Die Asari

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    Re: Die Asari

    cabalmainframe - 03.01.2013, 18:31

    Die Asari
    Grundsätzliches

    Die Asari gelten als die streitschlichtende Rasse der Galaxis und haben seit je her in der galaktischen Politik und Wirtschaft dafür gesorgt, das zumindest ein kleiner Teil an Konsens zwischen den Völkern des Hell Systems existiert. Außerdem waren sie das stärkste Volk der Galaxis, bevor das Commomwealth stark wurde, und sie waren es, die die ersten galaktischen Bündnisse anstrebten. Allerdings brachen diese Bündnisse noch vor dem Commomwealth durch die Unterschiedlichkeit der Völker und dem unberechenbarem Verhalten der Batarianer zusammen und wurden nur noch zu losen Bändern politischer Zwiste.

    Die Asari sind ein rein weibliches Volk, das sich durch eine Art Parthenogenese fortpflanzt. Dazu können sie ihr Nervensystem mit allen anderen Lebewesen verbinden - unabhängig von Geschlecht und Spezies. Allgemein wurde dieser Vorgang als "Verschmelzung" bezeichnet. Diese Fähigkeit hat den Asari den ungerechtfertigten und diskriminierenden Ruf einer promiskuitiven Lebensweise eingetragen.

    Die Asari leben zum Teil mehr als 1000 Jahre und durchlaufen dabei drei Lebenszyklen. In ihrer jungfräulichen Phase erkunden sie die Welt, immer auf der Suche nach neuem Wissen und neuen Erfahrungen. In der matronalen Phase "verschmelzen" sie im Zuge der Fortpflanzung mit interessierten Partnern. Zu Beginn ihrer matriarchalen Phase nehmen sie dann ihre Rolle als Führerinnen und Ratgeberinnen ein.



    Biologie

    Asari besitzen ein robustes zellulares Regenerationssystem. Auch wenn dadurch ihre Verletzungen nicht schneller heilen als die anderer Völker, können die Asari bis zu 1000 Jahre alt werden. Die Asari haben zwar nur ein Geschlecht, sind aber nicht asexuell. Eine Asari gibt zwei Kopien ihrer eigenen Gene an ihre Nachkommen weiter. Das zweite Set wird bei einem einzigartigen Prozess, den man "Verschmelzung" nennt, verändert. Während der Verschmelzung passt eine Asari ihr Nervensystem bewusst an das des Partners an und sendet und empfängt elektrische Impulse direkt durch die Haut. Den Asari zufolge geht eine wahre "Einheit" weit über eine gewöhnliche Verschmelzung hinaus. Selbst wenn ein Vereinigungspartner einer Asari stirbt, lebt ein Teil von ihm in der Asari weiter. Denn die Einheit ist eine Verbindung die Zeit und Raum übersteigt.

    Der Partner kann selbst eine Asari oder ein Alien beliebigen Geschlechts sein. Auf effektive Weise werden die Asari und ihr Partner so für kurze Zeit zu einem vereinten Nervensystem. Für Asari ist es sehr unüblich geworden mit anderen ihrer Spezies Nachkommen zu zeugen, da bei ihnen die Meinung vorherscht, bei einer Vereinigung alle Vorteile der Väterlichen Spezies zu erben. Kinder deren Elternteile beides Asari sind werden "Reinblütige" genannt, was ausgesprochen eine schwerwiegende Beleidigung darstellt.

    Das Leben der Asari teilt sich in drei klimakterische Phasen, in denen die Asari signifikante biochemische und physiologische Veränderungen erleben. In der „jungfräulichen“ Phase widmen sich die Asari der Erkundung und der Forschung. Junge Asari sind wissbegierig und sehr aktiv. Die "matronale“ Phase beginnt im Alter von etwa 350 Jahren. Allerdings kann die Phase aufgrund häufiger Verschmelzungserlebnisse auch früher eingeleitet werden. In dieser Phase konzentrieren sich die Asari darauf, in einem Gebiet heimisch zu werden und Kinder zu bekommen. Die "matriarchalische“ Phase beginnt in einem Alter von etwa 700 Jahren, oder nach seltenen Verschmelzungserlebnissen auch etwas früher. Die Matriarchinnen fungieren in ihren Gemeinschaften als Ratgeberinnen und geben ihr Jahrhunderte altes Wissen weiter. Auch wenn jeder ihrer Lebensphase durch biologische Besonderheiten gekennzeichnet ist, treffen die Asari bisweilen unerwartete, individuelle Entscheidungen. Einige Jungfrauen haben eine ungewöhnliche hohe Bindung an ihr Zuhause, manche Matronen kümmern sich nicht um den Nachwuchs, sondern wollen lieber arbeiten, und es gibt immer wieder Matriarchinnen, die kein Interesse an der Gemeinschaft haben.

    Das einzigartige Fortpflanzungssystem ist ein Grund dafür, dass Asari talentierte Psychokinetiker sind und jede Asari über psychische Fähigkeiten verfügt. Ihrer entwickelten Fähigkeit, die Impulse ihres Nervensystems zu kontrollieren, gleicht jener, die man im Psitraining erlernt. Die Entwicklung der psychischen Fähigkeiten der Asari im Laufe der Evolution, wird im allgemeinen auf die besondere Strahlung der Sonne, und den damit hergeführten Mutationen im Verlaufe vieler tausend Jahre zurückgeführt.

    Kultur

    Durch ihre außergewöhnlich lange Lebenszeit im Vergleich zu anderen Völkern pflegen die Asari eine eher „nachhaltige“ Sicht der Dinge. Wenn sie mit einer neuen Lebensform oder Situation konfrontiert werden, tendieren die Asari dazu, nicht sofort zu handeln, sondern die neue Lage lange zu beobachten und umfassend zu evaluieren. Sie lassen sich nicht davon irritieren, dass sich ihre Entscheidungen oder Investitionen erst in Jahrzehnten oder Jahrhunderten rentieren. Viele Vertreter anderer Völker können die Entscheidungen der Matriarchinnen erst dann verstehen, wenn ihre sorgfältig ausgearbeiteten Pläne viele Jahre später Früchte tragen. Nicht zuletzt dadurch verfolgen die Asari eine sehr gemäßigte galaktische Politik. Die Asari sind stets bemüht, stabile Beziehungen in wirtschaftlicher, politischer oder militärischer Hinsicht zu etablieren.

    Der Einfluss der Asari in der Galaxie gründet sich auf ihre kulturelle und intellektuelle Überlegenheit. Sie zögern nicht, neue und aufstrebende Völker in die galaktische Gemeinschaft aufzunehmen, weil sie wissen, dass diese Völker im Laufe der Zeit ihre eigenen kulturellen Ideale annehmen werden.


    Da jede Asari von Natur aus über psychische Fähigkeiten verfügt, bietet jede Asari-Schule Psionik-Ausbildungsprogramme an. Solche Programme gehören bei den Asari zur Grunderziehung. Das ihre Kinder bei alleinerziehenden Elternteilen aufwachsen ist bei den Asari nicht unüblich.

    Religion

    Die Hauptreligion der Asari ist der pantheistische Siari-Glaube, der sich ungefähr mit “Alles ist Eins” übersetzen lässt. Dieser Glaube hat einige Kernmerkmale: Das Universum selbst ist ein Bewusstsein und jedes Leben darin ist Teil eines größeren Ganzen. Der Tod eines Individuums bedeutet das Zurückfließen der spirituellen Energie in das übergeordnete Bewusstsein des Universums. Die Siaristen glauben nicht zwangsläufig an die Wiedergeburt, sondern daran, dass die im Todesfall in das Universum zurückfließende spirituelle Energie einer neuen sterblichen Hülle zugute kommt.

    Die Siari-Religion wurde bekannt, als die Asari ihre Heimatwelt verließen und entdeckten, dass sie mit nahezu jeder Lebensform „verschmelzen“ können. Diese Fähigkeit wird als Beweis dafür angesehen, dass alle Lebensformen gleichen Ursprungs sind. Die Siari-Priesterinnen sehen ihre Aufgabe darin, die verstreuten Scherben des universellen Bewusstseins wieder zusammenzubringen.

    Bevor sich der Siari-Pantheismus weitestgehend durchsetzte, waren die Religionen der Asari so verschieden wie ihre politischen Meinungen. Zu den weiteren überlebenden Religionen zählt unter anderem der monotheistische Glaube an die Göttin Athame. Der Ausruf der Asari, "Bei der Göttin!" bezieht sich auf sie. Wie die Asari selbst, erlebt diese Gottheit einen Übergang von der jungfräulichen über die matronale bis zur matriarchalischen Phase.



    Regierung

    Die Bildung einer übergeordneten Regierung erfolgte erst spät in der Geschichte der Asari. Auf ihrer Heimatwelt, Thessia, bildeten sich jahrhundertlang keine großen Staaten, sondern lose Bündnisse prosperierender Städte aus. Als Vergleich könnten die antiken Stadtstaaten des Mittelmeerraums dienen. Da die Kultur der Asari auf Konsens und Güte basiert, gab es keinen besonderen Antrieb, größere Regierungsgebiete zu gründen. Die Asari horteten keine Ressourcen, sondern betrieben freien Handel. Und philosophische Meinungsverschiedenheiten wurden eher ausdiskutiert, als über Kämpfe ausgefochten.

    Erst mit Beginn des Informationszeitalters wuchsen die Stadtstaaten zusammen. Die Entwicklung der Internetkommunikation führte zur Einführung einer „elektronischen Demokratie“. Die Asari kennen keine Berufspolitiker oder Wahlen. Alle Bürger können sich freiwillig zu jeder Zeit an den Regierungsgeschäften beteiligen. Die politischen Debatten werden den ganzen Tag über in offiziellen Chat-Räumen und Foren geführt, die von eigens dafür programmieten virtuellen Intelligenzen moderiert werden. Alle politischen Aspekte können jederzeit über plebiszitäre Maßnahmen beeinflusst werden. In den Debatten scheinen sich Asari zumeist den Standpunkten der teilnehmenden Matriarchinnen anzuschließen und auf die jahrtausendalten Erfahrungen der „weisen Alten“ zu vertrauen.

    In Krisensituationen kann aber die Erlangung eines Konsenses zu lange dauern. Wenn also schnelle, zielgerichtete Handlungen erforderlich sein sollten, verlassen sich die Asari auf die Weisheit ihrer örtlichen Matriarchinnen.

    Militär

    Das asarische Militär ähnelt einem Verbund von Stammeskriegerinnen ohne nationale Strukturen. Die einzelnen Gemeinschaften organisieren ihre Kampfeinheiten selbst und wählen ihre Anführerinnen. Die Einheiten bevölkerungsreicher Städte sind zahlreich und gut ausgerüstet, während die der Dörfer aus nur wenigen Frauen mit leichten Waffen bestehen können. Es gibt keine Uniformen oder Vorschriften für die Bekleidung. Dennoch handelt es sich nicht um eine Miliz, denn alle Asari im Militärdienst sind Berufssoldatinnen.

    Die normalen Asari-Soldatinnen werden „Jägerinnen“ genannt, befinden sich in der „jungfräulichen“ Lebensphase und haben sich meist schon 20-30 Jahre mit der Kriegskunst beschäftigt. Asari, die in den Militärdienst eintreten, entschließen sich früh zu diesem Schritt; danach zielt ihre ganze Ausbildung darauf ab, sie körperlich und mental auf dieses Ziel vorzubereiten. Wenn sie die Militärlaufbahn beenden, sind sie erschreckend gut in der Kunst des Tötens.

    Die Jägerinnen kämpfen allein oder in Zweierteams, je nach den Kampftaktiken ihrer Heimatstadt. Im direkten Zweikampf sind die Asari quasi unschlagbar – sie verfügen über profunde taktische Kenntnisse, die Instinkte von Jägerinnen und die Eleganz und die Gewandtheit von Tänzerinnen. Unter den Asari sind Psioniker so verbreitet, dass sie als Voraussetzung für die Ausbildung zur Jägerin gelten. Ohne Psitalente wird eine junge Asari vom Militärdienst ausgeschlossen.

    Die Asari-Kriegerinnen sind flexibel und mobil, können aber nicht wie Kroganer, Turianer oder Menschen einen Feuersturm überstehen. Da sie nur über kleine Einheiten ohne schwere Rüstungen und Unterstützungswaffen verfügen, sind sie für einen konventionellen Krieg, und insbesondere für einen Verteidigungskrieg, kaum geeignet. Asari unternehmen daher eher Spezialmissionen. Wie Ninjas verstehen sie sich perfekt auf Hinterhalte, Infiltrationen und Attentate. Sie demoralisieren und besiegen ihre Feinde durch zermürbende Guerilla-Angriffe.

    Dafür gibt es auch ein turianisches Sprichwort: „ Die Asari sind die besten Kriegerinnen der Galaxis. Zum Glück gibt es nicht viele von ihnen.“

    Justikarinnen

    Trotz der Feinheit und Fortschrittlichkeit der Asari-Kultur bleibt Kriminalität ein fester Bestandteil ihres Lebens. Die Lösung der Asari für die brutalsten und rücksichtslosesten Elemente ist der Orden der Justikarinnen.

    Justikarinnen sind eine Asari-Gruppierung von nahezu unantastbaren Henkerinnen, die außerhalb des Rechtssystems stehen und fast ausschließlich innerhalb des Gebiets der Asari operieren. Allein in den letzten zehn Jahren haben die Justikarinnen Dutzende krimineller Vereinigungen im Asari-Gebiet zerschlagen, die sowohl von Asari als auch von Nicht-Asari geleitet wurden. Die Methoden dabei reichen von subtil, wo es möglich ist, bis brutal, wo es nötig ist.
    Die Ausbildung führt zu extremer Stärke, psionische Kapazität, Einfallsreichtum, asketischer Grundeinstellung und Unbarmherzigkeit. Die fanatischen Justikarinnen werden in der gesamten Asari-Gesellschaft ebenso romantisiert wie gefürchtet.

    Obwohl Justikarinnen normalerweise alleine arbeiten, beruht ihre Effektivität auch auf dem Zugriff auf einen enormen Wissenspool. Jede Asari, die den Justikarinnen beitritt, hat bereits Jahrhunderte mit kriminalistischen Ermittlungen, militärischen Geheimdienstaufgaben und Kampfeinsätzen zugebracht. Das kollektive Wissen der Justikarinnen übersteigt das von so gut wie jeder Geheimorganisation.

    Justikarinnen sind im Allgemeinen unabhängig und benötigen kaum Hilfe - die sie meist auch ablehnen, weil ihre enormen Fähigkeiten und ihre Erfahrung oft zu einem entsprechend großen Ego führen. Die durch diese Arroganz ausgelösten Konflikte veranlassten den Orden der Justikarinnen dazu, die "Eide der Unterordnung" einzuführen. Dabei wird geschworen, die Unschuldigen zu schützen, die Schuldigen zu bestrafen sowie allgemein das Gesetz und die Normen der Asari-Gesellschaft zu verteidigen. Die Eide sind streng konservativ und sollen dazu führen, dass Justikarinnen die bestehende Gewaltenteilung bei den Asari respektieren, statt eine Revolte anzustreben, um die Gesellschaft zu ihrer Zufriedenheit zu verändern. Dennoch sorgt allein die Möglichkeit eines solchen Angriffes bei der Elite der Asari für Unruhe - und geheimdienstliche Gegenmaßnahmen.

    Von allen Eiden wird der dritte Eid der Unterordnung am seltensten geschworen. Er zwingt eine Justikarin zur Loyalität und setzt sogar ihren Kodex außer Kraft. Der dritte Eid kommt gemeinhin in Situationen zum Tragen, in denen selbst das Schwarzweißdenken der Justikarinnen einräumen muss, dass Grauzonen existieren.

    Ardat-Yakshi

    Die Ardat-Yakshi ("Dämon der Nachtwinde") sind Asari, die an einer genetischen Störung leiden, die das übliche Verschmelzen der Nervensysteme bei der Paarung verhindert. Stattdessen zerstören die Ardat-Yakshi auf elektrochemischem Wege das Nervensystem ihrer Partner, sodass in extremen Fällen die Opfer gelähmt oder sogar getötet werden. Psychologinnen der Asari vermuten, dass die Unfähigkeit zur mentalen Verschmelzung auch die Ausbildung jeglichen Mitgefühls unterbindet und zur Psychopathie führt. Eine Heilmethode ist nicht bekannt.

    Die Störung beginnt normalerweise in der Kindheit und erreicht ihre volle Ausprägung während der sexuellen Entwicklung in der jungfräulichen Phase. Ardat-Yakshi sind zwar ebenso sexuell orientiert und triebgesteuert wie andere Asari, aber erblich bedingt unfruchtbar.

    In der alten Mythologie der Asari gelten Ardat-Yakshi als Göttinnen der Zerstörung. Sie sind Bösewichte in zahllosen Legenden und Antiheldinnen in vielen Asari-Epen.

    Anders als gemeinhin angenommen, sind Ardat-Yakshi weder besonders selten (etwa ein Prozent der Asari weist das typische AY-Spektrum auf) noch allesamt Mörderinnen. Die meisten von ihnen führen in ihrem Leben am Rande der Legalität zahlreiche Beziehungen, die dann aber in Ausbeutung und Missbrauch enden. Trotz den Gerüchten über organisierte Gruppen von Ardat-Yakshi muss festgehalten werden, dass sie von Natur aus zu einer längerfristigen Kooperation überhaupt nicht in der Lage sind.

    Als unverhältnismäßig wohlhabende Spezies nutzen die Asari ihren Einfluss auf Wirtschaft und Medien dazu, das AY-Krankheitsbild vor der Galaxie zu verbergen. Sie bringen die meisten Ardat-Yakshi in überwachten Arbeitsprogrammen oder abgeschiedenen Gegenden unter, wie z.B. einem Kloster auf Lesuss. Nur die aggressivsten Fälle landen in Sanatorien und Gefängnissen oder auf den Hinrichtungslisten der Justikarinnen.



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