war überrascht diese Worte zu hören. Er dachte, sie würde von ihm enttäuscht sein, sich von ihm abwenden, doch dies war nicht so. Er schaute sie noch minutenlang mit offenem Mund an. Dann schaute er ernst, ging zu ihr und umarmte sie. Ayaka drehte sich um, genoss seine, ihr so vertraute und wohltuende Wärme, sie lächelte wieder und küsste ihn: "Egal, was passiert, ich möchte für immer deine Wärme spüren... Ich sollte gehen, bevor die Wachen hier hereinplatzen." "Ja, du hast recht... Ayaka?" "Ja?" "Ich werde für meine Taten einstehen und hingerichtet werden, doch du darfst den Mut nicht verlieren und keinen Gedanken mehr an mich verschwenden. Rette Tamriels Zukunft und komm in einem Stück zurück." Ayaka's Augen wurden starr: in ihrem Kopf huschten schreckliche Gedanken vorbei. Sie senkte ihren Blick und dachte über das Schicksal des Menschen, der ihr mehr als alles andere auf dieser Welt beudetete, nach. Was sollte sie tun, wenn die Krise vorbei war? Wie könnte sie Tristan's Schicksal, dass ihm ganz gewiss ereilen würde, abwenden? Doch sie war entschlossen. Entschlossener denn je, das Übel dieser Welt ein für alle Mal auszulöschen und für ihr Glück bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Sie verlies die Kammer und lies den Bretonen voller Sorge zurück.
Kleiner Vorgeschmack...
Teil XVII Das bunte Paradies
"Jetzt haben wir endlich alle 3 Gegenstände, die wir zur Beschwörung des Portals benötigen." Alle versammelten sich in der Haupthalle, während Martin sich darauf vorbereitete, das Portal zu Mankar Camoran's Paradis zu öffnen. Mittels Magie befestigte er die drei Gegenstände in einer bestimmten Konstellation in der Luft. "Dies könnte sehr gefährlich werden, tretet alle einen Schritt zurück!" Der Priester schloss seine Augen und begann eine Beschwörungsformel aufzusagen, die aus uralter daedrischer Magie stammte. Mitten in der Luft erschien plötzlich eine hell leuchtende glühende Kugel, die mit jeder Sekunde immer größer wurde und immer mehr die Gestalt eines Portals annahm. Ayaka schaute mit ernster, aber fest entschlossener Miene der Beschwörung zu, während sie über die vergangenen Ereignisse nachdachte. Ein lauter Knall erschreckte alle, als das Ritual vollzogen war. "Schnell, ich kann das Portal nicht lange aufrecht erhalten, geh hindurch und hole das Amulett zurück! Ayaka!" schrie Martin. Die Bretonin trat näher, ausgerüstet mit Dornenklinge und etwas Proviant, machte sie sich auf ins Ungewisse.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Fabian - 02.04.2008, 17:16
Kapitel 1: Der Anfang
Pfeile flogen durch die Luft, Menschen schrieen und von über all rannten Wachen zu dem Schwarzen Magier und der verkohlten Leiche. Doch bevor sie Tristan einkreisen konnten hatte dieser einen Unsichtbarkeits-Zauber gewirkt und floh in Richtung Geheime Universität.
Dort angekommen blieb er einen Moment stehen und bewunderte den Turm des Erzmagiers. Er hatte während seines Studiums so viel von der Uni gehört und gelesen, dass er sie einfach sehen musste. Außerdem befand sich dort Raminus sein früherer Mentor, der nun in der geheimen Universität tätig war.
Er fand ihn allein in der Eingangshalle des Turms. „Hallo Raminus, erinnerst du dich an mich?“ sprach er und wurde sichtbar. Raminus fuhr mit einem Schrei hoch, lies sein Buch fallen und wollte schon einen Blitz auf Tristan abschießen, doch dann erkannte er ihn. „Bei Talos! Erschreck mich nicht so Junge!“ „Tut mir Leid aber ich brauche deine Hilfe und ich hab´s eilig.“ Draußen hörten sie schon die ersten Rufe der Wachen, die nach ihm suchten und von den Kampfmagiern am Eingang aufgehalten wurden. „Was hast du jetzt wieder angestellt Tristan?“ seufzte Raminus „Ich helfe dir aber nur weil ich mit deinen Eltern gut befreundet war. Was willst du?“ „Sag mir was die Dunkle Bruderschaft mit dem Tod meiner Eltern zu tun hatte.“ „Wie kommst du den auf so etwas?“ fragte Raminus entsetzt. „Meine Eltern wurden von 10 Angreifern ermordet, 7 von ihnen sind tot und von diesen 7 waren 4 Mitglieder der Dunklen Bruderschaft. Also raus mit der Sprache.“ „Ich habe befürchtet, dass dieser Tag kommen würde aber wir können hier nicht reden, wir treffen uns bei Einbruch der Nacht bei der Ayleiden Ruine Vilverin nordöstlich der Kaiserstadt. Dort werde ich dir alles erklären.“
Als Tristan bei der Ayleiden Ruine Vilverin ankam, fand er zwei tote Banditen und sah eine Gestalt in Richtung Chorrol laufen. Er machte sich nichts weiter draus, setzte sich ans Lagerfeuer der Banditen und wartete auf Raminus. Dieser kam nach einer halben Stunde, völlig aufgelöst und niedergeschlagen setzte er sich neben Tristan. „Was ist den mit dir los? Ist jemand gestorben?“ fragte Tristan scherzhaft. „Ja es ist jemand gestorben und zwar der Kaiser und seine Söhne.“ Tristan fiel vom dem Hocker auf dem er saß. „Was, wann, wie?“
stammelte er. Raminus erzählte ihm was er wusste. Der Kaiser und seine 3 Söhne waren von der Mystischen Morgenröte ermordet worden und es gab anscheinend keinen weitern Thronfolger. Nieder geschlagen saßen sie am Feuer und Raminus fing an Tristan über den Mord an seinen Eltern aufzuklären. „Tristan es gibt etwas was ich dir sagen muss, es wird wohl ein ziemlicher Schock für dich sein. Deine Mutter war früher bei der Dunklen Bruderschaft, doch sie verliebte sich in ihren letzten Auftrag, in deinen Vater und zusammen flohen sie nach Evermor. Sie heirateten und du kamst zur Welt. Doch jemand aus der Magiergilde hat sie verraten und als du 10 Jahre alt warst überfielen euch die Vollstrecker der Dunklen Bruderschaft und ein paar Totenbeschwörer die sich gegen deine Eltern zusammen getan hatten. Ich habe dir nichts gesagt, weil ich gefürchtet habe du würdest einen Rachefeldzug gegen die Dunkle Bruderschaft führen aber du hast das Temperament deiner Mutter und den Verstand und die Magischen Kräfte deines Vaters. Es war nur eine Frage der Zeit bis du es herausfinden würdest.“ „Du hast Recht, ich werde einen Rachefeldzug starten. Wo finde ich die Dunkle Bruderschaft?“ „Sie finden dich, du hast heute jemanden ermordet, dass heißt einer ihrer Sprecher wird zu dir kommen. Du musst sie infiltrieren wenn du sie ausmerzen willst und ich fürchte, dass du dabei stirbst aber ich will die helfen so gut ich kann.“ Mit diesen Worten zog er ein dickes Schwarzes Buch aus seinem Mantel, auf dem Buch war Tristans Familienwappen silbern eingraviert, ein Wolf der eine Halbmondsichel anheult und eine lange stahlfarbene Katana mit einem schwarzen Griff. „Das hier ist das Schwarze Buche der Coldhearts. Du warst nicht der erste schwarze Magier aus deiner Familie, hier stehen mächtigen Zaubersprüche, Beschwörungen und Verwandlungs-Rituale drin, die deine Familie im laufe der Jahrhunderte entwickelt und gesammelt hat. Und das ist das Schwert deines Vaters, die Klinge ist mit einem starken Eiszauber belegt und heißt Valimar die Klinge des Eisdrachen.“ Voller erfurcht nahm Tristan die Erbstücke entgegen, Schnallte sich das Schwert um und legte das Buch vorsichtig in seine Reisetasche. Raminus erhob sich jetzt und Tristan tat es ihm gleich. „Nun Tristan Coldheart lass dich nicht töten und geh kein unnötiges Risiko ein.“ Sie umarmten sich kurz, dann lief sein Mentor in Richtung Kaiserstadt zurück und lies den jungen schwarzen Magier mit seinen Gedanken alleine.
Kapitel 2: Lucien und Rufio
Tristan hatte noch lange gelesen als er endlich einschlief war es schon nach Mitternacht. Er sollte nicht lange schlafen, nach einer halben Stunde schlaf fuhr er mit gezogenem Schwert hoch und sah vor sich einen Mann in einer schwarzen Robe. „Für einen Mörder schlaft ihr ziemlich gut …“ Es war einer der Sprecher der Dunklen Bruderschaft namens Lucien Lachance und er machte Tristan das Angebot sich der Dunklen Bruderschaft an zu schließen, er müsse nur einen Mann namens Rufio töten. „Das ging ja schnell“ dachte Tristan und tat so als ob er sein ganzes Leben auf diesen einen Augenblick gewartet hätte. „Rufio wird sterben.
Mein Leben der Dunklen Bruderschaft.“ Rief er und der hoch erfreute Lucien verriet Tristan wo er Rufio finden konnte. „Er hält sich in der Herberge des Schlechten Omens auf.“ Mit diesen Worten verschwand er plötzlich und Tristan beschloss noch eine paar Stunden zu schlafen bevor er aufbrach.
Als Tristan erwachte beugte sich grade ein Dieb über ihn ohne lange zu überlegen zückte Tristan die Klinge des Leidens die er von Lucien bekommen hatte und hielt sie dem Argonier an die schuppige Kehle. Dieser hielt mitten in der Bewegung inne und schluckte schwer weil er sein Ende fürchtete. Doch Tristan zog dem Argonier die Klinge nicht quer durch die Kehle sonder stieß ihn nur von sich weg und lähmte ihn mit einem Spruch. Jetzt ging er mit gezogener Katana auf den Dieb zu und nahm seine Gestohlenen Sachen wieder an sich. Er hob den Zauber auf, ließ die Spitze von Valimar aber am Hals des Gauners. „Wer bist du?“
fragte er mit kalter Stimme. „Mein Name ist Amusei, bitte Herr tötet mich nicht, ich werde euch ewig dankbar sein und stelle mich in euren Dienst.“ Stammelte er und Tristan konnte die Panik und die Angst vor dem Sterben in den Augen von Amusei sehen. „Also gut du musst nicht sterben, wenn du noch etwas, dass du von mir gestohlen hast bei die trägst, dann gib es mit. Danach kannst du gehen, ich brauche keinen Diener aber vielleicht brauche ich eines Tages deine Hilfe.“ „Natürlich, danke Herr, hier sind eure schwarzen Seelensteine Herr.“ Er zog einen Beutel aus seiner abgetragenen Lederrüstung und übergab ihn eilig an Tristan zurück. „Danke und nenn mich nicht Herr mein Name ist Tristan. Du kannst alles was du hier noch Findest mitnehmen aber ich glaube, dass der oder die jenige der diese Banditen gekillt hat, alles mitgenommen hat was Wertvoll war.“
Es war an der Zeit eines der Verwandlungs-Rituale aus seinem Buch auszuprobieren. Er streckte die rechte Hand zum Himmel, machte eine kompliziert kreisförmige Bewegung, führte die gestreckten Zeige- und Mittelfinger zu seiner Stirn und ließ sie dann in einer Schnittbewegung nach rechts heruntersausen. Dabei rief er die Worte: „Klauen der Finsternis umhüllt mich!“ Er sprühte wie ihm ein schwarzer Pelz, lange Klauern und Zähne wuchsen und er auf alle viere ging. Amusei entfuhr ein Schrei, als er den übergroßen schwarzen Wolf sah der vor einer Minuten noch Tristan gewesen war und er wollte schon weglaufen aber seine Beine wollten im nicht mehr gehorchen. Tristan heulte kurz der aufgehenden Sonne entgegen, dann rannte er los und legte in einem unglaublichen Tempo einen großen Teil der Strecke zurück.
Ungefähr einen Kilometer vor der Herberge verwandelte er sich zurück. Die Reise war ziemlich ereignislos verlaufen. Er hatte einen Wegelagerer auf einer großen Brücke in Stücke gerissen und vor einer Horde Legions-Soldaten auf Pferden geflohen. Jetzt lief er in gleichmäßigem Tempo durch die Waldlandschaft südlich der Kaiserstadt und sah schon nach kurzer Zeit die Herberge in Sicht kommen. Als er sie betrat wurde es in dem kleinen schmutzigen Schankraum still, Rufio saß an einem Tisch in der Ecke und aß gerade zu Abend. Als er Tristan bemerkte zog er einen Bogen, doch die Klinke des Leidens war schneller, flog durch den Raum und steckte in Rufios Kehle noch bevor dessen Hand auch nur in die Nähe seiner Pfeile kam. Jetzt herrschte Panik und es wurden überall Waffen gezogen, doch schon war Tristan unsichtbar, holte seinen Dolch und war auf und davon.
Er lief eine ganze Weile und wartete dann in einer windgeschützten Senke auf Lucien. Rufio tat ihm nicht leid, er war laut Lachance ein Frauen-Mörder. Doch das Entsetzen der Anderen Gäste, die weit aufgerissenen Augen des kleinen ängstlichen Jungen der mit seiner Mutter einen Tisch von Rufio entfernt gesessen hatte, machten dem schwarzen Magier zu schaffen.
Als Lucien endlich kam schlief Tristan schon wieder. Der Sprecher der Schwarten-Hand nahm in feierlich in die Dunkle Bruderschaft auf, gab ihm ein Buch mit dem Titel „Die Fünf Gebote“ und eine schwarze Rüstung und berichtete ihm von einer Zuflucht in Cheydinhal in der er sich melden sollte. Tristan lachte innerlich grimmig, Lachance konnte ja nicht ahnen welche Konsequenzen, die Aufnahme von diesem jungen Magier, für die Dunkle Bruderschaft haben würde.
Kapitel 3: Der Mörder mit Gewissen und das Mädchen
Einen Monat war Tristan jetzt in der Dunklen Bruderschaft, er hatte in dieser Zeit viele Personen für sie getötet und war schnell in ihren Rängen aufgestiegen. Weil er niemals Aufträge annahm, bei denen er Unschuldige töten musste, wurde er am Anfang noch von manchen in der Zuflucht verspottet. Doch er tötete schnell, leise und äußerst präzise und so wurde er schon nach kurzer Zeit ein sehr geachtetes Mitglied der Bruderschaft.
Das Töten machte ihm jedoch zu schaffen, im Schlaf sah er manchmal immer noch die entsetzten, weit aufgerissenen Augen seiner Opfer, aus denen langsam das Leben entwich und die es nicht fassen konnten, dass ihr Leben so abrupt endete. In manchen Nächten wachte er schweißgebadet und am ganzen Körper zitternd auf, da die Albträume von dem Tag an dem seine Eltern starben immer stärker wurden. Tristan verbrachte viel Zeit in der Kapelle von Arkay, betete dort um Verbebung für seine Sünden und beichtete einem Diener der Götter namens Martin seine Taten. Bald sollte alles vorbei sein, noch ein paar Morde und Lucien würde ihn sicher zu seinem neuen Ruhigsteller ernennen. Da Tristan seinen Letzten, vor 2 Wochen heimlich ermordet hatte, braucht Lachance einen Neunen. Dann würde er die Schwarze-Hand endlich auslöschen können und seine Eltern wären gerächt.
In der Kaiserstadt war wieder mal die Hölle los. Eine Reihe von Morden hielt die Bevölkerung in Atem. Der Rappen-Kurier berichtete von einem schwarzen Wolf der plötzlich auftauchte, seinen Opfern blitzschnell die Kehlen durchbiss und dann wieder verschwand. Und tatsächlich war Tristan wieder in der Stadt, er hatte 3 Aufträge zu erledigen. Einen grausamen Piratenkapitän der bereits seine ganze Kajüte voll blutete und eine Schutzgeld erpressende Wache dessen Körper in einem Gebüsch im Baumgarten-Bezirk lag, (der Kopf befand sich ein paar Schritte weiter in einem Blumenbeet) hatte er bereits erledigt. Jetzt hetzte er einen Skooma süchtigen Mörder namens Felian durch die Strassen und Gassen der Kaiserstadt, die der Elf anscheinend wie seine Westentasche kannte. Doch dem Wolf konnte er nicht entkommen. Tristan roch seine Angst und Verzweiflung, hörte seine verzweifelten Hilfe rufe und konnte spüren wie sich die ersten Wachen und Kampfmagier näherten. So machte er der Jagt ein Ende und sprang Felian an die Kehle. Warmes Blut floss ihm in das Maul, als er die Luftröhre des Elfen zerfetzte und in im Elfengarten-Bezirk zu Fall brachte. Während sich das schwarze Blut im Mondlicht auf der Strasse ausbreitete und die Wachen sich über die Leiche beugten, rannte Tristan bereits durch das Haupttor der Kaiserstadt in Richtung Norden.
Er war auf dem Weg zur Zuflucht und hatte sich entschieden nicht sofort zur nächsten Brücke zu laufen, sondernden noch am kühlen Gebirgsfluss der vor ihm lag etwas Wasser auf zu nehmen. Wieder in Menschlicher Gestalt lief er am Ufer entlang und hörte den friedlichen Geräuschen des Waldes um ihn zu. Plötzlich hörte er einen Aufschrei, etwas weiter vor ihm. Ohne lange zu überlegen zog er sein Schwert und fing an zu rennen. Hinter einer Flussbiegung sah er einen riesigen Troll, der auf ein bewusstloses Mädchen einschlug und sie in´s eiskalte Wasser stieß. Rasend vor Wut schoss Tristan auf den Troll zu, duckte sich unter einem Schwinger eines starken, behaarten Trollarmes durch und rollte sich nach links ab. Noch ehe sich der Troll umdrehen konnte, lag sein Kopf auf dem Waldboden und sein Blut spritzte in alle Richtungen. Jetzt warf der schwarze Magier Schwert und Tasche auf den Boden und sprang mit einem Kopfsprung in´s kalte Wasser. In schnellen Zügen näherte er sich der Frau, dessen violetter Schopf gerade unter ging. Vor sich erkannte er einen Wasserfall, er beschleunigte noch ein Mal seine Züge, holte tief Luft und tauchte. Das eisige Wasser brannte wie Feuer in seinen Augen und kühlte ihn schnell aus. Doch er hatte die Gestallt schon erreicht, riss sie an sich und sprach mit seiner letzten Luft in den Lungen einen Spruch. Schon wurden sie nach Oben getrieben und er sprang mit dem Mädchen auf die Wasseroberflächen, die ihn dank seines Zaubers trug.
Als Tristan sie am Ufer nieder legte, ihren Puls fühlte und ihre Verletzungen untersuchte, betrachtete er sie für einen Moment. Sie war eine Bretonin noch keine 20, ihr violettes, schulterlanges Haar glänzte im Sonnenlicht als wäre es aus Diamant und ihr Gesicht musste das Ebenbild von Dibella sein. Bei der Gnade Azuras, so eine Frau hatte er noch nie gesehen. Noch während er das dachte schlug sie die Augen auf, wunderschöne braune Augen in denen man sich verlieren konnte. ''Ihr seid wieder bei Bewusstsein?'' fragte er etwas unsicher. Sie antwortete nicht sondern sonder musterte ihn stumm von Kopf bis Fuß. ''Ich bin froh, dass ich den Umweg zum Fluss doch noch gemacht habe, denn so habe ich euch darin entdecken können!'' sprach er weiter und endlich sagte sie auch etwas. ''Ich danke euch mein Herr!“ hauchte sie während sie zitternd versuchte aufzustehen und gleich wieder umfiel. Sofort schossen seine Arme vor um sie auf zu fangen. ''Oh, entschuldigt bitte!'' ''Ihr solltet euch noch ausruhen. Ich werde hier bleiben, solange ihr noch zu geschwächt seid.'' Dann bemerkte er ihre Arme, die in einem merkwürdigen Winkel anstanden und sprach mit mitfühlender Stimme: ''Eure Arme sind gebrochen, stimmt´s?'' ''Ja...'' ''Gut, haltet bitte still, ich kann euch helfen.'' Tristan kniete sich neben sie hin, legte ihr seine Hände auf und wirkte den besten Heilspruch den er hatte. ''Wie habt ihr das gemacht? Vielen, vielen Dank! Wenn ihr nicht da gewesen wärt, wäre ich wahrscheinlich schon tot. Sagt, seid ihr ein Heiler?'' fragte sie kaum, dass er fertig. ''Ja, so ähnlich...“ antwortete er und wechselte schnell das Thema: “Aber ihr solltet euch setzen, da ihr noch zu geschwächt seid.'' Sie tat wie geheißen, setzte sich und schlief gleich erschöpft ein. Tristan lächelte und sprach zu sich selbst: “Dann sehen wir mal was es heute zum Abendessen gibt.“ Er zog sich die Rüstung, das Hemd und die Schuhe aus, nahm ein langes Jagdmesser zwischen die Zähne und sprang noch mal in den Fluss.
Am Abend lagen etwas abseits vom Lager der ausgehöhlte Panzer einer Schlammkrabbe und ihre Innereien. Tristan hatte das Krabbenfleisch mit Kräutern eingerieben und briet es nun auf einem Stein den er in den brennenden Händen hielt. Der Flammenhand-Zauber war äußerst praktisch. Den stinkenden Trollkadaver hatte er, mit Hilfe von einem Telekinese-Spruch, in den Fluss geschmissen. Vom Geruch des Essens anscheinend geweckt fragte das Mädchen: ''Kann ich euch irgendwie behilflich sein?'' Etwas überrascht drehte er den Kopf zu ihr um und fragte: ''Ihr seid wach? Wie geht es euch?'' ''Dank euch geht es mir super! Ich danke euch noch einmal herzlich!'' sagte sie und verbeugte sich. Jetzt musste er lachen. ''Kommt, essen wir etwas.''
Es wurde dunkel und der Mond schien aus sie herab. Die Nacht war friedlich und
der Himmel wolkenlos, man konnte gut die Sterne und sogar Sternschnuppen sehen.
Jetzt erzählte die Fremde von ihrer Mission. “Sie kennt mich nicht mal und redet schon über Dinge mit mir, die man lieber nicht einem Fremden sagen sollte. Was wenn ich ein Anhänger der Mystischen Morgenröte währe?“ dachte er doch dann erwähnte sie einen Namen den er kannte. ''Ihr sucht Martin? Ich weiß, wo er lebt. Wenn ihr wollt, begleite ich euch.'' Sie war sofort einverstanden. “Wieso vertraut sie mir.“ fragte er sich noch einmal während sie die Sterne am Himmel beobachteten und redeten. ''Es ist kühl geworden, ihr solltet euch ausruhen. Ich werde Wache halten. Hier, nehmt meine Decke, es ist kalt.'' ''Aber was ist mit euch mein Herr? Werdet ihr euch nicht unterkühlen?'' Wieder musste er lächeln. ''Keine Sorge, ich bin kalte Nächte gewohnt. Schlaft gut.'' Es sollte zum ersten Mal seit Wochen die erste Nacht ohne Albtraume von seinen Opfer oder Eltern werden.
Am nächsten Morgen weckte er sie schon für und drückte ihr eine heiße Tasse mit Kaffee in die Hand. “Tut mir leid aber wir müssen bald aufbrechen.“ Eine halbe Stunde später brachen sie nach Cheydinhal auf um Martin in der Kepelle von Arkay zu besuchen. In einer Taverne, auf halbem Weg nach Cheydinhal, kauften sie Vorräte ein. Als Tristan bezahlen wollte, viel ihm das Buch der Fünf Gebete aus der Reisetasche. Er wollte es aufheben aber die Unbekannte war schneller. ''Hier, bitte! 'Die Fünf Ge…' ?'' ehe sie fertig lesen konnte steckte Tristan das Buch in seine Tasche zurück. ''Danke! Wir sollten aber jetzt weiter gehen.'' sagte er eilig.
Kurze Zeit später, kamen sie in der Stadt an und Tristan zeigte ihr das Haus, in dem Martin lebte. ''Ich danke euch, dass ihr mich begleitet habt!'' ''Es war mir ein Vergnügen!'' Er wäre schon fast hinter dem nächsten Gebäude verschwunden, als sie ihm nach rief: ''Wie heißt ihr denn eigentlich, mein Herr?'' ''Ich heiße Tristan. Und ihr?'' ''Mein Name ist Ayaka!'' ''Ayaka…? Ein wunderschöner Name! Ich hoffe wir sehen uns wieder!''
Tristan verschwand hinter einem Haus, um sich etwas in der Zuflucht auszuruhen und seinen nächsten Auftrag abzuholen.
Kapitel 4: Die Reinigung und der Ruhigsteller
Als Tristan die Zuflucht betrat, wurde er sofort von Ocheeva empfangen: „Willkommen zurück wertes Familienmitglied. Wie ich sehe habt ihr alle 3 Aufträge erfüllt aber die Wachen sind auf die Dunkle Bruderschaft aufmerksam geworden und deshalb bekommt ihr keinen Bonus zu eurer Belohnung! Ihr sollt euch außerdem bei Lucien Lachance in der Festung Farragut melden.“ - Das ist ja mal ne nette Begrüßung.- dachte Tristan und verlies die Zuflucht gleich wieder. Als er in´s gleißende Sonnenlicht trat, kochte er vor Zorn. Er stieß einen Bettler um und machte sich auf den Weg zum Osttor von Cheydinhal.
„Warum so schlecht gelaunt Tristan?“ Er war in der Festung Farragut angekommen, einem düsteren von Skeletten bewachten Ort. „Ich bin etwas wütend, weil ich nichts als Beschwerden höre.“ „Du warst unvorsichtig, daran besteht kein Zweifel aber du bist trotzdem einer unserer besten Vollstrecker. Ich habe einen letzten Auftrag für dich und dann reden wir über deine Zukunft in der Dunklen Bruderschaft.“ Tristans Herz machte einen Moment einen Aussetzer. Er dachte schon nach der Sache in der Kaiserstadt könnte er seine Rachen vergessen konnte. „Wenn soll ich für euch töten?“ wollte er sofort wissen. „Immer mit der Ruhe, es ist nicht so einfach wie du denkst. Wir haben eine Verräter in der Bruderschaft, ihr wist was das heißt …“ Tristan musste beinahe lachen. Gerade er, der die Dunkle Bruderschaft zerschlagen wollte, bekam den Auftrag den alten Ritus der Reinigung durchzuführen und alle in der Zuflucht zu töten.
In der Zuflucht wartete wie immer Ocheeva und begrüßte ihn: „Ich grüße euch mein dunkler Bruder, habt ihr jemanden getötet? Ihr lächelt so zufrieden. Was wollte Lucien von eu… `Ah.“ Sie würde den Satz nie beenden, den Tristan hatte ihr schon einen Dolch ins Herz gerammt. Ihr warmes Argonierblut rannte in Strömen auf den Boden und als sie langsam zu Boden sackte flüsterte Tristan ihr ins Ohr: „Ich lächle so, weil meine Rache so nahe ist und jetzt entschuldige mich. Ich muss noch etwas erledigen.“ Teinaava, der in der Nähe gelesen hatte, stieß einen schrei aus als er sah wie Ocheeva sterbend zu Boden ging. „Du mieses Schwein, was hast du getan? Dafür werde ich dich töten!“ Mit gezogenem Kurzschwert ging er auf Tristan los. Der schwarze Magier wich dem schlechtgeführten Schlag von oben aus und trennte der Echse, noch während er auswich, mit einem einzigen Schnitt von links nach rechts den Kopf von den Schultern. Durch Teinaavas Schreie war jetzt die ganze Zuflucht in heller Aufregung. Schon kam Vicente Valtieri mit gezogenem Claymore um die Ecke gerannt. Einen Moment blieb er wie angewurzelt stehen, er konnte anscheinend nicht glauben was er da sah, dann rannte er mit erhobener Waffe auf seinen früheren Schutzbefohlenen zu. Dieser hob jedoch eine Hand und schoss eine konzentrierte Feuerkugel auf den Vampir ab. Der hatte keine Chance mehr auszuweichen und wurde mit voller Wucht von dem Feuerball getroffen. Das Feuer zerfraß gierig das Fleisch und die Kleidung von Vicente, während er vor Schmerzen kreischend gegen die Wand hinter ihm geschleudert wurde und zuckend liegen blieb. Gogron gro-Bolmog, Telaendril und Antoinetta Marie kamen nun aus dem Trainingsraum gestürzt und griffen in enger 3er Formation an. Gogron mit einer Axt
und Antoinetta mit einem Langschwert bewaffnet, bekamen von Talaendril, die mit gespanntem Bogen hinter ihnen stand, Rückendeckung. Tristan lächelte humorlos und lies einen Blitz auf Telaendril niederfahren. Ohne einen Laut von sich zu geben, fiel sie tot um und der Pfeil, den sie im gleichen Moment abgeschossen hatte, schlug hinter Tristan in ein Bücherregal ein. Antoinetta hob das Schwert und ging auf den Magier los. Er machte sich bereit, fegte ihre lächerliche Deckung weg und bohrte ihr die Klinge seiner Katana in den Leib. Gogron sah kurz zu ihr hinab, wie sie mit leblos in ihrem eigenen Blut lag und schickte ein Stoßgebet zu Sithis, dass er ihrer Seele gnädig sein möge. Dann warf er sich in den Kampf. Tristan duckte sich unter dem ersten Axtschwinger durch und machte eine Rolle seitwärts als schon der nächste Angriff des Orks erfolgte. - Er führt seine Kriegsaxt so schnell als wäre sie ein Kurzschwert! – dachte er entsetz. Einmal entging Tristan nur knapp einem tödlichen Schlag und zog sich eine klaffende Schnittwunde am Arm zu. Doch dann machte Gogron einen schweren Fehler, er schlug mit seiner Axt von oben herab zu, der zukünftige Ruhigsteller wich dem Angriff aus und die Waffe blieb im Boden stecken. Ehe er die Kriegsaxt wieder aus dem harten Boden herausziehen konnte, hatte ihm Tristan schon den Bauch aufgeschlitzt und seine Gedärme ergossen sich über den Teppich. Aber wo war M'raaj-Dar? Der Khajiit hatte seinen Brüdern nicht geholfen und hatte sich anscheinend unsichtbar gemacht. „Komm schon raus M'raaj-Dar ich hab nicht den ganzen Tag zeit! Es ist nichts Persönliches aber ich muss dich leider auch beseitigen.“ Er hörte eilige Schritte und sah Fußspuren im Blut, das sich in der ganzen Zuflucht ausbreitete. „Ich sehe dich Khajiit, das Spiel ist aus!“ rief er ihm nach und mit einem Aufschrei wurde M'raaj-Dar wieder sichtbar. Er rannte so schnell er konnte zum Ausgang der Zuflucht aber das laute knurren hinter ihm verriet ihm, dass er es nicht schaffen würde. Ein paar Schritte vor der Tür, riss ihn der schwarze Wolf zu Boden und durchbiss ihm die Luftröhre.
„Wie ich sehe hast meinen Auftrag ausgeführt.“ Tristan befand sich wieder in der Festung Farragut und saß, mit einem Glas von Tamikas Westebenenwein gegenüber von Lucien. „Las uns auf deinen neuen Rang und auf Sithis anstoßen.“ „Was kann ich jetzt als Ruhigsteller für euch tun ehrenwerter Sprecher?“ - Oh bei Talos ich hasse es, ihn nicht einfach aufschlitzen zu können - dachte er. „Im Moment nichts, ruh dich für eine Weile aus. Ich werde dich aufsuchen wenn ich dich brauche. Du musst mich bald zu einem Treffen der Schwarzen-Hand begleiten.“
Also stieg Tristan auf sein Pferd und ritt zur Kaiserstadt, um Raminus zu besuchen und ihm zu berichten, dass der Tag der Abrechnung bald da sein würde.
Kapitel 5: Vergangenheit und Zukunft
Wie immer wenn ihn Tristan besuchte war Raminus in der Eingangshalle des Erzmagierturms und las ein Buch. Als sich der schwarze Magier neben ihn setzte sah er ihn verwundert an.
„Ich hätte dich fast nicht wieder erkannt Tristan. Mit den schulterlangen Haaren und den Bartstoppeln siehst du richtig verwildert aus.“ „Danke für das Kompliment Raminus, ich hatte in letzter Zeit keine Gelegenheit für eine Rasur.“ antwortete dieser sarkastisch. „Aber du siehst auch nicht gut aus.“ fügte er hinzu. Raminus sah in der Tat nicht gut aus. Er war besorgniserregend bleich und nervös als fürchtete er jeden Moment angegriffen zu werden. „Die Magiergilde steckt in einer ernsten Krise. Mannimarco ist wieder da.“ Und wieder mal fiel Tristan vom Stuhl.
„Was! Woher weist du das?“ „Erzmagier Traven hat einen Spion in den Reihen der Totenbeschwörer. Wir wissen über ihre ungefähre zahlenmäßige Stärke bescheit und kennen einige Verstecke von ihnen aber das war´s dann auch schon. Wir haben keine Ahnung was Mannimarco in Cyrodiil will, wo er sich aufhält oder was er vorhat.“ Raminus redete noch eine ganze Weile über verschwundene Gildenmitglieder, Überfälle auf Magier und die Zerstörungen mehrerer Magierhäuser in der Wildnis aber Tristan hörte ihm gar nicht mehr zu. Er erinnerte sich noch genau an das letzte Mal als er den Wurmkönig gesehen hatte:
Es war ein bewölkter und regnerischer Tag. In Evermore war es friedlich gewesen und er hatte im Garten hinter dem Haus seiner Familie in einem Zauberbuch gelesen. Für einen 10 jährigen war er äußerst wissbegierig. Plötzlich war sein Vater nachhause gekommen und hatte angefangen wie wild zu rufen: „Bring Tristan hier weg Pheone, sie haben uns gefunden!“ „Nein ich lasse dich nicht zurück Dystran!“ hatte sie verzweifelt zurück geschrieen. „Es sind zu viele, rette den Jungen und vergiss nie wie sehr ich dich liebe!“ Darauf hin waren sie beide in den Garten gerannt und sein Vater hatte ihn kurzer Hand über den Zaun geworfen. „Renn so schnell du kannst zu Raminus in der Magiergilde. Sag ihm, dass “sie“ in Evermore sind und dass ich Verstärkung brauche. Hast du verstanden?“ „Ja Vater.“ hatte er damals gestottert. „Dann lauf und pass auf deine Mutter auf!“ Schon schlugen die ersten Sprüche im Garten ein. Überall brannte es. Er hörte wie sich die Wachen näherten. Dann eine Explosion, die von der Straße herhallte und die Schreie von Männern die in Fetzen gerissen wurden. Feuerkugeln und Blitze prallten am Magieschild seines Vaters ab. Ein entsetzliches Lachen, das Tristan das Blut in den Adern gefrieren lassen hatte, kam aus ihrem Haus und ein Mann in einer schwarzen Robe schritt langsam durch die Hintertür heraus. Es war Mannimarco. Hinter ihm waren fast ein Dutzend weitere Gestalten zu sehen. „Jetzt lauf schon Junge!“ rief sein Vater verzweifelt. „Und du gehst mit ihm.“ fuhr seine Frau an. Doch sie antwortete nur: „Nach 10 Jahren Ehe solltest du wissen, dass ich stur bin. Ich bleibe bei dir.“ Sie küssten sich kurz und zogen dann ihre Schwerter. Seine Mutter wandte sich ein letztes Mal zu Tristan um: „Renn so schnell du kannst zu Raminus und denk immer daran, dass wir dich sehr lieb haben.“ Als Tristan die Straße zur Magiergilde entlang rannte, hörte er hoch hinter sich jemanden rufen: „Nun denn Coldheart, der Tag der Abrechnung ist da.“
„Ist alles in Ordnung mit dir Junge?“ Der schwarze Magier schreckte aus seinen Erinnerungen hoch. Er dachte daran: Wie er mit Raminus die entstellten Leichen seine Eltern, in ihrem Garten, gefunden hatte. „Ja mir geht’s gut, danke. Ich muss dir noch etwas erzählen.“ Und so berichtete er alles was in den letzten 2 Wochen passiert war. Von seinen Aufträgen und Albträumen, von der Reinigung, dem baldigen Treffen der Schwarzen-Hand bei dem er zuschlagen würde und von Ayaka. „Du sagst sie hatte violettes Haar? Sehr merkwürdig.“ „Wieso? Was ist den so außergewöhnlich an violetten Haaren, abgesehen von der Farbe?“ wollte Tristan wissen. „Ich bin mir nicht sicher was es zu bedeuten hat, ich muss zuerst in einem Buch in der Bibliothek nachsehen. Was dieses Treffen angeht.“ fügte er besorgt hinzu. „Fürchte ich, dass die Mitglieder der Schwarzen-Hand gut bewacht werden. Du musst extrem vorsichtig sein, erst nachdenken – dann töten, hast du verstanden.“ Tristan nickte kurz aber
recht widerstrebend. „Gut und jetzt solltest du dich ausruhen.“ Er führte Tristan in die Magiergemächer und ließ ihn in einem kleinen gemütlichen Zimmer alleine. Müde legte Tristan seine Rüstung ab und warf sich auf das weiche Federbett. Im Kamin brannte ein Feuer und er starte noch lagen Gedankenversunken hinein, bis er erschöpft einschlief.
Tristan fuhr aus einem schrecklichen Traum hoch und saß plötzlich kerzengerade in seinem Bett. Er hatte von einer brennenden Festung über Bruma geträumt und hatte über all Leichen, Daedra, Anhänger der Mystischen Morgenröte und Totenbeschwörer gesehen. Feuerkugeln und Blitze schlugen überall ein. Ein gigantisches brennendes Tor öffnete sich vor ihm.
Er sah Martin der versuchte eine Frau zuschützen, zwei Klingen die sie verbissen verteidigten, einer war ein alter Mann und der andere war ein Rothwardone um die 30. Er sah eine Gestallt mit violetten Haaren die von einer Rose von Sithis durchbohrt worden war, lag vor ihm. Und sich selbst sah er auch, er war es der den Bogen in der Hand hielt und den Tödlichen-Schuss abgefeuert hatte. Kurz bevor er erwachte hörte er die Stimme eines alten Mannes in seinem Kopf: „Die Zukunft liegt zum Teil bei dir Tristan!“
Kapitel 6: Die dunkle Allianz
„Habe ich euch erschreckt?“ Lucien stand vor seinem Bett. „Natürlich nicht ehrenwerter Sprecher, wie könntet ihr mich erschrecken? Ich habe nur schlecht Geträumt.“ „Du musst mich zum Treffen der Schwarzen-Hand begleiten mein Ruhigsteller. Wir treffen uns Morgen um 8Uhr in Harluns-Wache südöstlich von Cheydinhal.“
Jetzt war es endlich soweit, der Tag der Rache war gekommen. Tristan zog seine leichte Rüstung an, gürtelte Valimar, steckte seine Dolche in die eingebauten Scheiden in seinen Stiefeln und in den Gürtel und verließ die geheime Universität. Es war eine sternenklare
ruhige aber kalte Nacht und die Straßen der Kaiserstadt waren, bis auf einige umherschleichende Diebe, Menschenleer. Als er durch die Gassen schlich und den Mond sah dachte er an Ayaka. - Ob es ihr auch gut geht, wo ist sie und was macht sie wohl gerade? Und was war das eigentlich für ein Traum? -
Plötzlich erregten verzweifelte Hilferufe aus einer düsteren und schmutzigen Seitenstraße seine Aufmerksamkeit. „Haben wir dir nicht klargemacht, dass du in unserem Territorium nichts zu suchen hast Amusei!“ rief jemand in einem bedrohlichen Ton. „Ich habe in eurem Revier nichts gestohlen. So glaubt mir doch bitte.“ flehte Amusei. „Zu spät argonischer Abschaum, grüß den Kaiser von uns.“ spottete einer zweite Gestalt und hob einen Dolch. „Wenn der Graufuchs erfährt, dass ihr einen seiner Diebe ermordet habt. Seit ihr des Todes!“ „Woher soll er den wissen, dass wir dir getötet haben? Das Einzige was er erfahren wird ist, dass einer seiner Diebe tot ist und jetzt stirb!“ „Falsch.“ knurrte auf ein Mal jemand hinter ihm. „Ihr Beide werdet jetzt sterben.“ Die zwei Gauner drehten sich um, stießen einen Schrei aus und wollten abhauen. Doch der schwarze Wolf hatte schon zum Sprung angesetzt und mit einem gewaltigen Satz, sprang er einem der Diebe gegen den Brustkorb. Tristans krallenbestückte Pfoten bohrten sich dem Mann ins Fleisch, unter dem enormen Druck brachen die Rippen und durchstießen die Lungen und das vor angst rasende Herz des Schurken. Der Andere floh bereits, nach den Wachen rufend, zum Ausgang der Gasse. Er war gerade mal ein paar Meter weit gekommen, als Tristan ihn auch schon von hinten anfiel und niederriss. Mit dem kraftvollen Maul biss er dem Kerl kurzerhand den Hals durch. Dann drehte er sich zu Amusei um und verwandelte sich zurück. „Du schaffst es wohl immer wieder dich in Schwierigkeiten zu bringen.“ bemerkte er kurz, während er sich das Blut vom Mund wischte. „Wer waren diese Kerle?“ „Sie gehören zu einer kleinen Gruppen von Gaunern, die sich zu einer konkurrierenden Diebesgilde zusammengeschlossen haben. Sie kennen weder Ehre noch Skrupel. Die Meisten die sie ausrauben, werden am Morgen tot von den Wachen gefunden. Ich danke dir das du mich gerettet hast.“ „Kein Problem aber wir sollten von hier verschwinden, die Wachen kommen schon. Ich glaube du kannst dich bald schon revanchieren. Auf wieder sehen Amusei.“ „Lebt wohl Tristan und passt auf euch auf.“
Er war kurz vor Cheydinhal als er plötzlich einen vertrauten Duft witterte. Mehrere auf geschreckte Rehe rannten davon, als der Wolf langsam in die Richtung einer Herberge schlich. Der Geruch wurde stärker, es roch nach Rosen und Lilien er wurde davon beinahe magisch angezogen. Und dann sah er sie, dieses violette Haar gab es kein zweites Mal. Schnell verwandelte er sich in einem Gebüsch zurück und trat näher an Ayaka heran. ''Hää? Warum isd es so dunkel? Oh, eine Zeidung! Dappenguriir? Hübsches Pferdchen! Was stehd da? 'Schwaza Woof? Ich stecks mir in die Dasche und lese es späder!'' lallte sie leise vor sich hin. - Bei den Neun sie ist betrunken! - dachte er erschrocken und sah sie herum torkeln. Sie geriet ins Stolpern und er fing sie rasch auf. ''Hä? Hoh, es dud mir Leid mein Herr, seid Ihr auch so glücklich?'' - Man hat die ne Fahne, so jung und säuft schon wie ein Loch. - dachte er lächelnd. Vorschichtig führte er sie wieder rein, sie umklammerte seinen Arm und fing an zu quatschen: '' Man, es drehd sich alles! Mann? Was wohl Drisdan machd? Hicks. Warum er wohl so wüdend war? Vielleichd hadde ihm auch jemand gesagd, er wäre blaaauu! Hihi! Blaauu! Wissd Ihr, warum Drisdan so wüdend war? Ihr dufded gud! Drisdan dufded genauso und siehd gud aus! Wie sehd ihr denn aus?'' Sie musterte ihn mit trübem Blick und schon wieder musste er lachen. Als sie die Herbergen betraten wurde es still und alle Augen waren auf ihn gerichtet. Er trug Ayaka zu Tresen und fragte den Wirt: „Ich glaube für heute hat sie genug, wo ist ihr Zimmer?“ „Die Treppe rauf, die zweite Tür von links.“ antwortete er unsicher. „Danke.“ Er brachte sie rauf auf ihr Zimmer und sie legte sich ohne zu Murren hin. ''Danke, dass ihr mich hergebrachd habd! Drisdan isd so nedd!...'' Ayaka war sofort eingeschlafen. Aus seinem Umhang holte er schnell eine Flasche mit einem selbstgebrauten Trank heraus, eine Droge gegen den gewaltigen Kater den sie Morgen haben würde und stellte die Flasche auf ihren Nachttisch. Tristan strich ihr noch kurz durch das leuchtende Haar, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und verließ dann ihr Zimmer. Noch immer wurde er von den Gästen beobachtet, manche hatten sogar ihre Hände an den Griffen ihrer Waffen.
Zum Wirt sprach er: „Ich über nehme ihre Rechnung und nehme noch einen Krug Met.“ Er setzte sich in einen Sessel am Kamin und starte in´s Feuer. Gerne wäre er bei Ayaka geblieben aber er hatte noch eine Aufgabe zu erfüllen.
„Da seid ihr ja endlich mein Ruhigsteller.“ rief Lucien ungeduldig als Tristan endlich in Harluns-Wache ankamen. „Folgt mir, wir sind spät dran und bis zum Dunklen Spalt ist es ein beschwerlicher Weg.“ - Der Dunklen Spalt? Raminus hat mir doch erzählt, dass sicht dort viele Totenbeschwörer aufhalten würden. Warum trieft sich die Schwarze-Hand an so einem Ort? - Seine Frage sollte schon bald beantwortet werden.
Sie kamen gut voran, Lucien ritt auf seinem Pferd Schattenstute und Tristan rannte als Wolf den steilen Hang hinauf. Oben angekommen und wider in Menschengestalt, sah sich der schwarze Magier kurz um. Überall waren aufgespießte Leichen, die von Krähen und der Sonne völlig verstümmelt worden waren. Augenlose Höhlen starten ihn an und Münder waren zu stummen Schreien aufgerissen. Langsam schritt er mit Lachance zum Höhleneingang, die Atmosphäre wurde immer beunruhigender und Tristan legte seine Hand auf den Griff von Valimar. Vor dem Eingang standen 3 Männer, der schwarze Magier stellte verblüfft fest, dass es sich dabei jeweils um einen Anhänger der Mystischen Morgenröte, der Dunklen Bruderschaft und der Totenbeschwörer handelte. Sie traten mit einer Verbeugung zur Seite und ließen den Sprecher und den Ruhigsteller passieren. Drinnen war es düster und es roch nach Tod. Doch was Tristan mehr Sorgen machte war die Tatsache, dass sie plötzlich von Totenbeschwörern und Männern der Mystischen Morgenröte umstellt waren. „Ihr seid spät dran.“ fuhr sie einer an. „Folgt mir, die Anderen warten schon.“ Der Totenbeschwörer führte die Beiden tief in die Höhle hinein und Tristan versuchte sich den Weg zu merken.
Tristan blieb mit weit aufgerissenen Augen in der Tür stehen. Sie hatten den Raum erreicht in dem das Treffen stattfand und was er da sah schockte ihn. Ihm gegenüber saß kein Anderer als Mannimarco an einem Rundentisch. Rechts neben ihm saß ein Vampir in einem Totenbeschwörergewand und links neben ihm saßen 2 Männer die Gewänder der Mystischen Morgenröte trugen. Die anderen Plätze waren, bis auf 2 lehre, mit den Mitgliedern der Schwarzen-Hand und ihren Ruhigstellern belegt. Alle hatten sie Silberkelche mit Wein vor sich auf dem Tisch stehen, der Vampir aber hatte Blut in seinem Kelch. Auf dem Tisch befanden sich sonst nur ein paar Flaschen, Kerzen und Karten. „Ah Lucien wie schön dich wieder zu sehnen.“ sprach der Vampir mit einem kalten Lächeln auf den Lippen. „Die Freude ist ganz auf meiner Seite Sharyr, darf ich euch meinen neuen Ruhigsteller Tristan vorstellen.“ Mannimarco sah verdutzt von der Karte auf die er gerade studiert hatte. „Es ist mir ein Vergnügen deine Bekanntschaft zu machen Tristan. Haben wir uns schon einmal irgendwo gesehen?“ - Ja haben wir, du verdammtes A****loch. - dachte er und wollte ihn am liebsten das Herz heraus reißen. „Nein nicht das ich wüsste Herr.“ Jetzt meldete sich einer der Mystischen Morgenröte Anhänger zu Wort: „Setzt euch doch, wir haben uns gerade über unsere Strategie unterhalten.“ „Danke Rabe. Übrigens ich habe das von deiner Schwester gehört, du hast mein Mitgefühl.“ antwortete Lucien. „Schon gut, wenn wir erfolg haben wird sie bald wider bei uns sein.“ Während sich die Oberhäupter der 3 Parteien über einen Angriffsplan auf die Stadt Bruma und einen Tempel unterhielten, schätzte Tristan die Lage ein. Er konnte seine Eltern mit einem Schlag rechen aber sie waren 12, die Beiden Wachen an der Tür nicht mitgezählt und er war allein. Außerdem befanden sich in der Ganzen Höhle Feinde. „Wir müssen sie von 2 Fronten aus angreifen.“ wandte Rabe Camoran ein. „Die Totenbeschwörer und die Dunkle Bruderschaft übernehmen den Wolkenherschertempel während wir und die Daedra Bruma attackieren.“ „Er hat Recht.“ pflichtete ihm Mannimarco bei. „Sie werden sich voll und ganz auf die Verteidigung von Bruma konzentrieren und wir können derweil den Tempel stürmen und diese Möchtegern-Kaiserin Mai, ihren bescheuerten Mann Martin und alle anderen töten.“ Lucien meinte nur: „Keine Sorge meine Herrn, dass wird ein Kinderspiel. Tristan wird den Angriff persönlich leiten und Mai töten. Er ist unser bester Mörder.“ Plötzlich kam dem schwarzen Magier sein Traum mit aller wucht wieder in den Sinn. „Dann wäre ja alles geklärt, in 3 Tagen brechen wir auf. Und jetzt Freunde, lasst uns auf unsere Allianz anstoßen.“
Sobald alle am Tisch besoffen eingeschlafen waren, Tristan hatte solange nachgeschenkt bis jeder umgefallen war, stand er auf und ging mit gezogenem Dolch auf den schlafenden Mannimarco zu. Die Klinge blitze im Schein der beinahe abgebrannten Kerzen, der Vampir schnarchte und Rabe, der vom Stuhl gefallen war, lag schlafend am Boden. Der Augenblick war gekommen. Er würde jedem am Tisch die Kehle durchschneiden, sich anschließend unsichtbar machen und zum Wolkenherschertempel fliehen um Ayaka zu warnen. Voller Genugtuung beugte er sich über Mannimarco und hielt ihm den Dolch an die Kehle. Aber plötzlich öffnete dieser seien Augen und Tristan konnte sich auf einmal nicht mehr bewegen. Langsam erhob sich Mannimarco und drehte sich zu ihm um: „Ich wusste das, ich dich kenne. Du siehst Dystran zum verwechseln ähnlich.“ Mit einem breiten bösen Grinsen zog er 2 Seelensteine aus der Innentasche seines Mantels. „Willst du deinen Eltern nicht guten Tag sagen?“
Tristan wurde von 4 Totenbeschwörern festgehalten und musste zusehen wie Mannimarco mit einem Zauber die gefangenen Seelen seiner Eltern quälte. „Sie besaßen 2 der mächtigsten Seele die ich je gesehen habe und ich bin froh, dass ich sie noch habe. Ohne sie könnte ich dich schlecht erpressen.“ „Lass mich frei und kämpfe du Hurensohn!“ „Nana wer wird den gleich persönlich werden? Ich sage dir jetzt was Sache ist. Du wirst den Angriff auf den Wolkenherrschertempel leiten oder ich quäle deine Eltern weiter. Wenn alles vorbei ist lasse ich sie frei.“ Tristan musste so laut lachen, dass jeder am Tisch, der noch geschlafen hatte, erschrocken aufwachte. „Wat´n los?“ murmelte Rabe benommen. Der schwarze Magier sah den Wurmkönig mit verachtendem Blick an und spottete: „Ja klar, du wirst sie frei und mich am Leben lassen. Wir werden alle gute Freunde oder wie?“ „Du hast Recht, die Vorstellung allein ist schon absurd genug, du wirst sterben aber du hast keine Wahl, falls du dich widersetzt werde ich dir und deinen Eltern unvorstellbare Qualen zufügen. Töte Mai, Martin und diese Ayaka und deine Eltern sind frei.
Kapitel 7: Jäger und Gejagter
„Ich werde euch niemals helfen!“ rief Tristan empört. Er kniete erschöpf vor Mannimarco, nach dem er von den 4 Totnebeschwörern zusammengeschlagen worden war und spukte dem Wurmkönig seine blutige Spucke vor die Füße. „Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Ich werde dich in einen untoten Sklaven verwandeln und dann wirst du mir dienen, ob du willst oder nicht. Und was deine Eltern angeht, so erwartet sie eine Ewigkeit voller Qualen.“ „Das glaube ich nicht.“ antwortete Tristan grimmig. Er sah vom Boden auf und direkt in die Augen seines Todfeindes. „Was zum …“ Das Weiß war aus Tristans Augen gewichen, die Augäpfel waren auf einmal Pechschwarz und funkelten im Kerzenschein dämonisch. Ein knurren entfuhr im und die 4 Feinde die ihn festhielten, wechselten nervöse Blicke. „Ich dachte er muss die Hände frei haben um sich zu verwandeln?“ schrie der Wurmkönig entsetzt zu Lucien hinüber. „Das dachte ich doch auch.“ fauchte dieser panisch zurück. Plötzlich war ein lautes Heulen zu hören. Und die Anwesenden flohen in alle Richtungen, keiner wollte es mit dem schwarzen Wolf aufnehmen, dessen Schulterhöhe knapp anderthalb Metern maß.
Tristan war nicht ganz klar wie aber sein Bewusstsein war mit dem des Wolfes verschmolzen und seine Sinne wurden schärfer. Er roch Kerzenwachs und Angstschweiß und sah in dem dunklen Raum so gut als hätte er einen Infravisions-Zauber ausgesprochen. Ein tiefes Knurren entfuhr ihm, bevor er sich verwandelte. Die Anwesenden versuchten zu fliehen und hasteten durch die Tür und den Gang entlang zum Ausgang. Der noch immer betrunkene Rabe Camoran war der Letzte und wollte gerade die Türe hinter sich zuschlagen und verriegeln, als Tristan ihm an die Kehle sprang. Die übrigen Feinde ließ er für einen Moment laufen. Der schwarze Magier nahm seine menschliche Form an, hob seine Habseligkeiten auf, die über den ganzen Raum verteilt waren und ließ einen Feuerball auf den Tisch mit den Unterlagen und Schlachtplänen niedergehen. Mit einem ohrenbetäubenden Heulen verwandelte er sich abermals, sprang über den mit zerfetzter Luftröhre daliegenden Rabe hinweg und rannte den Feiglingen nach. Der schwarze Wolf ging jetzt im Dunklen Spalt um.
Tristan biss Kehlen durch, schlitzte Gesichter auf und zerfetzte Körper. Das schwarze Fell war vom klebrigen Blut seiner Opfer durchtränkt. Sein Körper war mit zahllosen Schnitten und Kratzern übersäht aber das Ziel war nahe. Mannimarco spurtete wenige Meter vor ihm um eine Ecke. Als Tristan jedoch um die Kurve gerannt kam, sah er sich 15 Totenbeschwörern gegenüber die den Wurmkönig schützen. Der schwarze Magier verwandelte sich zurück, rollte sich ab und warf in der Rolle seine 6 Dolche den Feinden entgegen. Nacheinender schlugen die Dolche in die Reinen Totenbeschwörer ein und 5 von ihnen gingen zu Boden. Tristan rannte weiter, die wenigen Pfeile die ihm entgegen flogen parierte er einfach. Wenige Schritte vor dem Feind sammelte er sein Mana für einen einzigen Spruch, abrupt blieb der junge Bretone stehen und ließ seine beiden Hände nach vorne schnellen. „Höllenfeuer!“ rief er und spürte wie das Mana aus ihm heraus in seine Hände strömte. Gigantische Flammen brachen aus Tristans Fingerspitzen heraus, als hätte ein Drache einen Feuerstrahl durch den Höhlengang gespieen und schossen in einem atemberaubenden Tempo vorwärts. Mit einem grimmigen Lächeln, hörte der hasserfüllte Magier die Schreie seiner Feinde, die in diesem Inferno verbrannten und wirkte den Zauber noch ein Wenig länger bis Mannimarcos Magieschild zusammenbrach. Der Wurmkönig kreischte unter den entsetzlichen Qualen und flehte um Gnade aber Tristan ließ ihn weiter brennen bis nur noch ein leises Wimmern zu hören war. Jetzt beugte er sich über seinen, nur noch stoßweise Atmenden Todfeind und betrachtete ihn wie er gekrümmt und zuckend dalag. Mannimarco
war nur noch eine verbrannte, fleischige und mit Blasen überzogene Masse. Seine Kleidung war vollständig verkohlt und die Ringe und Ketten die er trug hatten sich tief ins Fleisch eingebrannt. „Die nehme ich an mich, wenn du erlaubst.“ flüsterte ihm Tristan zu und nahm die 2 Seelensteine an sich. „Du hättest dich nicht mit meiner Familie anlegen sollen.“
Plötzlich vernahm er einen Ruf hinter sich: „Da ist er, schnappt ihn euch!“ - Zeit zu verschwinden. -
Einen Tag war Tristan jetzt schon auf der Flucht vor den Schergen der dunklen Allianz. Er hatte die 30 Mann starke Truppe immer wieder, aus dem Hinterhalt angegriffen und war in der ersten Nacht wie tödlicher Sturm über ihr Lager hergefallen. Aber sie verfolgten ihn noch immer. Jetzt saß er auf einem Baum und beobachtete, die unter ihm durch reitenden Feinde.
- Also auf ein Neues.“ - dachte er sich kurz und ließ sich an den Kniekehlen nach unten hängen.
Desmond, ein junger aufstrebender Ruhigsteller ritt hinter den anderen Verfolgern her. Er malte sich in allen Farben seine Beförderung aus, da dieser Verräter Tristan die Hälfte der Schwarzen-Hand getötet hatte, würde er gute Chancen haben einer der neuen Sprecher zu werden und wenn er diesen abtrünnigen Ruhigsteller zustrecke bringen konnte, würde er vielleicht sogar Zuhörer werden. Er schloss die Augen und stellte sich mit einem Schmunzeln vor, wie er die Dunkle Bruderschaft anführte. Ein rascheln über ihm ließ den Ruhigsteller aufschrecken. Desmond öffnete die Augen und konnte gerade noch sehen wie eine Klinge von oben auf seine Hals zuraste.
Nachdem der Kopf des Nachzüglers auf dem Waldboden lag, sprang Tristan mit einem Saltor vom Baum und rannte leise den anderen Reitern nach. Als er nahen genug war, warf er seine Dolche und ging mit einer Rolle im nächsten Gebüsch in Deckung. Sofort hörte er mehrere schmerzerfüllte Aufschreie und wie hastig Befehle gebrüllt wurden. 6 herrenlose Pferde rannten in alle Richtungen davon, die restlichen 17 Verfolger bildeten einen Schutzkreis und späten nervös in den Wald um sie herum. Plötzlich schlug ein Blitz tosend in der Mitte des Kreises ein, die Pferde gingen durch und mehrere Reiter wurden abgeworfen. Valimar blitzen im sterbenden Sonnenlicht auf und ehe sie ihn bemerkt hatten, hatte Tristan dem ersten Feind der vom Pferd gefallen war, den Brustkorb aufgeschlitzt. Sofort wurde der schwarze Magier von einem Totenbeschwörer angegriffen. Er duckte sich unter der Axt des Gegners durch und ließ diesen, mit Hilfe seiner Feuerhand, in Flammen aufgehen. Von der Seite her ritt ein Mann in der Rüstung der Mystischen Morgenröte in vollem Galopp auf ihn zu und Tristan spurtete ihm entgegen. Im letzten Moment sprang er mit gestrecktem Bein über das Pferd hinweg und traf den Reiter am Kinn. Der Kopf des Kerls flog zurück und mit einem lauten Krachen brach sein Genick. Jetzt verwandelte sich der schwarze Magier in seine Wolfsgestallt und wollte schon dem Nächsten Feind an den Hals springen, als ihn mehrere Zauber gleichzeitig trafen. Er wurde einige Meter weit gegen einen Baum geschleudert, mit Mühe und unter Schmerzen stand er auf. Sofort war klar, dass die Verletzungen zu schwer waren und er fliehen musste. Es gab nur einen Ort wo er hin konnte, der Wolkenherrschertempel.
Tristan hatte keine Ahnung wie er, trotz seiner Verletzungen, den Verfolgern entkommen konnte aber er hatte sie abgehängt. Nun schleppte er sich mühsam den Weg zum Wolkenherrschertempel hoch. Doch kurz vor dem Ziel brauch er mit einem Jaulen zusammen und verwandelte sich zurück in einen Menschen. Jemand rief seinen Namen und er sah violettes Haar. „Ayaka, bist du es?'' flüsterte er zitternd. ''Tristan, beweg dich bitte nicht. Ich werde dich schon zum Wolkenherrscher tragen!''. Sein Körper glühte als würde er lichterloh Brennen. ''Mir ist so heiß.'' stammelte er noch dann wurde es schwarz um ihn herum.
Kapitel 8: Miscarcand
Unter Schmerzen als würde er bei lebendigem Leibe gehäutet, wachte Tristan auf und schrie aus Leibeskräften. Panisch versuchte er sich zu wehren, da er dachte dass die Feinde ihn gefangen hatten und jetzt folterten, aber man hatte ihn festgebunden. In Wirklichkeit war die Gestalt vor ihm aber kein Folterknecht sonder Martin. Der dem im sterben liegenden Bretonen, das zahllose, schwer verbrannte Hautgewebe abzog, die entzündete Haut darunter mit einer Salbe reinigte und dann mit gezielten Heilsprüchen die Wunden heilte. Der Diener der Götter legte seine Stirn in Falten und betrachtete eine Einschusswunde im Brustbereich. Den Pfeil der ihn getroffen hatte, hatte der schwarze Magier herausgezogen aber das Gift floss noch immer durch seine Adern. - Das wird ein langer Tag. - dachte sich Martin, machte sich daran das Toxin zu analysieren und ein Gegenmittel zu entwickeln.
Mitten in der Nacht wachte Tristan auf. Es ging ihm deutlich besser und seine Gedanken klärten sich. Er hatte einen Traum, in dem eine schöne, junge Frau mit violettem Haar ihn pflegte und stellte nun lächelnd fest, dass es doch kein Traum war. Ayaka war neben ihm auf einem Stuhl eingeschlafen und in ihrer Hand hielt sie ein kaltes Tuch. Der Bretone bündelte einwenig von seinem Mana und sprach einen Heilspruch über sich selbst. Der Spruch lies ihn, wenn auch nur für kurze Zeit, wieder zu Kräften kommen. Als er aufstand spürte er am ganzen Körper, wie sich die frischverheilte Haut spannte und fast wieder aufriss. Vorsichtig nahm er sie in den Arm, legte sie in das zweite Bett im Zimmer und deckte sie zu. Tristan nahm sich das Tuch und legte sich selbst wieder in sein Bett und hörte dabei, wie Ayaka im Schlaf seinen Namen murmelte.
Tristan erwachte am nächsten Morgen erschrocken auf und tastete nach den schwarzen Seelensteinen in denen seine Eltern noch immer gefangen waren. Sobald er wieder bei Kräften war würde er sie befreien, jetzt aber erregte ein Buch, dessen Umschlag ein 'N' zierte, auf dem Tisch neben Ayakas Bett seine Aufmerksamkeit. Eine ganze Weile lass er im Bett als plötzlich Ayaka aufwachte. ''Guten Morgen, Ayaka.'' ''Guten Morgen. Sagt, wie geht es Euch?'' ''Sehr gut, dank deiner Fürsorge. Du musst mich nicht in so einem höflichen Ton ansprechen, kannst mich auch gerne duzen.'' ''Oh, natürlich! Ähm, ich meine, na klar!'' ''Das Buch hier… Du heißt also Nishi?'' ''Ja, ich weiß es auch erst seit gestern.'' Ayaka erzählte ihm, was in ihrer Vergangenheit geschehen war. 'Langsam verstehe ich alles… Sie ist also vom Schicksal bestimmt, Tamriel zu retten.' dachte er sich. ''Niemals wieder wollte ich, dass ich jemanden aus Rachsucht umbringe, doch ich glaube, als ich vor fünf Tagen in der Höhle beim Arrius-See war, habe ich genau das gemacht und dabei diese 'Kraft' benutzt…'' ''In diesem Punkt bist du ganz anders, als ich...'' flüsterte Tristan zu sich selbst. ''Wie?'' ''Ach nichts… Da fällt mir gerade ein, meinen Namen kennst du ja noch nicht: Coldheart.'' ''Coldheart? Ich finde, so kalt kann dein Herz gar nicht sein.'' witzelte die junge Bretonin und beide mussten lachen. ''Ich werde dann einmal unser Frühstück machen. Isst du eigentlich Fleisch?'' ''Nein, schon seit langem nicht mehr.'' ''Ich auch nicht.'' lächelte sie ''Dann habe ich es einfacher, dir etwas zuzubereiten!'' Ayaka ging in die Küche und er wandte sich wieder dem Buch zu.
"Gut du bist wach. Wir müssen wissen was passiert ist Tristan." Martin und 3 Klingen standen auf einmal neben ihm. "Guten Morgen Martin, ich nehme an, dass ich noch lebe habe ich dir zu verdanken." "In der Tat aber nicht der Rede wert, wir brauchen jedes Schwert im kommenden Krieg." verdutzt sah Tristan von dem Buch auf und fragte zögernd: "Ich soll mich euch anschließen?" "So ist es." meldete sich der alte Mann neben Martin zu Wort. "Ich bin Jauffre, der Großmeister der Klingen und das sind Hauptmann Steffan und Baurus." Mit diesen Worten wies er auf den Kaiserlichen links und den Rothwardonen rechts von ihm. "Es freut mich euch kennen zu lernen aber ich kämpfe nicht als einfacher Fußsoldat auf dem offenen Feld." "Das erwartet auch keiner von euch aber darüber reden wir ein anderes Mal. Erzähl uns bitte schnell was passiert ist." So berichtete der Magier ihnen alles was in den letzten Tagen passiert war.
Die darauf folgende Woche verging wie im Flug und Tristan kam schnell wieder zu Kräften. Im Wolkenherrschertempel fühlte er sich zum ersten Mal seit langem wieder sicher und musste nicht ständig mit einem Angriff rechnen. Der schwarze Magier trainierte mit den Klingen, lass in ihrer Bibliothek und konnte neue Zauber erproben. Doch während dieser ganzen Zeit der Ruhe hatte er immer nur Augen für Ayaka. Eines Tages kam Martin ihn ihr Zimmer herein. „Ayaka kannst du mich kurz mit Tristan unter 4 Augen reden lassen?“ „Ja sicher.“ antwortete diese überrascht. Als sie den Raum verlassen hatte, trat Martin näher an den Bretonen heran und setzte sich neben ihm an den Kamin. „Nun wie hast du dich entschieden Tristan?“ „Ich kämpfe für niemanden außer für mich selbst.“ gab der schwarze Magier kalt zurück. „In der Tat das tust du aber ich habe gesehen wie du Ayaka ansiehst und streite nicht ab, dass du etwas für sie empfindest. Wenn du uns nicht hilfst ist es gut möglich, dass sie ihr leben lassen muss. Du hast deine halbes Leben lang gekämpft oder für den Kampf trainiert, sie könnte dich an ihrer Seite gut gebrauchen.“ „Martin du hast keine Ahnung! Ich habe im Dunklen Spalt gewütet und trotzdem wurden sie mit ihren Angriffs-Plänen nur um ein paar Wochen zurückgeworfen.“ „Ja du hast Recht, zahlenmäßig sind sie uns überlegen aber mit jedem Tag den wir noch haben, um einen Weg ins Mankar Camorans Paradies zu finden, rückt unser Sieg näher.“ entgegentrete Martin zuversichtlich. Tristan dachte kurz nach. - Er hat Recht, ich empfinde etwas für sie und ich werde sie mit meinem Leben beschützen. - „Also gut, was muss ich tun?“ Erleichtert strahlte Martin den jungen Magier an. „Du und Ayaka müsst nach Miscarcand aufbrechen und den letzten großen Welkynd-Stein, der sich dort befinden soll, finden.“ „Und ich dachte schon es würde gefährlich werden.“ erwiderte Tristan sarkastisch.
Eine Stunde war vergangen als die beiden Männer aus dem Zimmer kamen. ''Gut, Ayaka, ich hoffe Ihr seid bereit für ein kleines Abenteuer in Miscarcand?'' ''Miscarcand? Ist das eine Ayleiden-Ruine, Martin?'' ''Ja, das ist sie. Ich habe im Mysterium Xarxes herausgefunden, dass man zum Öffnen eines Portals, den großen Welkynd-Stein, den es nach Erzählungen nur in Miscarcand gibt, braucht. Tristan hat sich bereit erklärt, Euch zu begleiten, damit Ihr Euch nicht wieder, wie ein kleines Mädchen fürchtet.'' ''Heißt das… Es gibt dort Geister?...''
Ayaka und Tristan machten sich zur Ayleiden-Ruine Miscarcand auf, um den großen Welkynd-Stein zu finden. Unterwegs redeten die beiden: ''Du hast tatsächlich Angst vor Geistern?'' ''Ja… Weiß auch nicht warum.'' ''Wahrscheinlich wegen ihren Stimmen, die lassen jedem das Blut in den Adern gefrieren.'' ''Kann sein… Bei mir dann besonders…'' Ayaka war bedrückt, doch Tristan versuchte sie aufzuheitern: ''Keine Angst, ich werde dich beschützen!'' ''Hm, danke!'' Und sie fing wieder an zu lächeln. Während der Reise begegneten sie vielen Banditen und Goblins, doch für die zwei Kämpfer waren sie nur Aufwärmübungen.
In der Ruine angekommen, bemerkten sie die grünen und weißen, leuchtenden Kristalle, die an den Wänden hingen. ''Wie wunderschön!'' Ayaka war entzückt von der Schönheit der Steine, jedoch immer noch verunsichert wegen der Geister, die sich hier aufhielten. ''An deine Schönheit kommen sie aber nicht ran.'' bemerkte Tristan. Ayaka errötete: ''D… Dan… ke...'' sie vergaß alles um sich herum, als sie ihm in seine blaugrauen Augen schaute. Tristan beugte sich langsam zu ihr und Ayaka schloss die Augen. Er nahm wieder den betörenden Duft von Rosen und Lilien wahr und strich ihr langsam durch das Haar. Doch bevor sich ihre Lippen jedoch berührten, rannte Ayaka zurück zur Tür, ein Geist störte die beiden. Tristan kochte vor Wut: ''Scheiß Gespenst!'' und jagte dem Geist einen gewaltigen Feuerball entgegen. ''Ayaka, du kannst wieder herkommen! Ich habe ihn vernichtet!'' rief er ihr zu. ''G… Gut.'' Sie liefen, ohne etwas zu sagen, nebeneinander die Gänge entlang.
Die Reise verlief weiterhin ohne ein Gespräch. In einem großen Raum angekommen, bemerkte Tristan ein helles Leuchten: ''Ayaka, schau! Der große Welkynd-Stein, wir haben ihn!'' Die zwei waren überwältigt von der magischen Kraft, die von dem Stein ausging. Bevor der Magier den Stein in eine Tasche packen konnte, griffen plötzlich mehr als ein dutzend Düstergespenster, die schlimmste Sorte von Geistern, an. Sie waren gekommen, um den Kristall vor den Dieben zu beschützen. Tristan kämpfte mutig gegen die unnatürlichen Geschöpfe, doch es waren zu viele. Er parierte einen Schwerthieb von links ab und ließ gleitzeitig den Zauber eines Gespenstes an seinem Magieschild abprallen. Valimar rast in einem enormen Tempo durch die Luft aber der Eisschaden der Klinge konnte den Geistern nichts anhaben. ''Ayaka, du musst mir helfen!'' Die Bretonin hatte sich bereits hinter einer Statue versteckt. Tristan wusste, dass es zwecklos wäre, sie von dort wegzuholen, also fing er an einen seinen Zauber, Höllenfeuer aufzusagen. Hinter ihm näherte sich unbemerkt schon das nächste Ungeheuer, das bereits zu einem vernichtenden Schlag ausholte. Ayaka reagierte schnell, um Tristan zu retten. Sie blockte den Angriff ab, so wie sie es im Tempel gelernt hatte, griff mit einem Konterangriff an und rettete Tristan vor weiteren Wunden. Der schwarze Magier drehte sich verwundert um. ''Ayaka du hast dich gegen Geister gewehrt!''
''Ich... kann es... selbst noch nicht… glauben…'' stotterte sie. Nachdem sie die Angriffswelle erfolgreich abgewehrt hatten, gingen sie den Weg zurück. ''Der Stein muss über dreißig Kilo wiegen. Ein faszinierendes Werk der Ayleiden!'' ''Schaffst du das auch? Immerhin wurdest du schwer verletzt… Und das meinetwegen... Entschuldige!'' ''Das waren doch nur ein paar Kratzer. Kein Problem! Ich finde es viel beeindruckender, dass du deine Angst überwinden konntest!'' ''Hehe! Danke!'' lächelte sie verlegen. ''Als ich sah, wie das Gespenst auf dich losging, musste ich einfach reagieren, schließlich bist du… Na ja, ich musste einfach! Was war das übrigens für ein Spruch, den du aufsagen wolltest?'' ''Nichts Besonderes… Nur um die Geister von uns fernzuhalten…'' ''Aha.'' schweigend gingen sie weiter aber Ayaka hatte plötzlich einem Grinsen im Gesicht. - Sie schon was ganz besonderes. Säuft wie ein Loch, hat angst vor Geistern und kämpft mit einer Leidenschaft die ich bis jetzt nur selten gesehen habe. - dachte er sich und musste dabei lächeln.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Fabian - 02.04.2008, 17:17
Kapitel 9: Amuseis große Stunde und die Fürstin der Träume
An einem sonnigen Plätzchen, an einem See angekommen, rasteten die zwei, um sich zu erholen. Ayaka behandelte Tristans Wunden vorsichtig, während sie im Schatten eines großen Baumes saßen. Tristan sah in ihr Gesicht und sagte: ''Ist nicht schlimm, ich habe schon so einiges hinter mir.'' Der Wind wurde kühler und die Blätter des Baumes unter dem sie saßen raschelten. Ayaka wurde wieder heiter: ''Ich mag solche friedlichen Momente, auch wenn sie nur kurz sind.'' ''Du bist ziemlich friedliebend und trotzdem ziehst du in den Kampf. Warum?'' Sie schaute verlegen auf den Boden: ''…Ich habe jetzt Menschen um mich, die ich beschützen möchte. Das geht dir doch sicherlich genauso?'' ''Ja, hast recht…'' - Diesmal werden wir nicht von Feinden überrascht. - dachte er und wirkte schnell einen Lebenserkennungs-Zauber um sie herum. Sie waren alleine. Er lächelte, nahm ihre Hand und schaute ihr in das schöne, helle Gesicht, das sich langsam errötete und küsste sie auf ihre Lippen…
Die Reise zurück dauerte zwei Tage. Es war bereits Mitternacht, als sie ankamen. Im Wolkenherrscher-Tempel gab Tristan den großen Welkynd-Stein Martin. ''Sehr gut gemacht! Jetzt können wir nach dem nächsten Gegenstand suchen. Ruht euch aus, dann könnt ihr weiter.'' Tristan schaute zu Ayaka: ''Okay. Kommst du mit nach draußen, Ayaka?'' ''Gerne.'' antwortete sie lächelnd. Sie setzten sich auf das Dach des Tempels und beobachteten die Sterne, die am klaren Himmel leuchteten. ''Das erinnert mich irgendwie an unser erstes Treffen.'' ''Stimmt...'' ''Damals habe ich nicht verstehen können, warum du einer dir völlig fremden Person von deiner Mission erzählst, aber ich denke, ich weiß nun warum. Du hast mir vertraut, schon vom ersten Augenblick an.'' ''Hmm, ich weiß nicht, ich habe noch nie darüber nachgedacht… In deiner Nähe fühle ich mich immer sicher und es ist so, als ob mein Herz vor Glück zerspringen würde. Kannst du hören, wie es schlägt?'' Er schloss die Augen und lauschte dem Klopfen ihres Herzens.
Am Frühstückstisch offenbarte Martin den zweiten Gegenstand: ''Wir brauchen das Blut eines Daedrafürsten, um einen Schritt weiter zu kommen.'' ''Und wo sollen wir das Blut herbekommen?'' fragte eine Klinge neugierig. ''Ganz einfach. Überall in Cyrodiil, sind Schreine von Daedrafürsten versteckt. Wir brauchen nur ein Artefakt des Daedra, somit hätten wir auch sein Blut.'' ''Gut. Ich erledige das!'' ''Tristan sollte dich wieder begleiten, Ayaka. Und nicht nur deiner Sicherheit wegen!'' zwinkerte ihr Mai zu. ''O…Okay!'' stotterte die Bretonin.
Gegen Mittag brachen sie auf. ''Auf der Karte, die ich von Martin bekommen habe, sind einige Schreine verzeichnet. Jetzt müssen wir nur noch entscheiden, zu welchem wir gehen.'' ''Wie wäre es mit Vaerminas Schrein? Hört sich gut an. Ich muss nämlich zur Kaiserstadt und dort jemanden treffen.'' ''Kaiserstadt…? Würde es dir etwas ausmachen, alleine dorthin zu gehen?'' ''Nein, ich verstehe schon deine Abneigung gegen diesen Ort. Dann gehst du zum Schrein und ich zur Stadt. Sobald ich meine Geschäfte erledigt habe, komme ich dir nach!'' ''Okay, danke! Bis dann!'' ''Bis dann!'' Tristan machte sich auf den Weg zur Hauptstadt und Ayaka zu Vaerminas Schrein.
Als Ayaka außer sicht war verwandelte sich Tristan in den schwarzen Wolf und rannte zur Kaiserstadt.
Es dämmerte bereits als der schwarze Wolf erneut durch die dunklen Gassen und Seitenstrassen der Kaiserstadt schlich. Im Hafenbezirk nahm Tristan dann Amuseis Fährte auf und folgte ihr bis zum Hintereingang eines heruntergekommenen alten Hauses. Er verwandelte sich zurück und als er das Gebäude betrat, ging gerade der Mond auf. Drinnen saß Amusei mit 4 weiteren Dieben an einem Tisch, sie spielten Karten und tranken Met. „Guten Abend Amusei ich muss mit dir …“ er kam nicht mehr dazu die letzten Worte auszusprechen, da ihm zahlreich Pfeile und Dolche entgegen flogen und er rasch in Deckung gehen musste. „Begrüßt man so einen alten Freund, du undankbare Schuppenfresse?“ „Tristan?! Bist du das?“ Der Bretone verdrehte die Augen. „Wer den sonst Amusei?“ Das Feuern hörte augenblicklich auf und der schwarze Magier lugte vorsichtig hinter der Kiste hervor, hinter der er in Deckung gegangen war. „Wir hatten in letzter Zeit häufiger als sonst ärger mit der Konkurrenz. Tut mir ehrlich Leid mein Freund.“ mit diesen Worten reichte ihm der Argonier die Hand und zog ihn wieder auf die Beine. Jetzt erst bemerkte Tristan, dass der ganze Raum voll von Dieben war, die sich im Dunkeln aufgehalten hatten. - Da hab ich ja noch mal Glück gehabt. Die hätten mich auf einen Schlag umbringen können. - „Komm setzt dich zu uns Tristan, ich mache dich mit den Anderen am Tisch bekannt.“ Während sich Tristan, unter den argwöhnischen Bilken der anderen Diebe, an den Tisch in der Mitte des Raumes setzte, sammelten die Angreifer ihre zahllosen Pfeile und Dolche wieder ein, die in der Kiste und in der Wand dahinter steckten. „Das sind Armand Christoph, S´kriiva, Methredhel und Dynari.“ Ein Kaiserlicher nickte ihm kurz zu und widmete sich dann wieder seinem Wein. Die Khajiit sah nicht mal auf als ihr Name genant wurde und schnitzte weiter, mit ihren Krallen kunstvolle Ornamente in den Tisch. Die 2 jungen Waldelfinen die als letzte genant wurden lächelten Tristan zu und tuschelten miteinander. Sie waren wohl schon eine Weile am Kartenspielen, da jede Menge Gold in der Mitte des Tisches lag und schon mehrere lehre Weinflaschen am Boden standen. „Möchtest du nicht mitspielen.“ fragte Dynari und musterte in von Kopf bis Fuß. „Nein danke. Amusei es ist soweit das du deine Schuld bei mir begleichen kannst. Ich muss dich um einen Gefallen bitten.“ „Alles was du willst Tristan.“ antwortete dieser sofort. „Stimm nicht voreilig zu mir zu helfen.“ ermahnte ihn der schwarze Magier. „Du musst für mich nach Morrowind reisen, ein paar Freunde von mir finden, eine Söldnertruppe die sich die Klingen des Nordens nennen und ihnen diese Nachricht übergeben.“ Amusei verschluckte sich an dem Schluck Wein den er gerade zu sich genommen hatte und sah Tristan unsicher an, der gerade einen Brief aus seinem Reiseumhang zog, doch dann erwiderte er gelassen: „Du hast mein Leben Einmal verschont und ein zweites Mal gerettet. Ich werde dir helfen mein Freund, wann soll ich aufbrechen?“ Erleichterung machte sich in Tristans Gesicht breit und der lächelte. „Ich wusste, dass ich auf dich zählen kann. Brich bitte sobald du kannst auf. Die Reise wird gefährlich werden sollte jemand mitbekommen, wer dich geschickt hat oder zu wem du willst. Der Arm unserer Feinde ist sehr lang und sie sind stark und zahlreich.“ fügte er besorgt hinzu. „Keine Sorge Tristan, mich kriegen die nicht.“ beruhigte in der Agonier und nahm den Brief entgegen.
Amusei brach noch in derselben Nacht, mit dem Letzten Schiff das auslief, auf und Tristan sah dem Schiff noch eine Weile nach bevor er zum Schrein von Vaermina aufbrach. Es war ein herrliches Gefühl als Wolf geschmeidig durch die kühle Nacht und den mondbeschienenen Wald zu laufen. Am Schrein angelangt, trat Tristan an dem dortigen Dunmer-Priester heran. „Ist hier eine junge Frau mit violetten Haaren gewesen?“ „Wer will das wissen?“ gab der Dunmer giftig zurück. „Jemand der dir den Kopf abschlägt wenn du nicht gleich antwortest!“ fuhr in Tristan an. Beunruhigt sah der Priester auf Valimar hinab, dass schon halb aus seiner Scheide gezogen worden war. „Ja hier war eine Bretonin mit violetten Haaren.“ stotterte er schließlich. „Und wohin ist sie gegangen.“ wollte Tristan mit kalter Stimme wissen. „Zu einer Festung südwestlich von hier.“ Der Bretone lächelte ihn düster an. „Na also, geht doch.“
Es war schon früh am Morgen und die Sonne stieg rasch höher, als Tristan die Festung erreichte. Im Inneren waren die Gänge durch die Fackeln an den Wänden beleuchtet. Der Bretone achtete nicht lange auf den großen, gedeckten Esstisch in der Mitte es ersten Raumes und ging mit gezogenem Schwert weiter. Langsam schlich er in den nächsten Raum, der mit Spinnenweben vergangen war und entdeckte einen toten Xivilai, der in einer großen, dunklen Blutlache lag. Der schwarze Magier schmunzelte kurz, als er drei gezielte Einstichwunden im Hals, in der Brust und im Rücken des Ungetüms sah. Ayaka war eindeutig hier gewesen. Nachdem er einen Raum durchquert hatte, auf dessen Decke ein Tisch stand, betrat er eine gewaltige Höhle durch die eine schmale Brücke führte. Um ihn herum war alles schwarz, nur ein paar wenige Feuerstellen erleuchteten den Weg vor ihm. Vorschichtig aber dennoch zielstrebig überquerte Tristan die schmale Passage und sah sich plötzlich einer Weggablung gegenüber. - Links oder Rechts, wo ist Ayaka lang gegangen? - Kurzer Hand verwandelte er sich in zum Wolf und nahm ihre Spur auf. - Also gut, dann links. - Am Ende der Brücke, war eine kleine Holztür. Er öffnete sie und sah sich riesige Baumwurzel ähnliche Pflanzen, an denen Flechten wuchsen gegenüber. 3 tote Clannfear lagen in der nähe, ihr Blut breitete sich gerade erst aus und frische menschliche Spuren führten eine Treppe, auf der rechten Seite der Halle, hoch. 2 Stufen auf einmal nehmend hastete Tristan die Treppe hoch und blieb vor einem großen Eichentor stehen. Der Gang, der dahinter lag, war voller Blut und Teilen von Skeletten, sogar 2 Frost-Atronachen lagen tot auf dem Boden. Der Bretone war erst wenige Meter weit gekommen als er lauter werdende Schritte hinter sich hörte. Sofort ging er, hinter einer Ecke des Ganges, in der Hocke in Deckung und zog 2 lange Dolche aus dem Gürtel. Den Schritten nach waren es nicht mehr als 3 Gegner. Sie waren kurz stehen geblieben, wahrscheinlich um die Frost-Atronachen zu untersuchen und kamen jetzt mit schnell näher. Tristan hörte wie Schwerter gezogen wurden und hörte eine heißere Stimme: „Bleibt in enger Formation hinter mir ihr Beiden, diese Sterblichen werden noch um Gnade betteln!“ -
Dremora, die haben mir gerade noch gefehlt! - dachte Tristan wütend und machte sich bereit.
Als der erste der Dremora um die Ecke kam, sprang Tristan aus der Hocke hoch und stieß mit seinem Dolch in der linken Hand nach oben. Blitzschnell Rammte er dem Feind die Klinge in den Unterkiefer, dann drehte er sich 180° um sich selbst und stach dem zweiten Gegner, den Dolch in der rechten Hand, bis zum Anschlag ins Auge. Der dritte Dremora, der zuerst von dem Angriff völlig überrascht worden war, hob eilig sein Claymore um dem Bretonen damit den Schädel zu spalten. Doch schon hatte ihm dieser, Valimar durch die Rüstung in den Bauch gerammt, nach oben gezogen und wieder herausgerissen. In einem Sturzbach ergossen sich das Blut und die Innereinen des Dremora auf den Steinboden und Tristan musste aufpassen, dass seine Rüstung nicht voll gespritzt wurde.
Durch ein weites Tor verließ er den gang wieder und stand auf einmal in einem Zimmer das einem Riesen gehören musste. Die Möbel in diesem Raum waren überdurchschnittlich groß. Eine lehre Flasche Surille-Brüder-Wein erregte Seine Aufmerksamkeit und als er sie untersuche, erkannte er, dass die Flasche gerade erst gelehrt worden war und das es sicher nicht der tote Daedroth in der Ecke gewesen war, der den Wein getrunken hatte. Wieder musste Tristan lachen. - Sie säuft wirklich wie ein Loch. - Dann spürte er plötzlich einen schwachen Impuls, der aus einem der nächsten Kammern zukommen schien und rannte schnell weiter.
Einen Augenblick blieb der schwarze Magier wie angewurzelt in der Tür stehen, eine magische Abwehrvorrichtung schoss Frost-Zauber in alle Richtungen, vor ihm lag Ayaka auf dem Boden und ein Xivilai wollte sie gerade niederstrecken. Tristan rannte so schnell er konnte zu ihr, wich mit einem Hechtsprung einem Angriff des Zauber-Steines aus und schlitzte dem Xivilai die Kehle auf. Nun trug er Ayaka auf seinen Armen zurück in den Gang. ''Ayaka, wie geht es dir?'' fragte Tristan besorgt. ''Geht schon…'' Sie richtete sich wieder auf und sprach leise einen Zauber; eine blaue Wolkendecke umhüllte die Bretonin. ''So, jetzt geht es mir wieder besser!'' ''Ein Wiederherstellungszauber? Wann hast du ihn gelernt?'' ''Auf dem Weg hierher. Ein alter Mann war so freundlich. Aber gut, dass du zum richtigen Zeitpunkt aufgetaucht bist! Danke!'' ''Ist doch klar!'' lächelte er. ''Gehen wir weiter.'' ''Woher wusstest du überhaupt, dass ich hier bin?'' ''Ich war beim Schrein und habe einen Dunmer gefragt. Danach ging's nach Gespür...'' ''Hast du deine Geschäfte in der Kaiserstadt schon erledigt?'' ''Ja. Ich habe nämlich einen alten Freund von mir gesucht. Er schuldete mir noch etwas, also ist er jetzt unterwegs nach Morrowind, um eine Söldnertruppe, bei der ich früher tätig war, hier nach Cyrodiil zu holen, damit sie uns beim Kampf gegen die Daedra helfen.'' ''Das ist gut. Du bist ganz schön herum gekommen. ...Eigentlich weiß ich so gut wie gar nichts über dich. Würdest du mir mehr von dir erzählen?'' Tristan wollte antworten, als sie einen Raum betraten, der voller verstümmelter Leichen war. ''Nicht schon wieder! Der Anblick im Dunklen Spalt hat mir schon gereicht!'' ''Du warst im Dunklen Spalt, Ayaka?'' fragte Tristan nervös. ''Ja, ich musste nämlich einen Schwarzen Seelenstein herstellen, um ihn Vaermina zu opfern. In der ganzen Höhle waren verkohlte und zerfetzte Körper, der Mythischen Morgenröte, Dunklen Bruderschaft und von Totenbeschwörern. Ich glaube, dass das ein Wolf war, der sie so entstellte. Hier, ein Artikel über diesen schwarzen Wolf.'' Ayaka reichte die Zeitung Tristan. Er las sie mit finsterer Mine. ''Glaubst du an diesen Wolf…?'' ''Zuerst dachte ich auch, dass das nur ein Märchen wäre, aber als ich die Spuren eines Wolfes in der Höhle entdeckte, bin ich mir sicher, dass es ihn gibt. Er hat zwar unseren Feind erledigt, aber so wie er es gemacht hat, finde ich, dass er kein Stück anders ist, als unsere Gegner!'' Tristan wurde still. Gerade, als er wieder etwas sagen wollte, griff ein Sturm-Atronach an. Sie gingen die Tunnel weiter und keiner der beiden sprach. Endlich erreichten sie Arkved, der bewusstlos in einem Bett lag. Sie versuchten ihn aufzuwecken, doch vergeblich. Auf einem Tisch, in der Ecke des rötlich beleuchteten Zimmers, entdeckte Ayaka die Kugel Vaerminas. ''Ich habe sie!'' Endlich fiel es dem Bretonen wie Schuppen von den Augen. - Jetzt begreife ich warum dieser Ort so seltsam ist. Die Kugel von Vaermina hat irgendwie Ayakas Albtraume in der ganzen Festung manifestiert. -
Sie verließen den Raum und gelangten sofort nach draußen. ''Was für ein verrückter Ort!'' ''Stimmt. Lass' uns zurück zum Schrein gehen.'' Am Popped See, wo der Schrein zu finden war, gab die Bretonin die Kugel Vaermina zurück. Die Fürstin der Träume sprach erneut zu ihnen:''Ich erhalte meine Kugel zurück und Arkved wird den Rest seines Lebens, wie in einem Alptraum verbringen. Es ist verdient. Ihr habt Euch als würdig erwiesen, Sterblicher. Ihr verdient, mein Zeichen zu tragen. Auch weiterhin, erwarte ich ergötzende Träume, besonders von Euch, junger Bretone.''
Kapitel 10: Der Handel
Tristan blickte betreten und gleichzeitig zornig zu Boden und dachte nach. - Ihr arroganten Deadrafürsten. Weder ihr noch die Neun bestimmen mein Schicksal, ich werde meine Eltern befreien und dir keinen weitern Albtraum schenken. Ich bin meines Schicksals eigener Schmied! - Ohne nachzudenken sammelte er sein Mana und Beschwor 2 mächtige, pechschwarze Flügel auf seinem Rücken herauf. Der Zauber „Schattenschwingen“ war ebenfalls aus dem Buch seiner Familie, doch er hatte ihn noch nie angewandt. Einen kräftigen Flügelschlag, der den Dunmer-Priester von den Füssen geweht hatte, später war er schon hoch über den Bäumen und flog in einem halsbrecherischen Tempo zu Raminus, in die Kaiserstadt.
Hannibal Traven, der Erzmagier der Magiergilde, stand am Balkon seines Turmes und sah sich den Sonnenaufgang an. Jeden Morgen gönnte er sich eine halbe Stunde Ruhe, bevor er sich den Problemen und Sorgen der Gilde widmete. Er seufzte kurz und wollte sich schon wieder umdrehen, als plötzlich eine größer werdende, schwarze Gestalt am Horizont auftauchte. Ein Mann in einem schwarzen Reiseumhang und mit schwarzen Flügeln flog direkt auf ihn zu. „Bei den Göttern, Mannimarcos Schergen kommen!“ schrie Traven in Panik und machte sich bereit dem vermeintlichen Attentäter erbitterten Widerstand zu leisten. Dieser landete gerade auf dem Balkon und ging mit finsterem Blick auf ihn zu. Der Erzmagier schleuderte ihm, ohne lange Fragen zu stellen, einen Feuerball entgegen. Der jedoch wirkungslos am magischen Schild des Fremden abprallte. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging Tristan an dem verdutzten, alten Magier vorbei und stieg mit Hilfe eines Portals in den Magierturm hinunter.
Der schwarze Magier fand Raminus in der Eingangshalle des Turmes. Er unterhielt sich gerade mit einer Waldelfe und machte große Augen als er Tristan erblickte. „Was machst du den schon wieder hier?“ „Mir bleibt nicht mehr viel Zeit alter Freund. Ich werde gegen Mehrunes Dagon und seine Daedra in den Krieg ziehen aber bevor ich das tue muss ich die Seelen meiner Eltern befreien. Raminus hast du in der Bibliothek einen Hinweis gefunden, wie wir sie retten können?“ „Immer mit der Ruhe Junge. Ja ich habe ein Buch gefunden in dem erwähnt wird, dass einer der Daedra Fürsten die Macht besitzt Seelen aus den schwarzen Seelensteinen zu befreien. Ich glaube es handelt sich dabei um Meridia aber sie wird deine Eltern nicht ohne eine Gegenleistung befreien.“ erwiderte sein Mentor. „Was, ich muss schon wieder vor einem Daedra Fürsten zukreuze kriechen?!“ brüllte Tristan. „Ich fürchte ja aber ich glaube du wirst Meridia mögen, ihr hasst beide Totenbeschwörer. Du findest ihren Schrein westlich von Skingrad und nimm dieses Fläschchen mit Ektoplasma mit.“ Tristan nahm die kleine, grüne Flasche entgegen und verstaute sie in der Innenseite seines Umhanges. „Gut dann auf in Richtung Skingrad.“
Nach einem ereignislosen Flug entdeckte Tristan den Schrein von Meridia und ging in den Sinkflug. Er landete mitten in einer Schar von betenden Gläubigen und schritt auf das Abbild der Deadra Fürstin zu. "He bleib sofort stehen, wir dulden hier keine Nekromanten!" rief ihm jemand nach. Langsam blieb Tristan stehen und drehte sich um. "Wie hast du mich genant." fragte er ruhig. Ein Khajiit in einer braunen Robe hatte sich von den Betenden erhoben und seinen golden schimmernde Katana gezogen. "Du hast mich schon verstanden, du Totenbeschwörer-Schwein." Immer noch ruhig antwortete Tristan: "Ich kann dir versichern das ich kein Totenbeschwörer bin und ich werde diese Beleidigung vergessen, wenn du dich entschuldigst." Der Khajiit kam langsam näher und lächelte den schwarzen Magier kalt an. "Sag was du willst Nekromant aber mich täuscht du nicht. Einen Schritt weiter auf Meridias Schrein zu und ich schlitze dich mit Goldbrand auf!" Nun zog auch Tristan Valimar und hielt das Schwert mit beiden Händen über seinem Kopf. "Dann versuch dein Glück Katze, ich wollte dich eigentlich nicht töten aber du lässt mir ja keine Wahl." Mit einem Brüllen griff der Khajiit an und wollte das Herz des Bretonen durchbohren. Dieser wich aber mit einer Drehung aus und schlug seinem Gegner Valimar in die linke Schulter. Unter der Wucht des Schlages brach das Schlüsselbein des Khajiiten und die Klinge drang tief in seinen Brustkorb ein. Während der Kerl in seiner eigenen Blutlache starb richtetet sich ein anderer Gläubiger auf und kam aus Tristan zu. "Du hast Boethias Auserwählten getötet, damit gehört Goldbrand nun dir." mit diesen Worten überreichte er dem schwarzen Magier die goldne Katana und betete dann weiter.
"Sei gegrüßt Sterblicher." Meridias überirdische Stimme hallte über die Ebene um ihre Statue. "Morgen." gab Tristan gelangweilt zurück. "Ich weis warum du hier bist und ich werde dir helfen aber dafür musst du mir einen Gefallen tun. Einer meiner Feinde der Unterkönig hat vor langer Zeit die Festung Sancre Tor heimgesucht und verflucht. Ich möchte, dass du für mich diesen Fluch brichst und die Bestie des Unterkönigs erschlägst. Dann werde ich die Seelen deiner Eltern befreien aber bereite dich gut auf den Kampf mit der Kreatur vor. Dieses Monster ist der mächtigste und bösartigste Diener des Unterkönigs.“ Der schwarze Magier überlegte kurz und willigte dann ein.
Sofort flog Tristan in die Geheime Universität zurück. Auf dem Weg erspähte er unter sich zahllose Obliviontore, die Zeit wurde langsam knapp. Raminus saß in einer Ecke in den Geheimen Archiven und diskutierte mit einer jungen, schwarzhaarigen Magierin. "Das Mana ist in allem Raminus, es umgibt uns und ist in den Pflanzen, der Luft, dem Feuer, dem Wasser und in der Erde. Ich bin mir sicher, dass unsere Seelen auch nichts anderes als konzentrierte Manaformen sind." fuhr sie ihn energisch an. "Aber die alleine Vorstellung das so etwas möglich ist, ist Wahnsinn. Weist du wie gefährlich es wäre wenn wir unserer gesamten Umgebung Mana entziehen könnten. Ein mächtiger Magier könnte dann alleine eine ganze Stadt vernichten!" wies er sie sofort zurecht. Jetzt erst erkannte er, dass Tristan schon eine Weile wartend neben ihm stand. "Oh tut mir leid Tristan ich habe dich gar nicht gesehen. Adria können wir später weiter sprechen?" Die junge Magierin sah in böse an, nickte dann aber kurz und stürmte zur Tür hinaus. "Also wie ist es mit Meridia gelaufen?"
Nach dem Tristan seinem Mentor vom Meridias Auftrag erzählt hatte, saßen sie einen Weile schweigend neben einander und Raminus legte seine Stirn in Falten. "Sancre Tor liegt irgendwo nördlich von Chorrol. Tiber Septim soll dort seine letzte Ruhestädte gefunden haben und deshalb pilgerten früher viele Gläubige zu dieser Festung. Schon seit vielen Jahren aber ist von dort niemand mehr zurückgekehrt. Ruh dich lieber ein paar Tage aus Tristan und schone deine Kräfte, du wirst sie brauchen."
Kapitel 11: Der Weg des Argoniers
Amusei schlich durch die dunklen Gassen von Pelagiad. Alles war ruhig, doch er blieb trotzdem Wachsam und gab kein Geräusch von sich. Auf seiner Reise nach Morrowind musste er mehr als einmal um sein Leben fürchten und der Argonier nahm den Spruch "Der Schein trügt" jetzt todernst. Er wusste das sich Tristans Freunde in dieser Stadt auf hielten und suchte schon die ganze Nacht in jeder Taverne, Schenke und Spelunke. Was gar nicht so leicht war, da er stets den Mördern der Dunklenbruderschaft ausweichen musste und er zunehmend Nervös wurde. Vor einiger Zeit war Pelagiad noch eine kleine Stadt gewesen aber der Handel blühte und so war die Stadt zu einer großen Metropole herangewachsen.
Eilig rannte er über einen mondbeschienenen Platz zum letzten Gasthof, in dem er noch nicht war und trat in einen düsteren aber sauberen Schankraum ein. In der Mitte stand ein runder Tressen, im dem der Wirt gerade die letzten Krüge putzte. Die umliegenden Tische wahren lehr, die Kerzen darauf brannten schon zur neige und die letzten Gäste hatten sich in Sesseln um den Kamin versammelt. Amusei zählte 4 Männer. Einer von ihnen ein junger Dunmer mit kurzem, weißem und sehr zerzaustem Haar, hatte die hübsche Kellnerin auf dem Schoß und schien äußerst Beschäftigt. Ein Rothwardonen mit einer Glatzen und Nord mit blonden Rasterlocken, beide waren um die 30, führten daneben ein ernstes Gespräch und tranken Met. Der 4te ein überdurchschnittlich großer, junger Bosmer mit schwarzem, langem Haaren, starte geistesabwesend ins sterbende Kaminfeuer. Amusei wollte gerade erleichtert auf sie zugehen, als hinter ihm die Tür auf gerissen wurde und 10 Männer der Schwarzen Hand hereinstürmten.
„Haben wir dich Echse, jetzt schlägt deine letzte Stunde!“ 2 von ihnen packten Amusei und wollten ihn zurück auf den menschenleeren Platzt zerren. Sekunden später brach einer von ihnen zusammen und blieb mit einem Elfenpfeil im linken Auge liegen. Der Bosmer am Kamin hatte bereits den nächsten Pfeil angelegt und auch die anderen Männer zogen ihre Waffen, während die Kellnerin kreischend davon rannte. Als das Quartet angriff, brachte sich Amusei mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit. Die Nordklaue ging in geschlossener Formation auf die Auftragskiller los und lies keine Gnade wallten. Der Nord mit seinem Claymore und der Rothwardonen mit seiner Kriegsaxt mähten ihre Feinde mit erschreckender Präzision nieder. Die beiden wurden von dem Dunmer zwischen ihnen gedeckt, der mit 2 Kurzschwertern die Hiebe auf seine Kameraden parierten und seinerseits ältliche Bauche aufschlitzte. Um allem noch die Krone aufzusetzen schoss der Bosmer hinter ihnen, einen Gegner nach dem anderen mit seinem Bogen ab. In wenigen Minuten war alles vorbei und der Boden der Herberge war mit Blut übersäht. „Ich danke euch edle Herren, ich bin Amusei und habe eine Nachricht von einem Mann namens Tristan für euch. Ihr habt mir das Leben gerettet, wie kann ich euch jemals danken.“ „Indem du aufkörst zu schleimen und uns die Nachricht gibst.“ fuhr ihn der Dunmer an. Amusei zuckte zusammen und überreichte ihnen den Brief. „Beruhig dich Feanor.“ wandte der Rothwardonen und nahm den Brief entgegen. „Du musst meinen Freund entschuldigen, normalerweise ist er besser drauf aber er war gerade beschäftigt. Ich bin Marek, das sind Hirad und Evuun.“ Der Nord lächelte ihm kurz zu, der Waldelf nickte nur und zog dann seine Pfeile aus den Toten heraus.
Nachdem sie die Toten fortgeschafft hatten, ließen sie sich wieder am Kamin nieder und die junge Kellnerin ließ sich auch wieder blicken, worauf Feanor wieder glücklich und beschäftigt war. Marek las den Brief der Gruppe vor indem es hieß, dass Tristan sie brauchte und sie so schnell wie möglich kommen mussten, danach saßen sie eine Weile still nebeneinander und dachten jeder für sich nach. Marek war der Erste der das Schweigen brach: „Wir müssen sofort los. Ich weis, dass wir mit dem Kämpfen aufhören wollten aber ich lasse Tristan nicht im Stich.“ „Ja wir laufen mit dem nächsten Schiff aus und segeln nach Cyrodiil!“
rief Hirad und wandte sich dann dem Wirt zu: „Eine Runde Met für alle.“
Am nächsten Morgen schifften sie mit der Flut nach Cyrodiil aber Amusei mussten sie tragen. Der Argonier hatte bis zum Umfallen getrunken und war noch immer stockbesoffen. Er lallte den Kriegern den ganzen Weg zum Hafen die Ohren voll, bis Hirad der Geduldsfaden riss und der Barbar den Betrunkenen mit einem Faustschlag zum schweigen brachte. Auf dem Schiff warfen sie die Echse in eine Kajüte und gingen dann an Deck um einen Letzten Blick auf Morrowind zu erhaschen. Die Reise verlief ruhig und sie hatten Glück mit dem Wind, schon nach wenigen Tagen kam die Kaiserstadt in Sicht. Die Nordklaue und Amusei der immer noch sauer auf Hirad war, weil dieser ihn geschlagen hatte, gingen an Land und machten sich dann nach Norden auf.
Kapitel 12: Das Grab und der Mantikor
Tristan blieb einige Zeit in der Universität, las in der Bibliothek und studierte das Buch seiner Ahnen, doch er war nie ganz bei der Sache. Immer wieder schweiften seine Gedanken zu Ayaka. Er hatte sich nicht von ihr verabschiedet und war einfach abgehauen. Raminus war die meiste Zeit mit seiner neuen Schülerin Adria beschäftigt, die nichts lieber zu tun schien als ihren Mentor zu nerven. Sie war nur eine von vielen talentierten Magiern, die in der Universität studierten und Tristan war sich sicher, dass man noch großes von ihnen erwarten durfte.
Nachdem er mehrere Tage der Ruhe in der Kaiserstadt verbracht hatte, beschloss Tristan als Wolf einen nächtlichen Streifzug durch die Stadt zu machen und vielleicht auch Amusei einen Besuch abzustatten. Die Nacht verdunkelte die Gassen des Tempelbezirks, doch der Mond hüllte die Straßen in ein mysteriöses Licht. Plötzlich hörte er aus einer dunklen und engen Seitenstraße zwei Stimmen. „Nein bitte, ich werde das Geld irgendwie auftreiben, tu mir nichts. Ich hab Familie …“ stammelte ein Kaiserlicher in mittleren Jahren. „Zu spät, wir haben dich schon beim letzten Mal gewarnt. Wer das Schutzgeld nicht bezahlen kann wird abgestochen. Die “neue“ Diebesgilde duldet keinen Zahlungsaufschub!“ verhöhnte ihn der Verbrecher. „Nein b...bitte nicht, ich … aaah …!“ Schon lag der Mann mit einem Dolch in der Brust auf dem Boden und sein Mörder verschwand in der Dunkelheit. Langsam trottete der schwarze Wolf auf die Leiche zu und beugte sich über sie. Das Gesicht des Unschuldigen war zu einem entsetzten und qualvollen Schrei verzerrt und seine leblosen Augen starten zu den Sternen hinauf. Sekunden später vernahm Tristan ein leises Keuchen vom anderen Ende der Gasse. Tristan sah auf und legte den Kopf schief, vor ihm stand Ayaka. Sie stand ruhig im Mondlicht und starte ihn mit größer werdenden Augen an. Einen Moment war alles still, dann hallten schneller werdende Schritte durch die Nacht. Männer schrieen und kurz darauf bogen mehrere Wachen um die Ecke. Doch Tristan war schon verschwunden und machte sich auf in den Norden.
Wenige Tage später kam er in den Ruinen von Sancre Tor an. Überall ragten noch alte Mauern aus dem Schnee und zeugten von dem einstigen Glanz der Festung. Langsam schritt der schwarze Magier, mit einer Hand am Schwertgriff, durch den unberührten, tiefen Schnee und horchte nach dem leisesten Geräusch. Endlich erreichte er den Hauptteil der Ruine und wandte sich dem großen Eichentor zu, das knarrend und ächzend aufging. Im inneren der Festung blieb er wie angewurzelt stehen und betrachtete für einen Augenblick den Boden vor sich. Der Gang war übersät mit den Gebeinen toter Abenteurer und Pilger, an den Wänden waren noch alte dunkle Blutspritzer zu erkennen. Langsam watete er durch die Knochen und Schädel, vorbei an Feuerschalen und Fackeln die ihr düsteres grünliches Licht an die Wände warfen. Während er langsam weiterging überkam ihn ein ungutes Gefühl und er zog Valimar aus der Schwertscheide. Keinen Herzschlag zu früh wie sich zeigen sollte. Aus einer Nische sprang ein Skelett, in einer Klingenrüstung und mit einer Akaviri-Katana bewaffnet, hervor und lies seine Waffe auf Tristans Kopf niederfahren. Dieser konnte den Schlag gerade noch rechzeitig parieren und trat einen Schritt zurück. Der Untote bleckte seine noch vorhandenen Zähne und holte zum nächsten Hieb aus. „Das kannst du vergessen.“ rief der Bretone lächelnd und schoss dem Skelett einen Feuerball entgegen, der es durch den ganzen Gang schleuderte.
Tristan wollte sich gerade über die Überreste seines Gegners beugen, als er hinter sich ein Geräusch vernahm und mit blankgezogenem Schwert herumwirbelte. Der Geist eines Klingen-Ritters stand vor ihm, ein helles Licht schien von ihm auszugehen und er hob die rechte Hand zum Gruß.
„Danke, dass ihr mich von meinem Dasein erlöst habt. Mein Name ist Rielus, ich und drei meiner Kameraden wurden vor langer Zeit in diese heilige Stätte entsandt um herauszufinden, warum die Pilger die zum Grabe Tiber Septims reisten, nicht mehr zurückkehrten. Doch als wir hier ankamen wurden wir vom Unterkönig, der früher einmal Zurin Arctus hieß, empfangen. Wir kämpften tapfer, aber er war zu mächtig. Er besiegte uns Einer nach dem Anderen und verdammte uns dazu diese Festung für alle Zeit zu bewachen und seiner finsteren Kreatur zu dienen.“ Langsam ließ Tristan sein Schwert sinken und trat auf Rielus zu. „Ich bin hier um diese Bestie von der du sprichst zu töten. Kannst du mir sagen wo ich sie finden kann?“ Nun fing der Geist an zu lachen. Es war ein freudloses, beinnahe trauriges Lachen. „Ja das kann ich, sie bewacht den Sarkophag von Tiber Septim selbst. Doch du kannst die Grabkammer nicht betreten solange der Fluch des Unterkönigs auf ihr lastet. Aber verzweifle nicht mein Freund, ich und meine gefallenen Kameraden können den Fluch brechen. Befreie auch sie von ihrem unseligen Schicksal und wir werden dir helfen.“ Der schwarze Magier legte die Stirn in Falten und antwortete widerwillig: „Also gut, du lässt mir keine andere Wahl. Wo finde ich deine Kameraden?“
Nachdem ihm Rielus verraten hatte wo sich die anderen Untoten Klingen befanden, machte sich Tristan auf den mühsamen Weg zu ihnen. Er rannte durch die dunklen Gänge, wich zahllosen Fallen aus und musste hinter jeder Ecken einen neuen Geist oder Zombie erwarten, von denen es hier dutzende, wenn nicht sogar hunderte, gab. Sein ganzer Körper war mit blutigen Schnitten und Ektoplasma übersät. Endlich hatte er Alain, Valdemar und Casnar erlöst und machte sich auf den Weg zum Zentrum der Ruine. Es war ein runder, großer und schwach beleuchteter Raum, in den so gut wie alle unterirdischen Wege von Sancre Tor führten. Im Herzen des Gemäuers befand sich ein Becken mit abgestandenem und altem Wasser, auf dessen Grund hunderte Totenschädel lagen. Über eine steinerne Brücke gelangte der Bretone zum Tor, dass in Tiber Septims Grabkammer führte. Ehrfürchtig trat er ein und sah sich sogleich den 4 Geistern gegenüber, die vor einer Barriere aus grünlichem Nebel standen. „Wir werden den Fluch brechen, viel Glück mein Freund.“ mit diesen Worten wandte sich Rielus dem verfluchten Durchgang zu und kniete mit seinen Gefährten nieder. Sie zogen ihre Schwerter und murmelten in einer fremden Sprache vor sich hin. Mit einem Mal bebte die Erde, Staub rieselte von der Decke und mit einer Schockwelle, die Tristan von den Füßen riss, brach der Fluch.
Als sich der junge Magier aufrappelte, sah er gerade noch Rielus und seine Kameraden sich in Luft auflösten. Tristan holte tief Luft und schritt den Gang entlang, es war an der Zeit dieses Monster zu erlegen. Leicht zögernd betrat er die Grabkammer. Es war ein riesiger, schwach beleuchteter Raum, man konnte nicht mal die Decke erkennen, und in dessen Mitte ein großes Podest mit dem Sarkophag von Talos stand. Nichts war zu hören außer Valimar, das aus seiner Scheide gezogen wurde. Von der Bestie war nichts zu sehen aber die Wände waren voller Brandflecken und der Geruch des Todes lag in der Luft. Schritt um Schritt, schlich der Bretone in den Raum hinein und wurde immer nervöser, er hatte das ungute Gefühl beobachtet zu werden. Plötzlich hörte er einen Flügelschlag hinter sich und es jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken. Ein zischen erfüllte die Luft. Tristan machte einen Sprung zur Seite, fast im gleichen Augenblick schlug eine Feuerlanze dort ein wo er gestanden hatte. Über ihm schwebte ein über 3 Meter großes Monster. Es hatte den Körper und den Kopf eines Löwen, die Flügel eines Drachen und den Schwanz eines Skorpions. Der Mantikor landete vor Tristan, seine roten Augen glimmten in der Dunkelheit wie Rubine und sein fauliger Atem wehte dem Bretonen in´s Gesicht.
Mit einer Stimme die nicht von dieser Welt sein konnte sprach das Biest: ”Ich grüße dich Sterblicher, du bist seit Jahrhunderten der erste Gast in diesen Hallen. Du Wurm hast sogar meine Diener besiegt und befreit.” “Ich habe keine Zeit für dein Geschwätz, ich bin gekömmen um dich zustrecke zu bringen!” entgegnete Tristan, der langsam seine Fassung wieder gefunden hatte. “Du redest frei heraus, beinahe wie ein Daedra und Mut scheinst du auch zu haben. Ich könnte dich am Leben lassen, dir sogar die Unsterblichkeit schenken. Jetzt wo der Fluch gebrochen ist kann ich mich in Tamriel frei bewegen und mich den anderen Daedra anschließen, die eure Welt überfallen. Ich spüre schon seit Monaten, dass die Mauern zwischen den Welten einzustürzen drohen und bald werden wir wieder über Tamriel regieren. Tritt in meine Dienste und ich werde Gnade walten lassen. Knie nieder und schwör deinen wahren Herrschern die Treue!” “Tja weißt du, das hört sich alles wirklich sehr verlockend an und ein Daedra zu werden hätte sicher auch was für sich, aber das Abschlachten deiner Diener und untoten Krieger hat mir einen ganz lästigen Krampf im Oberschenkel beschert und so gern ich es auch würde, niederknien ist wohl nicht drin.” spottete Tristan und schleuderte seinem Widersacher einen Blitzzauber in´s Gesicht. Dieser brüllte vor Schmerzen und schoss in die dunklen Höhen der Grabkammer hinauf. - Das kann ja heiter werden! - dachte der schwarze Magier und drehte sich langsam, zur Decke starrend, im Kreis.
Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen stürzte das Untier von Oben herab. Die rasiermesserscharfen Klauen verfehlten Tristan nur um Zentimeter und er konnte sich nur mit knapper Not vor dem herumpeitschenden, giftigen Schwanz retten. Er rollte sich ab und sprang sofort wieder auf die Beine um dem Mantikor einen Feuerball nach zu jagen, der diesem jedoch nur die Mähne versengte. - Verdammt, meine Zauber nützen hier wohl nichts. - dachte Tristan und umklammerte Valimar noch fester mit den Händen. Mit einem Mal brachen blaue Flammen aus der Klinge hervor und als die Bestie erneut angriff sprang er ihr entgegen. Valimar schlitzte die Flügel des Mantikors mühelos auf und die Flammen fraßen sich begierig durch die Membranen und die Haut, der mächtigen Schwingen. Doch bevor Tristan wieder festen Boden unter den Füßen hatte, traf ihn der Schwanz seines Feindes und schleuderte ihn gegen die Wand der Grabkammer. Sein Schwert lag auf der anderen Seite des Raumes und das Monster, dessen Flügel lichterloh brannten, kam langsam auf den Bretonen zu.
Argesch war wütend. Seine Flügel waren von diesem kleinen Menschen zerstört worden und sein Gesicht schmerzte fürchterlich. Doch jetzt lag dieses lästige Insekt zusammen gesunken an der Wand und war so gut wie tot. “Ich habe dir die Wahl gelassen Mensch. Jetzt stirbst du für deine Frechheiten.” Er wollte gerade einen Feuerstrahl auf den scheinbar Bewusstlosen Bretonen abfeuern, als ein grauenhaftes Heulen die Ruinen der Festung erschütterte. Der Mantikor sah sich verwirt um und wollte sich gerade wieder seinem Opfer zuwenden. Doch es war verschwunden und an seiner Stelle stand nun ein mannesgroßer schwarzer Wolf. Langsam umkreisten sie sich. Blitzschnell gingen sie mit ihren Pranken aufeinander los, Tristan war jedoch kleiner als Argesch und musste daher zahlreiche Hiebe einstecken. Über sein rechtes Auge zog sich eine klaffende Narbe und beinahe hätte ihn der Giftstachel erwischt, der immer wieder hervorschnellte. Argesch wollte gerade etwas sagen, als der Wolf den Moment der Unachtsamkeit nutzte, ohne Vorwarnung angriff und ihm an die Kehle sprang.
Warmes, schwarzes Blut strömte über Tristans Gesicht, seine Reiszähne gruben sich immer tiefer in den Hals seines Feindes. Dieser stieß einen gequälten Laut aus, wollte den Wolf abschütteln und wehrte sich verzweifelt. Aber ohne Erfolg, er verlor den langen Todeskampf und ging zu Boden. Röchelnd lag Argesch in seinem eigenen, sich ausbreitenden Blut. Unterdessen verwandelte sich Tristan zurück, holte Valimar und schlug der Bestie den Kopf ab.
Fast zeitgleich erklang Meridias überirdische Stimme: „Gut gemacht, mein sterblicher Freund, ich werde die Seelen deiner Eltern befreien. Mögen sie in Frieden ruhen.“ Aus der Innentasche seines Umhangs stiegen plötzlich zwei weiße Lichter empor und verschwanden mit den Worten: „Gutgemacht mein Sohn.“ und „Wir lieben dich über alles.“ Erleichtert atmete Tristan auf, es kam ihm so vor als hätte er sein ganzes Leben auf diesen Augenblick hingearbeitet und ihm jetzt eine große Last von den Schulter genommen worden war. Er wollte gerade gehen, als im der Sarg von Tiber Septim auffiel. Er war beim Kampf zerstört worden und eine prächtige Rüstung lag in den Trümmern. - Talos hat sicher nichts dagegen, wenn ich sie an mich nehme. - dachte Tristan und steckte die Rüstung in seine Reisetasche.
Jetzt war die Zeit des Krieges gekommen und so flog er nach Süden.
Kapitel 13: Das letzte Aufgebot:
"Es ist unsere einzige Chanze! Wenn Brumar fällt ist, unser Untergang besiegelt. Es ist an der Zeit das die Magier des Kaiserreichs sich erheben und in den Kampf ziehen oder wir werden alle vernichtet!" Tristan stand auf dem großen Platz der Magier Gilde, um ihn war ein Großteil des Ordens versammelt. Alle Augen waren gebannt auf ihn gerichtet, er erkannte in ihnen Furcht und Verzweiflung aber auch Skepsis. Ein alter zauberer mit Mausgrauem Haar erwiderte trotzig: "Was können wir schon ausrichten, bauen wir lieber einen Manaschild um die Kaiserstadt und retten uns selbst!" Als ihn Tristan darauf hin fast anschrie, zuckte der Alte zusammen als hätte man ihn mit Eiswasser getränkt. "Einen Mana Schild wollt ihr errichten Meister Sarak? Glaub ihr den ein lächerlicher Schild würde Mehrunes Dagon aufhalten?!" Nun schaltete ich Raminus ein: "Ruhig Blut Junge. Es wird niemand gezwungen mit nach Brumar zu kommen, ich für meinen Teil werde Tristan jedoch begleiten." "Danke, das bedeutet mir sehr viel." flüsterte ihm Tristan erleichtert zu.
Einen Tag später, hatten sich gut 2 dutzend Magier versammelt, bereit bis zum letzten Athemzug zu kämpfen. Auch Adria war unter ihnen. "Ich danke euch allen." rief Tristan in die Menge. "Aber ihr sollt wissen das nicht alle von uns zurück kommen werden, ich habe verständnis wenn ihr es euch anders überlegen wollt." ... Keiner rührte sich. Mit einem stoltzen Lächeln fuhr der bretone fort:" Nun den, lasst uns aufbrechen!" Und schon schossen sie zu den Stürmischen Wolcken am Himmel empohr.
Schon von weitem waren die Explosionen und auf einander treffende Waffen zu hören. Die Schlacht war in vollem gange, bereits zwei Tore standen in der schneebedeckten Landschaft vor Brumar. Die kleine Gruppe der verteidiger war bereits in die Änge getrieben worden. Schnee und Eis färbten sich rot und begangen zu schmelzen, als die Schröme warmen Blutes sich darüber ergossen. Tristan erspäte Ayaka und Marek, sie waren umzigelt und erschöpft. In geschlossener Kampfformation schossen die Magier über dich tobende Schlacht hin weg um liesen Feuerbälle, Eisregen und Blitze über die Dämonen Oblivions herein brechen. Der vernichtende Angriff richtete Kaos und Verwirrung unter dem feindlichen Heer an doch die Deadra sammelten sich schnell und gebangen einen nach dem anderen von ihnen vom Himmel zu schießen. "Landet hinter der Line der Verteidiger und dekt sie mit aller Kraft!" schrie der schwarze Magier, wärend er selbst neben Ayaka zur Landung ansetzte.
Er rannte sofort zu Ayaka. ''Ayaka, wie geht es dir?'' ''…G… Gut…'' ''Ein Glück!'' Ein Seufzer der Erleichterung stieß aus dem Bretonen heraus. Ayakas Sicht wurde verschwommen. Sie umarmte ihn stürmisch. '' Wie geht es dir? Wo warst du nur?'' ''Ayaka… Es tut mir Leid…'' ''Ich bin so froh, dass du zurück gekommen bist!'' ''Ja.'' lächelte er, ''Aber wir stehen hier mitten auf dem Kampffeld, du solltest schnell deine Wunde zu Ende heilen.'' Sie gingen etwas abseits vom Schlachtfeld. Marek und die anderen Mitglieder der Nordklaue rannten auf die Bretonen zu. ''Tristan, es ist gut, dich wieder zu sehen!'' sagte der Anführer der Söldnertruppe erleichtert. ''Ja, freut mich ebenfalls. Aber nun sollten wir uns wieder dem Feind zuwenden.'' ''Wartet! Ich muss noch ein sehr wichtiges Thema ansprechen, bevor wir wieder in den Kampf ziehen!'' ''Was gibt es, Hirad?'' schaute Tristan fragend. ''Nun… Feanor hat sich an Ayaka rangemacht, mein Guter!'' grinste Hirad belustigt. ''So einer schönen Frau kann doch kein echter Mann widerstehen!'' antwortete der Dunmer mit einem sehr ernsten Ausdruck. ''Seit wann bist du denn ein echter Mann, mein Kleiner?'' lachte der Nord. ''Seit ich deine Windeln wechseln muss, mein Riesenbaby!'' antwortete Feanor giftig. ''Das wollen wir mal sehen! Fäuste hoch!'' ''Kannst du haben!'' Eine Wutfalte machte sich auf dem Gesicht des Nord bemerkbar. ''Ruhig Blut, Jungs!'' seufzte Marek und versuchte, die beiden Streithähne auseinander zu bringen. ''Ich bin wieder in Ordnung, Tristan.'' meldete sich Ayaka, indem sie seinen Ärmel leicht zog, zurück. ''Sehr gut.'' lächelte Tristan erneut und nahm ihre Hand. ''Machen wir diese Missgeburten Oblivions fertig!''
Die Daedra aus dem ersten Tor wurden nach kurzer Zeit besiegt und die aus dem zweiten wurden auch immer weiter zurückgetrieben. ''Gut so, treibt sie in die Enge!'' schrie einer der Magier. Gerade als die Soldaten dachten, der Sieg wäre zum greifen nah, öffnete sich das dritte Tor. Nun wendete sich das Blatt wieder. ''Verflucht, wieso kommen da immer mehr raus?!'' Feanor war entnervt. ''Ich trete denen gleich so richtig in den Ar .... was ist das?!'' Die Soldaten und die Daedra kamen ins Schwanken als die Erde bebte. Das große und somit letzte Tor schoss aus dem Boden heraus und schleuderte einen Bravil-Soldaten und einen Clannfear hoch in die brennende Luft. ''Nein, noch eine dieser gewaltigen Maschinen…!'' Ihre Stimme zitterte, als Mai die daedrische Kriegsmaschine, die unaufhaltsam in die Richtung des Ausgangs zog, hinter dem Tor erkannte. ''Ayaka… Ayaka! Los, stürm sofort in das Oblivion-Tor und hol dir den großen Siegelstein noch bevor diese Höllenmaschine unsere Welt betreten hat! Beeil dich!'' ''Verstanden!'' Ayaka ging sofort los. ''Warte Ayaka, ich begleite di ... Verdammt!'' Über ein dutzend Daedra umzingelten Tristan. ''Tristan!!!'' ''Schon gut, ich pack das hier schon, schnapp du dir den Siegelstein, ich komme nach, sobald ich hier fertig bin!'' Die Bretonin schaute zuerst besorgt, doch dann war sie voller Zuversicht: ''Gut!''.
Tristan lächelte den Deadra entgegen, die auf ihn mit erhobenen Waffen zukamen. Goldbrand locker in beiden Händen haltend ging er in die Knie und schloss die Augen. 2 Sekunden später, ein Windstoß, die Waffen schossen auf ihn nieder .... dann explodierte die Luft um den Bretonen und zerrieß die seine Wiedersacher in Fetzen. Er stand in einem Nebel aus Blut und geschmoltzem Schnee und blickte sich um. Sie hatten es mit einer schier unendlichen Übermacht zu tun. Die Männer hilten Stand, gerade noch so. Mit einem Brüllen stürtzte er sich wieder in die Schlacht.
"Verflucht, es werden immer mehr!" Tristan war bereits völlig außer Atem, als er einem Xivilai die Kehle mit seinem Schwert durchschnitt. Aber es ging nicht nur ihm so, jeder der Soldaten war bereits am Ende seiner Kräfte. "Gebt nicht auf! Wir müssen weiter kämpfen! Wir haben noch unsere Hoffnung! Ayaka! Sie wird jeden Augenblick zurückkehren, also lasst euch nicht durch die Anzahl der Feinde niederdrücken. Kämpft!" Die Ansprache der baldigen Kaiserin erweckte neue Kampfeslust in den Kriegern: "Für Cyrodiil! Für die Kaiserin!" Mai lächelte, als sie den neuen Enthusiasmus in den Augen der Menschen um sich herum sah. Sie nahm wieder ihr Langschwert und kämpfte weiter, aber sie hielt inne, als sie einen Schatten über sich bemerkte.
Tristans Hände fingen an zu zittern "Meine Kräfte schwinden langsam… Wo ist die… Kaiserin, passt auf!!!" Ein Xivilai packte die Frau und versuchte sie mit seinen monströsen Armen zu erdrosseln. "Lass mich los, du Bestie! Aaaah!" Die Schmerzen ließen sie aufschreien. Tristan hatte keine andere Wahl. Er war der einzige in der Nähe, der sie noch retten konnte, bevor der blaue Riese sein Werk vollenden konnte. Er brauchte neue Kräfte. Ohne seine besondere Macht könnte er die letzte Hoffnung Tamriels nicht retten. Während er zu Mai rannte, verwandelte er sich vor den Augen aller in den schwarzen Wolf. Mit seinem starken Maul, das sich mit warmem Blut füllte, biss er dem Daedra in den Hals und beendete so sein Leben. "Seid Ihr in Ordnung, Herrin?" fragte der Wolf die keuchende Frau. "J… Ja, es geht schon…" "In Ordnung, ruht Euch bitte aus, die Krieger und ich werden so lange die Daedra in Schach halten bis Ayaka zurückkehrt." versicherte Tristan und rannte zurück in die Menge. "Mai!! Wie geht es dir? War dieser Wolf nicht?!" "Martin… Ist schon in Ordnung…"
Mit einem Knall, wie aus tausend Kanonen schloss sich plötzlich das Tor und eine gewaltige Maschine stürtze aus dem Nichts auch den eisigen Boden und begrub die Feinde unter sich.
Jubelschreie waren zu hören aber gleichwohl wütende und hasserfüllte Stimmen.
Tristan wurde umringt und ihn Ketten gelegt. Nun war also der Tag gekommen an dem er für seine Taten büsen musste.
Kapitel 14: Das Ende rückt näher
"Ayaka, du bist zurück!" Die Kaiserin, die hinter der Menschenmenge hervortrat, war unsagbar froh, als sie die Bretonin mit dem großen Siegelstein in der Hand erblickte. Die Soldaten jubelten und Martin und Mai umarmten sich und Ayaka. Einige blieben jedoch ernst. Trotz des Sieges dieser Schlacht schwebte immer noch eine dunkle Wolke über den Köpfen der erschöpften Menschen. Ein Mann sprach es nun aus: "Was wird mit diesem Mörder geschehen? Ich glaube, ich spreche für die Meisten hier, dass wir seine sofortige Hinrichtung fordern!" Die Kaiserin ergriff schnell das Wort: "Er hat einen Namen -Tristan-, nun, seine Taten dürfen nicht ungestraft bleiben, deshalb sollte er vorerst unter Arrest gestellt werden. Doch wir dürfen auch nicht vergessen, dass er für dieses Land, für die Bürger dieses Landes, eine sehr große Hilfe war. Über sein Schicksal wird nach diesem Krieg entschieden. Doch nun sollten wir zurück zum Tempel. Tragt die Verletzten und bereitet alles für die Toten vor!" Tristans wurden von mehreren Wachen abgeführt. Ayaka stand da und bewegte sich nicht. Marek ging zu Ayaka und versuchte sie zu trösten: "Keine Sorge, das alles hatte seinen Grund, und alles wird auch wieder geregelt. Wir sollten auch zurück." "Wenn nicht schlachten wir alle ab und hauen mit ihm nach Norden ab." murmelte Feanor leise aber mit grausamer Entschlossenheit. Dann gingen sie und die Magier grimmig hinter den Anderen her, zurück zum Tempel.
Von 2 Bravil Wachen wurde Tristan durch die Festung geschleift und in eine Kammer am Ende des Westflügels geworfen. Sie schlossen die Tür hinter sich. Eilige Schritte waren zu hören. Die Tür wurde mit solcher Wucht wieder aufgeschlagen, dass sie fast aus den Angeln sprang. Eine Wache der Kaiserstadt stand aufeinmal im Raum. "Meine Frau wurde im Marktviertel vor 3 Monaten tot aufgefunden. Von einem Todeshändler wie dir erdolcht und dann zurück gelassen um langsam zu verbluten!" Dann traf ihn auch schon die Faust des Nord und ehe er aufstehen konnte wurde er von den anderen Wachen festgehalten. Schläge donnerten auf ihn, ein wie Pfeile aus dem Bogen eines Bosmer, bis er blutspuckend zusammenbrach. "Na wie mächtig bist du jetzt? Meine Frau konnte sich auch nicht wehren!" Dann beugte er sich zu Tristan vor und flüsterte: "Wenn wir wieder in der Kaiserstadt sind, werden die Qualen der Folter kein Ende nehmen für dich, Abschaum." Dann verließen sie den Raum und er hörte wie der Rigel vorgeschoben wurde. Er rafte sich auf, hinkte zum Bett und lies sich darauf nieder. Plötzlich stürmte jemand herein.
Er hob seinen Kopf und stand dann sofort auf als er sie erblickte. Tristan sah sie zunächst hoffnungsvoll an: "Ayaka, ich…!", doch er wusste nicht, was er sagen sollte, als er ihr in die Augen schaute. Sie sah ihn eine Weile an. Tristan blickte stum zu Boden, doch Ayaka lächelte und sagte ihm schließlich, nachdem sie sich zum Fenster begab und rausschaute: "Ich werde immer für dich da sein." Der Bretone war überrascht, überrascht diese Worte zu hören. Er dachte, sie würde von ihm enttäuscht sein, sich von ihm abwenden, doch dies war nicht so. Er schaute sie noch minutenlang mit offenem Mund an. Dann schaute er ernst, ging zu ihr und umarmte sie. Ayaka drehte sich um und umarmte ihn. Sie genoss seine, ihr so vertraute und wohltuende Wärme, sie lächelte wieder und küsste ihn: "Egal, was passiert, ich möchte für immer deine Wärme spüren... Ich sollte gehen, bevor die Wachen hier hereinplatzen." "Ja, du hast recht... Ayaka?" "Ja?" "Ich werde für meine Taten einstehen und hingerichtet werden, doch du darfst den Mut nicht verliehren und keinen Gedanken mehr an mich verschwenden. Rette Tamriels Zukunft und komm in einem Stück zurück." Sie verlies die Kammer und lies den Bretonen voller Sorge zurück.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Fabian - 02.04.2008, 17:19
Ich werde mich nun an das Vorläufige Ende der Geschichte setzten, ihr könnt die nächtsten (und letzten) 3 Kapitel ende des Monats erwarten.
mfg T.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Deremir - 02.04.2008, 19:49
Yeah...wenn ich net für die Shux lernen müsst dann würd ichs jetz lesen...(ich weiß womit ich meinen Samstag-Vormittag ausfüllen kann!!!xDDD)
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Amora - 14.04.2008, 19:52
Ich versteh nicht ganz was man hier machen kann...
Soll man die Geschichte von seinem Chara erzählen bis man bei der Geschichte von RPG beginnt, oder was?...bitte um Antworten!Danke!...XDD
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Deremir - 14.04.2008, 20:31
Du kannst ne eigene Geschichte schreiben... :wink:
...ich werd meine wahrscheinlich auch bald reinstellen... :)
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Florian - 14.04.2008, 21:15
Nee die Geschichte seines Hauptchars in Obli. Is eher nix für mich. :wink: Allgemein zock ich Oblivion nicht mehr sonderlich. Nur noch um mal abzuspannen... 8)
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Amora - 15.04.2008, 09:23
Gut, danke, vielleicht schreib ich ja auch hier rein....XDD
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Reyson - 15.04.2008, 20:42
Ravens Geschichte.... das is ne gute Idee. naja ich setzt mich mal drann und in fünf Jahren kann ich se ja reinstellen XD :lol: :lol:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Rock Lee - 15.04.2008, 20:43
Ach, so lange dauert des gar nicht. Ich spreche aus Erfahrung. :lol:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Reyson - 15.04.2008, 20:49
na dann fang ich mal an damit. Hähä Ravens Geschichte macht mal spaß zu schreiben.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Rock Lee - 15.04.2008, 21:00
Aber dabei nicht das RPG vernachlässigen! :lol: Auser wir gehen dort wieder getrennte Wege, dann ist es mir egal. :haha:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Reyson - 15.04.2008, 21:02
:lol: ne ne keine angst. ich werde es schon vernachlässigen, äh nicht vernachlässigen :lol:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Rock Lee - 15.04.2008, 21:11
Dann bin ich ja beruhigt. :lol:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Reyson - 15.04.2008, 21:16
das kannst du sein.
wow ich hab schon 10 zeilen XDDD
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Amora - 21.04.2008, 11:32
Ich hab jetzt keine Zeit, ich hab zu viele Schularbeiten... :(
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Fabian - 09.05.2008, 13:25
sry Leute, ich weis ich hab gesagt ich stell das Ende am Monatsende rein aber im Moment hab ich zuviel um die Ohren und komme nicht zum schreiben. :think:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 14.07.2008, 18:00
Ich hoffe ihr könnt euch alle noch an Aronas, Ariana... erinnern, ich bin noch af Urlaub, werde aber in 3-4 Wochen wieder zum Schreiben anfangen :wink:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Rock Lee - 14.07.2008, 19:25
Na klar, wie könnte ich denn meinen ehemaligen Chara vergessen. ^^
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 15.07.2008, 17:02
Was bisher geschah: Ihr erinnert euch wahrscheinlich noch alle an den Tod der Eltern des jungen Helden Aronias und seinen Kampf zusammen mit Ariana und Deremir(ich trauere immer noch um den kleinen Kerl) gegen Martok, nun die Fortsetzung beginnt JETZT!
Episode 2 Die neue Ordnung Kapitel 1 Das Wiedersehen
Zwei Jahre waren vergangen, doch trotz alldem kam es Aronias vor als hätten all diese Ereignisse die ihn zum Helden gemacht hatten, erst gestern geschehen. Aber nach der erbarmungslosen Schlacht gegen Martok und seine Heerscharen hatte der Rothwardone seine Drachenrüstung abgelegt und sich in der neu aufgebauten Stadt Kvatch niedergelassen. Er trainierte zwar immer noch regelmäßig, aber den offenen Kampf hatte er gemieden, da er schon zu viel Leid mit ansehen musste. Seine grünen Augen leuchteten noch genau so entschlossen wie vor 2 Jahren, doch ein Gesicht war ein wenig erwachsener und ein dünner Bartansatz zeigte sich in seinem Gesicht. Plötzlich liefen ihm zwei Gestalten über den Weg, die eine junge Bretonin mit den blonden Haaren kannte Aronias nur zu gut.
Nachdem der Held von Cyrodill Ariana begrüßt hatte wandte er sich an den ernst dreinblickenden Kaiserlichen in den Legionsrüstung. Dieser sprach>> Wir sind auf Geheiß des Lordkanzlers Ocato hier um dir folgendes zu verkünden, das Kaiserreich benötigt seinen Helden um eine bevorstehende Bedrohung abzuwenden!<< Aronias war einen Blick zu Ariana, die junge Frau nickte zustimmend. >>Ich werde mitkommen<<, sagte der Rothwardone und ging in sein Haus um sich auszurüsten.
Aronias fand seine kaiserliche Drachenrüstung zu sperrig, also entschied er sich für eine gefütterte Hose, Lederstiefel und ein Kettenhemd über das er noch ein Sackleinenhemd warf. Auf Helm und Handschuhe verzichtete er dafür legte er sich noch einen Gürtel um. Die Schwertscheide der
Götterklinge steckte er seitlich in den Gürtel, hinten legte er noch zwei verzierte Wurfbeile ein. Damit war er ausgerüstet für den langen Marsch bis in die Kaiserstadt.
Aronias und Ariana marschierten zusammen in die Kaiserstadt, denn der Kaiserliche ritt vor um die Ankunft der beiden Helden anzukündigen. Der Rothwardone versuchte ein Gespräch zu beginnen >>Ich wollte niemals ein Held sein, ich wollte einzig und allein den Tod meiner Eltern rächen, als dann Deremir starb habe ich dann weitergekämpft. Wieso braucht das Kaiserreich unbedingt einen Helden?<< Ariana begann plötzlich zu lachen und ihm wurde bewusst wie sehr er sie vermisst hatte.>> Wer weiß das schon Aronias, aber du hast immerhin Martok vernichtet also sollte es nicht mehr viel in Tamriel geben was du zu fürchten hast<< Der Rest der Reise verlief großteils schweigend aber nach einer Woche erreichten sie die Kaiserstadt.
Anmerkung: In meiner Geschichte ist die Kaiserstadt eine riesige Metropole mit tausenden Einwohner und die Welt ist auch bisschen größer.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 15.07.2008, 19:12
Na, wie findet ihr's?????
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Rock Lee - 15.07.2008, 19:21
Zu kurz. Also schreib schnell mehr. ^^
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 15.07.2008, 19:54
2.Kapitel Ein perfekter Mord
Snerdo schlich durch das düstere Hafenviertel der Kaiserstadt um seinen Auftraggeber zu treffen. Der Argonier war bereits in den späteren Jahren, doch hatte er das Attentat auf Ocato verüben wolllen. Aber leider hatte er versagt und der Lordkanzler war immer noch am Leben. Snerdo hoffte inständig auf die Gnade der unbekannten Person die ihm diesen heiklen Auftrag erteilt hatte. Doch trotzdem hatte der Argonier zwei Dolche unter seiner Kutte versteckt um sich im Notfall wehren zu können. Er betrat ein verlassenes Haus und setzte sich auf einen Stuhl in der Nähe eines kleinen Tisches. Plötzlich schlug ein riesiger Nord die Türe hinter Snerdo zu. Der Hüne trug eine dicke schwarze Rüstung aus einem unbekannten Metall. Ausgerüstet er mit einer großen Axt, einem Streitkolben einem Langschwert und eier Armbrust inklusive Bolzen. Der bärtige Mann dessen Gesicht mit Narben übersät war stellte sich vor die Tür um Snerdo den einzigen Fluchtweg zu versperren. >>Ich habe dich bereits erwartet Snerdo<<, sagte eine eigenartig freundliche Stimme zu dem Argonier. Snerdo konnte sich nicht entsinnen, dass auf dem ihm gegenüberliegenden Stuhl schon die ganze Zeit jemand gesessen hatte, doch er verbarg seine Furcht so gut es ging. Sein Auftraggeber sprach unterdessen weiter >>Ein einfaches Attentat und du vermasselst es du Versager! Die Wachen haben dein Gesicht gesehen, und bald werden sie dich finden und dann wirst du auch noch mich und meine Partner verraten du Vollidiot<<. Den letzten Teil des Satzes schrie die Person. Währenddessen konnte der Attentäter sein Gegenüber etwas besser unter Augenschein nehmen, die Person trug eine Robbe mit Kapuze die sie tief ins Gesicht gezogen hatte und wirkte groß und schlank. Der Mann strahlte eine gewisse Bedrohlichkeit aus obwohl er unbewaffnet schien. Snerdos Blick huschte immer wieder zwischen dem muskelbepackten Hünen und seinen Auftraggeber her und langsam wurde er sich seiner aussichtslosen Situation bewusst.
Der Mann mit der pechschwarzen Robe hatte Snerdo noch einige Zeit lang beschimpft und gedemütigt, während der Nord seinen Blick immer mit seinen stahlblauen Augen auf den Argonier richtete als könnten seine Augen töten. Dann fasste der Attentäter den Entschluss, dass er dieses Haus nur lebend verlassen würde wenn er Gewalt anwenden würde. Sein Auftraggeber sah nicht besonders kräftig aus und Snerdo dachte, dass er ihn besiegen könnte. An dem Hünen müsste er wohl oder über vorbeilaufen. Er wartete auf eine günstige Gelegenheit, dann griff er an. Er schleuderte einen Dolch nach dem Nord, den anderen nach dem Robenträger. Der Hüne wich der Waffe aus, sein Auftraggeber fing den Dolch vor seinem Gesicht. Dann packte er Snerdo am Arm und schleuderte ihn so kräftig gegen die Wand, das sie Brach. Als Snerdo sich wieder aufrichtete, schalt er sich selbst einen Idioten, dass er seinen Auftraggeber so unterschätzt hatte, doch nun war es zu spät. Er Mann stand bereits über ihm und riss seine Kapuze nach hintern. Dadurch entblößte er seine roten Augen und seine spitzen Zähne. Bevor Snerdo schreien konnte traf ihn ein Armbrustbolzen im Bach und ließ seine Sinne schwinden. Das Letzte was er spürte war ein Biss in seinen Hals.
Nachdem der Vampir sein Werk vollendet hatte sagte er zu dem Nord der gerade wieder seine Armbrust verstaute >>Manfred, wirf die Leiche in den Rumaresee, dann treffen wir uns am üblichen Punkt<<
Fortsetzung folgt
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 17.07.2008, 15:47
3.Kapitel Die Ankunft
Die beiden Gefährten betraten den Kaiserpalast um den Kanzler zu treffen. Im Ratssaal saß Ocato auf seinem Thron und breitete freudig die Arme aus als er Aronias und Ariana erkannte. Der Lordkanzler sah fürchterlich aus. Seit ihn Martok mit seiner unheilvollen Magie getroffen hatte, waren einige Stellen in seinem Gesicht schwarz verfärbt und auch seine Hände sahen nicht sehr gesund aus. Des Weiteren zierten Augenringe sein Antlitz und er wirkte abgemagert. Trotzdem sprach er >> Der Held des Kaiserreichs kommt zu dieser dunklen Stunde um uns vor dem anrückenden Grauen zu bewahren<<. Aronias verbeuge sich und der Hochelf fragte ebenfalls nach der Drachenrüstung. Der Rothwardone erklärte die Umstände rasch. >>Du und Ariana, ihr müsst mir helfen, irgendjemand versucht mich umzubringen. Das gestrige Attentat war ein zwar ein fehlschlag aber trotzdem fürchte ich um mein Leben und um das des Reichs. Ihr Zwei seid die einzigen denen ich wirklich vertraue, sucht in der Kaiserstadt nach Verschwörern und bringt sie zur Strecke. Ich bin mir sicher, dass ihr Stützpunkt irgendwo in der Stadt liegt.<<, verkündete Ocato. Mit einer knappen Geste entließ er Aronias und Ariana.
Nachdem sie stundenlang die Stadt durchquert hatten, schnappten die Kampfgefährten das Gerücht auf, dass ein neues Schiff am Hafen festgemacht hatte und eine Waffenlieferung an Bord sei. Aronias und Ariana schlichen sich im Schutz der Nacht ins Hafenviertel um das untersuchen. Plötzlich marschierte eine große Gestalt auf das Schiff und Aronias wurde mit einem Mal unnatürlich blass. >>Das ist Manfred der Wilde, ich dachte er wäre längst tot. Deremir und ich haben ihn vor zwei Jahren zur Strecke gebracht.<<, erklärte Aronias im Flüsterton. Die Beiden beobachteten wie der Nord den Kahn betrat.
Manfred trug immer noch seine schwarze Rüstung als er die Kapitänskajüte betrat. Er wurde von zwei Piraten gebeten seine Waffen abzulegen, aber er ignorierte sie. Der Kapitän entließ seine Handlanger mit einem Wink. Er trug nur eine braune Hose, ein grünes, goldbesticktes Wams und verzierte Schuhe. Als Waffe hatte er einen Säbel bei sich und er war eher drahtig als muskulös. >>Manfred, alter Freund ich habe alle Waffen für dein Heer an Bord und auch diese speziellen Bücher aus Sumerset. Wir mussten ein paar Mönche abschlachten aber das ist nebensächlich. Hast du das Gold bei dir?<< Der riesige Nord warf dem Piratenkapitän einen Beutel hin und sprach dann >> Hier sind 200 Goldmünzen, mehr bekommst du von mir nicht du Halsabschneider.<< Der Pirat zog seinen Säbel, seine Crew tat es ihm gleich. >> Oh nein Manfred, so leicht kommst du mir nicht davon. Allein die vielen Waffen würden mehrere tausend Goldmünzen kosten und von dem Buch will ich gar nicht erst anfangen. Also,GIB MIR DAS RESTLICHE GOLD!!! << Manfred riss seine Axt aus der Halterung und im selben Moment tauchte ein Vampir hinter dem Kapitän auf. Der Blutsauger zog eine schmale Klinge und stieß sie dem Opfer in den Rücken bevor der Angegriffene bemerkte was geschah, trat die Spitze des Schwerts aus seinem Brustkorb. Sengir trug wieder seine Nachtschwarze Robe und kämpfte elegant und tödlich präzise.
Manfred wütete unterdessen wie ein Dämon mit Zahnschmerzen unter der Crew. Er rammte seine Axt in den Brustkorb eines Piraten und zog sie wieder heraus. Dann wandte er sich dem nächsten Feind zu, dem er seine Waffe in den Bauch schlug und ihn unter der Wucht an die Wand nagelte. Der nächste Seeräuber ging unter den Hieben seines Streitkolbens zu Boden und hauchte sein Leben aus bevor der die Planken berührte. Sein Antlitz war zerschmettert.
Sengir hatte währenddessen drei Seeräuber mit punktgenauen Stichen erledigt und ging nun auf den letzten Piraten los der abwehrend den Säbel vor sich hielt in der Hoffnung sich gegen den Vampir behaupten zu können. Doch Sengir schnitt ihm den Schwertarm ab und stach durch sein Auge ins Gehirn. Ohne einen laut von sich zu geben brach der Seeräuber zusammen.
Manfred hatte bereits das Blut von seinen Waffen gewischt und sie an sich genommen. Die beiden Mörder beugten sich über den Kapitän des Schiffs der blutend am Boden lag. Er wedelte mit der Waffe um Manfred und Sengir auf Abstand zu halten. Doch seine Hiebe wurden immer kraftloser bis er schließlich für immer die Augen schloss.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 31.07.2008, 10:19
Ich bräuchte 3 neue Figuren, 2 Gute und einen Bösen. Vorschläge???
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 31.07.2008, 13:58
Tick, Trick und Track
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 31.07.2008, 17:29
Verarsch wen anderen :evil:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheyr - 31.07.2008, 20:37
Tim, Schulz und Schulz^^
nee kA, an was haste denn so gedacht?
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 01.08.2008, 10:09
NORMALE NAMEN, die irgendwie in Oblivion passen. Die Rasse könnt ihr mir auch sagen, den Rest mach ich selbst. Ich meine soll ich drei kleine Enten durch Cyrodill laufen lassen namens Tick, Trick und Track :?:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 01.08.2008, 19:04
ich fänds cool xD
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 01.08.2008, 21:23
:gegen: Du findest auch Käse in der Dose cool. :P
Kommt Leute, ein bisschen ernsthaft jetzt
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 01.08.2008, 21:46
NEIN! bloß kein Käse! Ich verabscheue jeden Käse, boh sheo du.. jez muss ich mich wieder erinnern wie ich in der 2. klasse vom Freund n käsebrot bekommen habe weil ich meins vergessen habe und ich mich dann in der Klasse übergeben habe >.<
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 01.08.2008, 23:25
HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA
So ich hab mich wieder :lol: Also zurück zum thema, hast du einen Vorschlag oder nicht :?:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 02.08.2008, 08:26
machs doch selber xD http://www.rinkworks.com/namegen/
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 02.08.2008, 09:19
Oh mein Gott
Ich meine eigentlich ob ich deinen Oblivionspieler einbauen soll :capito:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 02.08.2008, 10:28
öhhh ok von mir aus
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 03.08.2008, 08:57
Hast du jetzt einen vernünftigen Vorschlag :?:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
masami - 03.08.2008, 12:04
Tooren, Ebony und Merkuum. So...
Re: Charakter-Hauptgeschichten
derRofler - 03.08.2008, 13:48
du weißt schon was "ebony" bedeutet?
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 03.08.2008, 16:08
Gut, ich nehm die drei Namen :D
Re: Charakter-Hauptgeschichten
masami - 03.08.2008, 19:57
derRofler hat folgendes geschrieben: du weißt schon was "ebony" bedeutet?
Mir fällt nur Ebenholz dazu ein. Ist daran etwas nicht in Ordnung?
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 04.08.2008, 10:02
Ach vergesst es, ich denk sie mir selber aus
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Florian - 05.08.2008, 13:19
Gott! Warum mussten die das alles nur so schlampig übersetzen? Dann wäre dieses Massaker mit Ebenholz und Glas garnicht passiert. Aber ja... Es ist ja so schwer sich am Vorgänger zu orrientieren... xD MEINE SELBST GEMACHTEN REPLACER FTW!!!
@Topic: Ich hab auch irgendwo mal was geschrieben aber das war glaub ich auf OI... Wenn ich mich bloß an die Story erinnern könnte. :think:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 06.08.2008, 10:32
Tja, ich kann mich erinnern und es sind sicher 4 Episoden geplant :wink:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 08.08.2008, 21:07
4. Kapitel Die Reise beginnt
Aronias und Ariana hatten Ocato alles über ihre Erfahrungen berichtet. Er dachte eine Zeit nach, dann sagte er >> Das sind schreckliche Nachrichten, ich hätte nie gedacht, dass der Dämon Sengir wieder unsere Welt betritt. Laut einigen Büchern hat ihn Tiber Septim besiegt. Sengir ist wirklich eine fürchterliche Kreatur, doch trotzdem wird er sicher nicht alleine mit Manfred arbeiten. Ich bin mir sicher, dass da noch andere Personen beteiligt sind, was auch die vielen Waffen erklären würde. Wenn der Feind eine Armee sammelt, dann müssen wir alles über ihre Pläne herausfinden. Ihr Beide werdet zuerst zurück in die schwarze Stadt reisen, und dann müsst ihr euch noch zur Insel Sumerset begeben um herauszufinden welche Bücher so wichtig für unsere Gegner waren, dass sie einfach so ein paar Morde begehen. Ich werde eine Gruppe von Gefährten für euch zusammenstellen. Trefft mich morgen im Gefängnishof. << Aronias und Ariana nickten und verließen den Ratssaal.
Aronias hatte Ariana gar nicht kommen hören, und trotzdem stand sie plötzlich neben ihm. Vielleicht war er einfach zu sehr in Gedanken oder in den Sonnenaufgang vertieft.
>> Darf ich mich neben dich setzten? << fragte sie.
Er nickte und gleich darauf saß sie neben ihm.
Aronias fing zu sprechen an >> Ich weiß nicht was mit mir passiert, seit mich Martok mit seiner Magie getroffen hat und ich es überlebt habe, denke ich darüber nach wie ich ohne Schäden überstehen konnte was Ocato so entstellt und geschwächt hat. Manchmal, wenn es ganz still ist höre ich irgendetwas in mir pulsieren oder beinahe… zu mir flüstern. <<
>> Hast du es schon irgendwem anderen erzählt? <<
>>Nein, aber da ist noch etwas. Ich weiß, dass wir Rothwardonen gute Kämpfer sind, aber ich bin erst 21 Jahre alt und doch besiege ich doppelt so alte und erfahrene Krieger im Duell. <<
>>Vielleicht hast du nur ein besonderes Talent oder deine Eltern haben dich gut unterrichtet<< Ariana sah das er es nicht glaubte, sie glaubte es ja nicht einmal selbst.
>> Ach ja, << sprach der junge Held weiter >> Seit einiger Zeit schmerzt meine Narbe wieder. Du weißt schon, die geschmolzene Pfeilspitze in meiner Schulter. <<
So lange die Beiden auch nachdachten, sie fanden keine Lösung auf Aroniass' Probleme. So legten sie sich beide schlafen.
Am selben Tag noch zu Mittag gingen die Freunde in den Gefängnishof um ihre Verstärkung zu empfangen. Der Lordkanzler wartete bereits mit einer Eskorte und drei Gefangenen auf Aronias und Ariana. Er lächelte den beiden zu und fing an zu erklären.
>> Ihr denkt wahrscheinlich, dass es eine Verzweiflungstat sei, drei Gefangene zu begnadigen um unseren Feinden etwas entgegenzusetzen, aber ihr irrt euch. Niemand kämpft so gut wie jemand der es für die Freiheit tut. Also der Khajit hier heißt Kabanga und ist wegen Diebstahl und Raub hinter Gittern. Wir haben ihn erwischt als er in ein Patrizierhaus einbrechen wollte. Die nächste hier <<, er zeigte auf eine junge und zierlich gebaute Hochelfe, ungefähr so alt wie Ariana. >> Heißt Masami, sie hat sich bei der Ausführung von Totenbeschwörung sehen lassen. Des Weiteren hat sie drei unserer Wachen verletzt. Sie dient euch als magische Unterstützung und als Führerin auf Sumerset. Und der Letzte << Ein muskulöser und grimmig blickender Ork mit einem Kriegerzopf >> Ist Faihok, er hat bei einer Schlägerei einige Seemänner verletzt und als unsere Wachen ihn Festnehmen wollten hat er wie wild um sich geschlagen. Es gab einige Bein-, Arm-, und Kieferbrüche. << Der Ork zeigte ein sadistisches Grinsen auf seinen gehärteten Zügen. Nach einigen Stunden Vorbereitung verließ die Gruppe die Kaiserstadt in Richtung Westen.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 08.08.2008, 21:20
hmm wo bin ich ? xD ich glaub ich sollt beim 1. kapitel anfangen statt beim 4. dann versteh ich auch was ^^
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 08.08.2008, 21:31
Das wäre sicher hilfreich für dich :D
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Bullshit - 08.08.2008, 21:38
jo ich sehs xD aber ich glaub ich hätte auch die geschichte im oi forum lesen sollen xD
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 08.08.2008, 21:40
Keine Angst, während der 2. Episode erzähl ich in Bruchstücken alles was im vorigen Teil passiert ist, und jetzt schreib nicht LIES! :wink:
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Sheogorath - 10.08.2008, 17:26
5. Kapitel Vollmond
Die Nacht brach herein über Tamriel. Die kleine Reisegruppe hatte ihr Lager eine halbe Meile von der Straße entfernt hinter einem Hügel aufgeschlagen und genoss die Stille dieser klaren Nacht. Die ersten Tage ihrer Reise nach Anvil waren meist schweigend verlaufen. Kaum jemand hatte sich bemüht echte Freundschaften zu schließen. Bis auf Masami. Seit dem Beginn ihrer Reise war sie viel mit Aronias zusammen. Die beiden hatten viel miteinander geredet und jetzt saßen sie eng beisammen am Lagerfeuer. Ein paar braune Strähnen fielen ihr in das makellose Gesicht und ihre hellblauen Augen ruhten auf dem Kämpfer. Ariana behagte dieser Anblick überhaupt nicht. Der Bretonin gefiel es nicht wie die Hochelfe Aronias ansah, aber noch schlimmer war es wie er zurückblickte. Sie konnte die Blicke des Rothwardonen nicht deuten aber sie strahlten eine Verbundenheit zwischen ihm und Masami aus. Ariana nahm sich vor die Hochelfe im Auge zu behalten. Die Bretonin sah wie sich Kabanga und Faihok unterhielten. Also setzte sie sich neben die zwei und blickte hinauf zu den Sternen und dem strahlenden Vollmond.
Als das Feuer heruntergebrannt war und alle im Lager schliefen, ertönte in der Ferne ein Geräusch, welches keine menschlichen Lungen hervorbringen konnten. Es war laut, fuhr durch Mark und Bein und trug keine Wut in sich sondern pure Bosheit. Alle Mitglieder griffen zu ihren Waffen. Kabanga zog ein gebogenes Kurzschwert und ein Wurfmesser, Faihok, der übrigens seien Ork-Rüstung nicht einmal beim Schlafen auszog, packte seinen Kriegshammer und stieß einen Schlachtruf aus, Masami trug nur einen kleine Dolch, zog sich aber sofort zu Aronias zurück, der die Götterklinge aus der Scheide zog und schützend einen Arm um sie legte. Zuletzt nahm Ariana noch ihr Langschwert und begab sich in Kampfhaltung. Stille. Nichts rührte sich, nur der Wind rauschte in den Blättern der Bäume. Dann lachte jemand oder etwas, es war ein sadistisches Lachen, dessen Ursprung sich Anscheinend am Leid anderer erfreute. Dieser Laut dauerte ein paar Lidschläge. Dann war wieder alles ruhig. Plötzlich erwachte die ganze Gruppe zum Leben und rannte mit erhobenen Waffen zum Ursprung des Geräusches, nämlich der Straße. Aronias erreichte sie als erster und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Als auch der Rest seiner Gefährten ankam bemerkten sie die Ausmaße des Massakers vor ihnen.
Auf der ganzen Straße verteilt lagen gepanzerte Kämpfer, einige hatten ihre Waffen in der Hand, andere waren unbewaffnet gestorben. Masami verbarg ihr Gesicht in Aroniass Seite und wieder legte er einen Arm um sie. Ariana ließ sich nichts anmerken. Die Weggefährten gingen über die Straße und besahen die grob geschätzten 2 Dutzend Leichen. Die meisten waren mit präzisen Stichen getötet worden, anderen wurde die Kehle aufgeschlitzt. Niemand rührte sich, bis auf einen. Es war ein Hochelf, da er weder bewaffnet noch gerüstet war, ging die Gruppe davon aus, dass die toten Krieger seine Eskorte waren. Seine weiße Robe war mit Blut besudelt, ein Ohr fehlte ihm so wie ein Arm. Das Haar war bereits ergraut und die roten Streifen am Ärmel seiner Robe wiesen ihn als bedeutendes Mitglied der Regierung von Sumerset aus. Er lehnte an einem Baumstumpf und schien dem Tode nahe. Als Aronias näher kam weiteten sich seine Augen und er brabbelte etwas Unverständliches. Aronias fragte ihn >> Wer hat euch das angetan <<
Der Alte starrte ihn an und sprach dann leise und langsam >> Vampir, alle tot, aus dem Hinterhalt <<
Aronias wusste wen er meinte.
>> Wo ist der Vampir <<
>>Weg, fort hat alle abgeschlachtet wie Vieh <<
>> Was wollte er von euch? <<
>> Buch, hat es sich genommen. UNHEIL, UNHEIL! <<
Bevor Aronias ihm eine weitere Frage stellen konnte fragte der Altmer >> Was ist mit eurer Aura? <<
Aronias blickte verdutzt drein bis ihm Masami erklärte >> Die Aura könnte man als
" magische Ausstrahlung " bezeichnen. Menschen mit hohen magischen Fertigkeiten haben eine strahlende Aura, unbegabte eine schwache oder keine. Nicht viele können eine Aura sehen und deuten, aber einige mächtige Zauberer suchen anhand der Aura ihre Schüler aus. Des weiteren wurde aus einigen alten Schriften übermittelt, dass es vor tausenden Jahren Personen gab, die zwar keine Zauberfähigkeiten hatten, dafür andere wie zum Beispiel ein angeborener Widerstand gegen Magie, aber seit die Ayleiden untergegangen sind gab es keine Aufzeichnungen über solche Leute <<
Aronias nickte und fragte wieder den Verwundeten >> Was stimmt den nicht mit meiner Aura? <<
>> So hell, so strahlend…mächtig…noch nie gesehen <<
Der alte Mann sagte diesen Satz sehr undeutlich, gurgelte und hustete und spuckte Blut. Dann starb er. Kabanga trat näher und schloss ihm die Augen. Die Gruppe packte zusammen und marschierte weiter nach Anvil.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
Fabian - 02.04.2009, 20:31
So wieder 2 Kapitel auf der ersten Seite, hab mir wieder mal Zeit genommen auch wenn sie scheiße sind. Besser als nichts. Will die Geschichte endlich zu Ende bringen.
Re: Charakter-Hauptgeschichten
masami - 02.04.2009, 20:34
Na ja, nach fast zwei Jahren und über nem Jahr Pause... kann ich das sehr gut nachvollziehen. Möcht auch weiter schreiben (sobald ich wieder genau weiß, wie es mit der eigentlichen Obliviongeschichte denn weiterging :roll: ). Hab aber schon ein paar nette Ideen... Einfach, aber lustig.
Und scheiße find ich sie überhaupt nicht. :wink:
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