The Animal I Have Become - Heroes FF

Stranger
Verfügbare Informationen zu "The Animal I Have Become - Heroes FF"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: heavenj
  • Forum: Stranger
  • aus dem Unterforum: Geschichten
  • Antworten: 3
  • Forum gestartet am: Montag 02.07.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: The Animal I Have Become - Heroes FF
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 4 Monaten, 31 Tagen, 6 Stunden, 41 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "The Animal I Have Become - Heroes FF"

    Re: The Animal I Have Become - Heroes FF

    heavenj - 26.10.2007, 18:08

    The Animal I Have Become - Heroes FF
    ~ The animal I have become ~



    I can't escape this hell
    So many times i've tried
    But i'm still caged inside
    Somebody get me through this nightmare
    I can't control myself

    So what if you can see the darkest side of me?
    No one will ever change this animal I have become
    Help me believe it's not the real me
    Somebody help me tame this animal

    I can't escape myself
    So many times i've lied
    But there's still rage inside
    Somebody get me through this nightmare
    I can't control myself

    Intro:

    Unser Schicksal suchen wir uns nicht aus. Es liegt in unsere Genen. Und wir ergeben uns ihm, wenn es und gewählt hat, geben sich ihm hin und gehen den Weg, der sich vor uns ausbreitet.
    Schicksal, diese Macht, die uns gefangen hält und am Ende, irgendwann, wieder ausspuckt. Denn das Schicksal fordert seine Opfer, wenn wir es herausfordern.

    Prolog:

    Charlie

    Schnurrend streckte sich die schwarzbraune Katze auf dem Fensterbrett und legte den Kopf auf die Pfoten. Aus ihren grünen Augen musterte sie die Wohnung. Ein schönes zu Hause. Gemütlich. Sie war gerne hier und sah dem Mann, einem Polizisten, und seiner Frau bei ihrem Leben zu. Eigentlich sah sie nur ihm gerne zu. Die Frau mochte sie nicht und vor allem mochte sie nicht, was sie sah, wenn die Frau alleine zu Hause war. Manchmal hätte sie dem Mann gerne gesagt, dass seine Frau ihn betrog, aber was sollte sie machen, schnurrend um seine Beine streifen, in der Hoffnung, er würde sie verstehen?

    Sie hatte geträumt, wie immer, seit so vielen Nächten. In ihren Träumen stand sie auf einem verlassenen Dach und blickte über New York. Sie hörte Schritte hinter sich und als sie sich umwandte, sah sie ihr Spiegelbild. Es war nicht ihr Ebenbild. Die junge Frau, die vor ihr stand und die Augen vor der Sonne abschirmte, war etwas größer als sie, drahtig, mit dunklen Haaren und einem leicht fiesen Grinsen auf ihren Lippen. Ein echtes Spiegelbild hätte dickere Haare gehabt, geschmeidige Bewegungen und ein offenes Gesicht.

    Die Katze hörte ein Geräusch hinter sich, machte einen Buckel und sprang fauchend die Feuertreppe hinunter. Nur Sekunden später bog unten auf der Straße eine Frau um die Ecke, die vorher niemand gesehen hatte, die schwarzbraunen Haare legten sich widerspenstig um ihr Gesicht.

    Jade

    „Energie geht nicht verloren“, sagte der Professor und schrieb eine komplizierte Formel an die Tafel. Die anderen Studenten begannen mitzuschreiben, während Jade nervös mit ihrem Stift auf die Tischplatte trommelte. Die Studentin neben ihr sah sie verärgert an, aber Jade störte das nicht. Sie verstand die Formeln und das ganze physikalische Gesülze eh nicht. „Professor?“ Jade hatte die Hand gehoben. „Wenn Energie nicht verloren geht, dann kann man sich doch alle Energie zu nutze machen, oder?“ „Natürlich, das tun wir doch auch. Durch Wasser- oder Windenergie gewinnen wir zum Beispiel Strom.“ Jade schüttelte den Kopf. „So meine ich das nicht. Können wir Menschen Energie direkt nutzen?“ Der Professor sah sie zweifelnd an. „Ja, Sie alle nutzen die Energie, die Sie durch Nahrung auf sich nehmen.“ Jade seufzte. Sie wusste nicht, wie sie ihre Frage formulieren sollte, so dass er sie verstand, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Sie packte ihre Sachen zusammen und verließ den Hörsaal.

    Auf dem Heimweg spürte sie, dass ein Gewitter heranzog. Der Himmel war klar, noch keine Anzeichen dafür, aber sie spürte das wohlige Kribbeln in ihren Fingerspitzen. Als sie die Veranda ihres Elternhauses erreicht hatte, begann es zu regnen und die ersten Blitze folgten dem Donner.

    Jade blieb stehen und sah in den Himmel. Langsam schloss sie die Augen und spürte das Kribbeln in ihrem Körper und den Regen auf ihrem Gesicht. Morgen schon würde sie im Flugzeug nach New York sitzen und sich nie wieder nach ihren alten Leben, das nur eine Lüge war umsehen.



    Re: The Animal I Have Become - Heroes FF

    heavenj - 28.10.2007, 00:14


    Kapitel 1

    Sie ging die Treppe hinauf und öffnete die Tür, die zum Dach führte. Wie immer stand dort die junge Frau und blickte über die Stadt. Doch diesmal bemerkte sie ihr erscheinen sofort und drehte sich zu ihr um. "Du hast mich erwartet?" fragte Jade. Ihr Gegenüber nickte nur und kam dann näher. Jade ballte ihre Fäuste als die Frau weitersprach: "Ich weiß, was du getan hast." Jade ging langsam an ihr vorbei und legte dabei den Kopf schief. Die Frau ließ ein Fauchen hören, das klang, als würde es von einer Raubkatze kommen. "Du willst etwas über mich wissen?" Jade lachte verächtlich und blieb dann abrupt stehen. Ihre Handfläche vibrierte und sie konnte sich kaum zurückhalten." "Ich erinnere mich", hörte sie die andere sagen. Jade kniff die Augen zusammen. "An was? Wir kennen uns nicht..." Die junge Frau lachte nur auf und duckte sich, als sie spürte, wie Jades Hand sich um ihren Hals schließen wollte. Dann war sie verschwunden, nur eine Maus huschte über das Dach...

    Jade schrak hoch und sah in die Augen der Stewardess. „Schnallen Sie sich bitte an, wir landen gleich.“ Jade nickte und legte den Sicherheitsgurt an. Kurze Zeit später stand sie mit ihrem Rucksack vor dem Flughafengebäude. Sie musste nicht lange warten bis ein Wagen hielt, ein Mann im Anzug ausstieg und sie bat mitzukommen. Sie erkannte seine Stimme sofort. Sie war rau und hart. Sie hatte die Stimme schon am Telefon nicht gemocht.

    „Miss O` Conner“, sagte er und reichte ihr ohne weitere Begrüßung einen Umschlag. Jade öffnete ihn und holte einen schmalen Aktenordner hervor. „Sehen Sie sich die Bilder in Ruhe an. Wir haben Ihnen eine Wohnung gemietet. Leben Sie sich ein, nehmen Sie Kontakt zu ihren Zielpersonen auf und erledigen Sie den Rest, so wie Sie es gelernt haben.“

    Gelernt… Jade konnte sich nicht einmal mehr an die Zeit, in der sie all diese Dinge gelernt haben soll, erinnern. Die Kindheit und Jugend, an die sie sich erinnerte, waren nichts weiter als ein Film, von dem sie geglaubt hatte, er sei real.

    Man setzte Jade vor einem Hochhaus ab und gab ihr den Schlüssel. „Melden Sie sich, wenn Sie etwas brauchen.“ Der Mann, dessen Namen sie immer noch nicht kannte, steckte ihr ein Bündel Geld zu und gab dann dem Fahrer ein Zeichen.

    Jade ging die Treppe hinauf und steckte den Schlüssel in das Schloss ihres neuen zu Hauses, als plötzlich eine Stimme hinter ihr ertönte: „Na endlich zieh hier mal jemand ein.“ Sie drehte sich um und ein dunkelhaariger junger Mann lächelte ihr offen entgegen. „Ich bin Peter Petrelli.“ „Jade“, sagte sie und reichte ihm die Hand. „Ohne Nachnamen?“ „Ja.“ Plötzlich zog er seine Hand zurück und auch Jade zuckte zusammen, als sie eine Art elektrischen Schlag spürte. Doch augenblicklich kehrte das Lächeln auf Peters Gesicht zurück. „Na dann, auf gute Nachbarschaft.“ Jade nickte nur und verschwand in ihrer Wohnung. Sie sah auf ihre Hand, die leicht zitterte, aber das konnte nicht sein. Es waren keine Lampen an gewesen, kein Gewitter herrschte draußen. Woher sollte die Energie gekommen sein?

    ***

    Charlie fuhr sich durch die Haare und sah Mr. Bennet fragend an: „Und das bin ich?“

    “Das seid ihr“, antwortete er und schaltete den Videorekorder aus. Charlie griff sich in den Nacken, wo sie die kleine Narbe spüren konnte. Mr. Bennet nickte zu einer ungestellten Frage: „Genau von damals habt ihr dieses…“ „Brandzeichen? Stempel?“ Charlie hatte die Stimme erhoben und starrte auf den dunklen Fernsehbildschirm. „Dann sind meine Eltern nicht meine Eltern und ich bin nur ein beschissenes Versuchskaninchen, dessen Gedächtnis gelöscht wurde?“ Ihr Gegenüber nickte und Charlie fühlte sich als wäre sie kurz davor zu explodieren. „Und warum?“ fauchte Charlie und es war ein wirkliches Fauchen, tief aus ihrer Kehle. Mr. Bennet machte einen Schritt zurück und sah dann aus dem Fenster. „Ich hatte damals nicht viel mit euch zu tun. Ich habe nur eure Familien ausgesucht.“ „Unsere neuen Familien… Kennen Sie unsere wirkliche Familie?“ Er hatte ihr den Rücken zugewandt und schüttelte den Kopf. Charlies Intuition sagte ihr, dass er log und gleichzeitig auch, dass er es nicht zugeben würde, deswegen kam sie zu etwas, was sie ihm erzählen wollte.

    „Ich träume von ihr. Schon seit einigen Monaten, aber die Träume werden immer realer und diese Nacht, da war es, als wäre sie mir näher als sonst.“

    Mr. Bennet wandte sich ihr zu: „Sie wird auch nach New York kommen und vielleicht ist sie sogar schon hier.“

    „Und sie sucht mich?“

    “Nicht nur dich…“, war die leise Antwort. Er sah ihr in die Augen. „Ich lasse dir die Videos hier, eure Akte und meine Telefonnummer, aber ich kann nicht bleiben. Ich muss zurück nach Texas.“

    „Sind wir auch aus Texas?“ fragte Charlie. „Nein“, sagte Mr. Bennet und zog sich seine Jacke an. Er reichte ihr die Hand und als sie seine ergriff, legte er seine andere Hand noch darüber. „Pass auf dich auf.“ Charlie sah ihm verwirrt nach und ließ sich dann auf die Couch fallen, wo sie das Video wieder anschaltete.

    Sie sah sich als ca. fünfjähriges Mädchen in einem bunten Spielzimmer, wo sie mit einer Art Nanny sprach. Sie sah glücklich aus und plapperte fröhlich von einem Ausflug, den sie gemacht hatten. Die Nanny lachte und sagte dann: „Was willst du heute sein?“ Charlie zuckte mit den Schultern. „Vielleicht eine Katze?“ „Aber das warst du doch schon gestern. Versuch doch mal etwas anderes.“ „Ich mag Katzen.“ „Wie wäre es mit einer großen Katze?“ Charlie legte den Kopf schief und nickte dann. Im nächsten Moment saß ein Leopard vor der Frau und ließ ein Grollen hören. „Charlie“, sprach die Frau den Leoparden ruhig an, bis dieser sich auf den Boden legte und zu ihr aufsah.

    Auf der anderen Seite des geteilten Bildschirms sah sie dieses andere Mädchen. Ebenfalls fünf, aber nicht in einem Spielzimmer, sondern in einem kahlen Raum. Dieses Mädchen schrie und über ihr platzten die Glühbirnen, dann schoss ein Blitz aus ihren Händen und traf die junge Frau, die mit einem Tablett ins Zimmer kam. Diese sackte zusammen und das Mädchen sah mit einem Lächeln auf ihre Hände. Hinter der getöteten Frau kam ein Mann in den Raum und streckte die Arme nach dem Mädchen aus. Dieses sprang ihm in die Arme. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Fantastisch, Jade, du wirst immer besser.“



    Re: The Animal I Have Become - Heroes FF

    heavenj - 29.10.2007, 20:25


    Kapitel 2

    Jade saß auf ihrem Bett und schlug die Akte auf. Sie blätterte durch die Namen und Bilder. Zu jeder Person war daneben noch eine kurze Notiz zur Biographie beigefügt worden. Jade berührte es nicht weiter, bis sie plötzlich ein Gesicht sah und den Ordner beinahe fallen ließ. Sie kannte dieses Gesicht, es war das aus ihren Träumen!

    Charlie Miller; arbeitet als Anwaltsgehilfin; lebt alleine, hat auch sonst wenig soziale Kontakte; ist ein Gestaltwandler, kann sich in beinahe jedes Tier verwandeln, bevorzugt aber die Gestalt einer Katze.

    Neben diesen Informationen waren noch die Adressen von Charlie Millers zu Hause und ihrer Arbeit angegeben.

    Jade beschloss sich nicht sofort auf die Suche nach ihr zu machen. Sicherlich wollte sie wissen, wer Charlie war und warum sie immer wieder in ihren Träumen auftauchte, aber sie spürte intuitiv, dass sie noch nicht so weit war, ihr zu begegnen.

    Sie legte die Akte auf den Nachttisch. Die anderen Zielobjekte konnte sie sich auch noch einen anderen Tag genauer betrachten. Sie hatte eh schon beschlossen, wen sie als erstes aufsuchen würde.

    Jade schaltete das Licht aus und versuchte zu schlafen, doch sie fand keine Ruhe. Durch die geschlossenen Fenster konnte sie den Lärm der Straße hören. Die Menschenmassen, die durch die Straßen trieben. Es war als wäre die Energie dieser vielen Menschen ein Brummen, das in Jades Kopf vibrierte. Und die Autos, die vielen Autos. In ihrem ländlichen zu Hause hatte sie höchstens die Energie eines Gewitters gespürt, in New York war das ganz anders, was sie fühlte, machte sie unruhig, nervös.

    Sie erhob sich und beschloss auf das Dach ihres Hauses zu steigen. Als sie die Tür öffnete und in die klare, kühle Nachtluft trat, sah sie sofort, dass sie nicht allein war. Am Rand saß Peter auf der Brüstung und bemerkte sie erst, als sie neben ihm stand.

    Der Blick, mit dem er sie musterte, war seltsam, als würde er sie etwas fragen wollen, sich jedoch nicht trauen.

    „New York ist laut“, sagte Jade. Peter lachte: „Kein Großstadtkind?“ Jade schüttelte den Kopf und lehnte sich über die Brüstung. „Ich bin in Wyoming aufgewachsen.“ „Und was hast du dort gemacht?“ „Versucht mich selbst zu finden und nebenbei studiert. Physik und Biologie, aber nie ein Wort verstanden und nun bin ich hier.“ „Brauchst du einen Job?“ fragte Peter. Jade zögerte kurz. Einerseits wollte sie so unauffällig wie möglich sein, andererseits würden sie geregelte Arbeitszeiten nur behindern, also schüttelte sie den Kopf und ergänzte: „Ich hab schon einen. Mein … Onkel … hat mir geholfen einen zu finden.“

    Als Peter schwieg, fragte sie: „Und was machst du?“ „Ich bin Krankenpfleger. Bis vor einer Weile habe ich Sterbende betreut. Jetzt, na ja, suche ich eher nach einer Veränderung.“

    Jade sah Peter von der Seite an, welcher seinen Blick wieder auf die nächtliche Stadt gerichtet hatte.

    „Kennst du dich mit Genetik aus?“ fragte er plötzlich. „Ja, das war mein Schwerpunkt im Biologiestudium, was nicht heißt, dass ich da irgendwas verstanden hätte.“ „Kennst du das Buch „Activating Evolution“ von Chandra Suresh?“ Als Peter sich ihr zuwandte, blickte Jade weg. „Nein, nie von ihm gehört“, log sie.

    Natürlich hatte sie das Buch gelesen. Mehr als einmal und am Ende hatte sie es wütend in die erstbeste Mülltonne geworfen. Sie verstand nicht, wie dieser Mann sich anmaßen konnte, sie heilen zu wollen! Sie litt nicht an einer Krankheit, sie war begnadet! Sie hatte zwar von seiner Tochter gelesen, die auch besondere Fähigkeiten hatte und an einer Art Virus gestorben war, aber Suresh wollte nicht nur diesen Virus auslöschen, er wollte mehr, das hatte Jade zwischen den Zeilen gelesen.

    „Gute Nacht, Peter“, sagte sie und verließ das Dach. Wieder in ihrer Wohnung nahm Jade die Akte vom Nachttisch und schlug die letzten Seiten auf. Ob Peter einer von ihnen war?

    ***
    Charlie war irgendwann vor dem Fernseher eingeschlafen und die Videos hatten sich in ihre Träume gemischt. Als sie aufwachte, waren die Bilder ein Teil ihres Bewusstseins geworden. Sie konnte sich zwar immer noch nicht an dieses Leben mit ihrer Schwester erinnern, aber es fühlte sich vertraut an.

    Während Charlie sich einen Kaffee kochte, fragte sie sich, ob Jade die gleichen Träume hatte und ob sie auf Chandra Sureshs Liste stand. Sie beschloss nach der Arbeit zu Mohinder zu fahren, zu dem sie seit dem Tod seines Vaters Kontakt gehalten hatte. Doch erstmal war noch ein bisschen Zeit für ihren allmorgendlichen Besuch.

    Das Fenster war wie immer geöffnet und Charlie war kurz davor eine Pfote hineinzusetzen, doch dann entschied sie sich dagegen. Sie wollte nicht noch mehr in seine Privatsphäre eindringen, als sie es eh schon tat. Also rollte sie sich auf dem Fensterbrett zusammen und döste leicht vor sich hin, bis der Mann in seiner Polizeiuniform in der Küche erschien. Er setzte sich einen Kaffee auf und kam auf sie zu. „Guten Morgen, du“, sagte er leise und strich ihr durchs Fell. Charlie schnurrte.

    „Matt!“ ertönte die nervige Stimme seiner Frau. Charlie sah, wie der Angesprochene kurz die Augen schloss und sich dann mit einem Lächeln umdrehte. Matt, hieß er also, dachte Charlie. Seine Frau erschien im Morgenmantel. „Vergiss nicht, dass ich nachher den Termin beim Frauenarzt habe. Du solltest dabei sein. Wir können vielleicht zum ersten Mal unser Kind sehen!“

    Charlie schoss fauchend in die Höhe und verkrampfte sich zu einem Buckel.

    „Und jag endlich diese Katze ein für allemal davon!“

    Als die Frau wieder im Schlafzimmer verschwunden war, drehte Matt sich zu Charlie. „Hast du gehört, du sollst nicht mehr wiederkommen, aber ich sag dir was, wir lassen uns einfach nicht erwischen, dann kannst du mich weiter jeden Morgen besuchen.“

    Charlie stupste mit dem Kopf gegen die Hand, die Matt ihr hinhielt. „Na gut, dann muss ich jetzt zur Arbeit und du hast sicherlich auch etwas zu tun.“ Er strich ihr ein letztes Mal durch das Fell und wandte sich dann ab.

    Charlie erhob sich und huschte geschmeidig die Feuerleiter hinunter. In der Seitenstraße verwandelte sie sich zurück. Wenn sie ein Mensch war, waren ihre Gedanken einfach klarer. Als Tier merkte sie, wie sich das Animalische durchsetzte und sie nicht immer alles kontrollieren konnte, so wie das Fauchen als sie erfahren hatte, dass die Frau schwanger war. Und warum nur war Charlie sich sicher, dass das Kind nicht von Matt war…

    Es war später Nachmittag als Charlie bei Mohinder ankam. Er telefonierte, ließ sie aber in die Wohnung und gab ihr mit einer Handbewegung zu verstehen, dass er gleich für sie da sein würde. Charlie nickte nur und ging in sein Büro, wo noch die Karte hing, die sein Vater angefertigt hatte. Einige Fotos waren durchgestrichen. Das waren Menschen, die tot waren, die meisten getötet von Sylar, der auch Mohinders Vater auf dem Gewissen hatte, und den Mohinder seither jagte. Charlie studierte die Fotos genau, doch sie konnte Jade nicht entdecken.

    „Suchst du etwas Bestimmtes?“ Mohinder war hinter ihr erschienen und sah ihr über die Schulter. „Hm…ja, ich hab dir doch von meinen Träumen erzählt und sie werden immer realer und … es klingt vielleicht merkwürdig, aber ich wollte gucken, ob sie vielleicht eine von … von uns ist.“ „Ich habe noch längst nicht alle auf die Karte übertragen und es kommen auch jeden Tag neue dazu. Vielleicht kann sie in Träume eindringen…“ Charlie unterbrach ihn: „Nein, ich glaube, wenn dann ist ihre Fähigkeit eine andere.“ Mohinders Blick war fragend, aber obwohl sie ihm vertraute, wollte sie ihm nicht von Mr. Bennet und der Enthüllung, dass sie eine Schwester hatte, erzählen. Doch dann platzte es aus ihr heraus: „Gestern war ein Mann bei mir, er arbeitet für eine Organisation, die … ich weiß auch nicht genau was sie machen, aber sie haben etwas mit Menschen wie mir zu tun.“

    Mohinder zog Charlie mit sich auf die Couch. „Erzähl, was wollten sie von dir?“ Und Charlie begann zu erzählen.

    „Dieser Mr. Bennet rief mich vor einer Woche an und fiel gleich damit ins Haus, dass er wisse, dass ich mich verwandeln könnte. Er meinte, er könne mir nicht sagen, für wen er arbeitet, aber er hätte wichtige Informationen. Das kam mir alles sehr Spanisch vor, aber ich habe mich trotzdem mit ihm getroffen. Vor zwei Tagen in einem Cafe, dort hat er mir von seiner Tochter erzählt, Claire…“

    Mohinder sprang auf und zeigte auf die Karte: „Claire Bennet aus Texas. Sie kann sich heilen.“

    Charlie nickte und fuhr fort: „Wir haben uns lange unterhalten und er hat mir erzählt, dass ich adoptiert wurde, das hab ich aber schon lange gedacht. Er kennt meine richtigen Eltern nicht, aber er kennt meine Zwillingsschwester. Jade. Das Mädchen aus meinen Träumen.“

    „Und sie hat dieselben Fähigkeiten wie du?“ hakte Mohinder nach.

    „Nein, sie kann Energie umwandeln. Ich weiß nicht genau, wie ich das erklären soll, Mr. Bennet wusste es auch nicht. Jedenfalls, das Wichtigste ist, dass wir verschieden erzogen oder geprägt wurden. Ich hab Videos gesehen. Ich wurde wie ein relativ normales Mädchen behandelt. Ich hatte Spielzeug, Spaß und eine Nanny, die wie eine Freundin und Mutter war. Natürlich hat man meine Fähigkeiten gefördert und ich hab auch gelernt, wie ich mich verteidigen kann, aber Jade, sie hat gelernt, wie man angreift. Sie war isoliert und wurde zu einer Kampfmaschine erzogen.“

    Mohinder hatte die Stirn in Falten gelegt: „Für was?“

    “Wenn etwas nicht so läuft, wie es sich diese Organisation gedacht hat, dann ist sie dafür da um … Leute wie mich umzubringen. Und ich kann sie aufhalten.“

    “Was könntet ihr zusammen alles…“, sagte Mohinder nachdenklich und sah Charlie an.



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Stranger

    München @Steffi - gepostet von alexia am Mittwoch 05.09.2007



    Ähnliche Beiträge wie "The Animal I Have Become - Heroes FF"

    Spieltag 09 - Reinoldo (Donnerstag 21.10.2010)
    wer sucht ein neues auto? - Matze (Sonntag 31.10.2010)
    City of Heroes - Privateer (Montag 10.05.2004)
    Animal Hording - candis (Freitag 27.07.2007)
    Tribute to Metal Heroes - krisholmes (Samstag 15.01.2005)
    Local Heroes - vanish (Sonntag 23.05.2004)
    local heroes bla ^^ - Campino (Dienstag 04.09.2007)
    Warlords 4: Heroes of Etheria Patch 1.05 - psmatt (Montag 16.07.2007)
    04. 07. 2008 - Andreas (Freitag 04.07.2008)
    Heroes - Fanarts - freaky (Mittwoch 18.07.2007)