lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen

Misanthrop-Society
Verfügbare Informationen zu "lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Peter Rast
  • Forum: Misanthrop-Society
  • Forenbeschreibung: Always Look On The Dark Side Of Life
  • aus dem Unterforum: Süd-Amerika
  • Antworten: 1
  • Forum gestartet am: Donnerstag 16.03.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 4 Monaten, 8 Tagen, 1 Stunde, 47 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen"

    Re: lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen

    Peter Rast - 21.11.2007, 23:57

    lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen
    Wo soll ich anfangen, habe ich doch wiedermal so viel erlebt? Die letzten Tage wurden massgeblich von einem Jeep, jedemenge Salzlagunen mit den dazugehoerigen Flamingos und ringsherum Lamas gepraegt. Eine vier-Tagestour durch den Suedwesten Bolviens hat seltsam, schwarz-faule Stellen auf meinem Gesaess entstehen lassen. Taeglich 15Stunden ueber feinste bolivianische Wasserausspuelungen, welche vor Ort Strasse genannt werden. Die Hoehe von 4000m wurde dabei kaum unterschritten. Wenn sich bahaarte Menschen wundern, warum hier kein Schnee liegt, koennte es daran liegen, dass es das Klima trotz Hoehe nicht zulaesst. Herrschen nachts schonmal Minusgrade ist es tagsueber drueckend Schwuel. Neben den bereits erwaehnten Salzagunen in denen tausende Flamingos nach Salzkrebschen fischen, beinhaltete die Tour den Besuch eines qualmend Vulkan und in aehnlichem Sinne aktiven Geysieren. Vom Geruch her erinnerte mich das schwefelwasserstoffhaltige Gasgemisch an das Moloch Jessnitz bevor mir dann schwindlig wurde. Ein Bad in einer heissen Quelle erlaubte es mir dann endlich mal die Kimme durchzuspuelen, denn Toilettenpapier ist in den Lehmhuettendoerfern, in denen wir die Naechte verbrachten, genauso Mangelware, wie Strom, Sauberkeit, schoene Frauen und Gehacktes. Abgeschlossen hat die Tour mit dem Besuch des hoechsten Salzsees der Welt. Mit ca.130km Ost-West-Ausdehnung war eine Menge Weiss im Beaeugungsfeld. Inmitten entsprung eine kleine Insel dem unwirklichem gar weissem Felde. Auf ihr waren ettliche Kolibris damit beschaeftigt auf jeden Fall nicht auf ein Bild meiner Kamera zu wollen. In einen Dorf komplett aus Salz gebaut fand ich dann meinen persoenlichen Souvenirfavoriten: eine Guitarre dessen Korpus ein totes Guerteltier war. Mit 50euro komplett zu teuer. Zweiter Platz war uebrigens eine Flasche welche in das Bein einer Kuh gefraesst war. Die Hufen waren der Flaschenfuss.
    Am Nachmittag kamen wir dann in dem Dorf Uyui an, welches lediglich durch nichts versuchte zu eberzeugen. Logische Schlussfolgerung die Weiterfahrt in die naechste Stadt. In ganz Suedbolivien gibt es nicht eine asphaltierte Strasse, zumindestens hab ich noch keine gesehen. Der Bus fahrt ueber Vibrationselemente, welche ab und an von Baechen und teilweise kleineren Flussen gekreuzt werden. Die Sitzplaetze sind der Groesse der Inkas angepasst. Neben mir sass ein unendlich viele Jahre alter Faltenbeutel. In seinen Deckenwickel-Koffer hatte er nur Kokablaetter, zumindesten hat er immer koka koka gesagt als er mich darauf hinwies besonders auf ihn aufzupassen. An der Stirnseite des Busses war ein Plakat einen Meter mal bisschen weniger als einen Meter. Es zeigte eine schwarz-weiss-Aufnahme des jungen Che Kevara. unterwegs wurden dann ein paar Einsiedler mitgenommen. Eine lehmfarbene Frau mitteltoedlichem Geruchs quetschte sich neben meinen Sitz und ignorierte komplett das disverhaeltnis von Huefte und Platzangebot. Durch und durch Mensch, wie ich nun mal bin, hab ich ihr meinen Platz angeboten, auch nicht ganz uneigennuetzlich um meinen Geruchsrezeptoren eine Zunkunfterspektive zu ermoeglichen. Den Rest der sechs Stunden fahrt, fuer uberigens 2euro Busgeld, verbrachte ich auf dem Flur. Momentane Position ist Potosi, die hoechste Stadt der Welt. Das merkt man auch daran, dass, wenn man mal Kacken war,man ne halbe Stunde Sauerstoffaklimationszeit benoetigt.

    Bisschen bolivianische Politik: Der Praesident wurde uebrigesn letzte Woche vom Militaer geputscht. In La Paz (Hauptstadt) und Le Sucre protestieren Tausende Menschen, da sie ihren Praesidenten geliebt haben, denn er war sehr nett. Bin mal gespannt, welche Auswirkungen das auf unseren Aufenthalt in Bolivien hat.

    Mit den Fotos ist das immer son Problem ,da die Internetverbindungskabel zu klein sind und die Bilder immer stecken bleiben, aber ich versuche mein stressfreies Bestes.



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Misanthrop-Society

    Membas - gepostet von Schwein am Donnerstag 16.03.2006
    Regenwald, Indianer und Kokablaetter - gepostet von Peter Rast am Dienstag 06.11.2007
    gewalt - gedichte - gepostet von Die Deutsch - Lehrerin am Sonntag 09.04.2006
    Wale an der argentinischen Ostkueste - gepostet von Peter Rast am Dienstag 23.10.2007



    Ähnliche Beiträge wie "lamaumrahmte und flamingogesprenkelte Salzseen"