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Re: Junge Pferde und Tierschutz
Carolin - 19.11.2007, 22:54Junge Pferde und Tierschutz
quote: Originally posted by SchneiderEine Frage möchte ich aber doch ganz gerne dann noch in den Raum werfen :
Könnte es nicht sein das der Anteil an jungen Pferden auf Turnieren bei Westernpferden, Vollblütern und auch auf der Walker - EM ( zumindest erschien mir das so ) deswegen so hoch ist, weil alle diese Pferde doch sehr früh geritten werden. Die Begründung ist immer die gleiche - diese Pferderassen sidn frühreif. Mein Eindurck ist aber der, das die Pferde einfach früher auf Turnieren vorgestellt werden können und somit Ihren Eigentümern auch früher Geld einbringen, durch höhere Verkaufspreise bzw. gewonnenen Geldpreisen. Ich möchte das keinem europäischem Walkerreiter vorwerfen, aber ich glaube diese Einstellung wurde mit den Walkern so aus Amerika importiert und nicht hinterfragt.
Habe das mal hier her kopiert.
Ich hoffe, das ist so in Ordnung, Nicole.
Wenn nicht, an die Stelle verschieben, die Dir besser passen würde.
Ich glaube, die sich eventuell entfachende Diskussion könnte man besser an einem anderen Platz als dem "Calendar" führen. :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 20.11.2007, 08:55
*lach* Genau das war ich gerade dabei zu tun... :wink:
Danke Caro.
Ich editier das Ganze noch ein bisschen, damit klarer wird, worum es geht. :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 20.11.2007, 09:18
So und jetzt eine Meinung dazu:
Ist es denn tatsächlich so, dass der Anteil an jungen Pferden in der Europäischen TWH-Szene höher ist als in der "Englisch"-Turnierszene?
Ich habe leider keine Vergleichs-Möglichkeiten, da ich mir nie Englisch-Turniere anschaue.
Ich kann nur von mir selbst sprechen:
Ich habe mein Pferd mit 1,5 Jahren aus den USA geholt damit der Kelch des frühen Einreitens an ihm vorüber geht und er noch ein bisschen länger Kind sein darf.
Mit 2,5 holte ich ihn von der Fohlenweide zu mir in den Stall. Da begann ich dann ganz langsam damit, mit ihm zu arbeiten. Ich begann mit Spazieren gehen, Schrecktraining, Benimm-Training. Irgendwann fing ich langsam an zu longieren, ich legte mal einen Sattel auf.
3-jährig setzte ich mich dann zum ersten Mal drauf. Von da an ritt ich ihn. Kurze Reprisen, Ausritte, etwas Grundtraining...
Das war im Frühjahr. Im September war er dann auf seiner ersten EM.
Dort Zeigte ich ihn im Halter, in Englisch-Zweigang-Klassen und dem Trail. (es waren sicher nicht mehr als 3)
Selbst im Jahr drauf absolvierte er nicht viel mehr. Noch ein Jahr später hatte ich ihn gar nicht dabei.
Das Reiten von 3-Gang-Klassen fing ich erst in diesem Jahr an (Herr Pferd ist jetzt 6).
Unsere Turniere sind eigentlich so wenig Arbeit für die Pferde - selbst 3-Gang-Klassen sind entgegen so mancher Dressur- oder Springprüfung Pillepalle - dass man ein Pferd sicher nicht damit überfordert, ein paar Mal im Kreis um die Halle zu laufen.
Zumal man mittlerweile nur 10 Klassen starten darf.
Speed-Events und Springen sind natürlich was anderes, da wird vom Pferd mehr abverlangt und es belastet Sehnen und Gelenke ganz anders.
Mir war es immer wichtig, meine Pferde so oft und früh es geht, daran zu gewöhnen, woanders hin zu gehen, viele Pferde zu sehen, in fremden Hallen oder Plätzen geritten zu werden und auch Turnieratmosphäre zu schnuppern.
Denn da bin ich Egoist: ich gehe unheimlich gerne mit den Pferden weg (sei es auf Turnier, Lehrgang, Wanderritt,...) und das möchte ich mir durchs Pferd nicht versauen lassen (ein schwerwiegender Grund, warum ich mein Pferd kastrieren ließ).
Ich habe auch Jim Knopf 3-jährig das Erste Mal auf Turnier dabei gehabt und bin auch sonst viel mit ihm gereist. Mir scheint, es hat ihm nicht geschadet und er scheint überall schnell heimisch zu werden...
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Biscaya - 20.11.2007, 10:09
Der vorherigen Meinung habe ich nicht viel hinzu zu fügen. Daher möchte ich auf den letzten Einwurf von "Schneider" nochmal kommen: in welcher Walkerprüfung kann "Pferd" Geldpreise erreiten? Ist da etwas an mir vorbei gegangen? In den ganzen Jahren war das Unternehmen EM immer mit einem nicht ganz unerheblichen Geldaufwand zu managen, gerade bei mehr als einem Pferd.
Höherer Verkaufspreis ist ein Argument, auch wenn ich es vorziehe allen meinen Pferden eine solide Aufzucht, reelle Grund- und Weiterbildung zu finanzieren. Egal, ob es sich um meine Älteste (*1996) handelt, die noch nie auf einem Turnier war. Oder meine Mittlere (*2002), welche nur 2006 EM Luft schnuppern durfte oder der aus einem ganz anderen Holz geschnitzte 3Jährige. Letzterer ist derjenige, der als erster auf der Weide angelaufen kommt und "nimm mich" schreit.
Rechne ich allein Hurries Aufzucht- und Berittkosten zusammen ist mein bei ihm angesetzter Verkaufspreis zu niedrig. Das Unternehmen TWH ist also ein reines Hobbie für mich.
Zurückkommen möchte ich auch auf die Äusserung, dass ein Halter von verfetteten Pferden normalgewichtige als zu mager ansieht. Dem möchte ich wiedersprechen. Wie gut, dass es Tierärzte gibt, die einem Eigenregie-Halter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der demjenigen auf die Finger klopft, wenn es ans moppelige oder dürre geht. Und meine Tierärztin hatte 2007 wirklich häufig Gelegenheit sich vom tadellosen Gesundheitszustand (lassen wir mal Velvets ungeklärte Lahmheit aussen vor) meiner Pferde zu überzeugen. Auf der Sommerweide Kraftfutter zuzufüttern machen andere... Ich habe diverse Wochen in Nordafrika verbracht und kann dünne und dürre Pferde unterscheiden. Wie gut, dass es auch den BMI gibt. Der Greenhorns einen Anhaltspunkt vermittelt, auch wenn ich mich nach 13 Jahren Pferdehaltung als ein solches nicht mehr bezeichnen mag.
Oder wie seht Ihr das?
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 20.11.2007, 13:12Geldpreise
Ist es nicht so das in Amerika auch Geldpreise zu gewinnen gibt?
Ich habe mir bei der WM in Aachen den Altersdurchschnitt bei den Westernpferden betrachtet und war erstaunt das es kaum Pferde gab die älter als 6 Jahre waren. Das läuft auf einem Englisch - Turnier noch ein als ein junges Pferd. In Geländepferderpüfungen dürfen Pferde bis 7 Jahre mitgehen, und das ist eine Anfängerprüfung für junge Pferde. Das es viele Reiter gibt die trotzdem versuchen möglichst früh mit Ihren Pferden möglichst viele Erfolge zu reiten ist nicht zu bestreiten, aber zumindest ist doch seitens der Organisation der Versuch gemacht eine Überforderung der jungen Pferde zu vermeiden.
Und das fehlt mir hier. Theoretisch kann ich mit meinem dreijährigen letze Woche eingerittenem Pferd an einem WE 10 Prüfungen reiten und ich denke wir stimmen da überein,das das nicht sehr pferdefreundlich und nicht dem deutschen/europäischem Verständnis von Horsemanship entspricht. Die Amerikaner haben da meiner Erfahrung nach eine etwas andere Einstellung
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 20.11.2007, 14:30
Und just an dem Punkt fangen wir wieder an uns zu verzetteln...
Ich denke, wir sollten akzeptieren, dass die Szene und die Umstände in den USA sich gravierend von Europa unterscheiden.
In Europa gibt es keine Preisgelder, in Europa werden keine 2-jährigen Pferde auf Turnieren vorgestellt.
Punkt.
An der Szene in Amerika ändern wir hier nichts.
Und immer wieder Amerikanische Zustände als Beispiel für "den Tennessee-Walker" zu bringen, stellt uns auf eine Stufe mit den "unaufgeklärten" Leuten, die einen Tennessee Walker sehen und allen Ernstes denken, die Tiere können nicht galoppieren.
Oder um es noch krasser auszudrücken: Wir stellen uns auf die Ebene mit den Leuten die meinen, Deutsche sind alle Nazis weil vor 60 Jahren irgendso ein Idiot gemeint hat, er müsste Gott spielen.
Von dieser Ebene aus können wir und das TWH in Europa uns aber nicht weiterentwickeln.
Daher müssen wir endlich lernen uns als eigenständig und unabhängig von der Amerikanischen Showszene zu betrachten.
Die Amerikanische Showszene darf uns als Mahnmal dienen. Mahnmal dafür, dass wir dort niemals hinkommen wollen. Aber sie darf uns kein Klotz am Bein sein, eine Szene zu entwickeln, die den meisten Ansprüchen gerecht wird.
*lufthol*
Pamphlet ende. :oops:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 20.11.2007, 18:34
Leider ist mir beim letzten Satz der Absatz verloren gegangen. Denn ich habe nicht behauptet das "Ihr" mit den Amerikanern in einen Topf zu werfen seid.
Ich bin allerdings der Meinung das der Satz" Diese Pferderasse ist frühreif" als Begründung für ein sehr frühes Einreiten der Pferde, aus einem Background kommt der profitorientiert ist. Und das wiederum ist meiner Ansicht nach in Amerika der Fall.
Ich bin der ebenfalls der Ansicht das , um ein den Walker in Europa zu vermarkten, eine deutliche Eigenständigkeit wichtig ist. In Bezug auf Trainingsmethoden, Ausbildung und Wertschätzung des Tieres als Lebewesen.
Sollte man aber gerade deswegen den Einsatz von jungen Pferden auf Turnieren regeln, so daß der in meinem letzten Post beschriebene Fall passieren kann? Und wäre es nicht sinnvoll einen Vet-Check einzuführen?
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Inge - 20.11.2007, 19:26
Solange Nicole Luft holt, kann ich ja die Pause nützen! (zwinker )
Ist das eine "offizielle" Formulierung hier in Deutschland, dass TWHs frühreif sind? Mir ist sie so noch nicht begegnet und ich weiss deshalb auch nicht, wer dieses Argument hier vertritt. Ganz allgemein weiss ich natürlich, dass Pferde im Vollbluttyp frühreifer sind als andere. Und Tennessee Walker haben ja durchaus einen Vollblutanteil. Vielleicht daher diese Ansicht?
Mein Pferd ist 4 und noch lange nicht "fertig", weshalb ich ihn auch nicht mit in Alpenrod hatte. Allerdings nicht aus dem Grund, weil ich Angst hatte er könnte köperlich überfordert sein (haha). Bei den Prüfungen, so wie sie bei uns geritten werden, ist es meiner Meinung nach fast unmöglich selbst ein 3-jähriges Pferd zu überfordern. Diskutieren könnte man höchstens bei den Speed-Klassen Pole Bending und Barrel Race oder bei Over Fences. Aber auch das sehe ich ähnlich wie Biscaya: jeder kennt sein Pferd am besten und weiss was ihm zugetraut werden kann. Kein Mensch "verheizt" sein Pferd nur einem Schleifchen zuliebe!
Zumindest in diesem Jahr gab es auch gar nicht viele junge Pferde bei der EM. Ich habe extra im Programm nachgeschaut: zwei 3jährige und zwei 4jährige - und das bei über 50 Pferden! Sollte das also hierzulande gar kein Problem sein ... ?
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 20.11.2007, 19:58
Die Leute bringen die dollsten Argumente, wenn sie was rechtfertigen wollen...
Genausowenig wie Kaltblüter Per Se Gewichtsträger sind, sind bestimmte Pferderassen Per Se frühreif. Weder Quarter, noch Vollblüter, noch Tennessee Walker...
Für einen Vet-Check sehe ich ehrlich gesagt keine Notwendigkeit.
Die meisten Klassen in unseren Turnieren sind körperlich so wenig fordernd, dass eine Tierarzt-Untersuchung mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre.
Speziell bei der EM sind auch immer mehrere Tierärzte anwesend (eine davon im Showmanagement), so dass Auffälligkeiten direkt dort gemeldet werden können.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 21.11.2007, 19:41Vet-Check
Ich denke gerade wenn mehrere Tierärzte vor Ort sind, sollte eine Kontrolle der Pferde kein Problem darstellen. Es muss ja nicht eine komplette Untersuchung sein. Aber Lahmheitsuntersuchung durch Vortraben an der Hand und Kontrolle auf äußere Verletzungen sollte doch kein Problem sein. Meiner Meinung nach gehört das zu einer EM einfach dazu, egal ob man S****-Springen oder eine Dreigang-Prüfung reitet.
Man zwingt dadurch keinen sich zum Buhmann zu machen indem man zu den Richtern / Veranstaltern geht und eine Mitteilung macht über evtl. Auffälligkeitne. Zumal nicht alle Reiter / Zuschauer in der Lage sind Taktstörungen und Lahmheiten zu unterscheiden. Das sollte doch durch ausgebildete Tierärzte geschehen, da diese sowieso vor Ort sind.
Alleine schon um den Teilnehmern dieses Kribbeln im Bauch vor einer Verfassungsprüfung mitzugeben, könnte man diese Prüfung mitaufnehmen. Ich bin jedesmal vor der Verfassungsprüfung am ersten Tag der VS schon am zittern und umso froher wenn diese dann negativ ist. Dann läßt es sich befreiter Feiern am Abend. Man könnte ja auch noch einen Preis für das am besten herausgebrachte Pferd vergeben, das wäre dann Angenehmes und Nützliches miteinander verbunden.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 21.11.2007, 23:34
quote: Aber Lahmheitsuntersuchung durch Vortraben an der Hand und Kontrolle auf äußere Verletzungen sollte doch kein Problem sein.
:lol: :lol: :lol:
Ich lach jetzt einfach mal...
Welcher Walker trabt schon an der Hand?
Gut - unsere "Szeneinternen" Tierärzte sollten geschult genug sein, auch das "wasauchimmer", das ein Walker an der Hand geht zu beurteilen.
Aber dann gehts ja schon weiter: Szeneintern heisst auch immer irgendwie befangen. Und dann gehen die Diskussionen doch wieder los...
Ich bleibe dabei: Vet-Check halte ich für völlig übertrieben.
Lahmheiten sollte auch ein Richter erkennen und das Pferd dann aus der Prüfung oder aus dem Turnier nehmen.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 22.11.2007, 16:28Upps
Ok Ok Ok Ok, ich gebe zu das war jetzt etwas blöööööd-( etwas sehr blöd ) :lol:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 22.11.2007, 17:38Nochmal zum Vet-Check
:oops:
Na gut, da war ich wohl etwas unbedacht.
Das die Richter das auch erkennen können und entsprechend einschreiten sollten ist richtig, die Praxis zeigt aber das sich die Richter damit doch schwer tun. Es hat sich ja auch niemand an den blutenden Flanken eines Pferdes gestört. Nachfrage : warum darf dieses Pferd mitgehen? Antwort : Da habe ich schon schlimmere Löcher gesehen, in Amerika kümmert man sich um so etwas nicht. Damit sind wir wieder bei der anderen Einstellung der Amerikaner und da die Richter Amerikaner sind, sehen die das glaube ich auch anders als wir - oder zumindest ich.
Aber nochmal der Hinweis darauf das man diese Kontrolle ja auch als positives Erlebniss für die Teilnehmer aufziehen kann. Ich fände das sehr gut wenn man den Vet-Check in das Programm zumindest bei der "EM" integriert.
Übrigens falls ich das in der letzten Zeile auf der 1.Seite richtig interpretiere :
Alles gute zum Geburtstag
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 22.11.2007, 20:45Re: Nochmal zum Vet-Check
quote: Originally posted by SchneiderEs hat sich ja auch niemand an den blutenden Flanken eines Pferdes gestört. Nachfrage : warum darf dieses Pferd mitgehen? Antwort : Da habe ich schon schlimmere Löcher gesehen, in Amerika kümmert man sich um so etwas nicht.
:shock: :shock: Wenn das wirklich so war, dann lief aber was gewaltig schief! Sowas darf nicht sein.
Aber stimmt schon - unterschiedliche Mentalitäten können durchaus zu Problemen führen.
Ich hatte auch ein "Kopfschüttel-Erlebnis" mit einem der Richter (allerdings schon während der Clinics)
Hier muss man über eine Lösung nachdenken.
P.S.: danke für die Glückwünsche :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 26.11.2007, 15:17Richter
Ich denke man hat immer das Problem bei einem Richtverfahren das von dem subjektivem Eindruck eines Richters abhängt, das man selbst eine andere Ansicht hat. Damit muss man leben wenn man sich der Beurteilung stellt. Das darf einen auch nicht belasten, man muss immer sich selbst fragen ob man zufrieden ist und ob man auch gut geritten ist. Das muss das Ziel sein seinen eigenen und den Ansprüchen seines Pferdes gerecht zu werden.
Ich denke mal die Frage des Vet-Checks haben wir glaube ich auch zu ende besprochen, da ausser uns sich keiner äußert können wir da glaube ich begraben. Schade eigentlich, das so viele nur lesen und sich nicht äußern.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 26.11.2007, 18:17Re: Richter
quote: Originally posted by SchneiderIch denke man hat immer das Problem bei einem Richtverfahren das von dem subjektivem Eindruck eines Richters abhängt, das man selbst eine andere Ansicht hat. Damit muss man leben wenn man sich der Beurteilung stellt. Das darf einen auch nicht belasten, man muss immer sich selbst fragen ob man zufrieden ist und ob man auch gut geritten ist. Das muss das Ziel sein seinen eigenen und den Ansprüchen seines Pferdes gerecht zu werden.
Das ist überall so, wo nicht mit der Stoppuhr gemessen werden kann... darüber müssen sich die Reiter, die an einem Turnier teilnehmen auch bewusst sein.
Genauso wie darüber, dass Richter eine eigene Meinung, eigene Ansichten und eigene Gang-Vorlieben haben und die Augen nicht immer da haben können, wo sie andere Leute haben.
Leider gibt es immer wieder Reiter oder Zuschauer, die damit nicht umgehen können und hinterher über Richterentscheidungen meckern...
quote: Schade eigentlich, das so viele nur lesen und sich nicht äußern.
Manche trauen sich nicht, andere haben kaum Zeit und wieder andere sind beleidigt :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Inge - 26.11.2007, 19:54
Na gut, dann doch noch ein schnelles Reply:
Dass es in Alpenrod ein blutiges Pferd gab finde ich schlimm, so etwas darf nicht sein. Das haben aber offensichtlich nicht viele mitbekommen.
Ich hatte aber auch schon ein positives Erlebenis. Bei der Meisterschaft in Ägidienberg (war das auch schon eine EM?) habe ich erlebt, dass ein Pferd (Pushette) wegen Lahmheit von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen wurde - und es gab auch keinen offiziellen Vet-Check. Warum sollte diese "Selbst-Regulierung" heute nicht mehr funktionieren?
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Biscaya - 28.11.2007, 09:17
Die aktive Teilnahme hier im Forum beansprucht tatsächlich einige Zeit, die ich nicht immer habe. Wer von Euch ist voll berufstätig, hält die Pferde in Eigenregie und hat "nebenbei" noch Haushalt und Familie? Dazu seit Wochen Reha.
Wie bekommt ihr das hin, ohne das der Rest zu kurz kommt?
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 28.11.2007, 16:19mangelndes Feedback
Oh ich Unverschämter.............. :twisted:
Scherz beiseite, ich weiß wie das ist mit dem ganzen Drumherum. 5 Pferde - 3 Kinder - 1 Frau - und 54 Mitarbeiter....... Deswegen sitze ich aber auch immer schön abends im Büro und nutze das Forum dann für ein bißchen Abwechslung wenn ich keine Lust mehr habe Zahlen zu lesen.
Da ich finde eine Diskussion sollte wenn möglich mehr als 2 Teilnehmer und Meinungen haben habe ich das letzt geschrieben. Das sollte auch keine Beschwerde, sondern eine Aufforderung zur regen Teilnahme sein.
Also nochmal an alle Nurleser - schreibt doch auch was Ihr so denkt.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 28.10.2008, 22:15
Nun , zum Thema junges Pferd : Ich sehe das in etwa so wie Inge oder Nicole. Ich habe mich die letzten Tage für ein sehr junges Pferd entschieden - noch keine drei Jahre alt , also was tun ? Führtraining , Hufe auskratzen etc . Ganz spannend ist für mich die Arbeit mit der Doppellonge - das lasse ich mir die nächsten Wochen zeigen . Die restliche Zeit verbringt er auf der Koppel oder bald im Winterauslauf.Nachts ist er ab jetzt in einer Box.Von Reiten im Moment noch keine Spur.Wir lassen ihm Zeit. Auch bei diesem Twh kann man nicht behaupten das er schon zweijährig eingeritten worden ist. Auch wenn er bald drei Jahre alt ist soll er dann noch keine Arbeit machen müssen für die er noch nicht reif genug ist - oder sein sollte. Über ganz viele gute Tips würde ich mich wircklich freuen Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Schneider - 28.10.2008, 22:45Junges Pferd
Zuerst einmal freue ich mich, daß hier mal wieder jemand schreibt.
Eine Frage von mir : Was möchtest Du mit der Doppellonge ereichen bei einem 2-jährigen der gerade von der Koppel kommt? Der Sinn ist doch Stellung / Biegung und Versammlung des Pferdes zu verbessern und das braucht es hier noch nicht. Wir arbeiten mit unseren Pferden erst wenn Sie zwischen 6 und 7 sind mit der Doppellonge, davor nur spielerisch damit Sie sich dran gewöhnen.
Wir beginnen immer erst mit ganz normalen Dingen ( Führen / Stehenbleiben / etc. ). Dann als wichtigsten Schritt : Verladen, Verladen, Verladen. Bis es so funktioniert, daß man die Pferde vor die Rampe führt und diese alleine in den Hänger laufen und vor allen Dingen, muss es funtkionieren wenn einer alleine ist. Wenn ich mit einem verletztem Pferd oder einem Koliker erst über den Hänger diskutieren muss, ist es dafür zu spät. Außerdem trainiere ich so alle grundlegenden Regeln die mein Pferd erst einmal lernen muss - führen / auf mich achten / Vertrauen ! / usw.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 28.10.2008, 23:51
:) Hallo , gute Frage : Führen , Stehenbleiben , auch mit dem Menschen ruhig rückwärtsgehen scheint kein Problem zu sein. Zur Frage der Doppellonge : Es geht im Moment nicht um Biegung oder Versammlung . Das wird im Moment auch überhaupt nicht abgefordert . Wir meinen das eine lockere Form der Doppellongenarbeit eine gute Vorbereitung auf das Einreiten und evtl. Einfahren ist.Dadurch lernt er schon jetzt ein wenig die späteren Zügelhilfen und er hat nicht immer den Menschen im Blickfeld. Das mit dem Hänger kommt noch. Heute ist er schon mal ganz entspannt mit Hilfe der Leinen durch einen engen Gang gelaufen. Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 29.10.2008, 08:57
CATHLEEN!!!! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Pferd! Erzähl!! :wink:
Ich hab mit meinem mit 2,5 Jahren angefangen mit Führtraining (mit dem Kopf auf Höhe meiner Schulter laufen, anhalten wenn ich anhalte, rückwärts gehen wenn ich rückwärts gehe etc.)
Zudem hab ich viel Schrecktraining gemacht (nicht dass es notwendig gewesen wäre, der hätte die Plane gleich beim ersten Mal am liebsten gefressen und fand es toll, sich dort drin einwickeln zu lassen :roll: :D )
Ich habe kleine Spaziergänge eingebaut, habe ihn als Handpferd mit den Großen mitgenommen.
Ich habe dann Freiarbeit im Round Pen gemacht und als das gut klappte, hab ich mit Longieren angefangen.
Da habe ich dann langsam angefangen, Sattel und Trense aufs Pferd zu machen (was ihn etwa so viel interessiert hat wie die Plane :wink: ) und ihn weiterhin am Halfter longiert.
Dann kam für mich das Draufsitzen und führen lassen und kurze Zeit drauf dann auch alleine reiten.
Doppellonge habe ich erst später dazugenommen. Allerdings eher aus dem Grund, dass ichs selbst erst lernen musste. Also war er schon geritten, als ich mit Doppellonge anfing.
Arbeit am Langzügel allerdings hab ich schon vor dem Ersten Reiten gemacht. Einfach um ihm die Hilfengebung am Zügel etwas näher zu bringen.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 29.10.2008, 10:03
Hallo Nicole , danke für die Glückwünsche , Du wirst ihn mögen.Allerdings ist er recht gross.Alles weitere mal später. Ja das mit den Spaziergängen etc. habe ich auch vor , das halte ich auch für ganz wichtig.Das was Du sonst gemacht hast auch.Ich halte Euch auf dem laufenden. Das mit der Doppellonge lasse ich mir beibringen , viele Dinge , gerade das Arbeiten mit einem jungen Pferd eben auch. Bis denn Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 30.10.2008, 08:12
Wozu gibt es Aufsteigeblöcke... :mrgreen:
Übrigens: Spazieren gehen mit nem Walker grenzt schon an Leistungssport. Mir hing immer schnell die Lunge aus dem Hals. Die sind einfach schon im Schritt so verteufelt schnell unterwegs... :P
Viel Spass mit der Doppellonge - und viel Geduld beim Dich wieder entknoten... Dein Pferd schaut dann derweil so aus der Wäsche :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 30.10.2008, 09:31
:? Hallo Nicole , danke das Du mich an solch nette Dinge erinnerst. Bei Shorty war es schon ein Akt nebenherzulaufen, aber der Jungspund ist um einiges grösser. Nun ein paar Kilos weniger würden mir guttun , mal sehen. Es soll doch auch mehrstöckige Leitern geben? Oder Strickleitern ?Hat jemand eine Idee ? Nettes Bild , mal schauen ob wir sowas demnächst auch mal herkriegen. Bis dann Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Fanny - 02.11.2008, 11:36
Hallo Cathleen, das freut mich aber, dass du zugegriffen hast. Warte sehnsüchig auf ein Foto!! Wenn du mit dem Jungen erst malmit Arbeit an der Hand beginnst, kannst du sicher das Einreiten ganz schnell und einfach hinbekommen. Du kannst mit dem Finger den Schenkel ersetzen und er lernt schnell an der Hand seitwärttreten, Schulterherein, Wendungen und vieles mehr.
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 02.11.2008, 22:53
Hallo Fanny , ja Du bekommst Photos . Nun eine Frage an DICH und ander Leser dieses Forums. Wer hat Interesse an der Teilnahme von Wanderritten mit Twh- Pferden? Eine kleine Rückschau an Fanny. Wir haben schon früher einige solcher Ritte im süddeutschen Raum organisiert und auch durchgeführt. Fanny - Du warst unsere Kartenleserin und mehr. Wärst Du wieder dabei? Und wer hat noch Interesse? Gibt es Wünsche , Ideen? Ich würde mich sehr freuen über eine rege Teilnahme, Anregungen und Unterstützung so etwas wieder auzubauen Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
walkingdreams - 03.11.2008, 19:38
*seufz* Wanderritte... ach das wär schön....
Ich wär sofort dabei, nur fürchte ich, vor nächsten Herbst wird das bei mir nix....
Aber wir haben ja noch Reitbeteiligungen.... :wink:
Re: Junge Pferde und Tierschutz
cathleen - 03.11.2008, 22:14
Hallo Nicole , erstens die Reitbeteiligung und da gibt es nur zu sagen . " wir werden das Kind schon schaukeln ". Wir gehen das so an das es für alle passt. Grüsse Cathleen
Re: Junge Pferde und Tierschutz
Rouge - 06.11.2008, 11:44
Hi,
mit meiner 2-jährigen habe ich gestern das erste Mal Langzügel gemacht, ohne dass eine zusätzliche Person gesichtert hat. Davor hat 1x jemand gesichert, die jedes Jahr 4-6 Pferde anreitet und damit über die entsprechende Erfahrung verfügt.
Vorabeiten: Gewöhnung an Kappzaum und Longiergurt und daran, dass ich sie mit Stricken und Gerte am ganzen Körper berühren kann, sowie Führtrainig von rechts und von links aus verschiedenen Positionen heraus.
Wir sind vom Offenstall zum Reitplatz gekommen, auf dem Reitplatz 3 Runden rechts, 3 Runden links und 2 Handwechsel und wieder zum Offenstall zurück. Das Ganze verlief ohne einen Zwischenfall und sie hat sich mehrfach kurz in Dehnungshaltung fallen lassen. Das wird jetzt unsere Winter"arbeit". Im Frühjahr/Sommer dann vom Langzügel zum "von Boden fahren", bei dem man wesentlich weniger Einfluss auf das Pferd hat, sowie Gewöhnung an Geräusche von hinten, Schleppe und Schere und im Herbst steht dann, wenn alles vorher geklappt hat, das Einfahren auf dem Programm. Nächsten Sommer, wenn Sie wirklich 3 ist, werde ich auch beginnen sie zu longieren und DoLo mit ihr machen, vorher ist mir das zu früh, da es doch sehr auf die Gelenke geht.
Gruß
SP
Re: Junge Pferde und Tierschutz
JosefsWalkawayFarm - 14.11.2008, 23:04
Cathleen, ich finde deinen "Aufruf" zu den Wanderritten super!
Mache hierzu neues Topic auf...
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Gold Dashing Velvet - gepostet von Biscaya am Donnerstag 16.08.2007
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