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Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 03.02.2006, 21:03Songtexte und Interpretationen
Ein Lied von Depeche Mode.
Über den Text muss man erstmal nachdenken (oder nicht?)
Johannes der Offenbarer
Johannes der Offenbarer
Steckt ihn in einen Fahrstuhl
Bringt ihn zu den höchsten Höhen
Bringt ihn zum Gipfel wo die Berge enden
Soll er doch dort seine Lügen verbreiten.
Johannes der Offenbarer
Er ist so ein glatter Anführer
Es wird Zeit, ihn zurecht zu stutzen
Nimm ihn an der Hand
Stellen wir ihn vor Gericht
Und hören uns seine Ausreden an
Dadurch, dass er Gott als seinen einzigen Maßstab ansieht
Stiehlt er den Israeliten einen Gott
Und auch dem Muslim
Es gibt nur einen alldurchdringenden Gott
Sieben Lügen, mal sieben und noch einmal mal sieben
Sieben Engel mit sieben Posaunen
Schick sie zurück an den Anfang ihres Weges
Nun, wer ruft dort?
Johannes der Offenbarer
Alles was er uns jemals gebracht hat ist Schmerz
Nun, wer ruft dort?
Johannes der Offenbarer
Er sollte beschämt seinen Kopf senken
Nach und nach
Nach und nach
Nach und nach
Nach und nach
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 03.02.2006, 21:39
In der Tat...darüber müsste ich erst mal nachdenken ;-)
Kann man denn sicher sein, dass die Übersetzung korrekt ist? Da können leichte Fehler einen völlig anderen Sinn ergeben.
Gestern war zufällig ein Parade-Beispiel im Radio...was schon eine falsche Betonung anrichten kann. Der Nachrichtensprecher sollte sicher folgendes sagen:
"Proteste gegen Mohammed-Karikaturen werden immer heftiger."
Aber er sagte:
"Proteste gegen Mohammed!...Karikaturen werden immer heftiger!"
2 mal derselbe Satz...aber mit völlig anderer Bedeutung ;-)
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 03.02.2006, 21:44
gehen wir davon aus die übersetzung ist korrekt, wovon ich ausgehe,
was dann????
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 03.02.2006, 23:05
Dann muss ich erst mal nachdenken (LOL)
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 04.02.2006, 15:11
Nee...auch mit Nachdenken komme ich nicht weiter...
Man bräuchte mehr Hintergrundinformationen. DM scheinen ja wohl des öfteren "religiöse" Themen zu haben, oder? Oder eigentlich eher "christliche". Sind sie "Christen"? Oder eher das "Gegenteil"? Wollen sie mit ihren Texten etwas "anprangern"? Oder eher etwas "verherrlichen"? Oder wie, oder was? ;-)
"Johannes der Offenbarer "
Welcher Johannes? Der aus der Bibel? Oder gar der Papst?
"Steckt ihn in einen Fahrstuhl
Bringt ihn zu den höchsten Höhen
Bringt ihn zum Gipfel wo die Berge enden
Soll er doch dort seine Lügen verbreiten. "
Selbe Frage wie oben...wer? Und welche Lügen?
"Er ist so ein glatter Anführer "
Deutet eher auf den Papst, oder? Der aus der Bibel war kein Anführer...
"Es wird Zeit, ihn zurecht zu stutzen "
Noch mal...wen? Den Papst?
"Stellen wir ihn vor Gericht "
Symbolisch? Oder 'wirklich'? Ich bin verwirrt...
"Und hören uns seine Ausreden an "
Ausreden...wofür???
"Dadurch, dass er Gott als seinen einzigen Maßstab ansieht
Stiehlt er den Israeliten einen Gott
Und auch dem Muslim "
Klingt wie ein Vorwurf: Er stiehlt den Menschen Gott.
"Es gibt nur einen alldurchdringenden Gott "
Aber dann macht er ja doch alles richtig, dass er die "verschiedenen" Götter stiehlt, da es ja nur einen gibt. Klingt widersprüchlich für mich...
"Sieben Lügen, mal sieben und noch einmal mal sieben "
Welche Lügen?
"Schick sie zurück an den Anfang ihres Weges "
Wen zurückschicken? An welchen Anfang?
"Nun, wer ruft dort?
Johannes der Offenbarer "
Nee...ich kapier's nicht. Ihr??? ;-)
Re: Songtexte und Interpretationen
Ändy - 04.02.2006, 16:57Johannes?
Johannes war doch der "Täufer"Moses ging doch auf denn Berg und zerschlug die Tafeln mit denn 10 Geboten...sehr konfus,der Text.....
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 17:26
Die Texte von Depeche Mode handeln zumeist von den drei großen Themen Liebe, Sex und Religion, die in all ihren Facetten und Schattierungen beleuchtet werden.
Auch wenn die Texte zuweilen sehr düster und pessimistisch erscheinen, enthalten sie doch stets auch ein optimistisches Element.
dass es der papst sein könnte, darauf bin ich nicht gekommen.
das wäre aber sehr gut möglich!
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 17:41
fans diskutieren auch über den song:
Wie schon geschrieben, handelt es sich hier um Johannes, den Offenbarer der z.B. in der Bibel die Apokalypse (Offenbarung des Johannes; letztes Buch in der Bibel) beschrieben hat. Er ist eine ziemlich umstrittene Person. So wird seine Schrift z.B. von der syrisch-orthodoxen Kirche nicht anerkannt. Grund dafür ist die Annahme, dass Johannes, der Offenbarer nicht die gleiche Person ist wie der Johannes, der das Evangelium geschrieben hat.
Soviel zur Erklärung; zum Song:
Ich hatte meine Probleme, nachdem ich den Song das erste Mal gehört habe. Er gefiel mir erst richtig klasse nach einigen Genüssen der CD. Ähnlich ging es mir mit APTIUT; daher vermute ich, dass es nicht der Hit wird, es sei denn er wird oft gespielt, so dass die Leute Gefallen daran finden (subjektive Meinung). Lilian hat bei mir schon nach dem ersten Mal funktioniert. Dass Nothing’s Impossible nicht kommt, war klar. Meiner Meinung nach ein zweites “Halo”; der massentauglichste Song des Albums (immer bei dem Song sagen mir Nicht-DM-Fans: “Klasse Song!”). Suffer Well wird meiner Meinung nach als Single erfolgreicher als APTIUT, da der Song in meiner Umgebung auch gut ankam.
Wie immer: Alles subjektiv (also man kann nicht widersprechen, nur anderer Meinung sein).
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 04.02.2006, 17:59
Neeeee...der Täufer war's auf keinen Fall (und auch der war kein Anführer).
Wenn überhaupt...dann der 'Offenbarer' ;-) D.h., der Johannes, der die Offenbarung geschrieben hat. Das hilft aber auch nicht weiter...
Und Moses ging nicht auf den Berg...sondern kam vom Berg runter, und zerschlug die Tafeln. Aber Moses hat mit diesem DM-Text überhaupt nix zu tun. Das verwirrt jetzt nur, und lenkt ab.
Der Papst "Johannes" bleibt als einzige wahrscheinliche Person übrig. Wobei die Frage wäre, ob ein "bestimmter" Johannes gemeint ist...oder ob er stellvertetend für alle Päpste steht...oder sogar für alle religiösen Führer...oder gar für alle Religionen!?
Keine Ahnung...
Der Text lässt viel Raum für eigene Interpretationen.
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 18:07
hab ich bei NTV gefunden:
Bei "John The Revelator" wird wie in einem Gottesdienst "John I-V", eingeblendet. "According to: Dave" tickert es weiter - man hört also das Johannes-Evangelium nach Gahan. Alle fünf Strophen des Lieds werden gesungen, die Gemeinde ist deutlich zu hören und auf einigen alten Tour-T-Shirts steht zu lesen, wann Depeche Mode mit "Music For The Masses" Ende der 80er Jahre - übrigens auch in Leipzig und Ostberlin - unterwegs waren.
Depeche Mode mögen ihren Erfolg den Massen verdanken, die ihre Alben und Eintrittskarten überall in der Welt kaufen. Auf der Bühne zelebriert die Band, die einst "Blasphemous Rumours" ("Gotteslästerliche Gerüchte") in die Welt setzte, eine Art Messe - im Englischen steht "Mass" auch dafür. Und sie hat Lieder dafür, denn deren Texte eignen sich zum Aufsagen wie Mitsingen. Die Textsicherheit des Publikums in Dresden ist frappierend, und dieses spezielle Arena-Phänomen gibt es nun schon seit 1988.
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 04.02.2006, 18:14
Ahhhh...wir haben mal wieder zuviel reininterpretiert...hier kommt die Erklärung:
"Wir haben es überlebt"
25 Jahre Depeche Mode: Ein Gespräch mit Martin L. Gore über die Vorteile von Privatjets, Größenwahn und die Drogenprobleme seines Bandkollegen Dave Gahan
Er ist der Mann mit dem seltsamen Haarschnitt. Für seine Band Depeche Mode schreibt Martin L. Gore, 45, seit einem viertel Jahrhundert die Songs - mit enormem Erfolg. Regelmäßige Tourneen durch ausverkaufte Stadien hinterließen aber auch Scharten: Drogen, Depressionen und Entfremdung brachten die Band an den Rand eines Zusammenbruchs, Sänger Dave Gahan versuchte gar, sich das Leben zu nehmen.
Martin L. Gore sitzt wie verloren auf einem Leder-Chrom-Sofa in der gigantischen Präsidenten-Suite eines Berliner Luxus-Hotels. Der Raum ist abgedunkelt, Gore trägt Schwarz, selbst seine Fingernägel sind schwarz lackiert, vor ihm ein Glas Ginger Ale.
Welt am Sonntag: Mr. Gore, seit es Depeche Mode gibt, schreiben Sie Ihrem Sänger Dave Gahan Songs auf den geschundenen Leib. Versuchen Sie sich in ihn hineinzuversetzen - oder ist er Ihr Medium?
Martin L. Gore: Diese Frage wird mir in jedem Interview gestellt.
Anders gefragt: Je tiefer Ihr Sänger Dave Gahan sich in den neunziger Jahren in den Mahlstrom seiner Drogensucht drehte, desto eindringlicher sang er von biblischen Erlösungsszenarien. Die Songtexte haben Sie geschrieben.
Gore: Ich habe nie versucht, mich in das Innenleben unseres Sängers hineinzuversetzen. Ich möchte anmerken, daß möglicherweise selbst Dave nicht in der Lage ist zu erklären, was in ihm so vorgeht. Ich auf alle Fälle habe ihn nie begriffen. Nie.
Beziehen Sie sich deshalb auf die Bibel, wenn Sie Gahan einen Song wie "The Sinner In Me" ("Der Sünder in mir") oder "John The Revelator" ("Johannes der Offenbarer") singen lassen?
Gore: Ich würde sagen: Dave ist in der Lage, sich mit der ganzen Leidenschaft seiner Seele in meine Textvorlagen hineinfallen zu lassen. Und "John The Revelator" ist eine Respektsgeste gegenüber dem Blues-Sänger Son House, von dem ich eine Schellack-Single besitze, auf der er einen gleichnamigen Song singt. Die stammt aus den dreißiger Jahren, vielleicht ist sie sogar noch älter.
Ihr neues Album trägt den Titel "Playing The Angel" - ist das auch eine gottesfürchtige Pose?
Gore: Ehrlich gesagt, entstammt diese Redewendung aus der Terminologie des Pokerspiels. Man könnte also sagen, daß es sich bei dem Titel um ein ambivalentes Wortspiel handelt.
Sie spielen Poker?
Gore: Ich mag die Psychologie des Spiels, aber ich spiele nicht. Schreiben Sie bloß nicht, ich würde Poker spielen.
Ihr Kollege Dave Gahan hat einmal gesagt: "Alles, was Depeche Mode auch tun, wird früher oder später zum Mythos."
Gore: Interessanter Aspekt. Vielleicht ist es tatsächlich so, daß ich unbewußt in den großen Geschichten Amerikas und der Bibel wildere, weil die Reaktion unseres Publikums auf uns stets über die Maßen gewesen ist? Ich würde also sagen, Dave hat absolut recht: Unsere Band ist größer als die Summe ihrer Individuen.
Wie messen Sie das Gewicht der einzelnen Mitglieder?
Gore: Vor zwei Jahren haben Dave und ich fast zeitgleich Soloalben veröffentlicht. Beide haben sich ganz gut verkauft. Doch weder er noch ich haben auch nur annährend die Dimension des Erfolgs erlebt, wie er uns seit 25 Jahren gemeinsam vergönnt ist.
Depeche Mode galten trotzdem lange Zeit als zerstritten. Tatsächlich hat sich Ihre Fangemeinde fast ein Jahrzehnt lang gefragt, ob ihre Mitglieder überhaupt noch miteinander reden.
Gore: Sie sprechen von Zeiten, in denen das so gewesen sein mag. Meinen Sie die Zeit, als Dave manchmal während der Aufnahmen für Tage verschwunden ist?
... weil er heroinsüchtig war.
Gore: Ja, das waren Zeiten. Aber das ist Vergangenheit.
Dave Gahan ist 1996 fast gestorben, als er einen Speedball - eine gefährliche Mischung aus Heroin, Crack und Kokain - konsumierte.
Gore: Gut. Aber Sie können nicht leugnen, daß die Alben, die genau in diesem Zeitabschnitt entstanden sind - "Songs Of Faith And Devotion" und "Ultra" -, zu unseren besten gehören. Ich gebe allerdings zu, daß sie nicht unter den besten Rahmenbedingungen entstanden sind. Dave zumindest ist durch die Hölle gegangen. Natürlich ist es gefährlich zu behaupten, daß harte Drogen und Alkohol kreativitätsfördernd sein können. Aber aus heutiger Sicht kann ich sagen: Wir haben es - was immer "es" im einzelnen gewesen sein mag - überlebt. Wir haben Musikgeschichte geschrieben. Manchmal ist es hilfreich, Spannung um sich herum zu haben, um zu Höchstform aufzulaufen.
Bereits 1993 mußten Sie ein Konzert in New Orleans abbrechen, weil Ihr Sänger auf der Bühne schlicht kollabierte.
Gore: Das war wirklich nicht das erste und auch nicht das letzte Mal, daß wir dachten: Nun ist es vorbei. Keiner von uns wußte damals, ob es mit der Band weitergehen würde. Endlos zog sich das damals hin, acht, neun Monate. Dann schrieb ich wie von selbst ein paar Songs, und wir beschlossen, einen neuen Anlauf zu wagen. Das war das Album "Ultra". Die Aufnahmen waren der reine Horror. Dave war so krank, daß er in sechs Wochen nur einen einzigen Song hat einsingen können.
Es gab ja auch Schokoladenseiten: Sie haben Depeche Mode mit einer Outlaw-Gang verglichen, wie man sie aus Western kennt: die in Städte einmarschiert, weiterzieht und im Laufe des Films dezimiert wird.
Gore: Wenn man als Band in einer Stadt eintrifft und beispielsweise in einem ausverkauften Fußballstadion spielt, dann ist man für eine Nacht der König der Stadt. Alles wird dann für einen arrangiert. Partys, Überschwang, freie Auswahl. Und am nächsten Tag, in der nächsten Stadt, ist es erneut so. Und am übernächsten wieder.
Es heißt, Sie hätten während der 93er-Tour über 120 Angestellte gehabt, darunter einen Psychiater - und einen eigenen Drogendealer.
Gore: Wir waren in jeder Hinsicht größenwahnsinnig. Wir hatten allein 14 Videoleinwände dabei, für die wir Dutzende von Trucks gebraucht haben. Ich weiß noch genau, daß wir bereits ein volles Jahr unterwegs waren, als mir unser Manager mitteilte: "Martin, heute ist der Tag, an dem wir die Unkosten drin haben. Von jetzt an scheffeln wir Geld." Und ich dachte nur: Jetzt erst? Wieso hast du uns das nicht früher gesagt? Vielleicht hätten wir weniger als 14 Videowände mitgenommen.
Handelt es sich um eine natürliche Entwicklung, daß eine erfolgreiche Band mit der Zeit immer größer und größer zu werden hat?
Gore: Heute würde ich sagen: nein. Und trotzdem würde ich auf den Luxus nicht mehr verzichten wollen, an den wir uns mittlerweile gewöhnt haben, wenn wir unterwegs sind. Ein eigenes Flugzeug zu haben ist etwa unerläßlich. Keiner von uns würde mehr einer zwölfmonatigen Tournee zustimmen, wenn wir im Bus reisen müßten.
Jetzt gehen Sie wieder auf Tournee. Haben Sie denn aus Ihrem Größenwahn gelernt?
Gore: Ich hoffe. Unser Mann fürs Image, Anton Corbijn, hat uns überzeugen können, daß wir dieses Mal lieber unsere eigene Live-Performance statt eigens gedrehte Filme auf die Videoleinwände projizieren sollten, um das Konzerterlebnis zu verstärken.
Anton Corbijn arbeitet seit 19 Jahren nicht nur für Depeche Mode, sondern auch für U2. Stehen Bands dieser Größenordnung eigentlich in einem natürlichen sportlichen Wettstreit miteinander?
Gore: Wie meinen Sie das?
Versuchen Sie größere Arenen auszuverkaufen? Größere Privatjets zu leasen?
Gore: Ich habe weder U2 noch jemand anderen jemals als Konkurrenz empfunden. Ich nehme es auch nicht ernst, wenn ich einen Artikel über U2 lese, in dem geschrieben steht, daß sie die größte Band der Welt wären. Ich lege dann einfach die Zeitung weg.
-"Playing the Angel" von Depeche Mode erscheint am 14. Oktober (EMI). Ab Januar sind sie auf Europatournee, ihre 14 Deutschlandkonzerte sind bereits ausverkauft. Das Gespräch führte Max Dax
Artikel erschienen am 2. Oktober 2005
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 18:22
Gutes Interview.
Ok es ist ein Tribute.
Das schliesst aber nicht aus dass damit etwas gemeint ist.
Ich habe das nun auch gefunden. Fans von DM haben den alten Song gehört.
Musikalisch hat er nichts mit ihm gemein und auch textlich gar nicht.
Beim Text hat sich Martin G. bestimmt etwas eigenes dabei gedacht.
Nur was genau werden wir nie erfahren!
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 18:44
Son House
Tell me who's that writin', John the Revelator
Tell me who's that writin', John the Revelator
Who's that writin', John the Revelator wrote the book of the seven seals
Now God walked down in the cool of the day, and called Adam by his name
But he refused to answer, 'cause he was naked and ashamed
So, tell me who's that writin', John the Revelator
Tell me who's that writin', John the Revelator
Who's that writin', John the Revelator wrote the book of the seven seals
Now Christ had 12 apostles, and three he laid away
He said "Watch for me one hour, while I go yonder and pray"
And tell me who's that writin', John the Revelator
Tell me who's that writin', John the Revelator
Who's that writin', John the Revelator wrote the book of the seven seals
Mary Margaret they were there, and they heard every word he said
Said "Go tell my disciples, I said meet me in Galilee"
And tell me who's that writin', John the Revelator
Tell me who's that writin', John the Revelator
Who's that writin', John the Revelator wrote the book of the seven seals
Who's that writin', John the Revelator
Tell me who's that writin', John the Revelator
Who's that writin', John the Revelator wrote the book of the seven seals
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 04.02.2006, 18:55
Ok, stimmt...du hast recht.
Im Interview habe ich mal wieder einige "Zep-Parallelen entdeckt ;-)
"Alles, was Depeche Mode auch tun, wird früher oder später zum Mythos."
Unsere Band ist größer als die Summe ihrer Individuen.
Vor zwei Jahren haben Dave und ich fast zeitgleich Soloalben veröffentlicht. Beide haben sich ganz gut verkauft. Doch weder er noch ich haben auch nur annährend die Dimension des Erfolgs erlebt, wie er uns seit 25 Jahren gemeinsam vergönnt ist.
Wir haben Musikgeschichte geschrieben.
Wenn man als Band in einer Stadt eintrifft und beispielsweise in einem ausverkauften Fußballstadion spielt, dann ist man für eine Nacht der König der Stadt. Alles wird dann für einen arrangiert. Partys, Überschwang, freie Auswahl. Und am nächsten Tag, in der nächsten Stadt, ist es erneut so. Und am übernächsten wieder.
über 120 Angestellte gehabt, darunter ... einen eigenen Drogendealer.
Wir waren in jeder Hinsicht größenwahnsinnig.
Dutzende von Trucks gebraucht
Ein eigenes Flugzeug zu haben ist etwa unerläßlich. Keiner von uns würde mehr einer zwölfmonatigen Tournee zustimmen, wenn wir im Bus reisen müßten.
Ich habe weder XY noch jemand anderen jemals als Konkurrenz empfunden. Ich nehme es auch nicht ernst, wenn ich einen Artikel über XY lese, in dem geschrieben steht, daß sie die größte Band der Welt wären. Ich lege dann einfach die Zeitung weg.
Das hätte ich auch als Zep-Interview akzeptiert ;-)
Aber nicht, dass ich denke, sie hätten das "abgekupfert"...sondern sie erleb(t)en einfach ähnliche Dinge...
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 04.02.2006, 20:16
Zep hatten einen Droegendealer dabei?
WAAASS???
Martin Gore wird mir immer symphatischer!
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 04.02.2006, 21:18
'Eigenen Drogendealer' klingt jetzt etwas platt ;-) Man könnte das etwas diplomatischer und detaillierter formulieren...aber am Ende läufts auf dasselbe hinaus (LOL)
Warum wird Gore dir sympathischer? Weil die auch einen Drogendealer hatten? ;-) Ich vermute, nein...oder? Der Zusammenhang ist mir nicht klar geworden...
Ist das hier jetzt eine Rubrik, wo man verschiedene Songtexte und Interpretationen vorstellen kann? Oder soll es hier ausschliesslich um diesen DM-Titel gehen?
Ich würde nämlich gerne mal diesen Text vorschlagen, und besprechen (ist aber leider in englisch...in Deutsch habe ich ihn nicht gefunden)
LITTLE BY LITTLE
Robert Plant
Little by little
My heart grieves
Little by little
I call your name
Little by little
My tears flow
Little by little
Everything changes
Little by little
The time goes
Little by little
The days pass by
Little by little
The air clears
Little by little
I can breathe again
I can breathe again
I can breathe again
I can breathe again
Back at the mirror
Your good friend
Talk to the mirror
Play out the game
Stop in the middle,
I stop then
Look at the winner
And the price you pay
Cold was the winter
I trembled
Long was the fall
That had no end
Now little by little
The air clears
Little by little I can breathe
I can breathe again
I can breathe again
I can breathe again
Call your name
Call your name
Call your name
Call your name
Everything changes
Everything changes
I call your name oh
I can breathe again
I can breathe again
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 05.02.2006, 16:26
doch nicht deswegen! Mir wird er symphatisch weil er gute Sachen sagt.
Und auch so, wenn man ihn reden sieht. Ist ein guter Typ!
ich hab die ganze zeit gesucht ob man robert oder zep lieder auf deutsch irgendwo übersetzt findet.
aber nix gefunden.
aber das muss es doch geben!
Re: Songtexte und Interpretationen
Freddiebear - 17.07.2006, 16:40
Wenn man keine Übersetzung findet, muss man eben selber ran. :)
Ich mach das mal für euch...
Nach und nach
Nach und nach
Ist mein Herz bekümmert (oder so)
Nach und nach
Rufe ich deinen Namen
Nach und nach
Fließen meine Tränen
Nach und nach
Ändert sich alles
Nach und nach
Vergeht die Zeit
Nach und nach
Vergehen die Tage
Nach und nach
Wird die Luft rein
Nach und nach
Kann ich wieder atmen
Kann ich wieder atmen
.
.
.
Zurück am Spiegel
Dein guter Freund
Sprich mit dem Spiegel
Spiele das Spiel (Ich weiß nicht, wie ich "play out" übersetzen soll, im Wörterbuch steht nur "played out" als "erschöpft, ausgelaugt...)
Höre in der Mitte auf
Ich höre dann auf
Seh dir den Gewinner an
Und den Preis, den zu zahlst
Kalt war der Winter
Ich zitterte
Lang war der Herbst
Der kein Ende hatte
Jetzt, nach und nach
Wird die Luft rein
Nach und nach kann ich atmen
Ich kann wieder atmen
Rufe deinen Namen
Rufe deinen Namen
Rufe deinen Namen
Rufe deinen Namen
Alles ändert sich
Alles ändert sich
Ich rufe deinen Namen
Ich kann wieder atmen
Der Text sagt mir allerdings nichts... Vielleicht hat es was mit einem persönlichem Erlebnis oder mit einer persönlichen Erfahrung von Robert zu tun.
PS: Wie Drogendealer?
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 17.07.2006, 16:49
Ich interpretiere den Text so, er handelt vom verstorbenen Sohn.
Wie gross und wie lang der Schmerz unerträglich war, nach und nach, also mit der Zeit, kann er aber wieder atmen. Das bedeutet wohl dass er nicht jede Sekunde daran denkt und ihn die Geschichte nicht mehr
seelisch so sehr bedrückt dass er nicht weiterleben kann.
Danke für´s Übersetzen!
Re: Songtexte und Interpretationen
Freddiebear - 17.07.2006, 17:21
Ja, das wäre eine gute Interpretation.
Könnte aber auch gut für Bonzo sein!
Die Stelle mit dem Spiegel ist mir noch unklar...
Hier mal ein Text, der mich manchmal beschäftigt...
Long away
Queen (Brian May)
You might believe in heaven
I would not care to say
For every star in heaven
There´s a sad soul here today
Wake up in the morning with a good face
Stare at the moon all day
Lonely as a whisper on a star chase
Does anyone care anyway
For all the prayers in heaven
So much of life´s this way
Did we leave our way behind us
Such a long long way behind us
Who knows when, now who knows where
Where the light of day will find us?
Look for the day
Take heart, my friend, we love you
Though it seems like your alone
A million lights above you
Smile down upon your home
Hurry put your troubles in a suitcase
Come let the new child play
Lonely as a whisper on a star chase
I´m leaving here, I´m long away
For all the stars in heaven
I would not live
I could not live this way
Did we leave our way behind us
Such a long long way behind us
Leave it for some hopeless lane
Such a long long way
Such a long long way
Such a long long way
I´m looking for
Still looking for that day
Und die Übersetzung (von mir):
Lange weg
Du glaubst vielleicht an den Himmel
Ich würde mich nicht drum kümmern zu sagen
Dass es für jeden Stern im Himmel
Heute eine traurige Seele hier gibt
Wach am Morgen mit einem fröhlichem, guten?? Gesicht auf
Starre den ganzen Tag den Mond an
Einsam wie das Geflüster auf einer Sternenjagd (???????)
Kümmert sich jemand darum?
Für alle Gebete im Himmel
Ist so viel vom Leben so
Haben wir unseren Weg hinter uns gelassen
So einen langen, langen Weg hinter uns
Wer weiß wo, wer weiß wann
Uns das Licht des Tages (Tageslicht) finden wird?
Suche nach dem Tag
Fass dir ein Herz, mein Freund, wir lieben dich
Obwohl es so aussieht, als wärst du alleine
Eine millionen Sterne über dir
Scheinen auf dein Zuhause nieder
Beeile dich, leg deine Probleme in einen Koffer
Komm, lass das neue Kind spielen (??????)
So einsam wie ein Geflüster auf einer Sternenjagd (????)
Ich gehe hier fort, ich bin lange weg
Für alle Sterne im Himmel
Würde ich nicht so,
Könnte ich nicht so leben
Haben wir unseren Weg hinter uns gelassen
So einen langen, langen Weg hinter uns
Verlasse ihn für einen hoffnungslosen Weg (Feldweg)
So einen langen, langen Weg
So einen langen, langen Weg
So einen langen, langen Weg
Ich suche nach,
Immernoch suche ich nach diesem Tag
Ein schwieriger und komplizierter Text!! Auch vom englischen her...
Was würdet ihr für euch hineininterpretieren??
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 17.07.2006, 19:01
Ja, ein schwieriger Text. Müsste ich erst mal länger drüber nachsinnen...
Zu Roberts Text, noch mal: Danke für die Übersetzung :-) Und in etwa habt ihr auch schon den Sinn erfasst. Hat mit Karac zu tun. Und auch mit Bonzo. Und mit der "Zep-Zeit", sicher. Es dauerte eine Weile, bis Robert sich wieder gefangen hatte...durchatmen konnte...auf eine Bühne konnte, etc. Einen neuen Weg finden...als Mensch...und als Solo-Künstler. Das ging alles nur Schritt für Schritt. Dieser Text ist ein Teil seiner Biografie (im übertragenen Sinne)
Re: Songtexte und Interpretationen
Anonymous - 17.07.2006, 19:44
:o :o
Hi, Mensch so was hab ich bisher in keinem Forum erlebt, daß man sich so intensiv mit Texten auseinandersetzt!
Finde ich aber sehr, sehr gut und habe dazugelernt.
Hoffe jetzt aber, ich nerv Euch nicht irgendwann wenn ich mal etwas "dummes" frage. Bisher habe ich mich ja hauptsächlich in anderen Bereichen bewegt.
Lese sehr gerne Eure Ausführungen, kann aber nicht viel beisteuern :oops:
Trotzdem liebe Grüße
Bette
Re: Songtexte und Interpretationen
SwingCat - 17.07.2006, 19:52
Du kannst sehr gerne fragen, egal was!
In welchen Bereichen hast du dich denn bewegt?
:wink: :?:
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 17.07.2006, 21:02
Was dummes fragen, kannst du gar nicht, Bette :-) Könnte höchstens passieren, dass ich nur "dumme" Antworten weiss ;-)
Nee, ernsthaft...wenn was ist...immer raus damit! :-)
Und ich freue mich sehr, dass du zu uns gefunden hast!!!
Re: Songtexte und Interpretationen
Anonymous - 18.07.2006, 14:08
Hallo,
bisher habe ich mich halt fast nur im Bereich SR, Blues, Rock oder auch mal Heavy bewegt
bin aber lernfähig :)
Bette
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 18.07.2006, 14:54
Bis auf SR treffen die anderen Kategorien auf jeden Fall schon mal auf Zep zu ;-) (in der einen oder anderen Weise)...also sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt :-)
Re: Songtexte und Interpretationen
Freddiebear - 20.07.2006, 14:44
Black Dog hat folgendes geschrieben: Ja, ein schwieriger Text. Müsste ich erst mal länger drüber nachsinnen...
Zu Roberts Text, noch mal: Danke für die Übersetzung :-) Und in etwa habt ihr auch schon den Sinn erfasst. Hat mit Karac zu tun. Und auch mit Bonzo. Und mit der "Zep-Zeit", sicher. Es dauerte eine Weile, bis Robert sich wieder gefangen hatte...durchatmen konnte...auf eine Bühne konnte, etc. Einen neuen Weg finden...als Mensch...und als Solo-Künstler. Das ging alles nur Schritt für Schritt. Dieser Text ist ein Teil seiner Biografie (im übertragenen Sinne)
Hast du das schon vorher gewusst?
Und verstehst du den Text in Englisch eigentlich gut?
Mir ist immer noch nichts zu "meinem" Text eingefallen. Ich würde sagen, das ist einer der "schwersten" Texte von Queen... Aber es gibt auch noch einige andere schwierige...
Ich hab schon meine Gedanken, nur weiß ich nicht, wie ich sie hier ausdrücken soll... Vielleicht fällt dem einen oder anderen noch was dazu ein...
Hat jemand noch nen Text? Das macht Spaß... :mrgreen:
Re: Songtexte und Interpretationen
Black Dog - 20.07.2006, 15:32
Jedes einzelne Wort habe ich nicht verstanden...aber den Sinn erfasst ;-)
Wenn man so dreiviertel übersetzen kann, kann man sich oft den Rest "zusammenreimen". Klappt aber nicht immer...
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