Dates

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    Re: Dates

    exlamento - 27.10.2007, 20:59

    Dates
    Hey! So, mal wieder ein Klassiker Thema.

    Sagt mal, wer von euch ist denn aktiv, sich regelmäßig mit Frauen zu treffen, die man irgendwie mal kennengelernt hat, sei es nur ganz kurz, schon länger kennt oder auch online kennengelernt hat? Das meine ich im Sinne von Dates, durchaus mit der Absicht zu landen.

    Ich habe das früher immer unterbewertet und dachte das sei immer nur so eine Geschichte aus Filmen. Jetzt bin ich gegenteiliger Meinung und finde das nahezu essentiell. Ich muss das unbedingt vermehrt tun, denn bisher habe ich das nie getan. Gut ich hatte mir eine Sache beim Jahreswechsel als guten Vorsatz gemacht und dann auch geschafft, nur wurd kein Zweierdate draus und die Geschichte ist für mich auch abgehakt - alles andere würde in einer hoffnungslos verzweifelten versteiften Situation enden, das hatte ich schon zu oft.

    Mittlerweile kann ich (manchmal) problemlos Damen ansprechen. Seltener gelingt es mir, längere gute Gespräche zu schaffen (also gut reden kann ich sehr gut, nur das landet zackig auf der Kumpelschiene).
    Was mir jetzt gar nicht so gelingt ist, zu sagen: hey, wir können ja die Tage dies und jenes zusammen machen. Wenn sie das tut - kein Thema, da habe ich auch keine Probleme mit, dass ich davor dann Angst hätte, da willige ich sofort ein und freue mich.

    Naja gut, mein Problem ist im Grunde nichts anderes als die sogenannte "Approach Anxiety" nur analog auf den Wunsch nach einem Treffen zu äußern. Das Date selber ist es nicht - das ist ja immer ein Thema für sich, und da wäre ich sicher auch nicht topfit, aber das bereitet mir so gut wie keine Sorgen. Sicher kann man annehmen, dass das nicht stimmt, also dass ich mich nicht verabrede, weil ich Angst vor dem Treffen an sich habe, aber ich kenne das ja schon - halt nur nicht von mir aus initiiert.

    Da es mit Ansprechen mittlerweile klappt wird es auch möglich sein, dieses Problem zu lösen. Es nützt mir nichts, euch zu Fragen, wie man es tun soll bzw. wie man es schaffen soll es zu tun, denn es gilt die alte Leier der Irrationalität von Angst, sprich: Selbst wenn logisch nix dagegen spricht kann man sich nicht wehren und lässt es sein.
    Eines ist völlig klar: Ich muss es tun. Sonst wird es nichts mit der Angstüberwindung und positiven Referenzerlebnissen.
    Ich muss mich irgendwie dazu zwingen. Ich könnte es jetzt tun, denn ich habe gestern Abend jemanden kennengelernt und wollte es währenddessen schon machen können (das wäre einfacher gewesen), nur sie verschwand zu spontan. Ich brauch da schon so meine spezielle Situation für. Und jetzt wäre für mich - empfundenermaßen, nicht de facto - blöd, weil da wieder so viel Initiative bei wäre, auch wenn es nur ein Nachricht online ist. Naja vielleicht mache ich's ja nachher noch.
    Also, wo war ich? Mich irgendwie dazu zwingen. Achja, deswegen muss ich ja jetzt nicht gleich auf Teufel komm raus loslegen, auch wenns toll wäre.
    Was bei der Sache bei mir nicht so gut klappt, sind so die typischen Selbstdisziplinierungsgeschichten ala Wenn ichs mache, erlaube ich mir, mir meine Lieblingsserie anzuschauen (bei anderen Sachen geht sowas bei mir durchaus). Hier ist nur eben der Sonderfall, dass das Problem von mir noch als zu krass empfunden wird und ich daher von der Ausgangslage ausgehe, dass es zur Zeit nicht schaffbar ist.

    Wie auch immer. Also mit Freundinnen beispielsweise kann ich das, mich dann auch mal von mir aus verabreden. Das ist die Enge meiner Komfortzone.

    Hehe, da fällt mir ein, was mir super "hilft" ist Alkohol, den ich weiß Gott nicht verachte. Das endet dann nur in der Schiene, dass ichs am morgen danach heftigst bereue. (Das wäre aber ziemlich egal, wenn man es zwei Wochen später absolut nicht mehr bereut, weil man Erfolg hatte, wa?)
    Naja gut, nur diese Sache will ich nicht als Ausgangslage betrachten. Wenn man sich abends kennenlernt und betrunken ist und ich es dann schaffe ist das ok. Aber ich will nicht trinken, um es zu schaffen, das meine ich damit, es als Ausgangslage oder Lösungsansatz zu betrachten.
    Oder ich werd's mal als Ass im Ärmel betrachten.

    Ich habe zur Zeit eine kleine Pause was gewollte bewusste Aktivität angeht weil gerade meine lieblingsromantische Fernsehserie wieder läuft, allerdings habe ich mir eine Frist gesetzt, nämlich bis das zu Ende is, dann soll's wieder richtig losgehen :>


    So, das alles darf gerne diskutiert werden oder mir geholfen werden, was auch immer. Ansonsten schreibt ruhig auch auf, wie es bei euch überhaupt mit Dates aussieht, warum und warum nicht, was ihr so macht, was da schon so bei rausgekommen ist etc.



    Re: Dates

    p1nky - 27.10.2007, 23:53


    also irgendwie werde ich aus deinem text nicht schlau, was genau du da jetzt eigentlich willst :shock:

    dates von online-partnerbörsen hatte ich schon ein paarmal, komischerweise haben diese teilweise extrem lange gedauert. ich glaub mit einer bin ich 6-7h in einer bar gesessen, die meisten anderen waren so in richtung 2-4h.
    es ist aber immer beim ersten date geblieben, selbst die nach dem 7h date hat mich dann 2x auf einen späteren termin für ein zweites date vertröstet, ob legitim oder nicht war mir egal, mir war es dann einfach zu blöd und ich hab mich nimmer gemeldet.

    mein letztes partnerbörsen-date war diesen sommer, das war eine mega-katastophe, 0 kommunikation, sie hat glaub ich schon nach 20min angefangen zu faseln, dass es ja der sinn dieser dates sei, festzustellen, ob man sich versteht oder nicht, und dass das (etwas durch die blume formuliert) bei uns nicht der fall sei....
    naja sie hatte sich erst kurz davor von einem langzeit-freund getrennt, war also vielleicht auch nicht der normalfall.



    Re: Dates

    Talon - 28.10.2007, 00:27


    Hi!
    Ich kann Dir insofern zustimmen, daß Dates sehr wichtig sind, allein schon deshalb, weil man dann in einen regelmäßigen Kontakt mit Frauen kommt und sich an die Nähe von Frauen gewöhnt, was dann Frauen schnell wahrnehmen.
    Nach meiner langen Zeit der Isolation habe ich auch angefangen, mich wie wild mit Frauen zu verabreden, aber immer mit der Prämisse "ich fliege unterm Radar, krieche Dir in den Arsch, mache alles was Du willst, verleugne daß ich als Mann Interesse an Dir als Frau habe und bin der liepste ferstäntnisfollste Mann der Welt". Also schön brav von mir aus auf die Kumpelschiene kriechen, wo mich dann jedes Mal der Zug des Einsamkeits-Schmerzes überrollt und zerfetzt hat.
    Mittlerweile habe ich solche Dates ganz aufgehört... Aber da ich mich immer noch nicht traue, romantische/sexuelle Dates auf die Beine zu stellen, vereinsame ich.

    Soviel zu mir, jetzt die paar Tips, die ich aus der PU-Community kenne. Mache beim Date etwas, das außergewöhnlich ist und das sie nicht von allen 10.000 Männern kennt, die ihr schon in ihren Arsch kriechen durften. Vielleicht könnte man auch etwas machen, das nichts kostet. Ich persönlich würde gerade jetzt im Herbst einen gemütlichen Waldspaziergang machen wollen (Ich wohne in der Nähe von einem Wald). Ähm, jetzt verwebe ich mal ein wenig DeAngelo mit rein.
    Mach Folgendes: Sag ihr, daß Ihr Euch bei Dir trefft, ein Glas Wein zusammen trinkt und dann rausgeht und was anderes unternimmt. Oder wenn das zuviel ist, dann bringt sie trotzdem dazu, zu Dir zu kommen, und mach es dann so, daß sie reinkommt und Du gerade in dem Moment zufällig Deine Jacke anziehst und bereit bist zu gehen. Sie kann sich ruhig einen Moment lang umgucken und so, aber dann sagst DU, daß ihr jetzt gehen könnt. Das vermittelt ihr:
    -Du bist kein Stalker oder Freak o.ä.
    -Du hast es nicht nötig, die Situation bei Dir zuhause auszunutzen und sie irgendwie in eine romantische Situation zu drängen

    Naja, soviel zu Theorie. Konnte ich das bisher machen? Nein ;) Also mal wieder große Klappe und nix dahinter :lol:
    Hoffentlich war es trotzdem hilfreich.
    Viele Grüße

    Edit: Vielleicht hilft Dir auch diese Date-Sammlung vom Pickup-Forum
    http://forum.progressive-seduction.com/index.php?showtopic=675



    Re: Dates

    Ganta - 28.10.2007, 11:35


    Talon hat folgendes geschrieben:
    [...]Nach meiner langen Zeit der Isolation habe ich auch angefangen, mich wie wild mit Frauen zu verabreden, [...] wo mich dann jedes Mal der Zug des Einsamkeits-Schmerzes überrollt und zerfetzt hat.

    Mittlerweile habe ich solche Dates ganz aufgehört... Aber da ich mich immer noch nicht traue, romantische/sexuelle Dates auf die Beine zu stellen, vereinsame ich.

    Hallo Talon!
    Kennst du den Begriff der Erlernten Hilflosigkeit (Wiki) von Seligman? Evtl. könnte Dir das was bringen. Es lohnt sich auch durchaus in sein Buch reinzugucken.

    Ähnlich wie bei den Hunden versuchst Du es gar nicht mehr, weil deine ineffektive Art am Anfang keine Auswirkungen gehabt haben. Deshalb hast du gelernt, dass Dates nutzlos seien. Jetzt, da Du neue Herangehensweisen kennst, versuchst Du es gar nicht mehr, obwohl Du erfolgreich sein könntest.



    Re: Dates

    Riemann - 04.11.2007, 16:57


    ich habe ja leider schon das problem, dass ich alleine schon vor date-situationen einen ziemlichen bammel habe... :?

    diese "erlernte hilflosigkeit" klingt interessant, da muss ich mich mal länger in den artikel vertiefen. vielen dank für den tipp, Ganta!



    Re: Dates

    p1nky - 04.11.2007, 20:52


    ich glaub das mit dem bammel vor dem date kann man schon ablegen wenn man öfters mal eines gehabt hat, auch wenn sie nicht erfolgreich verlaufen sind.

    also ich würde schon dazu raten, zu versuchen, möglichst oft dates zu bekommen, und wenn es nur dazu da ist, die situation besser kennenzulernen.

    obwohl das oben beschriebene date ziemlich katastrophal war, war die situation eigentlich gar nicht so schlimm für mich. weder bin ich an ort und stelle im boden versunken, noch danach in schwere depressionen gestürzt.

    wie man solche dates erfolgreicher gestaltet, dazu kann ich aber leider auch noch nix sagen :(

    ich weiß auch ned wie gut es ist wenn man zu einem date hingeht, und sich denkt, dass da sowieso nix rausschaut dabei. aber zumindest wenn man sich bewusst macht, dass bei den meisten dates nix rausschaut und das auch ned so schlimm ist, ist das ned so schlecht.
    vielleicht könnte man sich da so eine art neugier - "vielleicht wird's ja doch was, schaun wir mal" zunutze machen.



    Re: Dates

    Dagobert80 - 04.11.2007, 21:16


    Hi,

    also ich denke mal, dass man das nicht ganz so veralgemeinern kann, einfach zu sagen, je mehr desto besser.
    Stimmt schon, man sammelt Erfahrung und es wird von mal zu mal besser.

    Ich hätte aber große psychische Probleme ein Date nach dem anderen mit der dazugehörigen Abfuhr zu bekommen.
    Mag sein, dass es an meiner sozialen phobie und an meinem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein liegt. Aber wenn ich ne Abfuhr bekomme dann sinkt das natürlich noch mehr.......

    Mein Therapeut sagte mir um eine negative Erfahrung auszugleichen bedarf es 10 positiver

    lg



    Re: Dates

    Ganta - 04.11.2007, 22:25


    Also ich hatte mal eine Phase, in der ich Übungs-Dates über eigene Kontaktanzeigen ausgemacht habe. Darin ging es mir überhaupt nicht darum, jemanden kennenzulernen. Ich hatte mir einen Plan gemacht, wie ich meine soziale Kompetenzen speziell in Hinsicht auf Frauen verbessern kann.

    Für Außenstehende mag sich das absurd anhören. Aber ich hatte Blind-Dates, bei denen ich mir speziell vorgenommen habe: "Heute übst Du Konversation." Oder: "Heute übst Du Körpersprache". Ich habe mir das wie eine Fremdsprache angeeignet. Dabei war es mir egal, ob ich das Date vergeigt habe, sie sich langweilt oder sonstiges. Manche würden sagen, ich habe die armen Frauen zu Übungszwecken mißbraucht. Ich sage: Sie haben unbewußt einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass ich beziehungsfähig wurde. Für solch ein nobles Vorhaben darf man ruhig seine Mitmenschen auch ohne Mitwissen einspannen ;)

    Eins dieser Übungs-Dates führte sogar mehr oder weniger zufällig zu meiner ersten Beziehung. Zufällig weil: es war nicht geplant! Allein der Text der Kontaktanzeige war ein Frust-Experiment. Nicht zufällig weil: Ich konnte die Situation nutzen und zugreifen. Einer meiner ersten Gedanken war noch: "He verdammt, damit hab ich nicht gerechnet! Ich bin noch gar nicht soweit!"

    (Heute mache ich ab und zu immer noch so soziale Experimente. Mich interessierte etwa, ob an der angeblichen Vergrößerung der Pupille bei gefühlter Attraktivität tatsächlich was dran ist. Ergebnis: es mag zwar wissenschaftlich stimmen, aber für den praktischen Nutzen ist es wertlos. Für eine konkrete Bewertung müsste man nämlich ein Lichtmeßgerät bei sich führen, weil die Pupillengröße hauptsächlich von der Umgebungshelligkeit abhängt. Außerdem hatte ich mal eine Frau mit wirklichen Monsterpupillen, die keineswegs verliebt wirkte. Wahrscheinlicher ist, das sie vorher beim Augenarzt war :lol: )



    Re: Dates

    p1nky - 05.11.2007, 00:14


    solche sachen wie die mit den pupillen können imho für unerfahrene auch stark ablenkend wirken. nachdem ich das hier schon desöfteren gelesen hatte, hab ich tatsächlich bei gesprächen mit meiner kollegin öfters in die pupillen geschaut, ob die jetzt weiter sind oder nicht.

    aber erstens mal ist das kaum zu sehen, zweitens verkrampft man dadurch noch mehr.

    ich glaube ja, dass dieses "bescheid wissen müssen" und "die kontrolle haben müssen" auch ein großer teil des problems ist, das wir haben.

    ich habe kein natürliches gespräch mehr mit einer frau, die mir gefällt, sondern das ganze wird zu einem art labortest. ich sag was und dann "messe" ich ihre pupillen.

    ich denke besser wäre es, einfach natürlich draufloszuplappern, ohne sich gedanken über die pupillen zu machen. wenn es ihr gefällt werden die sich schon von ganz alleine und unbemerkt weiten.

    aber da sind wir schon wieder beim nächsten problem: vielleicht steht sie auf mich, und ich merk es nicht, weil ich es nicht "gemessen" habe...



    Re: Dates

    p1nky - 05.11.2007, 00:21


    Dagobert80 hat folgendes geschrieben: Hi,

    also ich denke mal, dass man das nicht ganz so veralgemeinern kann, einfach zu sagen, je mehr desto besser.
    Stimmt schon, man sammelt Erfahrung und es wird von mal zu mal besser.

    Ich hätte aber große psychische Probleme ein Date nach dem anderen mit der dazugehörigen Abfuhr zu bekommen.
    Mag sein, dass es an meiner sozialen phobie und an meinem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein liegt. Aber wenn ich ne Abfuhr bekomme dann sinkt das natürlich noch mehr.......

    Mein Therapeut sagte mir um eine negative Erfahrung auszugleichen bedarf es 10 positiver

    lg

    was war das für ein date?
    war das mit einem "objekt der begierde", dem du schon länger nachgelaufen bist, oder einer eher unbekannten?

    ich muss sagen, dass ich nach einem date mit einem OdB auch schonmal, oder sogar mehrmals, am boden zerstört war.

    bei so internet-partnerbörsen-dates hingegen hatte das nie einen großartigen effekt auf mich. da war ich vielleicht am abend, als ich nach hause gekommen bin, etwas traurig "wieder nix, bin ich als mann überhaupt nichts wert?", aber spätestens 2 tage später war die sache so gut wie vergessen.

    wieviel dates hattest du denn schon?

    meine psychologin macht sich immer etwas lustig über mich, wenn ich behaupte, dass sich keine frau für mich interessiert und bei dates nie was rausschaut. dann frag sie wieviele dates ich hatte... und dann komm ich drauf, dass das ned sehr viele waren... vielleicht 10 oder so... innerhalb von 10 jahren.
    selbst super-aufreisser haben quoten um die 30% (oder so, steht glaub ich irgendwo hier im forum), dh wenn man das statistisch sieht, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass man selbst als "normaler" bei 10 dates keinen "erfolg" hat...



    Re: Dates

    Ganta - 05.11.2007, 01:53


    Nochmal zu dem "Signale empfangen und interpretieren": Das mit den Pupillen war natürlich ein extremes Beispiel. Es steht zwar in Bücher, aber man sollte es als Gimmick ansehen. Früher habe ich es genossen, wenn meine Freundin mich verliebt anguckte. Und im nachhinein ist es mir klargeworden, an was es lag: die Pupillen waren tatsächlich groß, sie hat mir "große Augen gemacht". Das habe ich aber unbewußt wahrgenommen ohne es zu analysieren.

    Das ist im Grunde auch die Aussage der Bücher (wie etwa "Körpersprache der Liebe"): die Kommunikation geht unbewußt von statten, und es wird versucht den Vorgang wissenschaftlich sachlich nachzuvollziehen.

    In Studien hat man etwa festgestellt, daß das bekannte Bauchgefühle nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern auf eine unterbewußte Analyse fusst. Etwa der Versuch, in dem man von zwei Kartenstapeln mit unterschiedlichen Gewinnmöglichkeiten zieht und man nach einer weile "fühlt", welcher der bessere Kartenstapel ist, ohne es sachlich beweisen zu können.

    Wie intelligent Bauchentscheidungen sind wird ja momentan viel diskutiert. Ich bin der Meinung: man soll sich im Vorfeld durchaus gründlich über solche Themen wie die Körpersprache informieren, damit man auch die Zusammenhänge versteht. Das ganze lässt man dann ins Unterbewusste sacken und vertraut während des Dates auf seinen Autopiloten. Eine Kopfanalsye macht man dann hinterher.

    Das Unterbewusstsein ist viel schneller und besser in der Lage, Dinge wie Körpersprache zu interpretieren. Ich glaube ABs fehlt auch einfach der Draht zu ihren eigenen Gefühlen. Warum die Antennen nicht funktionieren können hat einen ganz einfachen Grund: man ist in der Situation so mit sich selber, seinen eigenen Gefühlen und Ängsten beschäftigt, dass gar kein Platz mehr bleibt, um den anderen gegenüber aufmerksam zu sein. Das geht nur in einer entspannten Haltung.

    Die ganze Problematik, ob das was man sieht nun positive Signale sind oder nicht, kann man meiner Meinung auch radikal vereinfachen. Dann ergibt sich nicht die Situation in der der eigene Kumpel zu einem sagt: "He, merkst du nicht, dass sie was von Dir will?" Man pfeifft einfach drauf und tut es völlig unabhängig davon. Wenn man die eigene Aktivität nämlich von positiven Signalen abhängig macht, macht man sich abhängig!



    Re: Dates

    p1nky - 05.11.2007, 02:21


    Hallo Ganta!

    Nach den etwas kontroversen Diskussionen in 2 anderen Threads, wollte ich mich hier mal herzlich für deine Teilnahme in dem Forum bedanken, ich finde deine Beiträge sehr wertvoll, auch wenn ich sie (noch?) nicht immer ganz nachvollziehen kann.

    Bei diesem Thema kann ich dir allerdings 100% folgen und zustimmen. Bloß an der Umsetzung hapert es noch etwas bei mir.

    Wie konntest du das loswerden, dass du dich hauptsächlich mit den eigenen Gefühlen und Ängsten beschäftigt hast, anstatt einfach die Situation zu genießen? Haben diese Übungs-Dates dabei geholfen? Denn irgendwie hört sich "Übungs-Date" für mich wieder danach an, mich hauptsächlich auf mich selbst zu konzentrieren und jede Reaktion des Gegenübers genau zu analysieren, anstatt den Dingen freien Lauf zu lassen und die Situation zu genießen.



    Re: Dates

    Ganta - 05.11.2007, 03:47


    Hallo p1nky!

    Ich finde die Diskussionen mit dir auch interessant! Meine Meinung muß ja nicht die richtige sein, und man muß auch nicht immer zum gleichen Ergebnis kommen.

    Ich muß dazu sagen, daß ich gerade vor meiner ersten Beziehung natürlich sehr aufgeregt und ängstlich war. ZB. musste ich mich selbst dazu zwingen mich zu trauen, den Arm um sie zu legen.

    Irgendwo habe ich mal einen Text gelesen, der mich damals sehr beeindruckt hat. Es ging darum seine Angst quasi zu geniessen. Sie nicht als etwas negatives zu sehen, sondern positiv als kostenloser Adrenalinkick. Mehr wie ein Lampenfieber, das einen antreibt. Der Text war lautete ungefähr so: "Manche müssen zum Bungee-Jumping gehen oder Extremsport betreiben, um ihren Kick zu bekommen. Wir haben es da viel einfacher. Uns reicht es einfach uns mit einer schönen Frau zu treffen, um die gleichen Gefühle auszulösen."

    Also steht man da, verbrennt quasi innerlich, und dann soll man es auch noch geniessen? Der Autor muß völlig verrückt sein. Ich habe es versucht, und es ist wirklich eine sehr interessante Erfahrung die Dinge so zu interpretieren. Die Übungsdates waren unter dem Gesichtspunkt trotzdem sehr anstrengend, aber mehr als ob man sich zu sehr aufgeputscht hat.

    Zum Thema Angst geht mir soviel durch den Kopf, dass ich jetzt nichts in Kürze hinschreiben kann. Ich halte es auch für eins der schwierigsten Themen.



    Re: Dates

    Ganta - 08.11.2007, 03:08


    So, ich habe jetzt nochmal intensiv darüber nachgedacht, wie das sich bei mir noch genau verhalten hat.

    Mein Angstproblem kam aus der Ecke Depressionen verbunden mit starker soziale Unsicherheit. Das führte oder führt zu einem Dr.Jekyl und Mr.Hyde Effekt bei mir, da ich meine Schattenseite möglichst verstecken will.

    Bei solchen Kontaktanzeigen-Dates war mein Angstlevel recht niedrig. Es war eine fest abgesteckte, kontrollierte Situation. Mehr ein Spiel, Simulation, Theater als die Wirklichkeit. ZB. habe ich mir auch Texte oder Themen vorbereitet (lange bevor ich was von PU hörte). Solche kontrollierten Situationen, ich spielte zB. auch Schultheater, empfinde ich aus unbekanntem Grund eben nicht so bedrohlich, als wenn irgendwas auf freier Wildbahn passiert. In einen Stripclub kann ich ohne große Probleme gehen, aber jemand Fremdes ansprechen ist für mich was ganz anderes.

    Gerade damals war auch einer meiner Leitsätze "fake it till you make it". Was teilweise dazu führte, dass ich meine irritierenden, schmerzenden, rebellierenden Gefühle als völlig chaotisch und irreführend empfand, und dann versuchte auf reine Kopfsteuerung umzustellen. ZB. wenn man mit ihr zum Picknick geht. Ich hatte eine Vorstellung wie so was abzulaufen hat, hab mich wie eine Puppe selbst an den Fäden gezogen, während es in mir gekämpft hat. Teilweise hatte ich wirklich den Eindruck ich steuerte mich wie eine Marionette.

    Harmonisch und unbeschwert war es dann, wenn wir quasi auf der gleichen Welle waren, wenn alles leicht fiel. Und ich denke das ist beim Kennenlernen ein gutes Anzeichen das man zusammenpasst und es mehr werden könnte: wenn es von selbst läuft, alles viel einfacher ist wie bisher. Wenn man sich dann nicht zu sehr selber im Weg steht, dass ganze Prozedere, seine Gefühle auch schon etwas kennt und besser im Griff hat, dann kann man auch "zugreifen".



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