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Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
RaMa - 27.12.2007, 08:02Keine Panikmache aus dem Medienbereich
Bochum, 26.12.2007
Von Bernd Kiesewetter
Im Bochumer Tierheim kümmert sich die ehrenamtliche "Staff-Gruppe" darum, dass die so genannten Kampfhunde gesellschaftsfä hig werden und besser an neue, verantwortungsvolle Halter vermittelt werden können
"Der Begriff von Kampfhunden wird von Menschen falsch interpretiert. Die meisten von denen sind wirkliche Kampfschmuser. Die meisten Hunde sind verschmuste Tiere."
Das sagen zwei Bochumerinnen über die Stafford-Terrier - eine Hunderasse, die wie einst der Wolf das Opfer von menschlichen Ängsten, aber auch von Vorurteilen, übler Nachrede und Tierquälerei ist. Die Frauen heißen Jana Zindel (34) und Marion Callies (38) und arbeiten in der "Staff-Gruppe" im Bochumer Tierheim. Eine Gruppe, die diese Hunde fast täglich mit so viel Liebe und Lernen ausstattet, dass sie absolut gesellschaftsfä hig werden. Und keinen Postboten beißen und auch nicht den Fotografen, der ihnen aus nächster Nähe in die Augen blickt. Der Stafford-Mischling Spike (10) zum Beispiel hatte beim Fototermin nur Augen für Leckerchen und seine beiden Frauchen, mit denen er sich herzte, wenn auch äußerst hibbelig.
Keine Frage: Wer vor diesen Hunden Angst hat, muss kein Angsthase oder Tierhasser sein. Der Körperbau ist bärenstark, die Beißkraft beträgt bis zu zwei Tonnen. Und wenn ein bösartig erzogener Staff einmal zugebissen hat, lässt er manchmal nicht mehr los. Das ist Jana Zindel und Marion Callies durchaus bewusst. "Sie werden von Tierquälern für Hundekämpfe ausgebildet und missbraucht. Deshalb haben sie untereinander mehr Schwierigkeiten als andere Rassen." Das aber sei nur das Produkt falscher Abrichtung. "Es sind immer die Besitzer, es ist nicht die Rasse." Denn die Staffs haben auch eine ganz andere Seite, die nach Überzeugung der Frauen ihr eigentliches Wesen sei: "Es sind sehr menschenbezogene Hunde, fixiert auf ihren Begleiter. Eigentlich Familienhunde. "
Das einem Menschen näherzubringen, der keine Hunde mag, ist schwierig. Schließlich gilt seit jeher die Weisheit, die ein berühmter Tierfreund, Arthur Schopenhauer, einmal so formulierte: "Eine gefasste Hypothese gibt uns Luchsaugen für alles sie Bestätigende, und macht uns blind für alles ihr Widersprechende. "
Wenn man mit seinem Staff Probleme mit einem Jogger habe, sagt Marion Callies, "heißt es sofort: der böse Kampfhund". Wenn sich aber zum Beispiel ein Dackel oder ein Schäferhund aggressiv verhalte, "sagt keiner etwas".
In der seit 2000 bestehenden Staff-Gruppe sind 30 Hundefreunde (17 bis 70 Jahre) aktiv. Ehrenamtlich. Zwei Drittel sind Frauen. Sie alle trainieren soziale Verhaltensweisen, Gehorsam ("Sitz" u.a.), Leinenführigkeit und Stresssituationen wie große Menschenmengen oder plötzlicher Krach wie Autohupen. Das alles wird auf speziellen Prüfungen getestet. Die Kriterien sind viel strenger als bei anderen Rassen. Und die Prüfungen werden vom Veterinäramt abgenommen. Trotzdem bestehen fast alle Staffs. Die Folge: In den vorigen Jahren konnten immer mehr Staffs an neue Halter vermittelt werden.
http://www.derweste n.de/nachrichten /staedte/ bochum/2007/ 12/26/news- 12558099/ detail.html
Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
staffimaus - 27.12.2007, 23:13
Danke für die Einstellung ;), trifft den Nagel auf den "Kopf", alles "Kampfschmuser".
Schön das es noch mehr Menschen gibt, die sich für diese liebenswerten Tiere einsetzen und sie wieder "gesellschaftsfähig" machen und die Dummheit der vorherigen Besitzer ausbügeln.
Der Begriff "Kampfhund" existiert wirklich nicht, nur in den Medien und das dieser Begriff falsch interpretiert wird, denke dies ist jedem Besitzer dieser Hunde klar. Diese Hunde sind absolut menschenbezogen und Schmusebacken hoch 3 und wenn sie gut sozialisiert wurden, dann haben sie, ebensowenig wie andere Hunde auch, keine Probleme mit ihren Artgenossen!!!!!!
Für mich persönlich gilt: Wer einmal einem Staffi, Pitbull oder Bulli in die Augen geschaut hat, kommt niemals mehr davon los :D , so erging es mir jedenfalls vor über 20 Jahren ;). Grundsätzlich liebe ich alle Hunderassen, aber diesen Hunden bin ich einfach verfallen. Sie haben eine Art an sich, die kann man nicht beschreiben, man muss sie (er)leben! :big_herz
In den ganzen Jahren habe ich übrigens noch niemals auf der Straße einen Hundebesitzer dieser Rassen erlebt der sagte: "Vorsicht, mein Hund mag keine anderen Menschen" ......, oder "Vorsicht, mein Hund beißt". All diese Hunde haben immer freundlich mit dem "Schwänzchen gewedelt und sich teilweise, vor mir (einer Fremden) auf den Rücken geschmissen. Von den ganzen Küsschen die ich bekommen habe, mal ganz zu schweigen. :big_herz Bei anderen Hunderassen (gehe grundsätzlich auf jeden Hund zu weil ich Hunde liebe) war dies nicht immer der Fall. Hier wurde ich auch schon darauf aufmerksam gemacht: "bitte nicht anfassen" etc.
Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
Birgit und Josie - 28.12.2007, 18:17
Ich finde auch das dieses Beispiel Schule machen sollte, einfach um den herbeigerufenen schlechten Ruf dieser Rassen zu entkräften.
Man sollte wirklich immer wieder auch auf Menschen zugehen um ihnen zu zeigen und zu sagen das diese Rassen um keinen Deut besser oder schlechter sind als andere Hunde auch.
Ich habe zum Beispiel in meiner Zeit im Tierheim nur nette Hunde dieser Rassen kennen gelernt. Hunde die verspielt, verschmust und einfach Menschenbezogen sind. Hunde, die sehr traurige Augen hatten weil sie dort im Tierheim saßen und nicht verstanden warum. :big_cry
Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
camilla123 - 29.12.2007, 16:21
Hallo,
natürlich können die Kiefer eines großen, kräftigen Hundes viel mehr ausrichten als das Gebiss eines Zwergpinschers. Ich persönliche kenne einige sehr kleine Hunde, die fast vor nichts zurückschrecken und Waden anderer Leute gerne als Kauknochen benutzen. Klar, hier sind die Besitzer gefragt. Aber es kann und darf nicht sein, dass ein Hund wegen seiner "Rasse" in einer solch extremen Weise diskrimiert wird, er deswegen lebenslänglich im Tierheim sitzt oder sogar eingeschläfert wird und sich der unaufgeklärte Durchschnittsbürger aufgrund reißerischer Nachrichten nicht mehr auf 4 Meter an die "Kampfhunde" herantraut.
Dass manche Hunderassen in einigen Bundeländern zu den Listenhunden zählen und in anderen Bundesländern nicht, zeigt schon ganz deutlich:
Dieser Rassismus in Bezug auf den Canis lupus familiaris entbehrt jeder Logik!!! Demnach müsste also eine Staffordshire Bullterrier, der in Bayern lebt, weitaus gefährlicher sein, als ein Zugehöriger dieser Rasse, der sein Herrchen in Berlin hat, da ja ersterer mit einer 1 gekennzeichnet ist (also gemäß Wikipedia offiziell zu den aggressiven Listis gehört), während der Berliner Staffi dank seines Bundeslands als "harmloser" Vierbeiner angesehen wird... Hmmm... sorry, aber das leuchtet mir so überhaupt nicht ein! Wo bitte soll eine solche Einstellung hinführen? Wird vielleicht bald ein Gesetz erlassen, dass den Import von grau-getigerten kleinen Katzen verbietet, da diese im Vergleich zu den schwarz-weißen Stubentigern hinterhältiger und aggressiver sind??? Oder wird nächsten Monat in den Schlagzeilen vor Leuten gewarnt, die Stupsnasen und Sommersprossen haben, da es unter ihnen eventuell eine größere Zahl potentieller Straftäter gibt??? :evil:
Über so einen Bullshi... kann ein Bullterrier ja nur lachen! ;-)
Grüßle
Camilla
Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
Birgit und Josie - 29.12.2007, 18:43
Wie Recht du doch mit deinen Äußerungen hast. Es ist wirklich schon ein Wahnsinn der da verbreitet wird und in einer großen Gruppe von Menschen immer wieder Anklang findet, warum nur? Genau, weil sich die Menschen nicht mit den Tatsachen befassen und der geifernden Presse glauben die oftmals nichts besseres zu tun hat als diese Hunde zu verteufeln.
Was mir immer nur wieder auffällt sind wirklich die kleinen Hunde, die einfach keinerlei Erziehung genossen haben und machen was sie wollen. Sie rennen kläffend hinter Joggern her und versuchen sie zu stellen. Ich habe es hier tagtäglich vor der Haustüre und es sind Dackel, Shizu und Co die sich so benehmen wie es ihnen ihr Hundeführer beigebracht hat oder auch besser nicht beigebracht hat.
Das sind Dinge die mich wirklich aufregen. :twisted:
Während andere Leute mit ihren Vierbeinern einfach nur spazieren gehen wollen müssen diese Hunde Unfrieden stiften. Aaaaber, sie sind ja so klein und können niemandem etwas tun? Unterschätze nie den Biss eines Dackels, der tut verdammt weh.
Dieser Rassismus regt mich wirklich immer mehr auf.
Dein Beispiel mit den Katzen ist ganz hervorragend. Demnächst muss ich meine Glückskatze noch wegsperren weil sie soviel erzählt und dadurch aggressiver ist?
Es ist schon einfach lächerlich was uns auch die Politiker weiß machen wollen.
Diese Leute haben doch überhaupt keine Ahnung, geschweige denn einen Hund.
Re: Keine Panikmache aus dem Medienbereich
staffimaus - 12.01.2008, 01:36
:big_ok Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen!!!!!!
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