Die Inkas

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    Re: Die Inkas

    B-Baller - 27.09.2007, 09:47

    Die Inkas
    Die Inkas

    Es soll sich um 1200 zugetragen haben, dass der Sonnengott Inti seine beiden Kinder, Manco Cápac und Mama Occlo, auf die Erde sandte, damit sie diese verbessern sollten. Sie gelangten auf der Sonneninsel des Titicacasees die Erde und begannen von da ihre Reise.

    Ihr Vater gab ihnen einen goldenen Stab mit auf den Weg und überall, wo sie sich zum Essen oder Schlafen niederliessen, sollten sie den Stab in die Erde rammen. An der Stelle, wo sie den Stab mit einem einzigen Faustschlag in die Erde rammen konnten, da solle nach dem Willen des Sonnengottes, ihre neue Heimat sein.

    So berichtet uns Garcilasco de la Vega.

    Sehr lange wanderte das Geschwisterpaar umher und versuchte an jedem Abend den Stab in die Erde zu rammen. Eines Tages gelang es ihnen, den Stab soweit in die Erde zu rammen, dass er versank. So sprach Manco Cápac zu seiner Schwester und Gemahlin: "Nach dem Willen unseres Vaters, dem Sonnengott Inti, werden wir in diesem Tal bleiben und unseren neuen Wohnsitz aufschlagen." Sie gründeten die Stadt Cuzco.

    Die Eingeborenen jener Gegend verehrten das Geschwisterpaar aufs höchste und ernannten Manco Cápac zu ihrem Herrscher und Fürsten. Er wurde somit der erste Inka.

    Die Überlieferungen der spanischen Chronisten sind sehr verschieden. Nach sehr intensiven Forschungen kann man inzwischen behaupten, dass es 13 Inkafürsten gab, wovon die ersten 8 jedoch teils mytische und teils geschichtliche Figuren waren. Eine genaue Regierungszeit der einzelnen Herrscher lässt sich nicht feststellen.

    Die mytisch/geschichtlichen Fürsten

    Manco Cápac (um 1200)
    Sinchi Roca
    Lloque Yupanqui
    Mayta Cápac
    Cápac Yupanqui
    Inca Roca
    Yahuar Huacac
    Huiracocha Inca

    Die geschichtlichen Fürsten sowie die letzten beiden Incas nach der Teilung des Inkareiches

    9. Pachacuti Inca Yupanqui (1438 - 1471)
    10.Topa Inca Yupanqui (1471 - 1493)
    11. Huanina Cápac (1493 - 1527)
    12. Huáscar (1527 -1532)
    13. Atahualpa (1527 - 1533)


    Zur Ankunft der Spanier veehrten die Aymaras noch sehr stark die ersten Incaherrscher und versuchten ihre Mumien zu verstecken. Man fand sie jedoch und verbrannte u.a. die Mumie des 8. Incaherrsches, verstreuten ihre Asche, um somit die Anbetung dieses Herrsches im Keim zu ersticken. Pachacuti Inca Yupanqui ist der erste geschichtlich nachgewiesene Inca. Er galt als grausam, aber auch sehr friedliebender Herrscher. Er galt als ein kluger Organisator, der stets die wirtschaftliche Lage seines Herrschaftsgebietes verbesserte. Zu seiner Zeit erstreckte sich das Inkareich bereits vom Titicacasee bis hin zur Grenze Perú - Ecuador. Sein Sohn erweiterte das Reich bis hin nach Chile. Unter Huaina Cápac erlangte das Inkareich seine grösste Ausdehnung. Nach seinem Tod kam es zum Streit zwischen seinen Söhnen und so wurde das Inkareich geteilt, was somit auch sein Untergang war, denn obwohl man sich der Ankunft und Gefahr der weißen, bärtigen Männer bewußt, blieben beide Brüder stur. Es kam zum Bürgerkrieg zwischen beiden Incareichen und als Atahualpa seinen Bruder besiegte und den Spaniern gegenüberstand, erkannte er nicht die große Gefahr. Er gedachte, sie für seine Zwecke zu gebrauchen, empfing sie in allen Ehren und geriet somit selbst in die Falle. Die Spanier erklärten ihm, dass dieses Land nun ihre sei und er den christlichen Glauben annehmen müsse. Daraufhin wart Atahualpa die Bibel zu Boden, was das Zeichen für die Spanier war, Atahualpa festzunehmen und sein Gefolge niederzumetzeln, was sich ihnen in den Weg stellte. Man klagte ihn des Brudermordes, der Vielweiberei und Aufruhrs gegen Spaniens Krone an und verurteilte ihn zum Tode.

    Inca ist die Bezeichung für den Herrscher, später wurde sie die Bezeichnung des Adelgeschlechts.

    Die Incas waren Experten des Straßen- und Brückenbaus. Noch heute kann man viele dieser Wegverbindungen bestaunen. Das Goldschmiedhandwerk beherrschten die Inca bis hin zu einer einzigartigen Perfektion. Sie bauten Handelsverbindungen bis hin in den Norden auf, so dass man in Mexiko Goldschmuckarbeiten im Stil der Incaarbeiten fand. Doch auch die Verarbeitung anderer Metalle, wie Bronze und Kupfer, für die Waffenherstellung, waren Teil des Handwerks. Keramik und Textilverarbeitung erlangten große Wichtigkeit und werden bis heute noch gepflegt.

    Die Kluft zwischen den Klassen der Bevölkerung waren sehr groß. Die Incafamilien wurden hochverehrt und erhielten alle Aufmerksamkeit. Sie waren die wissende Klasse. Das Volk war in zwei Pole verankert, der Pachmamakult und der Intikult. In Pracht und Größe wurden der Erdgöttin und dem Sonnengott Opfer dargebracht. Erst nach diesen beiden Göttern kam der alte Schöpfergott Viracocha. Bis heute noch hielt sich dieser Glaube. Die Spanier vermochten nicht, den alten Glauben auszulöschen.

    Von großer Wichtigkeit war die Musik, welche uns bis heute noch erhalten blieb. Die Sicu (peruanische Panflöte aus 2 Hälften) sowie die Ocarina und Trommel waren die wichtigsten Instrumente. Es ist eine einfache, monotone Musik bzw. teilweise sehr melanchonisch. Zum Sonnenwendenfest kann man immer wieder den alten Klängen lauschen und sich in jene Zeit zurückversetzen.



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