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Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
Riemann - 27.09.2007, 01:14Basisinformationen über Psychopharmaka.
Wie bei vielen anderen psychischen Erkrankungen kann es auch bei Love-shyness sinnvoll sein, die Psychotherapie durch den gezielten Einsatz von Psychopharmaka zu unterstützen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Medikamente nur eine Symptombehandlung darstellen, d.h. für die Dauer der Einnahme werden die Symptome unterdrückt, es kommt jedoch zu keiner Heilung im engeren Sinne. Aus diesem Grund ist es wichtig, während der Einnahme durch Psychotherapie an den eigentlichen Problemen zu arbeiten!
Speziell bei Love-shyness Betroffenen, die durch ihre Lage eine depressive Verstimmung entwickelt haben, sind Antidepressiva wahrscheinlich die erste Wahl zur medikamentösen Behandlung. Es gibt Präparate, die spezifisch gegen soziale Ängste wirken, diese sind aus naheliegenden Gründen besonders geeignet. Letztendlich muss die Entscheidung über die Verschreibung von Psychopharmaka jedoch immer beim Fachmann bleiben, das ist der Facharzt für Psychiatrie. Es sind von Rechts wegen zwar auch Allgemeinmediziner befugt, Psychopharmaka zu verschreiben, und viele tun dies auch; diese Praxis ist jedoch meiner Meinung nach ganz eindeutig ein fahrlässiges Übertreten ihrer Kompetenz! Aus eigener leidvoller Erfahrung weiss ich, dass dem Hausarzt schlicht das nötige Fachwissen fehlt, um Psychopharmaka zu verschreiben, und rate daher dringendst zum Besuch des Facharztes!
Abschließend gilt es anzumerken, dass sich viele Psychopharmaka im Allgemeinen und Antidepressiva im Besonderen als Nebenwirkung negativ auf Libido und/oder sexuelle Funktionsfähigkeit auswirken können. Dies gilt es selbstverständlich gerade bei Love-shyness zu berücksichtigen! Gegen die sexuellen Funktionsstörungen können Potenzmittel wie z.B. Viagra eingesetzt werden, die auch viele
Psychiater ihren Patienten bereitwillig verschreiben.
Im www.psychiatriegespraech.de - Forum können übrigens auch Fragen der Medikation diskutiert werden. Darüber hinaus findet der aufgeschlossene User im www.drogen-forum.com einen gewaltigen Wissensvorrat über Psychopharmaka aller Art vor, siehe z.B. meinen Thread über Efectin/Venlafaxin.
Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
Ganta - 06.12.2007, 20:22
Ich finde es wichtig, daß man offen drüber spricht. Medikamente sind eine sehr individuelle Sache. Klar, selbst eine Diät zum abnehmen funktioniert bei keinem gleich, und hier ist es ja noch komplizierter. Deswegen ist es IMHO nicht sinnvoll über einzelne Medikamente direkt zu sprechen, besonders namentlich, da eigene Erfahrungen nicht übertragbar sind. Die Auswahl und Dosierung ist deswegen Sache des Arztes. Es bringt nichts zu schreiben: Medi XYZ hat bei mir gut gewirkt, und dann versucht es der nächste in Eigenregie aus (gibt es, wobei mir nicht ganz klar ist, wie die immer an so etwas rankommen).
Selbst kann ich nur sagen, dass ich mit meinem modernen Antidepressivum auf Basis eines selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers (SSRI) keinerlei Beschwerden beim Ansetzen oder Absetzen hatte. Nebenwirkungen waren keine, minimal bei der Libido.
Wie gesagt ist das nicht übertragbar, ich mag aber auch keine falsche Panikmache. Besonders von Leuten die a) keine Erfahrung damit haben und oft wild spekulieren (Stichwort Kokainrausch) oder b) aufgrund Eigenexperimente mit Nebenwirkungen u.ä. zu kämpfen haben.
Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
Riemann - 09.12.2007, 14:27
ja, das kann man gar nicht oft genug betonen, psychopharmaka wirken bei jedem anders. unter anderem deshalb ist es so wichtig, dass man sie nur unter fachärztlicher kontrolle einnimmt. mitunter führt ein präparat bei patient A zu den übelsten nebenwirkungen, das bei patient B gut wirkt und umgekehrt. ähnliches gilt für die erforderliche dosis. auch einem facharzt bleibt letztendlich nur ausprobieren, nur hat er halt die nötige erfahrung, die möglichen konsequenzen abzuschätzen.
Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
exlamento - 11.12.2007, 00:46
Die Entscheidung über Einnahme von Medikamenten obliegt auschließlich mir und keinem Arzt oder sonstwem. Nichts gegen ärztliche Kompetenz und auch nichts gegen allgemeine Schutzgedanken etc. pp. aber zu kompliziert und zu zeitintensiv, -verschwendend.. Außerdem sollte es doch gerade hier nachvollziehbar sein, dass gerade sogenannte Liebesschüchterne oder Sozialphobiker Probleme mit Arztkonstultationen haben.
Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
Ganta - 11.12.2007, 00:53
Zumindest brauchst Du ein Rezept, um da "ranzukommen". Wenn Du einen Beipackzettel liest wirst du auch feststellen, daß es mit dem Absetzen des Medis auch nicht immer ganz trivial ist.
Entscheiden tust du es natürlich selber, aber nicht allein. Ein Arzt verschreibt dir nicht irgendwas, nur weil du es willst.
Re: Basisinformationen über Psychopharmaka.
exlamento - 14.12.2007, 13:58
Entscheiden tu ich das selber und zwar - für mich - selbstverständlich ganz allein.
Du gehst scheinbar vom idealtypischen Arzt wie er sein sollte aus, den gibt es nur nirgends. Glücklicherweise (bzw. bedauernswerterweise für die Übervorsichts(-oh-mein-Gott-passt-bloß-mit-Tabletten-auf-)fraktion) verschreibt eine Vielzahl von Ärzten oft recht zügig ohne großes Nachhaken. (Sprich: Ich leider unter - ich brauche).
Und zur Not gibt es das ganze auch ohne Rezept, also Rezeptpflicht ist nun wirklich - höchstens pro forma - kein Argument gegen selbstbestimmte Medikation.
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