Heißer Tanz bei Jones' Rückkehr

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    Re: Heißer Tanz bei Jones' Rückkehr

    sonni - 07.12.2007, 21:27

    Heißer Tanz bei Jones' Rückkehr
    Jahrelang war Jermaine Jones der Publikumsliebling bei Eintracht Frankfurt. Doch seinen Kredit bei den Fans hat der ehemalige Eintracht-Kapitän mit seinem Wechsel zu Schalke verspielt. Die Anhänger haben ihrem ehemaligen Liebling für seine Rückkehr einen heißen Tanz angekündigt - Jones bleibt cool.

    "Die Stimmung wird nicht angenehm sein", prophezeit der Mittefeldspieler, der sechs Spielzeiten das Trikot der Hessen getragen hat und in 84 Spielen 12 Tore markierte. Vor seiner Transferzusage an Schalke 04 gegen Ablauf der letzten Saison, war Jones Publikumsliebling in der Bankenstadt. Doch seinen "Verrat" nehmen ihm die Frankfurter Fans noch heute übel. "Wir werden ihn über das gesamte Spiel mit einem Pfeifkonzert, begleiten. Für ihn wird es ein bisschen sein wie die Hölle", kündigte Fanbetreuer Andreas Hornung schon vorab an.

    Doch Jones lassen solche "Drohgebärden" kalt. Zu sehr ist er Profi, zu sehr fühlt er sich beim Gelsenkirchener Klub heimisch und zu sehr überwiegen die positiven Gedanken an die Eintracht. "Das gehört zum Fußball dazu, dass man ausgepfiffen wird. Davor schrecke ich jetzt nicht zurück. Ich will mit Schalke einen Sieg holen, damit wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen", bleibt Jones gelassen und weitsichtig.

    Seine Nähe zum Ex-Klub wird auch nach der Partie nicht gestört sein: "Auch wenn man mich auf diese Art empfangen sollte, die Eintracht bedeutet mir weiter sehr viel. Nach einem Spieltag achte ich immer zuerst auf ihr Ergebnis." Verständnis für Pfiffe gegen ihn hat er dennoch nicht: "Ich habe mir für die Eintracht lange Jahre den Arsch aufgerissen und bin nach Verletzungen immer wieder zu früh auf den Platz gegangen. Das honorieren die Leute leider nicht, es gibt keine Gerechtigkeit."

    Bordon sieht keine Gefahr

    Die Situation in der Jones jetzt steckt, will Kapitän Marcelo Bordon nicht überbewerten. "Er ist Profi und wir sind an seiner Seite. Jermaine wird ein tolles Spiel abliefern", erklärte der Kapitän und sieht die Partie gegen den Tabellen-Zehnten zugleich als ideale Gelegenheit, neue Spielstärke zu demonstrieren. "Der Trainer hat mit uns intensiv geredet. Das Spiel gegen Bochum war nicht gut, dass wissen wir genau. Gegen Frankfurt werden wir noch engagierter und zielstrebiger im Offensivspiel auftreten", hofft Bordon, dass der lahmende Turbo im Spielaufbau endlich sein Ende findet. Spielmacher Ivan Rakitic zeigt sich bereit: "Ich fühle mich gut und werde gemeinsam mit meinem Team zeigen, dass Schalke weiterhin zu den spielerischen Top-Teams gehört."

    Slomka mit Respekt vor Funkel-Team

    Auch wenn Slomka die Marschroute für das Spiel ähnlich forsch angibt, Respekt hat er allemal. "Die Eintracht wird trotz der Ausfälle von Meier und Streit als Einheit auftreten. In Wolfsburg haben sie ja durch Kampfkraft und Laufbereitschaft geglänzt", wies Slomka auf, ohne jedoch die eigene Zielsetzung zu schmälern: "Wir werden im kämpferischen Bereich Paroli bieten, aber ich will auch endlich Offensivzauber sehen. Wir müssen besser in der gegnerischen Hälfte kombinieren und Torchancen zum Abschluss bringen. Ein schnelles Angriffsspiel ist das Ziel." Für seine Startelf steht dem S04-Coach nach langer Zeit wieder ein kompletter Kader zur Verfügung. Ob jedoch die ins Training eingestiegenen Christian Pander, Lewan Kobiaschwili und Sören Larsen für Samstag ein Thema sind, wird sich erst am Spieltag entscheiden.

    Manager Andreas Müller gab indes den Fast-Transfervollzug des 26-jährigen Mittelfeldspielers José Roberto de Oliviera, genannt "Ze Roberto", bekannt. "Noch steht der Medizin-Check aus, doch wenn es klappt, wird er mit uns in die Vorbereitung auf die Rückserie gehen." Zudem erhofft sich Müller, dass Frankfurt-Profi Streit, mit dem man schon für die Saison 2008/2009 einig ist, eventuell schon in der Winterpause zum Team dazu stößt: "Da müssen wir noch mit den Eintracht-Verantwortlichen reden. Wenn die ihn nicht abgeben wollen, dann geht es halt nicht."



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