Das Geburtstagsgeschenk

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    Re: Das Geburtstagsgeschenk

    rockyhund - 16.10.2007, 23:53

    Das Geburtstagsgeschenk
    Der schwarze Sand fliegt nur so über das Blumenbeet auf die Terrasse, ja ja im Garten der Mayers wird schwer gearbeitet! Die so schwer schuftet ist Babsy, eine 3 jährige wuschelige Mischlingshündin, die ganz emsig ein tiefes Loch für ihren super Kauknochen aushebt, den sie gestern zum Geburtstag bekommen hatte. Das weiß/braune Fell von Babs hat schon die Farbe der schwarzen Erde angenommen, doch das ist ihr egal, es wird weiter gebuddelt und ihr Kopf ist schon fast nicht mehr zu sehen, schabschabschab, was macht man nicht alles für ein gutes Versteck!

    "Baaaaaaaaaaaaaaaaaaabsyyyyy, hör auf damit", dieser durchdringende Schrei von Frauchen lässt Babsy für ein paar Sekunden verharren. Aufgeregt stürzt Frau Mayer über ihre Terrasse und schaut sich das wahnsinnig riesige Loch im Blumenbeet an, wo gestern noch Herbstastern wuchsen klafft jetzt ein 20 cm tiefes Loch. Babsy ahnt nichts Gutes, schnappt sich ihren Geburtstagskauknochen und läuft mit ihm fröhlich im Garten umher.

    Was aber getan werden muss, muss getan werden, denkt sich Babsy und läuft zu dem großen Fliederbaum und fängt wieder an zu graben, denn der Kauknochen muss unbedingt unter die Erde. Ohhh nein nicht schon wieder, schimpfte Babsys Frauchen, nun ist aber Schluss, sie nahm die Fellbürste, die sie in der Hand hatte und bürstete Babsy den ganzen Sand aus dem Fell. Wir werden gleich zum Strand fahren, da kannst Du dich austoben und so viel buddeln wie Du willst, sagte Frau Mayer, ich hole nur noch den Autoschlüssel und dann geht’s los!

    Ehe sich Babsy versah, saß sie angeschnallt auf dem Rücksitz des Autos und ab ging die Fahrt in Richtung Strand. Sie legte sich schnaufend auf ihre Decke und träumte von Sand, und Wasser und was sie dort alles gleich anstellen könnte. Das Auto stoppte nach einiger Zeit und Babsy schaute gespannt aus dem Rückfenster, ein Gedanke überkam sie jedoch sofort, der ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ: Sie hatte ihren heißgeliebten Kauknochen zu Hause vergessen!

    Wir sind da, dachte Babsy und mein Knochen liegt zu Hause, was mach ich bloß, ich muss was haben, was genau so wertvoll ist wie mein Geburtstagsgeschenk von Onkel Klaus! Frauchen entfernte den Sicherheitsgurt von Babs und sagte, nun lauf meine kleine Buddelbabsy, da hast du Sand ohne Ende! Babsy sprang aus dem Wagen und schnappte sich im Vorbeihüpfen den Handschuh von Frauchen, der immer zwischen den Vordersitzen lag und rannte mit ihrer Beute zu dem herrlich großen Sandstrand.

    Frau Mayer schaute ihrer Babs lächelnd hinterher, denn von dem Diebstahl hatte sie nichts mitbekommen. Babsy lief am Strand entlang, wälzte sich und knurrte vor lauter Freude. "Komm Babs, wir machen einen kleinen Spaziergang", Frau Mayer ging voran und Babs buddelte eiligst den stibitzten Handschuh in den nassen Sand, denn sie wollte keinesfalls, dass Frauchen während des Spaziergangs davon etwas merkt; man konnte ihn auf dem Rückweg ja wieder ausbuddeln.

    Sie gingen eine Weile am Ufer entlang, was für Babsy sehr lustig war, denn das Treibholz was Frauchen fand, schmiss sie immer eine weite Strecke voraus. Babs rannte wie ein Blitz hinterher und nahm oft eine kleine Kurve ins Wasser, denn sie liebte es auch mit den Wellen um die Wette zu laufen.
    Komm meine Süße, wir gehen wieder zum Auto zurück, rief Frau Mayer ihrer Babsy zu, die gerade so aussah, als wenn sie im Sand verzweifelt was suchte!

    Sie buddelte und buddelte, maaaaaaan wo war nur dieser blöde Handschuh? Babsy war schon über und über mit Sand bedeckt und endlich hatte sie ihre Beute wieder ausgebuddelt und trug sie stolz zum Auto. "Hey Babsy", Frau Mayer schaute sich voller Freude zu ihr um, "was hast du denn da, das ist ja klasse - mein Handschuh, wie kommt der denn hier her?

    Babsy war mächtig stolz, von Frauchen so gelobt zu werden und die Rute von Babsy ging wie ein Propeller! Sie hüpfte auf einen Vordersitz ins Auto, nahm zwischen den Vordersitzen den zweiten Handschuh und zeigte ihn mit noch mehr Stolz und Freude ihrem Frauchen. “ Ach so eine bist du, du kleine Handschuhdiebin”, Frauchen lachte, denn bei so viel Gewitztheit konnte sie ihrer Babsy nicht böse sein.

    Die gesamte Rückfahrt über lag Babsy zusammengerollt auf dem Rücksitz und ruhte sich vom schönen Strandspaziergang aus. Die Sonne stand tief am Himmel, es war windstill und ein wunderschöner Herbsttag neigte sich dem Ende zu. Babsy schnaufte vor Zufriedenheit und wusste, dass sie bis zum Abend noch etwas zu Hause zu erledigen hatte.

    Zu Hause angekommen lief Babs auch gleich in den Garten um ihren Geburtstagsknochen zu holen und ihn sorgfältig zu verstecken. Doch er war weg, futschicato spurlos verschwunden und sie wusste doch sehr genau, dass er am Fliederbaum gelegen hatte.
    Krrrahhhh, krrrrahhhh, Babsy blickte aufs Garagendach, wo auch das Geräusch herkam und sah zu ihrem Entsetzen, wie sich eine freche Krähe mit ihrem Knochen vergnügte.


    Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachte sich Babsy, fing aus Leibeskräften an zu Bellen und führte einen Tanz auf, als hätte sie etwas gestochen. Frau Mayer lief eilig auf die Terrasse, um nachzuschauen, was Babsy so außer Rand und Band brachte und konnte sich vor Lachen kaum noch halten. Da hüpfte ihre Babsy wie von der Tarantel gestochen an der Garagenwand hoch und die freche Krähe hatte nichts Besseres zu tun als ganz genüsslich den Kauknochen vor sich herzuschieben.

    Frau Mayer fasste sich ein Herz und nahm eine kleine Leiter und einen Besen und versuchte die Krähe wegzuscheuchen, um den Knochen mit dem Besen wieder zur Erde zu befördern! Babsy quiekte und bellte vor Freude, als sie ihren Knochen wieder hatte und suchte sich auch gleich ein ruhiges Plätzchen, um ihr Geburtstagsgeschenk zu verspeisen.

    Frau Mayer lachte immer noch als sie sagte, “siehst du meine kleine Babsy, du hast mir meinen Handschuh wiedergegeben und ich gebe dir dafür Deinen Knochen.”

    Autoren: wölfin, rockyhund



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