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Re: gedichtsanalyse für morgen!!!
thon - [31|01|06] - [16:43]gedichtsanalyse für morgen!!!
franz haus ma hier rein!!!^^
Re: gedichtsanalyse für morgen!!!
firefly - [31|01|06] - [16:53]Deutsch - Gedichtsanalyse: DAs Blümlein Vergissmeinnicht
Analyse des Gedichtes
„Das Blümlein Vergissmeinnicht“, von Barthold Hinrich Brockes (1724)
Das Gedicht „Das Blümlein Vergissmeinnicht“ von Barthold Hinrich Brockes ist um 1724 verfasst worden und damit zeitlich ein Gedicht der Aufklärung.
In den nun folgenden Analyseschritten können epochentypische Merkmale und inhaltlich passende Aspekte der Aufklärung zugeordnet werden.
Angefangen mit dem Aufbau sehen wir, dass es damals schon nicht zwingend war ein bestimmtes Metrum, eine konkrete Einteilung des Gedichtes in Strophen und ein durchgängig gleich bleibendes Reimschema zu nehmen. Teilweise ist ein Kreuzreimschema, teilweise aber auch ein Paarreim oder ein umschweifender Reim verwendet worden.
Auch die Enjambements sind nicht in jedem Vers vorhanden, so dass man auch nicht davon sprechen kann, dass das Gedicht im Hakenstil verfasst worden ist.
In Folge dessen muss dieses Gedicht in freien Versen verfasst worden sein.
Das Lyrische Ich zeigt eine unglaubliche Begeisterung für die Natur und ihre Elemente. Diese Begeisterung wird sehr „blumig“ ausgedrückt, indem Pleonasmen jeweils die Schönheit von Flussläufen, Wiesen und dem Urquell allen Lebens, die Sonne, beschreiben.
Darüber hinaus erstaunt das Lyrische Ich die fülle an Leben und pflanzlicher Schönheit, die hier in der freien Natur zu finden ist, was durch die Akkumulationen, wie „Kräuter, Gras und Klee“ (Zeile11) gezeigt wird.
Durch diese zwei Tatsachen, die Fülle an „Flora und Fauna“ und ihre Schönheit, wird das Lyrische Ich inspiriert und denkt darüber nach ob seine Umgebung nicht vielleicht die Ausführung eines perfekt durchdachten Bauplanes ist: „Des Weltbuchs ABC“
Mit weiteren Stilmitteln wird verdeutlicht wie perfekt dieses Buch, dieser Bauplan des Schöpfers ist. So werden Anaphern, Klimax und Correctio verwendet, um zu zeigen mit wie viel Mühe dieser Bauplan, das Weltbuch, geschrieben wurde.
Diesen Bauplan scheint das Lyrische Ich bei einem weiteren Betrachten wieder zu finden und er erkennt, dass diese wunderbare Schönheit nicht aus sich selbst erschaffen wurde, sondern das Werk eines großen Schöpfers ist.
Zwei folgenden Personifikationen zeigen, dass ihn die Natur lehrt diese großen Schöpfers zu gedenken, wobei das Lyrische ich völlig machtlos ist: „Bis der Vergissmeinnicht himmelblauer schein…mir einen klaren Unterricht von drei Worten gab, indem mich ihre Pracht auf die Gedanken bracht“
In diesem gesamten ersten Teil ist unheimlich viel Farbsymbolik verwendet worden, was zum einen den Eindruck erweckt, dass das Gedicht in einer völlig blumigen Sprache verfasst wurde und zum anderen symbolische Bedeutung hat.
So hat hier der Vergissmeinnicht einen himmelblauen schein, was eine Allegorie auf Gott andeutet, weil blau die Farbe des göttlichen verkörpert.
Dann wäre auch geklärt, warum die Striche, die Gott, hier der Schein des Vergissmeinnichts, für das lyrische Ich malt, so kostbar sind.
Darüber hinaus strahlt das Vergissmeinnicht in einem holden Grün, was dementsprechend im bereich der Farbsymbolik die Hoffnung darstellt, und zeigt, dass im Glauben an Gott und im Vertrauen auf seine Werke die Erfüllung liegt.
Wenn man nun ab der Mitte des Gedichtes die Farbsymbolik nochmals auf den Anfang bezieht fällt auf, dass Gott durch den Bach personifiziert wird und demnach die glatte Flut durch tausend Blumen lenkt und schlanke Binsen, Klee und Gras mit silberreinen Tropfen tränkt. (vgl. Zeilen 2-5)
Somit wurde ich deuten, dass bei den Glauben an Gott für das übrige im Leben gesorgt wird, denn Gott wird uns lenken, somit wird er dafür sorgen dass wir immer auf dem rechten Weg sind und ebenfalls auch immer mit dem lebenswichtigen versorgt sind.
Diese Erkenntnisse werden in der zweiten Strophe dieses Gedichtes zusammengefasst und sozusagen in einen Erkenntnis- und in einem Merksatz festgehalten. Zum einen ist Gott überall zu erkennen, er ist allgegenwärtig. Zum anderen sollen wir ihn nicht vergessen, was als Paranomasie auf das Vergissmeinnicht sprachlich verdeutlich wird, vergessen, dass Gott die Person ist, die uns Dinge verstehen und erkennen lässt, durch den Glauben.
Die drei Fähigkeiten, die wird durch den Glauben an Gott erlangen sind durch eine über drei Verse reichende Anapher markiert worden.
In diesem Gedicht sind viele Motive der Aufklärung wieder zu finden. Da dieses Gedicht ein Lehrgedicht ist und den Leser abmahnen soll Gott nicht zu vergessen, ist dieses Gedicht ein sehr typisches Exemplar für diese Epoche.
Mit seinem Bezug zur Natur hat es durchaus schon Ähnlichkeit mit einer Fabel, denn sowohl in einer Fabel als auch in diesem Gedicht, soll der Mensch von der Natur lernen.
Des Weiteren ist das Lyrische Ich in diesem Gedicht mit allen Sinnen damit beschäftigt diese Welt zu verstehen, was ebenfalls typisch für diese Literaturepoche ist.
Das Lyrische Ich ist aber in dem Gedicht nicht aktiv an dem Geschehen in der Natur beteiligt, so dass eine Eigenständigkeit und das Vorhandensein eigener Naturgesetzte deutlich werden.
Möglicherweise ist dieses Lehrgedicht auch eine Kritik an der Aufklärung, da es ja mit seiner Erinnerung an den Schöpfer all diese Schönheit in der Natur, gegen die Aufklärungsmotive, wie Rationalität, Nützlichkeit und Vernunft verstößt.
Da dieses Gedicht aus den Anfängen der Aufklärung stammt könnte der Autor darum gefürchtet haben, dass der Glaube anderen idealen der Aufklärung zum Opfer werden könnte.
Trotz alle dem werden nicht nur die Motive der Aufklärung deutlich, sondern auch die Gegensätzlichkeiten.
// so leute....das ist meine ha.....nicht abrschreiben 8)
man sieht sich
Re: gedichtsanalyse für morgen!!!
thon - [31|01|06] - [16:55]
jo danke franz!!!
als wenn hier einer was abschreibn wird!
is nur zur kontrolle da:)
Re: gedichtsanalyse für morgen!!!
g®eg - [31|01|06] - [18:26]
franz du bist meine held! :D
Re: gedichtsanalyse für morgen!!!
claudia $ - [31|01|06] - [22:25]
meiner auch ;-)
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