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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: k40t Forum: Parkour NRW aus dem Unterforum: Tipps und Tricks!! Antworten: 1 Forum gestartet am: Dienstag 25.09.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Hintergrund Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 6 Monaten, 3 Tagen, 9 Stunden, 32 Minuten
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Re: Hintergrund
k40t - 26.09.2007, 15:08Hintergrund
Was ist Parkour
Parkour ist die schnelle und effiziente Fortbewegung ohne Hilfsmittel.
Parkour ist die Freiheit und Motivation Bewegung in der Perfektion auszuleben. Dabei bewegt man sich mit Eleganz, effizient durch den urbanen und natürlichen Raum. Die Wege die man nutzt entspringen den eigenen Ideen, vorhandenen Möglichkeiten und dem eigenen Können. Parkour setzt Kreativität voraus und sucht sein Ziel in der Perfektion und wird auch als Kunst gesehen.
Wege/Kreativität
Für gewöhnlich läuft man durch die Stadt Wege, die auch als solche gekennzeichnet sind. Man geht durch Pforten und an Mauern vorbei. Parkour löst sich von diesen Gewohnheiten. Hindernisse werden überwunden und somit neue Wege geschaffen. Dadurch ergibt sich ein völlig neues Bild der gewohnten Umgebung. Mauern werden überwunden, auf einem Zaun wird balanciert oder ein Abgrund übersprungen. Je nach eigenem Können, Kreativität und Zielsetzung.
Körperliche Fähigkeiten
Parkour verlangt ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung und Disziplin sowie Konzentration und geistige Stärke. Es geht darum seinen Körper zu trainieren, zu fordern aber nicht zu überfordern. Wenn ein Traceur (Läufer) sich nicht sicher ist ob er etwas schafft, dann wird er es nicht tun oder sich langsam herantasten. Das ist ein wichtiger Punkt. Es werden keine waghalsigen Aktionen unternommen. Alles was passiert, passiert unter völliger Kontrolle der Situation und herantasten der eigenen Grenzen. Dabei ist es sehr wichtig seinen eigenen Körper zu kennen.
Flow
Es gibt verschiedene Bewegungsabläufe ein Hindernis zu überwinden und diese werden trainiert. Wobei jeder auch seinen eigenen Stil entwickelt, der seiner eingenen Bewegungsfertigkeit und Bewegungsart entspricht. Wichtigster Aspekt dabei ist es Flow in seine Bewegung zu bringen, über die Hindernisse zu fließen. Flow heißt die Bewegung zu beherrschen und in höchster Effizienz auszuführen. Sich nicht zu überfordern und nicht zu unterfordern. Es ist das völlige Aufgehen in der Tätigkeit selbst. Es gibt zwar ein übergeordnetes Ziel welches man erreichen möchte, doch in dem Moment der Überwindung eines Hindernisses ist die gesamte Konzentration auf diese Bewegung gerichtet. Die Tätigkeit hat ihre Zielsetzung bei sich selbst oder auch „Der Weg ist das Ziel“, Die Bewegung der Weg.
Am Ende schöpft ein Läufer sein persönliches Höchstmass an Bewegungsfertigkeit aus, um in seiner Umgebung, ohne Hilfsmittel, sein Ziel
möglichst effizient zu erreichen.
Was ist Parkour nicht
Parkour wird oft falsch interpretiert oder in der Presse falsch dargestellt. Akrobatische Einlagen wie Saltos etc. gehören nicht zu Parkour. Derartige Bewegungen werden nur dann eingesetzt wenn sie die effizienteste Weise sind sich fortzubewegen bzw. ein Hindernis zu überwinden, nicht der Akrobatik wegen.
Parkour ist kein Wettkampf und zielt auch nicht auf Showeffekte ab. Ein Traceur macht Parkour um der Bewegung selbst Willen.
Hohe Sprünge von Dächern oder von Haus zu Haus sind kein Grundelement von Parkour und sollten nur von erfahrenen Läufern trainiert und ausgeführt werden. Mit Mutproben hat Parkour überhaupt nichts gemeinsam. Das Gegenteil ist der Fall. Respekt vor dem Hindernis, ein Besinnen auf die eigenen Fähigkeiten und Klarheit im Kopf sind Voraussetzung um ein Hindernis zu überwinden.
Parkour vs. Freerunning
Freerunning als Abkömmling von Parkour stellt eine Sportart dar, welche ohne jegliche Philosophie zwar auf Parkourtechniken aufbaut, jedoch auch auf Akrobatik und einen guten optischen Eindruck ausgerichtet ist.
Da es sich hier um eine Seite zum Thema Parkour handelt gehen wir auf das Thema Freerunning nicht weiter ein.
Geschichte
Begründet wurde Parkour in den frühen 1980er Jahren von dem Franzosen David Belle. Von seinem Vater Raymond Belle, einem ehemaligen Vietnamsoldaten, erlernte er in den Wäldern Nordfrankreichs die Méthode naturelle, eine von Georges Hébert entwickelte Methode zur physischen und mentalen Ausbildung im Einklang mit der Natur.
Nach dem Umzug nach Lisses, einem Pariser Vorort, versuchte er das Gelernte auf urbane Voraussetzungen, Landschaften aus Stahl und Beton, zu übertragen. Aus den spielerischen Verfolgungsjagden über Hindernisse, die er mit anderen Kindern veranstaltete, entwickelte sich mehr und mehr ein Sport - die Schwierigkeitsgrade erhöhten sich, und im Laufe der Zeit wurden Mauern, Zäune, Baugerüste, später ganze Hochhäuser und Gebäudefassaden vom unüberwindbaren Hindernis zum kreativen Spielplatz reinterpretiert
Quelle : wwww.parkour.de
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Hintergrund - gepostet von k40t am Mittwoch 26.09.2007
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