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Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:17Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
Hallo ihr lieben Katzenbesitzer,
sicher hat sich jeder von euch schon einmal mit dem Thema Wurmbefall beschäftigt, sei es, weil eure Miezen tatsächlich von einen Parasiten befallen waren, oder aber durch die prophylaktische Wurmkur durch den Tierarzt - die man ja mindestens 1 x im Jahr durchführen sollte.
Vielleicht geht es euch auch so wie mir, ich habe dem Wurmbefall bisher keine allzu große Bedeutung beigemessen ... irgendwie war es für mich vergleichbar mit meiner jährlichen Routineuntersuchung beim Zahnarzt.
Da meine Miezen eigentlich reine Hauskatzen sind, habe ich mir umso weniger Sorgen darum gemacht. Nun ist es so, dass unser Katerchen gerne jede Gelegenheit zu einer Flucht nach draußen nutzt - außerhalb der 4 Wände ist ja alles so viel spannender - und bei einem dieser "Freigänge" muss er sich so einen lästigen Parasiten eingefangen haben.
Das tükische am Wurmbefall ist, dass er oft lange Zeit unentdeckt bleibt - so auch in unserem Fall, denn Katerchens letzter Ausflug ist Monate her.
Wir hatten uns nur gewundert, dass er immer weniger verspielt war, viel geschlafen und viel Wasser getrunken hatte (was für unser Katerchen sehr ungewöhnlich ist) ... er hatte wenig Appetit und wurde immer dürrer.
Was mich dann endlich auf den Verdacht gebracht hat, er könnte einen Wurm haben, waren seine Augen ... die "zweite Netzthaut" war sichtbar und er hatte einen Blick, der irgendwie ein wenig verschoben war. Irgendwo hatte ich das in Verbindung mit einem Wurmbefall schonmal gelesen - auch wenn ich jetzt bei meiner Recherche nirgends einen Hinweis darauf finden konnte *grübel*
Wie auch immer, wir haben die Wurmkur durchgeführt und hatten auch wenig später den toten Beweis für den Befall aus Katerchens Hinterseite erblickt. Eigentlich dachten wir, das Thema wäre damit erledigt, aber er ist trotzdem noch appetitlos, antriebsschwach, hat keine Lust zu spielen, ist müde und durstig und auch die Augen werden nicht besser.
Nun doch sehr beunruhigt, hab ich mich auf die Suche nach Informationen begeben und muss danach sagen, dass ich diese Gefahr nicht als solche erkannt habe. Denn es gibt viele verschiedene Arten von Wurmbefall die auch je nach Art unterschiedlich behandelt werden müssen. Und ich muss meine Meinung revidieren, dass ein Wurmbefall nicht zwingend den Besuch beim Tierarzt erfordert und man sich getrost auch eine Wurmkur aus der Apotheke holen kann - die ja wesentlich kostengünstiger ist. Denn so ein Parasit ist nicht nur gefährlich für das Tier sondern auch für den Menschen.
Wir haben heute mit unserer Tierärztin gesprochen und am Donnerstag einen Termin ... ich werde euch von dem Ausgang berichten. Zuvor möchte ich euch aber in den folgenden Beiträgen über die unterschiedlichen Wurmarten und deren Gefährlichkeit informieren, damit evtl. der eine oder andere von dem Gedanken kuriert wird, diesen Befall auf die leichte Schulter zu nehmen - so wie ich.
Liebe Grüße
Ela
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:19Gefährdung und Ansteckung
Welche Katzen sind gefährdet, wie stecken sie sich an?
freilaufende Katzen sind natürlich einem besonders großen Infektionsrisiko ausgesetzt. Wurmlaven und -eier können "einfach so" aus der Umgebung (auf feuchtwarmen Wiesen, im Wald, im eigenen Garten, in verschmutzten Sandkästen...) aufgenommen oder von Tier zu Tier übertragen werden. Flöhe sind Zwischenwirte des Bandwurms, und auch Mäuse, Vögel und andere Beutetiere der Katze sind häufig verwurmt.
Allerdings sind auch reine Wohnungskatzen nicht ganz vor einem Wurmbefall gefeit. Es ist durchaus möglich, Wurmeier z.B. an den Schuhen oder an den Händen ins Haus zu tragen. Deshalb schadet es nicht, wenn man immer gleich nach dem Nachhausekommen die Schuhe auszieht und sich die Hände wäscht, besonders wenn man draußen oder bei Nachbarn eine andere Katze gestreichelt oder sich im Wald aufgehalten hat (Fuchsbandwurm!).
Jungtiere können bereits im Mutterleib oder über die Milch der Mutter mit Würmern infiziert werden.
In früheren Zeiten war es gar nicht so selten, dass sich Mensch und Tier an billigen Schlachtabfällen mit Bandwürmern angesteckt haben. Heutzutage kommt es wohl kaum mehr vor, dass rohes, ungetestetes Fleisch in den Futternapf der Katze wandert.
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:23allgemeine Symptome
Warum sind Würmer für die Katze gefährlich?
Würmer leben als Schmarotzer im Verdauungstrakt der Katze, entziehen ihr dabei lebenswichtige Nährstoffe und sind für Verletzungen des Gewebes, Blutverlust und Blutarmut verantwortlich. Außerdem können die Gallengänge und der Darm verstopft werden. All dies und freigesetzte giftige Stoffwechselprodukte der Würmer haben massiven Einfluß auf das Allgemeinbefinden und das Immunsystem der Katze. Besonders kleine Kätzchen können so schwer beeinträchtigt sein, dass sie Rachitis bekommen oder der Wurmbefall gar zum Tode führt.
Woran erkennt man, dass die Katze Würmer hat?
Solange die Katze nur leicht verwurmt ist, ist ihr oft gar nichts anzumerken. Verdächtige Symptome für einen Wurmbefall sind jedoch "Schlittenfahren" auf dem Teppich (starker Juckreiz am After), Abmagerung, ein aufgetriebener Bauch, Durchfall, z.T. abwechselnd mit Verstopfung, Erbrechen, Husten, Ekzeme und ein glanzloses, struppiges Fell. Weiße reiskorn- oder gurkenkernähnliche Partikel auf dem Kot oder im Fell der Katze rund um die Aftergegend weisen auf einen Bandwurmbefall hin (dabei handelt es sich um ausgeschiedene Bandwurmglieder).
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:24Ansteckungsgefahr?
Kann man sich bei der Katze mit Würmern anstecken?
theoretisch ja. Deshalb ist es sehr wichtig, bestimmte Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen, etc. einzuhalten, die Katzentoilette täglich zu reinigen und die regelmäßige Entwurmung der Katze nicht zu vergessen. Bei einem vorliegenden Wurmbefall sollte man seine Katze umgehend behandeln und bis nach der Entwurmung ein bisschen Abstand halten (keine Küsschen, Verbannung aus dem Bett), um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Wahrscheinlich ist das Immunsystem mit verantwortlich, ob sich ein Mensch leicht mit Würmern ansteckt oder nicht. Ich kenne jedenfalls niemanden, der sich tatsächlich bei seiner Katze Würmer geholt oder überhaupt jemals Würmer gehabt hätte. Trotzdem sollte man die Ansteckungsgefahr, speziell bei Kindern, nicht unterschätzen.
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:26Wurmarten
Rundwürmer und Bandwürmer:
So gibt es an Rundwürmern:
- Hakenwürmer
- Spulwürmer
- Peitschenwürmer
An Bandwurmarten existieren:
- Gurkenkernbandwurm
- Fuchsbandwurm
- Taenien
- Mesocestoides
Rundwürmer sind fadenförmige Würmer. Die Länge der ausgewachsenen Würmer reicht je nach Art von 1 Millimeter bis hin zu 25 Zentimetern. Alle Rundwürmer besitzen eine stabile, elastische Haut und einen Verdauungsapparat. Dieser beginnt mit der Mundkapsel, die neben der Nahrungsaufnahme häufig auch zur Anheftung an die Darmwand dient. Rundwürmer ernähren sich vom Darminhalt des Tieres und von dessen Körpersubstanz, z.B. Schleimhautzellen oder Blut.
Jedes erwachsene Wurmweibchen kann täglich mehrere Tausend Eier abgeben. Nach dem Ausscheiden der Eier mit dem Kot des Tieres entstehen infektiöse Larven. Diese können nun von anderen Haustieren, z.B. bei einem Spaziergang, aufgenommen und geschluckt werden. Die Larven wandern dann durch unterschiedliche Organe des Wirtes und können dort beträchtliche Schäden anrichten. Anschließend erreichen sie wieder den Darm, werden dort zu erwachsenen Würmern und beginnen nach der Paarung mit der Eiablage. Der Lebenszyklus beginnt von neuem.
- Hakenwürmer:
Name: z.B. Uncinaria stenocephala
Kennzeichen: hakenförmiger blutsaugender Dünndarmparasit
Übertragung: über Nahrung oder Haut
Länge: bis zu 1,2 cm
Symptome: Abmagerung, Blutarmut, Durchfall
Achtung: Infektionsgefahr für den Menschen
- Spulwürmer:
Name: Toxocara canis, Toxocara cati, Toxascaris leonina
Kennzeichen: rötlich-graue oder gelbliche an beiden Enden sich verjüngende Würmer mit drei gut entwickelten Lippen
Übertragung: Von der Mutter auf die Welpen während der Trächtigkeit, Aufnahme von Larven aus der Muttermilch oder Aufnahme von Wurmeiern aus der Umgebung.
Länge: 6-18 cm
Symptome: Lungenentzündung mit Husten und Nasenausfluss, Durchfall und Erbrechen, Abmagerung, allergische Hautentzündungen, Rachitis, aufgeblähter Bauch.
Achtung: Infektionsgefahr für den Menschen
- Peitschenwürmer:
Name: Trichuris vulpis
Kennzeichen: Peitschenförmige Gestalt des Körpers
Übertragung: Aufnahme von Eiern aus der Umgebung
Länge: 45 - 75 mm
Symptome: Teilnahmslosigkeit, Schwäche Fieber, Atemnot, struppiges Fell, blutige Durchfälle, z.T. abwechselnd mit Verstopfung, Koliken, Abmagerung, Blutarmut
Bandwürmer verdanken ihren Namen der flachen, bandartigen Körperform. Die Würmer leben als Parasiten im Dünndarm der Hunde und Katzen. Der Körper gliedert sich in ein Kopfteil (Anheftung an die Darmwand), einen nicht unterteilten Halsbereich und die sich ständig neu bildenden Glieder (sog. Proglottiden). Die Länge der Gliederkette kann von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Metern reichen.
Die Nahrungsaufnahme erfolgt über die Körperoberfläche. Fast alle Bandwurmarten sind Zwitter, d.h., alle Glieder beherbergen männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Die Entwicklung der Larven erfolgt in einem oder mehreren Zwischenwirten. Diese können durch die in den verschiedenen Organen sich entwickelnden und dabei wachsenden Finnen erhebliche Schäden erleiden, die sogar zum Tod des Zwischenwirtes führen können. Die Finnen gelangen über die Nahrungskette (z.B. rohes Fleisch des Zwischenwirtes) in den Darm des Endwirtes und entwickeln sich dort zum erwachsenen Wurm.
- Gurkenkernbandwurm:
Name: Dipylidium caninum
Kennzeichen: Darmparasit, gurkenkernähnliche weißliche Bandwurmglieder sieht man auf dem Kot des Tieres
Übertragung: durch Flöhe
Länge: bis zu 50 cm
Symptome: meist keine deutlichen Symptome, evtl. Juckreiz am After "Schlittenfahren", Verdauungsstörungen, Abmagerung, etc.
Selten: Infektionsgefahr für den Menschen, vor allem jedoch für Kinder, durch versehentliches Verschlucken von infizierten Flöhen
- Fuchsbandwurm:
Name: Echinococcus multilocularis
Kennzeichen: kleiner Wurm mit 4 Saugnäpfen und großen Haken am Kopf
Übertragung: durch den Verzehr von z.B. Mäusen
Länge: 1.4 - 3,5 mm
Symptome: meist keine deutlichen Symptome, man kann manchmal kleine weißliche Stippchen im Kot finden
Achtung: Infektionsgefahr, z.T. Lebensgefahr für den Menschen
- Taenien:
Name: z.B. Taenia taeniaeformis, Taenia cervi, Taenia ovis (Katzenbandwurm, Rehfinnenbandwurm, Schaffinnenbandwurm)
Kennzeichen: 4 Saugnäpfe und ein doppelter Hakenkranz am Kopf, bei dem sich lange und kurze Haken abwechseln
Übertragung: Verzehr von Mäusen und Ratten, Innereien von Wild- oder Nutztieren oder rohem Fleisch insbesondere Fleischabfälle
Länge: die kleineren sind ca. 60 cm, die größeren bis 2 m lang
Symptome: Meist sind keine Symptome festzustellen. Man kann manchmal weiße Glieder im Kot finden. Bei Massenbefall kommt es zu Abmagerung, Teilnahmslosigkeit, Schwäche und struppigem Haarkleid. Katzen zeigen Störungen in der Futteraufnahme bis hin zur Futterverweigerung.
- Mesocestoides:
Name: Mesocestoides lineatus
Kennzeichen: Kopf mit vier unbewaffneten Saugnäpfen.
Übertragung: Verzehr von Vögeln, Reptilien und Nagern
Länge: 12-50 cm
Symptome: Keine Symptome bei Wurmbefall. Zwischenstadien können eine Bauchfellentzündung hervorrufen.
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:31Wurmkur - wann und wie oft ?
Wann und wie oft soll entwurmt werden?
Abgesehen von dem akuten Befall hängt das vom Alter und von den Lebensumständen der Katze ab. Bei erwachsenen Freilaufkatzen, speziell wenn Kinder im Haus sind, ist eine ca. vierteljährliche Entwurmung ratsam, bei Bedarf auch öfter. Wohnungskatzen sollten vorsorglich einmal im Jahr entwurmt werden, im Idealfall 1 - 2 Wochen vor der jährlichen Impfung. Eine rechtzeitige Wurmkur vor einer Impfung ist für alle Katzen empfehlenswert, da der Impfschutz bei einem etwaigen Wurmbefall ggf. nicht optimal aufgebaut wird.
Hatte eine Katze Flöhe, muss sie nach der erfolgreichen Flohbekämpfung unbedingt gegen Bandwürmer behandelt werden. Flöhe übertragen Bandwürmer, eine Katze kann bei ihrer Fellpflege sehr leicht einige dieser lästigen Plagegeister verschlucken.
Bei Zuchtkatzen bzw. Katzenmütter in spe schadet es nichts, wenn man sie kurz vor dem Decken noch einmal entwurmt. Manche Entwurmungsschemen empfehlen, die Katze ca. 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin noch einmal zu entwurmen (bitte erkundigen Sie sich hier unbedingt beim Tierarzt, ob in Ihrem Fall eine Entwurmung Ihrer Katze so kurz vor der Geburt auch wirklich notwendig ist und welche Wurmmittel für trächtige Katzen zugelassen sind).
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass kleine Kätzchen nicht mehr entwurmt werden müssten, wenn die Mutter entwurmt wurde. Würmer können sich in einem bestimmten Entwicklungsstadium im Tierkörper verkapseln, so dass sie von einer Wurmkur nicht erfasst werden. Durch die Änderung im Hormonhaushalt eines trächtigen Tieres werden die Wurmlarven wieder aktiv und können so ungehindert auf die Jungtiere übergehen.
Einige Hersteller von Entwurmungsmitteln raten zu einer gleichzeitigen Entwurmung der Welpen und ihrer Mutter in einem zweiwöchigen Abstand bis zur 12. Lebenswoche der Kleinen, also insgesamt 6 Mal. Doch sofern die Katzen nicht in einer total vergammelten Umgebung aufwachsen und ständig von einer Neuinfektion mit Würmern bedroht sind, sollte es eigentlich ausreichen, wenn die Katzenkinder zusammen mit ihrer Mutter 2 - 3 x entwurmt werden, zumindest jedoch kurz vor den Impfungen in der 8. und 12. Woche.
Aber gleichgültig, ob das Kätzchen vom verantwortungsvollen Züchter oder Bauernhof stammt - ein Neuzugang sollte immer noch einmal gesondert nach dem Einzug im neuen Zuhause entwurmt werden. Wenn man bereits andere Katzen oder Hunde besitzt, am besten allen gleichzeitig eine Wurmkur verabreichen, so können Sie ziemlich sicher sein, dass Ihre Tiere wurmfrei sind. Aber bedenken Sie: eine Entwurmung ist kein dauerhafter Schutz, ein Tier kann sich jederzeit erneut mit Würmern infizieren.
Übrigens - abgetötete Würmer werden ganz einfach verdaut. D.h., sofern ein Tier nicht schon so über beide Ohren verwurmt war, dass es Wurmüberreste erbricht, wird man im Normalfall auch nach einer erfolgreichen routinemäßigen Entwurmung nicht an den Ausscheidungen feststellen können, ob die Katze tatsächlich Würmer hatte.
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 08.02.2006, 00:39Welche Wurmkur?
Welche Arten von Entwurmungsmittel gibt es, wie werden sie verabreicht?
Es hat schon seinen Sinn, dass Entwurmungsmittel bei uns in Deutschland nicht frei verkäuflich, sondern nur beim Tierarzt oder gegen Rezept in der Apotheke erhältlich sind. Nicht jedes Präparat ist für jede Katze oder jede Wurmart geeignet, außerdem haben mittlerweile bestimmte Wurmkuren ihre Wirkung verloren, die Würmer wurden dagegen resistent. Dein Tierarzt ist immer auf dem neuesten Stand und berät, welche Entwurmung für dein Tier in Frage kommt.
Entwurmungen gibt es als sog. "Spot-on"-Präparate, die in den Nacken der Katze geträufelt werden (derzeit leider nur gegen Bandwürmer wirksam), in Tabletten-, Pasten- und Gelform, oder können vom Tierarzt auch per Injektion verabreicht werden. Dosiert wird stets nach Gewicht der Katze, hier sollte man sich genau an den Beipackzettel halten, wenn man die Wurmkur selbst durchführt. Erwachsene Katzen wiegt man am besten, indem man sich zuerst mit und dann ohne sie auf eine Personenwaage stellt und das eigene Gewicht abzieht. Das Gewicht kleiner Kätzchen kann auf einer normalen Haushaltswaage exakter abgelesen werden.
Pasten und Gels sind meist in spritzenähnlichen Applikatoren verpackt. Entweder geben Teilstriche am Kolben oder Spritzenkörper Auskunft, bis zu welcher Markierung bei einem bestimmten Körpergewicht "abgedrückt" werden muss, oder es lässt sich anhand einer aufgedruckte Skala auf der Verpackung abmessen, wieviel Paste nötig ist (z.B. ein 1 cm langer Strang pro kg Körpergewicht). Tabletten können auch geteilt oder geviertelt werden. Einige Wurmmittel müssen mehrere Tage hintereinander verabreicht werden, bei anderen ist eine einmalige Gabe ausreichend.
Katzen lassen sich nicht so leicht überlisten, wenn es darum geht, ihnen etwas unbemerkt einzugeben. Deshalb klappt es nur selten, Entwurmungsmittel im Lieblingsfutter oder speziellen Leckerlis wie Leberwurst so zu verstecken, dass das Futter mitsamt der Tablette oder Paste freiwillig geschluckt wird. Sicherer ist es, der Katze das Wurmmittel direkt einzugeben.
Gel-Applikatoren seitlich zwischen den Zähnen ansetzen und langsam abdrücken (gibt man das ganze zu hastig ein und die Katze schluckt nicht gleich, läuft die Flüssigkeit schnell wieder aus dem Mäulchen). Die dickeren, klebrigen Pasten können nicht so leicht wieder ausgespuckt werden und man gibt sie entweder mittels Applikator ebenfalls von der Seite her direkt ins Katzenmäulchen oder schmiert der Katze die Paste mit dem Finger auf die Zunge.
Tabletten möglichst weit hinten auf die Zunge legen und mit dem Finger nachschieben. So bleibt der Katze gar nichts anderes übrig als zu schlucken; macht man es richtig, geht es so schnell, dass die Katze die Eingabe gar nicht richtig mitbekommt. Landet die Tablette dagegen nur vorne im Mäulchen oder gar unter der Zunge, wird die Katze alles tun, um das lästige Zeugs wieder loszuwerden. Manche Katzen sind wahre Weltmeister im heimlichen Wiederausspucken von Medikamenten, deshalb sollte man die Katze erst loslassen, wenn man sicher ist, dass sie geschluckt hat. Hier kann es sehr hilfreich sein, den Schluckreflex auszulösen, indem man den Kopf der Katze ein wenig nach oben hält und ein paar Mal an der Kehle nach unten streicht.
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 11.02.2006, 01:36Katerchen beim Tierarzt
Nun war unser Katerchen beim Tierarzt und wurde gründlich untersucht. Die Tierärztin geht auch davon aus, dass es ein Wurm ist, der ihn quält. Nun meinte sie, dass das Mittel, was wir ihm verabreicht haben (Banminth) nicht ideal ist, da viele Parasiten resistent gegen dieses Mittel sind. Wir haben jetzt "Profender" von ihr bekommen. Dieses Mittel wird - wie viele Flohschutzmittel - in den Nacken des Tieres geträufelt. Wir hoffen, es hilft und unserem Katerchen gehts bald wieder besser.
Die "schrägen Augen" sind übrigens grundsätzlich ein Zeichen dafür, dass es dem Kätzchen nicht gut geht - nur mal so zur Info :)
Wer mehr lesen will, schaut einfach mal unter "Amüsantes".
Liebe Grüße
vom PfoeTchen
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
Nachtengel - 13.02.2006, 20:52
Was Kater denn für einen Wurm???
Bandwurm???
Hab das Thema leider nicht so recht verfolgt
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 13.02.2006, 22:00Wenn ich das wüsste
Huhu Engel,
tja, wenn wir das wüssten, wären wir schon schlauer, aber das konnte die Tierärztin auch nicht sagen :cry: ... irgendwie schon merkwürdig, ich dachte, das ließe sich irgendwie feststellen. Katerchen gehts noch immer nicht besser, er frisst nun fast gar nichts mehr ... nichtmal mit seinem heißgeliebten Thunfisch konnten wir ihn locken. Sieht so aus, als würden wir doch noch mal zur Tierärztin müssen.
Liebe Grüße
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
Nachtengel - 13.02.2006, 22:43
Ohje Ela
er muß aber fressen wenn sie lähger nicht fressen dann fressen sie nicht irgendwann nicht mehr. :cry:
das muß doch festzustellen sein durch eine Stuhl- und Blutprobe
Hat das die TA schon gemacht?
Wünsche euch Glück und geh schnell zum TA
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 14.02.2006, 23:25
Hallo Moni,
nee ... die Tierärztin hat weder eine Blut- noch eine Kotprobe genommen ... find ich auch ein wenig merkwürdig. Wir haben aber heute nochmal mit ihr telefoniert und sie meinte, es könne locker bis zum Wochenende dauern, dass es Katerchen besser geht - sie scheint sich da überhaupt keine Sorgen zu machen und empfindet uns wohl eher als sehr überbesorgt :roll: ... na wie auch immer, wir beobachten Katerchen ganz genau. Ein klein wenig gebessert haben sich die Augen schon - aber nicht wesentlich - und heut hat er sogar ein wenig gefressen. Er ist aber immer noch furchtbar quengelig. Mal sehen, was die nächsten Tagen bringen.
Liebe Grüße
Ela
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
Nachtengel - 15.02.2006, 11:10
Huhu
na wenn er wenigstens etwas wieder frißt dann ist gut
hoffe das er bis zum WE weiter an Vitalität zunimmt
dann ist er bald wieder der Alte :)
Re: Wurmbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen
pfoetchen - 16.02.2006, 23:22auf dem Weg zur Besserung
Huhu Moni,
Katerchens Augen werden mit jedem Tag besser und inzwischen spielt er auch wieder und vermöbelt die Katze :roll:
... nur mit dem Fressen ist es noch nicht das Wahre ... nichts kann ihn begeistern und wenn er sich dann mal dazu herablässt zu fressen, dann sind das eher Portionen für Mäuse als für ein Katerchen *seufz*.
Morgen versuchen wir es mal mit gekochter Leber, da soll ja jedes Kätzchen schwach werden.
Grüßeeeeeeeeeeee
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