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Maya und Domenico
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  • Forum: Maya und Domenico
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    Re: Search

    Vivi - 12.01.2008, 14:18

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    Also Hi.. ^^ ich hab ma versucht, diese 2 Typen, aus tagträume/traumwelten zu nehmen und statt nen comic ma ne geschichte draus zu machen.. ich stell die hier einfach ma rein.. und ka.. kann sein, dass die ein wenig komisch is..^^ aber egal möcht ma wissen,w as ihr so von haltet.


    Search Kapitel 1 - Ein ungewöhnlicher Arbeitstag

    Er stieg auf sein Fahrrad und radelte los. Er hatte einen dunkelblauen Rucksack auf und schwarze Fahrradhandschuhe an. Sein Weg würde höchstens 30 Minuten dauern, wenn er den schnelleren Weg fuhr. Es war kein besonderer Tag. Jedenfalls würde heute nichts besonderes passieren, dachte er sich. Als Chad endlich bei seiner Arbeit angekommen war, stellte er sein Fahrrad ab, kettete es fest und ging zur Anmeldung.
    “Chad Kingston” sagte er. Gab der netten Frau am Empfang seinen Ausweis und konnte anschließend die netten Räumlichkeiten betreten, in denen er arbeitete. Es war ein ehr langweiliger Job. Aber er war so gut wie alles, was Chad hatte. Als sein Arbeitskollege ihn freundlich empfing, war er bereits an seiner Stelle angekommen. Ein Stuhl an einem Tisch mit einem weiteren Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite, wo sein Freund, André, drauf saß. Die beiden waren im Hottonginner Gefängnis als so genannte Schließer zuständig. Das hieß, Zellen von Strafgefangenen auf und abschließen. Sie nach draußen zu begleiten, oder ihnen das Essen zu bringen.
    “He Chad, wenn du weiterhin so rumläufst, verwechselt dich eines Tages einer mit einem Insassen und du landest wieder da drin!” Sagte André, als sich Chad gerade setzte. Chad war durchgehend schwarz gekleidet. Schwarze, einfache Turnschuhe, eine schwarze, kurze Hose, ein schwarzes T-Shirt, schwarzes Halstuch, schwarze Haare und zu guter letzt ein schwarzes Cape auf dem Kopf. “Ach lass mich doch!” kam es nur von ihm zurück, denn es war ihm egal, was André dachte. Kurz darauf kam ein weiterer Kollege an und richtete Chad und André aus, dass sie sich ins Büro vom Chef begeben sollten.
    “Was hast du denn jetzt schon wieder angestellt?” “Keine Ahnung! Wie schon gesagt: lass mich doch!” Angekommen, sollten die beiden sich auf einen Stuhl direkt vor dem Schreibtisch des Gefängnis Direktors setzen. Er war ein etwas dickerer Mann in grauem Anzug. Seine rote Krawatte war ein wenig verrutscht, weswegen er sie wieder gerade rückte. Er hatte dunkles, kurzes Haar und eine Narbe am linken Auge.
    “Weswegen ich euch herbestellt habe, hat keinerlei negative Seiten.” sagte er. Erleichterung konnte man Chad und seinem Freund redlich ansehen. “Ich habe eine Art Auftrag für euch beide” fuhr er fort. “Nämlich sollt ihr auf einen höchstgefährlichen Jungen Mann aufpassen. Er hat letzte Woche die Todesstrafe bekommen und sitzt nun im Hochsicherheitstrakt unten im Keller.” Das kam Chad merkwürdig vor. So etwas ähnliches hatte er doch schon einmal erlebt. Doch er erinnerte sich nur ungerne daran. “Der Gefangene, Anthony Chross, hat leider die Begabung, Menschen sozusagen... zu verwirren. Oder sagen wir es so: Er Hypnotisiert sie. Ihm ist dadurch schon einmal die Flucht aus seiner Zelle gelungen, jedoch konnten wir ihn wieder einfangen, weil er sich in dem Gewirr aus Gängen und Treppen hier im Gefängnis verlaufen hatte.” “Und wieso sollen dann ausgerechnet WIR auf ihn aufpassen? Ich meine, wenn er sich doch eh nur wieder verläuft ist er praktisch gefangen, auch wenn er sich außerhalb seiner Zelle bewegt.” sagte André. “Naja, weißt du, das ist nämlich so. Sobald er die Leute erst einmal verwirrt hat, hat er sie unter Kontrolle und kann mit ihnen machen, was er will. Er kann also locker mal eben ein paar Wärter nach dem Weg fragen, und schwupps ist er hier weg.” Doch wieso der Direktor ausgerechnet ihn und Chad für diesen Job auswählte, blieb ihm unklar. Wieso nicht wen anderes? Wenn Anthony auf die Idee kam, seine tollen Fähigkeiten einzusetzen, ist es im Endeffekt egal, wer auf ihn aufpassen sollte. Dann sagte Chad etwas. “Wann genau soll denn der Termin für seine Hinrichtung sein?” “Der ist genau heute in 2 Wochen. Ihr solltet nicht zu oft zu ihm gehen, denn sonst seid ihr die nächsten Opfer, seiner Fähigkeit. Es reicht, wenn ihr ihm zu essen und zu trinken bringt und danach auf dem Flur Wache haltet.”
    Nach einigen weiteren Worten verließen Chad und André den Raum und begaben sich sofort runter in den Keller, wo sie Anthony begegnen sollten.
    Auf dem Weg dorthin unterhielten die beiden sich nicht wirklich. Vielleicht hier und da mal ein kurzes Wort, aber das war es dann auch schon. André war echt intelligent. Er hätte mehr erreichen können, als langweiliger Schließer. Aber es war wohl irgendwie immer sein Traumberuf gewesen. Weiß der Geier warum. Er hatte blond-schwarz gefärbte etwas längere Haare und in Dienstkleidung angezogen. Im Gegensatz zu Chad hatte er mehr Geld, eine tollere Wohnung und viele Freunde. Und er war Chad’s einziger Freund.
    Unten angekommen, gingen sie sofort zu der Zelle von Anthony um diesen zu begutachten. André schloss auf, und Chad ging langsam rein. Danach schloss André wieder zu.
    Es war eine kleine (vielleicht gerade mal 5 Quadratmeter) Zelle, ohne Fenster, mit einer Glühbirne mit schwachem Licht, die von der Decke hing, einer Isomatte und einem Stuhl. Anthony befand sich gerade auf der Isomatte und saß da, wie ein Sack Mehl. Seine Hände waren mit Handschellen gefesselt und seine Augen von seinen dunkel braunen Haaren verdeckt. Ihm war anscheinend kalt. Oder er hatte Angst. Jedenfalls zitterte er. Als Chad reinkam, hob er seinen Kopf ein wenig und ein Verband, der um seine Stirn gebunden war, wurde sichtbar. Im Großen und Ganzen war er eine kleine jämmerliche dunkle Gestalt, die einfach nur da war. Was er wohl dachte. Chad konnte es sich denken.
    “Hey!” Sagte er, um sich sein Gesicht genauer ansehen zu können. Doch es kam keinerlei Reaktion von Anthony. Chad war außerdem noch aufgefallen, dass Anthony eine verwaschene Jeans mit einem großen Loch am Knie trug. Außerdem ein etwas zerfleddertes, dunkles T-Shirt. Mehr nicht. Nicht einmal schuhe, geschweige denn Socken hatte er an. Um sein linkes Handgelenk war ein dünnes Braunes Armband zu sehen. Seine Knie waren ein wenig an seinen Körper herangezogen, welche seine beiden Arme umschlangen.
    “Du kannst mich Chad nennen, denn Herr Kingston hört sich blöd an, muss ich zugeben. Oder hast du das sprechen schon verlernt? Ich weiß ja nicht... also... Naja egal. Ich sag dir nur eins: Wenn du auf die Idee kommen solltest, mich oder meinen netten Herrn Kollegen da draußen zu verarschen oder so, dann ist aber was los hier.” Immer noch kam keine Antwort. Also fuhr er fort: “Weißt du, ich hab da so meine Kontakte solltest du also Faksen oder ähnliches machen, dann sorg ich schon dafür, dass dir das Lachen vergeht.” Chad wollte ihm klar machen, dass ER hier der Boss war. So wie damals.... Er wollte ihm damit sagen: Wenn du auf die Idee kommst, dich mit mir anzulegen, wird dir viel schlimmeres wiederfahren als der Tod.
    Aber noch immer kam keine Reaktion von ihm. So ein langweiliger Typ konnte er doch gar nicht sein. Vielleicht war er ja sogar ganz nett. Wer weiß?
    Chad klopfte an die Tür und André ließ ihn heraus. “Der hockt da rum, als würde die Welt davon abhängen, wie lange er da sitzen bleibt” Sagte Chad, als er rausging. “Aber das ist echt nicht gemütlich da drinnen.”
    André und er saßen den restlichen tag draußen vor der Zelle an einem Tisch und spielten Karten. Als dann abends einer vorbeikam, und das Essen für Anthony brachte, was nicht gerade viel war, und dann wieder verschwand, sagte Chad: “Okay ich geh’ da jetzt rein, und bring dem das. Ich versuch mal, den zum Reden zu bringen. Wer Weiß, vielleicht ist er ja ganz nett?” - “ Du willst dich nicht im ernst mit dem abfinden. Du sagst, er sitzt da, wie eine jämmerliche Gestalt. Und außerdem ist er eh bald tot. Also find dich besser nicht mit ihm ab, nachher bist du noch traurig, dass er weg ist!”
    Als André die Tür aufschloss, und Chad mit dem Essen rein ging, war das Licht aus. Und als Chad es anmachte, lag Anthony schlafend auf seiner dünnen Isomatte auf dem Boden. Er schien sich also doch bewegen zu können. Schlafen... Das ist das beste Mittel, gegen die Kälte, gegen die er ankämpfen musste. Chad kannte das... Er wollte ihn jetzt nicht wecken. Das wäre unfair. Das wäre sogar ober unfair! Also stellte er den Teller mit dem Essen, was aus einem einfachen Brötchen bestand auf den Stuhl. Die Flasche Wasser, stellte er neben Anthonys Kopf. Jetzt konnte er ihn auch mal betrachten. Seine Haare waren ihm ins Gesicht gefallen, und als Chad sie vorsichtig beiseite hielt, sah er eine Menge Kratzer und Schrammen in dem Gesicht. Seine Augen waren geschlossen und er atmete leise. Chad kniff seine Augen ein wenig zusammen und stand dann auf. Er bemerkte außerdem noch eine kleine Fläche auf dem Boden, wo ein Loch in der Mitte war, das man verschließen konnte. Das sollte wohl das Klo sein. Drei Brötchen, drei 0.5 Liter Wasserflaschen am Tag und dieses “Klo” waren wohl das einzige, was ihn so gerade noch am Leben hielt. Ihm musste wirklich kalt sein, denn er zitterte sogar noch ein wenig, als er schlief.
    Chad ging raus, ließ die Tür hinter sich abschließen, und zog seine Jacke an. Für ihn war jetzt Feierabend denn es war bereits 18:00 Uhr. Die Ablösung kam auch gerade an. Zwei Kollegen, die er nicht besonders gut kannte, wenn überhaupt, die ihn und André für die Nächte ab 18:00 Uhr vertreten sollten. Denn der Mensch brauch seinen Schlaf, und genau das hatte Chad vor, wenn er wieder zuhause war. Schlafen! Also kettete er draußen sein Rad ab, schwang sich drauf, verabschiedete sich von André und fuhr los. André ging rüber zum Parkplatz, schloss sein Auto mit seinem ferngesteuerten Schlüssel auf, indem er auf diesen tollen Knopf drückte, stieg ein, und fuhr ebenfalls los. Er hatte richtig Geld. Seine Wohnung war mit den modernsten High Tech Geräten ausgestattet. Unter anderem ein riesiger Flachbildfernseher an der Wand hängend, Der wohl modernsten Computer der Welt (jedenfalls kam das Chad so vor, als er ihn einmal besucht hatte und das alles sah), eine wahnsinns Küche und alles mögliche funktionierte per Fernbedienung. Der Fernseher, die Sterioanlage, die Mikrowelle, sämtliche Lampen und Geräte und sogar sein Bett.
    Chad hingegen hatte eine kleine Wohnung mit 4 Zimmern. Ein bad, dann Küche und Wohnzimmer in einem, ein Schlafzimmer und eine Abstellkammer sozusagen. Weil in diesem Raum alles mögliche an Schrott stand. Schön war die Wohnung keinesfalls. Hässliche Brauntöne an den Wänden, kein einziges Bild oder ähnliches und Teppichboden in den verschiedensten Farben. Er besaß keinen Fernseher. Er hatte ja auch kein Geld für einen. Chad konnte froh sein, dass ihm diese Wohnung vererbt wurde, denn alle seine verwandten waren mittlerweile irgendwo weg, oder lebten nicht mehr. So wie seine Eltern. Dabei war er gerade 17 geworden. Er hatte kein Geld für Dinge, die normal zeitalterliche 17 jährige standardsgemäß mit sich rumtrugen. Einen Mp3Player zum Beispiel.
    Als er zuhause angekommen war, machte er sich schnell ein paar Brotschnitten und ging dann ins Bett. So sah schon einmal kein normaler Arbeitstag aus. Denn dieser wäre gewesen, dass er morgens aufsteht, losfährt und den ganzen Tag da sitzt und sich mit den Gefangenen abgibt. Dieser Anthony machte ihn nachdenklich. Wieso er wohl sterben sollte? Den Narben im Gesicht zu urteilen, konnte er keine besonderen Schlüsse ziehen. Und wieso dieser Verband um den Kopf? Was er wohl für Verletzungen hatte? Und wieso hat er nichts gesagt? Er soll doch angeblich was mit den Menschen anstellen können. Wie konnte eine so “zerstörte” Person, denn sowas vollbringen? Ob es ihm egal war, weiterzuleben oder am ende doch draufzugehen? Chad flogen beim Einschlafen so viele Fragen durch den Kopf. Aber eins wusste er: sein Leben muss ganz schön hart und Grausam gewesen sein.



    Hab das zweite kapitel auch schon angefangen... soll ichs gleich auch ma reinstellen?? mach ich einfach ma

    Kapitel 2 -

    Er stand da. Arm und Fußfesseln taten ihm langsam weh. Er befand sich auf einem großen Platz voller Sand und Dreck. Er wusste genau, wo er war, und was gleich passieren würde. 10 Meter vor ihm hockte jemand mit einer Waffe. Doch er konnte ihn nicht erkennen, denn ein plötzlicher leichter Windstoß blies ihm Dreck in die Augen. Doch er wollte es unbedingt wissen. Er konnte sich kaum bewegen, weil seine Arme und Beine an einer Holzwand festgemacht wurden. Er stand mit ausgebreiteten Armen an der Wand, an der schon viele gestanden hatten und darüber nachdachten, was wohl als nächstes passieren wird. Diese Wand hatte schon viele Menschenschicksale in der Hand gehabt. Sie war dreckig vom Blut ihrer “untergebenen”. Und gleich würde alles vorbei sein. Alles, was er je gemacht hatte, alles, was ihm wichtig war. Dies war zwar nicht so viel, aber es gab Dinge, an denen er hing. Sein Leben zum Beispiel. Der Dreck in seinen Augen fing langsam an zu brennen und das tat ihm weh. Der Wind war weitergezogen, doch er konnte immer noch nicht erkennen, wer vor ihm kniete und die Waffe auf ihn richtete. Es tat zwar weh, die Augen zu öffnen, doch er musste es wissen! Wer zielte da auf ihn? Er überwand seine Angst, die ihm seine schmerzen am ganzen Körper zufügten. Er hatte noch mehr Verletzungen gehabt. Und durch den Windstoß vorhin, war nicht nur Dreck in seine Augen, sondern auch in eine nicht gerade kleine, aber auch nicht sehr große Wunde geraten. Er öffnete ruckartig seine Augen und sah ihn!

    Chad schreckte hoch. Es dauerte einige Minuten, bis er sich wieder erholt hatte. Erholt von diesem Traum, der ihn immer wieder heimsuchte. Das ging jetzt schon eine ganze Weile so. Und er hasste diesen Traum. Er hasste ihn, weil es nicht einfach nur ein Traum war. Es war die Wahrheit.

    Er zog sich an, frühstückte kurz und ging dann in den Abstellraum, wo sein Fahrrad stand. Es war eigentlich nicht seins. Es gehörte André. Doch der hatte keine Verwendung mehr dafür. Und außerdem brauchte Chad es mehr als er. Er hatte sowieso seit 2 Jahren ein neues, das er immer mit in den Urlaub nahm, wenn er Urlaub hatte. Das was Chad jetzt hatte, war ein einfaches Mountainbike mit 3 Gängen. Aber das reichte ja völlig aus. Er machte sich also auf den Weg. Wie jeden morgen. Chad war jetzt schon fast ein Jahr lang im Gefängnis tätig. Er hatte sich ausgerechnet, dass wenn er ein Jahr da arbeiten würde, er genug Geld für eine bessere Wohnung hätte. Eine schöne. Mit Balkon! Das war sein Ziel. Und Er hatte auch schon einiges zusammengespart. Er kaufte sich von seinem Geld nur das nötigste an Essen, und an Klamotten und hatte am Ende immer noch genug Geld, um eine Wohnung finanzieren zu können. Deswegen hatte er auch keinen weiteren elektrischen Schnickschnack.
    Er kam im Gefängnis an, meldete sich wie jeden Morgen an, gab seinen Ausweis ab und ging rein. An seiner Stelle unten im Keller beim Hochsicherheitstrakt warteten schon die Kollegen, die während der Nacht da waren auf ihn und ihre Ablösung. Kurze Zeit später kam auch André dazu. Chad konnte dem Drang nicht wiederstehen, einmal nach Anthony zu gucken. Es waren ja eh keine Kameras hier unten angebracht. Und André würde ihn schon nicht verraten. “Wieso willst du ihn dir angucken?” - “Nur so... Frühstück gibt’s doch eh erst in einer Stunde. Weißt du eigentlich, wie der sich grad fühlt?” Das wusste André nicht. Also schloss er mal wieder die Tür auf und ab für Chad, welcher gerade die Zelle betrat. Da war er wieder. Einsam und ein jämmerliches Häufchen Elend. Er saß wie am Tag zuvor auf seiner Isomatte. Die Arme verschränkt und die Beine angewinkelt. “Hey” sagte Chad, wie am Vortag. “Wie geht’s?” Plötzlich kam Leben in diese trostlose Gestalt. Anthony hob den Kopf und diesmal konnte Chad ihn ganz sehen. Seine Augen waren ausdruckslos. Man konnte nicht erkennen, ob er nun sauer oder froh über diese Frage war. Man konnte seinen Mund nicht sehen, aber man hörte, was er sagte: “Was willst du?”
    Chad konnte leichte Augenringe erkennen. Aber in einem hatte Anthony recht. Was wollte er eigentlich? Wollte er mit ihm ein nettes Gespräch anfangen? Nein. Er wollte ihn einfach nur angucken. Und das war keinesfalls der Grund, weswegen jemand in seiner Position einfach so in die Zelle eines Strafgefangenen ging. Aber er konnte das doch nicht einfach sagen. Hi, hier bin ich und ich möchte mir dich ansehen! Du interessierst mich! Wollen wir nicht ein wenig plaudern? Nein! Wenn er das sagen würde, was würde Anthony dann von ihm denken?
    “Sag mal... “ mehr brachte er erst mal nicht über die Lippen. Anthony starrte ihn an, als hätte er etwas entdeckt, was er unbedingt wissen will. Klar. Und zwar, was er wollte. “Bist du sehr interessiert, an dem Tod?” Das war wohl ein Fehler. Denn jetzt sah er Chad finster an. “Chad oder? Warum willst du das von mir wissen, Chad?” Darauf hatte er wieder keine Antwort. Es interessierte ihn einfach. Wahrscheinlich würde er sich total verarscht fühlen, wenn er jetzt einfach wieder rausginge und nichts sagen würde. Doch das wollte Chad nicht. Er wollte nicht, dass sich Anthony wegen ihm noch mieser fühlte, wie er sich wohl jetzt schon fühlen würde. Also fragte er “Kannst du wirklich Leute unter Kontrolle bringen? Ich meine mit Hypnose und so. Das finde ich interessant.” - “Geh raus, ich will dich hier nicht drin haben!” Das war ein Wort. Chad machte auf der Stelle kehrt und bat André drum, die Tür aufzumachen. Das war also Anthony. Er hatte immerhin mit ihm geredet gehabt. Das wollte er am Anfang erst erreichen. Danach wollte er weitersehen.

    Es vergingen weitere trostlose Tage, an denen Chad immer und immer wieder zu Anthony in die Zelle kam um sich “über ihn schlau” zu machen. Nie sagte er mehr als ein paar knappe Worte, während ihn Chad manchmal pausenlos zu textete. Einmal, es war ein Montag und nur noch 3 Tage bis zur Hinrichtung, wollte Chad, wie immer eigentlich, wenn er Anthony das bisschen Essen und trinken brachte, in die kleine dunkle Zelle, die Anthony nie verließ. Die Tür ging auf und wieder zu. Chad sah ihn wie fast immer auf der Isomatte hocken. Doch dieses mal war es anders. Etwas lag in der Luft, was sonst nie da gewesen war. Nie war es Chad aufgefallen, doch jetzt spürte er es ganz deutlich. Und er brauchte auch nicht lange nachdenken, was es war, denn in den nächsten paar Sekunden bekam er es zu spühren. Anthony sah ihn an, und er spürte einen ruckartig stechenden Schmerz im ganzen Körper. Es tat so weh, dass er seine Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Und plötzlich wurde ihm klar, was er falsch gemacht hatte: Er hatte Anthony in die Augen gesehen. Das hätte er nicht tun dürfen, denn nun hatte dieser Chad unter Kontrolle. Anthony streckte seinen linken Arm aus, und bewegt seine Finger merkwürdig. Chad’s Glieder bewegten sich total ungewollt. Jedoch total unkontrolliert bewegte sich Chad auf diesem engen Raum und lief dementsprechend gegen die eine und dann die andere Wand. “Mach mir die Handschellen los!” befahl Anthony Chad’s Körper im Flüsterton. Und jetzt wurde Chad klar, weswegen er ihn nicht so gut beherrschte. Die Hände mussten verschieden bewegt werden, damit sie ihr Opfer bewegen konnten. Doch da er immer noch Handschellen anhatte, musste er beide Arme in bestimmtem Abstand bewegen. Und das störte die Körperkontrolle. “Kannst du vergessen!” Gab Chad zurück. Und schon war er auf dem Weg, seine Hand in die Hosentasche zu stecken und den Schlüssel raus zu kramen. Langsam bewegte er sich auf den Gefangenen zu um dessen Handschellen zu lösen. Doch so sehr sich Chad anstrengte, sich Anthony’s Willen zu wiedersetzen, gelang es ihm nicht. Wieder schossen ihm Tausend Fragen durch den Kopf. Was will er damit erreichen? Was macht der mit mir, wenn er fertig ist? Warum kann ich mich nicht wehren? Werde ich meinen Körper jemals wieder von alleine bewegen können?
    So etwas hatte er beim besten Willen noch nie erlebt. Er hatte Angst, vor dem, was jetzt passieren würde. Plötzlich hielt er still. Er bewegte sich nicht mehr weiter. Chad zwang sich, seine Kraft zusammenzunehmen, um Anthony anzugucken. Dieses mal sah er etwas anderes. Er sah keinen hasserfüllten Blick, wie zuvor, sondern Angst. Dieses mal wusste er, dass er Angst in Anthony’s Augen sah. Doch er wusste nicht wieso. Diese plötzliche Stimmungsveränderung. Wo kam sie her? Doch das erfuhr er sehr schnell, sie kam nämlich von hinter ihm her. “Was geht hier denn ab?” André! Chad spürte wieder Hoffnung. Anthony stand da wie eingefroren. Dann ließ er seine Arme endlich fallen und stand wieder da, wie zu dem Zeitpunkt, als Chad die Zelle betreten hatte. Er rannte heraus. Rannte alle Treppen hoch durch die ganzen Flure und an der Anmeldung vorbei. Als er außerhalb des Gefängnisses war, suchte er sich irgendwo einen Platz, wo er hinkonnte. Wo ihn niemand sah. Er kam unter einem Baum weiter abgelegen vom Grundstück zum stehen. Er setzte sich nieder und musste sich erst einmal beruhigen. Dass er seinen Körper jetzt wieder von selbst bewegen konnte, war ihm mittlerweile klar geworden. Er hatte einen Fehler gemacht. Er hatte nicht auf seinen vorgesetzten gehört. Am besten hätte er Anthony gleich von Anfang an in seiner Zelle schmoren lassen sollen. Das wäre vielleicht das beste gewesen. Doch er hatte es nicht getan. Chad wurde übel.
    Nach einiger Zeit lief er wieder zurück zum Gefängnis. Zurück in den Keller. Dort saß André an seinem Tisch und sah Chad finster an. “Geh da nie wieder rein!” Chad lies den Kopf sinken. Er setzte sich wortlos hin und war nun völlig mit seinen Gedanken wo anders. Dann fragte er nach einiger Zeit: “Wo ist er? Immer noch da drin?” - “Wenn du Anthony meinst, ja, der ist immer noch da drin. Und nein, ich habe keinem erzählt, was hier gelaufen ist vorhin. Ich hab dich raus rennen sehen und hab danach sofort die Tür zugeschmissen und danach hier auf dich gewartet. Und ich habe das keinem erzählt, weil... weil du doch mein Freund bist, und du deine Arbeit verlieren würdest wenn du... na ja.. wenn.. rauskäme, dass du so viel mist gemacht hast!” - “Danke...” mehr wollte Chad erst einmal nicht sagen.



    Re: Search

    dance_girl - 12.01.2008, 16:01


    wow bitte weidaaaaaaa!!!!!!



    Re: Search

    Puma - 17.01.2008, 19:20


    ja, schreib weida!!! aber eine sache is mir noch aufgefalln, bei der todesstrafe wird man nich erschossen, da sin so drei ärzte, un die ham jeder eine spritze, aber nur in einer is wirklich das tötliche gift, in den andren beiden is nur wasser, das is iwie so, damit keiner weiß, wers jetz wirklich gemacht hat, is aber auch egal! sonst is die wirklich suuuupi!! :D



    Re: Search

    Vivi - 17.01.2008, 20:21


    jaaa.. egal bei mir wird man erschossen!! ^^

    auch wenn ich eigentlich voll dagegen bin..

    aber ich find zur geschichte passts... ^^ sons wär die ja nich entstanden durchd as ganze.. najaaa.... und..

    tut mir echt leid aber...

    ich hab im moment voll keine ideen mehr... =(.. aber ich packd as schon..^^

    also ich weiß, wie s weitergehn soll, kanns aber nich in worte fassen...



    Re: Search

    Vivi - 23.01.2008, 15:26


    ich hab weitergeschrieben:

    Kapitel 3

    “Das kannst du nicht machen!” “Oh doch!”
    Sie wollte ihn dazu bringen, seine Meinung zu ändern. Doch es schien hoffnungslos. Ihr platzte der Kragen. “Du kannst ihn mir nicht wegnehmen! Das lasse ich nicht zu! ER ist doch noch ein Baby, er kann nichts dafür!” “Wenn er mal groß ist, wird er großes Unheil anrichten. Er wird zerstören. Gewalt wird seine Sprache sein! Du willst das doch nicht etwa verantworten, oder? Möchtest du wirklich verantwortlich für das sein, was passieren wird? “
    “Aber wenn wir ihn anständig erziehen...”
    Diese Szene spielte sich in einem Krankhauszimmer ab, in dem ein gerade gewordenes Elternpaar über das Schicksal ihres Sohnes diskutierten. Er wollte sein Kind unbedingt loswerden. Am besten wäre, wenn man es einfach direkt tötet. Schnell aus der Welt schaffen. Denn er sah, was passieren würde, wenn sie ihn am leben lassen würden. Schreckliches würde passieren.
    Doch sie war vollkommen dagegen. Sie wollte ihren Sohn behalten - er hatte noch nicht einmal einen Namen. Sie sah das gute in ihm. Er würde nichts unheilvolles anrichten. Wie sollte das ein so kleiner, unschuldiger, niedlicher Körper schon anstellen können? Okey, er würde größer werden und Verstand entwickeln. Aber diesen wird er garantiert nicht für solch böse taten einsetzen, wie sie ihr Ehemann beschrieb.

    Sie rannte. Sie rannte so schnell sie konnte durch den Wald. Auf ihrem Arm hatte sie ein gerade mal 2 Wochen altes Baby. Es schlief, worüber sie sehr froh war. Denn wenn es schreien würde, was höchstwahrscheinlich passiert wäre, wenn es aufwachen würde, würde sie Aufmerksamkeit erregen. Und genau das wollte sie verhindern. Deswegen rannte sie ja auch durch diesen leblosen Wald.
    Nach einiger zeit ging ihr die Puste aus und sie lies sich an einem Baum nieder. Sie sah ihr Kind an. Es schlief noch immer. Ob es wohl träumte? Und wenn, von was? Nach ein paar Minuten Verschnaufen, ging sie weiter. Diesmal in einem langsameren Tempo. Niemand würde ihr das Kind wegnehmen. Niemand! Es war schließlich ihr Sohn. Sie war n der nacht von zuhause abgehauen. Ihr Mann wollte es nämlich am nächsten tag endgültig “entsorgen”. Er sagte, ihm fällt schon noch ein, wie. Seit dem tag der Geburt verstieß er sie und ihr Kind. Es war schrecklich. Er rastete mehrmals am Tag aus und war sogar schon so weit gegangen, seine Frau zu schlagen. Deswegen lies sie ihr Kind nie aus den Augen. Damit er ihm nichts anhaben konnte. Sie beschützte es mit ihrem Leben.
    Endlich war sie am Ziel. Ein abgelegenes Haus mitten im Nirgendwo. Sie ging langsam drauf zu. Sie wusste, wenn sie jetzt anklopfen würde, wäre der Bewohner dieses Hauses bestimmt nicht sehr erfreut darüber, im Schlaf gestört zu werden. Doch sie musste. Ihr war kalt, Ihr Kind wurde unruhiger und sie war erschöpft. Eine Erschöpfung, die sie jeden Moment in den schlaf reißen würde. Doch als sie anklopfte, wurde ihr sofort die Tür geöffnet und eine junge Frau stand in der Tür.

    na? wie is das?? bin grad mitten im schreiben.. aber da ich vorhin essen war, sin mir die ideen abhanden gekommen..^^



    Re: Search

    Puma - 23.01.2008, 17:17


    ey, cool! klingt echt gut! aber ich versteh iwie nich den zusammenhang zum vorigen teil!^^



    Re: Search

    Vivi - 23.01.2008, 21:54


    das is der anfang des dritten kapitels, indem die vergangen heit von anthony beschrieben wird



    Re: Search

    Vivi - 07.03.2008, 17:09


    So, hab weiter gemacht:


    “Helena, du bist noch wach?” “Ich habe dich gesehen und mich gefragt, was du hier machst. Oh, ist das dein kleiner? Der ist ja süß! Aber wie kommt es, dass du JETZT noch unterwegs bist? Und vor allem mit IHM?! Das tut ihm sicher nicht gut, er wird krank werden! Ach, kommt doch einfach rein!”
    Helena Chross war ihre beste Freundin und aus diesem Grund war sie gekommen. Zuerst legte sie ihren Sohn hin und kuschelte ihn warm ein. Dann setzte sie sich selber auf das Sofa, das ihr angeboten wurde. Helena setzte sich ihr gegenüber. “Sag schon! Wieso bist du hier? Das hat sicher einen tieferen Grund, als mich einfach mal besuchen zu kommen, und das mitten in der Nacht.” “Also...” Sagte sie, und fing gleich an zu erzählen: “Es hat mit dem kleinen zu tun. Weißt du, mein Mann möchte nicht, dass er weiter lebt, und geht dafür sogar so weit, und fängt an, richtig unmenschlich zu werden. Erst letzte Nacht hat er mich mit dem kleinen draußen in der Garage schlafen lassen. Es ist schrecklich! Er hat mir gedroht, dass wenn ich versuchen sollte, abzuhauen oder die Polizei einzuschalten, er mich umbringt, und den kleinen gleich dazu. Ich kann nicht mehr, ich bin einfach abgehauen. Zu dir. Ich möchte...” Hier blickte sie auf den Boden und ihr kamen beinahe die Tränen. “...ich möchte, dass du ihn adoptierst!”
    Stille.
    Helena wusste nicht recht, wie ihr geschah. Ihr beste Freundin kam mitten in der nacht zu ihr und will, dass sie, Helena Chross, ihren Sohn an sich nimmt. “Bitte! Nimm ihn und verschwinde mit ihm! Das ist die einzige Möglichkeit, wie er überleben kann! Ich weiß, dass du das kannst, du hast selber 3 Kinder und der kleine hier wird sicher gut erzogen bei dir!” “Was? Ich soll auch noch mit ihm verschwinden? Aber wie alt ist er denn jetzt? 1 Woche? 3 Wochen? Ich kann das doch jetzt nicht einfach so!” “Er ist 2 Wochen alt. Und hat deswegen noch nicht viel mitbekommen. Bitte tu mir den Gefallen, bitte, tu’s für mich!”


    Jo, bitte ehrliche meinungen ;-)

    Vivi



    Re: Search

    Vivi - 07.03.2008, 17:10


    Oh halt, noch mehr ^^


    Kapitel 4

    Als Chad am nächsten tag zur Arbeit kam, merkte er, dass es diesmal irgendwie anders war, als sonst. Er ging runter in den Keller, und als er die vielen Leute dort sah, bekam er eine schreckliche Befürchtung. Er drängelte sich irgendwie zwischen all den Beamten durch und kam schließlich an Anthony’s Zelle an. Sie war leer. Wie konnte das passieren? Sofort fragte er nach und bekam eine ihm ziemlich unangenehme Antwort. “Weißt du, wer schuld daran ist, Kingston? DU!”



    Re: Search

    fina - 08.03.2008, 01:26


    wow!!
    weiter!!!



    Re: Search

    Vivi - 08.03.2008, 11:12


    “Hä? Das kapier ich jetzt nicht! Wieso bin ich schuld, wenn jemand ausbricht?” “Weil du es warst, der dauernd nach ihm gesehen hat. Dadurch hat er sich gemerkt, wie das Türschloss funktioniert. Ich hab doch gesagt, du sollst nicht so oft zu ihm gehen! Weißt du, Anthony ist nicht dumm. Der merkt sich Sachen und ist aufmerksam. Also hat er sich gemerkt, wie das Schloss funktioniert und hat es geknackt. André wurde dabei verletzt und ist nun auf dem Weg ins Krankenhaus.” “Und daran bin ich schuld...” sagte Chad vor sich hin. Wo mochte Anthony jetzt bloß sein? Wenn er das Schloss knacken konnte, waren die Handschellen sicher kein großes Problem für ihn. Aber seine Klamotten machten ihm Gedanken. So, wie Anthony rumlief, würde er doch jedem gleich auffallen und schnell Verdacht erregen. Chad ging zurück an seine eigentliche Arbeitsstelle: Der lange Korridor, wo er die einzelnen Zellen der ganz normal gefangenen bewachte. Anthony war wahrscheinlich ausgebrochen, um seine Hinrichtung zu verhindern oder davon zu laufen. Aber darüber konnte sich Chad im Moment keine Gedanken machen.
    Als er wieder zu hause ankam, sah er, dass an seinem Türschloss herumgefummelt wurde. Vorsichtig öffnete er langsam die Tür, spähte in alle Ecken des Raumes und schlich dann voran in das nächste Zimmer. Er hoffte, dass der Einbrecher schon wieder draußen war, weil es bei ihm nicht viel zu holen gab. Außer ein wenig Schrott war nicht viel zu holen gewesen. Deshalb dachte sich Chad, dass er alleine sei, doch da irrte er sich gewaltig. Denn als er in sein Schlafzimmer kam, sah er ihn. Anthony Chross saß auf Chad’s Bett und fuchtelte mit der Kappe rum, die Chad jeden tag trug. Jedoch hatte er sie diesen Morgen aus Versehen zuhause liegen gelassen. “Na? Auch schon da?” Sagte Anthony. “Was machst du denn hier?” erwiderte Chad in einem Ton, der Überlegenheit ausstrahlte. Doch die hatte er keinesfalls. Anthony hatte sich anscheinend in Chad’s Kleiderschrank umgesehen und trug jetzt ein schwarzes T-Shirt und eine lange Schwarze Hose. Dabei noch zwei dunkelrote Schweißbänder und Turnschuhe. Dann setzte er sich Chad’s heißgeliebte Kappe auf den Kopf und sagte “Jetzt sehe ich so aus wie du” und grinste dabei fast spöttisch. Chad reagierte zuerst überrascht, doch dann schaltete er sofort und handelte. Er schloss die Tür hinter sich ab und aus dem Fenster konnte Anthony nicht verschwinden, weil es zu klein war. “Hehe, keine Sorge ich will bestimmt nicht weg von hier!” Sagte Anthony zu Chad’s wirklicher Überraschung. Wieso will der denn nicht abhauen? Er hätte die perfekte Chance dazu. Er Hat Anständige Klamotten an, und besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten. Wenn er also jetzt nach draußen gehen würde, hätte er keinerlei Probleme damit, sich irgendwie in die Gesellschaft einzubringen. “Ach ja? Was willst du denn machen?” Fragte Chad. “Na hier bleiben, was sonst du Vollpfosten!” “Was?! Das meinst du nicht ernst?! Tja, tut mir Leid, aber das kann ich nicht verantworten. Wenn du hier bei mir bleibst, werde ich dich wohl oder übel verpetzen müssen, das ist dir doch klar, oder?” Chad wusste, dass das alles nicht so einfach werden würde. Anthony wollte doch tatsächlich hier bei ihm bleiben. Wie sollte er das jemals seinem Boss oder André erklären? Er würde sich selber straftätig machen. Und das wollte er nicht! Davon hatte er genug, das wollte er nicht wiederholen. Unsicher wich er einen Schritt zurück zur Tür und war im Begriff, den Schlüssel herauszuziehen und danach raus zu rennen, abzuschließen und die Polizei zu holen. Es ging alles ganz schnell. Chad zog den Schlüssel aus dem Schloss, nachdem er wieder aufgeschlossen hatte, verschwand schnell nach draußen und schloss die Tür dann wieder ab. Doch keine 5 Sekunden später, zersprang die Tür in 1000 Stücke und dahinter kam ein Anthony mit ausgestreckter hand und finsterem Blick zum Vorschein. Und er sah wirklich finster aus. Langsam senkte er seinen Arm und kam mit langsamen Schritten auf Chad zu. Dieser saß total verwirrt auf dem mit Holzsplittern bedecktem Boden und rührte sich kein stück von der Stelle, bis Anthony direkt vor ihm stand. “Wenn du überleben willst, dann tu, was ich sage!” Kam es von ihm hervor. Sein Blick wurde wieder heller und er ging rüber zum Tisch und setzte sich erst einmal auf einen Stuhl. Er schwitzte. Das bedeutete wohl, dass solch eine Aktion nicht gerade leicht fertig zu bringen war. Er hielt sich seine hand an die Stirn und schaute dann wieder zu Chad auf den Boden. Der war immer noch komplett gelähmt. Nach einiger Zeit konnte er sich wieder rühren und stand auf. Anthony saß noch immer auf dem Stuhl und schaute Löcher in die Luft. “Was meinst du damit, dass ich tun soll, was du sagst um zu überleben?” “Na zum Beispiel gehst du nicht mehr zur Arbeit!” “Hä? Ach so, ich verstehe. Damit du mich nicht aus den Augen lassen kannst hm?” “Nein, im Gegenteil. Damit du mich nicht aus den Augen lässt!” Und das war jetzt echt merkwürdig! “Denn wenn du mich die ganze Zeit im Auge hast, dann wirst du ganz schöne Schwierigkeiten bekommen, wenn das jemand erfährt. Auf deinen Job kannst du dann verzichten und wer weiß, vielleicht machst du dich dann strafbar. Und dann erleidest du das gleiche, wie ich! Na, ist das was?” Chad sagte nichts mehr. Er Ging in sein Schlafzimmer und legte sich aufs Bett. Er schloss die Augen und ihm war jetzt vollkommen egal, was Anthony mit ihm machen würde. Von ihm aus würde er abhauen, oder ihn töten. Es war ihm egal. Daraufhin schlief er ein.
    Als Chad am nächsten tag die Augen öffnete, spürte er, dass er nicht alleine war. Klar, Anthony war irgendwo hier. Aber wieso ist er nicht abgehauen? Er stand auf und fand einen schlummernden Anthony auf seiner Couch im Wohnzimmer wieder. Er hatte sich mit einer Decke zugedeckt und schlief tief und fest. Chad störte das wenig und er machte schon mal das Frühstück. Es war viertel vor 10 und es war Samstag. Als dann das Essen fertig war, wollte er gerade gehen und Anthony wecken, doch dann lies er es doch sein. Er aß gemütlich sein Frühstück und ging wieder ins Schlafzimmer um sich anzuziehen. Als er wieder heraus kam, schlief Anthony immer noch auf der Couch. Chad ging näher an ihn ran und merkte dann, dass Anthony nicht gerade gesund aussah. Er eilte ins Badezimmer und holte ein Fiberthermometer aus seinem kleinen Medizinschränkchen. Und tatsächlich, so stellte er fest, hatte Anthony ziemlich hohes Fiber. 40 Grad war nicht gerade wenig und Chad begann direkt mit der Versorgung des kranken Menschen. An diesem tag ging Chad nicht zur Arbeit. Er entschuldigte sich damit, dass er krank sei. Doch lange würde das nicht mehr klappen, wenn er seine Arbeit behalten wollte. Er musste sich also etwas überlegen. Aber er hatte Anthony jetzt am Hals und den würde er so schnell nicht wieder loswerden. Endlich, gegen Nachmittag, wachte er auf, setzte sich aufrecht hin und ihm fiel der nasse Waschlappen von
    der Stirn. Chad war über dem Tisch gebeugt anscheinend wieder eingeschlafen.

    Und wieder einmal stand er da. An dieser Holzwand und Staub wirbelte in seine Augen...

    “He, was soll das?” Chad schreckte wieder einmal hoch und knallte dabei genau mit seinem Kopf an Anthony seinen und beide schrieen auf. “Aaahh!!! Entschuldigung, das wollte ich nicht!” Schrie Chad. Doch dann sah er, dass ihn Anthony mit einem fast gleichgültigem Blick ansah. “Ich wiederhole: was soll das?” Sagte er und hof dabei seine hand in welcher der nasse Waschlappen von seiner Stirn war. “Du hattest Fieber. Da ist das normal, dass man einen Waschlappen...” “Ach ja, ich hatte also Fiber? Und wieso hast du mir dann geholfen? Gibt es da einen Grund?” Chad sah ihn verdutzt an. War der jetzt völlig übergeschnappt? Da will man ihm mal helfen, und dann regt der sich darüber auf. Komischer Kerl.



    Re: Search

    Vivi - 17.08.2008, 21:09


    weiteeeer hab schon ganz ganz viel weiter, fang jetzt mit kap. 13 an, habs nur verpeilt, hier reintzuschreiben, für die, die's interessiert:

    “Mach das nicht nochmal, klar?” “Hä? Wieso willst du nicht, dass dir geholfen wird?” “Ach ist doch egal, du weißt eh nicht, wie ich mich fühle!” “Besser als jeder andere...” flüsterte Chad.
    Anthony blickte auf und sah ihn fragend an. Aber dann wandte er sich wieder ab und sagte “Mir geht’s schon viel besser, und jetzt lass mich einfach in Ruhe.” “Wie soll das denn gehen? Du willst doch hier bleiben, und ich wohne hier.” Auf einmal klingelte es an der Tür und die Unterhaltung zwischen den beiden wurde unterbrochen. Sie standen wortlos im Raum und sahen sich an. “Wenn du jetzt zur Tür gehst, könnte alles vorbei sein” Sagte Anthony. “Doch geh’ ruhig, je nachdem, wer da draußen steht und etwas von dir will, werde ich handeln.” Dann ging er ein Stück zur Seite und lies Chad zur Tür gehen. Als er diese öffnete, stand sein Chef vor der Tür. “Guten Tag Kingston, ich habe gehört, Sie sind heute krank. Ich wollte mal vorbei kommen, wenn es ihnen nichts ausmacht, kann ich rein kommen?” “Ehm...” kam es nur von Chad hervor. Er wusste nicht, was jetzt passieren würde. Wenn er Anthony’s Worten Glauben schenken sollte, dann wäre wirklich bald alles vorbei. Hilfesuchend blickte er sich um. “Haben Sie Besuch? Ich habe vorhin 2 Stimmen gehört.” Als Chad Anthony nicht sehen konnte, bat er seinen Chef herein und sie setzten sich auf die Couch, auf der Anthony diese Nacht geschlafen hatte. Chad holte ein Glas mit Wasser und setzte sich dann zu seinem Chef. Wo ist Anthony bloß? dachte Chad. Dann hörte er “Ich hatte vor, nochmal mit Ihnen über den Vorfall gestern zu sprechen. Sie wissen, dass Sie es schuld sind, dass uns Anthony entwischt ist. Sie müssen dafür die Verantwortung tragen. Ich habe beschlossen, Sie heute zu besuchen, sehen Sie es nicht als Hausdurchsuchung an, aber Sie stehen unter Verdacht, Komplize zu sein. Deswegen würde ich mich gerne einmal in Ihrer Wohnung umsehen, wenn Sie verstehen.” Das konnte jetzt alles nicht wahr sein. Was, wenn er Anthony finden würde? Er war auf jeden Fall noch irgendwo in seiner Wohnung, so viel stand fest. Aber wo? “Natürlich, ich habe nichts dagegen.” Sagte Chad schließlich. “Gut, dann werde ich am besten mal in Ihrem Schlafzimmer anfangen.” kam es zurück. Chad schwitzte und hatte regelrecht Angst vor dem, was als nächstes passieren würde. Und dazu hatte er allen Grund, denn plötzlich kam eine Stimme, wie aus dem nichts “Das war die falsche Antwort!” Chad erschreckte, und ihm wurde jetzt richtig heiß. “Wer war das?” fragte sein Chef und schleppte seinen dicken Körper durch die vom Vortag zerschlagene Tür ins Schlafzimmer. “Kingston?” “Nein, Chross gefällt mir besser!” Er stand im Schlafzimmer, total verwirrt, weil er dachte Chad vor sich zu haben und sah Anthony auf Chad’s Bett. Der streckte seinen Arm aus eine heftige Druckwelle entfuhr seiner hand und riss den dicken Mann mit nach hinten. Er flog mit einer Wahnsinns Geschwindigkeit einmal durch die ganze Wohnung und krachte schließlich an eine Wand, fiel zu Boden und eine Menge Staub rieselte auf ihn herab. “Bist du irre, du Idiot?!” rief Chad verzweifelt. “Wenn du willst, mache ich mit dir weiter, Chad, besser ist, wenn du jetzt mit mir mitkommst.” “Nein! Den Teufel werde ich tun, ich gehe nie im Leben mit dir mit, wer bin ich denn? Langsam kann ich verstehen, wieso die dich da eingesperrt haben!” “Du möchtest also echt hier bleiben, ohne wirkliche Erklärung für das hier und dich deinem Schicksal, überlassen? Dann viel Spaß dabei! Wenn du mit mir kommst, wirst du mit all dem nichts zu tun haben. Überleg es dir gut” Auf einmal hörte man von draußen laute Sirenen und Polizisten stürmten die Wohnung. Anthony faste Chad am Arm und riss ihn mit sich. Er zerstörte eine weitere Wand, durch die sie dann schließlich wegrannten. Verfolgt von vielen Polizisten rannten sie durch die Straßen Hottongins und niemand der Passanten versuchte auch nur, sie aufzuhalten. Die beiden rannten ziemlich schnell, besser gesagt Anthony schleppte Chad hinter sich her und schon bald hatten sie alle Verfolger abgehängt. Doch das reichte Anthony nicht. Chad war schon komplett aus der Puste und wollte nur noch anhalten. Was hatte Anthony vor? Und wieso schleppte er ihn mit sich? Und vor allem, warum war er so schnell, und wie schnell wäre er, wenn er ihn nicht festhielt. Würde er dann überhaupt noch mit ihm mithalten können? Er rannte weiter mit Chad im Schlepptau bis sie dann endlich mitten im Wald an einer Hütte ankamen. Erst hier ließ Anthony ihn wieder los, welcher erschöpft am Boden zusammenbrach. Die Tür des Hauses war offen und so ging Anthony herein.



    Re: Search

    claudi - 31.10.2008, 14:48


    du bist ja sehr fleisig am schreiben vivi... oder von wem kommt diee geschiii?



    Re: Search

    Vivi - 04.11.2008, 15:20


    jo, von mir kommt sie, gefällt? ich hab schon ziemlich viel weitergeschrieben, is aber alles ziemlich seltsam, weswegen ich von neu anfang bald



    Re: Search

    claudi - 07.11.2008, 21:18


    ah okay! ;)



    Re: Search

    Angi90 - 25.06.2009, 22:28


    hey, hab deine geschichte jetzt auch gelesen! =)
    ist echt interessant! =)
    hoffe du schreibst mal etwas weiter! =)

    lg



    Re: Search

    mayamausi96 - 28.06.2009, 12:34


    schreib doch bitte mal weiter =)



    Re: Search

    Vivi - 24.07.2009, 13:34


    gesagt getan, geschrieben hab ichs chon bis Kapitel 12, aber ich stell lieber Kap. für kap. rein und les eure meinungen^^

    Kapitel 5 - Das haus im Wald

    Als Chad wieder zu sich kam, lag er in einem Bett. Er wusste nicht, wo er war, aber er wusste, dass er sehr erschöpft gewesen war. Er musste wohl eingeschlafen sein. Er versuchte sich wieder zu erinnern. Anthony war in seiner Wohnung gewesen und hatte alles zerstört. Sie mussten lange rennen um die Polizei abzuschütteln und sind schließlich an einem Haus mitten im Wald angekommen.
    Chad blickte um sich und fand ein Bild an der Wand. Darauf war eine glückliche Familie zu sehen. Eine Frau und 4 Kinder. Als er sich das Bild genauer ansehen wollte, ging die Tür auf und Anthony kam ins Zimmer. “Gut geschlafen? Ich hoffe doch, du hast 3 Nächte durchgepennt.” “WAS, 3 Nächte?” “Ja, ich hoffe, du bist wieder fit, weil du mir eine Hilfe sein kannst.” “Ach ja, und wobei?” “Na beim Holz suchen und so. Das hier ist zwar ein Haus aber die Heizungen und der Strom und das alles funktionieren nicht. Kein Wunder, hier lebt ja auch seit Jahren niemand mehr.” “W...woher weißt du das?” “Hm? Ich weiß es halt.”
    “Ah ha... aber sag mal, wieso hast du mich mit hier her geschleift?” “Jetzt tu nicht so blöd, du bist der einzige, der weiß, wo ich bin, wenn ich dich jetzt laufen lasse, werden die mich weiter verfolgen, und das will ich nicht!” “Die suchen garantiert auch jetzt nach dir!” “Ja, aber dieser Ort hier ist viel zu weit abgelegen und kaum einer weiß, dass es dieses Haus überhaupt gibt. Also werden die uns so schnell nicht finden.” “Und woher weißt du von diesem haus hier? Und wenn die Tür doch offen stand, war hier garantiert jemand. Was, wenn dieser Jemand wieder kommt und uns hier erwischt?” “Mach dir da mal keine Sorgen drüber, ja? Ich war schon so oft hier und wenn hier jemand gewesen wäre, hätte ich das gespürt.” “Anthony?” “Ja?” “Wie alt bist du?” “Warum willst du denn das jetzt wissen?” “Sag schon, bitte...” “17 wieso?” “Und seit wann kannst du das mit dem Kontrollieren und so?” “Was geht dich das an? Ist doch egal, oder?” “War ja nur so eine Frage...” Chad war mittlerweile aufgestanden und sah aus dem Fenster. Überall war nur dichter Wald und Äste zu sehen. Wie es wohl sein musste, wenn man hier Jahrelang wohnt? “Aber woher weißt du, dass ich nicht abhaue, wenn du mich da draußen alleine rumlaufen lässt?” Dieses mal wurde Anthony’s Blick wieder spöttisch. “Du wirst dich gnadenlos verlaufen und wenn du Pech hast, werde ich nicht nach dir suchen und dann wirst du elendig draufgehen!” “Und das will ich nicht, schon klar.” Sagte Chad. Also war alles klar. Hier hatte Anthony das Sagen und daran konnte Chad nichts ändern. Er versuchte sich an den Weg zu erinnern den sie gerannt waren, aber das gelang ihm nicht gerade gut. Und wenn er aus dem Fenster sah, sah er nur Bäume, Erde, Blätter und Gebüsch. Später am Nachmittag saß Chad auf einem Stuhl am Fenster und sah sinnlos in den Wald. Anthony war gerade unterwegs um irgendwas zu suchen meinte er. Mehr hatte er aber auch nicht gesagt. Nur, dass er im Haus bleiben sollte, egal was passiert. Also tat Chad das. Er blieb im Haus und starrte Löcher in die Gegend. Auf einmal fiel ihm das Familien Foto wieder ein. Er ging zu der Stelle wo es war und schaute es sich genauer an. Ganz links stand ein kleiner Junge der mit der linkten Hand winkte. Daneben wohl seine Mama. Neben ihr stand ein weiterer kleiner Junge, der mit der rechten Hand winkte, und daneben 2 etwas größere und wohl schon ältere Jungen. Der kleine Junge in der Mitte kam ihm irgendwie bekannt vor. Und jetzt wusste er es auch. Das war Anthony! Dann waren die ganzen Jungen daneben seine Geschwister und die Frau seine Mutter? Und dieses Haus war dann wahrscheinlich sein Zuhause gewesen. Deshalb wusste er auch so gut Bescheid und kannte sich hier aus. Auf dem Foto sah er noch sehr jung aus. Chad schätzte ihn auf höchstens 8. Er selber hatte auch ein Familienfoto. Auf dem war er gerade 12 geworden und er hatte auch keine Geschwister. Aber dieses Foto war auch das einzige, was
    ihn noch an seine Familie erinnerte. Seit damals hatte er keinen Kontakt mehr mit ihnen gehabt. Er wusste nicht einmal ob sie noch lebten. Sein 12. Geburtstag, der Tag an dem das Foto gemacht wurde, war ein schicksalhafter Tag für ihn gewesen. An dem Tag war dann alles gute vorbei gewesen. Chad erinnerte sich wirklich nicht gerne daran, aber es ließ ihm keine andere Wahl. Schon alleine die Tatsache, dass er allein war, ließ ihn sich dran erinnern. Sein Leben war schrecklich verlaufen und doch war er jetzt hier und lebte.
    Eine Stimme holte ihn aus seinen Gedanken zurück. Sie kam von draußen und sagte “Du kannst jetzt rauskommen ich hab gefunden, wonach ich gesucht habe!”
    Anthony stand vor der Tür und hatte einen dicken etwas kleineren Koffer in der Hand und hielt ihn ausgestreckt Chad entgegen. Er grinste bis über beide Ohren und war schmutzig. Und das nicht nur im Gesicht. Eigentlich so ziemlich überall. “Ich habe ihn vor 2 Jahren hier vergraben und es ist auch noch alles drin.” Chad sah ihn fragend an. “Und was genau ist da drin?” “Guck doch rein.” Das tat Chad und als Anthony den Koffer öffnete, traute er seinen Augen nicht. Da waren bestimmt über 10.000 € Drin. “Wo hast du das ganze Geld her? Sag schon!” “Das ist ein Geheimnis, früher oder später wirst du es sowieso erfahren.” Mit einem Augenzwinkern ging er wieder ins Haus und legte den Koffer mit dem Geld auf den Tisch. Als sich Chad zu ihm setzte, konnte er die Frage nicht mehr unterdrücken: “Du hast hier gewohnt, oder?” “Hm? Du hast es also herausgefunden. Ja, du hast recht, ich bin hier groß geworden.” “Und deine Familie? Das Foto in dem Zimmer, wo ich geschlafen habe zeigt eindeutig, dass du Geschwister hattest. Wo sind sie jetzt?” “Willst du das ehrlich wissen?” Gab Anthony mit ausdrucksloser Miene zurück. “Na ja, also wenn du es mir nicht sagen willst, dann musst du das natürlich nicht. Mich würde es nur interessieren.” sagte Chad. “Na schön, ich sag’s dir.” In Chad kam Freude auf. “Sie sind alle tot.” Und ganz plötzlich sank seine Freude wieder unglaublich schnell und tief. “Und willst du noch mehr wissen?” Chad sagte gar nichts mehr. “Ihr Mörder...” Anspannung lag in der Luft, das konnte man deutlich spüren. Ein Schweißtropfen lief an Chad’s Stirn runter. Gleich würde er viel mehr wissen, als ihm überhaupt lieb war. Doch er hielt Anthony auch nicht auf weiterzureden. Also sah er ihn fragend an. “...bin ich.”



    Re: Search

    Vivi - 24.07.2009, 23:03


    Auf vielfältigem Wunsch einer Person :D stell ich das nächste rein

    viel Spaß:

    Kapitel 6 - Kräfte

    “Glotz nicht so!” Befahl Anthony. “Ich glotz doch gar nicht!” “Tust du wohl!” “Tu ich nicht!” Diese sinnlose Unterhaltung nahm auch schon bald ein Ende und die beiden Jungen waren wieder still.

    “Ich war ungefähr 10" begann Anthony “als alles Übel passiert ist. Ich wurde hier in diesem haus groß, hatte vier Geschwister, alles Brüder, und eine Mutter. Sie war aber nicht meine echte, sondern nur die beste Freundin meiner echten Mutter. Ich wurde bei ihr aufgenommen, als ich noch ganz klein war. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern.” Er machte eine Pause. “Als ich größer wurde, habe ich oft mit meinen Brüdern hier im Wald gespielt und es schien alles wie ein ganz normales Leben eines 8 jährigen. Als wir eines Tages von der Schule zurück kamen, wir gingen wie immer durch den Wald in dem wir uns auskannten wie in unserer Westentasche, waren 2 Brüder von mir und ich ziemlich spät dran und nahmen, weil wir uns beeilen mussten, eine Abkürzung. Diese führte an einer Höhle vorbei und wir waren sie schon oft gegangen. Aber als wir dieses mal an der Höhle vorbeikamen, hörten wir merkwürdige Geräusche. Wir, mutig wie immer, gingen also näher an die Höhle ran und schließlich rein. Falko, einer meiner Brüder, holte die kleine Taschenlampe die er immer an seinem Schlüssel fest gemacht hatte heraus und leuchtete in die Höhle. Falko war ein Jahr älter als ich und als wir die kleine Höhle betraten, sahen wir etwas komisches. Beim näher ran gehen erkannten wir es: Ein Mann. Als er das Licht der kleinen Taschenlampe sah, stand er auf und wir sahen, was er für Sachen anhatte. Sträflingsklamotten. Ich versteckte mich hinter Falko und Falko sich hinter Flint. Flint war mein anderer Bruder und er war schon 16. Der Mann hatte ein richtig böses Gesicht und jetzt kam auch er näher. Flint versuchte ihn irgendwie anzusprechen, doch viel hat das nicht gebracht. Der mann holte eine Hand hinterm Rücken hervor in der ein Messer war und spätestens da wussten wir, dass wir weg von da mussten. Flint und Falko rannten aber leider beide schneller als ich und so konnte der mann mich schnappen, fasste mich und hielt mir das Messer an den Hals. Sofort blieben die beiden anderen stehen. Der Mann drohte ihnen mich umzubringen, wenn sie sich bewegen würden. Also blieben sie ruhig. Ich durfte natürlich auch nicht schreien, sonst wäre ich hinüber gewesen. Er wich mit mir einige Schritte zur Seite und rannte anschließend mit mir weg. Damals war ich noch ziemlich schwach und konnte mich nicht befreien, geschweige denn überhaupt anständig bewegen. Er rannte und rannte bis wir nach 10 Minuten zum Stehen kamen. Zu seinem Glück fand er auf dem Waldboden ein Seil, wo immer es herkommen mochte, und band mich damit an einen Baum fest und ging weg. Vor Verzweiflung fing ich so laut an zu heulen, dass er wieder zurück kam und mir ein Tuch in den Mund steckte. Dann ging er wieder weg und ich setzte zum ersten mal meine Fähigkeiten jemanden zu kontrollieren ein. Ich weiß nicht mehr genau, wie es war, jedenfalls war ich auf einmal frei und der Mann hatte sich neben mir mit seinem Messer selber erstochen.
    Als ich dann zurück zu meinen Brüdern ging und sie fragten, was passiert sei, gab ich erstmals keine Antwort und ging an ihnen vorbei nach hause.” Die ganze Zeit über hatte er auf den Boden oder aus dem Fenster geschaut, doch jetzt sah er Chad an und redete weiter.
    “Komisch fand ich, dass wir später zuhause gar nicht mehr darüber redeten, was passiert war. Ein paar Wochen später kam die Polizei und durchsuchte den Wald. Dabei kamen sie auch an unserem haus vorbei. Sie stellten uns Fragen, über einen Verdächtigen, der hier irgendwo herumgelaufen sein sollte. Plötzlich brach es aus Falko aus: Anthony war’s! Der hat ihn erstochen! Rief er. Und tatsächlich wurde dem Beamten, der uns ausgefragt hatte wenig später ein Funkspruch mitgeteilt, dass sie die Leiche des Verbrechers gefunden hatten. Ich versuchte mich zu verteidigen, denn schließlich hatte sich der Mann selbst erstochen und da konnte ich doch nun echt nichts für. Mutter nahm mich natürlich in Schutz, als meine Brüder den Vorfall von neulich schilderten. Das Problem bei der ganzen Sache war, dass Flint schon 16 war und somit mit aufs Revier gebeten wurde. Wir haben über einem Monat nichts mehr von ihm gehört und uns wurde dann mitgeteilt, dass wir ihn auch in einem Jahr nicht wiedersehen würden, weil er sich strafbar gemacht hatte, indem er verheimlichte, dass ich etwas mit dem Tod des Mannes zu tun hatte.”
    “Dein Bruder wurde verhaftet? Und er hieß Flint, ja?” “Ja, wieso? Kennst du ihn?” “Öhm... vielleicht, aber egal, erzähl weiter.”
    “Also gut, von Flint hörten wir sogar länger als einem Jahr nichts mehr. Nach 2 Jahren kam er dann zurück. Ich war inzwischen 10 und hatte herausgefunden, was ich für Fähigkeiten hab. Manchmal ging ich Kilometer weit in den Wald und versuchte meine Fähigkeiten an Bäumen, Blättern, Tieren oder anderen Pflanzen und Ästen aus. Der Wald war praktisch der perfekte Trainingsort. Wenn es dunkel war, bekam ich sogar öfter die Gelegenheit, mein Können an Füchsen oder Wölfen auszuprobieren und ich tat viel um dieses Können zu perfektionieren. Ich beherrschte es schließlich perfekt und als ich eines Tages wieder vom Üben nach hause kam, war unser Haus von lauter Polizisten umstellt. Ich kam angerannt und wollte wissen was los war, doch ein Polizist hielt mich am Arm fest und sagte, ich könne da jetzt nicht rein. Ich wollte mich losreißen, doch er war zu stark. Also setzte ich meine Kräfte ein und sofort ließ der Mann mich los und ich konnte ins Haus.
    Drinnen angekommen sah ich das schrecklichste was ich je gesehen hatte. Ein Mann, der überall irgendwelche Schutzkleidung trug, zielte mit einer sehr gefährlichen großen Waffe auf Flint. Mutter und die anderen standen daneben und rührten sich nicht von der Stelle. Ich bemerkte einen weiteren bewaffneten Mann, der genau auf mich zukam. Ich hörte, wie Mutter meinen Namen schrie. Und kurz darauf fiel der Mann zu Boden. Ich stand mit ausgestrecktem Arm da und sah ihn finster an. So wurde es mir jedenfalls erzählt, weil ich mich da nicht mehr dran erinnern kann. Danach soll der andere Mann, mit der Waffe auf mich gerichtet, auf mich zugegangen sein. Ich brauchte ihn nicht einmal anzusehen, sondern nur mit den Augen zwinkern und schon war er außer Gefecht gesetzt. Und ab da stellte ich eine Gefahr dar. Hier, siehst du?” Er warf ein kleines Stück Holz in die Luft, sah es an, zuckte einmal kurz und es zersprang in 1000 kleine Splitter. “Das ist ein Beispiel meiner Kräfte. Die Fremdkörperkontrolle hast du bereits selber erlebt und du weißt auch, was ich mit deiner Wohnung angestellt habe.” Allerdings. Das wusste Chad. “Den weiteren Verlauf der Dinge, wie sie an diesem Abend passierten, will und kann ich nicht erzählen, da ich nur noch sehr schwache Erinnerungen daran habe. Aber ich weiß, dass alle tot waren, als ich über meine Schulter nach hinten zu unserem haus rüber sah. Meine Familie, die Polizisten und sogar ein paar in der Nähe lungernden Tiere habe ich erwischt. Ich rannte weg, immer tiefer in den Wald hinein, bis ich an eine Stelle kam, wo ich noch nie zuvor gewesen war. Ich sah mich um und merkte, dass ich viele Kilometer gelaufen sein muss und dann auch noch so schnell. Das muss ich mir beim Trainieren irgendwie angeeignet haben. Aber als ich dann tagelang durch die Stadt ging und mir meine Versorgung erklauen musste, kein Zuhause und gar nichts mehr im Leben hatte, außer den Spaß ab und zu ein paar Leute zu verprügeln, wurde ich irgendwann in eine Art Kindergefängnis gesteckt. Und als ich 14 wurde, wurde ich dann in ein richtiges Gefängnis gebracht. Bis die herausgefunden haben, dass ich das kleine “Monster”, wie sie mich damals liebevoll nannten, von früher bin, war ich bereits 16 und ab da an wurde über mich verhandelt. Sie kamen schließlich zu dem Schluss, ich hätte die Todesstrafe verdient und ließen mich dann ein halbes Jahr vor dem Termin meiner Hinrichtung in diesem Keller schmoren. Und ab da an weißt du ja Bescheid.” Stimmt, ab da wusste Chad Bescheid, denn da trat er in Anthony’s leben auf. “Aber das ganze Geld, wo hast du das her? Und wann hast du’s hier vergraben?” fragte Chad. “Wie schon gesagt, früher oder später wirst du es erfahren. Fest steht, dass wir uns hiervon eine Weile versorgen können. Wir werden hier in dem Haus wohnen und du wirst meine Geisel sein, einverstanden?” “Bitte was? Natürlich bin ich nicht damit einverstanden! Ich will nach Hause und die Sache hier vergessen!” “Ich hab dein Zuhause zerstört, schon vergessen? Die Polizei ist uns auf den Fersen, willst du echt hier weg?” “Die haben damals das Haus hier gefunden, also werden sie die Informationen wieder heraussuchen und hier wohl als erstes nachsehen, zumal sie auch noch gesehen haben, dass du mit mir in den Wald gerannt bist!” “Stimmt, die haben uns gesehen. Aber ist das etwa ein Problem für dich? Von mir aus, sollen die doch kommen, lange werden die das nicht überleben und dann denken die später 2 mal drüber nach, ob die uns hier raus holen wollen!” “Wenn du die echt alle abmurkst bekommst du es mit mir zu tun!” “Dann murks ich eben dich mit allen anderen, einen nach dem anderen, einzeln ab!” “Und das tust du garantiert, daran hab ich keinen Zweifel.” “Also tu was ich sage um zu überleben, muss ich dir wirklich alles 2 mal sagen?” Chad überlegte fiberhaft nach einer Lösung für das Problem, in dem er ganz tief drin steckte. Was Anthony sagte, stimmte alles, wirklich alles, und er selber hatte keine Chance, dem zu wiedersprechen. Er entschloss sich dann doch erstmals ihm zu gehorchen. “Okey, ich werde tun, was du sagst. Aber dies dient wirklich nur dem Zweck, zu überleben.” “Fein!” sagte Anthony knapp und verschwand mit dem Koffer voller Geld in einem der zahlreichen Zimmer.



    Re: Search

    Angi90 - 24.07.2009, 23:48


    oh, die story von antony ist ja echt hart!
    aber er könnte doch jetzt einfach abhauen, ohne chad mitzunehmen!
    naja, er könnte ihm ja noch eine karte dalassen oder so, wie er aus dem wald findet!

    naja, aber auf jedenfall ist es echt gut geschrieben! =)
    bin gespannt wie es weiter geht!=)

    lg



    Re: Search

    Vivi - 13.08.2009, 17:52


    jetzt kommt mein persönliches lieblingskapitel:

    Kapitel 7 - Zerbrochene Freundschaft

    “* nochmal, duck dich, du Hirni!”
    “Ahh!!!”
    Er streckte seinen Arm aus und 3 weitere Polizisten fielen tot um.
    “Habt ihr’s endlich mal begriffen? Ihr habt nicht den Hauch einer Chance, uns hier raus zu holen!”
    Die restlichen 2 Polizisten wollten wegrennen, doch auch deren letzte Stunde hatte geschlagen.

    2 Wochen waren vergangen, seit Anthony Chad klar gemacht hatte, jeden zu töten, der sich ihnen in den Weg stellte. Und diese Drohung hatte er schon mehrmals umgesetzt. Er und Chad standen vor dem Haus und waren am Ende einer Schlacht, wie sie fast alle 3 Tage stattfand. An diesem tag waren sie von 10 Polizisten überrascht worden. Anthony hatte alles im Griff, doch Chad dagegen hatte hart zu kämpfen, weil die meisten seiner Gegner stärker waren als er. Er und Anthony wurden jetzt polizeilich gesucht und es wurde sogar ein Kopfgeld auf die beiden ausgesetzt. Jetzt waren die zwei Jungen wieder die einzigen lebenden Menschen in der Umgebung. “Geh du schon mal rein ich kümmere mich um die Leichen!” sagte Anthony. Anfangs war es für ihn noch totaler Horror gewesen, seine Ex-Kollegen nacheinander sterben zu sehen, doch mittlerweile hatte er sich dran gewöhnt. Auch, wenn es ihm jedesmal weh tat, das Specktakel mit anzusehen. Aber er hoffe jedesmal, dass unter denen nicht André ist. Würde Anthony seinen einzigen Freund vor seinen Augen töten, würde er nicht mehr länger mitmachen und rebellieren, auch wenn er weiß, dass er gegen Anthony keine Chance hat. Dann würde er wenigstens vor seinem Tod noch versucht haben, André zu rächen. “Kann ich mir eines von den Funkgeräten nehmen? Eins, was einer von denen dabei hatte. Die haben sowas doch immer dabei, oder?” “...fragt mich einer, der mal zu denen gehört hat. Sicher, hier, fang!” Anthony warf Chad das Funkgerät von dem Mann, dessen Leiche er gerade beseitigen wollte, rüber. “Danke” Chad ging ins Haus und gab in das Funkgerät die geheime Codenummer ein, mit der er gezielt André erreichen konnte. “Hallo? Hey, kannst du mich hören? André? Ich bin’s, Chad, los, Antworte!” Doch es kam keine Antwort. Chad’s Blick wurde traurig. Wieso antwortete André nicht? Hatte er sein Funkgerät etwa ausgeschaltet? Mitten bei der Arbeit? Das war nicht sein Ernst. Chad legte es auf Seite, und ging in sein Zimmer. Inzwischen war es viel wohnlicher, weil er es sich so einrichten konnte, wie er es gerne hätte. Er konnte es immer noch kaum glauben, dass er das Zimmer bewohnte, das früher einmal seinem Feind gehörte. Anthony wohnte in dem Zimmer von seinem älteren Bruder Flint und Chad durfte es unter keinen Umständen betreten. Das war heiliges Gebiet, der Zugang würde seinen Untergang bedeuten. Als Anthony eine Stunde später wieder zurück kam, fragte er, was Chad mit dem Funkgerät eigentlich erreichen wollte. “Ist das nicht egal?” “Nein, ist es nicht, wenn du mich anlügst, kann das böse enden. Glaub mir, ich bekomme alles raus!” “Ich hab versucht, André damit zu erreichen. Aber das hat nicht geklappt, er ist nicht ran gegangen.” “Das hätte ich dir aber auch schon vorher sagen können. Er hat sicherlich eine neue Geheimnummer bekommen oder glaubst du etwa, dass sie ihn mit dir in Kontakt treten lassen? Du bist n’ kleiner krimineller Bursche, mit dem die nichts mehr zu tun haben wollen, du bist deren Feind!” “Das mag ja alles schön und gut sein, aber ich möchte wenigstens mit André in Verbindung treten dürfen. Nichts berufliches sondern als Freund.” “Dann ruf doch bei ihm zuhause an.” “Wie denn, ohne Telefon?” “Ich hab einem der Leute hier sein Handy abgezockt, damit kannst du so lange mit deinem Freund quatschen, wie du willst, vorausgesetzt, ich bin dabei und du hast den Lautsprecher an, bis das Geld alle ist. Und sehr viel ist da nicht mehr drauf.” “Du würdest mir das echt erlauben? Ich meine, zu T E L E F O N I E R E N ? ! ich bin deine Geisel, schon vergessen?” “Na, wenn du nicht möchtest, dann lass es eben.” “Nein, ich möchte!” “Gut, heute Abend versuchen wir’s mal bei ihm, vorher habe ich keine Lust, dir das Handy zu geben.” “Klasse!” “Hey, widersprich mir nicht, sonst überlege ich mir es noch mit deinem Anruf!”

    Abends dann kam Anthony seit Stunden wieder aus seinem Zimmer und hielt Chad das Telefon hin. “Hier, ich hoffe doch, du kennst seine Nummer auswendig, ein Telefonbuch habe ich nämlich nicht hier.” “Klar doch.” Er gab Chad das Handy, der wählte und hielt dann gespannt das Telefon an sein Ohr. Nach einer Minute sinnlosem Tuten nahm dann endlich jemand auf der anderen Seite der Leitung ab.
    “Hallo?”
    “André?”
    “Chad?”
    “Ähm, ja... ich bin’s, hi...”
    “Was willst du?”
    “Sehr freundlich, ich wollte mich nur mal erkundigen, ob du noch lebst. Die Richtung, in der du Arbeitest lebt nämlich ziemlich gefährlich heutzutage. Und damit meine ich wirklich H E U T zutage.”
    “Was meinst du? Wo bist du?”
    “Na ja, ich bin froh, dass du noch lebst.”
    “Und wo bist du jetzt?”
    André klang ziemlich genervt. Chad blickte Anthony fragend an. Dieser brach dann plötzlich mit ein in das Telefonat.
    “Er ist hier, bei mir, Anthony, weißt du noch? Ihr 2 Obertrottel solltet mich bewachen. Das ist euch echt super gelungen, mein Lob habt ihr!”
    “Chad, geht es dir gut?!”
    “Ja, aber...”
    “Anthony, hörst du mich? Wenn du Chad auch nur ein Haar krümmst, komme ich persönlich vorbei und bringe dich um!”
    “Ach wirklich? Er ist aber jetzt einer von den bösen. Hast du sein Kopfgeld oder die Bilder von ihm im Fernsehn mal gesehen? Er wird, so wie ich, gesucht!”
    “Anthony, hör auf mit der Scheiße und lass mich mit André weiter reden!” sagte Chad.
    “Hey, ich wollte mich wirklich nur mal erkundigen, ob du noch lebst, weil...”
    Plötzliches Tuten unterbrach Chad mitten in seinem Satz.
    “Tja, das Geld ist wohl alle.” gab Anthony grinsend von sich. “Super!” Chad drückte Anthony das Handy wieder in die Hand und verschloss sich in seinem Zimmer. Was eh keinen Zweck gehabt hätte, da Anthony die Tür sowieso ganz einfach hätte zerstören können. Doch dies tat er nicht.

    Dieses mal stand er mitten in der Tür und konnte sich nicht bewegen. Dann hörte er Schüsse und feuerte im nächsten Moment selber einen ab. Und dann noch einen und dann noch einen. Danach rannte er weg und im nächsten Moment befand er sich in Ketten gelegt auf kaltem grauem Steinboden. Als er aufblickte sah er einen riesigen Geldschein direkt vor sich stehen. Er war so groß wie ein Mensch und zeigte ihm die kalte Schulter. Er lag da auf dem Boden, Arme hinterm Rücken gefesselt und mit Tränen in den Augen. Er wollte da weg, doch konnte sich kaum bewegen. Dann sagte der Geldschein etwas, was er nicht richtig verstand und noch mehr Tränen schossen ihm in die Augen. Es wurde wieder dunkel.

    Er wachte weinend auf. Warum mussten ihn diese Träume denn nur immer wieder verfolgen? Seine Vergangenheit lies ihn einfach nicht los.
    Chad stand auf. Er zog sich an, wusch sich schnell mit dem Wasser aus einem Eimer und ging dann zur Tür. Der Schlüssel steckte noch und die Tür war noch verschlossen. Er drehte den Schlüssel um und betrat den großen Raum. Anthony war nirgends zu sehen. “Er wird wohl noch schlafen” dachte sich Chad und ging wieder in sein Zimmer. Der weitere tag verlief ziemlich still. Kein Anthony, keine Streitereien und kein Essen. Abends, als Chad sich wieder schlafen legen wollte, hörte er auf einmal Geräusche aus dem Nachtbarzimmer. Er presste sein Ohr an die Wand und hörte schlimmes Husten und Röcheln. Danach wurde es wieder still, doch die weitere Nacht lang hörte er immer wieder diese Geräusche.
    Am nächsten tag ging Chad wieder aus seinem Zimmer raus und traf diesmal Anthony in der Küche. Er war kreidebleich und sah nicht gut aus. “Geht’s dir nicht gut? Ich hab dich gestern gar nicht gesehen.” Anthony blickte Chad an. “Nee du, mir geht’s gut soweit.” “So siehst du aber nicht gerade aus...” “Hey, das ist meine Sache, ja?” “Ich mein ja nur, wenn du mir hier abschmierst, bin ich ganz allein und dann kommen die vorbei und killen mich gleich auch. Und du solltest wissen, ich hänge an meinem Leben, kaum zu glauben, aber wahr!” Anthony brach plötzlich in fürchterliches Husten aus, doch als Chad ihm helfen wollte, stieß er ihn nur zur Seite. “Lass mich, hab ich gesagt!” “Du bist krank!” “Das wird wieder!” “Glaubst du...”
    “Ich glaube es nicht nur, ich weiß es sogar!” “Na dann. Mir liegt aber wirklich was am Überleben.” “Ach wirklich? Das hat sich letzte Nacht aber gar nicht so angehört.” “Bitte?” “Na was du da geredet hast. Nein, geredet ist kein Ausdruck mehr, du hast geschrien.” “Ach, und was?” fragte Chad ganz aufgeregt. “Das willst du nicht wissen.” “DOCH!” “Du hast geschrien, dass dich alle in Ruhe lassen sollen und dass du nur noch sterben willst, weil dein ganzes verdrecktes Leben eh keinen Sinn mehr hat.” Er hustete wieder. “Und dann hast du ganz schön angefangen zu heulen. “ ”Ach... hab ich das... ja?” “Ja, und wie” “Wann hast du das denn gemerkt?” “Na letzte Nacht, ist noch gar nicht so lange her. Das hat man bestimmt noch Kilometer weit weg gehört, und alle denken jetzt bestimmt, dass ich dich hier foltere oder sowas.” “Das... das war ein Traum, nichts weiter.” “Wirklich nichts weiter? Na ja, kann mir auch egal sein. Ich hab zwar gesagt, dass du mich nicht anlügen sollst, aber was deine Träume und die Gründe deiner Träume und Zusammenbrüche angeht, ist mir egal. Aber bitte versuche in Zukunft, nicht mehr allzu laut zu schreien.” “Du brauchst Schlaf, leg dich hin!” “Hab ich auch vor, und du, mach doch was du willst in der Zeit. Ich würde das haus nicht verlassen, hier überall könnten welche von denen sein.” “Darf ich das Funkgerät benutzen?” “Nein.” Anthony nahm es von der Kommode und verschwand dann wieder in seinem Zimmer, von wo man wieder schreckliches Husten hörte. Chad ging in sein Zimmer und dachte nach über all das, was in den letzten paar Wochen passiert war.
    Zuerst bekam er diesen Auftrag auf Anthony aufzupassen. Das gelang ihm und André aber nicht und plötzlich stand er in seiner Wohnung und kommandierte ihn rum. Dann durchsuchte die Polizei seine Wohnung und er wurde von Anthony verschleppt und hier her gebracht, in dieses kleine Haus mitten im Wald. Dort lebten die beiden jetzt schon seit fast 3 Wochen. Er selber hatte keine Arbeit mehr, kein Zuhause, keinen André und wurde als Geisel gehalten. Das ist aber wohl nicht ganz durchgekommen, weil er auch Polizeilich gesucht und gefangen werden sollte, weil er unter dem Verdacht stand, Anthony geholfen zu haben. Er war jetzt ein offiziell gesuchter Verbrecher. Dabei war das doch alles ein ganz großes Missverständnis.
    Dann dachte er über Anthony nach.
    Er schien eigentlich ganz nett zu sein, er zeigte es nur nicht. Er hatte ihm seine Geschichte aus freien Stücken erzählt, doch interessierte sich nicht für ihn oder andere. Er war auch noch total geheimnisvoll, wegen seiner Kräfte und seiner Verschlossenheit. Unter anderen Umständen wären die beiden bestimmt gute Freunde geworden. Sie hatten aber auch viele Gemeinsamkeiten. Die Vergangenheit spielte dabei eine ziemlich große Rolle und dann waren sie auch noch gleich alt.
    Sehr viele Gedanken machte er sich nicht weiter und eigentlich ging es ihn ja auch gar nichts an. Er wollte nur da weg und sein Leben neu anfangen.

    Die nächste Woche verging fast genau so wie die letzten. Polizisten kamen und gingen für immer weg, Anthony heilte tatsächlich, jedenfalls hatte er nicht mehr gehustet. Eines schönen Tages, sie befanden sich gerade im Wohn - und Esszimmer, brach es aus Chad heraus.
    “Wie lange willst du mich hier denn noch festhalten?” “Ist doch meine Sache, oder, Geisel?” “Hey, ich bin nicht mehr deine Geisel, ich hau jetzt ab hier, das ist doch nicht zu fassen, was du hier abziehst! Keiner macht da lange mit, du bist eine gewissenlose Killermaschine!” “So? Dann geh, aber glaub nicht, dass du dich danach nochmal hier blicken lassen kannst, ja?” “Ich bin jetzt weg!”
    Chad packte einige Dinge zusammen und verließ das Haus. Er kannte sich bereits im Wald aus, und ging den Weg, der aus dem Wald raus führte. Am Waldrand endete er an einer verlassenen Straße. Obwohl sie so verlassen und er abseits jeglicher Zivilisation zu sein schien, wusste er genau, wo er war. Er ging die Straße entlang, bis er einige Kilometer entfernt sein Haus erkannte. Er hatte also die ganze Zeit nahe Anthony’s früherem Zuhause gewohnt. Er Holte seinen Schlüssel raus, was keinen Sinn hatte, da die Tür offen war. Er ging vorsichtig rein und sah überall gelbe Absperrbänder die an allem möglichem befestigt und gewickelt waren. Klar, er war ja jetzt Verbrecher und wenn man weiß, wo ein Verbrecher wohnt, wird natürlich auch alles durchsucht und abgesperrt. Aber wo kamen eigentlich die vielen Polizisten her, als er und Anthony flohen? Er duckte sich um unter einem der Bänder drunter her zu kommen und nun stand er mitten in seinem Wohnzimmer. Er ging weiter ins Schlafzimmer und stellte da seinen Rucksack auf sein Bett. Dann drehte er sich um und ging in die Küche. Hier war ebenfalls alles mögliche abgeklebt oder umwickelt. Er öffnete die Schubladen und sie alle waren leer. Als er seinen Kühlschrank öffnete, stieg ihm ein widerlicher Gestank in die Nase. “Natürlich, alles mussten sie mitnehmen, aber die Lebensmittel müssen gammeln.” Er schloss den Kühlschrank schnell wieder. Dann ging er zurück ins Schlafzimmer um den eigentlichen Grund seiner Rückkehr zu erledigen. Er rückte das Bett ein wenig zur Seite und darunter, unter dem Teppich, war eine kleine Klappe angebracht. Diese war mit einem Schloss versehen und es schien niemand dran gegangen zu sein. Er wollte schnell den Schlüssel aus dem Rucksack nehmen, das Schloss aufschließen, das herausholen, was in dem Versteck drin war, und schnell wieder verschwinden. Als er aufstand und auf’s Bett schaute, sah er es: Sein Rucksack! Er war weg!
    Er stand wie erstarrt und ganz ruhig da. Er war also nicht allein hier. Dann hörte er ein Geräusch und drehte sich langsam um und da stand er. André. Und in seiner Hand hielt er seinen Rucksack mit dem Schlüssel drin. “Suchst du das hier?” fragte er kühl. “Gib mir das!” befahl Chad dann. Die beiden sahen sich finster an. “Warum, was hast du denn unter dem Bett so wichtiges versteckt?” “Das geht dich n feuchten Dreck an und jetzt gib mir den Rucksack, oder ich werde...” “Oder du wirst was?” “Na los, her damit!” “Sei froh, dass ich alleine gekommen bin, Chad. Sag mir, was in dem Geheimfach drin ist, und ich denke vielleicht drüber nach.” “Geld.” “Ach? Und wie viel?” “Sag mal, nimmst du das alles auf Kassette auf oder so? Ich sag dir nicht mehr, also gib mir jetzt den Rucksack!” “Nein, keine Sorge, ich nehme das nicht auf.” Diesmal sagte er es ruhig und freundlich. “Ich will nur wissen, was da vor ein paar Wochen genau vorgefallen ist. Wie deine Meinung dazu ist, wie es dir geht, was Anthony mit dir gemacht hat und was du jetzt vorhast, wie soll es jetzt weitergehen? Zur Polizei kannst du garantiert nicht mehr zurück, die suchen dich, wenn die dich haben, siehst du das Tageslicht nie wieder.” “Tut mir leid, ich kann dir das alles nicht einfach so erzählen, ich will jetzt nur das Geld und dann weg hier.” “Und wohin?” “Na weg eben. Wohin sag ich dir nicht.” “Auch nicht mir, André, deinem besten Freund?” “Nein, auch nicht dir, und jetzt gib mir bitte den Rucksack.” Es war eine freundliche Aufforderung doch dann sagte André: “Kannst du vergessen, ich kann das nicht verantworten, wenn ich dich laufen lasse, dann geht es mir nicht anders. Genauso gut könnte ich ja gleich mitkommen.” “Dann tu’s doch.” “Was?” “Na komm mit, ich hätte da echt nichts gegen. Natürlich solltest du keine Polizeiausrüstung dabei haben, das macht denen die Suche nach uns noch leichter dann.” Chad wirkte ein wenig aggressiv, aber auch flehend und André wich einen schritt zurück. Dann passierte es ganz schnell. André zog sein Funkgerät vom Gürtel und alarmierte die Zentrale. “Ich hab Chad hier, kommt so schnell es geht!” Und in dem Moment brannte bei Chad eine Sicherung durch. Er stürzte sich direkt auf André und verpasste ihm einen ordentlichen Schlag ins Gesicht. Die beiden stürzten zu Boden und dann wehrte André sich und drehte den Spieß um. Jetzt hatte er Chad in der Gewalt, hielt ihm die Arme auf den Rücken und saß dann auf ihm. “So nicht, Freundchen!” sagte er mit zusammengebissenen Zähnen. Und da merkte Chad, dass André wirklich gut war. Er konnte sich kaum rühren, doch er brauchte den Schlüssel und das Geld unbedingt. “Gib mir den Schlüssel und lass mich los, *!” rief er verzweifelt. “Wenn’s sein muss, bleibe ich den ganzen tag auf dir sitzen, aber den Schlüssel werde ich dir garantiert nicht überreichen!” kam es zurück. Es verging eine viertel Stunde, die die Jungs in dieser Stellung verbrachten. Chad hielt plötzlich still. André lockerte seinen Griff ein wenig, weil er gehofft hatte, Chad jetzt zu kontrollieren, doch dem war nicht so. Chad stemmte sich plötzlich auf und warf André wieder auf den Boden. Er stürzte sich wieder auf ihn und verpasste ihm noch eine ins Gesicht. “Ich wiederhole mich ungern!” Dann holte er mir seinem Knie aus und rammte es André mit voller Wucht direkt in den Magen. Dieser schrie laut auf und rührte sich danach kaum noch. Chad stand schnell auf, nahm seinen Rucksack, holte den Schlüssel raus und holte seine Geldkarte aus dem Fach. “Das ist immer noch mein selbstverdientes Geld, damit kann ich machen, was ich will!” sagte er noch spöttisch, stand auf und war bereit zu gehen. Er machte einen großen Schritt über den röchelnden André und wollte die Tür gerade öffnen, da hörte er ihn leise. “Wenn.... wenn du jetzt rausgehst... ich hab Alarm geschlagen,... die sind hier überall, du läufst direkt in dein Verderben, wenn du..... wenn du da jetzt rausgehst!...” “Na und? Als ob dich das kümmern würde.” gab Chad zurück und verschwand, ohne sich noch einmal umzudrehen, direkt aus der Tür.



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