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Re: [Grossular Orehuf] Auf dem Dach von Loch Modan
Nonotonka - 19.08.2008, 23:27[Grossular Orehuf] Auf dem Dach von Loch Modan
Auf dem Dach von Loch Modan - Norintou aka Tonjashas Aufnahmeritus
Grossular
Nachdem er sorgfältig eine Tabakpfeife mit langem Mundstück ausgewählt und sie umständlich in Brand gesetzt hat, setzt sich Grossular heiter ächzend nieder, um in der imposanten Stammeschronik ein neues Kapitel aufzuschlagen, den Federkiel in das Tintenfass zu tauchen und zu schreiben.
Donerfels, am 14. Sommertage des Jahres 1 nach Stammesgründung
Dem jungen Norintou aka Tonjasha ist vor Tagen eine geheimnisvolle, kunstvolle, mit einem kleinen Zauber versiegelte Landkarte in die Hände gefallen, ein Umstand, welcher den Stamm sogleich in fieberhafte Erregung versetzt hat. Nach sorgfältiger Prüfung durch unseren Häuptling Kleinesbeben stellt sich heraus, dass es sich dabei nicht nur um eine der ältesten, umfassendsten Darstellungen der östlichen Königreiche handelt, die Karte beinhaltet auch eine recht detaillierte Beschreibung über den geheimen Aufstieg zum Gnomen-Flugplatz an der Vierländergrenze zwischen Loch Modan, Dun Algaz, Dun Morogh und dem Sumpfland.
Norintou aka Tonjasha hat grossen Verstand bewiesen, die Karte dem Ältestenrat vorzulegen und zur Belohnung ist entschieden worden, den jungen Anwärter unserem Aufnahmeritus zu unterziehen, an dessen Ende er, so die Erdenmutter will, in unserem Kreis willkommen geheissen sein wird. Als Prüfung ist ihm auferlegt worden, eine Expeditionsgruppe unseres Stammes (Aparejo, Felindra, Grossular, Kiwani, Kleinesbeben, Norintou, Tharanthos, Willbur) am 13. Sommertage mit eben dieser Karte nordwärts durch die östlichen Königreiche zu führen.
Es folgt der Bericht über die Erlebnisse dieser Gruppe und wie der geheime Flugplatz entdeckt worden ist.
Norintou
Schaut sich unschlüssig um
Aber,..... aber wir waren doch schon am 06.07.07 dort..
Wir sollen die ganzen Stapazen noch einmal in Angriff nehmen?
[verlorene Zeichnungen]
Grossular
Etwas geistesabwesend blickt Archivar Grossular von der Stammeschronik auf und legt den Federkiel beiseite.
"Ah!...Ja!" *hustet* "Ehrwürdiger Norintou, Ihr begeht einen Irrtum. Der 13. Sommertag ist nach taurischer Zeitrechnung der 13. Tag nach der Sonnenwende...einen Moment, Ihr erlaubt?" *kramt in seinen Unterlagen* "Ah!...Ja! Hier!...Oh! Mein Irrtum, die Expedition fand natürlich statt am 16. Sommertage, was dem 6. Sommertag nach Menschenkalender entspricht... *lacht* "Ihr seht, hier stehen zwei offenbar etwas verwirrte Tauren und keiner hat recht!"
Grossular murmelt noch etwas und vertieft sich wieder in die Stammeschronik.
Die Expedition beginnt im Herzen des uns wohlbekannten Brachlandes, in Wegekreuz, wo alle nochmal die Gelegenheit wahrnehmen, ihre Ausrüstung zu vervollständigen. Nach gemächlichem Gang hinüber nach Ratchet und einigen mehr oder weniger erfolglosen Angelversuchen, trägt uns das Linienschiff hinüber zur Beutebucht, berühmtes Piratennest und südlichster Punkt der östlichen Königreiche, wo wir aber nicht lange bleiben (Grossular verweilt ungewollt etwas länger am Rande des Steges über ein Fass gebeugt, was wohl seinem etwas empfindlichen Magen zuzuschreiben ist).
Bei gutem, aber schwülem Wetter folgen wir dem Strassenverlauf nach Norden durchs dampfende und fauchende Schlingendorntal. Ein junger und sichtlich unsicherer Elfenpriester namens Mog, der schon auf dem Linienschiff unser Mitreisender war, schliesst sich unserer Gruppe an, mit Handzeichen andeutend, dass er nach Norden wolle. Gern nehmen wir den einsamen Pilger in unserer Mitte auf und gewähren ihm sicheres Geleit durch den Dschungel. Die Hängebrücken pflegen wir einzeln und erst nach eingehender Prüfung zu überqueren, unsicher, ob sie einer solchen Herde gewachsen sind.
Bis auf ein paar Wildtiere und wütende Geologen der Venture-Company erreichen wir unangefochten die Grenze zum Düsterhain. Allianzgebiet.
Düsterhain, nach einer alten Chronik aus Sturmwind das "Land der Spinnenwesen", umhüllt uns im Halbdunkel und unsere Ohren nehmen fremdartige nächtliche Geräusche wahr, von schattenhaften Lebewesen gesandt. Norintou führt uns wohl überlegt südlich um die Menschensiedlung Dunkelhain herum, jeden Zusammenstoss mit den übernächtigten und daher reizbaren Behütern vermeidend. Welch trostloses Leben muss das hier sein, in diesem Halbdunkel zu vegetieren, bedroht von seltsamen Dämonen und Untoten. Welch innere Kraft verlangt es, nicht auch dem Wahnsinn zu verfallen, was offenbar einem ehemaligen Bürger von Dunkelhain namens Stalvan widerfahren ist, der nun als Untoter in seinem verfallenen Anwesen am Dorfrand vegetiert.
Wir beschleunigen unsere Schritte.
Ein erstes Zeugnis der grossartigen zwergischen Baukunst: die Grenzbrücke nach Seenhain, und kurz darauf noch imposanter: die breit ausladende Brücke am Ortseingang. Kunstvoll aufeinander geschichtete Steinquader, als breite Fahrbahn den See überspannend und so eine kleine Bucht abgrenzend. Man meint noch heute das Donnern und Beben starker Einheiten zu vernehmen, auf ihrem Weg nach Norden. Leider verhindert die starke Präsenz von Soldaten, das Meisterwerk näher zu betrachten und wir müssen den Weg durch den See wählen (was besonders Grossular ausserordentlich misshagt).
Die rote Erde, das milde Klima und die allerorts sitzenden Angler vermitteln den Eindruck von tiefstem, schläfrigem Frieden...zu Unrecht. Wie wir schnell erkennen, hat sich nördlich der kleinen Stadt eine bedeutende Ansammlung Schwarzfels-Orks zusammengerottet, welche immer wieder durch Überfälle auf Karawanen oder die Stadt selber einen hohen Blutzoll fordern. Mit den wenigen Spähern am Rande des Weges werden wir zwar schnell fertig, aber man kann die Sorgen der Leute verstehen.
Ryhinara, eine junge Taurendruidin, der wir im Schlingendorntal erstmals begegnet sind, schliesst sich der Expedition an. Ein paar heilende Hufe mehr, was uns später noch von grossem Nutzen sein wird...
Brandgeruch, Kriegstrommeln, Asche...die sengende Schlucht weht uns ihren kriegerischen Atem entgegen. Die jüngeren Krieger werden nervös und auch die Erfahrenen fassen ihre Schwerter und Äxte fester. Der mutige Elfenpriester, welcher sich bisher standhaft geweigert hat, die Expedition zu verlassen, schreitet kühn voran. Wir bangen um seine Sicherheit.
Geschmolzener Stein, lebendiges Feuer...der Tod greift mit seinen glühenden Fingern nach uns.
Drachkins des 54igsten Zirkels, Spezialtruppen!
Rasch und mit grosser Ruhe organisiert unser Stammeshäuptling Kleinesbeben eine Angriffsformation. Krieger, nahkampferprobte Druiden und Schamanen nach vorne, von Jägern dicht gefolgt, die heilenden Hufe in der Sicherheit der dritten Reihe.
Der Kampf dauert und ist hart, die Gegner verbeissen sich ineinander, ringen um den Sieg, während die Heiler alle Hufe voll zu tun haben.
Sieg!
Sogleich werden die Drachkins kunstvoll von Bruder Willbur gekürschnert.
Wir erholen uns kurz, setzen aber unseren Weg nach Norintous Anweisungen und auf das Drängen des Stammeshäuptlings hin kurz darauf fort. Die Gegend ist nicht sicher und der junge Elfenpriester Mog beschliesst, die Expedition zu verlassen und sich auf eigene Faust weiterzuhelfen. Unsere besten Wünsche begleiten ihn.
Kleiner Angriffe von Satyrn und Oger, die aber schnell und entschlossen zurückgeschlagen werden. Norintou zeichnet sich durch grosse Tapferkeit in vorderster Linie aus. Nun wird klar, wie zerrissen dieses Land vom Krieg ist und welche Narben sich darin auftun. Was dies allerdings für uns bedeuten könnte, wagen wir noch nicht zu vermuten...Hitze, Durst und Staub...
Nach hartem Lauf in verschärftem Tempo baut sich vor unseren Augen eine gewaltige steinerne Rampe auf. Viele von uns bleiben sprachlos stehen. Sie sehen zum erstenmal den Schwarzfels, Land der Dunkeleisenzwerge.
Ehrfürchtig und wie unwillkürlich leise betreten wir die Gänge und Hallen, betrachten mit Faszination die steinernen Runenverzierungen, Ornamente und Bögen, die gewaltige Kette des geschmolzenen Übergangs.
Unsere Augen ruhen noch an diesem faszinierenden Ort, die Gruppe ist weit auseinandergezogen...plötzlich: Waffenklirren, Schmerzensschreie! Eine Taurenstimme ruft: "Mörder!"
Wir werden angegriffen!
Ein Überraschungsangriff der Allianz reibt die Expedition auf. Häuptling Kleinesbeben gelingt es noch, einem Angreifer einen Uniformfetzen zu entreissen, dann senkt sich ein stilles Grau über die Gruppe.
Mit schwacher Kraft wieder ins Leben zurückgeholt werden wir sogleich zum zweiten Mal ausgelöscht. Erst nach der dritten Katastrophe gelingt es uns, sei es aus Glück oder aus nachlassendem Blutdurst der Angreifer, die Stätte der Schlacht und damit den Schwarzfels hinter uns zu lassen.
Mit donnernden Hufen reiten und retten wir uns über Hohlwege nach Kargath und in Sicherheit.
Abgekämpft und durstig geniessen wir die einfachen Annehmlichkeiten des Hordepostens und erholen uns für die weitere Reise durch Ödland. Erst jetzt finden wir Zeit, den Rüstungsfetzen einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Es gibt keinen Zweifel: die Angreifer stammten alle von der Gilde "Echo von Lordaeron", darin Dranei, Menschen und Zwerge...
"Der Imbiss herzhaft und würzig das Bier,
die Wunde schmerzhaft, doch der Tauren bleibt hier!"
Jemand zitiert lachend diesen Spruch (geschrieben auf einen verrussten Balken im ehemaligen Wirtshaus von Brackenwall) in die Runde, während sich die Expedition wohlbehütet in Kargath von den Strapazen der vergangenen Stunden erholt. Ryhinara beschliesst, in Kargath zu rasten und wird mit den besten Wünschen versehen verabschiedet.
Rasch öffnet sich auf unserem Ritt nach Osten die Illusionsebene des Ödlandes, welche wir aber nur nördlich streifen, da Norintou den direkten Weg nach Loch Modan wählt, einen Hufschlag entfernt von mehreren widerlichen zwergischen Grabungsstätten, welche sich wie nie heilende Narben in die Erde eintiefen.
Ein seltsamer Anblick muss es für jeden am Ufer von Thelsamar harrenden Angler sein, als unsere Gruppe, auf dem Wasser schwebend, den Loch Modan quert. Schamanenzauber macht dies möglich (nur Grossular legt den ersten Teil schwimmend zurück und stösst dabei leise Flüche aus*, da der Zauber bei ihm nicht sofort angeschlagen hat). Mit grossem Missbehagen betrachten wir den grossen Steindamm, welcher den Modan zu einem grossen See aufstaut. Sein Zweck erschliesst sich uns nicht. Das Wasser sollte nicht eingesperrt werden, da es frei ist, wie der Wind!
Später wagen wir den Aufstieg in die Berge (der genaue Ort sei hier nicht verraten, Norintous Karte bleibt im verschlossenen Teil unseres Archivs).
* Wieso schwimmen? Die Erdenmutter hat mich mit Hufen versehen und nicht mit Flossen! Bin ich etwa ein Fisch? Verflucht, schon wieder Wasser geschl...*hust* etc.
Puh! Es wird kalt! Die Rucksackriemen und Lederrüstungen, steif und mit winzigen Eiskristallen bedeckt, würden brüchig, hätten nicht ein paar von uns hochwertiges Windkreischer-Fett dabei, welches unser Lederzeug geschmeidig hält. Die Träger von schweren Metallrüstungen sind hier nicht zu beneiden und mehr als einmal verziehen die Krieger den Mund, wenn sie sich die kalten Sachen wieder überziehen müssen, nachdem sie sie abgelegt haben.
Fasziniert betasten, beschnüffeln, befühlen, belecken einige von uns, die wir gefrorenes Wasser nicht gewohnt, sind das eisige Weiss.
Welch Wohltat sind da Tharanthos' Totems der Verbrennung, ansonsten gefürchtete Waffen, jetzt aber begehrte Wärmequellen, um die sich alle eifrig scharen. Und noch immer steigt der Berg an.
Wir wandern über gleissende Firnflächen, eingerahmt von gezackten Bergkämmen, nach Norden öffnen sich wahre Abgründe in denen sich Eis und geschmolzener Schnee als tosende Sturzbäche ins Sumpfland ergiessen.
Unter einem Vollmond, so rund und schön wie ein Loch in einem Alterac-Lochkäse, erreichen wir schliesslich den Rand eines langgezogenen Talkessels, in welchem wir von weitem an die Berghänge geschmiegte Festungsanlagen und ein streng geometrisch angelegtes Gewirr von Strassen erkennen. Seltsame Geräte stehen bereit mit Flügeln wie Sturzgeier, aber viel grösser, dafür weniger abgerundet und uns etwas "hölzern" erscheinend. Die Gegend wird streng bewacht durch Spezialtruppen aus Eisenschmiede und einer grossen Anzahl Gebirgsjäger, teils beritten, teils zu Fuss.
Wir beschliessen, in sicherem Abstand zu den Wachen ein kleines Nachtlager einzurichten und legen uns bald darauf, unter dem friedlichen Widerkäuen unserer bereits dösenden Kodos, nieder zur Nachtruhe.
Grossular Orehuf
Jäger und Archivar vom Stamm der Sturmhufe
Willbur
Eintrag zur Stammeschronik
Es sei hiermit für alle Sturmhufe bestätigt und besiegelt, dass unser Bruder Norintou ob seiner großen Verdienste um den Stamm im Rahmen der Leitung unserer bisher längsten und gefährlichsten Wanderung fortan mit den Ehren eines vollwertigen Stammeskriegers ausgestattet ist. In einer feierlichen Zeremonie am Ufer des Schlingendorntales wurden in unserem uralten Stammesritual die Ahnen herbeigerufen und die Geister der 4 Elemente beschworen - zum Wohle des weiteren Weges unseres neuen Stammeskriegers Norintou. Es wurden ihm die Stammesfarben überreicht welche er nun mit Stolz tragen wird.
Willbur Sturmhuf
Mitglied des Ältestenrates
Re: [Grossular Orehuf] Auf dem Dach von Loch Modan
Nonotonka - 19.08.2008, 23:27
Diverse Zeichnungen gingen verloren.
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