Am Anfang war die Prophetie

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    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Jessica - 24.04.2008, 19:20

    Am Anfang war die Prophetie
    Da ich gerade meine Examensarbeit im Alten Testament schreibe und
    damit so ungefähr zum ersten Mal in meinem Studium eine Ahnung von
    den Zusammenhängen bekomme, wollte ich meine für mich
    überraschende Erkenntnis mit euch teilen:

    Erst gabs die Propheten, und das Deuteronomium (5. Mose)
    hat von den Propheten des 8. Jahrhunderts abgeschrieben!
    Von Hosea, Amos, Micha und Jesaja. Krass, oder?
    Vom Deuteronomium aus wurden die Propheten dann auch
    ein bisschen verändert, indem Werbung für das Gesetz in die
    Propheten eingetragen wurde.

    Ich finds immer wieder verblüffend, wie die Verbindungen so sind.
    Da muss man aufpassen :shock:
    ... genauso wie man ja nicht sagen sollte:
    Das und das steht ja nicht erst bei Paulus, sondern schon bei Lukas.

    Ich finds echt spannend im AT, dass alles, was aufgeschrieben wurde,
    immer weitergegeben und weiterausgelegt wurde.
    Dennoch fänd ich es irgendwie beunruhigend, wenn die Christen
    demnächst anfangen würden,
    das NT weiterzuschreiben. Das sollen die mal lieber den
    Zeugen Jehovas überlassen.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Shlomo - 24.04.2008, 20:15


    Und heutzutage gibt es die propheten immer noch...

    http://mefeedia.com/entry/3399535/
    Der grosse prophet Todd Bentley wurde durch eine feuersäule in den himmel teleportiert, wo ihm engel prompt ohne narkose die innerein rausgeschnitten haben, um sie durch kleine weissen kisten auszutauschen. Die kisten representieren die weisheit, die die christen schnell brauchen...weil Gott keine zeit mehr hat. Es ist nicht mehr so wie bei Mose, wo Gott 40 oder 80 jahre zeit hatte, um Mose heranreifen zu lassen, heute muss alles schneller gehen...

    Oder es gibt die berühmte "Sword of the Lord" Prophetie:

    Zitat: THE SWORD OF THE LORD
    3rd Anniversary of the Outpouring of the Holy Spirit, January 20, 1997 - Prophecy by Carol Arnott

    When Randy Clark announced his sermon title "The Making of a Warrior" the Spirit fell powerfully on many people and especially on Carol Arnott. For about twenty minutes, while on the floor, she was slashing violently with a two handed sword in her hands (her hands together as if holding a sword) After Randy finished his message, she got up and powerfully delivered the following prophecy.

    "This is My sword, this is not man's sword, this is My golden sword. The ways you have been using My weapons, the methods that you have been using in the past, you are to throw them away because I am giving you My sword now and the old ways of doing things will not do. The old methods will not be acceptable to Me anymore because I am doing a new thing. Do not look to the yesterdays but look to the future because I am doing a new thing and this new way is not the old.

    This new way is new and you must throw away the old ways of doing things and take up My sword because My sword is made of pure gold and is purer and is mighty. If you wield it the captives will be set free, the chains will be broken and the healings will be manifest because it will not be by might, nor by power, but by My wonderful Holy Spirit. It is by Him, it is by Him that this new wave will be brought forth, it is by Him that the King of Kings and Lord of Lords will ride again.

    In this next wave I am requiring those who take up this golden sword to be refined, to be pure, to have all the dross refined in the fire because if you take this sword and there is secret sin in your life this sword will kill you. This next wave is no joke. It is not a laughing matter. All those who do not want to give up their sin and are fearful, like Gideon's men, stand back, because I am calling men and women in these next days that will allow me to refine them, that will allow me to chasten, but not with anger because I am a loving God. I am a God full of mercy but I am serious as the time is short. The bridegroom is most anxious for His bride, so those of you that will, let Me refine you and come and take up that golden sword for I will use you in ways, I will use you in ways that you can't imagine, but I must purify you first."

    Danach wurde es in bei diesen propheten, mit ein imaginäres goldenes schwert wild um sich zu schlagen .

    Aber es geht weiter: Jetzt wissen wir, das die dritte welle bevor steht, die um die ganze welt gehen wird:

    http://www.elijahlist.com/words/display_word/6383

    Ist das nicht grossartig?!? :shock: :roll:



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 25.04.2008, 00:50


    ich finde solche Erkenntnisse wenig hilfreich und noch weniger glaubwürdig. die Prophetenbücher machen ohne die Grundlage des Deuteronomium praktisch gar keinen Sinn.

    Was ist der große Sinn in solchen "Verhackstückungen" der biblischen Texte? wo hilft mir das bei dem Verständnis, der Exegese? welche Relevanz und Bedeutung haben solche Erkenntnisse für die Botschaft der biblischen Texte und für die persönliche Anwendung auf mein Leben?

    Ich habe den Eindruck, dass man hier vollkommen idiotische Fehlschwerpunkte setzt. Die Theologiestudenten haben teilweise gar keine Ahnung, was überhaupt in der Bibel drinsteht, geschweige denn was es aussagen will. Andererseits können sie aber die Bücher nach Autoren zerlegen. Ich will nicht sagen, dass diese Erkenntnisse zwangsläufig völlig an den Haaren herbeigezogen sind - aber wozu soll das gut sein?



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Jessica - 25.04.2008, 07:50


    Zitat: die Prophetenbücher machen ohne die Grundlage des Deuteronomium praktisch gar keinen Sinn.

    Wie kommst Du darauf, dass die Prophetenbücher ohne Dtn keinen Sinn machen? Ich beschäftige mich gerade mit Hosea und ich muss sagen: vieles darin macht keinen Sinn, aber da hilft mir das Dtn auch nicht weiter. Hosea war ein Prophet, und viele seiner Worte sind sehr zeitbezogen. Mit anderen Worten dagegen kann auch ich als Bibelleserin von heute sehr wohl was anfangen.

    Zitat: Was ist der große Sinn in solchen "Verhackstückungen" der biblischen Texte?

    Ich denke es geht nicht um Verhackstückung. Es geht darum das AT nicht als Linie zu lesen, weil die Bücher in der Bibel nun mal so angeordnet sind. Es ist doch toll, wenn man Verbindungen erkennt. Wenn ich eine Predigt schreibe und mit einem AT-Text Schwierigkeiten habe, dann hilft es mir sehr wohl, eine Ahnung davon zu bekommen, in welcher Zeit er wahrscheinlich aufgeschrieben wurde: späte Königszeit, als Warnung vor einer unüberlegten Bündnispolitik, als Trost im Exil, als Vorbereitung auf für Rückkehr aus dem Exil etc.

    Zitat: Die Theologiestudenten haben teilweise gar keine Ahnung, was überhaupt in der Bibel drinsteht, geschweige denn was es aussagen will. Andererseits können sie aber die Bücher nach Autoren zerlegen.

    Das mag in manchen Fällen stimmen, aber im Studium kann man doch noch einiges dazulernen. In Bibelkunde zum Beispiel. Und ich persönlich finde die Frage interessant, wer was in der Bibel aufgeschrieben hat. Dass Mose selbst nicht über seinen eigenen Tod berichten konnte, leuchtet ja ein, oder?

    Juchu, diskutieren ist toll! :D



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 25.04.2008, 12:23


    Die Grundtendenz der Prophetenbücher ist verallgemeinert die Forderung nach einer (Rück)Besinnung auf die Thora bzw. den Bund Gottes mit Israel, der im Deuteronomium ausformuliert ist. Viele Aussagen der Propheten machen natürlich auch ohne diesen Kontext Sinn.
    Die Aufforderung die Armen nicht auszubeuten z.B. kann ich gut nachvollziehen und auch auf meine Zeit anwenden, und doch ist diese Aufforderung auch ein zentraler Bestandteil des deuteronomistischen Bundes.
    Wo politische Entscheidungen kommentiert werden, da sind stets im Hintergrund die deuteronomischen Bedingungen des Bundes mit seinen Segens- und Fluchverheißungen zu bedenken, auf die die Propheten implizit und teilweise auch explizip Bezug nehmen.

    Mit "Verhackstückung" meinte ich nicht die durchaus sinnvolle und hilfreiche Einordnung von Büchern in ihren historischen Kontext, sondern die zumindest teilweise recht spekulative Aufdröselung der Bücher nach verschiedenen Schreibern und Zeitstufen des Schreibens.
    Besonders kritisiere ich daran, dass man allzuoft die eigentliche Botschaft des Textes bei der literaturkritischen Analyse aus den Augen verliert.

    Ich würde auch nicht erwarten, dass ein Theologiestudent schon zu Beginn des Studiums ein professionelles Bibelkundliches Wissen besitzt. Doch wenn praktisch überhaupt keine Kenntniss der verschiedenen Geschichten vorhanden ist oder wenn Golgatha ein Fremdwort ist, dann stelle ich die Herangehensweise im Studium in Frage.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Jessica - 25.04.2008, 14:25


    Man kann ja generell verschiedener Meinung sein. Was die Grundtendenz der Prophetenbücher angeht, stimmt das für die heutige Endgestalt wohl schon. Ich bleibe bei meiner Meinung: nach dem Wirken der Propheten wie z.B. Hosea wurden ihre Worte aufgeschrieben, das hat Auswirkungen auf die Entstehung des Dtn gehabt, und vom Dtn aus wurden viele Schriften überarbeitet. Mag ja sein dass Dich, Gabriel, nicht interessiert.
    Mich interessierts halt.

    Ich kann aber nachvollziehen, was Du kritisierst. Natürlich ist es schlimm, wenn man nur noch die Literargeschichte im Blick hat. Und natürlich ist es schlimm, wenn jemand sich nicht für die ganze Bibel und noch weniger für den Glauben an die Auferstehung interessiert. Aber muss sich das alles ausschließen?

    Für mich ist die Bibel die Heilige Schrift, und ich bin froh, dass es sie gibt und dass Gott mir begegnet, wenn ich darin lese. Das ist völlig unabhängig davon, ob manche Texte früher oder später entstanden oder dazugekommen sind. Durch das ganze Zerpflücken kommen, entfernen wir uns weder von Gott, noch kommen wir ihm näher, und er wird dadurch auch nicht für uns verfügbar. Aber dennoch ist es mir wichtig, wissenschaftlich mit den Texten umzugehen, weil es mich interessiert und mir in Verständnisfragen weiterhilft. Ganz viele Missverständnisse aus der Auslegungsgeschichte von Texten können mir erspart bleiben, wenn ich mich damit beschäftige - natürlich passieren mir dann immer noch meine eigenen Missverständnisse. Aber Gott ist größer!

    Vielleicht kann man das mit einem Kunstwerk vergleichen. Wenn mit ein Bild von Pissarro gefällt, dann ist es für mich ein schönes Erlebnis, davor zu stehen und es zu betrachten. Und wenn ich später etwas über die Entstehung des Bildes und die Persönlichkeit des Künstlers gelesen habe und das Bild wieder sehe, ist es doch immer noch ein schönes Erlebnis, auch wenn ich jetzt vielleicht mehr in Worte fassen kann, wie es kommt, dass das Bild so wirkt, wie es wirkt. Aber dass es wirkt und wie es auf mich wirkt kann ich auch wissen, wenn ich gar keine Ahnung von Kunstgeschichte habe. Und die Wirkung ist das wichtigste.

    Auf die Bibel übertragen: Literarkritik muss nicht schaden, sondern kann nützen, wenn man verantwortlich damit umgeht. Und so erlebe ich das im Theologiestudium. Auch wenn ich zugeben muss, dass manche in den exegetischen Fächern vergessen, dass sie ja in Systematik was darüber gehört haben, dass die Bibel die Heilige Schrift ist. Aber dann hilft es meines Erachtens nach nicht, das eine zu verachten, um bloß das andere nicht zu vergessen. Deshalb würde ich am liebsten allen Bibellesen verschreiben, weil das soooooo guuuuuuuuuuuut ist!

    @Gabriel: Du scheinst da ja ein paar ganz schön böse Theologiestudierende zu kennen :twisted: :wink:



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 25.04.2008, 14:43


    Jessica hat folgendes geschrieben: Auf die Bibel übertragen: Literarkritik muss nicht schaden, sondern kann nützen, wenn man verantwortlich damit umgeht. Und so erlebe ich das im Theologiestudium. Auch wenn ich zugeben muss, dass manche in den exegetischen Fächern vergessen, dass sie ja in Systematik was darüber gehört haben, dass die Bibel die Heilige Schrift ist. Aber dann hilft es meines Erachtens nach nicht, das eine zu verachten, um bloß das andere nicht zu vergessen. Deshalb würde ich am liebsten allen Bibellesen verschreiben, weil das soooooo guuuuuuuuuuuut ist!
    ich hatte ja auch Literaturkritik nicht verteufeln wollen. Ich wollte nur Dinge in meiner Ansicht nach richtigere Perspektive ruecken. Literaturkritik nuetzt mir einen Dreck, wenn ich mich mit den Aussagen und dem Inhalt nicht oder nur unzureichend auseinandersetze. Literaturkritik kann aber natuerlich ein Hilfsmittel sein zum Verstaendnis des Inhalts. Ich denke, dass die Uni den Schwerpunkt oft falsch legt.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    tommy c - 25.04.2008, 18:39


    Wie sagte ein Prediger? Manche Theologen haben Erklärungen, damit man die Bibel noch weniger verstehen kann ... 8)



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 25.04.2008, 18:44


    tommy c hat folgendes geschrieben: Wie sagte ein Prediger? Manche Theologen haben Erklärungen, damit man die Bibel noch weniger verstehen kann ... 8)
    ein Prediger, der kein Theologe ist, kann einem nur leid tun. ;)



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    mr.d - 25.04.2008, 22:00


    Gabriel hat folgendes geschrieben: tommy c hat folgendes geschrieben: Wie sagte ein Prediger? Manche Theologen haben Erklärungen, damit man die Bibel noch weniger verstehen kann ... 8)
    ein Prediger, der kein Theologe ist, kann einem nur leid tun. ;)

    Sehr schön :!: :D 8)



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Jessica - 26.04.2008, 13:11


    Zitat: Ich denke, dass die Uni den Schwerpunkt oft falsch legt.

    Das ist ein schwieriges Thema! Ich denke auch viel darüber nach, wie das an der Uni besser laufen könnte. Ich find es gut, wenn die theologische Wissenschaft möglichst unabhängig forschen und lehren kann. Aber Studierende sind oft damit überfordert, die ganze Integrationsleistung von selbst zu leisten: den Stoff von den verschiedenen Veranstaltungen und Teildisziplinen miteinander verknüpfen, und dann auch noch eine Balance zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und geistlichem Leben hinzubekommen.
    Ich habe gerade die Dozenten schätzen gelernt, die im Lauf einer Veranstaltung zumindest mal darauf hinweisen, dass da etwas integriert werden muss und wie Wissenschaft und Glaube zusammenkommen.
    Ich hab aber Schwierigkeiten mit Einrichtungen, die den Studierenden nicht zu einer persönlichen Integration ermutigen, sondern ihnen zu helfen die Wissenschaft nicht an sich ranzulassen.

    Eine ehemalige Dozentin aus Mainz hat mit anderen Theologen das Ev. Exerzitium gegründet, da geht es darum, dass "wissenschaftlich- theologische Arbeit und geistliches Leben, Glauben, Denken und Handeln, sowie Leib und Geist aufeinander bezogen werden". Da hab ich den Studienkurs "Evangelische Spiritualität und Verantwortung" belegt, dass hat mir ein gutes Stück weitergeholfen, Wissenschaft und Glauben gewinnbringend zusammenzubringen. Das muss ich doch direkt mal zu den Links schreiben.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    tommy c - 26.04.2008, 20:28


    Zitat: ein Prediger, der kein Theologe ist, kann einem nur leid tun.

    Meinst Du "Theologe" im wörtlichen Sinn? Hm, der Wolfram Kopfermann ist m.E. ein wunderbarer Theologe, der gleichzeitig ebenso predigen kann.
    Aber soweit ich weiß, war bspw Petrus kein Theologe sondern Fischer (auch wenn er 3 Jahre lang von Jesus gelernt hatte). Er hielt zu Pfingsten eine Predigt, in der keine außerbiblischen Zitate enthalten sind. Aber der Heilige Geist redete durch ihn. Folge: 3000 bekehrten sich. Später kratzten sich auch die Juden die Köpfe über ihn:
    "Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, daß es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich..." (Apg 4:13)

    Paulus sagt, wie er das Evangelium verkündigen sollte: "nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde." (1Kor 1:17)



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 26.04.2008, 20:46


    Theologe zu sein ist doch nicht gleichzusetzen mit einer Fülle von außerbiblischen Zitaten. Paulus war ein intelligenter Theologe und hat hunderte Male das "AT" zitiert.

    Ich meine Theologe in dem Sinn, dass es sich um jemanden handelt, der sich intensiv und mit Begeisterung mit Gott und der Bibel auseinandersetzt. Ich meine jemanden, der mündig denken kann und keiner Lehre blind gehorcht oder folgt, sondern alles auf der Grundlage der Bibel prüft. Außerdem meine ich jemanden, der die innere Größe besitzt sich selbst und seine eigenen Überzeugungen immer wieder hinterfragen zu lassen.

    Wikipedia:
    Theologie (gr. θεολογία theología, von θεός theós „Gott“ und -logie) bedeutet übertragen „die Lehre von Gott oder Göttern“ im allgemeinen, und im besonderen die Lehre vom Inhalt des (meist christlichen) Glaubens und den Glaubensdokumenten. [...]



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Shlomo - 26.04.2008, 22:35


    tommy c hat folgendes geschrieben: Wie sagte ein Prediger? Manche Theologen haben Erklärungen, damit man die Bibel noch weniger verstehen kann ... 8)
    Und manche prediger erzählen ohne sinn und verstand, als hätten sie einen bananendiplom erworben bei der bongo-bongo-charismaanstalt für theologisch amputierte....

    Zitat: Paulus sagt, wie er das Evangelium verkündigen sollte: "nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde." (1Kor 1:17
    Paulus meint damit, das nicht seine kluge rhetorik die leute überzeugen soll, sondern die botschaft. Ich denke, nicht umsonst waren zwei massgeblich prägende leute des NT, Jesus und Paulus, sehr gebildete personen. Nebenbei hat der petrus von paulus einen arschvoll gekriegt, als er anfing die nicht juden als minderwertig zu behandeln...da hat der paulus mehr geschnallt als petrus. Und zudem hat paulus auch ausserbiblisch gepredigt - sehe athen.

    Vor allem die freikirchen erkranken daran, das gebildete leute gerne ausgeklammert werden. Da haben wir liebe doofe "geistbegabte", die uns käse erzählen und wir alles schlucken, weil es so "gesalbt" ist.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    tommy c - 26.04.2008, 23:21


    Gabriel: Deine Definition find ich gut. Das sollte es auch sein: Man setzt sich tief & innig mit *der Bibel* auseinander. Meine Befürchtung lag nur in dem unüberschaubaren Angebot an Literatur dazu begründet (daß es eher Kopf- als Geist-orientiert zugeht).
    Ja, Paulus hat *die Bibel* direkt en masse zitiert. Und nicht Theologe XY.

    Zitat: Vor allem die freikirchen erkranken daran, das gebildete leute gerne ausgeklammert werden. Da haben wir liebe doofe "geistbegabte", die uns käse erzählen und wir alles schlucken, weil es so "gesalbt" ist.

    Sehe ich auch so. Mich ärgert das auch :!: :!:
    Nix gegen Gebildete! Wer sonst wirft (unangenehme) Fragen auf & macht sie öffentlich?! Aber immer, wenn ich mit Theologen zusammen bin, komme ich mir wie der letzte Depp vor - weil in mir der Eindruck entsteht, Bibelvers X nicht richtig verstanden zu haben, weil ich Buch Y noch nicht gelesen habe etc. Es scheint, als würde die geistliche Inspiration oder der kindliche Glaube verdrängt.
    Das Angebot an Büchern über Glaube, Bibel etc. ist riesig. Die Leute (vor allem in Freikirchen) scheinen lieber Eldredge, Bevere & Co zu lesen als die Bibel. Hat das unsere Gemeinden großartig heiliger gemacht? Ich meine nicht. Gerade dies kann m.E. dazu führen, daß niemand mehr Fragen über die Bibel stellt, weil alle alles schlucken.

    Darum: back to da roots! 8)



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 27.04.2008, 00:31


    tommy c hat folgendes geschrieben: Nix gegen Gebildete! Wer sonst wirft (unangenehme) Fragen auf & macht sie öffentlich?! Aber immer, wenn ich mit Theologen zusammen bin, komme ich mir wie der letzte Depp vor - weil in mir der Eindruck entsteht, Bibelvers X nicht richtig verstanden zu haben, weil ich Buch Y noch nicht gelesen habe etc. Es scheint, als würde die geistliche Inspiration oder der kindliche Glaube verdrängt.
    Bildung ist notwendige Voraussetzung für Mündigkeit. Ohne Mündigkeit kein persönlicher Glaube. Ohne persönlichem Glauben keine echte Gemeinde, sondern nur Deppen, die sich von anderen Deppen verführen lassen.

    tommy c hat folgendes geschrieben: Das Angebot an Büchern über Glaube, Bibel etc. ist riesig. Die Leute (vor allem in Freikirchen) scheinen lieber Eldredge, Bevere & Co zu lesen als die Bibel. Hat das unsere Gemeinden großartig heiliger gemacht? Ich meine nicht. Gerade dies kann m.E. dazu führen, daß niemand mehr Fragen über die Bibel stellt, weil alle alles schlucken.
    Dieses überreiche Angebot an teilweise sehr zweifelhafter Literatur ist besonders stark in freikirchlichen Gruppen vertreten und geliebt. Das lässt - leider - darauf schließen, dass es sich bei freikirchlichen Christen zu einem großen Prozentsatz um Deppen handelt, die sich unmündig verführen lassen.
    Etwas weniger polemisch formuliert: Der Reichtum an außerbiblischer Literatur, der die direkte Beschäftigung mit der Bibel obsolet macht, kann ein Indiz sein für einen Mangel an Theologie und ernsthaftem Glauben in gewissen christlichen Kreisen.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    trinity - 27.04.2008, 10:05


    Zitat: Ja, Paulus hat *die Bibel* direkt en masse zitiert. Und nicht Theologe XY.

    Wen hätte er denn zitieren sollen?
    Wir leben nun mal 2000 Jahre später und glauben, wie wir glauben, weil
    2000 Jahre lang Theologen versucht haben, die Bibel und ihr Zeugnis für
    ihre Gegenwart fruchtbar zu machen und sie richtig zu verstehen und
    zu deuten.
    Und ob ich das will oder nicht, habe ich irgendeine, wie auch immer geartete,
    2000 Jahre alte Brille an. Und das ist ja völlig in Ordnung (mehr noch,
    wenn ich das weiss und es mir zunutze machen will, sogar gewinnbringend).


    Und (zumindest für mich) gibt es Zeiten, in denen ich mit der Bibel nichts
    anfangen kann und froh bin, dass es viele Leute gibt, die die frohe
    Botschaft in ihre Bücher aufgenommen haben und es mir auch dann
    noch predigen können.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 27.04.2008, 10:47


    trinity hat folgendes geschrieben: Zitat: Ja, Paulus hat *die Bibel* direkt en masse zitiert. Und nicht Theologe XY.

    Wen hätte er denn zitieren sollen?
    Paulus hätte auf eine jahrhundertealte jüdische Tradition zurückgreifen können um zu zitieren. Teilweise hat er sogar auf griechische Tradition zurückgegriffen (z.B. auf den Altar für einen unbekannten Gott in Athen).



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    trinity - 27.04.2008, 10:55


    Die Frage ist dann, wie sehr Paulus das geholfen hätte, seine Anliegen zum Ausdruck zu bringen - und ob ihm da frühjüdische Apokalypsen etc geholfen hätten, weiss ich nicht.
    Und "theologische Literatur" wie ich sie verstehe war das eher nicht.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    Gabriel - 27.04.2008, 11:21


    was ich sagen wollte: Paulus hat da zitiert, wo es ihm hilfreich erschien. und da konnte er sich eines reichen Schatzes an jüdischer und heidnischer Tradition bedienen, die ihm bekannt war. Zentral war für ihn das AT.



    Re: Am Anfang war die Prophetie

    tommy c - 27.04.2008, 19:37


    Zitat: Bildung ist notwendige Voraussetzung für Mündigkeit. Ohne Mündigkeit kein persönlicher Glaube. Ohne persönlichem Glauben keine echte Gemeinde, sondern nur Deppen, die sich von anderen Deppen verführen lassen.

    Bildung ja, aber bzgl des Glaubens aufgrund der Bibel. Ich wiederhole mich, aber wie sieht es mit dem einfachen, kindlichen Glauben sowie der geistlichen Inspiration aus? Mein Eindruck ist, daß dies in der theolog. Ausbildung zu wenig (wenn überhaupt) beachtet wird. (Dies bestätigte mir heute ein ebensolcher Student.)

    Wenn der Christ mündig sein will sollte er die Bibel kennen. Und genau daran hapert es heute vielfach.
    "..wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen.." (Eph 4:14)



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