Verfügbare Informationen zu "Die zweite Runde"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: michael hanke - Bluesky - michael henke - soweda - botm@ster Forum: Steuertutorium der Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg aus dem Unterforum: Aufgaben Antworten: 20 Forum gestartet am: Freitag 02.12.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Die zweite Runde Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 2 Monaten, 8 Tagen, 11 Stunden, 36 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Die zweite Runde"
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 28.12.2005, 22:15Die zweite Runde
Servus, Grüzi und Hallo, und denn gleich in medias res:
1) Was würde man bei einem gegebenen Steuertarif stetgs vorziehen: Den Freibetrag oder die Freigrenze? Begründet dies und überlegt, ob es bei gleicher betrglicher Höhe nicht egal wäre.
2) Beschreibt den zusammenhang zwischen einem Steuersystem und den Besteuerungsprinzipien.
3) Gegeben sei folgender Tarif: x * 0,25 - 5000€. Welche Form von Tarif liegt vor. Ist dieser mit dem deutschen Steuersystem zu vereinen???
4) Wie geht man Kollisionen zwischen Steuerprinzipien aus dem Weg?
5) Warum wird die Quellenbesteuerung von Staats seiten vorgenommen?
6) Was passiert, wenn eine Steuerüberwälzung nicht gelingt. Bildet bitte ein Besppiel dazu!
7) Welche Rolle spielt ein Steuerdestinatar??? Ist diese Rolle verwirklich, wenn die Überwälzung nicht stattfindet?
Das soll erst einmal zu diesen Themen reichen, viel Spass beim Lösen der Aufgaben!!!
Michael
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 14:53Aufgabe 1
Ich versuch mich hier mal wieder:
Aufgabe 1:
Freibetrag: Betrag, der bei der Ermittlung der BMG immer
abgezogen wird und stets steuerfrei ist ( z.B. Steuer-
freibetrag )
Freigrenze: bis zu diesem Betrag bleibt die BMG steuerfrei, bei
überschreiten wird die volle BMG besteuert.
( Bei Überschreitung kein Vorteil mehr )
FB= 1000 FG= 1000 Steuersatz= 20%
BMG FB FG
1000 0 0
2000 200 400
5000 800 1000
Ein FB ist nicht immer günstiger als eine FG; innerhalb
des Betrags erhält man ein identisches Ergebnis.
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 15:06Aufgabe 2
Aufgabe 2:
STEUERSYSTEM: GEsantheit der einelnen Steuern eines Staates
einschließlich ihrer gegenseitigen Beziehungen
sowie der angewandten Besteuerungsprinzipien.
BESTEUERUNGSPRINZIPIEN: Grundsätze die der Ausgestaltung
und Beurteilung von Steuer-
systemen dienen.
Das Steuersystem besteht aus mehreren Einzelsteuern.
Dabei gibt es mehrere Systematiesierungsmöglichkeiten
der Einzelsteuern.
Das geltende deutsche Steuersystem ist weit entfernt von
einem "System" als einheitliche geordnetes Ganzes.
Es stellt sich vielmehr dar als das Produkt einer historischen
Entwicklung ( bei wechselnden Besteuerungsprinzipien)
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 15:19Aufgabe 3
Aufgabe 3:
Der vorliegende Tarif ist proportional mit einge-
bautem "Freibetrag" von 5000€.
Dieser Tarif ist nicht mit dem deutschen Steuersystem
zu vereinen, da die Möglichkeit besteht, dass man
nicht nur keien Steuern zahlt, sondern auch noch
Geld vom Staat zurückbekommt, wenn x*0,25
kleiner 5000€.
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 15:43Aufgabe 4
Aufgabe 4:
Das Prinzip der Praktikabilität der Besteuerung, mit
den Subprinzipien der Einfachheit der Steuergesetzt
sowie der Wirtschaftlichkeit der Steuererhebung,
steht tendenziell im Gegensatz zur Steuerge-
rechtigkeit.
Die Entscheidung, ob und in welchem Bereich der Steuer-
vereinfachung zu Lasten einer gerechteren Steuer-
lastverteilung der Vorrang gegeben wird, wird
von den Politikern getroffen.
Anmerkung von Michael:
Das muss nicht immer die Politik sein, das kann auch die Verwaltung sein in Form der Oberfinanzdierektionen oder des Bundesfinanzministeriums. Die Leute haben dort Ahnung und was anderes studiert als Sowi und Pädagogik auf Lehramt (kleiner Scherz am Rande)
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 15:50Aufgabe 6
Aufgabe 6:
Eine Steuerüberwälzung ist nicht gelungen, wenn
Steuerträger und Steuerschuldner dieselbe Person
sind.
Ist beispielsweise ein Produzent Schuldner einer
neu eingeführten Steuer, und kann keine
Preiserhöhung auf dem Markt durchbringen,
so kann er auch die Steuerlast nicht auf den
Abnehmer überwälzen. So ist der Schuldner der
Steuer auch gleichzeitig ihr Träger.
Re: Die zweite Runde
Bluesky - 02.01.2006, 15:55Aufgabe 7
Aufgabe 7:
STEUERDESTINATAR: ist derjenige, der nach dem Willen
des Gesetzgebers die Steuer wirtschaftlich tragen soll.
Wird die Steuer nicht überwälzt, z.B. die Erbschaftssteuer,
so ist der Erbe gleichzeitig Steuerschuldner,-zahler,
-destinatar und -träger. Somit ist die Rolle verwirklicht.
Bitte noch einmal überdenken...
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 02.01.2006, 20:24
DA ist ja jemand fleissig, Lob und Anerkennung, so macht es Spass
Lg und ein Frohes Neues Jahr
Michael
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 02.01.2006, 20:27Re: Aufgabe 3
Bluesky hat folgendes geschrieben: Aufgabe 3:
Der vorliegende Tarif ist proportional mit einge-
bautem "Freibetrag" von 5000€.
Dieser Tarif ist nicht mit dem deutschen Steuersystem
zu vereinen, da die Möglichkeit besteht, dass man
nicht nur keien Steuern zahlt, sondern auch noch
Geld vom Staat zurückbekommt, wenn x*0,25
kleiner 5000€.
Auf die Rückzahlung wollte ich nicht heraus. Bei einem Freibetrag kann die Bemessungsgrundlage immer nur Null sein, nie negativ. Das heisst: Hat man nichts eingezahlt, so bekommt man auch über den Freibetrag nichts zurück (Anders sieht es bei Verlusten aus, dazu aber später erst).
Re: Die zweite Runde
michael henke - 03.01.2006, 16:24
Buhhhhhhhhhhhhhh!!!
Bluesky ist doof! :evil:
Alle Aufgaben schon weg. :(
ps: :wink:
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 03.01.2006, 20:18
Wenn da mal keine Eifersucht im spiel ist. Gedanken kannst Du Dir dennoch machen, vor allem da, wo ich Kommentare hinterlassen habe, viel Vergnügen
Michael
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 05.01.2006, 10:34
Wichtig für Euch hinsichtlich Klausurtechnik:
Wenn gefragt wird, ob eine Sache IMMER besser ist als eine Andere, so müsst ihr in Grenzfällen denken. Soll heissen: Wenn man die Lösung als ein Rechteck ansieht, dann kann die Klausurantwort sich nur auf den Außenlinien befinden (mal bildlich gesprochen). In dem dargestellten Fall Freibetrag vs. Freigrenze kann es also sein, dass beides gleich ist. Somit ist keine Sache besser. Wenn kein Vorzug existiert, dann ist schon ein Beispiel gefunden, in dem die Aussage erfüllt ist, dass ein Freibetrag nicht immer besser als eine Freigrenze ist.
Wenn die Zeit in der Klausur ausreicht, sollte man allerdings noch zusätzlich erwähnen, dass ein Freibetrag dennoch vorzuziehen ist, da dieser IMMER abgezogen werden kann und somit die Vorteilhaftigkeit stets gegeben ist und nicht nur in Grenzen wie beim Freibetrag.
Also: Immer, wenn ihr das Wörtchen IMMER in einer Klausur vorfindet, denkt daran, dass Ihr Grenzfälle konstruieren müsst, denn nur so kann man Aussagen verifizieren oder falsifizieren. (Und das ist nicht nur in Steuern so, sondern in allen anderen Fächern Eures Studiums, nennt sicht dann Methodologie, und die ist fächerübergreifend)
Schönen Tach auch
Michael
Re: Die zweite Runde
soweda - 05.01.2006, 15:58
Hallöchen,
ist die Antwort zu Frage Nr. 4 wirklich so gewünscht?
Ich weiß leider auch keine bessere, habe aber das Gefühl, dass
auf die Frage nicht wirklich geantwortet wurde.
Konnte im Buch auch keine Antwort dazu finden. :?:
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 06.01.2006, 01:16
So wie die Antwort gegeben wurde ist sie schon richtig. Bei einer reinen Theorie kommt es in der Praxis dazu, dass die Kosten der Erfassung, Überprüfung und der Besteuerung höher sind als der Ertrag einer Steuer. Damit man dies umgeht, erläßt man Vereinfachungen, die von der "reinen Lehre" abweichen, um das Ganze auch in Sinnvollen Bahnen zu lassen und die Kosten nicht zu überstrapazieren.
Mein Einwand ging nur in die Richtung, dass diese Erlasse in der Regel nicht von Politikern ausbaldowert werden, sondern von der Verwaltung...
In diesem Sinne
Michael
Re: Die zweite Runde
botm@ster - 18.01.2006, 16:56
Könntest du Aufgabe 3) nochmal erklären. Das ist doch kein richtiger Freibetrag oder?
Re: Die zweite Runde
botm@ster - 18.01.2006, 17:10
Vorschlag für 5):
Verkleinerung der Anzahl der Steuerschuldner.
Könnte jemand mal die Antwort von Aufgabe 5 posten...
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 18.01.2006, 22:00
Nicht ganz,
das Quellensteuerprinzip soll sicherstellen, dass Personen mit Überschusseinkünften am Jahresende keine böse Überraschung hinsichtlich der ESt erhalten. Die Vorauszahlungen sollen sicherstellen, dass zumindest ein Großteil der Steuerzahlung schon bei Vatta Staat ist, indem direkt bei Zahlung an der Quelle abgeschöpft wird.
Personen mit GEwinneinkunftsarten traut man dagegen mehr zu, da hier nicht an der Quelle abgeschöpft wird, sondern Vorauszahlung QUARTALSWEISE machen müssen
In diesem Sinne
Re: Die zweite Runde
botm@ster - 20.01.2006, 16:31
Könntest du Aufgabe 3) nochmal erklären. Das ist doch kein richtiger Freibetrag oder?
Re: Die zweite Runde
michael hanke - 21.01.2006, 13:02
Das Problem hierbei ist, dass ich nicht präzise genug war. Es würde sich nur um einen Freibetrag handeln, wenn ich eine Nebenbedingung erstellt hätte und zwar der Art, dass die Bemessungsgrundlage nicht negativ hätte werden dürfen. Ich bitte diesen formal mathematischen Fehler zu entschuldigen, ich habs nicht so mit Mathematik, deshalb ist Steuern mein Schwerpunktfach :-)
Michal
Re: Die zweite Runde
botm@ster - 21.01.2006, 15:20
Ich hatte mich schon etwas gewundert nachdem ich die Funktion mal skizziert hatte.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum Steuertutorium der Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg
Ähnliche Beiträge wie "Die zweite Runde"
Ergebnismeldung Liga 3 - Runde 3 - Peter (Donnerstag 09.12.2004)
18.02.2007 - Chillabend Runde 2 "DAS ORIGNAL" - dr_Hamm (Sonntag 18.02.2007)
1.Runde - kicker (Freitag 05.08.2005)
training am 5.3. - udalrich (Donnerstag 24.02.2011)
Runde 5 - Squealer (Samstag 21.01.2006)
Ausfahrten 2012 - GeorgG (Sonntag 11.03.2012)
Ein Hallo in die Runde werf :) - Sarumanus (Donnerstag 02.08.2007)
eine Runde U-Mod - pinguin (Freitag 19.01.2007)
+++Bundesliga 8.Runde+++ - Papa Bouba (Montag 13.08.2007)
Runde 003 - rid xl (Sonntag 24.09.2006)
