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Re: Phantom der Oper Interview - Moviestar
Diva - 09.12.2005, 23:01Phantom der Oper Interview - Moviestar
Der gebürtige Schotte Gerard ( Gerry ) Butler dürfte dem deutschen Publikum spätestens seit Dracula 2000 ein Begriff sein. Auch als Zeitreisender in Timeline oder als Angelina Jolies Ex-Lover in Tomb Raider: die Wiege des Lebens konnte der charmante Schauspieler überzeugen. Als Phantom der Oper bekommen wir ihn nicht nur zu sehen sondern auch zu hören! Der vielseitige Mime singt sämtliche Songs selbst.
In London traf sich [/b]Moviestar mit Gerard Butler zu einem offenen Gespräch unter vier Augen. Als Butler den Raum betritt, wird einem sofort klar was Andrew Lloyd - Webber damit meint, wenn er von Gerry Butlers Rock`n`Roll - Sensibilität spricht: Völlig in Schwarz gekleidet und das Hemd zur Hälfte aufgeknöpft, mit dunklen, zerzausten Locken und hypnotisch blau - grünen Augen, strömt Gerard Butler ein überwältigendes Charisma aus, das an Doors Frontman Jim Morrison erinnert.
Butler lehnt sich gemütlich im Sessel zurück und zündet sich erstmal eine Marlboro an. " Ich bin ein bißchen erschöpft" , lächelt er tapfer, " denn von den ganzen Phantom- Pressekonferenzen mal abgesehen, drehe ich zur Zeit in Island meinen neuen Film Beowulf. " Trotzdem hat er noch genug Energie, um über seine Karriere, sein schottisches Temperament sowie seine Zukunftspläne zu plaudern.
Moviestar: Viele Ihrer Filme fordern Sie physisch und gehören der Phantastik an. Bevorzugen Sie dieses Genre?
Gerard Butler: Ja und nein. Ich bekomme alle möglichen Drehbücher. Bevor ich vor ca. 5 Jahren in den Staaten den großen Durchbruch mit Attila hatte, bekam ich solche Rollen eigentlich gar nicht angeboten. Nach dem Erfolg von Attila waren mehr Fantasy-Rollen angesagt, und ich muß auch zugeben, daß ich dafür eine Vorliebe habe. Gleichzeitig ist es mir wichtig, mein Repertoire zu erweitern. So spielte ich z.B. in einem Fußball-Film ( The game of their lives ) und nächstes Jahr kommt ein kleiner Independent-Streifen namens Dear Frankie mit mir raus. Ich wirkte auch in einigen TV-Filmen wieThe Jury mit, da verkörpere ich einen Alkoholiker auf Entzug. Aber selbst meine Rollen in Fantasy-Filmen sind immer individuell und vom Charakter her sehr unterschiedlich.
Moviestar: Warum fühlten Sie sich von der Rolle des Phantoms angezogen - dazu noch singend! Lieben Sie solche Herausforderungen?
Gerard Butler: Ich liebe Herausforderungen! Außerdem hatte ich das beste Gesangstraining das man sich nur wünschen kann! Früher habe ich ein wenig in einer Rockband gesungen, aber für ein Lloyd-Webber-Musical braucht man schon ein härteres Training.
Moviestar: War es schwierig, das Gesangstraining in Ihrem engen Terminplan unterzubringen?
Gerard Butler: Nun, die Gesangstunden beanspruchten tatsächlich den Großteil meiner Zeit. Obwohl ich anderes zu tun hatte, blieben sie im Zentrum meiner Aktivitäten. Ich begann im Februar, obwohl der Film erst im September gedreht wurde. Ungefähr sechs Wochen vor Beginn der Dreharbeiten war der Unterricht besonders intensiv. Da trällerte ich von früh morgens bis spät abends. Das wurde lediglich von Choreographiestunden unterbrochen, denn das Phantom hat eine gewisse Art zu gehen, zu stehen, sich zu bewegen und natürlich zu singen. Ich muß ehrlich gestehen, daß dies die anspruchsvollste Rolle ist, die ich je gespielt habe. Ich war von dem Phantom, seiner Leidenschaft und Bitterkeit dermaßen eingenommen, daß ich während der gesamten Drehzeit auch außerhalb der Dreharbeiten nie wirklich glücklich war. Aber da müßte ich Ihnen jetzt einiges zu meinen innertsten Dämonen erklären, und das möchte ich doch lieber bleiben lassen...
Moviestar: Waren Sie vorher mit anderen Lloyd-Webber-Musicals vertraut?
Gerard Butler: Ja, natürlich. Ich habe sie vielleicht nicht unbedingt im Theater gesehen, aber über die Jahre habe ich die Musik von Evita, Cats oder auch Jesus Christ Superstar gehört...
Moviestar: Haben Sie sich den Stummfilm mitz Lon Chaney angeschaut oder den Roman von Gaston Leruox gelesen?
Gerard Butler: Klar doch. Was Chaney betrifft, so habe ich ihn bereits vor Jahren gesehen. Aber vor den Dreharbeiten habe ich ihn mir noch mal angeguckt.
Moviestar: Wie war es, mit einem Regisseur wie Joel Schumacher zu arbeiten?
Gerard Butler: Großartig! Er ist unglaublich intelligent und talentiert, gleichzeitig ist er einer der lustigsten und unterhaltsamsten Leute die ich je getroffen habe. Dieser Film war eine riesige Produktion und eine ungeheure Verantwortung, trotzdem war Joel immer die Ruhe selbst und hatte sich völlig unter Kontrolle. Er weiß genau, was er will, trotzdem erlaubt er seinen Schauspielern viel Freiheit. Natürlich gab`s Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, aber im Endeffekt wird dadurch das Resultat noch beeindruckender. Es ist viel besser, zwei Meinungen auf einen Nenner zu bringen anstatt mit jemandem zu arbeiten, der immer nur " Yes, Sir " und " No, Sir " sagt.
Moviestar: Hatten Sie von Anfang an dieselbe Vision des Phantoms wie Schumacher?
Gerard Butler: Ich habe noch niemals mit einem Regisseur gearbeitet, wo die Vision vom ersten Tag an dieselbe war. Ich löse mich total in meinen Rollen auf, und da habe ich natürlich meine eigene Vorstellung, wie man eine Rolle angehen sollte. Manchmal bin ich im Recht und manchmal bin ich Unrecht. Während der Dreharbeiten zu Phantom war ich besonders sensibel, denn das Phantom zu spielen machte mich irgendwie verwundbar.
Moviestar: Sind Sie eher ein Streber?
Gerard Butler: Und ob! Ich kann andere in den Wahnsinn treiben und mich auch! Normalerweise bin ich am Filmset ganz pflegeleicht. Ich komme mit jedem zurecht und verhalte mich garantiert nicht wie ein Star. So sehe ich mich nämlich überhaupt nicht. Ich bin Schotte und wir sind warmherzige, organische Menschen. Okay, manchmal habe ich den einen oder anderen Temperamentsausbruch, aber das auch nur in privaten Situationen und auch bestimmt nicht oft. Was dagegen die Filmerei betrifft, da kann ich schon ab und zu einige Individuen zu Migräneanfällen bringen, denn es ist für mich sehr schwierig, etwas darzustellen an das ich nicht glaube.
Moviestar: In gewissem Sinne sind Sie also ein Perfektionist?
Gerard Butler: Auf jeden Fall! Und das ist gut, denn was dich antreibt macht dich besser. Vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht. Jedenfalls erlaubt mir mein Perfektionismus, noch härter zu arbeiten. Zugegeben, manchmal grüble ich viel zu lange über etwas nach, das bereits abgedreht ist. Früher, wenn ich mir nicht hundertprozentig sicher war wegen einer Darstellung, lag ich oft nächtelang hellwach im Bett und habe mir den Kopf zerbrochen. " Vielleicht hätte ich die Szene auf diese Weise spielen sollen, vielleicht hätte ich sie auf jene Weise spielen sollen." Ich habe mir beinahe ein Magengeschwür mit dieser Tortur geholt. Heute gehe ich das alles viel lockerer an. Wenn ich mal wieder meine Zweifel über etwas habe, das bereits abgedreht ist, sage ich mir einfach: " Was solls, so ist das Leben! "
Moviestar: Schumacher ist ein ausgesprochen visueller Regisseur. Waren Sie nie besorgt, daß die Optik die Darsteller in den Hintergrund drängen könnte?
Gerard Butler: Nein, nicht für einen Augenblick. Die Sets sind zwar atemberaubend, aber ein Regisseur der sich mehr auf die Sets konzentriert als auf seine Schauspieler, muß verrückt sein. Was am Ende wirklich zählt, sind glaubwürdige Darstellungen und der Herzschlag einer überzeugenden Story.
Moviestar: Stimmte die Chemie zwischen Ihnen und Emmy Rossum?
Gerard Butler: Die war prima, und ich glaube das man das im Film auch merkt. Etliche Leute haben angenommen, daß während der Dreharbeiten zwischen mir und Emmy was war. Es lief aber wirklich nichts! Wir kamen nur einfach großartig miteinander zurecht und das spiegelt sich in unserem Spiel.
Moviestar: Erzählen Sie doch ein wenig über Ihren nächsten film Beowulf, der zurzeit in Island gedreht wird.
Gerard Butler[/b]: Nun, ich bin der Wikingerkrieger Beowulf, der gegen den Dämon Grendel kämpft. Das Drehbuch ist wundervoll und eigenartig und überhaupt nicht Hollywood. Diese nordische Sage war ja bereits eine Inspiration für Tolkien`s " Herr der Ringe " Unsere Version hat eine ganz eigene Note. Wir ziehen die Story weg vom Bereich der Fantasy, gleichzeitig aber behält der Film den Unterton des Aberglaubens sowie die eigenartige düstere Atmosphäre, die damals herrschte.
Moviestar: Wie siehts denn mit dem Theater aus, werden Sie da mal in London auf der Bühne stehen?
Gerard Butler: In London stand ich bereits auf der Bühne. Ich habe neben Rachel Weisz in Tennessee Williams Stück " Suddenly last summer " gespielt. Um ehrlich zu sein, würde ich lieber am Broadway auftreten. Ich habe mir neulich ein Apartment in New York gekauft, und am Broadway zu spielen wäre die ideale Gelegenheit, zugleich meine Wohnung einzurichten. Eine Komödie wäre eine nette Abwechslung, denn es ist ein gutes Gefühl ein Publikum zum Lachen zu bringen.[b]
Re: Phantom der Oper Interview - Moviestar
Odette - 09.12.2005, 23:13
Wow Jeanne ich bin stolz auf Dich... Das hast Du toll hingekriegt mit dem abtippen... :wink:
VIELEN VIELEN LIEBEN DANK!!!
Re: Phantom der Oper Interview - Moviestar
Mary - 13.12.2005, 17:08
Hhahahaha...na so einen Temperamentsausbruch von ihm würde ich ja gern mal sehen :P :P
Re: Phantom der Oper Interview - Moviestar
kitty90 - 13.12.2005, 19:40
wie er kann andere in den wahnsinn treiben weil er eher ein streber ist? ich glaube da bräuchte er lange bei mir :) :lol:
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