Between Black and White

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    Re: Between Black and White

    Baphemot - 31.08.2008, 00:13

    Between Black and White
    Da ich schon sehr lange nichts mehr geschrieben habe, habe ich mich vor Kurzem entschlossen, mich auf meine vier Buchstaben zu setzen und wieder was zu schreiben, ich hoffe es gefällt, worum is in der Story geht, erfahrt ihr, wenn er sie lest ^^


    Prolog – Blacktop Hill

    Es war einer dieser typischen Montagabende – draußen bahnten sich Autofahrer ihren Weg durch die viel zu engen Straßen von Naywan Hill und tadelten sich gegenseitig mit Hupkonzerten, Straßenlaternen verwandelten die Nacht zum Tage und nur selten konnte ich einen Fußgänger durch die Fensterscheibe neben der Eingangstür sehen – und drinnen stand ich, hinter der Theke und wartete, wie immer, auf Gäste. Das Wochenende war nun vorüber, was meinem Laden deutlich anzusehen war. Mein Name ist Timothy Blake, ich bin 27 Jahre alt und mir gehört eine kleine Bar in der Innenstadt von Naywan Hill. Bisher lebte ich mein Leben wie viele andere Amerikaner, ging zur Schule, machte meinen Abschluss auf den College und wollte studieren, doch dann starb mein Vater und vermachte mir diese Bar – das Blacktop Hill.

    Ich warf einen Blick auf meine Armbanduhr – 23.10 Uhr, für Heute würde ich wohl dicht machen können. Ich knipste die Neontafel – auf der in schwungvollen Lettern "Blacktop Hill" geschrieben stand, hinter der Bar aus und machte mich daran, die Stühle auf die Tische zu stellen. Hätte man mich vor drei Jahren gefragt, was meine Zukunftspläne seien, hätte ich geantwortet, dass ich an einer Elite-Universität – Harvard vielleicht, Medizin studieren würde. Damals hatte ich nicht damit gerechnet, dass mein Vater einen Schlaganfall erleiden würde und ich die Bar weiter führen musste. Mir entfuhr ein langgezogener Seufzer – dabei sollte ich das ganze nicht so negativ sehen, wenn ich noch ein paar Jährchen so weiter machen würde – übers Wochenende war die Bar wirklich gut besucht – könnte ich die Bar vielleicht verkaufen und dann studieren, jedenfalls hätte ich dann keine Geldprobleme.

    Ich hatte nun den letzten Stuhl herauf gestellt und freute mich jetzt eigentlich nur noch auf meinen Feierabend. Ich würde nach Hause fahren, mir eine Fertig-Pizza in den Ofen schieben und dann irgendwann nach Mitternacht im Land der Träume sein. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass auch diese Zukunftspläne schon bald zu Nichte gemacht werden sollten. Denn diese Nacht sollte mein Leben verändern, denn diese Nacht lernte ich Leonard Moretti kennen.



    Kapitel 1 Ein ungebetener Gast


    Ich warf einen letzten Blick durch das kleine Fenster in der Eingangstür – die Bürgersteige waren nun wie leer gefegt, schloss die Tür ab und drehte das Schild auf "Geschlossen" um. Ich drehte mich gerade um, um mir meine Jacke aus meinem Büro zu holen, als jemand hektisch gegen die Scheibe der Eingangstür pochte. Ich drehte mich wieder um und sah in das Gesicht eines jungen Mannes. Er sah mich mit seinen stahlgrauen Augen direkt an und klopfte weiter gegen die Scheibe. "Wir haben geschlossen." Rief ich, doch er schüttelte den Kopf. "Bitte, nur auf einen Drink, ich bin in 5 Minuten auch schon wieder verschwunden – ich gebe Ihnen 100 Dollar alleine dafür, dass Sie mich noch rein lassen." Der Fremde sah sich nach allen Seiten um, ihm war deutlich anzusehen, dass er nervös war – vielleicht ein Junkie, der mich ausrauben wollte? Nein, dafür machte er einen zu gepflegten Eindruck. "Bitte!" fügte er dann noch hinzu und sah mich fast flehend an. "Na gut, aber nur auf einen Drink." Gab ich dann schließlich nach, schloss die Tür auf und ließ ihn hinein.


    Ich führte den Jungen an die Bar und postierte mich hinter der Schnappfeder, in der mein Gewehr steckte – Natürlich war so etwas klischeehaft, war ich lieber vorbereitet, falls jemand auf die Idee kam, meine Bar auszurauben, oder es bei einer Schlägerei hart auf hart kam. "Also, was soll es sein?" fragte ich den Fremden dann, der immer wieder einen hektischen Blick über die Schulter hinaus durchs Fenster warf. "Whiskey." Meinte er dann nur, griff in die Tasche seine Lederjacke und legte mir einen 100-Dollar-Schein auf die Bar. "Wie versprochen" sagte er nur dazu und kippte den Whiskey, den ich ihn eingeschenkt hatte in einen Zug herunter. "Muss ja ein ziemlich beschissener Tag gewesen sein." Merkte ich nur an und nahm das Geld an mich. "Sie haben doch keine Ahnu…." Begann er, wurde dann aber von lauten Rufen unterbrochen. "Er ist in die Bar!" konnte ich jemand rufen hören, dann wurde die Tür zu der Bar geöffnet und zwei Männer kamen herein.

    Die Beiden schienen äußerst aufgeregt zu sein – mit zornigen Blicken sahen sie sich in der Bar um. Beide Männer waren kahl rasiert und muskelbepackt – der Dialekt ließ auf eine Osteuropäische Herkunft schließen. "Da ist das Arschloch!" einer der Beiden deuteten auf den Fremden an der Bar. Ab hier lief alles viel zu schnell ab – ich hörte einen ohrenbetäubenden Knall, das Whiskeyglas des Fremden zersprang klirrend und irgendwo hinter mir schlug eine Kugel ein. Ich warf mich auf den Boden hinter der Theke. "Scheiße…scheiße…scheiße." Murmelte ich leise vor mich hin – die beiden Neuankömmlinge brüllten etwas, dass ich nicht verstehen konnte und dann konnte ich hören, wie sie auf den Fremden zukamen, ihn packten und gegen die Theke drückten.

    "Ivan, lass uns ihm seine Zunge raus schneiden und schicken sie zurück zu seinem Vater, zusammen mit dem Kopf von dem Fahrer." Hörte ich einen der Beiden zum Anderen sagen – ich spürte, wie meine Hände zu zittern begannen. "Njet, wir erschießen das Arschloch gleich." Zischte der Zweite, ich konnte hören, wie der Hahn einer Waffe gespannt wurde. Mein Herz schlug mir nun bis zum Hals. Ich griff nach ob zu meiner Flinte, löste sie aus dem Federhalter und tauchte wieder auf. Einer der beiden Männer hatte meinen "Gast" am Hals gepackt und drückte ihm den Lauf einer Pistole auf die Stirn. Der Zweite stand dahinter und rieb sich freudig die Hände. "Los lassen, sofort, sonst blass ich dir deinen Schädel rüber nach Chinatown." Ich hoffte, dass man das aufgeregte Zittern meiner Stimmen nicht hören konnte und zielte mit meiner Flinte auf den Kopf des Mannes.

    Ivan – so hieß der Mann mit der Pistole laut des anderen Mannes, blinzelte nur kurz zu mir hinüber. "Was soll das, willst du für dieses Arschloch dein Leben riskieren – bevor du abdrücken kannst, habe ich sein Hirn schon auf der Theke verteilt und deines auch." Er drückte seine Pistole fester auf die Stirn seines Gegenübers – der Mann zuckte kurz zusammen und hielt seine Hände über den Kopf. Ich zog den Ladegriff der Schrotflinte zurück und richtete sie weiter auf den Russen "Versuchs doch – erschieß ihn, doch bevor du nur daran denken kannst, noch mal abzudrücken, zerreißt dir eine Ladung Schrott das Gesicht und keine Sekunde später ist dein Freund dran." Ich fixierte ihn mit meinem Blick, mit zusammengekniffenen Augen sah er mich an.

    "Dafür wirst du noch büßen." Knurrte Ivan, löste den Hahn seiner Waffe wieder und machte zwei Schritte zurück. "Sieh das als Warnung, Moretti, das Nächste mal wird dir niemand mehr helfen können." Der Russe spuckte vor sich auf den Boden, gab seinem Begleiter dann mit einem Nicken zu verstehen, dass er ihn folgen sollte und ging zur Tür – ich folgte ihm dabei mit dem Lauf meiner Schrotflinte. So schnell wie die Beiden aufgetaucht waren, waren sie auch schon wieder verschwunden. "Puh, das war knapp, danke." Der Fremde griff sich an den Hals und grinste mich an.

    "Knapp?!" rief ich aufgeregt - ich spürte, dass meine Knie zitterten und mein Herz flatterte – "Was verdammt noch mal wollten diese Typen, wer waren diese Typen und wer bist du überhaupt?!" ich behielt meine Flinte noch bei mir – sicher ist sicher. "Leonard, Leonard Moretti." stellte er sich dann vor und griff wieder in seine Jackentasche. "Es wäre besser wenn Sie nicht wissen, wer das war." Er zog ein Bündel Geld aus der Tasche. "Nennen wir die beiden einfach die Franklins" er legte drei 100-Dollar-Scheine vor sich auf die Theke. Wer war dieser Typ, dass er mit Geld quasi um sich schmiss?

    "Und noch eine kleine Entschädigung für das Glas und die Unannehmlichkeiten." Er legte noch einen Hundertdollarschein drauf und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich sah zwischen ihm und den Geld hin und her –gut, der Typ konnte irgendein Verbrecher sein, doch wie heißt es so schön: Geld stinkt nicht. Ich stellte mich wieder hinter die Bar, legte die Schrotflinte weg und nahm das Geld. Die Aufregung hatte sich für insgesamt Fünfhundertdollar doch ausgezahlt. "Dürfte ich nur kurz Ihr Mobiltelefon benützen?" fragte mich mein Gegenüber dann, ich nickte, griff in meine Hosentasche und reichte ihm mein Handy.

    "Danke." Murmelte er, wählte eine Nummer und drehte sich weg. Ich verstand nicht, was er sagte, da er in einer anderen Sprache redete – offenbar war es Italienisch. "Ciao!" Leonard legte auf und gab mir mein Telefon zurück. "Sie haben etwas Gut bei mir – sollten Sie irgendwann Probleme bekommen, rufen Sie die Nummer an, die ich gerade angerufen habe." Was zur Hölle meinte er mit "Probleme?! – Leonard drehte sich um und ging zur Tür. Er zog sie auf, machte einen Schritt hindurch und stoppte noch mal um sich umzudrehen. "Nette Bar übrigens." Er grinste mich an, zog die Tür hinter sich zu und verschwand in die Richtung aus der er gekommen war.

    Ich starrte auf die Fünf Hundertdollarscheine, die ich nun in der Hand hielt. Dieser Bursche war mir gar nicht geheuer, vor allem die Tatsache, dass er von zwei Typen, wovon einer ihn mit einer Waffe bedrohte, verfolgt wurde. Jetzt wusste ich noch nichts davon, dass der Name "Moretti" in Zukunft noch wichtig für mich sein würde – aber wer kann schon in die Zukunft sehen?



    Re: Between Black and White

    Anonymous - 31.08.2008, 19:13

    Re: Between Black and White
    Nicht schlecht^^ Das einzige was ich krietisieren kann ist das du in der Ich form schreibst. In der er Form, also sozusagen als Zuschauer ist es besser. Das Ich wird dir nach ner weile aufn Sack gehen^^



    Re: Between Black and White

    Baphemot - 31.08.2008, 22:09


    Erstens, vielen dank für das Lob, und zweitens, ich weiß, dass die "Ich" Form ein bisschen komisch ist, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, da man so irgendwie einen besseren Eindruck des Hauptcharakter bekommt

    Achja, Kapitel 2 folgt bald. Im Moment hab ich nur ein bisschen Stress in Punkto Schule ^^



    Re: Between Black and White

    Baphemot - 14.09.2008, 20:37


    Und hier folgt Kapitel 2 - sorry für die Verspätung aber ich war in letzter Zeit etwas im Schulstress, bedankt euch bei Lisa, sonst würde dieses Kapitel noch länger auf sich warten lassen. Wer Lisa ist? Findest selbst heraus ^^


    Kapitel 2 Moltow-Party

    Zwei Wochen waren seit nun seit diesem merkwürdigen "Zwischenfall" in meiner Bar vergangen. Es war wieder Montag – 3.00 Uhr Früh, die letzten Gäste waren schon vor ungefähr 2 Stunden gegangen. Ich hatte mich in mein Büro zurück gezogen und machte mich über den Papierkram der letzten Woche her. Hier und da ein paar Ausgaben, da ein paar Einnahmen, hier die Versicherungsprämie für das Geschäftsgebäude zahlen, der übliche Kram halt. Plötzlich hörte ich einen Aufschlag und das zerbersten von Glas.

    Ich schreckte hoch und lauschte – vielleicht hatte ich mir das Geräusch nur eingebildet… Es vergingen ein paar Sekunden in denen nichts passierte, dann konnte ich leise hören, wie zwei Männer mit einander sprachen. Ich konnte nicht verstehen was sie sagten, aber ich konnte die Sprache zuordnen: Russisch. Mein Herz setzte für eine Sekunde aus, dann begann es seinen Schlag zu beschleunigen. Plötzlich wurde die Tür zu meinem Büro aufgestoßen und ein Mann, maskiert mit einer schwarzen Sturmhaube, stürmte herein. "Hände über den Kopf Arschloch!" brüllte er und richtete eine Pistole auf mich.

    Es war zwar nicht wirklich das erste Mal, dass jemand eine Waffe auf mich richtete, aber jetzt, da meine Schrottflinte nicht in Reichweite war, fühlte sich das plötzlich anders an – mir ging ordentlich die Düse. Zögerlich hob ich meine Hände über den Kopf, ich wusste, warum diese Leute hier waren, um sich an mir daran zu rächen, dass ich diesen Typen vor zwei Wochen geholfen hatte.

    "Raus da." Wies er mich dann an, machte eine Schritt zur Seite und deutete mit den Lauf seiner Waffe zuerst auf mich und dann hinaus vor die Tür. Ich machte einen Schritt nach vorne und schluckte bevor ich zu reden begann: "Die Kassa ist hinter der Bar, nehmt euch so viel ihr wol…" "Ich hab gesagt, dass du dein Maul halten sollst!" unterbrach mich mein Gegenüber und zielte wieder mit seiner Waffe auf mich. Er machte einen Schritt nach vorne, packte mich am Hemdkragen und zerrte mich hinaus in die Bar.

    Er ließ mich wieder los und stieß mich vor sich hin. Jetzt konnte ich sehen, dass die Fensterscheibe neben der Eingangstür eingeschlagen wurde. Vor dem Thresen stand noch ein weiterer Mann, ebenfalls maskiert. "Yuri, das ist das Arschloch, warum knallst du ihn nicht einfach ab?" fragte er – durch die Augenschlitze seiner Maske konnte ich sehen, dass er mich wütend anstarrte, dann richtete er seine Waffe auf mich. "Du Vollidiot, ich hab dir doch gesagt: Keine Namen!" gab der Erste zurück "Und ich knall ihn nicht ab, weil der Plan das nicht vor sieht." Er stieß mich von Hinten vor sich her in Richtung Tür. "Aufmachen" zischte er und drückte mir die Pistole zwischen die Schulterblätter. Ich griff in meine Hosentasche und kramte nach den Schlüsseln. Mit zittrigen Fingern zog ich ihn heraus und versuchte ihn ins Schlüsselloch zu stecken, was mir aber natürlich nicht gelang. Versucht mal nicht zu zittern, wenn jemand nur den Zeigefinger krümmen muss, um euch umzupusten.

    "Mach schon!" grunzte der Kerl hinter mir und presste die Pistole fester in mein Rückgrad. Ich zuckte kurz zusammen, holte zwischen Luft und schaffte es schließlich das Schloss zu treffen und die Tür zu öffnen. "Geht doch!" ich spürte noch, wie der Griff der Pistole auf meinem Hinterkopf traf, dann gingen mir für ein paar Sekunden die Lichter aus. Ich kam am Gehsteig vor meiner Bar wieder zu mir. Die beiden Russen hatten sich links und rechts von mir aufgestellt.

    "Das hast du davon, dass du dich mit diesen Spaghettis eingelassen hast." Der Mann, der vorhin "Yuri" genannt worden war, beugte sich zu mir herunter und packte mich am Hals. Seine Hand war schweißnass und warm – anscheinend war ich hier nicht der Einzige, der aufgeregt war. "Dafür musst du jetzt bezahlen." Er richtete sich wieder auf und nickte seinem Begleiter zu. Dieser hielt eine Glasflasche in der Hand, aus der ein Stück Stoff hing. Jetzt wurde mir klar, was die Beiden vor hatten, sie wollten meine Bar abfackeln.

    Warum half mir niemand? Irgendjemand musste hier doch vorbei kommen, auch wenn es mitten in der Nacht war, ein Autofahrer müsste das hier doch sehen….aber was erwartete man sich schon von Großstadtbewohnern? Der Russe hatte den Stoff mittels Feuerzeug angezündet – betrachtete noch ein, zwei Sekunden wie er brannte, holte aus und schleuderte die Flasche durch die zerbrochene Fensterscheibe ins Innere der Bar. Ich hörte, wie die Flasche zerbrach, dann wurde der Gehsteig in ein orange-flackerndes Licht getaucht. "Nastrovje" lachte Yuri – ich spürte etwas warmes, feuchtes in meinem Gesicht, er hatte mich angespuckt. Das Letzte, das ich noch sah, war das Profil seiner Springerstiefel, dann wurde ich ohnmächtig. Ich sollte erst im Krankenhaus wieder zu mir kommen.

    Damit fing die ganze Scheiße erst richtig an…..



    Re: Between Black and White

    Anonymous - 15.09.2008, 12:13


    Guter Teil^^



    Re: Between Black and White

    Baphemot - 15.09.2008, 17:42


    Und weiter gehts mit Kapitel 2 =)


    Ich kam zwei Stunden später im Community Hospital wieder zu mir. Ich lag in einem Krankenbett der Notaufnahme. "Mr. Blake, können Sie mich hören? Mr. Blake?" hörte ich die Stimme einer jungen Frau sagen. Ich versuchte die Stimme auszumachen und drehte meinen Kopf etwas nach Rechts. Meine ganze rechte Gesichtshälfte pochte vor Schmerz - ein Ziehen, als würde mir gleich der Kopf explodieren breitete sich unter meinem rechten Auge aus. Ich konnte das Auge nicht öffnen, anscheinend war es zugeschwollen.

    Ich sah in das Gesicht einer blonden Ärztin, die mich freundlich anlächelte – daneben stand ein Streifenpolizist, groß, bürstenfrisur, der mich gar nicht freundlich ansah, warum denn auch? Wegen mir war er wohl schon seit ein paar Stunden in den Überstunden. "Wo bin ich?" fragte ich, meine Zunge füllte sich pelzig und schwer an. "Sie sind im Community Hospital." Antwortete mir die Ärztin und zückte eine kleine Lampe aus der Brusttasche ihres Kittels. "Ich bin Dr. Kuttner" stellte sie sich mir vor und leuchtete mir mit der Lampe in mein linkes Auge. "Sie sind überfallen worden, Sie haben eine leichte Gehirnerschütterung erlitten, aber außer der Platzwunde unter ihrem Auge, hatten Sie noch glück." Erklärte Sie mir und nickte dann dem Polizisten zu "Sie sind dran – Mr. Blake, ich sehe später noch einmal nach Ihnen." Dr. Kuttner steckte das Lämpchen zurück in ihre Brusttasche, trat von dem Bett weg und verließ das Krankenzimmer.


    "Mr. Blake, ich bin Officer Jenkins, können Sie sich noch an den Überfall erinnern?" fragte er mich, während ich mich in dem Bett aufsetzte. Ich nickte anfangs nur "Ja, bis mir dieser Kerl ins Gesicht getreten hat." Krächzte ich, meine Kehle war knochentrocken. "Konnten sie den Täter erkennen?" fragte der Polizist weiter, ohne irgendwie auf meine krächzende Stimme einzugehen. "Es waren zwei - Russen, erkennen konnte ich sie nicht, sie trugen schwarze Skimasken." Antwortete ich und hustete heiser. Ich erzählte dem Officer wie es sich abgespielt hatte, wie die Beiden in meine Bar eingedrungen waren, mich vor die Bar führten und anschließend bewusstlos prügelten.

    "Einer von Ihnen hieß also Yuri?" wiederholte er, was ich ihm erzählt hatte – in seiner Stimme schwang eindeutig ein zweifelnder Unterton mit. "Wissen Sie wie viele Russen es mit den Namen Yuri in dieser Stadt gibt?" er verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich weiß, es klingt dumm, aber so war es." Meine Stimme versagte beinahe "Was ist mit meiner Bar passiert?" fragte ich dann sofort. "Die Feuerwehr hat Ihr bestes versucht, aber es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen – Ihre Bar ist vollständig ausgebrannt." Zum ersten Mal hörte ich so was wie Mitleid in Officer Jenkins' Stimme. Schlagartig wurde mir anders – ich spürte, wie sich mir die Tränen in die Augen trieben, auch in das Zugeschwollene.

    Meine Bar war zerstört – die Bar, die ich von meinem Vater übernommen hatte, war abgebrannt. Wie sollte es jetzt weiter gehen? Diese Bar war das Einzige, dass ich hatte – sie war mein Einkommen, mein Leben…. Ich hatte Officer Jenkins eine zeitlang nicht mehr zugehört, er sagte noch irgendwas von Versicherungen und ob ich in letzter Zeit von irgendwem bedroht worden war. Sollte ich ihm die Geschichte von diesem Moretti erzählen? Oder würde ich mir damit nicht selbst schaden? Welche Versicherung würde denn noch zahlen, wenn die Mafia ins Spiel kam? "Nein, da war nichts." Antwortete ich nur und unterdrückte ein Schluchzen.


    "Na gut Mr. Blake, sobald es Ihnen wieder besser geht, müssten Sie für eine Aussage aufs Revier kommen." Officer Jenkins nickte mir zu, ehe er das Krankenzimmer verließ. Ich starrte hinauf an die Decke über meinem Bett – meine Bar war zerstört, auf meinem Gesicht hatten zwei Russen einen Volkstanz erprobt und ich wusste nicht, wie ich mir in Zukunft etwas zu essen kaufen sollte, geschweige denn, die Behandlung hier bezahlen sollte. In diesem Moment dachte ich, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, wie unrecht ich doch hatte…



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