Das Tabebuch der Lady Lou

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    Re: Das Tabebuch der Lady Lou

    Gini - 02.12.2005, 17:32

    Das Tabebuch der Lady Lou
    16.April 1990
    Es sollte kein guter Tag werden. Er begann kalt und unbequem. Alles sah verschwommen aus, ich konnte nichts richtig erkennen und ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich blinzelte dem Licht entgegen und schmiegte mich an etwas großes und kuscheliges. War das meine Mutter? Sie leckte mein noch nasses Fell liebevoll und wärmte mich. Langsam wurde mir die Sache vertrauter. Ich war sehr geschafft, denn es war wirklich anstrengend sich aus dem Bauch meiner Mutter zu kämpfen. Plötzlich spürte ich etwas an meinem Bauch, es hievte mich hoch, doch das behagte mir überhaupt nicht. Alles unter mir wackelte und noch bevor ich festen Boden fasste, fiel ich schon wieder ins Stroh. Also jetzt reicht es mir, aber auch nur mir, denn ich wurde schon wieder auf meine wackeligen und viel zu langen Beine gestellt. Nach dem vierten Versuch klappte es jedoch und das war auch gut so, in meinem Bauch war nämlich ein riesigen großes Loch zu stopfen. Und das konnte nur Mama. Ich stakste zu ihr hinüber und suchte nach Milch, die ich glücklicherweise schon bald fand. Viel zu viel Anstrengung, dachte ich mir, also lies ich mich in der hintersten Ecke nieder um mich etwas auszuruhen. Es war schon sehr dunkel, also schlief ich ein während meine Mutter fraß.

    17.April 1990
    Viel zu hell, viel zu früh. Ich wurde durch ein lautes Krachen aufgeweckt und schaute mich verschlafen um. Meine Mutter fraß wie immer die übrig gebliebenen Heustummel und ich bemühte mich aufzustehen und mich zu stärken. Als ich das hinter mir hatte sah ich mich etwas um. Nicht gerade gemütlich, alles sehr klein und herunter gekommen. Die Wände sind verkalkt und der Putz löst sich auch schon. Spinnweben hängen an den Holzbalken, die auch sehr morsch aussehen. Ich stehe in einer Art Zelle herum, wie ich später erfahre wird das Ding auch Box genannt. Das Stroh, wenn man das leicht bräunliche Gestrüpp überhaupt so nennen kann, kratzt und stinkt ganz schön. Also wirklich, wenn die anderen Pferde so ein Leben mögen, bitte, ich konnte seit der ersten Sekunde darauf verzichten. Obwohl dies erst der Anfang war. Ein weiteres Krachen riss mich aus meinen Gedanken. Erschrocken flüchtete ich zu meiner Mutter. Sie blickte unerschüttert zu mir und senkte dann den Kopf wieder auf den Boden. Also Qualitativ ist die Milch von Mama bestimmt besser als das Zeug auf dem Boden. Noch ein Krachen, also jetzt wurde ich neugierig. Es klang als hämmerte jemand auf Holz oder ein anderes Material. Ich kroch halb zu der großen Gittertür und machte meinen Hals lang, sodass ich rausschielen konnte. Alles was ich erkannte war ein großer, dicker Mann. Irgendwie kam er mir bekannt vor. Noch bevor mir wirklich bewusst wurde wer das war, kam er auch schon rüber. Ich drehte mich schnell um und wollte zu meiner Mutter laufen, als ich schon eine Hand auf meinem Hinterteil spürte. Ich schrie doch zum Glück kam mir Mama zu Hilfe. Mit angelegten Ohren und offenem Maul drohte sie dem Mann, der beide Hände auf meiner Hüfte hatte. „Du Mistvieh, gifte mich nicht so an!“ Mit erhobener Hand drohte er ihr, so dass ich mich aus seinen Fängen befreien konnte. Zitternd stand ich hinter meiner mutigen Mutter und blickte den Dicken lieber nicht an. „Na, prächtig siehst du ja nicht gerade aus. Aber dich werd ich schon wieder los, keine Angst!“ Keine Angst? Vor dieser Kreatur kann man nur Angst haben. Schamlos lachend ging er wieder aus der Box raus und die Tür schloss sich laut. Noch eine Weile blieb ich fast leblos hinter meiner Mama, doch dann packte mich der Hunger und ich trank wieder etwas Milch. Danach kauerte mich in meine Ecke und schlief etwas. Doch das sollte wieder nicht lange sein, denn schon nach einer kurzen Weile hörte ich lautes Trampeln. Hellwach schaute ich nach draußen, wo einige kleinere Pferde an unserer Box vorbei trabten. Mama wieherte laut und war sehr aufgebracht. Ich musste mich manchmal vor ihren Hufen in Sicherheit bringen, denn sie lief in unserer winzigen Box hin und her und beachtete mich kaum. Als ich die Pferde nicht mehr sah, war es still. Zu still für meinen Geschmack. Meine Mutter schwitzte am Hals doch ich verstand noch immer nicht. Was sollte das alles? Wir lauschten. Die unheimliche Stille wurde plötzlich von einem lauten Schrei unterbrochen, es klang schrecklich. Wieder ein lautes Wiehern ertönte neben mir, ich machte mit, aber ich weiß nicht warum. Eine Antwort aus unmittelbarer Nähe war zu hören. Doch kurz darauf der nächste klagende Schrei, dann wurde es wieder still. Es dämmerte leicht, das machte die Sache nicht gerade erträglicher. Eine Stunde später hörten die jämmerlichen und wehmütigen Schreie auf. Der Mann ging an uns vorbei und schleppte ein lebloses Geschöpf auf seinem Rücken. Eine rote Flüssigkeit tropfte aus der Kehle. Es roch schrecklich und warnend, meine Mutter verfiel wieder in eine unglaubliche Nervosität. Ich wusste nicht was ich tun sollte und suchte Schutz bei meiner Mutter. Sie drehte ihren Kopf zu mir und stupste mich mit ihrer Nase an. Dann schliefen wir in einer Ecke, mit dem Rücken zum Gitter, ein.

    18.-25. April 1990
    Es lag keine freudige Stimmung in der Luft. Das Laufen klappt nun richtig gut. Der Mann war in den letzten Tagen nicht in der Box. Aber er lief öfters daran vorbei und hielt etwas großes, silbernes in der Hand. Wenn er es ins Licht hielt, blitzte es und traf manchmal mein Auge. Ich blinzelte dann immer und taumelte etwas herum, daraufhin lachte der Dicke. Es scheint ihm Spaß zu machen uns zu ärgern. Meiner Mutter schnallt er öfter einfach so eine Art Metallstange ins Maul. Dann steht sie meistens für Stunden mit offenem Maul da und frisst nicht. Sie wehrt sich dagegen gar nicht mehr, sie hat sich daran gewöhnt so misshandelt zu werden. Auf ihrem Rücken konnte ich auch schon felllose Stellen sehen. Teilweise sind sie groß und erstrecken sich über sämtliche Rippen. Mutter ist im ganzen sehr abgemagert und könnte bestimmt keinen Schönheitspreis mehr gewinnen, jedenfalls beschimpft der Dicke sie immer so. Für mich ist Mama die schönste Stute, denn sie ist lieb und sorgt sich um mich. Sie ist die Einzige die das tut. Ich kann leider nichts für sie tun, denn wenn der Mann kommt und Mama etwas antun will, werde ich mit einem schmerzhaften und stockartigem Ding geschlagen, wenn ich mich in ihre Nähe wage. Manchmal würde ich ihm am liebsten in den Hintern beißen aber ich habe noch keine Zähne. Das nutzt er natürlich aus, er sperrt manchmal mein Maul auf schlägt mit dem Metallding gegen mein geschwollenes Zahnfleisch. Das tut sehr weh, doch ich weiß nicht was ich tun soll.

    26.April 1990
    Womit haben wir das verdient, jetzt ist nicht nur der Dicke in unserer Box, nein, heute morgen war noch ein Mann bei uns. Schüchtern stellte ich mich in eine Ecke der Box als der Mann kam und mir ein Stoffgeschirr um den Kopf band. Ich weigerte mich mitzukommen, doch er zog vorne und er Dicke schob von hinten. Ich schlug den Kopf hoch, wieherte und trat nach allen Seiten. Meine Mutter war mit dem Metallding im Maul angebunden und konnte sich nicht rühren, denn ihre Hinterbeine waren wiedereinmal zusammengebunden. Ich war noch nie aus der Box und das war auch gut so, denn hier war der warnende Geruch überall. Ich strampelte und trat um mich als ich in eine riesige Box auf Rädern sollte. Die Männer trugen mich die Rampe hoch, dann wurde das Ding geschlossen. Es war Stockduster da drin nur ein kleines Fenster war in der Decke. Ich randalierte ohne Ende und schrie nach meiner Mutter, doch sie hörte mich anscheinend nicht. Als ich wieder Getrappel hörte wurde ich still und hörte. Mit gespitzten Ohren, großen Nüstern und Augen stand ich da, wie angewurzelt. Ein Grummeln von meiner Mutter-ein Knall-ein Schrei. Und dann holperte alles unter mir.
    ****
    Nach einer schmerzhaften und ungemütlichen Fahrt wurde die Rampe geöffnet. Endlich! Aber so ganz wohl war mir nicht zumute als die ganzen Leute vor der geöffneten Rampe standen. Ich wurde genauso grob aus der Box gezerrt, wie ich auch dort reingebracht wurde. Viele kleine Menschen zeigten auf mich, einige lachten, andere machten ein trauriges Gesicht. Aber ich hatte nicht viel Zeit zu überlegen, wo ich hier gelandet war, denn ich wurde schon wieder mitgezerrt. Vor mir sah ich eine Gasse, sie war nicht so dunkel wie damals, aber trotzdem sah es nicht einladend aus. Dann wurde ich schon wieder in eine Box verfrachtet. Ich muss sagen, sie war ziemlich groß! Aber hier war ich nicht alleine, es standen noch zwei andere Fohlen mit mir dort drin. Ich war etwas verängstigt, denn sie kamen sofort an und schnupperten an mir. Dann bekam ich einen tritt gegen mein Hinterbein und spürte wie mich die Kraft verlies, ich sackte zusammen wie ein nasser Sack. Doch ich musste mich wieder aufrappeln, denn das andere Fohlen, es war auch eine Stute, kam schon wieder und machte sich ganz groß. Sie streckte den Hals und sperrte das Maul auf, will die mich etwa beißen? Ja das wollte sie, sie hat auch schon richtige Zähne! Jetzt reicht es. Das lasse ich mir nicht gefallen, also biss ich sie zuerst mit meinen kleinen Stummeln die mir in der letzten Zeit gewachsen sind und somit war die Rangordnung klar. Ich stand in der Mitte, doch ich war nicht gerade glücklich. Ich vermisse meine Mutter, wo sie wohl gerade ist? Später sollte ich erfahren, was mit ihr passiert. Doch für heute war es mir genug Aufregung, ich legte mich an die Seite und schloss die Augen.

    27.+28. April 1990
    Ich konnte ruhig schlafen, ich wurde nicht von einem lauten Knall oder ähnlichem geweckt, sondern von den Vögeln die draußen fröhliche Lieder sangen. Die beiden anderen waren schon wach. Sie standen an dem Gitter und schielten aus der Box. Die beiden waren größer und älter als ich, deshalb fiel ihnen das nicht sehr schwer. Ich rappelte mich auf und machte mit. Neugierig, so wie ich bin, interessierte es mich sehr, was es zu sehen gab. Doch es war nicht viel, es war hell, sauber und sah gepflegt aus. Jetzt kam eine Frau die Gasse entlang mit drei Flaschen in der Hand. Darin war eine weiße Flüssigkeit. Die beiden neben mir strampelten und quietschten, was soll das denn werden? Ich zog mich etwas zurück und wartete ab. Zwei kleinere Frauen, so genannte Mädchen, kamen dazu. Sie steckten den anderen beiden Stuten die Flasche in den Mund und sie begannen zu nuckeln. Schmeckt das Zeug denn überhaupt? Die Frau kam zu mir. Ich wollte Flüchten, was hat sie mit mir vor, will sie mich etwa wieder in einen Zwinger stecken wo es so schrecklich dunkel ist?? Ich rannte in der Box vor ihr weg, doch so groß war sie nun auch nicht und schon bald hatte sie mich in eine Ecke getrieben und hielt mich fest. Hilfe, ich hatte große Angst, soll ich mir das gefallen lassen? Ich hielt zwar still, doch mein Maul machte ich nicht auf, als sie mit der Flasche ankam. Soll sie das doch selber trinken, in mich bekommt sie das nicht rein. Ich trinke nur was von Mama kommt. Sie hielt meinen Kopf fest und schob ihn nach oben. Dann drückte sie einen Finger in mein Maul, autsch das tat weh! Ich machte also mein Maul auf und sie schob die Flasche rein. Mehr lies ich mir aber nicht durch, ich weigerte mich das Zeug zu trinken. Nachdem sie auf mich eingeredet hatte, gab sie es auf. Gut für sie, im nächsten Moment hätte ich kräftig nach ihr getreten! Ich lag in meiner Ecke und döste vor mich hin. Mein Bauch war leer und tat ganz schön weh, doch das wurde von einem anderen Schmerz übertönt. Ich weiß nicht wo er her kam, doch es tat sehr weh. Und ich konnte nichts dagegen tun.

    29.+30.April 1990
    Wieder diese Mädchen, jeden Tag kommen sie vorbei und kuscheln mit den beiden Fohlen, mich beachten sie kaum. Doch das macht mir nichts, denn ich bin daran gewöhnt einsam zu sein. Ich bin einen Tag gar nicht mehr aufgestanden, ich fühlte mich irgendwie so schwach. Das merkte auch die Frau und prompt kam ein sogenannter Arzt zu uns in die Box. Er untersuchte mich sehr lange, und da ich gar nicht mehr die Kraft aufbrachte mich zu wehren, lies ich brav alles mit mir machen und schnappte nicht und ich zappelte auch nicht herum. Nur als er mir eine Nadel in die Schulter stach, jammerte ich etwas und ruderte mit den Beinen, aber die Frau streichelte meinen Kopf, der auf ihren Beinen lag. Ich entspannte mich wieder und schloss die Augen, doch dann kam irgendetwas in mein Maul. Wieder weigerte ich mich nicht, doch als aus dem Plastikding etwas rauskam musste ich schlucken. Ich hob den Kopf und wurde etwas hastig, doch dann war das Zeug schon unten. Es schmeckte nicht gut. Aber es half. Denn schon am nächsten Tag ging es mir viel besser. Ich fühlte mich recht stark, und irgendwie machte es mir nun auch nichts aus, das weiße Zeug aus den Flaschen zu trinken. Es schmeckte auch gar nicht schlecht. Alle 3 Stunden kamen die Menschen und gaben uns die Flaschen. Ich wurde zwar nicht so verrückt wie die anderen, aber trotzdem freute ich mich immer wieder wenn sie kamen. Meine Zähne schmerzten etwas, denn sie wuchsen schon wieder. Aber bald werde ich genauso starke Zähne haben wie die anderen, das hoffte ich jedenfalls.

    Mai/Juni 1990
    Ich merkte wie es in den Tagen immer wärmer wurde und mein Fell nicht mehr so dick war. Es war nie sehr dick, aber nun wurde es noch dünner. Doch das machte mir nichts aus, denn es war angenehm, weil ich nie sehr schwitzte. Der Arzt kam noch öfter vorbei und lobte mich, wie prächtig ich geworden bin. Ich habe viel fett angesetzt und so, wie ich jetzt aussähe, sei es schon gut, meinte er. Ich hatte nun schon große Zähne und wir bekamen nicht mehr so oft die Milch, aber wir fraßen jetzt Heu. Es schmeckte sehr gut. Die anderen sind viel gewachsen, aber nicht so viel wie ich! Bald habe ich sie bestimmt eingeholt. Mit den Mädchen konnte ich mich auch etwas anfreunden, aber ich habe noch manchmal Angst vor ihnen, wenn sie hastige Bewegungen machen, denke ich, sie könnten mich treffen und mir weh tun. Aber das würden sie nicht machen, denn sie sind sehr nett. Sie heißen Anna und Madeleine und sie kümmern sich viel um uns. An manchen Tagen sind die beiden anderen Fohlen weg und ich bin ganz alleine, doch dann kommen meistens die Mädchen und spielen mit mir in der Box. Das macht oft viel Spaß, aber manchmal bin ich zu müde und dann kuscheln sie mit mir. Oder sie bringen mir leckere Sachen, wie zum Beispiel leckere Bananen. Es ist wunderschön hier und ich habe mich schon gut eingelebt.

    1. Juli 1990
    Heute kam Anna strahlend in unsere Box und hatte ein Geschirr in der Hand. Moment, das kannte ich doch schon und es bedeutete damals nichts gutes...Sie erklärte mir, dass ich das Halfter wie sie es nannte brauche, damit ich raus darf. Ich sage ja, nichts gutes. Wohin wollen die mich denn bringen? Anna und Madeleine führen die beiden anderen Fohlen, sie kennen das schon und hasten wie immer sehr nervös voran. Ich zögere, laufe aber mit der Frau mit, die mich am „Halfter“ führt. Es war wie immer ein warmer Tag und es war sehr hell. Wir liefen über Steine und danach war es weich. Ich stand auf etwas braunem, vor mir war ein Zaun. Er wurde geöffnet und die beiden Großen stürmten los! Soll ich mit rennen? Ich tat es einfach. Doch dann erschrak ich, überall Zaun, und wo ich drauf stand, war es grün! Wo bin ich denn hier gelandet? Die anderen rennen und springen in die Luft, dabei strecken sie die Beine von sich. Das sieht komisch aus, nicht, dass sie hinfallen und sich wehtun! Aber es scheint sie nicht zu stören. Nachdem sie sich ausgetobt hatten, begannen sie zu fressen. Und was sollte ich tun? Bis jetzt stand ich nur so rum und schnupperte an dem grünen Zeug unter meinen Hufen. Dann zupfte ich es aus. Es schmeckt gut, wirklich richtig gut! Ich fraß eine Weile, dann sah ich mich wieder um. Die Luft duftete und war sehr frisch, ich genoss es einfach nur, dieses wunderschöne Gefühl. Ich versuchte mich auch einmal mit dem Rennen und es funktionierte auch recht gut. Doch schon nach 2 Stunden mussten wir wieder rein, uns wurde aber versprochen, dass wir morgen wieder raus dürfen!

    2.-24. Juli 1990
    Jeden Tag kamen Anna und Madeleine und besuchten uns. Anna kümmerte sich hauptsächlich um mich, sie führte mich öfter über den Hof und zeigte mir alles, oder sie brachte mich auf die Weide wo ich fressen und mit den anderen Fohlen spielen durfte. Mittlerweile stehe ich nicht mehr mit Sunny Fruit und Moonlight, den beiden Stuten, in einer Box, sie wurden vermittelt, wie mir Anna erklärte. Der Abschied fiel uns sehr schwer, denn wir hatten uns gut angefreundet. Zu mir in die Box kam nun eine junge Stute. Sie erinnerte mich etwas an mich damals, als ich hier auf dem Fohlenhof angekommen war. Sie ist sehr schmächtig und ängstlich, ich versuchte, ihr Vertrauen zu geben und mich mit ihr anzufreunden. Schon bald kümmerte sich Madeleine um sie. Die Stute hatte noch keinen Namen, genau wie ich. Anna denkt schon die ganze Zeit darüber nach, welcher Name am besten zu mir passt. Sie nennt mich meistens „Kleine“ oder „Stütchen“. Ich habe nichts dagegen, denn ein richtiger Name ist ja auch nicht viel besser. Ich bin jetzt schon gute 4 Monate alt und für dieses Alter relativ groß. Anna überlegt öfter was für eine Rasse ich sein könnte. Sie meinte, wenn sie meine Mutter gekannt hätte, würde sie auch mehr über mich wissen. Niemand weiß etwas über meine Mutter, doch bei den meisten Fohlen die auf die Notstation kommen, wurde ihre Mutter getötet oder sie ist natürlichen Todes gestorben. So wie ich die Situation von damals in Erinnerung habe, trifft letzteres wohl kaum zu. Ich versuche immer die schrecklichen Gedanken von damals zu verdrängen, doch ich schaffe es nicht. Die Schmerzen und die Angst holen mich immer wieder ein und lassen mich in manchen Nächten kaum schlafen. Mein Leben ist hier doch so schön, ich könnte es richtig genießen, wären da nicht die schrecklichen Ereignisse aus meiner Vergangenheit, die mich tagtäglich quälen.

    es gibt noch ne fortsetzung wenn sie jemand lesen möchte



    Re: Das Tabebuch der Lady Lou

    Jasmin - 02.12.2005, 18:19


    Ich find's super.. :sad: Hast du glaub ich auch auf HH schon mal vorgestellt und ich möchte auf jeden Fall eine Fortsetzung! :dafuer:



    Re: Das Tabebuch der Lady Lou

    Gini - 04.12.2005, 12:02


    ja stimmt wa mal bei HH drin. is immernoch :mrgreen:

    FF kommt bald, HH funzt im mom nich und die story hab ich nur drüben auf nem andren pc :roll:



    Re: Das Tabebuch der Lady Lou

    Fleur - 04.12.2005, 12:04


    Ui gefällt mir, vor allem diese Art mit den Tagebucheinträgen oder was das ist. <3



    Re: Das Tabebuch der Lady Lou

    Gini - 04.12.2005, 12:05


    yah das isses :mrgreen: dankeschöön :kiss:



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