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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Tabigarasu Forum: Legacy of Worlds aus dem Unterforum: Die Grippe Antworten: 1 Forum gestartet am: Mittwoch 05.08.2009 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Die Grippe Kapitel 1 Letzte Antwort: vor 10 Jahren, 4 Monaten, 5 Tagen, 23 Stunden, 29 Minuten
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Re: Die Grippe Kapitel 1
Tabigarasu - 20.11.2012, 11:27Die Grippe Kapitel 1
Die Grippe
Kapitel 1 Doktor Santo
Verfasst am: 05.09.2009, 17:12
Müde saß Dr. Santo im Krankenhausflur. Das Neonlicht flackerte, er bekam Kopfschmerzen. Die Operation bei der er eingesprungen war, war nicht gut verlaufen aber die Patientin hatte überlebt. Er seufzte und lies sich das Telefonat durch den Kopf gehen. "Wir würden Ihnen die Stelle sofort geben. Was wollen Sie denn noch in dem staatlichen Krankenhaus?" Die Stimme vom Personalleiter der Spezialklinik klang in seinem Kopf nach. "Helfen, ich möchte helfen", dachte er, während er sich mit beiden Händen durchs Haar fuhr. Er war seit 14 Stunden auf der Station.
Verfasst am: 23.09.2009, 19:59
Bei Betreten seiner schlicht eingerichteten Wohnung fiel ihm der Brief sofort auf. "Dr. Santo- privat" stand darauf, wie jedesmal, wenn die Spezialklinik schrieb. Er war noch keinen Schritt weiter als am Vormittag in der Klinik, aber dort gab es auch keine Zeit zum Nachdenken. Ungeöffnet landete der Brief im Müll. Den Wortlaut konnte er schon auswendig; vielleicht sollte er einfach zu einer Art "Betriebsbesichtigung" vorbeischauen. Aber würde ihm das wirklich helfen? Ratlos sank Santo auf sein unbenutztes Sofa. Er bekam keinen Besuch, hatte keine Freundin; sein Beruf kostete zu viel Zeit. Vor fünf Jahren war seine Mutter an der mutierten Grippe gestorben, sein Vater vor drei an Altersschwäche. "Was habe ich schon zu verlieren?", dachte er sich und lächelte, endlich hatte er einen Entschluss fassen können.
Verfasst am: 11.10.2009, 22:47
Er überlegte, ob er sich noch einmal telefonisch anmelden sollte, aber dann dachte er nach. Wenn er unangemeldet kam, sah er alles so wie es war. Hatten sie nicht gesagt, er solle kommen, wann er wolle? Dr. Santo war froh, eine Entscheidung getroffen zu haben, und markierte sich den Tag in seinem Kalender. Einer von seinen zwei freien Tagen, den ersten zwei seit drei Monaten.
Verfasst am: 14.10.2009, 22:01
Joe Santo war auf seinem Sofa eingeschlafen. Immer noch nicht ganz wach versuchte er sich zu erinnern, was er vorgehabt hatte, bevor er nach der heißen Suppe einfach eingeschlafen war. Vor ihm lag der digitale Stadtplan seines Kalenders. "Genau. Der Weg zur Klinik." Er lächelte. "Wenn Lucy mich mal wieder hören würde." Seine Cousine würde sicher lachen, wenn sie wüsste, dass er noch immer mit sich selber sprach, wenn er nachdachte. Wie lange hatte er Lucy schon nicht mehr gesehen? So viele Kollegen mit seiner Qualifikation hatten die städtischen Kliniken schon verlassen, um an den gut bezahlten Spezialkliniken zu arbeiten. Aber nur den ehemaligen Grippepatienten helfen? Die waren doch genesen, und er hatte nie genaueres erfahren, außer dass Ausstattungen und Bezahlung übermäßig gut waren. Das verunsicherte ihn.
Verfasst am: 15.10.2009, 09:50
Er ging an seinen Schreibtisch. Im Posteingang lag ein dicker A4 Umschlag. Er öffnete ihn und begann zu lesen.
Von:
Abteilung für Personalien:
An:
MtHd
"Hier sind die gewünschten Unterlagen, die sie angefordert haben."
Er legte das Deckblatt bei Seite und nahm dem ersten Schnellhefter heraus.
Subjekt: Joe Santo
Derzeitiger Status: Arzt in einem Städtischen Krankenhaus.
Qualifikationen: Ausgezeichnet
Intelligenz: Sehr hoch
Psychische Stabilität: NA
Allgemeines: Mr. Santo konnte bisher noch nicht dazu bewegt werden, seinen alten Arbeitsplatz aufzugeben und in eine Von uns unterstützten Spezialkliniken zu wechseln. Allgemein stehen wir seiner Person kritisch gegenüber. Wir gehen nicht davon aus, dass, falls er das Angebot doch annimmt, eine hohe Sicherheitsstufe einnehmen wird, da seine Einstellung zu unserer Arbeit wahrscheinlich mehr als negativ ausfallen wird.
Er begann eine Antwort zu schreiben:
Von
MtHd
An
Abteilung Für Personalien
Ihre Persönlichen Zweifel interessieren mich nicht! Ich will diesen Mann in meinem Team. Wahrscheinlich hat er schon längst gerochen, dass da etwas nicht stimmt. Schicken sie zur Not einen Agenten hin, der ihm etwas reinen Wein einschenkt. Sie müssen ja nicht gleich alles hinausposaunen. Aber wenn er das Gefühl hat, dass wir ehrlich zu ihm sind, lässt er sich vielleicht zur Mitarbeit bewegen.
Verfasst am: 16.10.2009, 19:10
Er entschied sich doch eine E-Mail zu verfassen, einen genauen Termin wollte er zwar nicht nennen, aber er war die ständigen Anrufe leid. Schnell tippte er ein paar Zeilen ein, die ankündigten, dass er in nächster Zeit einmal die Einrichtung besuchen wolle.
Verfasst am: 17.10.2009, 00:29
Absender: MtHd
Empfänger: Vpbs
Betreff: Zusammenfassung Für den Aufsichtsrat.
Hi, hier ist der erste Teil der Zusammenfassung für unsere Sesselfurzer. Ich habe es so simpel wie möglich gehalten. Ich hoffe dass stellt sie erstmal zufrieden.
Der Teil über die Ausprägungen kommt noch, ich will da nochmal kurz Rücksprache halten. Ich versuch mich zu beeilen, hab aber auch noch anderes zu tun. Wenn sie sich beschweren, dass das so wenig ist, sollen sie sich doch selbst ins Labor stellen. Vernünftige Forschung braucht halt ihre Zeit.
Zusammenfassung der aktuellen Forschungsergebnisse über die Grippe und Veränderung am Menschen.
Teil 1 Von der Infektion zur Mutation und ihrer Manifestation.
Wir glauben nun, die Zusammenhänge zwischen der Ausprägung der Fähigkeiten und der Infektion erkannt zu haben. es sind mehrere Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Als erstes das Virus an sich. Wir haben drei Stämme isolieren können, die zur Zeit im Umlauf sind.
Dazu kommen noch unzählige temporäre Stämme, die sich durch spontane Mutation um Patienten bilden. Dazu kommt noch, dass die verursachten Mutationen durch die köpereigenen Reparaturmechanismen teilweise wieder rückgängig gemacht werden. Dazu kommt noch, ob der Patient geimpft war und wann die medikamentöse Behandlung eingesetzt hat.
Außerdem sind wir uns sicher, dass die genetische Struktur des Patienten ebenfalls von Bedeutung bei der Ausprägung von Fähigkeiten ist. Wir bräuchten in dieser Hinsicht allerdings noch bessere Testergebnisse, z.B. von ebenfalls infizierten Familienmitgliedern der Patienten für Vergleiche.
Wir sind uns auch sicher, dass die Art der befallenen Gewebetypen eine Bedeutung hat. Leider lässt sich immer noch nicht ein klares Muster erkennen.
All diese Faktoren beeinflussen jegliche eventuelle Entwicklung von Psi-Kräften oder eventuellen Veränderungen, die sich nachteilig für den Betroffenen auswirken. Daher ist es zum gegebenen Zeitpunkt noch unmöglich vorherzusagen, wie eine Infektion einen Patienten verändern wird.
Verfasst am: 18.10.2009, 20:50
Im lichtdurchfluteten Foyer war kaum etwas los. Ganz anders als in den städtischen Krankenhäusern, in denen ständig Leute herum eilten, Ärzte, Pfleger, Patienten, Angehörige. Hier war von dem Chaos gar nichts zu bemerken, fast schon zu wenig. Patienten waren keine da und Angehörige? Es war wahrscheinlich noch zu früh. Die Frau an der Rezeption sah irritiert auf, dann lächelte sie freundlich. Alles war sauber, gerade, perfekt. Selbst das Stadtviertel, in dem die Klinik stand - natürlich war es kein Villenviertel, aber auch keine schlechte Gegend. Es schien alles ziemlich gut zu sein. "Kann ich etwas für Sie tun?", die junge Frau lächelte. "Ich... ähm", er sah sie unbeholfen an. "Lächeln. Du musst einfach nur lächeln. Die Leute lieben dein Lächeln und helfen dir gerne weiter", hatte seine Mutter immer gesagt. "Ich habe mich nicht angemeldet. Ich bin" - "Dr. Santo? Freut mich, Sie wurden erwartet. Nehmen Sie doch noch einmal bitte Platz, in Kürze wird sich jemand um Sie kümmern." Die Frau lächelte freundlich und deutete auf die freien Stühle. "Danke", antwortete er überrascht und lächelte.
Der Stuhl war bequem, die Frau hübsch und die Ruhe nach der kurzen Nacht angenehm. Bisher gefiel ihm die Klinik gut, doch er wusste, wie wenig er gesehen hatte. Eigentlich noch nichts.
Verfasst am: 19.10.2009, 14:45
Die Empfangsdame griff zum Telefon. Dr. Santo bekam nicht viel mit. "Ja... gerade eben.... natürlich..... ich werde ihm Bescheid sagen. Dr. Santo, gleich wird jemand kommen um sie herumzuführen.
Das Telefon klingelte. Es war die Rezeption. "Zentralverwaltung. Was ist?"-"Dr. Santo ist hier."-"Wirklich, sind sie sicher?"-"Ja" "Wann ist er gekommen?"-"Gerade eben"-"Bleiben sie dran"-"Natürlich"
Der Mann drückte eine der Kurzwahltasten auf dem Telefon:"Dr. Lang, ich sollte sie doch informieren falls ein gewisser Dr. Santo hier eintrifft. Er ist eben gerade gekommen." "Gut, geben sie weiter, dass sich gleich jemand um ihn kümmern wird." Dr. Lang legte auf.
"Hallo sind sie noch dran? Gleich kommt jemand und wird sich um ihn kümmern."-"Ich werde ihm Bescheid sagen."
Dr. Lang ging noch einmal kurz an den PC und verschickte eine Nachricht.
Von: LgMn
An: MtHd
Betreff: Santo
Santo ist hier, werde mich wie besprochen um ihn kümmern.
Dr. Lang verließ sein Büro.
Verfasst am: 20.10.2009, 21:10
Ein Mann betrat das Foyer. Sein Kittel reichte bis zu den Knöcheln und er ging zielstrebig auf ihn zu. Vorsichtshalber stand Joe auf. Der Mann streckte lächelnd die Hand aus. "Dr. Santo, nehme ich an. Freut mich, dass Sie sich entschlossen haben, unsere Einrichtung zu besuchen. Mein Name ist Dr. Lang. Kommen sie doch mit." Joe lächelte, aber bevor er etwas erwidern konnte, hatte sich Dr. Lang umgedreht. [color=yellow]"Ich zeige Ihnen heute schon mal eine Teil unserer Spezialklinik. Möchten Sie danach mit mir und einigen Kollegen Mittagessen? Dann könnten Sie weitere Fragen klären." - "Gerne. Ich denke, das geht." Er war leicht verwirrt. Man schien sich auf seinen Besuch enorm gut vorbereitet haben. Er wollte eine Frage stellen, aber der Professor setzte zu einer ersten Erklärung an: "Hier können Sie den Labortrakt sehen. Hier werden Proben untersucht, Impfstoffe gezüchtet. Sie kennen das ja. Wir haben den neuesten Laborkrempel. Möchten Sie einen Blick hinein werfen?" "Ähm... Nein danke, ich würde eigentlich lieber...", er zögerte. "Ich kann mir denken, was Sie gerne wüssten. Kommen Sie hierentlang. Ich gebe Ihnen die Antworten, wenn Sie die übrigen wichtigen Stationen gesehen haben." Joe war noch verwirrter als vorher. Was sollte ihm jetzt gezeigt werden? Wollte man ihm wirklich Einblick in das geben, was draußen die schlimmsten Gerüchte los trat?
Verfasst am: 21.10.2009, 17:28
"Wir haben natürlich auch Patienten hier. Auf jeder Etage haben wir einen anderen Schweregrad. So befindet sich im ersten Stock die Isolationsstation, wo wir Patienten beherbergen, die die Infektion noch nicht überstanden haben oder noch ansteckend sind." Sie waren an einer Reihe von Laboren vorbeigekommen, und standen nun an der Haupttreppe neben den Aufzügen. Vor ihnen war eine Große Glastür.
" Sie kommen da nur mit einer Zugangskarte rein. Und dann müssen sie natürlich noch durch die Schleuse, wo sie nochmals kontrolliert werden. wie sie sicherlich erkennen, legen wir hier sehr viel Wert auf Sicherheit. Dabei denken wir ebenso an unsere Patienten wie an unsere Mitarbeiter." Sie Stiegen in den Aufzug, und die Führung wurde im 2ten Stock fortgesetzt.
"Was kommt nun?", fragte Santo. "Der 2te Stock" sagte Dr. Lang und lächelte. Sie stiegen aus. "Hier haben wir Patienten deren schädigungen gering oder nicht gefährlich sind die " "Gefährlich?" "Oh ja, aber dazu kommen wir noch. Wie sie sehen können, ist die ganze Anlage zweigeteilt. Auf der einen Seite haben wir die Patienten und auf der anderen Seite Labore und Behandlungsräume. Natürlich gibt es auch vereinzelt Ausnahmen, aber das werden sie schon selbst herausfinden, falls sie zu uns kommen natürlich". Dr. Santo war etwas stutzig. Abgesehen von dem Hochsicherheitsquarantänebereich sah hier noch alles ganz normal aus. In dem Moment ging der Aufzug auf. Ein Mann mit einem Kind an der Hand verließ den Aufzug und verschwand in dem Trakt für Patienten.
"Sie sind zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen. Es beginnt gerade die Besuchszeit. Wir müssen da teilweise sehr streng sein, weil die Patienten im dritten und vierten Stock teilweise nur wenige Stunden am tag ansprechbar sind" "Warum? Was ist mit ihnen.?" "Das hat unterschiedliche Gründe. Aber die Gemeinsamkeit besteht darin, dass alle sehr starke Medikamente bekommen müssen und daher nur wenige Stunden normal ansprechbar sind. Diese Zeit wollen wir den Angehörigen überlassen." Er machte eine Pause. "Die Störungen, unter denen diese Patienten leiden, sind recht unterschiedlich. Sie reichen Stoffwechselstörungen unterschiedlichster Art über Hypersensilibisierung in sämtlichen Bereichen bis zu starker Depression und Suizidgefährdung. Am schlimmsten sind davon diejenigen betroffen, die eine "übersinnliche Begabung" erlangt haben"
Wären Dr. Lang sprach, waren sie in den Aufzug gestiegen und im ersten Untergeschoss wieder ausgestiegen. "Wo haben sie mich den jetzt hingebracht?" Dr. Santo sah sich um. Neben dem Aufzug war die Treppe, die ins Erdgeschoss führte. Ansonsten wirkte es wie die anderen Stockwerke, nur das Fenster fehlten und die Türen alle nur noch mit Karte oder Passwort geöffnet werden konnten. Lediglich eine Hatte ein normales Schloss. Santo drehte sich zu ihr, da er annahm, dass dort die Führung dort weiterging. "He! Was bewundern sie unseren Heizungskeller? Hier geht es lang!
Dr. Lang öffnete eine der Türen mit seiner Karte und sie gingen hindurch. Dahinter lag eine Art Empfangsraum wie oben im Foyer, nur kleiner. Die Rezeption war mit Panzerglas verkleidet und dahinter saß ein Wachmann. Auf der gegenüberliegenden Seite War eine schwere Panzertür. Gegenüber der Eingangstür hingegen waren drei Schiebetüren aus Stahl. Über jeder leuchtete eine rote Lampe. " Hier nun sind wir im Sicherheitsbereich. Hier werden Individuen untergebracht, die besonderer Isolation bedürfen. Einer unserer Patienten verträgt zum Beispiel keinerlei elektrische Felder. Seine Zimmer ist daher komplett isoliert. Als Beleuchtung benutzen wir dort Kerzen und andere chemische Lichtquellen. Einige andere hingegen sind besonders temperaturempfindlich. Ihre Umgebungstemeratur darf nur gering schwanken, sonst bricht ihr Kreislauf zusammen. Hinter der Panzertür befinden sich gefährliche Individuen. Die Meisten davon sind Telepaten. Wenn sie wollen, kann ich ihnen beim essen Mehr über einige unserer Sonderfälle erzählen"
Verfasst am: 22.10.2009, 21:20
Vollkommen verwirrt nahm Santo an dem großen, edel wirkenden Holztisch Platz. Er war sich nicht sicher, was ihm unangenehmer war: dass noch niemand hier war außer ihm und Dr. Lang oder dass noch mehr Leute kamen. Er versuchte sich klar zu werden, was er gerade gehört hatte. Dr. Lang hatte bisher nichts gesagt, was dagegen sprechen würde, hier zu arbeiten. Aber hatte er nicht schon Dinge angedeutet, die auf so etwas schließen ließen? "Haben Sie keinen Hunger?" Santo sah auf. Um ehrlich zu sein hatte er keinen mehr. "Ich denke, ich warte bis die anderen zu uns stoßen?"[/color] Er merkte selber, wie unsicher er klang. "Wie sieht es aus, haben Sie sich schon entschieden?" Santo blieb zuerst die Sprache aus. Konnte man wirklich jetzt schon eine Entscheidung von ihm verlangen? "Nun, ich bin mir sicher, Sie brauchen Bedenkzeit." Die Tür öffnete sich. "Nun, wenn Sie noch Fragen haben, dann stellen Sie sie einfach beim Essen. Darf ich Ihnen meine Kollegen vorstellen? Das hier ist meine bezaubernde Kollegin Dr. Yun. Sie arbeitet auf der Kinderstation." Eine junge Asiatin reichte ihm lächelnd die Hand. "Das hier ist Dr. Richkam. Er arbeitet in dem Labor auf Stockwerk 3." Er bekam noch ein paar Leute vorgestellt, aber irgendwie hatte er das Gefühl, sie wären ausgesucht, um ihn zu beruhigen.
Verfasst am: 25.10.2009, 11:07
Das Essen verlief recht normal. Sie unterhielten sich hauptsächlich über ihre Arbeit und ihre Familien, nichts außergewöhnliches. Aus den Gesprächen über ihre Aktuelle Arbeit wurde er nicht schlau, da es meistens sehr spezifisch war. Allerdings fand er heraus, dass alle Versammelten höhere Positionen belegten oder in einem Arbeitskreis waren. Es gab mehrere dieser kleinen Kantinas auf jeder Etage. Außerdem bekam er am Rande mit, dass sich Dr. Richkams Frau darüber beschwehrte, dass er solange arbeitete, und irgendwer hatte ein Problem mit Gen-Markern.
Dr. Lang erzählte ihm, dass Teamfähigkeit sehr hier geschätzt wird, aber dass ebenfalls Raum für indivifuelle Arbeit Gewährt wird. Schließlich kamen sie auf die Patienten im untergeschoss zu sprechen.
"Sie haben mir bereits von den Patienten, die einer besonderen Isolation bedürfen erzählt. Was ist nun aber mit ihren gefährlichen Individuen?" Santo erwartete eine ausweichende oder Oberflächliche Antwort. Die hätte er Wahrscheinlich auch bekommen wenn sie schlechter auf seinen Besuch vorbereitet gewesen wären. Aber so wurde er überrascht. Dr. Lang holte Luft und begann zu erzählen: "Ich werde am besten etwas weiter ausholen. Dass einige der Infizierten mentale Fähigkeiten bekommen haben mag zwar in der Bevölkerung noch ein Gerücht sein, ist aber bei den Fachleuten aber schon längst zur Normalität geworden. Nun ist das mit diesen Kräften so wie mit fast allem im Leben. Mit einem Hammer kann man Nägel in Wände schlagen oder Köpfe zertrümmern. Und ein Gewehr ist erst dann gefährlich, wen jemand den Abzug betätigt. Allerdings ganz so simpel ist dies allerdings auch nicht. Stellen sie sich vor, sie sehen einen Menschen an und können in seine Gedanken sehen. Können sie sich das vorstellen?" Santo schüttelte langsam den Kopf. "Keiner von uns kann das. Aber wir haben festgestellt, dass dies teilweise sehr verstörend sein muss. Einige verängstigt es, andere werden verrückt und manche aggressiv. Eine der häufigsten Störungen ist Verfolgungswahn. Nun stellen sie sich einen Menschen vor, der überall feinde Sieht, und die Fähigkeit hat mit den Gedanken seiner Opfer zu spielen. Einmal haben wir die Gefahr, die von einem Patienten ausging nicht sofort erkannt. Erst wie er einen Pfleger hat aus dem 3ten Stock hat springen lassen, wussten wir woran wir waren. Allerdings sind das noch die weniger schlimmsten Fälle. Manche Menschen lassen sich einfach nur als Böse bezeichnen. Einer unserer Patienten hat regelrechten Spaß daran, andere Menschen glauben zu lassen, dass sie verbrennen. Das schlimme daran ist, der Körper denkt wirklich er verbrennt und reagiert demensprechend. Dies kann durchaus tödlich enden. sie verstehen nun hoffentlich auch, warum die Registrierung so wichtig ist. Sie dient nicht nur der Eindämmung der Krankheit, sondern auch der Sicherheit der Bevölkerung. Wenn wir wissen, wer alles infiziert war können wir die Betroffenen gezielt beobachten und so die gefährlichen Individuen herauslesen und behandeln. Ich hoffe sie verstehen nun wie Wichtig unsere Arbeit hier ist."
Verfasst am: 25.10.2009, 19:08
Die Gabel fiel mit eine leisen "Bling" auf den Tisch. "Wollen Sie das hier nicht mehr? Also wenn Sie nichts dagegen haben, nehme ich mir Ihren Nachtisch?" Irgendeiner seiner zukünftigen Kollegen griff nach dem kleinen Schälchen, mit dessen Inhalt sich Santo noch gar nicht auseinandergesetzt hatte. Die Doktorin von der Kinderstation legte ihm die Hand auf die Schulter. Langsam fasste er sich wieder, dann setzte er zu der Frage an, die ihn die ganze Zeit über am meisten beschäftigt hatte: "Wie behandeln Sie denn solche Art von Patienten?" Er hatte nicht damit gerechnet, diese Frage je stellen zu müssen, bisher hatte er die Mutationen für übertriebenen Schwachsinn gehalten. Aber jetzt, wo alles wahr zu sein schien, trat sein Gewissen auf den Plan. "Ich denke das war genug für heute, nach so einem Schock. Wir können gerne darüber reden, wenn Sie ihren Arbeitsvertrag bei uns unterzeichnen", überging Dr. Lang seine Frage. Er dankte den Übrigen für ihr Kommen und lächelte Dr. Santo auffordernd an. Vollkommen verwirrt verließ er mit den übrigen Ärzten die Kantine. Im Fahrstuhl begegnete er zufällig Dr. Yun, sie lächelte ihn verständnisvoll an, dann schien sie etwas zu überlegen. "Möchten Sie noch mit auf meine Station kommen? Ich möchte Ihnen etwas zeigen." Eigentlich wollte er nicht, dennoch nickte er. Auf der Station führte sie ihn zu einem Zimmer, in dem nur ein Bett stand, in dem ein kleines Kind lag, das an Maschinen angeschlossen war, die gut dreimal so groß waren wie es selbst. "Ihre Fähigkeiten sind ihr zum Verhängnis geworden. Sie konnte sie nicht kontrollieren, sie liegt seit fünf Tagen im Koma." Betroffen starrte Dr. Santo auf den leblosen Körper des Kindes. "Kommen Sie mit, wir gehen noch einen Kaffee trinken, meine Schicht ist in ein paar Minuten vorbei." Sie lächelte ihn an und er war froh, dass er die Spezialklinik in Kürze verlassen konnte.
Er wartete im Foyer auf Dr. Yun. Er war mit seinen Gedanken immer noch so beschäftigt, dass ihm gar nicht auffiel, dass auch jetzt zur Besuchszeit fast alle Stühle leer waren.
Verfasst am: 26.10.2009, 08:06
Dr. Santo hatte das Gebäude verlassen. Dr. Lang sah von einem Fenster im Obergeschoss aus wie er zur Bushaltestelle ging. Die Klinik lag etwas abseits, zwischen zwei Distrikten. Auf der einen Seite lagen die besseren Wohnbezirke und auf der anderen Seite war das arme-Leute-Viertel. Auf dem Grünstreifen dazwischen lag die Klinik. Die U-Bahn fuhr nicht so weit. Früher war die ganze Stadt von der U-Bahn untertunnelt gewesen, aber irgendwann wurden die wenigen Linien, die in die schlechteren Stadtteile führten, ganz stillgelegt.
Verfasst am: 26.10.2009, 19:21
Unmengen von Gedanken wirbelten in seinem Kopf herum; Joe wusste nicht mehr, was er denken sollte. Er kannte diese Fragestellung schon von Suchtpatienten, psychisch Kranken und hochinfektiösen Patienten: Waren diese Patienten eine Gefahr und, wenn ja, für wen? Musste man sie vor sich selber schützen oder die anderen vor ihnen? Und wie?
Er lief Richtung U-Bahnstation; seine Gedanken kreisten um das Thema, als er laute Stimmen hörte. "Haltet ihn auf, er versucht abzuhauen!"- "Vorsichtig! Er ist gefährlich!" Einige Männer in Schutzkleidung rannten jemandem hinterher. Der junge Mann stürzte und schrie auf. In kürzester Zeit war er umstellt. Er schrie etwas in Richtung Hilfe und wurde dann weggetragen - zur Klinik. Dr. Santo reichte es; er beeilte sich, um so schnell wie möglich wegzukommen. Sollte er wirklich hier arbeiten?
Verfasst am: 08.11.2009, 19:56
Santos Wohnung glich schon wenige Minuten nach seinem Besuch der Spezialklinik einem Schlachtfeld. Schon lange hatte er sich nicht mehr so gehen lassen, das letzte Mal vor drei Jahren. Damals hatte er seine Freundin mit seinem Tutor im Bett erwischt. Er fragte sich, wieso keiner der Nachbarn kam und ihn aufforderte, die Musik leiser zu machen. Der Fernsehbildschirm flimmerte und auf dem Boden verteilt lagen die Blätter des Arbeitsvertrages der Spezialklinik. Endlich klingelte es an der Tür, aber es war nur der Pizzaservice. Er drückte ihm ein viel zu großes Trinkgeld in die Hand und ließ dann den Karton neben dem Telefon stehen. Rund 50 Mails von seinen Kollegen waren in seinem Postfach. Er öffnete die zweite Flasche Wein und schlief nach einigen Stunden auf der Couch ein.
Verfasst am: 09.11.2009, 22:45
Von:MtHd
An: Vpbs
Betreff: Zusammenfassung Für den Aufsichtsrat Teil 2
So, hier ist die Abhandlung über die Illusionsfähigkeit. die wird wohl für die am interessantesten sein.
Abhandlung über die Illusionisten
Die Fähigkeit Illusionen zu erzeugen ist eine der am besten erforschten mentalen Fähigkeiten.
Eines der Systeme dahinter ähnelt dem natürlichen Mechanismus zur Verhinderung der Reizüberflutung. Hierbei werden Objekte zwar wahrgenommen, aber nicht Realisiert. Das Auge sieht zwar alles, aber die "überflüssigen" Informationen werden nicht wahrgenommen. Dies funktioniert allerdings nur, solange nicht aktiv nach dem entsprechenden Objekt Ausschau gehalten wird.
Diese Art der Täuschung ist recht Simpel und leicht zu durchschauen, dementsprechend ist sie aber auch am einfachsten einzusetzen.
Weitaus komplexer ist eine fortgeschrittenere Art der Sinnestäuschung. Hierbei werden z.B. Farben Ausgetauscht, oder Objekte in ähnliche verwandelt. Je nachdem, wie gut der Anwender seine Fähigkeiten beherrscht, desto schwieriger sind diese Illusionen zu durchschauen. Ein häufiger Fehler bei ungeübten Anwendern ist z.B. bei einem Farbwechsel eines Objektes, dass nicht nur das gewünschte Objekt die Farbe von z.B. rot nach grün wechselt sondern jedes rot im Blickfeld des Betrachters. Dem geübten Auge allerdings, fallen auch bei besseren Illusionen Fehler auf, die man normalerweise nicht so einfach bemerkt.
Die Grundlage dabei ist, da die Illusionen ja nicht wirklich vorhanden sind, sie sich nicht an die Regeln der Physik halten. Vor allem bei schnell erstellten Illusionen macht der Erschaffer oft recht banale Fehler. Fehlende Schatten, genauso wie überzählige Schatten weisen darauf hin, dass ein Objekt nicht existiert oder verborgen wird. Andere Anzeichen sind Unstrukturiertheit einer Oberfläche oder sich wiederholende Strukturen. Die einfachste, aber auch effektivste Methode, und auch die unauffälligste, Illusionen zu durchschauen, ist die Laserpointer -methode. Wir arbeiten dabei mit dem Fakt, dass der Illusionist das Verhalten des Lasers nicht bedenken kann und somit auch nicht in die Illusion einfügen. Somit weist ein reflektierter Lichtpunkt im Nichts auf ein verborgenes Objekt hin, während ein nicht reflektierte Punkt auf einer Wand anzeigt dass sie eine Illusion ist.
Bei dieser Methode ist äußerste Diskretion gefordert, damit der Illusionist sich nicht darauf einstellen kann. solange er nicht weiß, wie seine Illusionen durchschaut werden, kann er nichts dagegen unternehmen.
Was man immer Im Hinterkopf behalten muss, ist dass die Illusionen erst in den Köpfen der Menschen entstehen. Somit können sie keine Geräte täuschen. Videoüberwachung ist daher ein essenzieller Bestandteil der vorbeugenden Maßnahmen und der Ortung von Illusionisten.
Normalerweise muss der Illusionist Blickkontakt zu seinen Opfern haben, oder wenigstens wissen, wo sie sich befinden. Personen, die sich versteckt halten und vom Illusionisten nicht gesehen werden, sind normalerweise nicht betroffen.
Ob die Zielperson die Illusion komplett aufheben kann hängt unter anderem von der Willensstärke, der mentalen Stabilität und der Intelligenz ab. Selbst wenn die Illusion nicht aufgelöst werden kann, reicht das Erkennen oft vollkommen auf, um effektiv gegen den Illusionisten vorzugehen.
Verfasst am: 13.11.2009, 19:46
Das Telefon riss ihn aus dem Schlaf. Er hatte kein Gespür für Zeit oder ähnliches. Vollkommen perplex meldete er sich: "Santo, ähh... Dr. Santo, mit wem spreche ich?" - "Hier ist Dr. Lang. Sind Sie heute Nachmittag zu Hause zu erreichen? Sie haben etwas vergessen und wir würden es Ihnen vorbeibringen." Ehe er darüber nachdachte, sagte er zu und legte schon wieder auf. Erst eine halbe Stunde später, als er nach zwei Schmerztabletten unter der Dusche stand, fiel ihm auf, dass er nichts vergessen haben konnte. Als er allerdings direkt danach wieder einschlief, hatte er das schon wieder vergessen.
Als er aufgestanden war und sich etwas zu essen kaufen wollte, bemerkte er schon nichts mehr, als er die Tür öffnete. Kaum war sie einen Spalt weit offen, traf ihn der erste Schlag. Er stolperte zurück in die Wohnung und die Tür schloss sich wieder. Nach dem gestrigen Abend würde keiner der Nachbarn sich über den Lärm wundern, der nun aus seiner Wohnung drang. Nach einem weiteren Schlag sah er benommen auf. Vor ihm bauten sich drei Gestalten auf, die ihre Gesichter unter Masken versteckten. Zwei von ihnen entsprachen dem klassischen Schlägertypen, doch der dritte war eher hager. Ausgerechnet er wandte sich jetzt an ihn. "Her mit dem Scheiß, der was wert ist, du Versager! Wir haben dich gestern gesehen, erwarte keine Gnade, du Pseudoarzt!" Bevor er mehr verstehen konnte, trafen ihn einige Tritte der zwei anderen. Dann spürte er ganz plötzlich einen heftigen Schmerz, sein gesamter Körper verkrampfte. "Wenn ich will, bist du Geschichte, du Schwein! Du weißt doch, was passiert, wenn alle Muskeln verkrampfen... das Herz zum Beispiel? Schließlich bist du Arzt." Das Atmen fiel ihm immer schwerer, er versuchte sich wegzudrehen oder ähnliches, aber seine Gliedmaßen reagierten nicht mehr. Unkontrolliert verkrampften sie immer wieder. Er verlor das Bewusstsein.
Als er wieder zu sich kam, kniete neben ihm Dr. Yun. Sie lächelte ihn an. "Wie geht es Ihnen? Fühlen Sie sich besser?" Vorsichtig richtete er sich etwas auf. [color=orange]"Ich denke schon.... ich fürchte nur, ich werde mich morgen nicht mehr ohne Muskelkater bewegen können." Sie lächelte. "Sie haben die Tür offen gelassen. Ich gehen davon aus, dass das hier die Typen waren, die mir unten im Hauseingang noch begegnet sind." - "Wahrscheinlich, wenn es zwei Schränke waren und ein Schlanker. Es war ein Mutant dabei." Er seufzte und ließ sich von Dr. Yun aufhelfen. Ihre Anwesenheit tat ihm gut. "Ich habe es mir gedacht, als ich Sie gefunden habe. So etwas bekommt man sonst nur mit medizinischen Apparaten hin. Sie haben Sie liegen gelassen, als sie Sie wohl für tot gehalten haben. Eigentlich wollte ich Ihnen die Sachen, die Sie vergessen.... eigentlich wollte ich Sie nur nochmal sehen." - "Gott sei Dank.", antwortete er lächelnd. "Wenn Sie möchten, nehme ich Sie gleich mit in die Klinik, wir sind schließlich auch auf so etwas spezialisiert. Es kommt häufiger als man denkt zu Übergriffen von Mutanten. Wenn Sie bei uns anfangen sollten, bekommen Sie eine Wohnung zur Verfügung gestellt. In einem Viertel, wo ihnen so etwas nicht nochmal passiert." Er zögerte. Zum ersten Mal hatte er die Kraft eines Mutanten abbekommen und das nur, weil er in der Klinik gewesen war. Er sah sich um, sein altes Leben lag praktisch in Trümmern und in der städtischen Klinik fühlte er sich schon seit längerem nicht mehr wohl. "Ich werde hierbleiben, aber vielen Dank für das Angebot. Ich werde mich in den nächsten Tagen melden, aber vorerst werde ich hier weiter wohnen." Dr. Yun verabschiedete sich und ließ eine neue Version des Arbeitsvertrages in seiner Wohnung liegen. Santo griff zum Telefon. Das einzige, was er noch zustande brachte, war ein Anruf, um sich für morgen krank zu melden.
Verfasst am: 20.12.2009, 23:56
Der Schlaf wirkte wahre Wunder. Am nächsten Morgen stellte er allerdings fest, dass seine Tür komplett hinüber war. Erst wunderte er sich, dass es ihm nicht schon gestern aufgefallen war, aber dann beschlich ihn sofort ein ungutes Gefühl. Der Angriff hatte ihn wohl doch etwas mehr mitgenommen, als er vermutet hatte. Sorgenvoll sah er sich um. Jede Erholung war verloren gegangen. Dann versuchte er sich zu beruhigen und unterschrieb den Arbeitsvertrag, dann klingelte das Telefon. Dr. Yun war am anderen Ende der Leitung. "Dr. Santo, wie geht es Ihnen? Ich wollte Sie bitten das Angebot mit der Wohnung noch einmal zu überdenken. So etwas wie der gestrige Vorfall könnte öfters vorkommen, wenn jemand mitbekommt, dass Sie hier arbeiten." Joe seufzte. Er stimmte ihr zu und legte auf. Die nette Ärztin hatte ihn nur ermutigen wollen, aber die Wohnung lag ihm am Herzen. Als Nesthäkchen war es schwer gewesen eine eigene erste Wohnung durchsetzen zu können und er hatte sich Mühe gegeben eine zu finden, die zu ihm passte. Sie sollte hübsch sein, aber auch nahe an den Menschen, denen er helfen wollte. Sie würde ihm fehlen. "Vielleicht behalte ich sie einfach und vermiete sie.", dachte er bevor er sich einfach wieder hinlegte, um sich wieder zu erholen.
Verfasst am: 27.12.2009, 02:06
Dr. Santo Betrat das Büro von Dr. Lang. Dr. Lang deutete auf einen Stuhl. "Setzen sie sich. Wie hat ihnen ihre erste Woche bei uns gefallen?""Ganz gut, bisher. Die Kollegen sind alle freundlich. Die meiste Zeit allerding habe ich damit verbracht mich einzurichten und mir einen Überblick zu verschaffen. Wirklich gearbeitet habe ich bisher ja noch nicht...." Dr. Lang lächelte."Das habe ich erwartet. Ich habe sie heute hier her bestellt um mit ihnen ihre zukünftigen Aufgaben zu besprechen. Wie sie bereits festgestellt haben, Ist ihr Labor im 2. Stock. Dort werden sie auch Arbeiten." "Und worin wird meine Arbeit bestehen?"
"Genau dazu wollte ich gerade Kommen. Ihnen werden einige Patienten zugeteilt, die sie betreuen werden. Sie werden ihr Krankheitsbild analysieren und versuchen eine entsprechende Behandlung der Symptome einzuleiten. Außerdem werden sie, Zellkulturen entnehmen und Sie nach Anomalien untersuchen, achten sie dabei besonders auf Stoffwechselunregelmäßigkeiten und unbekannte Verbindungen. Des Weiteren werden sie standartmäßig das Chromosomenbild analysieren und nach Unregelmäßigkeiten ausschauhalten. Ihre Ergebnisse werden sie weiterleiten. Eine andere Gruppe wird versuchen, die modifizierten Gensequenzen zu finden und entschlüsseln.
Natürlich werden sie nicht alleine Arbeiten. vor allem bei der Laborarbeit werden sie im Team arbeiten. Bei der Patientenbetreuung ist es allerdings besser, wenn sie sich alleine um ihre Patienten kümmern, das schafft Vertrautheit. Sie verstehen?" "Sicher" "Gut. Bei den Analysen werden sie natürlich auch die anderer Patienten mitbearbeiten. Sie sollen ja ein Team sein. Je nachdem wie sie sich entwickeln, werden sie eventuell einem Arbeitskreis zugeteilt, aber das hat noch Zeit. So das war’s erst mal." Dr. Lang reichte Santo Eine Mappe. "Darin steht alles was sie wissen müssen, um mit der Arbeit anzufangen. Falls sie ein Problem haben rufen sie mich an oder Kommen sie vorbei. Sie sollten aber sich vorher bei meiner Sekretärin anmelden."
Santo bedankte sich und ging in sein Büro. Endlich konnte er das machen, wozu er hergekommen war, nämlich Menschen helfen. Und vielleicht würde er dann auch mehr über das mutierte Grippevirus erfahren. Es war zwar eine grauenhafte Seuche, aber als Wissenschaftler konnte er nicht anders als davon fasziniert zu sein. Und er hatte das Gefühl als ob er nicht der einzige war, dem es so erging.
Verfasst am: 27.12.2009, 19:47
Sein Labor im 2. Stock war eher das Gegenteil von seinem Büro. Die Fenster waren klein gehalten und der Raum war ausgefüllt mit Apparaten, die Dr. Santo nicht alle etwas sagten. Gerade war er damit beschäftigt, eines dieser ihm unbekannten Geräte genauer zu betrachten, als jemand klopfte und ohne auf Antwort zu warten eintrat. "Tagchen! Knut mein Name, ich bin Laborassistent in diesem Labor. Irgendwelche Fragen?" Leicht irritiert musterte Santo die Person, die eingetreten war. Die Haare waren unter einem Tuch zusammengebunden, der Kerl gute 1,90m groß und er sah nicht aus, als ob er irgendetwas von den Maschinen verstand. Noch bevor er etwas erwidern konnte, grinste Knut ihn an und sagte: "Naja, wenn Sie Fragen haben, stellen Sie sie besser jemand anderem. Ich bin 'nur' Pfleger hier. Sie sollten allerdings nichts anfassen, wenn Sie nicht wissen, wozu es gut ist." Er lächelte und Santo entspannte sich wieder. "Freut mich, Sie kennen zu lernen, mein Name ist Santo, Dr. Joe Santo", er reichte Knut die Hand, "Wie geht es denn meinen Patienten? Wie stark sind ihre Mutationen?" - "Sie können in 10 Minuten selber einmal einen Blick auf sie werfen, momentan gibt es Essen. Die Auswirkungen der Mutationen müssen Sie allerdings selber feststellen, dafür haben Sie hier das Labor." Mit diesem Satz und einem Winken verabschiedete Knut sich und Santo stand wieder zwischen den Geräten. Er beschloss, erst einmal selber etwas zu essen, und wählte die erste Piepernummer an, die er gespeichert hatte; hoffentlich hatte Dr. Yun Zeit für ein Essen.
Verfasst am: 29.12.2009, 14:06
Von: LgMn
An: MtHd
Betreff: Santo
Santo ist nun unser Angestellter. Er arbeitet sich gut ein. Ich hoffe sie sind nun zufrieden.
Ja, er war zufrieden als er die Nachricht las. Insgesamt entwickelte sich die gerammte Situation vorteilhaft.
Das war nicht immer so gewesen. Wie vor 5 Jahren alles begann, war alles eine Katastrophe. Das ungewöhnliche an der Seuche war, dass sie zuerst in einem Industriestaat auftrat. Sie verbreitete sich sehr schnell. Vor allem in Entwicklungsländern forderte sie viele Opfer, da sie dort wesentlich ineffizienter bei der Eindämmung waren. Nach 2 Jahren und über einer Milliarde Opfern waren endlich die Impfung und das Gegenmittel entwickelt worden und es konnte effektiv gegen Die Grippe vorgegangen werden. Doch es dauerte noch über ein halbes Jahr, bis die Anzahl der Infektionen zurückging. Bis heute waren somit ca. 1,6 Milliarden Menschen der Grippe Weltweit zum Opfer gefallen...
Aber inzwischen hatte sich vieles zum Besseren gewendet. Ja sie hatten gute Arbeit geleistet. Der Impfstoff war verbessert worden, Genauso wie die Behandlungsmethoden. Sie hatten es geschafft die Überlebenschance auf 70% zu steigern und die Anzahl der Neuinfektionen war auf eine annehmbare Größe geschrumpft. In den Industriestaaten gab es den Umständen entsprechen wenig Grippetote. Die 70%-Marke wurde durchschnittlich eingehalten. Allerdings war damit ein neues Problem aufgetreten an dessen Lösung er nun seit 3 Jahren arbeitete. Die Mutationen der Überlebenden. Irgendwie ironisch, dachte er sich, zuerst helfe ich bei der Entwicklung des Gegenmittels und nun bin ich verantwortlich für die Konsequenzen. Wir haben ja Mutationen erwartet, doch das Ergebnis war teilweise jenseits der Erwartungen.
Kapitel 1 Ende
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Re :D - gepostet von Scrato am Montag 14.02.2011
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