Vince Russo Interview

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    Re: Vince Russo Interview

    raven! - 02.12.2005, 15:30

    Vince Russo Interview
    Russo ging auf seinen Wechsel ein, welcher im Oktober 1999 stattfand, als er die damalige WWF verließ und zur WCW ging. Das er die World Wrestling Federation verlassen habe, da sie seinen Arbeitsaufwand durch die damals neu eingeführte SmackDown! Sendung verdoppeln und erschweren wollten, stimmte er teils zu. Vince Russo besaß damals keinen festen Vertrag, weshalb der Wechsel zur WCW für Vince McMahon damals überraschend kam. Der Hauptgrund sei jener gewesen, dass Russo in der WCW die neue Herausforderung sah. Denn man hat das beste aus der WWF (heute WWE) geholt und sie sei einfach eine heiße Show gewesen. Nun wollte er es nochmal wissen und hinzu noch, diesmal ohne einen Vince McMahon. Russo selbst habe bei der WCW nachgefragt und nicht anders herum. Neben Russo ging auch der zweite damalige WWE Writer Ed Ferrera (spielte u.a. die umstrittene Jim Ross Parodie "Oklahoma" in der WCW) zu World Championship Wrestling. Vince McMahon drohte Vince Russo damals zu verklagen, wusste aber anscheinend nicht, dass sein Head-Writer keinen festen Vertrag hatte und somit gehen konnte wohin er wollte. Die Bekanntgabe des Wechsels hat Russo per Telefon gegenüber McMahon mitgeteilt, da es keine andere Möglichkeit gab. Er wollte Vince die Gründe persönlich sagen, damit dieser es verstehen würde, jedoch hatte er erst Jahre später Gelegenheit dazu.

    Russo sagte, dass er damals die kreative Höhe für die WWF erreicht hatte und was neues wollte. Er könne belegen - anhand der Ratings - das er großen Einfluss auf den damaligen Erfolg der Federation hatte, denn er erkannte durch Ideen die neuen Stärken und konnte die Company von einem reinen Wrestling-Produkt weg holen. Dies kritisiert er heute an die WWE, da sie einfach mit der Zeit zu unrealistisch sei. Dies vermisst er heutzutage und würde er anders machen. Denn wer zur Hölle glaubt auch nur annähernd daran, dass ein Carlito immer noch Leute mit seinem Apfel anspucken könne, die einfach Sekunden lang warten würden, ob er nun spuckt oder nicht. In der Realität würde jeder Carlito eine rein hauen, sobald er nur den Apfel in der Hand halten würde. Oder aber das ein alter Mann wie Ric Flair einen Top-Star wie Triple H besiegen könne, der sich in seiner Primetime befinden würde?! Solche Dinge kritisiert er. Auch würde seine Kritik ihm recht geben, denn man sei wieder zurück zum Wrestling gegangen, wodurch die Ratings wieder da liegen, wo sie auch vorher waren und zwar bei 3.5. Damals als er (Vince Russo) anfing die Shows zu schreiben waren diese auch bei 3.5 und eine reine Wrestlingshow. Dann stiegen die Ratings an und nun sind sie wieder da wo sie einst waren. Damals war es so, dass er die kompletten Shows schrieb und Vince McMahon vorlegte, der schließlich nur noch seine Änderungen setzte. Vince fand immer etwas auszubessern, doch dies sah Russo als den Erfolg an, der die WWE damals ausmachte.

    Zur WCW sagte Russo, dass er dort zunächst verwundert war als er hörte, dass es keine Produktions-Meetings gab. Diese wurden später eingeführt. Auch seine 3 Monate lange (erste) WCW Zeit bezeichnet er als eigentlichen Erfolg. Denn bevor die Backstage-Politik los ging, konnten er und Ed Ferrera selbstständig arbeiten und ihre Ideen ausführen. Als sie anfingen war das Rating bei 2.5, stieg aber binnen 3 Monate auf 3.5 im Schnitt an! Dies ist als unglaublicher Erfolg zu werten und gab ihnen recht den richtigen Weg zu gehen. Durch die Backstage-Politik musste Russo seine Position/Status abgeben und als man ihn dann später erneut verpflichtete, war das Rating wieder auf 2.5. Somit kann er belegen, dass ihm seine Ideen damals recht gaben. Er und Ed wollten viele neue Dinge probieren und konnten dies auch umsetzen.

    Das er sich selbst zu sehr im TV ins Rampenlicht stellte sei nicht aufgrund seines Egos gewesen, denn er hasste die TV-Präsenz und arbeitete lieber im Hintergrund. Jedoch drang ihn die WCW Spitze dazu. Er sah das Positive daran, und zwar versuchte er so viele neue junge Gesichter wie möglich over bringen zu können. Ansonsten hätte er dies nicht machen wollen, deshalb sprang er über seinen Schatten und nahm eine On-Air-Rolle an. Zu 90% trat er aber auch verletzt an, da er ja auch aktiv zu sehen war. Er hasste es, sah allerdings das Positive daran.

    Die WWE kopiert zu haben bestreitet er. Denn Matcharten wie das Hell-In-A-Cell, Buried Alive und Inferno Match, habe er schließlich erfunden. Hinzu sei nie wie von vielen behauptet ein Buried Alive Match in der WCW zu sehen gewesen, es war nur ein Segment auf einem Friedhof zwischen Sting und Vampiro und Sting später in Flammen zu stecken, sollte nur dem Push Vampiro's helfen.

    Die Stärke von ihm sei es die Fans überraschen zu können, was er heutzutage an Vince McMahon kritisiert, da die Wrestling-Fans auf das Unerwartete anspringen würden, was heutzutage eher fehlt. Dies beherscht Vince McMahon eher auf eine andere Art und Weise gut. Viel mehr ist die Genialität die Vince McMahon ausmachen würde, jene, dass er eine Story nicht erfinden kann wie es Russo konnte, sondern viel mehr nur ein speziellen Teil aus einer Story so wenden könne, dass es genial wirkt, da viele Fans nicht damit rechnen würden. Dies würde McMahon ausmachen! Und so konnte das damalige WWE Konzept auch ziehen, Russo lieferte die Storys und Vince fand immer wieder noch etwas um die Fans zu überraschen. Dies könne Vince McMahon besser als jeder andere machen und das ist dessen große und besondere Gabe.

    Zu der Kritik das Vince Russo damals WCW World Champion wurde, sagte er, dass er diese Kritik vertragen kann. Denn es ist so: Die Idee stammte damals von Tony Schiavone, der zu Russo kam und sagte: "Gewinne doch den World Titel, damit rechnet niemand!" Und dies wollte Russo erreichen! Hinzu hat er den Titel nicht gewonnen, viel mehr hat Goldberg ihn gegen einen Käfig geschleudert, dessen Seite brach, Russo rausfiel und somit Champion wurde. Auch kritisierte er Wrestler dafür groß davon zu sprechen Titel gewonnen zu haben, denn es sind die Writer die ihnen diese geben. Ein Titelgewinn sei eine Story, ein geschriebenes Script und nix anderes. Dies sollte auch Russo's Grund für den Titelgewinn sein. Es sollte schockieren, überraschen und einfach nur Teil einer Story sein, die ein Teil der Storyline Entwicklung war. Gleiches betrifft auch den Titelgewinn von David Arquette, wo es ihm nicht nur unbedingt um die PR um den Film "Ready To Rumble" ging, sondern eher die Story. Und Russo den Titel zu geben war einfach das Unerwartete. Russo sagte sich selbst: "Was könnte mehr überraschen, als etwas womit ich selbst nicht rechnen würde?" Er schlug es im Meeting allen Agents wie Johnny Ace, Arn Anderson, Eric Bischoff und anderen vor, und alle waren von der Idee Russo den Titel zu geben begeistert. Auch Arquette's Titelsieg war das was sie erreichen wollten, denn am nächsten Tag fand man direkt auf der USA Today einen großen Bericht dazu. Man wollte ins Gespräch kommen, überraschen und auffallen.

    Vince Russo sei nie Fan von Backstage-Politik gewesen, weshalb er nun auch z.B. nicht für TNA arbeiten würde. Er sei kein Fan solcher Schritte.

    Zum Bash At The Beach 2000 sagte Russo auch einiges. Dort gab es ja den berühmten Shoot gegen Hulk Hogan. Vince Russo erklärte, dass alles nur Work (also abgesprochene Sache) gewesen sein soll, doch nur Hulk Hogan und Eric Bischoff eingeweiht gewesen sein sollen. Er suchte eine Story um dem World Titlematch zum Schluss des Abends mit Jeff Jarrett und Booker T eine gewisse Bedeutung zu geben und vor allem einen Sinn. Hogan musste dafür aber sogar vor den Fans um seinen Charakter glauben, denn Russo meinte, dass es nur ginge, indem er Hogan in der Öffentlichkeit als egoistisches Arschloch darstellen würde. Hogan und Bischoff fanden die Idee gut fürs Business und stimmten zu. Da Backstage keine Wrestler oder sonstige eingeweiht gewesen sein sollen, mussten Bischoff und Hogan nach der "Shoot" Rede von Russo die Halle verlassen, damit es real aussehen würde. Russo versicherte Hogan am nächsten Tag anzurufen, was er jedoch nicht machte und dies der Grund war wieso Hogan Russo dann auch verklagte. Russo wollte Hogan am nächsten Tag alles erklären, doch er musste sich auf die TV-Produktion von Nitro konzentrieren. Dann kam noch hinzu, dass Brad Siegel Vince Russo mitteilte, man könne sich Hogan derzeit finanziell nicht leisten, weshalb man den Hulkster auch nicht mehr in der WCW sah. Russo gesteht den Fehler ein Hulk Hogan nicht angerufen zu haben um ihm mitzuteilen: "Hulk, es ist so und so, wir haben das Problem dich derzeit nicht auftreten zu lassen, da wir uns dich finanziell nicht leisten können." Es folgte bekanntlich die Klage Hogans, die aber fallen gelassen wurde. Somit war der Shoot vom Bash At The Beach 2000 ein Work.

    Quelle: PWInsider.com



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