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Re: Tom Clancy's EndWar
Ghost - 16.05.2008, 12:41Tom Clancy's EndWar
Katz und Maus. Düsseldorf und Köln. S04 und der BVB. Passt alles nicht zusammen. Oder will irgendwie nicht zusammenpassen. In etwa so wie Strategiespiele und Konsolen.
In der Vergangenheit schien das auch immer plausibel: Die Rechenleistung einer PS2 oder Xbox war zu gering, um einigen hundert Einheiten auch nur den Anflug von Künstlicher Intelligenz zu verleihen. Von der Steuerung wollen wir gar nicht reden. Tastatur/Maus > Joypad. Punkt.
Die Vorzeichen haben sich jedoch geändert. Next Gen wurde zu Current Gen – und sowohl 360 als auch PS3 stellen jetzt ausreichend Power für alle Aspekte eines Strategiespiels bereit. Bleibt also nur noch die Steuerung. Und auch hier ist ein Heilsbringer in Sicht: Spracheingabe. Zumindest wenn es nach Michael de Plater geht. Der erfahrene Designer arbeitete bis 2004 an der Total War-Serie und wechselte anschließend zu Ubisoft. In deren Shanghai Studio arbeitet er zusammen mit 120 Kollegen an Tom Clancy's EndWar - ein Spiel, das beweisen soll, dass Strategiespiele auch auf Konsole funktionieren.
Michael de Plater sieht das so: „Strategiespiele werden immer zuerst für den PC entwickelt. Das ist das Problem. EndWar nicht. Und deshalb konnten wir auch ganz anders an die Sache herangehen.“ Und diese Herangehensweise führte schließlich dazu, den Spieler seine Truppen mit gesprochenen Kommandos dirigieren zu lassen. Respekt. Das klingt ebenso einfach wie genial.
Gekämpft wird auch in den Hauptstädten. Hier zum Beispiel in Paris.
Aber wie kann man sich das vorstellen? Sehr reduziert, wie man de Platers Worten entnehmen kann: „Wenn Du sagst 'Rotes Team, Angriffsformation Zulu', dann bewegt sich das rote Team, das zum Beispiel aus Panzern und Infanterie bestehen kann, in einer bestimmten Formation, gibt sich gegenseitig Feuerschutz und beobachtet den Gegner.“ Man hält sich in EndWar also nicht mit Details auf.
Dementsprechend gibt es auch keinen Basisbau und auch keine Rohstoffe. „Uninteressante Entscheidungen oder welche, die man als General nicht treffen würde, kommen nicht ins Spiel“, erläutert er die Philosophie.
“In den vergangenen vier Jahren hat sich die Spracherkennung deutlich verbessert“, entgegnet de Plater kritischen Gesichtsausdrücken. Außerdem könne man jetzt, im Vergleich zur PS2, mehr Rechenleistung der Spracherkennung zuweisen. Stimmt. Und das wird auch wichtig sein, denn die zuverlässige Funktionsweise wird über die Akzeptanz bei den Spielern entscheiden.
EndWar soll den Dritten Weltkrieg ins Wohnzimmer bringen.
Sollte es notwendig sein, Kommandos zu oft wiederholen zu müssen, so werden die meisten wohl wieder auf das Joypad zurückgreifen. Das ist zwar auch möglich, es wäre aber schade um ein tolles, vielleicht sogar wegweisendes Feature. De Plater klingt jedoch sehr überzeugt, dass alles tadellos funktionieren wird – und so sind wir es erst einmal auch. Vor allem, weil man „kein Shakespeare-Englisch“ können muss, um EndWar spielen zu können. Die Spracheingabe soll auf Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch funktionieren.
Die Steuerung über das Joypad ähnelt der eines Taktik-Shooters. „Die Steuerung ist fast genauso belegt wie bei Ghost Recon“, sagt Michael de Plater. Auf der Xbox 360 wählt man die Einheiten zum Beispiel mit dem D-Pad oder dem linken Analog-Stick aus. Mit „A“ gibt man Befehle und mit „X“ wechselt man die Teams, damit man nicht rein- und rauszoomen muss. Der rechte Stick dirigiert die Kamera.
Quelle:http://www.eurogamer.de/article.php?article_id=76979
Re: Tom Clancy's EndWar
Ghost - 16.05.2008, 12:44
Und so kommen wir zu einer weiteren Eigenschaft, die EndWar von anderen Genre-Vertretern unterscheiden wird. Bei EndWar soll sich 3D nicht auf die Engine beziehen, sondern auf das Gameplay. Michael de Plater wählt ein Beispiel: „Neverwinter Nights oder Command & Conquer 3 haben vielleicht 3D-Engines, aber sie sind immer noch 2D-Spiele, die dafür gemacht sind, aus einer Vogelperspektive gespielt zu werden.“
Er ist davon überzeugt, dass „Old-School 2D-Strategiespiele“ niemals auf irgendeiner Konsole funktionieren werden, unabhängig von der Steuerung. „Der Unterschied zwischen Neverwinter Nights und Knights of the Old Republic ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Wechsel von 2D zu 3D das Rollenspiel-Genre auf der Konsole explodieren ließ.“ Es geht seiner Ansicht also nicht darum, die Buttons neu zu belegen. Es geht um die realistische, eindringliche Darstellung einer vollständigen 3D-Welt. „Hier sind, meiner Meinung nach, Konsolen überlegen – vor allem durch Widescreen und HDTV.“
Da es während der Ubidays lediglich einen – wenn auch beeindruckenden – ersten Trailer zu sehen gab, beschrieb Michael de Plater für uns eine typische Mission:
'Team Blau: Kopf einziehen und auf das Ende des Kriegs warten.' Oder so.
Zunächst setzt man leichte Einheiten ein, die man über die Karte bewegt und zum Beispiel in einem Gebäude verschanzt, bevor man mit den Ingenieuren Minen legt. Dann wird die Artillerie einsatzbereit gemacht und man lässt Helikopter die Gegend überwachen. Mit einigen Soldaten versucht man, die Gegner in den Minengürtel zu locken, um sie dort mit aller Feuerkraft unter Beschuss zu nehmen.
Wenn man bestimmte Areale auf einer Karte besetzt, lässt sich zusätzlich Unterstützung anfordern. Das können Satelliten-Bilder sein, aber auch Bombenangriffe. Die Umgebung ist zu einem großen Teil zerstörbar – und das wird auch die Taktik beeinflussen. „Es gibt mehr als genug taktische und strategische Herausforderungen in diesem Schachspiel, in dem Einheiten auf einem sehr dynamischen und realistischen Schlachtfeld bewegt werden müssen, um siegreich zu sein“, meint de Plater. Der Verlust von Ressourcen- und Mikro-Management soll also an anderer Stelle ausgeglichen werden.
Verkehrte Welt: Die Russen verteidigen Paris vor den Amerikanern.
Die Anzahl der Einheiten wird übersichtlich bleiben. Schein-Optionen, die man aber schließlich nicht nutzt, wird es also kaum geben. Es gibt sieben verschiedene Arten: Mit Gewehren bewaffnete Einheiten können auch als Scharfschützen fungieren. Schwere Infanterie kann Minen legen und verfügt über Anti-Panzer-Waffen. Transporter haben zum Teil Boden-Luft-Raketen. Dann gibt es noch Artillerie, Helikopter, leichte Infanterie und Kommando-Fahrzeuge, die für die Informations-Beschaffung zuständig sind.
Es wird auch einige futuristische Waffen geben. Zum Beispiel Mikrowellen- und Laser-Gewehre, Exoskelette oder die 'Rods from God', die es zum Ende des Trailers zu sehen gab und großflächig alles umliegende zerstört. Und da es sich um ein Tom Clancy-Spiel handelt, trifft man auch auf alte Bekannte. Zum Beispiel auf die Ghosts oder Team Rainbow.
Die Schlachten sollen gewaltig ausfallen. Michael de Plater spricht von bis zu 1000 Einheiten, die sich gleichzeitig auf dem Schlachtfeld bekriegen. Und das soll den Titel auch von World in Conflict unterscheiden, das in einigen Punkten doch vergleichbar wirkt. Interessant klingt auch der Multiplayer. Ubisoft möchte eine persistente Welt erschaffen, in die der Spieler jederzeit hinein springen kann.
Düstere Impressionen aus dem Trailer.
Als Messlatte sehen die Entwickler Blizzards Battle.net. „Jedes Mal, wenn man sich einloggt, wird man die Bewegungen der Frontlinie sehen. Eine ganze Welt befindet sich im Krieg und jeder nimmt an einer gemeinsamen, globalen Version des Dritten Weltkriegs teil“, meint de Plater. So ausgesprochen, klingt das irgendwie beängstigend.
Nicht das die Hintergrundgeschichte bei all diesen Features noch eine große Rolle spielen würde, aber der Vollständigkeit halber sei sie erwähnt: Der Dritte Weltkrieg startet im Jahr 2020. Glück im Unglück: Ein weltumspannender Raketen-Abwehrschild hat dazu geführt, dass keine Nuklear-Waffen eingesetzt werden können. Und so bekriegen sich die USA, Europa und Russland auf über 40 verschiedenen Schlachtfeldern. Darunter auch Hauptstädte wie Paris, Washington und Moskau – auch die Weltraumbasis Cape Canaveral wird ein Schauplatz sein.
Ich werde nicht so schnell das überraschte Gesicht der Moderatorin vergessen, die die Eröffnungskonferenz der Ubidays leitete. Auf die Frage, was uns bei EndWar erwarten würde, entgegnete Michael de Plater: „Wir bringen den Dritten Weltkrieg direkt in Dein Wohnzimmer!“ Und er sagte das mit so viel Nachdruck, dass am Ende des Satzes eigentlich drei Ausrufezeichen stehen müssten.
Aber dieser Satz fasst es auch ganz gut zusammen. Kommandos werden in ein Headset gebrüllt; sicher sehr viel emotionaler als jeder Mausklick oder Druck auf einen Button. Das Schlachtfeld wird nicht mehr aus einer Vogelperspektive dargestellt, sondern eher aus der Sicht eines Feldherrn. Und der globale Weltkrieg, der Online entfacht werden soll, ist gleich noch ein Features, das über EndWar hinaus Einzug in die Spielewelt halten könnte.
Aber: Es muss auch noch der Beweis angetreten werden, dass das alles zusammen funktioniert. Michael de Plater klingt durch und durch überzeugt vom Erfolg des Konzepts und der gezeigte Trailer lässt auf einen gelungenen Grafikstil schließen. Mehr wird man jedoch erst nach der E3 sagen können. Läuft alles nach Plan, wird dort eine spielbare Version gezeigt.
Re: Tom Clancy's EndWar
Fred - 16.05.2008, 14:28
Zitat: „Hier sind, meiner Meinung nach, Konsolen überlegen – vor allem durch Widescreen und HDTV.“
Weil es das ja für Computer nicht gibt :roll:
Bei PCs sind sowohl HD als auch Widescreen schon in größerer Anzahl veretreten als am Fernseher. Jedoch ist ein HD-PC-Spiel egtl. vollkommener Mist, da ein PC ohnehin eine hohe auflösung besitzt. Ein Standard-Fernseher hat eine Auflösung von 720x576, ein Standard-PCMonitor eine Auflösung von ca. 1024x768(sehr alter Bildschirm).
Half-HD hat eine Auflösung von 1280x720. Eine Auflösung von 1280x1024/1280x960 ist bei den meisten Bildschirmen mittlerweile Standard.
Full-HD hat eine Auflösung von 1960x1080 Pixeln. Ein 22"-Monitor hat in etwa eine Auflösung von 1680x1050 Pixeln. Ein 24" Monitor kommt auf durchschnittlich 1920x1200 Pixel.
Wieso gleich sollten nun Konsolen besser in der Lage sein eine vollständige 3D-Welt darzustellen?
Insgesamt erscheint mir dieser 2. Teil etwas suspekt: Natürlich ist es viel komplizierter ein Strategie-Spiel, wie C&C, oder ein Action-Rollenspiel, wie Neverwinter Nights 2, auf der Konsole zu steuern. Und sicher sind seine Vergleiche von Kotor und NwN richtig. Nur scheint mir der gute Mann übersehen zu haben, dass es zwei völlig unterschiedliche Spieltypen sind. Die Spielmechanik von C&C ist nun mal so angelegt, dass ales mehr oder weniger 2D geschieht. Würde man dies ändern hätte man vom Spiegefühl her vllt. mehr 3D, aber dafür kein C&C mehr, das die Spielmechanik sich komplett verändern würde. Der gute Herr soll also bitte mal nicht so tun, als hätte er die Probleme erkannt und wüsste, was man besser machen könnte. Denn dies wissen die Entwickler anderer Studios auch nur ist ein C&C in 3D einfach kein richtiges Aufbaustrategiespiel mehr und somit kein richtiges C&C
Re: Tom Clancy's EndWar
Ghost - 17.05.2008, 11:00
Hier zu ein Trailer
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