Erinnerungen

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    Re: Erinnerungen

    Neire - 27.01.2006, 01:58

    Erinnerungen
    Neire... Neire la maire

    Der Name hatte in ihren Ohren geklungen, als sie wieder das Licht Tirisfals erblickte. Viele Erinnerungen waren ihr geblieben, aber so wichtige wie der Name... war es ihrer?

    Die letzte Erinnerung war ein Buch. Sie hatte gelesen wie so oft - abwesend. Das Buch hatte von dem Wesen des Kults der Verdammten gehandelt, offenbar mochte der Autor den Kult jedoch nicht und hatte sie alle zur Hölle gewünscht, insbesondere ihren greisen Führer Kel’Thuzad. Sie erinnerte sich noch, wie sie darüber geschmunzelt hatte und im Stillen den Kult bewundert hatte für seinen Einfluß, seinen schnellen Gewinn an Macht.

    Ihre Mentorin hatte solche Bücher nicht gemocht und versucht sie davon fernzuhalten, aber davon ließ sie sich nicht abbringen. Verflucht… wenn sie nur wüßte welcher Schule sie angehört hatte, war es die von Dalaran gewesen? Nun zumindest hatte sie sich dort nicht sehr heimisch gefühlt und nur gerne dort die Zeit verbracht um an außergewöhnliche Lesematerialien zu gelangen. Man hatte ihren Scharfsinn für die Magie sehr geschätzt, mehrere Male war sie öffentlich gelobt worden, bis man erkannte, daß ihr Interesse woanders lag und sie mehr und mehr ausgegrenzt wurde.

    Die Brennende Legion hatte es ihr angetan, alles was an Informationen dazu in ihre Finger kam wurde verschlungen. Dämonische Mächte, Portale in andere Welten, Flüche auf Lebenszeit, Zerstörung alles dessen was am Aufstieg hindert. Das klang nach wahrer Macht, zumindest wesentlich mehr als die arkanen Possenspiele ihrer Mitstudenten. Im Laufe der Jahre hatte sie sich mehr und mehr abgeschottet von den anderen, eine Einsamkeit kultiviert, die nur geduldet wurde, weil ihre Intelligenz der Schule sehr von Nutzen war und das Nötigste um weiter die Bibliotheken zu betreten tat sie, wenn auch oft widerwillig.

    Insgeheim hielt man sie jedoch für verrückt, man hatte sie oft mit sich selbst sprechen hören und ihre Kammer war teuflisch eingerichtet, hier ein Pentagon auf den Boden gemalt, dort ein ausgestopfter Teufelskopf an der Wand (den hatte sie selbst präpariert). Das hatte sie erst mit der Zeit gewagt, als sie merkte, daß man sie kaum der Schule verweisen würde deswegen und die Atmosphäre half ihr beim Studium der Hexenkunst.

    Die Erinnerung an die Zeit vor der Magierschule war schwach… Ihre Eltern hatte sie nie gekannt, aufgewachsen war sie in einem Waisenhaus, still, verschwiegen und unfähig Freundschaften einzugehen, wurde sie mit der Zeit auch von den Pflegern merkwürdig angeschaut und man war froh, daß man ihr Interesse für Magie wecken konnte und sie an die Schule los wurde.



    Re: Erinnerungen

    Neire - 28.01.2006, 08:17


    Gehaßt hatte sie es, all diesen kaputten Menschen beim täglichen Gejammer zuzuhören wie schlecht doch die Welt sei, daß man vergessen müsse und ähnliches. Da war sie auch froh gewesen, in einer anderen Umgebung etwas über arkane und elementare Mächte zu lernen.


    Diese Zeit war aber nun offensichtlich vorbei, sie lebte nicht mehr, in dem Sinne, daß ihr Körper aus einem komplexen System von Organen bestand, die zusammenarbeiteten und ihr dieses Leben gaben. Alles an ihr war verrottet gewesen als sie aus der Gruft des Orts Totenglocke gestiegen war - Haut, Knochen, einfach jeder Körperteil - und ihre Sinne, ihre Wahrnehmung waren praktisch nicht mehr vorhanden. Eine unbestimmte Kraft hielt sie am Leben, die ihre Augen zum Leuchten brachten – später erfuhr sie mehr darüber, als sie das erste Mal die Unterstadt betrat, das einstige Lordaeron. Nur Haß steckte in diesem Moment in ihr, den sie in einem Schrei, den ganz Totenglocke hören mußte, entlud.
    Erschreckte wurde sie von einer Magierin angestarrt die kurz vor ihr erwacht war, wie schwächlich diese aussah! (Gut, daß in diesem Moment kein Spiegel zugegen war, in dem sie sich selbst anblicken konnte)

    Etwas stärker schauten die sie umgebenden Untoten aus, die ihr erklärten, daß sie nun eine von ihnen war. Ein kurzer Blick an ihr herunter ließ in der Hinsicht keine Zweifel aufkommen und ein Schmunzeln glitt in jenem Moment über ihre Lippen. Der Totengräber, der sie aus der Gruft kommen sah wies ihr den Weg zu einem Lehrer, der schnell erkannte welcher Art ihre Interessen waren und ihr einen Dämon zuwies. Belustigt starrte sie auf den kleinen Wichtel der so leicht zu beschwören war und erinnerte sich plötzlich wieder an die vielen Bücher über Damönologie die sie gelesen hatte. Ihr langsam wieder aufkeimendes Wissen und die Anweisungen des Hexerlehrers halfen ihr genug Macht aufzubauen um die dümmlichen Bediensteten der Geißel in Tirisfal zurückzuschlagen und die Fanatiker des Scharlachroten Kreuzzugs in ihre Schranken zu weisen.

    Die folgende Zeit läßt sich kurz zusammenfassen… Neire – der Name gefiel ihr immer mehr, zumal er der einzigste war, an denen sie sich im Zusammenhang mit sich selbst erinnern konnte – wurde in die Unterstadt gerufen wo sie Sylvanas persönlich gegenübertrat und ihr unmißverständlich klar gemacht wurde, daß sie zu den Verlassenen gehörte, die der Banshee unterstanden. Sie sammelte Erfahrung im Silberwald, lernte andere Gegenden kennen, betrat das ferne Kalimdor und traf dort das erste Mal mit lebenden Mitgliedern der „Horde“ zusammen wie sie genannt wurde, die Gemeinschaft, der die vier Völker der Verlassenen, Tauren, Orcs und Trolle angehörten um der Allianz der Gutmenschen Paroli zu bieten. Sie entdeckte ihr Interesse an Flüchen zur Vernichtung ihrer Feinde auf den Schlachtfeldern der Horde und schaffte sich dort einen Ruf. Mit Bedauern bemerkte sie jedoch, daß viele der Verlassenen ähnlich intelligent waren wie die Feinde der Geißel und wie schon zu Lebzeiten schotte sie sich nur zu gerne ab und ging ihre eigenen Wege.



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    ACHTUNG! - gepostet von Fedaykin am Donnerstag 11.05.2006



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